Ausgabe 
16.7.1938
 
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Samstag, 16./$onntag,iL3uIi 1938

188. Zahrgang

Nr. 164 Erstes Blatt

Chamberlain über Englands Außenpolitik.

London, 15. Juli. (DNB.) Ministerpräsident Chamberlain erklärte in Birmingham, er sei davon überzeugt, daß der Einfluß Englands zum Guten oder zum Schlechten ausschlag­gebender sei als der irgendeines anderen Lan­des in der Welt. Das gehe zum Teil auf die er­erbte Stärke Englands zurück und auf die vielen

Hilfsquellen, die es besitze. Es sei aber auch auf die Tatsache zurückzusühren, daß allgemein die Politik Englands als die eines- Landes anerkannt werde, dessen Politik nicht nur von selbstsüch­tigen Interessen geleitet werde, sondern deren Wurzel in der Ueberzeugung liege, daß es keinen Frieden oder Sicherheit oder auch ständiges Glück für alle geben könnte außer unter dem Ge­setz des Rechts und der Ordnung, der Vernunft und des Weltfriedens. Derjenige, der nach diesen tief­wurzelnden Grundsätzen das Staatsschiff zu lenken versuche, müsse viele Enttäuschungen auf seinem Wege erwarten. Er müsse damit rechnen, daß sein Weg manchmal falsch verstanden und seine Ehrlichkeit an gezweifelt werde. Aber Männer, die dieses Namens wert seien, ließen sich nicht durch vorübergehende Unbequemlichkeiten noch Belästigungen abbringen. Die Regierung beab­sichtige, an 'ihrer Politik der Befriedung der Welt festzuhalten. Die Regierung glaube, durch ihre Be­mühungen und das Beispiel, das sie gebe, schließlich doch zu ihrem Ziele zu gelangen. W6nn der Zeit­punkt kommen sollte, die Verantwortung anderen zu übergeben, werde die Regierung bei ihrem Scheiden von ihrem Posten dem Nachfolger eine ruhigere und sichere Welt hinterlassen.

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London, 15. Juli. (DNB.) DerNews Chronicle" bringt zum dritten Male innerhalb von drei Tagen einen gegen Deutschland gerichteten Bericht, dessen Einzelheiten sich das Blatt ganz ohne Zweifel aus den Fingern gesogen hat. Diesmal beschäftigt sich das Blatt, offenbar in der Hoffnung, der Nichleinmischungs- politik Lhamberlains doch noch ein Bein stellen zu können, nach dem Muster der französischen Marokko- Lüge vom Januar 1937 erneut mit angeblicher um­fangreicher militärischer Einmischung Deutschlands in Spanien. Wieder einmal wird den Engländern die Bedrohung von Gibraltar durch angebliche deutsche Geschütze in Spanisch-Marokko vor Augen geführt, wird behauptet, daß sich in der spanischen Flotte 5000 Mann deutsches Flotlen- perfonal befänden und werden weiter eine Reihe von Einzelheiten angegeben, die so frisiert sind, daß sie auf den ersten Blick den Anschein der Richtig­keit erwecken sollen.

Den Veröffentlichungen des Blattes steht für jeden Kundigen die Lüge an der Stirn geschrieben. Zunächst wird behauptet, daß 50 Messerschmitt- Maschinen, 48 Heinkel-Jagdflugzeuge, 183 moderne Junkers-Bomber, 12 Heinkel-Bomber, 6 Rohrbach- Bomber in Bilbao eingetroffen seien. Die Juukersfabriken hätten in den letzten Monaten 150 Junkers-Flugzeuge nach Spanien geschickt. Um die Behauptungen zu erhärten, wird wahllos eine Reihe von deutschen Orten angeführt, wo nach Meinung des Blattes Flugplätze vorhanden fein müssen. 3a erster Linie große Städte wie Berlin, München und Frankfurt, und es wird dazu kühn behauptet, daß von diesen Flugplätzen aus Spa­nien mit neuen deutschen Geschwadern versorgt worden sei. Ferner seien F a 11 - schirmpiloten in Spanien angekommen, von denen sich jetzt. 2000 in Spanien befänden; 1200 Mann einer leichten Brigade seien unter Führung ihrer Offiziere in Spanien eingetroffen. Deutsche Kavallerie sei in Marokko gelandet. 12 000 deutsche Techniker bauten Marokko zu einer riesigen F e st u n g und zu einem Zentrum von Munitionsfabriken aus.

