Summe geben, der aber, da er ohne Deckuna war, nicht eingelöst wurde. Das Gericht verurteilte oen B. wegen fortgesetzter Untreue und schwerer Amtsunterschlagung zu einer Gefängnis st rase von neun Monaten, den U. wegen Begünstigung zu einer Geldstrafe von 120 RM.
VezirkSWffengericht Gießen.
Am gestrigen Dienstag verurteilte das Bezirks- fchäffengericht den Juden Albert Judjth aus Ober-Erlenbach wegen Vergehens gegen das Blut- fchutzgefetz zu einer Gel'dstrafe-von 50 Mark. Die Frau des Juden hatte auch noch nach Erlaß dieses Gesetzes Hausarbeiten von einer Deutschen verrichten lassen. Das Vorbringen des Juden, er
sei stets, wenn die Deutsche in seiner Wohnung beschäftigt wurde, in Frankfurt gewesen, war ohne Bedeutung für die Entscheidung des Gerichts, da Judith als Haushaltsoorstand nicht dulden durfte, daß seine Frau von einer Deutschen zum Haushalt gehörige Arbeiten verrichten ließ.
Die M. F. aus Elpenrod benutzte jede sich bietende Gelegenheit, um über den Bürgermeister L. beleidigende Aeußerungen zu tun und dessen Ehre in den Schmutz zu ziehen. Da sie für keine der von ihr behaupteten Tatsachen den Wahrheitsbeweis erbringen konnte, verurteilte sie das Gericht unter besonderer Berücksichtigung der Schwere der Aeußerungen wegen übler Nachrede zu einer Gefängnisstrafe von 6 Wochen.
Äbilar-Ehrung bei den Gießener Imkern.
Im Hotel Hopfeld hielt die Ortsfachgruppe Gießen unb Umgebung der Imker ihre Frühiahrsversamm- lung ab, die durch die Ehrung einiger, Mitglieder für 25jährige Zugehörigkeit eine besondere Note erhielt.
Ortsfacharuppenvorsitzender Bodenbender hieß den Landesfachgruppenvorsitzenden von Hessen und Nassau S e y d e l (Eltville a. Nh.) und die zahlreichen Jmkerfreunde willkommen. Er gedachte der toten Helden des Weltkrieges und der Gefallenen der'Bewegung, zu deren Ehren sich die Versammelten von den Plätzen erhoben.
Landesfachgruppenvorsitzender S e y d e l (Eltville) richtete dann eine Ansprache an die 20 Jubilars, denen er für die langjährige treue Mitarbeit dankte und sie zu der Auszeichnung beglückwünschte. Er hob ihr vorbildliches Wirken für die deutsche Imkerei hervor und stellte sie den jungen Züchtern als ein Beispiel hin. Anschließend überreichte er die silberne Ehrennadel und eine kunstvoll ausgestattete Urkunde des Reichsverbandes deutscher Kleintierzüchter für 25 jährige Mitgliedschaft an folgende Imker: Wilhelm Dörr, Friedrich Görlach, Kar Koch, Gg. Kraft Wwe., Heinrich Werner und Pfarrer i. R. Büchner (sämtlich in Gießen); Wwe. Zimmer, Förster i. R. Lotz und Gg. Guthbier (Wieseck); Wilhelm Bender (Watzenborn-Steinberg), Gg. Schmidt IV., Gg. Dern VIII., Kaspar Langsdorf (Leihgestern), Gg. Müller (Lollar), Theodor Pfeiffer (Launsbach), Jakob Neeb (Naunheim), Hermann Voß (Lang-Göns), Heinrich Peppler (Kinzenbach), Rektor i. R. Echternachs (Krofdorf) und Jakob Krauskopf (Crumbach).
