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Rekrulenwerbung mit Lautsprecher in England
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sehr lohnend für Sie sein."
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auftauchte, stand hinter jedem der beiden ein bäum«
Punkel alles in
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leidet schrecklich unter Reisefieber. Wenn
Am 17. Juli jährt sich zum 20. Male der Tag, der in der von Blut und Grauen gezeichneten Geschrchte des Bolschewismus stets einen besonderen Platz einnehmen wird: Die Ermordung des Zaren und seiner Familie in Jekaterinburg. Februar 1917! In Rußland gärt es überall, Streiks und Aufstande tragen immer neue Unruhe in das Volk, Arbeiterund Soldatenräte bilden sich, eine unheilvolle Stimmung liegt über dem gewaltigen Reich. Im Hauptquartier des Heeres herrscht Ratlosigkeit. Man weiß nicht recht, was man tun soll. Der Zar, dem ein alter General den Vorschlag macht, an der Spitze treuer Truppen gegen die aufrührerische Hauptstadt zu marschieren, entschließt sich in der Frühe des 27. Februar, nach Petersburg zu fahren. Er kommt nur bis Pskow. Dort empfängt ihn der Oberbefehlshaber der Nordfront, General Ruffkij, und legt chm die eingelaufenen Berichte vor, die von Streiks, Aufständen und Revolution sprechen. Der Zar verlangt Klarheit. Und diese Klarheit wird ihm nach wenigen Tagen zuteil. Die Armeekommandeure, gefragt, wie sie die Dinge beurteilen, geben nahezu völlig übereinstimmend eine Antwort. Und diese Antwort lautet: Abdankung! Der Zar unterschreibt dieses Dokument, er verzichtet zugunsten seines Bruders auf den Thron, ohne in diesem Augenblick zu wissen, daß dieser niemals das Erbe antreten, sondern daß mit ihm das Geschlecht der Romanows für immer ausgelöscht sein wird. Kurz ist der Abschied vom Hauptquartier, man merkt den Offizieren, die so lange mit dem Zaren zusammengearbeitet haben, die tiefe innere Erregung dieser Stunde an. Die letzte Aufforderung ihres obersten Befehlshabers, dem Vaterland auch weiter in Treue zu dienen, wird mit einem stummen Blick beantwortet. Zu den Seinen fährt der Zar nach Zarskoje Selo. Als er an der Toreinfahrt des Schlosses das Auto verläßt, ruft die Wache: „Oeffnen — für den Obersten Romanow!"
♦
Seit dem 21. März ist der Zar mit feiner Familie Gefangenerder „prooisorischenRegie- r u n g". Wenn er auch aller seiner Freiheiten beraubt ist, so hat er doch keinen ausgesprochenen Mangel zu leiden. Er widmet sich ganz seiner Familie, unterrichtet seine Kinder, und nur die Wache, die ihn bei seinen Spaziergängen begleitet, erinnert chn daran, daß er ein Gefangener ist. Am 31. Juli — die letzte russische Offensive ist gerade gescheitert — erscheint der neue Ministerpräsident Kerenski und eröffnet dem Zaren, daß die Regierung beschlossen habe, seinen und seiner Familie Aufenthalt nach Tobolsk in Sibirien zu verlegen. Der Zar fügt sich in das Unvermeidliche und tritt mit seiner Familie die Reise mit dem Dampfer an. Am 19. August ist das Ziel erreicht. Das Haus des Gouverneurs wird ihnen zum Wohnsitz angewiesen. Zwar ist hier die kaiserliche Familie noch mehr eingeengt, aber entschädigt wird sie durch das Verhalten der Bevölkerung, die deutlich zu erkennen gibt, daß sie die
Liebe zu dem Herrschergeschlecht noch nicht verloren hat. So fließen die Tage dahin, und wenn nicht die Ungewißheit über den Gefangenen schweben wurde, dann könnte man ihr Los trotz allem noch als er. träglich bezeichnen. Mit einem Schlag jedoch ändern sich die Dinge, als die Sowjets die Macht erringen und in allen Teilen des Landes ein Blutbad anrichten, dem bereits in wenigen Tagen Hundert- tausende zum Opfer fallen. In diesen Tagen hat man auch die Möglichkeit einer Flucht für dke kaiserliche Familie ins Auge gefaßt, aber ganz ener- gisch lehnt Nikolai sie ab: „Ich werde Rußland unter
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mit ihm.
