Ausgabe 
16.7.1938
 
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Bäder. Sommerfrischen, Wochenende und Ausflugsorte

Durch den Odenwald zum Aeüarlal!

lichen Zipfel durchschneidet.

Herbstein (Vogelsberg)

Alsfeld (Oberhessen)

Bad Selters am Vogelsberg

Gasthaus Deutsches Haus

Gasthaus zum Weißen Roß

Bes. Hch.Fortnagel.Fernspr.65. Bes.: Rich.Dabmer. Marktplatz 5. Eigene Metzgerei. Vorzügl. reich!. Fernspr. 19. Eig. Metzgerei. Bad

Verpfleg. Bad im Hause. Sonn.

Zimmer mit herrlicher Fernsicht.

Butzbach (Wetterau)

Hoherodskopf

Bad-Nauheim

Flensungen (Station Mücke)

Homberg (Oberhessen)

Bad Salzhausen (Oberhessen)

Grünberg (Oberhessen)

Lauter bei Grünberg

Hermann Schmal!

Fernruf: Alsfeld 496

Waldlust Bad-Nauheim. Fernspr. 2451. Die Apfelwein-Oase mit einem der schönsten Gärten der Wetterau. Verschiedene Gesellschaftsräume. Eigene Metzgerei - gut bürgerliche Küche. Mittwoch, Samstag und Sonntag Unterhaltungskonzert mit Tanzeinlagen. Gesellschaftsreisen und Betriebsfeiern finden vollste Zufriedenheit von Führung und Gefolgschaft. Bes.: Fritz Haag.

Pension Schweizerhaus. Landhausneubau, dir. amWald, 3 Zim.m. je 2 Betten, flieh. Mass, reich!, gute Berpsl.,Landwirtsch., 9Iutofi(iTtinen.Bes.K.tieiss.'ZeL14

Gasthaus Zur Erholung Inh.: Frau H.P.DuchardtPZwe., Fernspr. 321. Eigene Metzgerei. Bekannt gute reichliche Verpfle­gung. Fliebend.Wnsser. Garagen.

Wickram aus Kalmar im deutschen Elsaß Anno 1555 die Reiselektüre. Er stellte eine Sammlung von Schwänken zusammen und nannte sie recht passend: Das R o l l w a g e n b ü ch l e i n", eine Fundgrube alten Volkshumorr und alter Volkskultur! Spater gab man noch eine andere Art von Volksbüchern heraus, die zumal den reisenden Kaufleuten dienten. Sie enthielten Angaben über Entfernungen, Ter­mine von Messen und Märkten, Empfehlungen von

Butzbach, die altertümliche Stadt am Nordosthang des Taunus. Hiflor. Marktplatz mit Brunnen u. schön. Fachwerkbauten. Heimat- u.Trachtenmuseum. Geschichtsdenkmäler aus Mittelalter u.Römer- zeit. Ausflüge in die waldreiche Umgebung. Schöner Ausblick vom Sckren^er" in die Gefilde d. Wetterau. GuteHotels«.Gaststätten.

Grttnberg. Die Sommerfrische an Wald und Wasser, malerisch am Fuße des Vogelsberges gelegen. Herrliche Spaziergänge in den Tälern, in prächtigen Tannen- und Laubwäldern, Ausfluge nach dem hoben Vogelsberg. Eisenbahnknotenpunkt. Gute Gaststätten. Großes Waldschwimmbad. Prosv. durch die Stadtverwaltung.

Bingmühle. '/«Std.v. Gründ.,Std.v.Laubach.Tel.4( Gründ.) Ausflugsort. Ik» Verpflegung. Pension RM. 9,50. Landwirtschaft.

Immer wieder entzückt die holde Verschwiegen­heit der kleinen Städte, mit ihrer alten, an den Jahrhunderten gesättigten Kultur, die Lieblichkeit der wechselnden Fluß-, Wald- oder Gebirgsland­schaft, in die sie hineingebaut sind wie in einen großen herrlichen Park. Bis Miltenberg, das mit Recht eine der schönsten Städte Deutschlands heißt, begleitet uns der Main zur Rechten, bis wir nach Süden abbiegen. Run müssen wir uW ent­scheiden, ob wir den weiteren Bogen über Michel- stadt, Erbach, Hetzbach, Beerfelden oder den direk­teren Bogen über Amorbach, Ernsttal, Eberbach ins Neckartal hinunter nehmen wollen. Beide sind ver­lockend genug. In oft schon recht steilen Windungen ziehen sich die ausnahmslos tadellosen Straßen des Odenwaldes durch hohen Buchen- und Laubbestand.

