Frohe Dolksschwestern.
NSG. Zur Zeit wird im ganzen Reich eine umfangreiche Werbung für den Schwesterndienst durchgeführt. Je nach Neigung und Eignung stehen den Bewerberinnen drei Organisationen zur Verfügung:
Die NF. -Schwesternschaft sieht ihr Aufgabengebiet hauptsächlich in der Gemeindearbeit. Dort soll sie neben der Krankenpflege vor allen Dingen auch die Gesundheitsführung der Bevölkerung überwachen, d. h. der Gesunderhaltuna aller Be- völkerungskroife ihre besondere Aufmerksamkeit schenken.
Die Freie Schwesternschaft findet ihren Wirkungskreis in Kliniken, Sanatorien, Kranken- hünfern, Heimen und in der privaten Krankenpflege.
Krankenhaus und Sanitätsdienst, ziviler und behördlicher Luftschutz sind das Aufgabengebiet der Rote-Kreuz-Schwestern.
Don allen Schwestern wird verlangt, daß sie lebensbejahend im Geiste der nationalsozialistischen Weltanschauung sich der Gesundheitsführung widmen. Richt lebensferne Abgeschiedenheit, sondern verständnisvolle Mitarbeit verbürgen erst die Tüchtigkeit der kommenden Schwesterngeneration. Ob NS.-Schwester, Freie Schwester oder Rote-Kreuz- Schwester, ihnen allen soll der Weg in das private Leben oder zur Ehe nicht verschlossen bleiben. Ohne Rücksicht auf das religiöse Bekenntnis kann jedes Mädel Mitglied einer der drei Schwesternschaften werden. In wirtschaftlicher Hinsicht ist in weitgehendem Maße für die Schwestern der genannten Verbände gesorgt. Bewerberinnen wenden sich an:
Gauvertrauensschwester der NS.-Schwesternschaft, bei dem Amt für Volkswohlfahrt, Gau Hessen- Nassau, Darmstadt, Steubenplatz 17.
Gausachbearbeiterin der Freien Schwesternschaft, Amt für Volkswohlfahrt der NSDAP., Gau Hessen- Nassau, Darmstadt, Steubenplatz 17.
Deutsches Rotes Kreuz, Provinzialverband Hessen- Nassau, Kassel, Karthäuserstraße 21.
Deutsche Rotes Kreuz, Hessischer Alice-Frauenver- ein, Darmstadt, Dieburger Straße 31.
Ein schöner Abend mit Friedel Hintze.
Der Goethe-Bund und Kaufmännische Verein in Verbindung mit der Dolksbildungsstätte der NSG. ,Lraft durch Freude" bereitete mit dem frohen Vortragsabend von Friedel Hintze am gestrigen Mittwoch in der Aula einer zahlreichen Hörergemein- schast zwei schöne Feierstunden nach des Alltags Mühe und Kampf. Die Vortragskünstlerin Friedel Hintze verstand es in feiner Weise, mit ihren köstlichen Erzählergaben die Herzen ihrer Hörer warm und froh zu machen. Sie begann mit der Erzählung einer reizenden Anekdote vom alten Feldmarschall Blücher, dem Marschall „Vorwärts", die sich bei seinem Aufenthalt zur Kur in Karlsbad am dritten Jahrestage der Schlacht von Belle-Alliance ereignete und die Begegnung mit zwei Abordnungen aus der dortigen Bevölkerung zum Gegenstand hatte. Die Erzählerin verstand es dabei in ausgezeichneter Weife, den prachtvollen alten Haudegen und seine ganze Art den Hörern lebendig und packend geistig vor Augen zu stellen. Als ein feines Gegenstück zu dieser köstlichen Begebenheit brachte sie dann die Erzählung von einem Goldenen-Hochzeits-Paar an der holsteinischen „Waterkant", wobei sie den alten Jochen und seine „auch nicht mehr junge" Trina in so lebendiger und bodenständig feiner Art schilderte, daß wohl jedermann mit aller Liebe des Herzens diesen goldenen Hochzeitstag der beiden miterlebte. Voll warmherziger Stimmung waren ferner die beiden anschließenden Vortragsgaben, nämlich die Erzählung von der Brautsuche des Schmetterlings und von der Testamentseröffnung auf dem Rathaus zu Haßlau; auch hier vermochte es die Vortragende, warmherzig und lebensvoll zu gestalten und dadurch die Hörer ganz mit den Köstlichkeiten dieser Erzählungen zu erfüllen. Lebhafter Beifall brachte der Vortragskünftlerin und den Veranstaltern des Abends den herzlichen Dank der Besucher zum Ausdruck.