Neue Lügenkampagne desNews Chronicle"

Was tut die englische Regierung gegen die Völkrrverhehung der Marxistenpresse?

Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8^/.UHr des Vormittags

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General Nusso in München «nd Berlin.

Herzlicher Empfang des Generalstabschefs der faschistifchen Miliz in der Reichshauptstadt. _______

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Feinde des britisch-itälienifchen Ausgleichs in Eng­land und Frankreich nun ihre ganze Hoffnung. Sie lassen ebenso wie selbstverständlich auch die Sowjet­union in Barcelona alle Minen springen, um der Verwirklichung des englischen Plans schon von hier aus die ersten Schwierigkeiten zu machen. Gleich­zeitig tut die englische Opposition im Unterhaus alles, um die Auseinandersetzung zu verschärfen, die zwischen Chamberlain und General Franco in der Frage entstanden ist, wie weit Franco berech­tigt sein soll, die Versorgung der spanischen Bolsche­wiken mit Kriegsmaterial auf britischen Handels­schiffen durch Angriffe seiner Luftwaffe zu ver­hindern. Während Chamberlain sich bemüht, die darüber entstandenen Meinungsverschiedenheiten in diplomatischem Notenwechsel und durch Erkundun­gen des britischen Agenten in Burgos sachlich zu klären, benutzt die Opposition jede Gelegenheit, um von dieser Einzelfrage her den englischen Plan als Ganzes anzugreifen, gegen die Bemühungen Cham­berlains um einen Ausgleich mit Italien Sturm zu IGriffen und schließlich die Kritik an der Außen­politik zu einer Generaloffensive gegen das Kabi­nett auszuweiten, dem Männer der äußersten Rech­ten, wie Churchill, in trautem Verein mit der Pin­ken, wobei ein so ideologisch verbohrter, unbelehr­barer Demagoge wie der alte Lloyd George natür­lich nicht fehlen darf, unter agitatorischer Zurschau­stellung angeblich drohender Kriegsgefahren sträf­liche Vernachlässigung der Aufrüstung Englands und der sonst notwendigen organisatorischen und wirtschaftlichen Vorbereitungen für den Kriegsfall vorwerfen. Das ist einerseits recht unbequem für die Regierung, hilft chr andererseits aber, das riesen­haste Aufrüstungsprogramm durchzuführen, das natürlich auch sehr erhebliche finanzielle Anforde­rungen an das Land stellt, die nur durch die. sonst sehr unpopulären und von der Opposition im all­gemeinen bekämpften Steuererhöhungen bewerk­stelligt werden können. Die Opposition sieht sich also in ihrer eigenen Agitation gefangen. Aber mit ihrem demagogischen Kriegsgeschrei sucht sie ihre widerspruchsvolle Politik vor ihrer pazifistischen An­hängerschaft im Lande zu rechtfertigen und erzeugt damit eine Stimmung, in der schließlich jederZwi­schenfall" die gefährlichsten Auswirkungen haben kann.