Jedem norddeutschen Besucher wird die Ueppigkeit und Dichtheit des Pflanzenwuchses, die gewaltige Höhe und Breite der Baumkronen auffallen. Ver- ...........' ' ' i an den Südab-

Hotel Frankfurter Hof.Bes. Hch.Deeg. Fernr. 23 l Homberg). Nachtanschl. GießenHomberg. Bad, fließendes Wasser, Garage. Schöner Wochenendaufenthalt.

Neue Kraftpostlmien am Bodensee.

BV. Vom 11. Juli ab verkehrt eine neue Kraft- postlinie am Bodensee, welche Ueberlingen mit Meersburg verbindet. Die Linie hat täglich An­schluß an die Schwarzwaldpost in Ueberlingen. Im Schwarzwald verkehrt vom 1. Juli ab die Kraft- postlinie TitiseeSaigLenzkirchSchluchsee, eine Linie, die durch landschaftlich reizvolle Gegenden des südlichen Schwarzwaldes führt.

im Hause. Garage. Bekannt flute Verpflegung bei mäßig. Prersen.

Flensungerhof

Christi. Erholungsheim Post und Station Mücke in Oberbessen. - Werbe­schrift auf Verlangen.

Städtchen Soden mit der hochragenden Stolzen- berger Huttenveste darüber oder von Wächters­bach, von dem eine mittelalterliche Wehrkirche herübergrüßt die ganze Landschaft trägt ein froh- machendes Gepräge. Wie festlich stimmt der Anblick der' alten Kaiserstadt Gelnhausen, die sich so malerisch an den letzten Ausläufer des Vogelsberges anschmiegt! Hinter dieser Stadt, die uns noch weit­hin abwärts im Kinzigtale nachblickt, sind es die Schlösser der Herren von Isenburg, die uns zu- wiNken. Ueber fernen Wäldern grüßt der prächtige alte Herrensitz der Isenburger, die Ronneburg. Im weiten, anmutigen Parke liegt nahe des gro­ßen Schienenstranges Schloß M e e r h o l z ; un­weit davon, ebenfalls Sitz einer Isenburger Fürsten­linie, Schloß Langenselbold, und dann neh­men uns die weitgedehnten, schattigen Waldungen derTiefen B u l a u", des alten Reichsforstes, auf, der mit seinen riesigen Baumbeständen einen reizvollen Gegensatz zu den sommerlich glänzenden Kornfeldern und Wiesen des Kinzigtales bietet. An den Bergeshängeri erinnern längst grau gewordene, niedere Stützmauern an einstigen Weinbau; heute ist das Kinzigtal ein großes Obstbaugebiet. Mit seiner heiteren Landschaft, seinen fröhlichen Men­schen, gibt es sich als eine angenehme Brücke zwi­schen Nord und Süd. Kaum 60 Kilometer mißt diese Brücke vom finsteren Tunnelloche bei Schlüchtern bis nach. Hanau, derStadt edelen Schmuckes", aber der Dichter hat recht, wenn er behauptet, sie sei zu allen Zeiten- ein Gottesgarten voll köst­lichen Heimatglanzes. Einer der Brüder Grimm hat ein schönes Bekenntnis zu dieser urdeutschen Land­schaft, die ihm Heimat war, abgelegt:Ich habe den ganzen Kinziggrund gar lieb, und ich kenne keinen Ort, wo es mir so märchenhaft, so roman­tisch und so behaglich vorkommt wie in dieser Ge­gend!" Erhabene landschaftliche Schönheit ist mit alter, ruhmvoller Geschichte und ehrwürdiger Kul­tur zu einem harmonischen Ganzen vereint: im blühenden, lachenden Kinzigtal...

Homberg (Oberhessen), das fast 1000-jährige Städtchen mit seinen zahlreichen Zeugen alter Baukunst. Im herrlichen Cbm- tal, in der Nähe schöner Buchen- und Tannenwälder gelegen. Be­liebt als Sommerfrische u. Wochenendaufenthalt. Gute Unterkunft. Prospekte durch das Verkehrsamt der Stadt Homberg.