Anschließend sprach der Landesfachgruppenoor- sitzende über die Durchführung der großzügigen Aufgabe der Standbegehung zur Feststellung der Bestände der gesamten Bienenwirtschaft im Reich, die in den nächsten drei Jahren fertiggestellt sein muß. Die Ortsfachgruppe Gießen, deren Betreuungsgebiet sich über 5 2 Ortschaften und das Stadtgebiet- Gießen erstreckt, wird, zu diesem Zwecke in 18 Begehungsbezirke eingeteilt. Die einzelnen Begeher sind: Lehrer Hofmann (Burkhardsfelden), Wilh. Weiß (Großen-Buseck), Lehrer Bepp- ler (Wieseck), Wilh. Dort (Daubringen), Hch. Schmidt (Ruttershausen), Herm. Bechtold (Launsbach), Rektor i. R. Echternach (Krofdorf), Hch. Ludw. Schmidt (Rodheim a. d. B ), Lehrer Hans Maul (Heuchelheim), .Lehrer Löll (Naunheim), Friedr. Hahn (Dutenhofen), Aug. Volk (Klein- Linden), Karl Will (Leihgestern), Hch. Schäfer III. (Lang-Göns), Hch. Jung (Grüningen), Wilh. Mohr (Watzenborn-Steinberg), Ernst Fr. Schmidt (Lützellinden), G. Bodenbender mit einigen Mitarbeitern für Gießen-Stadt.
Ortsfachgruppenvorsitzender Bodenbender behandelte dann die Arbeiten auf dem Bienenstand in der Frühjahrszeit. Er betonte, daß der Ertrag der einzelnen Völker wesentlich won der Behandlung in der Frühjahrszeit abhängig sei, da dies die Zeit des Ausbaues der einzelnen Kolonien wäre, von dem die Honigtracht im Sommer abhänge. Der Imker könne dabei mithelfen, wenn er seine Völker im Frühjahr warm einpacke; er müsse den Wabenbau erneuern, und er müsse für eine Tränke sorgen. Außerdem gelte es, für die Bienenweide zu sorgen.
Aus der engeren Heimat.
Bürgermeister-Tagung in Schotten.
i Schotten, 15. März. Im Rathaussaal fand eine Tagung des Kreisverbandes Schotten (Deutscher Gemeindetag) statt, die von allen Gemeinden des Kreises beschickt' war.
Der Obmann des Kreisverbandes, Bürgermeister Menge! (Schotten), begrüßte besonders die Gäste und den neu ernannten Bürgermeister und Bezirksbauernführer Straub (Rainrod). In ehrender Weife wurde des kürzlich verstorbenen Bürgermeisters Kaiser (Feldkrücken) gedacht.
Bannführer Kunz sprach sodann über die Frage der HF.-Heimbeschaffung und bat dringend um Unterstützung und Mithilfe der Gemeinden bei dieser Aktion.
Es folgte dann die Bekanntgabe einer Reihe von Verfügungen. Besonders wurde über den zunehmenden Wildschaden von Schwarzwild geklagt, gegen dessen Ueberhandnahme eingeschritten werden muß. Gesprochen wurde ferner über die Aufstellung der neuen Gemeindevoranschläge für 1938.
Major Buhler vom Wehrmeldeamt Büdingen sprach alsdann über Fragen der Wehrerfasfung und der Wehrüberwachung.
Der Kreisgruppenführer des Luftschutzes für den Kreis Schotten Reg.-Rat Schwan sprach über die Notwendigkeit und Wichtigkeit des Luftschutzes. Seine Ausführungen wurden ergänzt von dem Schulungsleiter in Luftschutzfragen Assessor Dr. Flohr (Schotten). 67 Lehrgänge wurden im Kreis Schotten im letzten Jahr abgehalten; nun schließen sich in den einzelnen Gemeinden praktische Aus- hildungskurse an.
Baurat Kessel (Hochbauamt Büdingen) hielt dann einen lehrreichen Vortrag über die Dorfver-
fchönerungsaktion. Ier Redner gab eine Reihe wertvoller Anregungen.
