Ausgabe 
16.6.1938
 
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pcn die Stadt ß t u f a n , 240 Kilometer östlich von Hsinyang an der TientsinHa nkau-Bahn ent­fernt. Militärische Beobachter sind der Ansicht, daß der japanische Dorstoß auf Hankau, nachdem die Honan-Provinz überschwemmt ist, allein im Jangtse-Fluß vorgetragen wird. Die ja­panische Offensive am Jangtse trifft noch chinesischen Meldungen auf wachsenden Wider­stand. Nack Berichten aus Hankau sind die bei An- king gelandeten und unter Umgehung des Jangtse-

bogens in gerader Richtung auf Hankau zu einge­setzten japanischen Truppenteile bei T s ch i n *- schau, etwa 50 Kilometer nordwestlich von An- king, zurückgeworfen worden. Weiter wollen die Chinesen zwischen Anking und Kweitsching zwei japanische Kriegsschiffe durch Bombenangriffe versenkt und zwei weitere schwer beschädigt hoben. Diese chinesischen Meldungen entziehen sich «jedoch jeder Nachprüfung: sie werden von japani­scher Seite be st ritten.

gen, sondern wahrscheinlich auch große Menschen- und Materialverluste zur Folge haben, wovon in erster Linie die chinesische Bevölkerung dieses Ge­bietes betroffen werden würde. Gerüchte wollen wissen, daß Marschall T s ch i a n g k a i f ch e k, der sich zuerst der Zerstörung der Deiche widersetzt habe, doch dem Einfluß der Kommunisten habe nachgeben müssen. Chinesische Banden suchten die Eindeichungsversuche der Japaner überall mit der Waffe zu verhindern.

Deutschland undMandschukuo

Hsinking, 15. Juni. (DNB.) Anläßlich der Ratifizierung des deutsch-mandschurischen Freund- schaftsvertrages durch die mandschurische Regierung erließ der Ministerpräsident von Mandschukuo, Marschall Chang-Ching-Hui, eine Botschaft an das deutsche Volk. In dieser heißt es: Das deutsche Volk bewies uns große Sympathie zu einer Zeit, als wir in einer schwierigen internatio­nalen Lage waren, zuerst durch Handelsabkommen, alsdann durch das Antikomintern-Abkommen mit Japan. Nun unternahm das deutsche Volk Schritte, um durch einen formalen Vertrag die Freundschaft zwischen den beiden Ländern zu ver­ewigen. Ich bin mir voll bewußt, daß alles dies nur dem Scharfblick und der Weitsicht des großen Führers der deutschen Nation zu verdanken ist sowie dem Mut, mit dem Deutschland, für das das mandschurische Volk hohe Bewunderung und tiefe Dankbarkeit empfindet, an den ewigen Ge­setzen von Recht und Gerechtigkeit fest­hält. Ich glaube auch, daß die nächste Aufgabe der beiden Völker darin besteht, der Zusammen­arbeit gegen den Bolschewismus durch den Abschluß eines Vertrages ton trete Form zu geben.

Die Werschwemnmngskatastrophe am Hoangho

Schanghai, 15. Juni. (Europapreß.) Die Fluten des Gelben Flusses haben nach den letzten Meldungen von der japanischen Front Renting erreicht. Dieser Ort liegt etwa 80 Kilometer südlich der Lunghai^Bahn und rund 100 Kilometer von der Stelle entfernt, an der die Chinesen die Deiche des Gelben Flusses durchstochen haben. Die Fluten des Gelben Flusses bewegen sich mit einer Geschwindigkeit von dtwa sechs bis sieben Kilo­meter in der Stunde vorwärts. Die Hoffnung, daß es den japanischen Pionieren gelingen werde, die Deiche wieder instand zu setzen, wird auch in japa­nischen Kreisen als äußerst gering bezeichnet.