Achtung?
Ehemalige 116er herhören?
Alle ehemaligen 116er schalten heute, Donnerstag, 17. Februar, um 22.10 Uhr, den Reichssender Köln ein und hören dort eine wichtige, alle alten 116er interessierende Mitteilung.
Betriebsordnung bei mehr als
20 Sefolgschastsmitgliedern.
Lpd. Der Reichstreuhänder der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Hessen hat in seinen „Amtlichen Mitteilungen" vom 10. Februar 1938 durch eine allgemeine Anordnung die Betriebe mit in der Regel mindestens 20 Gefolgschaftsmitgliedern, die bisher eine Betriebsordnung noch nicht erlassen haben,'veranlaßt, diese sofort im Vertrauensrat zu beraten und zu erlassen. Bei Nichtbesolgung dieser Anordnung werden Strafmaßnahmen angedroht.
©iefoener Dochenmorltprette
* Gießen , 17. Febr. Auf dem-heutigen Wochenmarkt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, % kg 1,57 Mark, feine Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 5 bis 10, Eier, deutsche, Klasse D 10%, Wirsing, % kg 12, Weißkraut 8 bis 10, Rotkraut 12, gelbe Rüben und Karotten 10 bis 12, Spinat 15, Unter» kohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 15, Rosenkohl 25 bis 28, Feldsalat, Vio 9 bis 10, Tomaten, % kg 40 bis 45, Zwiebeln 9 bis 10, Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 25 bis 35, Kartoffeln, % kg 5 Pf., 5 kg 45 Pf., 50 kg 3,25 bis 3,75 Mark, Aepfel, % kg 12 bis 25 Pf., Birnen 25, Blumenkohl, das Stück 45 bis 60, Salat 20 bis 30, Endivien 10 bis 25, Lauch 5 bis 8, Rettich 5 bis 10, Sellerie 10 bis 35 Pf.
** Eine Fünfundsiebzigjährige. Am morgigen Freitag, 18. Februar, begeht Frau Elise B e y r e n s , Asterweg 16, bei guter Gesundheit ihren 75. Geburtstag. Der Jubilarin unfern herzlichen Glückwunsch.
♦♦ Ster befalle in Gießen. Es verstorben in Gießen in der Zeit vom 1. bis 15. Februar: 1. 2. Wilhelmine Becker, geb. Georg, o. B, 54 Jahre, Wilsonstraße 4; 5.2. Emma Henkel, geb. Schäfer, 64 Jahre, Seltersweg 61; 5.2. Horst Fritz Willi Thomas, 5 Jahre, Asterweg 40; 9. 2. Philipp Mandler, Oberamtsgehilfe i. 9t., Asterweg 27; 9.2. Konrad Schmidt, Schausteller, 68 Jahre, Rodheimer Straße 57; 29. 1. Katharine Lohr, geb. Stein- meyer, o. B., 67 Jahre, Landgraf-Philipp-Platz 7; . 10. 2. August Lamm, Gastwirt, 54 Jahre, Horst- Wessel-Wall 52; 11.2. Elisabeth Althaus, geb. Nau, 77 Jahre, Steinstraße 55; 12.2. Wilhelmine Heckel, geb. Sasse, 49 Jahre, Schi'fenberger Weg 13; 12. 2. Wilhelm Henning, Reichsbahninspektor, 54 Jahre, Frankfurter Straße 28; 14.2. Ludwig Hofmann,
o. B., 80 Jahre, Neustadt 37; 15.2. Elisabeth Nink, geb. Velte, o. B., 74 Jahre, Glaubrechtstraße 8.