Die britische Regierung arbeitet ernstlich auf eine internationale Entspannung hin, ungeachtet ihrer Bemühungen, England so stark wie möglich zu machen und ungeachtet der unleugbaren und be­dauerlichen Tatsache, daß sie die oben geschilderte Agitation für ihre Rüstungspolitik einzuspannen sucht. Daher das so häufig Widerspruchsvolle und Zweideutige in der britischen Außenpolitik, das ihr oft die Schlagkraft nimmt und bei ihren Gegenspielern Mißtrauen einträgt. Trotz dieser taktischen Rücksichten und Bedingtheiten hat die britische Reaierung in der spanischen Frage ihrem Willen zur Neutralisie­rung des gefährlichen Krisenherdes praktisch Aus­druck gegeben. Das soeben veröffentlichte Weißbuch über die' Zurückziehung der Freiwilligen macht in­dessen in beunruhigender Weise deutlich, wie kom­pliziert der nun in London angenommene Plan ist. wie schwerfällig seine Maschinerie sein wird und welche Fülle von Voraussetzungen erst gegeben sein müssen, bevor diele Maschinerie überhaupt in Gang kommen kann. Wieviel Fußangeln der Plan ver­borgen hält, hat man offenbar am ersten in Bar­celona erkannt. Dort wird die Sabotage seiner Durchführung bereits planrnäßia vorbereitet. Wenn Ueberläufer berichten, daß die auf rotspanischer Seite kämpfenden ausländischen Freiwilligen schon ihre Pässe und sonstigen Papiere gegen solche umtau>/ schen müssen, die sie als spanische Staatsangehörige ausweisen, und daß dieInternationalen Brigaden" zum größten Teil aufgelöst werden, um die bisher darin' kämpfenden Ausländer in rotspanische For­mationen einzugliedern, so liegt hier ein Versuch vor. die im englischen Plan vorgesehenen Zähl- Kommissionen auf die schändlichste Meise bint"rs Licht zu führen und damit die Durchführung des Mv^en Manes übechsWt unmöglich.^ mschen. Sa

der Welt gehören, während die Mächte, denen sie zu allen Zeiten das zu unterstellen versuchten, was ie heute selbst tun, die Oasen des Friedens inmitten einer kriegerischen Welt sind, und es ihnen zu danken ist, wenn nicht erneut die Welt in das namenlose Unglück eines Weltkrieges gestürzt wurde. Es gibt aber auch zu denken, wenn Staats­männer westeuropäischer Länder stets vom Frie­den reden und die Presse ihrer Länder zum Kriege hetzt, ohne daß der Staat sich jemals darum kümmert und auch nur eine einzige Maß­nahme in Erwägung gezogen oder ein Wort der Kritik gefunden hätte, um diesem, die ganze Welt bedrohenden Zustand nun endlich einmal ein Ende zu machen. D. S.

München, 15. Juli. (DNB.) Der Generalstabs­chef der Faschistischen Miliz, Exzellenz Luigi Russo, ehrte am Mahnmal an der Feldherrn-- halle und in den Tempeln der Ewigen Wache am Königlichen Platz die Blutzeugen des 9. November 1923. Dann begab er sich in das Haus der Obersten SA.-Führung. Als Zeichen der engen Verbunden­heit der Faschistischen Miliz und der SA. über­reichte Stabschef Lutze seinem Gast den Ehren­dolch der SA. General Russo nahm mit Worten aufrichtigen Dankes den Ehrendolch entgegen. Im Führerzimmer des Braunen Hauses begrüßte dann derStellvertreterdesFührers, Reichs­minister Rudolf Heß, General Russo. Er geleitete den Gast persönlich. auch durch die Räume des Führerbaues. Nach einem Frühstück im HotelVier Jahreszeiten" trat General Russo die Weiter­reise nach Berlin an. Auf dem Flugplatz München-Oberwiesenseld hatten Ehrenstürme der Leibstandarte, der Schützengilde 2 und der Stan­darte München Aufstellung genommen. Nach dem Abschreiten der Front bestiegen der Gast und Stabs­chef Lutze die braune, die Embleme der SA. tragende dreimotorige MaschineHorst Wessel", die sich mit zwei weiteren Flugzeugen für die Be­gleitung des italienischen Gastes zum Fluge nach der Reichshauptstadt erhob.

Die Reichshauptstadt bereitete General Russo bei seiner Ankunft einen herzlichen Empfang. Die Stan­darteHorst Wessel" stellte auf dem Flugplatz die Ehrenformation. Nach einem herzlichen Willkomm durch Obergruppenführer von Jagow und den Polizeipräsidenten Grafen Helldorf ging es dann zum HotelKaiserhof". 15 000 SA.-Männer, poli­tische Leiter und Mitglieder der DAF. bildeten vom Flughafen bis zum Wilhelmplatz das Ehrenspalier. Vor demKaiserhof" hatten etwa 150 italienische Urlauber, die hier von KdF. betreut werden, Aus­stellung genommen. General Russo dankte ihnen für den Empfang. Nach einem kurzen Aufenthalt fuhren die italienischen Gäste zur Reiterschule in Zehlendorf, wo Obergruppenführer Litzrnann den italienischen Gästen Meldung erstattete. Unser Vilü zeigt General Nusso und den Führer der SA.-

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flbringt, Mit 'ürgertnt'A- aber von Kar- g eine hülpchr atz aller beten allgemeine Au-, rhindern.