Als sie neulich in Bad Kr. ankamen, sah sich Frau Punkel schreckerfüllt im Abteil um — die beiden Koffer waren verschwunden, gestohlen. Entsetzt teilt sie ihrem Manne den Tatbestand mit. Der sieht verwirrt um sich, lächelt dann beruhigt und sagt, während er auf seine Westentasche klopft:
„Na, laß nur, es kann ja nichts geschehen. Ich hab' ja die Schlüssel.
erst gekommen sind", knurrte der Große.
„Gewiß, gewiß," sagte Sergeant Greeb. „Und nun möchte ich Sie bitten, sich untersuchen zu lassen."
„Untersuchen? Das ist eine Frechheit!" Der Große fuhr herum.
„Eine Frechheit!" zischte auch der Kleine.
„Frechheit ober nicht", meine Greeb gleichmütig. „Wollen Sie mit auf die Station kommen, ober sollen wir's hier tun?"
Der Große ballte Fäuste und starrte den Sergeanten wütenb an.
Greeb verzog keine Miene. „Na — immer ruhig!" sagte er. „Ich benke, wir rnachen's gleich hier. Jonny, haben Sie einen geeigneten Raum?"
Schweigenb öffnete Jonny eine Tür hinter der Bar, bie in eine kleine Abstellkammer führte. Greeb machte eine einlabenbe Kopfbewegung, und die beiden — der Große und der Kleine — mischten murrend von ihren Sitzen. Alle fünf, auch die beiden Polizisten, verschwanden hinter der Tür
Jonny polierte wieder Gläser. Aber seine Gedanken waren nicht bei der Arbeit. Dazu war die Sache zu spannend. Er kannte Greeb und seinen Ruf. Um so erstaunter war er, als sich die Tür nach einer Weile wieder öffnete, und der Große und der Kleine mit triumphierenden Gesichtern herauskamen, während der Sergeant und die Polizisten entschieden niedergeschlagen aussahen.
Die beiden nahmen ihre alten Plätze wieder ein, und Greeb lehnte sich wie vorher an bie Bar.
„Ich hätte darauf geschworen, daß Sie den Stein haben", sagte er nachdenklich „Na — ein glatter Fehlschlag."
Der Große und der Kleine grinsten höhnisch.
„Die Sache wird noch unangenehm ‘ür Sie werden, Sergeant", zischelte der Kleine giftig. „Ein Uebergriff, nicht wahr? Ein klarer Uebergrisf? Wir werden uns beschweren."
..Natürlich — Ihr gutes Recht", sagte Greeb ge- lassen und wandte sich ab, um zu gehen.
Der Große nahm sein Glas und führte es an den Mund. In diesem Augenblick stieß Jonny einen lauten Schrei aus.
„Halt?" schrie er. »Halt, Sergeant'"
Greeb fuhr herum Jonny beugte sich blitzschnell vor und riß dem Großen das Glas aus der Hand.
„Hierher Sergeant! Verhaften Sie die beiden!" schrie er.
Der Große brüllte wütend auf und langte mit der : Faust aus. Aber Jonny duckte sich rasch hinter den Bartisch und entging dem Hieb. Als er wieder
Warum Onkel Ferdinand verkannt wurde.
Don Peter Purzelbaum.
Gut und gern sind es an die vierzig Jahre her, als Onkel Ferdinand, einst Mecklenburgs wildester Nimrod, in Neuenhagen auf den Anschlußzug nach Lauenburg, woselbst er zur Hirschbrunst eingeladcn war, warten mußte.
Da saß er nun in der Wirtschaft des Bahnhofs» Hotels und studierte zum dritten Male das Kreis» blatt, als sich eine Dame in den besten Jahren an ihn heranwagte und verlegen knickste:
„Herr Doktor — ach, Herr Doktor — würden Sie vielleicht einmal so freundlich sein und zu mei» ner Tochter heraufkommen?"
Merkwürdig, dachte Onkel Ferdinand, da er aber niemals ein Spielverderber gewesen war, sagte er sich: Warum denn nicht — und ging hinaus.