** Die Kameradschast ehem. hessischer Leib-Dragoner 24 hielt, wie man uns berichtet, am Sonntag im Kameraüschaftsheim „Frankfurter Hof" ihren diesjährigen gutbesuchten Jahreshauptappell ab. Kameradschaftsführer S ch ö m b s begrüßte zunächst die Kameraden vom Patenverein Marburg, vom Unteroffizierkorps 13/116 und die Kameraden der Vereinigung selbst mit herzlichen Worten, gedachte sodann der Toten des Weltkrieges und der Bewegung, der Verstorbenen der Kameradschaft und schließlich des zur großen Armee abgerufenen Generals Ludendorff. Der Schriftführer Kamerad Grau schilderte hierauf in seinem Jahresbericht die Begebenheiten des Jahres 1937 innerhalb der Kameradschaft. Aus dem Kassenbericht des Rechners Kamerad Wagenbach war ein guter Stand der Kasse ersichtlich, so daß dem Rechner Entlastung erteilt werden tonnte.- Wegen Überlastung durch andere dringende Pflich- ten stellte der bewährte Kameradschaftsführer Schömbs zum großen Bedauern der Kameraden sein Amt zur Verfügung der Kameradschaft. Einstimmig wurde als neuer Kameradschaftsführer der Kamerad Cloos gewählt, der anschließend seine Gedanken über die weitere Führung der Kameradschaft entwickelte und nach dem Gruß an den Führer den offiziellen Teil des Appells schloß. Beim Gesang alter Soldatenlieder und bei Austausch von Erinnerungen blieben die Kameraden bann noch einige Stunden in schönster kameradschaftlicher 23er» bundenheit beisammen. Der Verlauf des Appells hat wiederum bewiesen, daß es in der Kameradschaft der alten Leibdragoner stetig vorwärtsaeht.
*♦ Der VfB.-Reichsbahn-Maskenoall am Samstag in den Räumen des Gesellschaftsvereins zeigte wiederum, wie sehr diese Veranstaltung des Vereins geschätzt und beliebt ist. Bei der vortrefflichen und unermüdlichen Musik kamen die vielen Besucher sehr schnell in die heiterste Stimmung, die alle Narren und Närrinnen bis weit in den Sonntagmorgen hinein in ausgelassener Maskenfröhlichkeit beisammenhielt. Der VfB.-Reichsbahn kann mit dem Erfolg dieser karnevalistischen Veranstaltung sehr zufrieden fein.
Schöffengericht Gießen.
Wegen fortgesetzten Zechbetrutzs stand der W. Z. aus Bad-Nauheim vor dem Schöffengericht Gießen. Der Angeklagte, bei dem es sich um einen alten Bekannten des Gerichts handelt, ist erst vor kurzem nach Verbüßung einer üiermonatigen Gefängnisstrafe aus der Strafanstalt entlassen worden. Dies hinderte ihn nicht, alsbald an mehreren Orten, fo in Ockstadt und in Oppershofen, in Wirtschaften ab» zusteigen, obwohl er nicht einen Pfennig Geld in der Tasche hatte. Dort gab er sich jeweils als Vorarbeiter einer Baukolonne aus und bestellte zum Abend wärmes Essen für mehrere Personen. Er ließ sich ebenfalls Speisen und Getränke reichen, dazu die nötigen Rauchwaren, verzehrte diese und verschwand dann in einem unbewachten Augenblick auf Nimmerwiedersehen. Dieses Manöver wiederholte er an verschiedenen Orten. Der Angeklagte war geständig und behauptete, aus Not und infolge seiner schlechten Familienverhältnisse zu diesen Handlungen getrieben worden zu fein. Da die Familienverhältnisse des Angeklagten sehr trübe sind und mit Rücksicht auf die Geringfügigkeit der Beträge ließ es das Gericht noch einmal bei einer verhältnismäßig geringen Sühne bewenden und erkannte auf eine Gefängnisstrafe von f ü jt f Monaten.
Amtsgericht Gießen.