Die japanischen Truppen stellten nach einem DNB.'Bericht im nördlichen Teil der Honan- Provinz alle Gefechtshandlungen ein und nahmen dafür, unterstützt von 300 000 chinesischen Bauern, unter Einsatz aller technischen Formationen den Kampf gegen den Gelben Fluß auf. Die zwölf Meter hohen und 200 Meter dicken Deiche lassen sich an den Bruchstellen nicht mehr flicken, so daß das ausströmende Wasser durch Anlegen neuer Deiche und den Bau von neuen Kanälen ge­bändigt werden soll. Diese Arbeit vereinigte zum

erstenmal Japaner und Chinesen zur Abwehr einet beide gemeinsam bedrohenden Gefahr. Die Haupt­stadt von Honan Kaifeng, die von Flüchtlingen überfüllt ist, gleicht einer hoch ummauerten Insel in wildbewegter See. Solange die Mauern der Stadt und die mit Sandsäcken verrammelten Tore dem Wasserdruck standhalten, besteht keine unmittel­bare Gefahr.

Zehntausende von Flüchtlingen, die vor den Flu­ten sich retten konnten, sammelten sich auf den nicht zerstörten Teilen des Lunghai-Bcchndammes. Hun­derte von Flößen versuchen, Ertrinkende zu retten. Um die Stadt O h u n g m o n hat sich ein riesiger See gebildet, der 500 Quadratkilometer groß und vier Meter tief ist. In ihm schwimmen unzählige Leichen.

Wenn es nicht gelingt, die Deiche wiederherzu- stellen, besteht die Gefahr, daß der Gelbe Fluß ganz Schantung, Nord-Honan und Kiangsi über­flutet und dann in sein im Jahre 18 5 2 oer» (offenes altes Bett zurückkehrt. Eine solche Entwicklung würde nicht nur die japanischen Kampfhandlungen vollständig zum Stillstand brin-

Die Aufgaben -er Gemeinden im Dritten Reich.

Zahrestagung -es Deutschen Gemein-etages in Berlin.

Berlin, 15. Juni. (DNB.) In der Reichs­hauptstadt ist der Deutsche Gemeindetag zu seiner 5. Jahrestagung zusammengetreten, an dem zum ersten Male im wiedererstandenen Großdeutschland die österreichischen Gemeinden vertre- ten sind. Der Vorsitzende, Reichsleiter Oberbürger­meister F i e h l e r, konnte unter der großen Reihe von Ehrengästen zahlreiche Vertreter von Staat und Partei, der Wehrmacht und des Reichsarbeits­dienstes begrüßen.

Aeichsminifter Dr. Frick

betonte einleitend, die Eingliederung der österreichi­schen Gemeinden in die deutsche Selbstverwaltung stelle eine Reihe bedeutsamer und schwieriger Aus­gaben. Neu ist für die österreichischen Gemeinden die unbedingte Führer st ellung, die mir in der Deutschen Gemeindeordnung dem Bürger- m e i ft e r eingeräumt haben. Dieser einzigartigen Stellung entsprechend, sind auch die Anfor­derungen, die an den Bürgermeister gestellt werden müssen. Es muß immer wieder betont wer­den, daß Führertum auch in der Gemeinde sich keinesfalls darin erschöpft, unbekümmert um die Auffassung der Gemeinschaft, zu kommandieren und zu befehlen. Gewiß verlangen mir von unseren Bütizermeistern klare Entscheidungen. Sie müssen aber geboren sein aus der steten Ver­bindung des Bürgermeisters mit der ihm anvertrauten Gemeinschaft, ge­tragen fein von dem Vertrauen dieser Gemein­schaft. Deshalb muß er die ihm zur Beratung bei­gegebenen Gemeinderäte oder Ratsher- ren fo heranzieben, daß sie für ihn wirklich d i e Brücke zum Volk werden. Eine weitere Frage, die die Wiedervereinigung Oesterreichs auf der Seite der Gemeinden in unser Blickfeld rückt, geht von der Erkenntnis aus, daß Selbstverwaltung, aus­reichende Finanzausstattung Der Ge­meinden und eine richtig bemessene eigene F i - nanzverantwortung in untrennbarem Zu­sammenhang stehen. Nötig ist deshalb, auch diesen Gemeinden sobald als möglich die finanziellen Grundlagen zu schaffen, die wir in mehrjähriger Aufbauarbeit den deutschen Gemeinden gegeben haben.