Die beiden kletterten die Treppe zum ersten Stock, wo die Hotelzimmer lagen, herauf, die Mutter öffnet eine Tür, und im Zimmer lag zwischen spitzenbesetztem Bettzeug ein junges Mädchen.
Die Gefühle, bie ben guten Onkel Ferdinand bei diesem Anblick beseelten, können wir heute wohl kaum mehr feststellen, doch so viel wissen wir, daß sein Erstaunen aufs Höchste stieg, als die Frau Mama zu ihrer Tochter sagte: „Nun, Luischen, sag doch dem Herrn Doktor, was dir fehtt?"
Und das holde Kind in dem weißen Sinnen stöhnte:
„Ach, Herr Doktor, ich habe solche Zahnschmerzen!"
„Den Deibel ock, Mamsellken", schrie Onkel Ferdinand, „wat schall ick denn dorbi dauhn?"
„Aber Herr Doktor, Sie sind doch Zahnarzt?!"
„Nee, Madam — ick bün man blot 'nen ollem hirschgerechten Weidmann..."
Nie $en
Sonßel
verblüfft alle Anwesenden, indem er wie ein Der» rückter daherkommt und schreit:
„Wann war die Entdeckung Amerikas — ?"
Esch.
Menschen nur so zum Besten halten!"
„Paddong, Madam — wat hew ick dohn? tom besten Hollen? Ick hew überhaupt seggt...!"
Jonny stellte das Glas mit dem Rest Whisky- Soda behutsam vor sich hin. „Sehen Sie, Sergeant", sagte er, ,der Große tat in jedes Glas ein Stückchen Eis. Bei ihm" — er wies mit einer Kopfbewegung auf den Kleine^ — „ist es zergangen. Das Eis in feinem Glas jedoch" — er deutete auf den Großen — „ist nicht gejchmolzen. Merkwürdig, wie? Ich sah es eben, als er trinken wollte."
..Hm", machte Greeb.
Mit einer schnellen Bewegung kippte Jonny das Glas um. Der Inhalt flöß heraus, und auf der Marmorplatte des Bartrsches erglänzte ein großer wasserklarer Stein.
„Komisches Eis, nicht?" sagte Jonny.
„Sehr komisch", bestätigte der Sergeant schmunzelnd, nahm den Stein auf und steckte ihn in die Tasche. „Sie sind ein fixer Kerl, Jonny. Die Herren gehen jetzt am besten."
Er ging mit bis zur Tür und sah zu, wie der Große und der Kleine zusammen mit den Polizisten den Eilwagen draußen bestiegen. Dann kam er noch einmal zurück.
„Hm — Jonny", sagte er. „Ich rufe Mr. Ryland heut noch an. Noch in dieser Nacht. Ich denke, Sie gehen morgen mal zu ihm rüber. Gehen Sie einfach zu ihm ins Büro und sagen Sie nichts weiter als: ich bin der Mann, der das Eis entdeckt hat? Möglicherweise", schloß der Sergeant Greeb und kniff ein Auge zu. „möglicherweise wird
„Aber Sie tragen doch ein ganzes Bündel Zäh ns mit sich herum...!"
Und bamit zeigte die Same auf die „Kollektion" Hirschhaken, auf bie Onkel Ferdinand bisher so stolz gewesen.
Vor zwanzig Jahren.
Wie der letzte Zar starb. - Die Mordtat von Jekaterinburg.
Ordnung geht, glaubt er, daß nichts klappt. Wenn er Unsinn macht, sieht er alles wohlgeordnet. Es ist in der Reisezeit kein Auskommen
UHL Sellersweg Nr. 67
adiO Telephon Nr. 3170
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Da wurde die Alte plötzlich tüksch und fuhrwerkte mit Onkel Ferdinand zur Stubentür hinaus: „Unglaublich, unerhört, wie können Sie
tert von Südwest, die das kostbare Persianer- pelzwerk liefern, sind bet eigentliche Schatz unseres alten Schutzgebiets geworden, und es braucht kaum gesagt zu werden, daß auch die Karakulzucht nicht erst von der Mandatsregierung, sondern schon von der deutschen Verwaltung nn Lande eingeführt worden ist. lieber die wirklichen Diamanten verfügt ja feit der Errichtung des Man- dats nicht mehr das Land, sondern ine C. D. M. Die Karakuls aber werden von den Farmern gezüchtet, und die größten und besten Herden sind in deutschem Besitz. Heute weiden schon beinahe zwei Millionen Karakuls in Südwestasrrka, und die rund 1,2 Millionen Felle, die im Jahre exportiert werden, haben einen Durchschnittswert von über 20 Schilling pro Stück. Es ist deutsche Arbeit, die hier ihren Lohn findet.