Der W. 23. aus Dillenburg hatte wegen Ueber- tretung der Reichsstraßenverkehrsordnung einen Strafbefehl über 15 Mark erhalten, gegen den er Einspruch einlegte. Der Angeklagte befand sich mit seinem Wagen auf der Durchfahrt durch Lollar. Dort suchte er ein Lokal auf. Seinen Wagen ließ er in der Toreinfahrt auf dem Bürgersteig stehen, ohne ihn zu beleuchten. In der gestrigen Hauptoerhandlung behauptete der Angeklagte zur Begründung seines Einspruchs, der Platz, auf dem er geparkt habe, gehöre ausschließlich zum Anwesen der Wirtschaft. Außerdem sei sein Wagen von den Lampen eines dicht dahinterstehenden anderen Fahrzeugs in genügendem Maße beleuchtet gewesen. Die Beweisaufnahme ergab im Gegensatz zu dieser Darstellung einwandfrei die Schuld des Angeklagten. Das Gericht erhöhte die Strafe auf20Mark. •
Besseren.Erfolg mit seinem Einspruch hatte der A. H. aus Offenbach a. M., der wegen fahrlässiger Körperverletzung und Uebertretung der Reichs- straßenoerkehrsordnung einen Strafbefehl über 50 Mark erhalten hatte. Der Angeklagte befuhr vor einiger Zeit die Frankfurter Straße in Richtung Seltersweg. Dabei bog er nach links zur Großtankstelle ein, ohne jedoch Zeichen zu geben. Zwei ihm entgegenkommende Rcwfayrer bemerkten dies zu spät, so daß der Angeklagte mit dem einen von ihnen zusammenstieß. Dieser fiel dadurch zu Boden und verletzte sich leicht an der Hand. Das Fahrrad wurde gleichfalls beschädigt. Zu seiner Entschuldi- gung brachte der Angeklagte vor, er sei so langsam gefahren, daß bei etwas größerer Aufmerksamkeit des Verletzten der Unfall hätte vermieden werden können. Im übrigen habe er nicht hupen dürfen, weil damals Hupverbot geherrscht habe. Demgegenüber kann nur immer wieder betont werden, daß das sogenannte Hupverbot nur dem übermäßigen Hupen fteyern soll, den Verkehrsteilnehmer jedoch keineswegs davon befreit, dann, wenn es nötig ist, Zeichen zu geben. Trotzdem kam das Gericht zu der Ueberzeugung, daß der Angeklagte im allgemeinen ein durchaus zuverlässiger Fahrer' sei. Da der Verletzte auch keinen Strafantrag wegen Körperverletzung gestellt hatte, entfiel eine Bestrafung unter diesem Gesichtspunkte, so daß das Gericht die Strafe auf 20 Mark ermäßigte.
Kreis Wetzlar.
# Lützellinden, 15. Febr. Die Holz- hauerarbeiten im hiesigen Oberwald sind gut fortgeschritten. Die Arbeiten nehmen fast den ganzen Winter in Anspruch, da nur zwölf Mann eingesetzt werden konnten. Die Arbeiten wurden dem Holzhauermeister Ludwig Krombach übertragen. Es werden 565 Festmeter Nutz- und Brennholz und 12 000 Wellen geschlagen.
O Rodheim a. d. Bieber, 15. Febr. Die hiesige NS. - Frauenschaft veranstaltete in der Wirtschaft Bender einen Gemeinschafts- abend. Heitere Vorträge und gemeinsam gefundene Lieder verschönten den Abend. Bei Kaffee und Kuchen verbrachte man einige unterhaltsame ©tun» den. — Der Motor st urm21/M 147 Bieber hielt am Sonntag eine Fahrdienstübung ab, die von Bieber über Gießen nach dem Schiffenberg führte. Dort wurde kurze Rast gehalten. Auf der Rückfahrt über Watzenborn-Steinberg wurde in Gießen auf Oswaldsgarten das schmackhafte Eintopfessen aus der Soldaten-Feldküche eingenommen.
Todesurteil gegen Armand.
Prozeß vor dem Schwurgericht Limburg.
LPD. Limburg, 16. Febr. Das Schwurgericht in Limburg verhandelte am Dienstag und Mittwoch gegen den 24jährigen Erwin Armand aus Wasenbach im Unterlahnkreis. Er war angeklagt, am 12. Oktober 1935 die zwei Jahre ältere Käthe Meier aus Marburg getötet zu haben.