Di« Aufbauarbeit in Oesterreich, insbesondere auch ?n den österreichischen Gemeinden, kann selbstver­ständlich nicht auch nicht im Wege sogenannter Patenschaften von einzelnen Gemeinden getragen werden. Sie wird vielmehr die Leistungskraft ves ganzen deutschen Volkes hinter sich sehen; sie wird deshalb an das Reich besondere Anforderungen stel­len, die zu den ohnehin gewaltigen Leistungen hin­zutreten, die die großen nationalen Aufgaben des deutschen Volkes unabweisbar bedingen. Die außer­ordentlichen Anstrengungen, die zur Bewältigung dieser Aufgabe gemacht werden müssen, werden d i e Finanzlage unserer deutschen Ge- meinden nicht unberührt lassen können. Wir sind uns von jeher darüber klar gewesen, daß alle Träger öffentlicher Finanzwirtschaft in Deutsch­land eine große Schicksalsgemeinschaft bilden. Es wird deshalb in Kürze an die Gesamt­heit der Gemeinden die Notwendigkeit herantreten, auf gewisse Einnahmequellen zu- g un st en des Reiches zu verzichten, weil das Reich die aus ihnen fließenden Mittel für wichtigste Zwecke unabweisbar benötigt.

Mchserziehungsmintster Ruft

umriß die Stellung der Schule in der revolutio­nären Entwicklung unserer Zeit. Nicht durch eine Reform der bestehenden Einrichtungen bereite man in erster Linie der neuen Schule den Weg, sondern durch die Schaffung eines neuen E r - zieher stände s. Diese Erkenntnis habe der na­tionalsozialistischen Lehrerbildung den Weg vorge­zeichnet, deren Wesen an den Hochschulen für Lehrerbildung der Minister erläuterte. Hier­bei ging Reichsminister Rust auf die Frage nach der Beseitigung der Lehrernachwuchsnot ein. Er wies darauf hin, daß es sich hier um Aus­wirkungen einer allgemeinen beoölkerungs- politischen Entwicklung handele. Der Mi- Nister wies aus die Reform Der höheren Schule hin. Entscheidend sei dabei die Festste!- lung, daß die innere Zielsetzung der höheren Ziele tn Uebereinftimmung mit der Lebenswirklichkeit und der Arbeitswelt unseres Volkes gebracht wor­den ist. Die Gesamtarbeit der höheren Schule steht unter Dem Gedanken der Auslese und L e i - stung, Der sich nicht auf die intellektuelle Be- aabung beschränkt, sondern auch Dem ganzen Men- sch en gilt. Eine Vorbedingung für He Leistungs­

fteigerung, die für alle höheren Schulen geboten ist, bildet d i e Herabsetzung der Besuchszif­fern der einzelnen Klassen. Da eine so- fertige Herabsetzung der Klassenstärken zu Härten für Schüler und Schulträger führen würde, sei die strenge Durchführung der neuen Richtsätze von heute auf morgen nicht verlangt worden. Der Mi­nister bat jedoch an dieser Stelle die Gemeinden, dafür Sorge zu tragen, daß He Richtsätze im Laufe der nächsten dreiJahre allmäh­lich erreicht werden.

Die Neuordnung der höheren Schulen habe in­folge des grundsätzlichen Verzichts auf die mittlere Reife in der hoyeren Schule die Neuordnung des mittleren Schul­wesens dringend gemacht. Die erste wirtschaftliche Grundlegung für einen Neuaufbau bildete das Mittelfchul-Finanzaesetz. Es bedeute eine Erleichterung für leistungsschwache Schulträger. Die mittleren Schulen verfolgten, ohne Der Berufsaus­bildung vorzugreifen, ein Uebunas- und Erziehungs­ziel, das in besonderem Maße den Anforderungen für Den Eingang in die gehobenen BerUfslausbah- nen in Wirtschaft und Verwaltung genügt. Der Minister kündigte einen Rahmenerlaß über das mittlere Schulwesen an. Hiernach werde es künftig als Hauptform die gründ st an-