Das Windhuker Farmland ist ein Vorfeld des Auasgebirges. Die Bergkette selbst steigt rnauergleich in die Höhe, aber vor chr liegt em
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Einmal, als Punkel unterwegs war, bekam er Appetit auf eine Tasse Kaffee, als der Zug längere Zett auf einem Bahnhof hielt. Er wagte es, aus- zusteigen und an den Kaffeekiosk zu gehen, merkte sich auch die Nummer seines Wogens: 1492 —
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Windhuk, den 20.Juni 1938.
Wir haben es uns nicht nehmen lassen, nach unserer Ankunft in Äapftabt wieder die unvergleichlich schöne Fahrt zum Kap der Guten . Hoffnung zu machen, das trotz der kleinen geographischen Ungenauigkeit nun einmal als bie Südspitze Afrikas und damit der ganzen Kontinentalmasse der alten Welt gilt. Als wir von der mittelsten Spitze des Felsenbreizacks, um ben der Indische und der Atlantische Ozean branden, unsere Schritte wieder zu dem in der Ferne harrenden Auto lenkten, hatten wir das beftiebigenbe Gefühl, nun wirklich unser Vochaben durchgeführt unb Afrika in seiner ganzen Länge von Norben nach Süden durchmessen zu haben. Dazu gehörten 12 000 Auto-, 1000 Flug- und 5000 Eisenbahnkilometer. Vom Kap an ging es endlich wieder nordwärts-heimwärts, und wenn wir jetzt die Rechnung machen, was uns diese 18 000 Kilometer an Eindrücken und Einsichten gebracht haben, so können wir nur sagen: sie waren der Mühe wert, die wir nicht selten auf die Ueberwindung dieser gewaltigen Strecken verwenden mußten.
Don Kapstadt nach Windhuk fährt man mit der Eisenbahn 64 Stunden und mit einem Abstecher nach Lüderitzbucht waren es noch 30 Stunden mehr. Solche Strecken lassen sich nur mit der in Südafrika üblichen Technik des Eisenbahnreisens zurücklegen. Man sucht sich nicht selbst bei der Abfahrt seinen Platz im Zuge, sondern man muß rechtzeitig vorher auf der Station das gewählte Ziel der Fahrt angeben, und bann finbet jeber außen am Fenster bes Abteils ein Papvtäselchen mit seinem Namen. Für bie Nacht erhält man einen Platz 3um Schlafen unb Bettzeug für ben Preis von 3 Schilling. Bald nach ber Abfahrt erscheint ber Schaffner unb bietet Heftchen mit Coupons für Frühstück, Lunch unb Dinner an, die zusammen 7,5 Schilling kosten. Außerdem roirb um 6 Uhr, um
keinen Bedingungen verlassen; denn ich glaube, wenn wir ins Ausland gingen, würde das letzte Band zerreißen, bas uns noch mit der Vergangenheit verknüpft. Diese wäre dann endgültig und für alle tot."
Als der Zar diese Worte sprach, da dachte er wohl noch nicht daran, daß in wenigen Monaten sein und seiner Familie Schicksal auf so furchtbare und grauenvolle Weise besiegelt sein sollte. Am 26. April — wir schreiben inzwischen das Jahr 1918 — befiehlt Moskau, den Zar und seine Familie nach I e k a - terinburg im Uralgebiet' zu schaffen. Bis auf fünf Personen muß das ganze Gefolge zurückbleiben. Hier muß die Famttie den Kelch des Leides bis zur letzten bitteren Neige trinken. Keine Schmach und keine Beleidigung bleiben ihnen erspart, unter den Flüchen und Drohungen ber verhetzten Soldateska gehen die Tage dahin, aber bewundernswert bleibt bie tapfere Haltung biefer Menschen, die noch vor wenig mehr denn einem Jahr von Glanz und Reichtum umgeben waren.