Beiriebsappett in ganz Deutschland.

Berlin, 15. Juli. (DNB.) Am 1. August fin­den in allen deutschen Betrieben, die sich am Leistungskampf beteiligen, Betriebsappelle zur Eröffnung des vom Reichs- orgnisationsleiter Dr. Ley und Reichsamtsleiter Hupfauer verkündeten zweiten Leistungs- kampf der deutschen Betriebe statt. Uederall werden die Betriebssührer vor ihren Ge­folgschaften die Ziele bekanntgeben, die bis zum 1. Mai 1939 im Betriebe erreicht werden sollen. Dabei werden nicht nur alle in diesem Monat neu­angemeldeten Betriebe antreten, sondern auch alle diejenigen Betriebsgemeinschaften, denen schon in diesem Jahre das Gaudiplom für hervorragende Leistungen verliehen wurde und die bereits am ersten Leistungskampf teilgenommen haben. Nach dem Willen des Führers gehen diese Betriebe nun erneut in den Wetstreit um den EhrentitelNatio­nalsozialistischer Musterbetrieb". Betriebsführer und Gefolgschaften der Leistungskampfbetriebe haben sich zu einer engen Gemeinschaft vereint, weil sie er­kannt haben, daß nut der gemeinsame Einsatz einen sozialpolitischen Aufbau verwirklichen kann, der untrennbar mit all.en wirtschaftlichen Zielen ver­bunden ist und zu den Grundlagen einer wirklichen Volksgemeinschaft gehört. Wie das Amt für soziale Selbstverantwortung der DAF. ihitteUt, wird aus den einzelnen Gauen eine starke Beteili­gung der Bettiebe am zweiten Leistungskampf gemeldet. Bis zum 1. 8. ist noch allen Betriebsfüh­rern die Gelegenheit zur Anmeldung ihrer Betriebe bei den Dienststellen der Deutschen Arbeitsfront ae- geben.

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Die Krisenherde.

Die englische Regierung betrachtet den Osterakkord mit Italien als den wichtigsten Baustein für eine allgemeine europäische Friedensregelung. Sie macht daher kein Hehl daraus, wie sehr ihr daran gelegen ist, das britisch-italienische Abkommen möglichst bald in Kraft zu setzen. Die wesentlichste Voraussetzung dafür ist die Erfüllung des wechselseitigen Verspre­chens, die italienischen Freiwilligen vom spanischen Kriegsschauplatz zurückzuziehen und das italienische Imperium in Ostafrika anzuerkennen. DaZ erstere kann Italien auch nach Auffassung der englischen Regierung nur zugemutet werden, wenn die Nicht­einmischung wieder für alle Mächte gleichmäßig ver­bindliche Richtschnur ihrer Politik wird. Die eng­lische Regierung hat deshalb alles darangesetzt, den von ihr vor Jahresfrist ausgearbeiteten Plan zur Zurückziehung der ausländischen Freiwilligen vom stzcmischen Kriegsschauplatz und die Gewährung der Rechte Kriegführender an die spanischen Parteien im Londoner Nichteinmischungsausschuß zur An- nähme zu verhelfen und ihn in Kraft zu setzen. Das erstere ist ihr gelungen, wenn auch gegen außerordentlich heftige Widerstände Moskaus und unter lebhafter Kritik der eigenen Opposition wie der französischen Volksfrontkreise im befreundeten Frankreich, deren Führer Leon Blum sich nicht scheute, den Londoner Plan gerade deshalb zu ver­werfen und seine Sabotage anzukündigen, weil er den britisch-italienischen Ausgleich ermöglichen soll, der nach Blums Meinung die Front der Demo­kratien zerstören werde.