Reichsleiter Fiehler

der Oberbürgermeister der Hauptstadt der Be­wegung, Vorsitzender des Deutschen Gemeindetages, machte bann folgende Ausführungen: Die Mehr­einnahmen derGemeinden und Gemeinde­verbände aus ihren eigenen Steuern belau­fen sich gegenüber dem Rechnungsjahr 1932 im Jahre 1936 auf fast 700 Millionen Mark; die Mehreinnahmen aus Steuer überwei jun­ge n auf fast 440 Millionen Mark hiervon aller­dings rund 100 Millionen aus der Körperschafts­steuer Der öffentlichen Betriebe im gleichen Zeit­raum. Auch im Rechnungsjahr 1937 ift noch eine Steigerung der gemeindlichen Steuereinnahmen um rund 400 Millionen Mark zu verzeichnen. Die Minderung der Fürsorgeausgaben Der G^e m e t n D e n unD GemeinDeoerbänDe betrug 1936 gegenüber 1932 1326 Millionen. Im Jahre 1937 ift noch eine weitere Minderung eingetre» ten, so Daß insgesamt die Minderausgabe in der Wohlfahrtspflege auf 1,5 Milliarden gegenüber 1932 anzusetzen ist. Hierbei ist jedoch zu berücksich­tigen, daß die Gemeinden demgegenüber auf der Elnnabmeseite rund 700 Millionen Mark jährlich an Reichswohlfahrtshilfe verloren haben. Neben Der schon erwähnten Erleichterung der Gemeindefinan­zen durck Umschuldung und Zinssen- k u n g baoen die Gemeinden auch noch erhebliche finanzielle Verbesserungen durch Mehrung ihrer Einnahmen aus Verwaltungs- gebühren, Rückerstattungen und einer Reihe- von kleineren wieder besser fließenden Einnahme­quellen erlangt. Soweit es sich bei den erwähnten Auswirkungen des nationalsozialistischen Aufstieges uni Mehrung von Gemeindeeinnahmen und um Minderung von Gemeindeausgaben handelt, haben sich diese erfreulichen Tatsachen sehr rasch herum- gesprochen und da und dort den Eindruck erweckt, als ob die Gemeinden nunmehr im Geld schwim­men würden. Es ist dies aber ein großer Irrtum. Zunächst einmal muß festgestellt werden, daß ein erheblicher Teil der finanziellen Verbesserung der Gemeinden notwendig war, um aus Der fortge­setzten Unterbilanz herauszukommen. Denn wenn 1932 ein Fehlbetrag von fast 1,2 M i l- l i a r D e n ausgewiesen wurde, so war ja schon all­jährlich mindestens eine halbe Milliarde an Mehr­einnahmen notwendig, um die Gemeindehaushalte auszugleichen. Trotz des überhöhten Schuldendien­stes mußten die Gemeinden zu Beginn der Arbeits­schlacht noch weitere Schulden aufnehmen, so daß sich Der Gesamtschuldenstand bis Enoe 1934 um etwa 500 Millionen erhöhte. Von da ab ist es den Gemeinden jedoch gelungen, ihre Schulden um etwa 1 Vk Milliarden zu senken, so daß nunmehr noch ein Gefamtschuldenstand von 10,5 Milliarden be- steht. Daraus ist ersichtlich, daß die Gemeinden in den letzten Jahren die finanziellen Verbesserungen gro­ßenteils zur Tilgung überhöhter Schulden verwen­det haben. Zur nachhaltigen Sicherung der Ge­meindehaushalte mußten die Gemeinden sobald als möglich neue Rücklagen bilden. Die Grundlage hier-