Armand hatte seit 1. Mai 1933 in Marburg studiert. Im November 1933 lernte er bei einer Festlichkeit die Käthe Meier kennen, an der er Gefallen fand. Das Verhältnis wurde bis nach Anfang 1935 fortgesetzt, obwohl Armand im März 1935 ein Mädchen von Katzenelnbogen kennen lernte, in das
er sich verliebte. Wie der Angeklagte bei seiner Vernehmung angab, will er andauernd geschwankt haben, doch habe er nicht den Mut gehabt, rilit der Käthe Meier Schluß zu machen, schließlich fei diese an ihn herangetreten mit der Mitteilung, daß sie von ihm ein Kind erwarte. Er habe die Vaterschaft abgestritten und wollte nichts mit der Sache zu tun haben. Schließlich habe er der Meier Tabletten gebracht. Diese und einige weitere Versuche zur Abtreibung im Sommer 1935 führten nicht zum Ziel, schließlich bestellte er das Mädchen für den 12. Oktober 1935 nach Laurenburg an der Lahn. Er ging ihr durch den Wald entgegen und brachte sie an eine einsame Stelle in der Nähe eines verlassenen Stollens einer Schiefergrube. Nach seinem Geständnis habe er ihr ein Fläschchen gereicht, in
irtschast.
<*
Einlösung der Neubesitzanleihen.
Fwd. Mit dem 15. Februar beginnt auf Grund der Anordnung der Reichsregierung das Angebot zum vorzeitigen Rückkauf der Neubesitzanleihen der Länder, Gemeinden und Gemeindeverbände. Den Inhabern der Neubesitzanleihen wird ein bis zum 30. Juni 1938 befristetetes Angebot auf Rückkauf der Titel zum Gegenwert von £8,J5 v. H. gemacht. Die Neubesitzanleiben sind, wenn von diesem Angebot kein Gebrauch gemacht wird, am 2. Januar 1970 zum Nennbetrag fällig, doch wird eine Verzinsung, wie das bisher der Fall war, nicht gewährt. Eine vorherig Einlösung oder ein freihändiger Rückkauf der Anleihen erfolgt nicht. Diese Regelung gilt auch für die sogenannten Sammelablösungsanleihen.
Es handelt sich um die Neubesitzanleihen von Anhalt, Baden, Bremen, Hamburg, Hessen, Lippe, Mecklenburg, Oldenburg Schaumburg-Lippe und Thüringen, ferner um die bayerischen und die braunschweigischen Neubesitzanleihen. Gleichzeitig werden auch die Ablösungsangebote für Neubesitz- anleihen der Girozentrale und verschiedener Städte veröffentlicht, darunter Berlin, Bingen, Darmstadt, Düsseldorf, Frankfurt a. M., Gießen, Mainz und Worms.
Hhein-Mainische Börse.
ANttagsbörse fester.
Frankfurt a. M., 16. Febr. Die deutsch-österreichischen Vereinbarungen hinterließen auch» an der Börse einen guten Eindruck und haben die an sich etwas zuversichtlichere Stimmung noch verstärkt. Auf kleine Käufe, vornehmlich des berufsmäßigen Handels, war die Tendenz am Aktienmarkt etwas fester, zu nennenswerten Umsätzen kam es aber nicht, da das Publikum kaum mit Aufträgen vertreten war. Auch sonst verblieb noch etwas Zurückhaltung, was im wesentlichen darauf zurückzu- sühren ist, daß man mit großem Interesse der Reichstagssitzung am kommenden Sonntag entgegensieht. Durchschnittlich betrugen die Besserungen 0,50 bis 1 v. H., ste konnten später nicht immer voll behauptet werden, da die Geschäftsstille auf die Kurse drückte. Montanwerte setzten durchweg 0,50 bis 0,75 v. H. höher ein, Rheinstahl gewannen 0,90 o. H. auf 143,90. IG. Farben erhöhten sich auf 161 (160), Metallaesellschaft auf 147 (146,25). Je 1 v. H. gewannen ferner Bemberg mit 139, Reichsbank mit 207,25, Gesfürel mit 148,65 und Feinmechanik Setter nach Paufe mit 107. Nicht ganz behauptet lagen Zement Heidelberg mit 164 (164,25) und Ilse Genuß mit 134,25 (134,65).