Hotel Deutsches Haus Die gutgeleitete Gaststätte f.jedermann

Inhaber: ---< --------------

doch an irgendeiner Stelle jenseits des Odenwaldes ins Neckartal hinab, das diesen in s '

Das alte, ganz in die Vergangenheit verspon­nene Wertheim am Südrande des Spessart liegt behäbig am Zusammenfluß von Tauber und Main, mit mächtigen Brückentürmen, engsten winkligsten Gäßchen und einem alten Brunnen aus dem fernen Jahr 1574, dessen Inschrift:Galt ein Malter Korn siwenthalben Gulden und ein Fuder Wein siwenzig Gulden", noch heute von der Bedeutung der Stadt als mittelalterlicher Umschlagstelle zwischen Nord und Süd und Ost und West Zeugnis ablegt. Das Städtchen ist ein geeigneter Ausgangspunkt für eine Wanderung zu Fuß, zu Rad oder mit Auto, durch den Odenwald hinüber ins Neckartal. Die schönen, vom Verkehr nicht über­mäßig belasteten Straßen verlocken förmlich dazu, die reizvolle Landschaft, lieblich und heroisch zu­gleich, nach allen Richtungen zu durchstreifen, und am Ende kommt man dann, ob man will oder nicht,

Zweimal kommt in deutschen Landen der Name eines Flusses Kinzig vor, in Baden und an der Wasserscheide zwischen Rhein und Weser, im Lande um den Distelrasen, wo die alten Städte Schlüchtern, Steinau, Gelnhausen und Hanau liegen, Salmünster, Soden und das Spessart- bad Orb nicht zu vergessen. Von diesen beiden Tä­lern gleichen Namens ist das Tal der hessischen Kin­zig unbestreitbar das bedeutsamere. Vor rund 125 Jahren zog Napoleon hier siegesfroh hinauf, dem Verhängnis von Leipzig zu, und kam als em Ge- chlagener zurück, der es gar eilig hatte. Aber wer wollte den Strom der Menschen zählen, die schon lange vor diesen Zeiten ihren Weg durch das Kinzigtal nahmen: nach Rom, nach Frankreichs mil­den Gauen, nach den Städten, die einstmals des Reiches Glanz bedeuteten? Ein unaufhörlicher Zug müßte es fein, von den fernen Tagen her, da im Kinzigtal noch der LegionärPro Roma Eterna auf ernstem Posten stand, bis zur Gegenwart, in der mit der Eisenbahnlinie BetlinFrankfurt a. M. eine der wichtigsten deutschen Verkehrsstraßen das Tal durchzieht.

Liebliches, lachendes Kinzigtal" hat man diesen Landstrich genannt, den Allmutter Natur mit rei­chen Gaben ausgeftattet hat. Reiche Felder bis zu den hohen Bergen hinauf, die einstmals guten Wein trugen, satte Wiesen im Tal, Herrensitze und Schlös­ser, dies alles überspannt ein milder, fast schon südlich scheinender Himmel, den ferne Wälder be­grenzen.

Seine höchste Krönung und Vollendung findet dieser Landstrich aber erst in den kleinen Städten, die einst in hoher Geltung standen und in denen heute noch mancher stolze Bau an früheren Glanz erinnert. Ob wir von der alten Klosterstadt Schlüchtern sprechen oder von dem 'Städtchen Steinau, das vor 200 und mehr Jahren mit seiner stolzen Burg der feste Sitz der Hanauer Obergraffchaft gewesen ist und die Jugendzeit der Brüder Grimm umschloß, ob vom altertümlichen

Gasthaus u.MetzgereiStadtWirtshaus, Bes.: L. Statt. Fernspr. 16. Die alttief, gute Küche zu billig. Preis. Volle Pension.

Herbstein, das alte'Bergstädchen (455 m ü. M.), an der Bahn­strecke Lauterbach Stockheim, umgeben von Wiesen, Weiden und herrlichen Laub- und Nadelwäldern. Bade- und Schwimm­gelegenheit in schönen Naturteichen im reizvollen Schalksbachtal. Gute,preiswerte Unterkünfte. Prospekte durch die Bürgermeisterei.

