Ausgabe 
17.3.1938
 
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Nr. 64 Erstes Blaff

188. Jahrgang

Donnerstag, 17. Mrz 1638

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Metzener Anzeiger

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Triumphaler Empfang -es Führers in Berlin.

Zweieinhalb Millionen bereiten dem Schöpfer des Großdeutschen Reiches entlang der Festsiraße vom Flugplatz Tempelhof bis zur Reichskanzlei in überströmender Dankbarkeit einen beispiellosen Willkomm in der Neichshauptstadi.

Der Dank der Ration.

Don unserer Berliner Schristleitung.

I ' Die Freude und tiefste Dankbarkeit aller Deut­schen gegenüber dem Führer, der alle Glieder des deutschen Volkes ohne Blutvergießen und ohne Krieg zu einer Einheit zusammenfügte, kam in ge­radezu beispielloser Art zum Ausdruck, als der Vollender der deutschen Geschichte in die Hauptstadt an der Spree einzog, nachdem er in Wien, der alten Hauptstadt der süddeutschen Ostmark, die auf­rauschenden Herzensergießungen der ihm ange­stammten Heimat in Empfang genommen hatte. Mit Berlin hörte durch den Aether das gesamte Reich Deutscher Nation diesem Berliner Empfang zu. Zu Millionen umsäumten die Reichshaupt­städter die mit Flaggenschmuck und Frühlingsgrün ausgezierten Straßen. Der Weg vom Tempelhofer Feld durch die Bellealliance- zur Wilhelmftraße war eine Jubelstraße geworden, die die Berliner wohl niemals vergessen werden. Was vergangene

Oer Reichstag für Freitag einberufen.

Berlin, 16. März. (DNB.) Amtlich wird mitgefeitf: Reichslagspräsident Generalfeldmarschall Göring hat den Deutschen Reichstag für Freitag, den 18. März 1938, 20 Uhr, einberufen.

Zeiten an häßlichen Gebäuden errichteten, ver­schwand vor der wie eine Sonne alles überstrah­lenden Dankbarkeit. Berlin gab sein volles und weitgewordenes Herz dem Führer des gesamtdeut­schen Reiches. Und dieses Herzgefühl sprengte die Sprödigkeit der Norddeutschen und ließ eine Sturm­welle dankerfüllter Begeisterung zum Himmel steigen...

Was geschah, wie die Zusammenfügung des Reiches in allen Einzelheiten erfolgte, welche poli­tischen Umformungen das Antlitz des europäischen Festlandes in diesen Vorsrühlinastagen erfahren hat, das werden in mühevoller Kärrnerarbeit die Historiographen später feststellen. Sie werden die Antriebe und die Kräfte untersuchen, die zwanzig Jahre nach Versailles und St. Germain, den Mahn­malen eines verlorenen Krieges, die Deutschen zu den wirklichen Siegern durch die Genialität eines Führers und Reichskanzlers machten, der dem deut­schen Volke vorbestimmt war und seiner Sehnsucht Erfüllung brachte. Erfüllt ist, was inHuttens letzte Tage" zur Bismarckzeit der Deutsch-Schweizer Conrad Ferdinand Meyer, der Bismarck als Schmied des deutschen Schwertes empfand, der germanischen Natton zurief:

Geduld! Es kommt ein Tag, da wird gespannt ein einig Zelt ob allem deutschen Land",

und verkündete:Wenn andere welken, werden wir ein Staat!" In diesen Frühlingstagen, die mählich den Aufbruch des jungen Grüns, die künftige Blüte und Frucht in die Erscheinung treten lassen, ist die in den Besten unseres Volkes lebende Zuversicht, einst von Zwietracht und Hemmungen befreit ein einiges Volk zu werden, Erfüllung geworden. Wo­für Generationen auf Generationen gearbeitet, ge­litten und gestritten haben, das ward Tat! Was die Unzähligen, auf deren geheiligten Gräbern wir stehen, vorbereiteten, was ein Bismarck begann, das ward Wirklichkeit durch Adolf Hitler. Sein Werk der Erfüllung ist unsterblich, und die Deut­schen aller Stämme brachten ihren Dank und ihr Herz ihm entgegen, von den Donauländern und Alpen bis zu der Nord- und Ostsee salzigen Wellen. Ein Führer, ein Volk, ein Reich! rt.