Anfang Juli stellte sich ein gewisser I u r o w s k i j an die Spitze der örtlichen Sowjetregierung. Ihm, dem man das Schicksal der letzten Romanows an- vertraut hatte, kam es nur daraus an, den Zaren und seine Familie schnellstens zu beseitigen. Dies geschah in der Nacht zum 17. Juli. Roh werden die Gefangenen aus dem Schlaf gerissen, müssen sich alle in einem großen Raum versammeln, der durch eine spärliche Lampe düster erleuchtet wird. Jurow- skij läßt den Zaren sich in die Mitte stellen, den Zarewitsch auf einen Stuhl neben ihm und rechts davon den Arzt. Die Zarin und die Großfürstinnen müssen sich hinter sie stellen. Darauf spricht Jurow- skij die Worte: „Nikolai Alexandrowitsch, Ihre Anhänger haben den Versuch unternommen. Sie zu befreien. Es ist ihnen nicht geglückt. Sie haben Ihr Leben verwirkt!" Kaurn hat ber Zar noch Zeit, nach der Bebeutung biefer Worte zu fragen, ba peitschen schon 15 Schüsse burch ben Raum. Das Leben Niko-
großes Gebiet, in dem die Straße in ununter, brochenem steilen An- und Abstieg sich ftunbeiuneit hinzleht. Wie oft bin ich hier in früheren Jahren im Sattel und im Ochsenwagen langsam vorbei- gezogen unb habe ben Blick, so wie jetzt im sausen- ben Auto nicht von der kühnen Silhouette bes Gebirges wenden können! Prachtvoll ist das Spiel der Schatten auf ihm, wenn die Sonne sich neigt, und märchenhaft sind seine Farben wenn es von den letzten Strahlen der sinkenden Glutscherbe ge- troffen wird. Schon manchem alten Freund aus der Zett des großen Eingeborenenaufstandes und man- chem neuen Bekannten t)abe ich in diesen Tagen bie Hand schütteln können, und auf jeder Farm, m jedem Karakul- und Rinderkraal hatten wir das Gefühl gesunden wirtschastlichen Fortschritts. Deutsche Fundamente, nicht Mandats- fundamente, sind es, auf denen Südwestafrrkas Gedeihen ruht!
11 Uhr unb um 16 Uhr Tee angeboten, der aber besonders bezahlt werden muß.
Als ich vor fünf Jahren dieselbe Reise machte, herrschte in ganz Südafrika schon im dritten Jahr eine furchtbare Dürre, unb bas fianb war zur vegetationslosen Wüste geworben. Namentlich t n Sübwestafrika standen die Farmer vor dem Ruin. Wie freuten wir uns, als wir jetzt bei Nakad bie Grenze zwischen ber Union unb Südwest passierten unb überall reichlichen Graswuchs erblickten! Es hat auch dieses Jahr, seit 1934 schon zum fünften Male, gut geregnet. Da bas Betreten der Siamantf elber bei Lüderitzbucht von der englischen C.D.M. (Consolidated Diamond Mines), die jetzt den ganzen Reichtum beherrscht, rücksichtslos verboten ist, so mußten wir uns mit einer schönen Autofahrt zur weit in den Ozean hinausragenden Di az-Spitze begnügen, wo ber große portugiesische Seefahrer, bevor er im Jahre 1484 bas Kap erreichte, sein Streinkreuz aufrichtete, unb wir fanben selbst die Namibwüste voll blühenber Blumen, bie rot, gelb unb weiß aus Sanb unb Felsen hervorleuchteten.
Je weiter nach Norben, besto besser wirb bas Weibelanb Sübwestafrikas. Auch im kargen Süden wogte bas ©ras. Der «hohe unb schmale Riegel des Auasgebirges bildet bie Grenze zwischen bem Bastardlanb, das noch zum Süden gehört, und bem Windhuker Gebiet, bem Herzen von Sübwest. Von ba ab gegen Okahanbja beginnt der Norben, in bem reichlicher grüner Busch unb in ben Rivieren auch hoher Baumbestand mit der Grasflur sich mischen.