Staubfreie, sonnige Lage Laub­und Nadelwälder Höhenluft Großer Garten mit Liegewiese und Liegehalle. Tagespreis 3. bis 3.50 NM. und 10°/o Bedienungsgeld.

seinem südwest- schwenderisch blühen die Wiesen

| hängen der Bergrücken, die sich durcheinanderschieben

Behagliche, mod.Restaurationsräume. Für Gesellschaftsreisende stehen Säle zur Verfügung. Fließ. Kalt- u.Warm- Wasser in allen Zimmern Garagen.

3m blühenden Kinzigial

Von $. W. Schluckebier.

'fommerßad (Braunfels

Schwimmbad mit erwärmtem Quellwasser Luft-, Licht- u. Sonnenbad am Waldesrand. Auch Sonntags geöffnet In nttchster Nähe der Obcrmühle, Schloßbrauerei.

401 m

Hotel Hessischer Hof am Bahnhof.

Vollständig umgebaut und neu­zeitlich eingerichtet. - Bes. Job. Merz. Fernsprecher 357. Garage.

Alsfeld, die Heimstadt althessischer Bau- und Handwerksttmst. Historischer Marktplatz mit Rathaus aus dem Fahre 1512. Wett berühmtes Heimatmuseum. Schwimmbad. Sportplatz. Aufenthalt für Ruhe- und Erholungsbedürftige. Gute Hotels und Gaststatten. Auskunft und Prospekte durch das Städtische Verkehrsbureau.

Gaststätten, Bemerkungen über Zollverhaltnisse so­wie den Münzfuß in den verschiedenen Gegenden und schließlich eine Anzahl von Gebeten, die täglich zu sprechen dem Reisenden empfohlen wurden. Beede Arten der Reiselektüre leben weiter in unseren be­ratenden Handbüchern und der ausgedehnten Un­terhaltungsliteratur, die sich als gute Reisebegleiter erwiesen haben.

wie großartige Kulissen. In zahlreichen Windungen folgen die Sttaßen den Taleinschmtten, klem^n Bachtälern zumeist, die vom Kamm des Waldes nach allen Richtungen, main-, rhem- oder neckar- roärts hinabeilen. So- treffen wir kurz hinter Ernfttal, einem verträumten Waldflecken auf der Kammhöhe, auf die Itter, der wir bis E b e r b a ch folgen, wo sie sich mit dem Neckar vereint.

Diele Flußtäler streiten in Deutschland um den Schönheitspreis. Nicht leicht kann er dem eigen­willigen Neckar stteitig gemacht werden, der sich in unzähligen Windungen seinen Weg zum Rhem sucht und dabei abwechselnd von hohen bewaldeten Ufern ober weithingedehnten, buntblühenden Wiesenflüchen begleitet wird. Immer läuft die Straße die Kurven des Flusses mit, und das vermittelt dem Wanderer immer neue überraschende Ausblicke auf die alten schönen Städte an Berglehnen oder Fluß. Halbe und dreiviertel Kreise beschreibt der Lauf des Flus­ses zuweilen, so daß man lange auf die Städte zu­fährt und sie dabei vor sich hat wie ein altes Bild, in Stein gedruckt.

Eb erb ach entzückt jeben Besucher durch das schöne Schwimmbad, das mit seinen hellblauen Bas­sins wie ein blaues Auge inmitten grüner Wiesen­matten liegt. Herrlich ist das über dem Tal gelegene Wimpfen am Berge, das ein einziges mittel­alterliches Märchen mit Türmen, romantischen Burgresten einer ehemaligen Kaiserpfalz und rüh­rend schönen alten Bürgerhäusern ist. Der Zuname Rothenburg ob dem Neckar" ist wohlverdient, es hat der Patenstadt noch die Unberührtheit und Stille voraus, die alle diese Neckarstädtchen neben ihrer baulichen Schönheit und Eigenart auszeichnet.