Die Regierung empfängt den Führer.

Ankunft aus dem Tempelhofer Feld.

Berlin, 16. März. (DNB.) Der Führer aller Deutschen, Kanzler des geeinten Großdeutschen Reiches und Oberster Befehlshaber der Wehrmacht, Adolf Hitler, traf am Mittwochnachmittaa nach seiner Fahrt der Einigung aller Deutschen wieder in der Hauptstadt des Großdeutschen Reiches in Berlin ein. Ungeheure Spannung lag über dem weiten, mit unzähligen Menschen gefüllten Platz, als um 17.05 Uhr das Führer-Flugzeug, die Junkersmaschine Ju 52 mit den amtlichen Erkennungszeichen D 2600, über dem Flughafen Tempelhof sichtbar wurde, eine halbe Schleife drehte und um 17 06 Uhr auf dem Rollfeld aufsetzte. Und dann brauste ein unbeschreib­licher Jubel auf, als nach einer Minute Landungs­manöver der Führer am Eingang der Maschine sichtbar wurde und Berliner Boden betrat. General­feldmarschall Göring an der Spitze des gesamten Reichskabinetts hebt ihm grüßend den Marschallstab entgegen. Ein Lächeln überfliegt die Züge des Füh­rers, als er einen Blick Über die ihn begrüßende

Menschenmenge wirft. Blumen werden ihm ent­gegengereicht, er wendet sich der Front derE h r en- Kompanie zu. Die Militärmusik setzt ein. Der Führer nimmt die Meldung des Generalobersten v. B r a u ch i t s ch entgegen und schreitet die Front ab. Er grüßt stehenbleibend die Fahne der Ehren­

kompanie der ßeib ft anbarte, verharrt dann abermals vor der präsentierenden Kompanie der Polizei, die vor ihm in Galauniform mit wei­ßem Lederzeug steht. Daneben zeigt sich die SA. Immer von neuem brausen die Stimmen der Be­geisterung zum blauen Himmel, dann ist Stille.

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Ein BDM.-Mädchen überreicht dem Führer auf dem Flughafen Tempelhof einen Blumen­strauß. Rechts: Generalfeldmarschall Göring, links Reichspressechef Dr. Dietrich; hinter dem Führer Obergruppenführer Brückner. (Scherl-Bilderdienst-M.)

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Millionen Volksgenossen säumten den Weg, den der Führer nahm. Unser Bild zeigt die Wagenkolonne mit dem Führer auf dem Wege vom Flughaken zur Reichskanzlei. (Scherl-M.)

Görings Willkomm.

Göring, hochaufgerichtet, auf dem blumenbe* kränzten Podium. Seme Stimme hallt männlich über das Feld:

Mein Führer! Ich darf Sie heute im Namen des ganzen Boltes, feiner Reichshauptstadt, feiner Reichsregierung, im Namen der Wehr­macht begrüßen. Worte gibt es heute nicht, die das ausdrücken können, mein Führer, was heute jeder von uns empfindet. Sie haben uns das ganze Deutschland heute ge­bracht. Die Brüder find befreit. Nicht mit Gewalt, mit Ihrem Herzen brachten Sie uns Ihre Heimat. In diesem Augenblick, mein Führer, darf ich die Bollmacht, die ich durch Ihr Bertrauen während dieser Tage hatte, wieder in Ihre Hände zurücklegen. Mein Füh­rer! Namens aller: ich grüße Sie!

Dr. Goebbels spricht.

Dreimal erhebt sich brausend der Heil!-Ruf. Und dann tritt Dr. Goebbels vor seinen Führer und seine Berliner.