Am Rentenmarkt war die Haltung weiter fest. Die Umsätze blieben aber aus dem bekannten Grunde klein. Etwas lebhafter waren Kommunal- Umschuldung mit 95,50 bis 95,521/» (95,45); ferner fliegen 4 o. H. Rentenbank-Ablösung auf 94,45 (94,30). Reichsbahn-VA. lagen mit 130 unverändert. Goldpfandbriefe wurden überwiegend wieder repartiert. Pfälzische teilweise 101,25 (101). Rheinische KO. 100 (99,75). Liquidationspfandbriefe zogen zu
meist 0,13 bis 0,25 o. H. an, fest lagen Meininger mit 102,60 (102,25). Nach Stadtanleihen bestand größere Nachfrage, die Kurse zogen bis 0,25 v. H. an. Industrie-Obligationen lagen uneinheitlich, 5 v. H. Hoesch 103,25 (103,50), 6 v. H. IG. Farben 129,90 (130,50), dagegen 5 v. H. Röchling 102,65 (102,40), 4,50 v. H. Krupp 1.00,50 (100,40). Im Freioerkehr erhöhten sich 4 v. H. Rentenbank-Ablösung, auf 94,50 nach 94,45 und 4,50 v. H. Bafio gingen mit 99,05 (98,90) um.
Im Freioerkehr herrschte Geschäftsstille, die Kurse lagen unverändert. Niedriger nannte man Frankfurter Maschinenbau mit 161 bis 163 (163). Tagesgeld unverändert 3 v. H.
Abendbörse behauptet.
Bei ruhigem Geschäft war die Abendbörse behauptet. Einige Umsätze erfolgten in IG.-Farben zu 160,75 (160,25), in Verein. Stahl zu 112,13(112,25), in Rheinmetall zu 141,50 (141), in Conti Gummi zu 191 (191,50), in Adlerwerke Kleyer zu unv. 119 und in Goldschmidt zu unv. 141,25. Moenus Maschinen gingen weiter zurück auf 134 (135). Im übrigen lagen die Märkte sehr still- Und fast unverändert, wobei die meisten Notierungen nominell waren. Buderus 122,50, Mannesmann 113,75 (113,65), Rheinstahl 143,75, BMW. 151,50 (151), Bemberg 138,75, Demag 146, Scheideanstalt 254, Licht unb Kraft 144,50, Elektr. Lieferungen 129,75 (129,50), Gesfürel 148,50, Holzmann 160,50 (160,75), Metallgesellschaft 147, Schuckert 178,50, DDM. 172,50. Bcmkiakiien blieben behauptet, Reichsbank 0,25 v. H. hoher mit 207,50. Am Nentenmarkt befestigten sich Reichsaltbesitz auf 131,50 (131,40), 6 v. H. IG.-Farben waren 0,13 v. H. höher.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 16. Febr. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W 13 211, W 16 214, W 19 218, W 20, 220, Roggen R 12 193, R 15 196, R 18 200, R 19 202 GroßhanÜelsvreise der Mühlen der genannten Preisgebiete, Weizenmehl Type 812 W 13 29,40, W 16 29,50, W 19 29,50, W 20 29,85, Rog- gcnmehl Type 1150 R 12 22,45, R 15 22,80, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 Mark Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60, Weizenkleie W 13, 10,75, W 16 10,90 W 19 11,10, W 2011,20, Roggenkleie R 12 9,95, R 15 10,15, R 18 10,40, R 19 10,50 Mühlenfestpreise ab Mühlenstation, Treber getr. 13,00 Höchstpreis ab Erzeugerstation. Tendenz ruhig.
Irankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 17. Febr. (Dorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Dorauftrieb: 868 Rinder (237 Ochsen, 107 Bullen, 378 Kühe, 146 Färsen), 588 Kälber, 31 Hämnzel, 13 Schafe, 341 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 36 bis 45 Mark, Bullen 34 bis43, Kühe 20 bis 43, Färsen (Kalbinnen) 35 bis 44, Kälber 36 bis 65, Hämmel 30 bis 48, Schafe 20 bis 42, Schweine 49,50 bis 56,50 Mark. Marktverkauf: Rinder und Schweine zugeteilt, Kälber und Hämmel mittelmäßig.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe Der zuletzt oeschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 o H., Lombardzinsfuß 5 v. H
1
Frankiurt a. M.
Berlin
Frankfurt a. M.
Berlin
Schluß- kurs
Schlußk. Abend- börse
Schluß, kurs
Schlußk Mittag börse
Schluß- kurs
Schluß?. Abend börse
Schluß» kurs
Schluß!. Mittag, börse
Dalum
15.2.
16.2.
15-2.
16.2.
Dalum
15.2.
16.2.
15-2. | 16-2.
6% Deutsche Reichsanlethe v. 192) 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 <¥i% Deutsche Reichsschatzanwei- jungen von 1935 . ..........
iy.% Deutsche Retchsschatzanwei- jungen von 1935, II. ftolge ...
4yt% Deutsche Retchsschatzanwei» jungen von 1936, III. jSolge ..
6%% Doung Anleihe von 1930 .. 4*/z% Hessische Voltsstaal von 1929 Wi% Deutsche Reichspostschatz von
1934 L.....................
V/i% Deutsche Reichsbahnschatz von 1936 1..................
Reichsanleihe-Altbesitz..........
Lberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten..............
4yt% Hess. Landesbk. Darmstadt Goldpse. R. 12..............
bVi% Hess. Landes-Hyp.-Bant Liqu. Goldofe...............
4yz% Preuß. LandeSpfdbr.-Anst.
Goldpse. R. 19.............
4%% Preus« Gold-Komm. R. 20 4yt% Darmstädter Komm.-Lan» desbank 31 6................
Deutsche Komm.-Sammel-Anleihe Auslos.-Nechte 1..............
4yz% Franks. Hyp. Goldpse. R. 15 4y,% Franks. Hyp. Gold-Komm.
Lbl. 2 3..................
5yz% Franks. Hyp.' Liquidation Goldpse.....................
6yz% Rheinische Hyp. Liquidation Goldpse....................
Steuergutsch» in-Berrechnungskur-
S.G. für Verkehrswesen .... 6% Hamburg-Sudam. Dampsschiss. 0
102
99,25
99,7
99
108
100,75
100,65
100
131,25
100
102
102 99,25
99,7
99 108,25 100,5
100,65
100 131,5
137,75
100
100
101,8 99,25
99,7
99 108,25
100,7
100
131,2
100
101,9 99,25
99,7
99 108,25 100,75
100,7
100 131,6
100
Accumulatoren-Fabrik.......14
Midi Offenburg Zellstoff........6
Bemberg............... O
Bekula................. 8
Buderus Eilen............ 6
Cement Heidelberg .......... 7
Cement Karlstadt............6
Conti Gummi.............. 12
Daimler Motoren..........6y,
Dessauer Gas ............... 4
Deutsche Erdöl.....x........5
Deutsche Gold- und Silber .... "9
Deutsche Linoleum.......... 10
Elektrische Lieferungen........6
Elektrische Licht und Kraft.....7
I. G. Farben-Induftrte ....... 7
Felten & Guilleaume.........6
Gesfürel............. 7
Tb. Goldschmidt...... 6
Gritzner Maschinen...........O
Harpener................. 3’/z
Hoesch Eisen............... 3VZ
Philipp Holzwurm........... 8
230
141
138
170
122,5,
164,25
192,5
141,5
141.75
255
165
130
143,75
160
137,5
147,5
140
113,5
16!