Betriebsgemeinschast
baut sich selbst em Schwimmbad
LPD. Nidda, 15. März. Von der Gefolgschaft der Papierfabrik Staffel in dem Nachbarort Ober-Schmitten wurde jetzt mit den Ausschachtungsarbeiten für ein Betriebs- Schwimmbad begonnen. Die männlichen Mitglieder der Betriebsgefolgschaft haben sich erboten, je 12 Stunden kostenlos bei der Schaffung dieses Schwimmbades mitzuhelfen. Alle übrigen Gestehungskosten werden tfon der Firma übernommen. Das Schwimmbad soll schon für. die bevorstehende Badesaison zur Verfügung stehen.
Landkreis Gießen.
5 Steinbach, 16. März. Am 17. März kann Frau Maria Gerhard, geb. Gerhard, Witwe des Heinrich Gerhard I., ihren 81. Geburtstag in befriedigender Gesundheit feiern. Sie lebt im Hause ihres Sohnes Paulus Gerhard, Metzgermeister und Gastwirt im „Ritter". Ihr Mann ist schon vor 38 Jahren gestorben.
Neuer Bürgermeister von Gladenbach.
Lpd. Gladenbach, 15. März. Nachdem die Amtszeit des bisherigen Bürgermeisters Müller abgelaufen war, berief der Regierungspräsident auf Vorschlag des Kreisleiters den SA.-Öbersturmführer Otto Jäger (Biedenkopf) zum Bürgermeister von Gladenbach. Der neue Bürgermeister, dessen Amtseinführung bereits erfolgte, ist einer der ältesten Parteigenossen und SA.-Männer des Kreises Biedenkopf.
IS Lahre Creditverein Heuchelheim.
△ Heuchelheim, 15. März. Die 140. ordentliche Generalversammlung des Creditvereins Heuchelheim war zugleich das festliche Begehen des 75 jährigen Bestehens der Kaffe. Der Vorsitzende des Auftichtsrats konnte die zahlreich erschienenen Genossen und als Gäste Direktor Eidmann (Frankfurt) als Vertreter der Landesbauernkasfe Rhein - Main - Neckar, Geschäftsführer Fendt vom Revisionsverband, Ober- revisor Hartmann (Gießen), Vertreter Fritz von der bäuerlichen Hauptgenossenschaft Frankfurt, Revisor K r ö ck , Ortsgruppenleiter W o b k e r und Bürgermeister Rinn begrüßen.
Aus den geschäftlichen Verhandlungen fei folgendes entnommen: Die ausscheidenden Herren August Engelhardt, Ludwig Krack IV. und Rudolf Gilbert wurden auf Vorschlag wieder als Mitglieder des Aufsichtsrats bestimmt. Nach dem Geschäftsbericht 1937, erstattet vom Rechner Volk- mann, zählt die Kasse 448 Mitglieder mit $78 Geschäftsanteilen. Der Gesamtumsatz für eine Seite des Hauptbuches betrug 8159 728,25 Mark, gegenüber 7 696 669 Mark des Vorjahres. Die Hypotheken- und Darlehenssumme beträgt 926 223,73 Mark. Die Spareinlagen erreichten die Summe von 1 352 628,95 Mark, das sind 112 913,10 Mark mehr als 1936. Der Reingewinn beträgt 12 292,56 Mark^ Davon erhalten die Mitglieder 5,5 v. H. Dividende, 100 Mark erhält der Verein Kinderfreund, 2000 Mark werden der Betriebsrücklage und 2270 Mark dem Reservefonds zugeführt. Wie die Jahresrechnung, wurde auch die Erhöhung der Kreditgrenze gutgeheißen.
Nach Erledigung der Tagesordüung gab Rechner Volkmann einen Rückblick über die Entwicklung des Creditvereins. Die Gründung geschah am 22. Januar 1863. Den Anlaß dazu mögen zwei Männer, Emmerich und Braubach gegeben haben. Letzterer besaß eine Zigarrenfabrik im früheren Windhof. Am Gründungstage unterschrieben sich 63 Ortsbürger. Die Kasse, aus der Not der Zeit entstanden, um der wucherischen Ausbeutung entgegenzuwirken, nahm rasch an Mitgliedern zu. Auch die umliegenden Ortschaften erkannten den Vorteil, und viele Einwohner dieser Orte wurden Mitglieder und sind es noch heute in der jetzigen Generation.