Trotzdem ist der englische Plan im Nichtein- mischungsausschuß angenommen worden. Aber um ihn in Kraft zu setzen, bedarf es der Zustimmung , der beiden spanischen Parteien. Hierauf setzen die

Ein gutes Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen." Dieses Sprichwort bewahrheitet sich in negativer Weise amNews Chronicle", der von einer Lüge in die andere taumelt, immer in der Hoffnung, daß dadurch die Lüge vom Tage vorher in Vergessenheit geraten werde. Jetzt ist wieder einmal Spanien dran. Diskreditierung Francos in den Augen der Engländer und Schaffung einer für Rotspanien günstigen Stimmung ist der Zweck der neuen Lügenhetze, weil die Durchführung des Londoner Freiwllligen-Abkommens für den Regierungsaus­schuß der Herren Negrin, Caballero und Konsorten das Ende bedeuten würde. Rotspanien lebt aus­schließlich von ausländischen Freiwilligen und aus­ländischem Material. Sowjetrussische Flugzeuge und Bomben, englische und sowjetrussische Tanks, fran­zösische Geschütze und Munition, neben den sowjet- russischen Truppenabteilungen, durch große finan­zielle Versprechungen geworbene Freiwillige aus England und Frankreich in großer Zahl, damit allein vermag Rotspanien den Krieg zu führen. Und um diese versteckte Einmischung, die gerade in den letzten Tagen wiederum verschärfte Form angenom­men hat. zu verdecken und zu bemänteln, werden die Märchen von umfangreichen deutschen Kriegs­lieferungen an Franco erfunden. Wir wollen nicht abstreiten, daß General Franco auch Flugzeuge aus deutschen Fabriken verwendet, denn Deutschland ver­kauft Flugzeuge in die ganze Welt. Und wenn in Francos. Luftwaffe neben Italienern, Engländern, Südamerikanern und anderen auch Deutsche zu \\xv-- den sind, dann auf jeden Fall weniger als allem Engländer und Franzosen auf rotspanischer Sette. Es wäre demNews Chronicle" nicht zu empfehlen, hier einen Stein aufzuheben.

Fallschirmpiloten seien tn Spanien 2000 Mann aus Deutschland. Der Schmock desNews Chro­nicle" hätte vorher im englischen Luftfahrtmmlste- rium anfragen sollen, wo er ohne Zweifel hatte er­fahren können, daß im spanischen Kriege bisher nie­mals Fallschirmpiloten eingesetzt wurden und ange­sichts der besonderen Verhältnisse mit einem solchen Einsatz auch nicht zu rechnen ist. Der ganze Zweck desNews Chronicle"-Manövers ist: Storung der Beziehungen zwischen den Völkern, Vergiftung der politischen Atmosphäre und Hetze zum Krieg, an dem dann die Hintermänner desNews Chronicle groß verdienen würden, während die Völker die Zeche bezahlen. Gegen diese Methode kann es unter anständigen Menschen nur noch eine Antwort geben: Ohrfeigen und den Knüppel, denn alle gei­stigen Argumente schalten hier aus. ^Es würde für das englische Vylk sprechen, wenn sich ein paar Frontkämpfer finden würden, die den Juden des News Chronicle" die Antwort gäben, die alle an­ständigen Menschen wünschen.

Es ist schon grotesk, wenn heute diejenigen, die sich niemals genug tun konnten in pazifistischen Phra­sen, die immer die Vorkämpfer des Friedens sein wollten und die Parole erfandenNie wieder Krieg!" tatsächlich zu den gewissenlose st en unb verbrech erjschsten Kriegshetzers

Gruppe Berlin-Brandenburg Dvergruppensuyrer v. Jagow, dahinter Stabschef Lutze und den Berliner Polizeipräsidenten Graf H e l l d o r f. In der Mitte sieht man den italienischen Botschafter in Berlin A t t o l i c o. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Druck und Verlag: vrühlsche llniverfitätsdruckerei R. Lange in Stehen. §chrif1leitung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 7