230
141
138,75
170
122,5
164
191
142,25
254
165,5
129,75
144,5
160,75
138,25
148,5
141,25
50,4
170
114
160,5
134,25
110,25
118,75
122
95,75
113,75
147
229,5
129
143,75 126,75
151
169
178,5
211,5
212
112,13
61
110.5
147
28,75
203 114
137,75
170
122
192
141,4
121.5
141,75
165
129.5
143,75
159,75
137,5
148
50
169
113,13
161
230
141
139
170
122,5
191
142
122
143
165
129,5
144
160,65 138,5
148,9
141,25
50
172
113,4
160 _
99,75
99,25
137
99,75
102,5
102,4
111,4
134,25
99,75
99,25
137,25
99,75
102,5
102,5
111,4
134,5
137,5
100
102,4
111,6
134
135
99,75
137,65
102,65
135,13
Ilse Bergbau................6
Ilse Genüsse................6
Kalt Aschersleben............ 4
Klöcknerwerke .............4yz
Kokswerke und Chemische Fabrik 7
Lahmeyer..................6
Mainkraft.......... 4
Mannesmann.............4*/:
Marisfelder Bergbau......... 7
Metallgelellsckast............. 6
treustem & Koppel .........O
Rheinische Braunkohle.......12
Rheinische Elektro............6
Rheinstahlwerke..............6
Rbelnisch-Destfälische Elektro .. fl
Rütgerswerke ...............7
Salzdetfurth Kali.......... 6
134,65
110
118,25
122
95,75
113.5
155
146,25
231
143
126,5
150
158,5
135 110.25 118.25
156 122,5
113,4
155 146,75 108,13 231,5
128,75
143
126,4
151
170
178
96 211,75 211,75
112
60,5
110
147
28,75
138.5 134,25
110,13
119 156,5
122,25
114
146,5
108
229,5
123
1.44
126,5
151,25
169 178,5
96,5
211,5
212
112.13 60,75
110,25
147 .
28,75
Hamburg-Amerika Paket......O
Norddeutscher Lloyv..........O
Deutsche Reichsbahn Vorz.-Wt. 1
Berliner Handelsgesellschaft . 6H
Commerz- mö Prival-Bank... 5
Deutsche Dükonto............ 6
Dresdner Bank..............4
78,25
80
130
206,25
122,25
127,25
114,4
78,5 80
130
207,5
135
122,4
127,25
114,4
Devise
78
80
130
206,5
135,25
122,25
127,25
114,4 nmartl
78,5
80,5
130
207,75
135,25
122,4
127,25
114,4
Berlin
Schuckert L Co......... 7
Schultheis Patzenhofer........4
Siemens L Halske...... 9
Süddeutsche Zucker.......... 10
Vereinigte Stahlwerke......4V,
Westdeutsche Kaufhof.........O
Westeregeln Alkali............ 4
Zellstoss Waldhof............6
Ltavi Minen...............0,6
— Stanffurl a ZU.
178^
211
112,4
60,4
110
146,13
28,6
15-Februar
16.Februar
15-Februar
16 Februar
Aint!>cti> Geld
hn-enit g Brief
mn cp-Neuerung
Geld | Brief
jlmthche *Jioii*,rung Geld | Brief
ttmU'cheNoi'eiung Geld | Brief
0,653
0,657
42,06
0,147
47,10
55,54
0,653
0,657
Japan....................
Jugoslawien ..............
Oslo ...................
Wien....................
Lissabon..................
0,723 5,694 62.39 48,95
11,275
0,725 5,706
62,51 49,05
11,295
0,723 |
5,694
62,39
48,95
11,275
63,98
57,47
0,725
5,706
62,51
49,05
11,295
Brüssel...................
Rio de Janeiro............
Polen....................
Kopenhagen...............
41,98
0,145
47,00
55,42
41,98
0,145
47,00
55,42
42,06
0,147
47,10
55,54
Danzig...................
London...................
47,00 12,415
5,49 8,137
138,46 13,09
47,10 12,445
5,50 8,153 138,74 13,11
47X10
12,415
47,10
12,445
Stockholm................
Schweiz..................
63,98
57,45
64,10
57,57
64,10
57,59
tzeisingfor»................
Paris....................
Holland..................
gtal la»...................
5,49
8,112
138,45
13,09
5,50
8,128 138,73
13,11
Spanten..................
Prag.....................
Budavek.................
Neuyork..................
8,676
2,470
8,694
2,474
8,676
2,468
8,694
2,472