1890 waren es 193, 1910 waren es 306. heute sind es 440 Mitglieder. 1889 schloß sich die Kasse dem Verband der Oberhessischen Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften an. Nach dessen Auflösung im Jahre 1924 trat der Creditverein den hessischen landwirtschaftlichen Genossenschaften in Darmstadt bei, der heute in dem ländlichen Genossenschaftsverband Rhein-Main-Neckar zu Frankfurt zusammengefaßt ist. Die Inflation hinterließ ebenfalls ihre Spuren, die Kasse schloß 1923 mit einer Papiermarkbilanz von 1091 Billionen ab. Die Goldmarktbilanz Januar 1924 wies nur 1291,79 Goldmark aus. Die Spareinlagen am Ende des Jahres betrugen schon 27 251 Mark, der Umsatz 985 998 Mark. Die Spareinlagen nahmen fast jährlich rund 150 000 Mark zu und erreichten im Jahr 1937 die Summe von 1352 628 Mark. Zwecksparkonten mit kleinen und kleinsten Einlagen werden geführt, zu denen die Schulsparkasse, Reisekassen, Weihnachtskassen gehören. So ist die Tätigkeit des Creditvereins umfassend und erfolgreich.
Als Vertreter des Verbandsleiters sprach Geschäftsführer Fendt. Als die älteste Kaffe im Verband ist der Creditverein gut fundiert, und wie die Zahlen beweisen, ständig im Wachsen. Die Unkosten sind beim Creditverein sehr gering und betragen nur 0,73 v. H. der Bilanzsumme, gegenüber 2,05 vH. im Reich. Als Astierkennung überreichte Geschäftsführer Fendt dem Creditverein und dem Rechner Volk mann Ehrenurkunden.
Bürgermeister Rinn, der im Namen der Gemeinde und des Ortsgruppenleiters dem Creditverein die besten Wünsche aussprach, hob hervor, daß die gute Entwicklung der Kasse ein Zeichen des großen Vertrauens ' ist, das die Kasse in der Bevölkerung und darüber hinaus besitzt.
Direktor E i d m a n n überbrachte die Glückwünsche des Verbands. Er betonte, daß der Creditverein tüchtige Kräfte in der Verwaltung hat und daß die starken Reserven weitgehende Sicherheit gewähren.
Direktor R e h b e r g dankte allen für das der Kasse entgegengebrachte Vertrauen, für die anerkennenden Worte und Geschenke, und versicherte, den Creditverein weiterhin in umsichtiger Weise zu führen und auszubauen.
Wirtschaft.
Oie Sparkassen im Februar.
Einlagen überschreiten die 19-Milliarden-Grenze.
Fwd. Auch im Februar 1938 haben die Einlagen der deutschen Sparkassen, Girokassen und Kommunalbanken ihre Aufwärtsentwicklung fortgesetzt. Wie aus den Monatsausweisen für Ende Februar ersichtlich ist, sind die Spareinlagen im Berichtsmonat um 228,8 Millionen Mark gestiegen. Der Hauptteil dieser Erhöhung entfällt auf den Einzahlungsüberschuß, der mit 155,8 Millionen Mark wiederum über dem der Vergleichszeit des Vorjahres lag* und auch das Sparergebnis im Februar des bisher günstigsten Jahres feit der Machtübernahme, also des Februar 1935 (+ 145,0 Millionen Mark), übertraf. Wiederum war es die günstige Entwicklung der Einzahlungen, auf welche das gute Sparergebnis zurückzuführen ist. Die Einzahlungen lagen um 60,0 Millionen Mark über denen im Februar des Vorjahres. Die Rückzahlungen find dagegen etwas gestiegen. Allerdings lagen sie nur um 9,6 Millionen Mark über jenen des Vorjahres, obwohl die Spareinlagen sich zur Zeit um 1,7 Milliarden Mark über ihrem damaligen Stand halten. Außer dem Einzahlungsüberschuß sind 54,7 Millionen Mark Zinsgutschriften, die noch das Jahr 1937 betreffen, und 18,3 Millionen Mark sonstige Veränderungen den Spareinlagen im Berichtsmonat zugewachsen.