Mein Führer!", fo sagt er:Dort drüben erwartet Sie eine festlichbewegte Stadt, hunderttausende, ja man kann sagen Millionen sind aufmarschiert, um Ihnen als Bortrupp Ihres Boltes Dank zu sagen. Wenige Tage erst sind es her, als Sie uns an jenem Samstagmotgen forgenberoegf verließen. Welch eine Wendung aber hat sich unterdes vollzogen! Wir sind in den vergan­genen Tagen und Nächten Zeugen Ihres Triumphzuges durch unser deut­sches Oesterreich gewesen. Mit klopfendem Herzen haben wir alle an den Lautsprechern ge­sessen, als Sie, mein Führer, Geschichte machten, als Sie Ihre Heimat in den großen Berbanb unseres Deut­schen Reiches zurückführten.

Die off haben wir es auf dem Obersalzberg erlebt, daß Oe st erreichet, Kinder und Frauen, aber auch Männer weinend an Ihnen vorbeimarschierten. Aus die­sen Tränen des nationalen Leides sind nun Tränen der nationalen Freude ge­worden. Wie oft standen wir oben auf der Terrasse Ihres Hauses neben Ihnen, wenn Sie sehnsüchtig nach Salzburg schauten. Und nun, mein Führer, haben Sie Ihre Heimat zum Reich zurückgeholt.

Das danken Ihnen nicht nur unsere deutschen Volksgenossen in Oesterreich, das dankt Ihnen das ganze große deutsche Botk (stürmische Zustimmung), dieses große deutsche Bolf, aus dem nun hunderttaufende und Millionen an den Straßen von Berlin stehen, um Sie, mein Führer, zu begrüßen und Ihnen aus tiefbewegtem Herzen stürmischen Dank entgegenzujubeln. Ich bin stolz darauf, der Dolmetsch dieser Gefühle fein zu dürfen. So grüße ich Sie denn, und fo grüßen wir Sie alle auf Ihrer Rückkehr nach Berlin mit unse­rem alten Ruf: Adolf Hitler Sieg-Heil! Sieg- heil! Sieg-Heil!"

Während der Reichsminister von dem Dank, dem heißen Dank der Deutschen spricht, steht der F ü h -- r er unten, die Hände übereinandergelegt, die Lip­pen fest zusammen, und sein blaues Auge sieht ernst unter dem Mützenschirm hervor. Neben ihm steht Göring, den hellblauen, silberbeschlagenen Mar­schallstab in den Händen, im Kreise um sie herum die Mitglieder des Reichskabinetts. Donnernd er­hebt sich das Sieg-Heil! der Menge, das Deutsch­land- uni) das Horst-Wessel-Lied. Der Führer steht, den Arm gereckt, schweigend und ernst allein. Die Hymnen der Nation sind verklungen. Mit einem freundlichen Lächeln wendet sich der Führer Reichs­minister Goebbels zu und spricht einige Worte mit ihm. Dann geht er mit seinem Gefolge zum Wagen und im stolzen Zug geht es hinaus in dis Neichshauptstadt.

Triumphfahrt zur Reichskanzlei.

Durch den brausenden Jubel der Millionen.

Vorn Belle-Alliance-Platz bis zum Wilhelmplatz steht wie eine Mauer das Spalier der Hunderttau­sende. Immer noch versuchen von allen Seiten neue Massen hinzuströmen. Einen besonderen Anziehungs- funjt, an dem sich die Massen zusammenballen, bil­det der Umkreis des B e l l e - A l l i a n c e - P l a tz e s und des Halleschen Tores. In der Flucht der hier emmundenden Straßen ist die Ausschmückung bc- fonbers reich, Girlanden und Wimpelketten span- nen sich von Fahnenmast zu Fahnenmast, während von den Häuserfronten Hunderte von Fahnen leuch­ten An den Fenstern, auf Baikonen und Dächern stehen begeisterte Berliner voller Freude über ihre luftigen Aussichtsplätze, während unten längs der Triumphstraße die Tausende in einem scheinbar ux»