Hinter Wimpfen verbreitert sich das Tal, ohne jedoch an Schönheit zu verlieren, und nacheinander erreicht man die Neckartöchter Gundelsheim, Neckarsulm und Heilbronn, wo uns ein herrliches Rathaus festhält, dessen dreifach über­einander gelagerte Uhr, mit Himmelsgewölbe, Uhr und Tierkreiszeichen eine Sehenswürdigkeit für sich ist. Dann kommt wieder eine Reihe kleinerer Städte, . sie haben alle die alte Burg, die sie wie ein Wahr­zeichen überragt, Lauffen, Kirchheim, Besigheim, Bietigheim und wie sie alle heißen. Eine lieber- raschung ist Ludwigsburg, das Potsdam Württembergs, mit einem Schloß im Versailler Stil, das aus nicht weniger als 15 Einzelschlössern besteht und mit etwa 460 Zimmern und Sälen das größte Schloß Deutschlands ist. Auch wenn man sonst kein Freund von Führungen ist, sollte man sie hier nicht verschmähen, man findet einen ein­drucksvollen Thronfaal, jetzt Schauplatz von Mo- zartkonzerten, ein winziges Thectterchen mit alten Kulisfen aus dem 18. Jahrhundert, ein goldgeschmück- * tes Spiegelzimmer und ein in Holz eingelegtes Ka­binett. Im tiefen Keller schließlich begegnet man dem riesigen Faß mit 90 000 Liter Inhalt, wahrlich groß genug, um einer Belagerung der Schloßinsassen von vornherein alle Schrecken zu nehmen.

Das Neckartal teilt mit so vielen Landschaften der deutschen Mittelgebirge das Schicksal, immer nur D'urchfahrtsgebiet, niemals Station zu sein. Sein mildes Kllma und feine nach Süden abfallenden Berglehnen machen es wie geschaffen für Reisende, die in der frühen oder späten Saison reisen wollen, wo die Alpen noch zu rauh ober schon wieder zu kühl sind. Noch weit in den Herbst hinein von einem frühen Frühjahr an bietet das Neckartal allen denen ungeteilte Sommerfreuden, die seine wechselnd liebliche und malerische Schönheit zu würdigen roip. sen. Dr. Buresch.

Hoherodskopf, Herr!. Ausflugs- u. Erholungsort im Vogelsberg. Klubhaus Hoherodskopf. Inh. W.Bender.Tel.188 Schotten. Eig.Konditorei. Vorzügl. Verpfleg. Fremdenzimm. Volle Pension.

Bad Salzhausen (Oberh.), 1 Stunde Bahnfahrt von Gießen, das nervenberukuaendeHeilbad: Kohlensäurehaltige Solauellen, Lithium-, Schwefel- und Stablauellen; Inhalatorium, Diathermie, Luft- und Sonnenbäder: über 300 Morgen großer Kurpark. Seit über einem Jahrhundert als äußerst wirksam bewährt bei Herz- und Gefäßleiden, bei Rheuma, Nervenkrankheiten, Er­schöpfungszuständen, Katarrhen. Ruhiger, angenehmer, preiswerter Kuraufenthalt; Pauschal- und Vergünstigungskuren! Auskunft erteilt: Hessische Badedirekiion,Fernspr.20, Amt Nidda.

Staatl.Kurhaus, Auguste Baumgarten,Fernspr. 99 Amt Nidda Haus Charlotte, Georg Schultz, Fernsprecher 203 Amt Nidda Haus Germania, SHubolf Röper 1., Fernsprecher 51 Amt Nidda Fremdenheim Irle, Heinrich Jrle, Fernivr. 237 Amt Nidda Haus Schtttzel, Willi Schätze!, Fernsprecher 233 Amt Nidda Haus Wiesenau, Besitzer: Johannes Schäfer

BadSelters (Oberh.). am Südhang d.Vogelsbg., i.schön.Nrddertal: Reichsstr. 275 (2 hm p. Ortenberg); Bahnlinie Stocktieim-Lauterbach. Heilbad f.Stadtmüdeu.Naturfreunde; absolut lttndl.Ruhe, zwang!. Kurleben.Liegewiese. Lvllväikins-Spraäel,hervorragend bewahrt tied Rheuma,Gicht,Ischias,Herz-,Gallen-u.Letierleid.,Kreislaufstörung

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Reise weise!

Von Werner Lenz.

Reisen ist eine Kunst, will also gekonnt sein. Manch Zeugnis echter Reiseweisheit findet sich bet unseren Dichtern und Denkern, aber auch der Volksmund weiß gute Reiseregeln, wenn er rät:

Wer reifen will, der schweig' fein still, geh' stehen Schritt, nehm' nicht viel mit! So darf er nicht viel sorgen!