Die „sonstigen Gläubiger", also die sonstigen Einlagen der Spar-, Girokassen und Kommunalbanken haben sich im Februar 1938 günstiger, als saison- mäßig zu erwarten war, entwickelt. Mit 1.60,5 Millionen Mark liegt jedoch ihre Steigerung diesmal erheblich über ihrer Zunahme im Dergleichsmonat des Vorjahres.
Faßt man die Spar- und sonstigen Einlagen zusammen, so haben sich die Gesamteinlagen der deutschen Spar- und Girokassen im Februar 1938 um 389,3 Millionen RM. erhöht und damit erstmalig die 19-Milliarden-Grenze überschritten. Die Gesamteinlagen der Spar- und Girokasftn betragen nunmehr fast 19,2 Milliarden Mark.
Gießener Schlachtviehmarkt.
Zum gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtviehverteilungsmarkt) in der Vieh^ersteige- rungshalle Rhein-Main in Gießen wurden 6 Ochsen, 7 Bullen, 14 Kühe, 32 Färsen, 120 Kälber, 196 Schweine, 1 Schaf aufgetrieben.
An Preisen wurden erzielt: Ochsen 30 bis 44 Pf., Bullen 37 bis 41, Kühe 21 bis 42, Färsen 37 bis 43, Kalber 20 bis 60, Schafe 40 Pf. je Pfund Lebendgewicht. Für Schweine wurden je Kilogramm Lebendgewicht folgende Preise bezahlt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,11 RM., Klasse bl (135 bis 149,5 kg) 1,09 RM., Klasse b2 (120 bis 134,5 kg) 1,07 RM., Klasse c (100 bis 119,5 kg) 1,03 RM., Klassen d bis f (unter 100 kg) 0,97 RM., Klasse gl und 1 (fette Specksauen und Altschneider) 1,05 RM., Klasse g2 und h (andere Sauen und Eber) 1,01 RM.
Marktoerlauf: Großvieh und Kälber dem Bedarf entsprechend angeliefert. Schweine zugeteilt. Alles ausverkauft.
Rhein-Mainische Börse.
HliHagsbörfe freundlich.
Frankfurt a. M., 15. März. Infolge des schwachen Ordereingangs hatte die Börse an den Aktienmärkten äußerst kleines Geschäft, zumal auch die Berufskreise sich nur schwach betätigten. Die freundliche Grundstimmung blieb jedoch unter dem Einfluß verschiedener Wirtschafts- meldungen, so u. a. die wettere Erhöhung der Spareinlagen im Februar und der glänzende Verlaus der Leipziger Frühjahrsmesse, bestehen, wie auch weiterhin die letzte polittsche Entwicklung als
Anregung empfunden wurde. Die Kursentwicklung war etwas uneinheitlich und bei der Enge des Geschäfts vielfach vom Zufall beeinflußt. So lagen z. B. Westdeutsche Kaufhof bei nur geringem Angebot 1,65 v. H. schwächer mit 97,13 und IG. Farben waren verhältnismäßig stärker gedrückt mit 159 (160). Andererseits gewannen bei kleinem Be» darf BMW. 2 v. H. auf 152. An den übrigen Marktgebieten hielten sich die Abweichungen meist unter 0,50 v. H. wobei Besserungen überwogen. So u. a. bei Reichsbank, Bemberg, Daimler, Rütgers- werke, Verein. Stahl und Mannesmann sowie Holzmann. Leicht rückläufig lagen Gesfürel mit 148 (148,50) und Moenus Maschinen mit 135 Am Rentenmarkt waren die Umsätze eben» falls sehr klein. Größere Nachfrage sanden Kom- munal-Umschuldung zu 96,10 (96,05), ferner erfolgten in 4 v. H. Rentenbank-Ablösungsscheinen zu unverändert 94,95 einige Abschlüsse, im übrigen nannte man die gestrigen Kurse. Reichsaltbesitz kamen später mit 132,95 (132,75) zur Notiz. Goldpfandbriefe wurden bei unveränderten Kursen immer noch repartiert und teilweise gestrichen, dagegen blieben Liquidationswerte angeboten bei weiteren Rückgängen bis 0,40 v. H. Auch Stadt- anleihen wurden teilweise um 0,25 v. H. herabgesetzt, so u. a. Frankfurter, Mainzer und Hanauer. In Industrie-Obligationen und (Staatspapieren! fanden nur wenig Umsätze statt.