1 für bildete die Rücklagenoerordnung, auf deren Ein­

dige fechskl affige Mittelschule und einen viertlafsigen Aufbauzug an Volksschulen, beide je mit einem Plan für Jungen und Mädchen geben. In beiden Formen werde Englisch die Pflichtsprache sein. Im Laufe dieses Schuljahres würden sodann neue Richtlinien über die Aufgaben der mittleren Schule erscheinen. Diese Maßnahmen im Verein mit der Neuordnung der höheren Schule und Den gleichfalls in Vorbereitung befindlichen Richtlinien für die Volksschule ergänzen sich gegenseitig, so daß der Ge­samtaufbau der deutschen Schule bis in die Einzel­heiten auch für Die Gemeinden sichtbar werde und eine großzügige Planung einsetzen könne. Das Ge­setz über die Schulpflicht im Deutschen Reich werde erstmalig von Reichs wegen auch die bisherigen stark zersplitterten Bestimmungen über die B e - rufsschulpflicht zusammenfassen. Reichsmini­ster Rust kam schließlich auf die Auswirkungen zu sprechen, Die sich aus Der Einführung seiner neuen Richtlinien für die Leibeserziehung an Den Jungenschulen für die Gemeinden ergeben. Unter Den beteiligten Ministerien werde in Kürze völlige Uebereinftimmung über die Notwendigkeit einer zentral geleiteten Uebungsftättenplanung hergestellt sein.

Haltung auch Der diesjährige Haushaltserlaß des Reichsministers des Innern vom 10. März 1938 mit großem Ernst hinweist.

Die Gemeinden haben injten letzten Jahren aus laufenden Mitteln gewaltige Leistungen vollbracht: Wohnungs- und Siedlungsbau, Schulhaus- und Krankenhausbauten, Altstadtsanie­rung, Straßen- und Brückenbau, Schaffung von Sport- und Spielplätzen usw. Auch Die Leistungen für Die Kulturpflege sind dauernd gestiegen. Auf Dem Gebiete des Gesundheitswesens, Der Bevölke­rungspolitik, Der Familienforschung unD Biologie sind Den Gemeinden wichtige Ausgaben neu er­wachsen. Ich halte es für notwendig, daß sich alle öffentlichen Stellen nach Kräften bemühen, gegen die Gefahr von lleberorganijation vorzugehen. In diesem Zusammenhang seien auch Die hohen Mitgliedsbeiträge für Ver­bände und Wirtschaftsgruppen aller Art erwähnt, deren baldiger Abbau Dringend zu wünschen wäre.

Die Gemeinden und Gemeinbeverbände stehen zur Zeit vor weiteren großen Aufgaben unD Schwierigkeiten. Ich bin mir bewußt, daß sich dies in der Folgezeit immer wiederholen wird. Unsere Aufgabe ist daher für alle Zukunft keine leichte. Wir müssen in erster Linie die Organisation unserer eigenen Verwaltungen und Betriebe nach allen Richtungen Dahin über­prüfen, was noch verbessert werden kann, um Die gemeindliche Selbstverwaltung für Die großen Auf­gaben Der Zukunft noch schlagkräftiger, beweglicher unD leistungsfähiger zu machen. Die Fortführung Der Tätigkeit eines Beamten oDer Angestellten ist nicht schon deshalb wichtig und richtig, weil sie seit einer Reihe von Jahren von Dem Betreffenden oDer feinem Vorgänger nach gleichem Schema aus- geführt worden ist. Der Papierkrieg ist eine leider sehr häufige Erscheinung, die aber gerade in Der heutigen Zeit unoedingt vermieden werden muß. Die gewissenhafteste Prüfung bei her An­stellung von Arbeitskräften und gelegentliche Ueber- Prüfung ihrer Arbeit ist notwendig. Ebenso wichtig aber ist es, der Verantwortungs- und Arbeitsfreude des einzelnen weiten Spielraum zu lassen. Grund­satz jeder Verwaltung von oben nach unten muß es fein, nur das zu organisieren und zu reglemen­tieren, was einheitlich geregelt werden muß, nicht das, was man vielleicht noch einheitlich regeln konnte. Die Verwaltung muß nicht nur sparsam unb sorgfältig haushalten mit den Geldmitteln, sondern erst recht mit dem für unser Volk unersetz- lichen Gut Der Arbeitskraft. Es gilt heute, mit allem Ernst zu versuchen, wertvolle Ar- b e i t s k r ä f t e für hochwertige Arbeit in Vermal- hing unb Betrieben freizumachen, fei es durch Verzicht auf nebensächliche Arbeiten ober durch Ein- satz von Maschinen.