Ungewandte Leute belasten sich mit allzu viel Ge­päck, um später festzustellen, daß sie manches Stück der Ausrüstung überhaupt nicht gebraucht haben. Dasfein still Schweigen" rät dazu, in geistiger Sammlung sich gründlich umzuschauen und so die Wunder der Welt tief in sich aufzunehmen. Denn eine Reise hat ihren rechten Zweck nicht nur in der Licht- und Ortsveränderung, sondern vor allem in der seelischen Anregung, die Entspannung vom All­tage mit sich bringt. -

Die Reise ist ein vorzügliches Mittel, Geest und Blick zu erweitern. Diese Erfahrung spiegelt sich im alten Volksbrauche wider. Nicht nur die Sohne rei­cher Leute wurden in vergangenen Jahrhunderten mit ihremHofmeister" auf weite Reisen geschickt, damit ihre Erziehung vervollkommnet würde, auch die Handwerksburschen gingen auf die Wander­schaft sie tun es heute wieder underwan­dern" sich reiche Kenntnisse, die ihrem Fachwissen und zugleich ihrer Allgemeinbildung zugute kom­men. Schon I. F. Fi sch art reimte 1577:

Das Reisen ist doch nütze sehr;, man lernt, was man nicht tannf, vorher!

Auch Goethe, der große Meister bes Reisens, bekennt:Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen." Und der Volksmund ergänzt:

Wer wandert in der Jugend, lernt Weisheit, Kunst und Tugend!"

Das meinte auch der junge Lessing, als er seiner Mutter aus der Fremde schrieb:Wenn ich auf meiner Wanderschaft sooft nichts erlernen sollte, so lerne ich doch, mich in die Welt zu schicken! Nutzen genug!" Ein Freund und Künstler des Rei­sens ist auch Friedrich Hebbel. Dor rund hundert Jahren schrieb er über seine Reise nach München an Hamburger Freunde:Leben ist Reisen; mit noch größerem Rechte sagt man: Reisen ist Leben! Un­ermeßlich ift's, was diese Reise mir genützt hat. Der Baum muß umgepflanzt, der Mensch nie ein­gepflanzt werden!" Und ein andermal sagt unser Dichter:Eine Reise ist ein Trunk aus der Quelle des Lebens!"

Solche Gaben wollen gewürdigt werben. Drum soll man die Reise planvoll anlegen. Doch der Reise­plan darf nie zu eng, zu starr sein. Es ist der Tod der Reisefreude, wenn man ein bestimmtes Pro­gramm schematisch abwickelt. Einen Punkt aber sollte jeder Reiseplan für jeden Tag haben: recht viel freie, nicht vorausbesetzte Zeit! Denn so wichtig ein guter Reiseführer ist, so unersetzlich ist die Auf­merksamkeit, die der Reisende dem Unerwarteten schenken soll, wenn er seine Reise wirklich genießen und auskosten will. Ein Ausblick, ein Haus, ein Baum, dem kein Reiseführer einSternchen" ge­widmet hat, kann gerade für den aufgeschlossenen Reisenden ein Erlebnis werden. Ein Gespräch mit einem schlichten Unbekannten kann ganze Panora­men tatsächlich und sinnbildlich eröffnen. Des­halb sagt Hebbel mit vollem Rechte:Der Zufall ist der Gott der Reisenden!" Und Goethe scheint die bedauernswerten Kilometerfresser des technischen Zeitalters vorausgeahnt zu haben, als er bemerkte: Man reift doch nicht nur, um anzukommen!"

Auf die Geduld weist auch der Volksmund mit dem Spruche hin:Wer glücklich reifen will, muß vier Dinge mitnehmen: gute Gesundheit, gut Geld, guten Gefährten und gute Geduld!" Bei den un­günstigen Verkehrsverhältnissen war früher die Ge­duld besonders wichtig, denn bei holpriger Fahrt auf schlechten Straßen und durch öde Gegenden konnte auch der Aufmerksamste Langeweile bekom­men. Dagegen erfand der kluge, reisegewandte Jörg

Gasthaus Hessischer Hof. libcshauscn.Jnh.Hch.Oechler. Fernsv. 18 Hertistein. Eig. Metz­gerei. Fremdenz. Volle Pension. Neichl.guteVerpflegung.Garage.

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