Bald hinter dem Paß über bas Auasgebirge wird von ber Bahn aus Windhuk sichtbar. Es ist eine ber hübschesten Städte im ganzen Innern von Südafrika geworben, unb die Fahrten, die wir in diesen Tagen ins Windhuker Farmgebiet gemacht haben, zeigten uns zu aller landschaftlichen Schönheit auch das Bild wirtschaftlichen Gedeihens.
Die K a r a k u l s ch a f e , die schwarzen Diaman-
Di- britischen Militärbehörden haben jetzt für die Rekrutenwerbung auf dem Land eine Serie
Kreuz unb quer durch den Schwarzen Erdteil
Briefe von einer Afrika-Heise.
Don Or. Paul Bohrbach.
nd *rlf , K«n ' Esi»
Zwei Whisky-Goda.
(Sine Geschichte von Peter Mattheus.
Jonny, der'Mixer der Astor-Bar, Ecke Broadway unb Moore Street, in Neuyork, polierte Gläser. Zwischenburch gähnte er verstohlen unb sah auf seine Armbcmbuhr. Es ging auf zwei. Der Hauptbetrieb dieser Nacht war vorüber. Nur ein paar Tische waren noch besetzt, unb bie hochbeinigen Hocker längs ber Bar ftanben sämtlich leer.
Plötzlich schrillte braußen bie Sirene eines Polizeiautos. Fast unmittelbar barauf wurde bie Tür geöffnet. Zwei Männer, tabellos gefleibet, schlenderten burch ben Raum — etwas zu eilig, wie es Jonny scheinen wollte. Der eine war groß, mit massigen Schultern unb kantigem Kinn. Der anbere war klein unb hatte bas Gesicht einer Spitzmaus. Beibe steuerten direkt auf die Bar zu und schwangen sich jeder auf einen Hocker.
„Zwei Whisky-Soda", sagte ber Große heiser. „Fix ein bißchen! Wir sind ganz verdurstet."
Jonny füllte rasch die Gläser unb schob sie ihnen hin. Lässig fischte ber Große zwei Eisstückchen aus ber Schale, die auf bem Bartisch stand, und ließ *in jedes Glas eins fallen.
„Profit!" sagte er zu seinem Gefährten.
„Zum Wohle!" antwortete der Kleine.
Sie tranken unb stellten bie halbgeleerten Gläser vor sich hin.
Wieber wurde bie Tür geöffnet. Diesmal war es ein alter Bekannter, ber eintrat. Detektiv- Sergeant Greeb, gefolgt von zwei Polizisten, kam quer durch ben Raum und stellte sich zwischen die beiden Heren an bie Bar.
„Nichts für mich, Jonny", sagte er. „Dienstlich." Dann roanbte er sich bem Großen zu. „Schon lange hier?"
„Wieso? Eben erst gekommen."
„Aha — dachte ich mir", sagte Greeb unb be- trv^rete „ber Abwechslung halber" ben Kleinen. „Hm." Er roanbte sich abermals bem Großen zu. Bei Rylanb brüben ist eingebrochen worben. Sie kennen bas Geschäft, wie? Juwelen. Einer ber Schaukästen hat dran glauben müssen. Scheibe cin= aebrütft unb’ Sicherheitsgitter burchschnitten. Feine Arbeit. Ein sehr wertvoller, ungefaßter Diamant ist weg. Was sagen Sie dazu?"
Der Große sagte nichts. Er zuckte nur die Achseln.
„Tja", fuhr Greeb heiter fort. „Natürlich wurde durch ben Einbruch bie Alarmglocke in Tätigkeit gesetzt. Wir waren wie ber Blitz ba unb — sahen Sie beibe über die Straße gehen. Sie unb Ihren Freunb."
„Ich hab' Ihnen boch schon erklärt, bah wir eben
Utl MCIUCII l lll UUUJIl6 | VLX) UHU.) Ult JLUliUI ItL | U l lltr 4 langer Polizist, unb Greeb lehnte zwischen ihnen. „Aha, Entbeckung Amerikas..." Der Kaffee ift ..Was gibt’s?" fragte er. 1 ausgetrunken, Punkel läuft den Zug entlang unb
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