Es ist Ihnen wohl bekannt, daß eine Aenbe - r u n g des Finanzausgleichsgesetzes beabsichtigt ist. Wir haben das Vertrauen, daß die verantwortlichen Reichsstellen auch die Leistungs- moglichkeiten und -Notwendigkeiten der gemeind­lichen Selbstverwaltung voll berücksichtigen werden. Dringend erwünscht ist Die Lockerung oes Korn-

Probleme nationalsozialistischer Kommunalpolitik

m u n a l kr e d i tv e rb 0 ts für die Sparkassen und Girozentralen. Schwerwiegende Fragen sind auf Dem Gebiete der Energiewirtschaft zu losen. Die Gemeinden haben selbst seit langem Den dringenden Wunsch, die Finanzzuschläge weiter ab zu bauen. Erfreulich ist es, daß immer mehr Städte entsprechend den vom Deut­schen Gemeindetag auf gestellten Richtlinien dazu übergehen, ihre Abwasser landwirtschaftlich zu nutzen und Damit zur Losung Der schwierigen Humusfrage beitragen. Es muß auch weiterhin gelingen, den nicht anders verwertbaren Fein-Müll in größerem Maße als bisher Dem Acker zuzuftH, ren. Wichtig erscheint es mir, daß mir in Zukunft Die Fürsorge noch mehr auf Die Erkenntnisse und Grundsätze der nationalsozialistischen Welt- anschauung aufbauen, von Dem völkischen, biolo­gischen unb sozialen Wert des einzelnen ausgehend. Eine weitere Aufgabe ist Der Ausbau der Standesämter zu Sippenämtern. Dis Gemeinden haben zwar schon manches getan für Die würdige Ausgestaltung der Trauungsräume. Der Deutsche Gemeindetag steht mit dem Reichsmini, fterium des Innern unb Den zustänb'igen Partei- stellen in Verhandlung über Einführung einer ge­eigneten Amtstracht für die Standesbeamten und über Die würdige Ausgestaltung Des Trauungs« aktes.

Die Gemeinden haben schon bisher mit großen Opfern den Wohnungs- und Siedlungs­bau gefordert. Es darf wohl erwartet roeroen, baß sich an Der Ueberwindung her Wohnungsnot in einem großen Teil Der Deutschen Städte auch Die private Bauwirtschaft unb Jnbustrie in Zukunft stärker als bisher beteiligt. In kurzer Zeit gilt es, besonders im Hinblick auf die Schaffung des Volks­wagens, das örtliche Straßennetz det schon eingetretenen und in noch weit größereiy Maße kommenden Verkehrs st eigerung anzupassen und zugleich für große Park« flächen und Sammelgaragen im Jnnertt Der Städte Sorge zu tragen.

Das Lugendschutzgesetz.

Der Dank des ReichsjugerrdführerS.

Berlin, 15. Juni. (DNB.) Den Abschluß einet 100jährigen Entwicklung vom Preußischen Regu, lativ über Die Arbeit von Kindern des Jahres 1838 zum vorbildlichen Jugendrecht Des nationalsozialisti, chen Reiches stellte die Verkündung des Jugcknd« chutzgesetzes am 30. April d. I. Dar. Der Ju« zendrechtsausschuß Der AkaDemie für Deut« ches Recht, Der Die Gestaltung Des Gesetzes auf Der Grundlage eines Entwurfs des Reichsacheits. Ministeriums in Zusammenarbeit aller beteiligten Stellen schuf, veranstaltete aus diesem Anlaß eine Sitzung, auf der Obergebietsführer Axmann er. erklärte: Wenn heute die menschliche Ar, beitskraft der bedeutendste Faktor im Wirt­schaftsleben ist, Dann ist es auch erforderlich, diese Arbeitskraft auch ausreichend zu schützen. Das gilt besonders für die Jugend. Axmann hob besonders das grundsätzliche Verbot der Kinder- arbeit und Die reichsgesetzliche Regelung des Ur» laubs hervor. Reichsarbeitsminister Seldte betonte. Das Gesetz ift der Erkenntnis entsprungen, daß ein Volk nur bann zu höchsten Leistungen be« fähig! unb berufen ift, wenn es eine an Leib unb Seele gef unb e Jugenb besitzt. Das Gesetz versucht ein Höchstmaß an fürsorgerischer Betreuung Der arbeitenDen Jugend sicherzustellen und andererseits Dejt wechselnden Anforderungen Des Wirtschaftslebens Rechnung zu tragen.