Im Freiverkehr waren die Umsätze unbedeutend, die Kurse lagen überwiegend unverändert., Etwas niedriger Katz & Klumpp mit 108 (109) und füngier mit 89,25 (89,75), dagegen Elsäß. Bad. Wolle 89 (88). — Tagesgeld unverändert 2,75 o. H.
Abendbörse freundlich.
An der Abendbörse entwickelte sich nur wenig Geschäft, da sich irie Aufträge aus der Kundschaft weiterhin in engen Grenzen hielten, während der Berufshandel etwas Zurückhaltung zeigte. Die freundliche Grundtendenz vermochte^fich aber weiterhin zu behaupten, was sich auch' in meist unver-- änberten Kursen ausdrückte., Etwas stärkere Abweichungen bildeten Anpassungen an den Berliner Schluß. So gewannen BMW. 1 v. H. auf 153, Südd. Zucker nach Pause 0,75 v. H. auf 212,75, dagegen ermäßigten sich Gesfürel und Junghans um je 0,75 v. H. auf 147,25 bzw. 122,25. IG. Farben I waren im Zusammenhang mit der festen Sperr- 1 mark etwas angeboten und gaben 0,50 v. H. nach auf 158,75, ebensoviel ermäßigt waren Scheideanstalt mit 251, Daimler mit 142,50, während Adlerwerke Kleyer und Reichsbank-Anteile je 0,25 v. H. verloren auf 120,25 bzw. 198,25. Durchweg gut behauptet lagen die wenigen notierten Montan- werte, so Stahlverein mit 113,50, Mannesmann mit 114, Rheinstahl mit 143 und Brckerus mit 120,50. Auch Maschinenwerte kamen zumeist wie am Mittagsschluß zur Notiz. Renten lagen ge- schäftslos. Kommunal-Umschuldung waren in einigen Beträgen zu .96,10 angeboten. Farben-Bonds notierten 0,13 v. H. höher mit 130,25 und Reichs- bcchn-VA. unverändert 131,65.
Frankfurter Schlachtviehmarkk.
Frankfurt a. M., 15. März. Auftrieb: Kälber 609 (gegen 685 am 8. März), davon 115 dem Schlachthof direkt zugeführt, Hümmel und Schafe 116 (193), Schweine 4332 (4368)v Notiert wurden je 50 Kilogramm Lebendgewicht in Mark: Kälber a) 62 bis 65 (62 bis 65), b) 55 bis 59 (55 bis 59), c) 45 bis 50 (45 bis 50), d) 30 bis 40 (30 bis 40). Hümmel b2) 47 bis 52 (46 bis 52); c) 42 bis 45 (42 bis 45), d) 30 bis 40 (35 bis 40). Schafe a) 40 bis 42 (40 bis 42), b) 35 bis 39 (35 bis 39), c) 24 bis 32 (24 bis 26). Schweine a) 56,50 (56,50), bl) 55,50 (55,50), b2) 54,50 (54,50), c) 52,50 ^52,50), d) 49,50 (49,50). Sauen gl) 53,50 (53,50), g2) — (51,50). Marktverkauf: Kälber und Schweine zugeteilt, Hümmel und Schafe mittelmäßig.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4, v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M.
1
Frankfurt a. M.
Berlin
Frankfurt a. M.
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Schluß- kurs
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Schlußkurs
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4l4oo Deutsche Reichsichatzanwet sungen von 1936, II I. Folge ..