Reichsjugendführer von Schirach richtete fei. nen Dank an alle Stellen, die an der Schaffung des Jugendfchutzgesetzes tätig mitarbeiteten. Inner­halb unseres Volkes ist die Jugend nicht mehr eine Opposition gegen den Staat, sondern ein mitverant­wortlicher, tragender Teil dieses Staa­tes. Dieser Wandel in der Lebensordnung der Ju­gend mußte auch zu einem Wandel in der Rechts­ordnung führen.Daher proklamierten wir unsere Forderung nach einem deutschen Jugendrecht." Un­ter stürmischem Beifall überreichte Baldur oon Schirach Reichsminister Dr. Frank als Anerken­nung für diese Arbeit das Goldene Ehrenzeichekl Der HI. Der Präsident Der Akademie für Deutsches Recht, Reichsminister Dr. Frank, betonte, daß Die Akademie nach ihrer Struktur nichts anderes konnte, als durch Heranziehung aller Reichs- unb Parteistellen Dafür zu sorgen, daß aus Dem politi« schen Wollen einer revolutionären Grundhaltung Das elementare Buch einer Gemeinschaftsordnung im legalen Sinne wurde. Daß das Gesetz nach na- tionalsozialistischer Methode kein Endpunkt, fonbem ein Anfang ist, sei feierlich versichert.

- Abschluß

des Kinderschutzkongresses.

LPD. Frankfurt a. M., 15. Juni. Auf bet Schlußsitzung Des Internationalen Kinderschutzkon. gresses gaben Die Generalberichterstatter Die Be­schlüsse her Sektionen bekannt, hie von den Dele­gierten her 33 Nationen einstimmig ange­nommen wurden. Die bisher von Deutschland geleistete Arbeit auf dem Gebiet her Kinderfürsorge wurde als allgemeine Grundlage anerkannt. Reichs- Hauptamtsleiter H i l g e n f e l b t dankte allen Teil­nehmern, besonders Minister Ja spar, der fiif Die Idee Des Kinderschuhes nun schon viele Jahr­zehnte arbeite.Allgemein müssen mir", so erklärte Hilgenfeldt,in Der Arbeit Des Kongresses Die ausgezeichnete Zusammenarbeit aller Nationen feststellen. Wir Dienen Der SBerftän- bigung her Volker unb damit dem Frieden, wenn wir das Gemeinsame, Das uns verbindet, erkennen. Alle Volker haben gemeinsame Begriffe her Mütter­lichkeit und Des Schutzes des Kindes. Es ift nützlich, wenn wir das, was wir hier erfahren haben, mit hinaustragen unb unseren Völkern diese Gedanken vermitteln, damit sind wir nicht nur Diener des Lebens, sondern auch Träger des Lebens. Und Das ist die letzte, die schönste und höchste Aufgabe, die Der Mensch in allen Völkern hat."

An Stelle Des Dienstlich verhinderten Gauleiters begrüßte Der stellv. Gauleiter Linder Die Dele- gierten und den neuen Präsidenten her Association Internationale pour la Protection de l'Enfance, Reichshauptamtsleiter Hilgenfeldt, im Wiesbadener- Kurhaus. Reichshauptamtsleiter Hilgenfeldt und Ex­zellenz Gaetano, her italienische Delegierte, dankten im Namen her Kongreßteilnehmer. Auf her Fahrt nach Wiesbaden war auch das Müttererholungs- heim in Falkenstein besichtigt worden, wo Gau­amtsleiter Haua den Delegierten einen kurzen Ueber- blick über die Arbeit der NSV. und die Betreuung der Mütter und Kinder gab. Der Ehrenvorsitzends des Kongresses, her ehemalige belgische Minister- Präsident Jaspax, äußerte sich sehr guerkenneiÄ

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