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1934 I.....................
luverus Eisen...............5
ement Heidelberg...........7
einen* Karlstadt....... 6
onti (Summt.............. 12
)atmler Motoren.......... 6’/2
)eliauer (Vas............ 4
deutsche Erdöl..............5
putsche Gold- und Silber .... 9 )eutsche Linoleum..........10
iektrische Lieferungen........6
leltrische Licht und Kraft.....7
. G. Farben-Jndusttie.......7
eiten & Guilleaume.........6
sesfürel....................7
b. Goldschmidt.............6
sritzner Maschinen...........O
arvener................. 3'/2
oejch Eisen...............3/2
Zhilipp Holzmann........... 8
Ise Bergbau...... 6
*y2% Deutsche Reichsbahnschatz von 1936 I................
vberhessen Provinz^Anleihe mit Ausloi.-Rechten.............
<y2% Hess. Landesbk. Darmstadt Goldpfe. R. 12 ..........
5%% Hess. Landes-Hyp.-Banl
<y2% Preuh. Landespfdbr.-Anst.
Goldpfe. R. 19.......
<y2% Preuß. Gold-Komm. R. 20
<y2% Darmstädter Komm.-Lan- desbank R. 6 ............».
Deutsche Komm.-Sammel-Anleihe
Ise Genüsse................6
all Aschersleben............ 4
löllnerwerke ............. 4y2
olöroerf? und Chemische Fabrik 7 ahmeyer .................. 6
lainkrast................... 4
lannesmanu.............4/i
lansfelder Bergbau......... 7
letallgesellschaft.............6
'renstein & Koppel..........O
heinische Braunkohle....... 12 hetuische Elektro....... 6
hetnstablwerke..............6
beinisch-Westfälische Elektro .. 6 lütgerswerke ...............7
Salzdetfurth Kali............6
Schurken & Co...............7
Schultheis Patzenhofer........4
Siemens & Halske...........9
Süddeutsche Zucker.......... 10
bereinigte Stahlwerke......4%
öestdeutsche Kaufhof.........O
ßefteregeln Alkali............4
Zellstoff Waldhof............6
jtflöi Minen......... o,6
<y2% Franks. Hyp. Goldpfe. R. 15 iy2% Franks. Hyp. Gold-Somm. Obl. 2 3......... ........
5>/2% Franks. Hyp. Liquidation
6y2% Rheinische Hyp. Liquidation
steuergutschein-Berrechnungskurs
A.G. für Verkehrswesen .... 6&
Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0
Hamburg-Amerika Paket......0
Norddeutscher Lloyd..........0
Deutsche Reichsbahn Borz.-Akt. 7
RetchSbank................. 12
Berliner Handelsgesellschaft
Commerz, und Privat-Bank ... 6
Deutsche Diskonto............ 6
ZÜ,
14.März
15.März
14.März
15.März
Amtliche Notierung Geld | Briet
Amtliche Notierung Geld | Bries
Amtliche Notierung Geld | Bries
Amtliche Notierung
Geld f Brief
Buenos Arres.............
0,640
0,644
0,641
0,645
Japan....................
0,723
0,725
0,723
0,725
Brüssel...................
41,84
41,92
41,92
42,00
Jugoslawien ..............
5,694
5,706
5,694
5.706
Rio de Janeiro ............
0,144
0.146
0,144
0,146
Oslo .............
62,32
62,44
62,30
62,42
Bolen....................
Kopenhagen...............
47,00
55,36
47,10
55,48
47,00
55,34
47,10
55,46
Wien.....................
Lissabon.................
48,95
11,265
49,05
11,285
48,95
11 ,26
49,05
11,28
63.95
Danzig...................
47,00
47,10
47,00
47,10
Stockholm...............
63,85
63,97
63,83
London ..................
helsingsor»................
12,40
5,485
12,43
5,495
12,395
5,485
12,425
5,495
Schweiz..................
Spanien.............
57,29
57,41
57,22
57,34
Paris....................
Holland ...............
7,722
138,26
7,738
138,54
7,453
138,00
7,467
138,28
Prag.....................
Budapek.................
8,701
8,719
8,721
8,733
gtalteu...................
13,03
13,11
13,09
13,11
Neuyork•••••••••••••••••.
2,483
2,487
2,490
2,431


