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durch die Reihen, als die motorisierten Artille­rie - Formationen Dorbeirücfen: das AR. 74 und die Schwere Artillerie-Abteilung 620. Die Panzer-Abwehr-Abteilung 38, das Pionier-Batl. 38 und die Nachrichtenabteilung 38. Dann rattert mit seinen für die vielseitigste Verwendung bestimmten Fahrzeugen bis zu den schweren Waffen das Re­gimentGeneral Göring" vorüber. Es folgen die Tanks der 2. Panzer-Brigade, die leichten, kleinen, auch im schwierigsten Gelände brauchbaren Raupenfahrzeuge, die schweren großen und stark bestückten Panzerfestungen.

Deutsch-österreichische Soldaten tragen bereits das Hoheitszeichen.

Dann naht im strammen Paradeschritt das erste Musikkorps der Fußtruppen mit dem Spielmanns- korps. Es ist d e u t s ch ö st e r r e i ch i s ch e I n - fanterie, an der Spitze der Brigadekomman­deur Generalmajor Bornemann mit Adjutant. Das JR. 4 mit seinen drei im großen Block von Zwölferreihen zusammengefaßten Bataillonen zeigt den strammen Schritt des Parademarsches der deutschösterreichischen Wehrmacht, wie es der deut­schen Ueberlieferung seit den Zeiten des Prinzen Eugen entspricht. Dem Dröhnen dieser Batillons- blocks folgen die Minenwerfer-Kompanien und die Jnfanterie-Kanonen-Kompanien. Die Soldaten der deutschösterreichischen Wehrmacht tragen bereits am Stahlhelm in leuchtenden frischen Farben die gleichen Waffenbilder, wie es bei den zum Ver­brüderungsmarsch herübergekommenen Truppen schon seit Jahr und Tag der Fall ist: rechts das schräggestreifte Schwarzweißrot, links den hellen Hoheitsadler im schwarzen Feld. Als ein besonderes Zeichen des Stolzes dieses ersten gesamtdeutschen Wehrmachtstages hat jeder den Stahlhelm links mit einem Büschel Eichenlaub ge­schmückt. Damit wird ein schöner alpenländischer Brauch des naturverbundenen Schmuckes in der Stunde der Erhebung fortgesetzt. Nach einer kurzen Pause reitet der Komlnandierende General des VII. Armeekorps, Generalleutnant Ritter von Schobert, heran, der sein Armeekorps dem Füh­rer meldet und ihm zur Linken Aufstellung nimmt. Vor den Batillonsblocks der 27. Division reiten die Kommandeure mit ihren Stäben. Jeder muß die musterhafte Ordnung und den gleichmäßig-stram­men Paradeschritt dieser Männer anerkennen, die in den letzten Tagen außerordentliche Marschleistun­gen hinter sich haben. Lange dauert es, bis die Re­gimenter 40, 63 und 91 vorbei sind.

Kavallerie-parave unter denKlängen desPrinzen Eugen"

Der Infanterie folgt ein Bild von besonderer Schönheit: nur wenig über 100 Meter von dem berühmten Reiterstandbild des Prinzen Eugen entfernt, erklingt der Marsch von Prinz Eugen dem edlen Ritter, der von jeher mit besonderem Stolz von der deutschen Reiterei zu einem der ihren ge­zählt worden ist. Man hat für die feldgraue Uni­form des deutschösterreichischen Dra­goner-Regimen ts 1 den altbekannten Schmuck der österreichischen Reiterei mit einem engen Rock und einer darübergeworfenen, nur über äer linken Schulter hängenden und innen hell ge­fütterten Jacke übernommen. Es wirkt wie ein Bild der Vergangenheit und ist doch durchaus lebendige Gegenwart. Bespannte Artillerie der deutsch- österreichischen Truppen schließt sich an, ein Regi- mentsstab und eine bespannte Abteilung, wie bei der Reiterei die Pferde sauber geputzt und ge­striegelt, mit blinkendem Zaumzeug und'leuchtenden Zugsträngen und Zügeln. Den Abschluß bildet das AR. 2 7. An drei leichte Abteilungen schließt sich eine schwere an, die mit ihren von getrennten Be­spannungen gezogenen Lafetten und Rohren be­sonderen Eindruck macht.

Oie Leibstandarte des Führers.

Nach einer Pause, während welcher der Reichs­führer *1*1 und Chef der deutschen Polizei Heinrich Himmler neben den Führer tritt, marschiert in Paradeuniform eine Abteilung der Polizei vor­über. Mit lautem Jubel begrüßt, löst das Musik­korps der L e i b st a n d a r t eAdolf Hitler" die Spielleute der Polizei ab. Obergruppenführer Sepp Dietrich marschiert seinen Männern vor­an. Und nun folgt in geschlossenen Blocks Kom­panie auf Kompanie, Bataillon auf Bataillon, die Männer der Leibstandarte mit aufgepflanztem Seitengewehr. Eine stolze und eindrucksvolle Pa­rade ist zu Ende. Die Bevölkerung, die bisher den weiten Platz vor dem Heldendenkmal gegenüber der Tribüne des Führers freigelassen hatte, drängt nun durch die Absperrketten der Polizei. Mit empor­gereckten Armen grüßt die jubelnde Menge den Führer. Immer wieder grüßt er vor der Abfahrt aus dem Wagen und mit stolzem Blick über die unendlichen Massen nimmt er Abschied.

Oie Reichshauptstadt stiftet für Wien das erste Hitler-Zugendheim.

B e r l i n , 16. März. (DNB.) Die Stadtverwaltung Wien hat dem Oberbürgermeister und Stadtpräsi­denten der Stadt Berlin, Dr. Lippert, ein Gruß- telegramm zugehen lassen. In ihrer Antwort hat die Stadtverwaltung Berlin mitgeteilt, daß sie zum Zeichen der äußeren Verbundenheit der Reichshaupt­stadt mit dem nationalsozialistischen Wien die Er­richtung des ersten Hitler-Jugend- Heimes in Wien übernehmen werde.

1,5 Millionen Reichsmark aus dem Oankopfer der Nation für Oesterreich.

Wien, 15. März. (DNB.) Die O b e r st e S A.- Führung stellt aus den Mitteln des Dankopfers der Nation den Betrag von 1,5 Millionen RM. zur Errichtung von Arbeitersiedlungen und Einzelhäusern für verdiente alte Kämp­fer der Bewegung in Oesterreich zur Verfügung. Mit dem Bau der Siedlung wird sofort begonnen. Der Reichskassenverwalter der SA., Gruppenführer M a - p e s, ist mit der sofortigen Durchführung aller hier­für erforderlichen Maßnahmen beauftragt.

Japan beglückwünscht den Führer.

Berlin, 15. März. (DNB.) Der japanische Mi­nisterpräsident Fürst Konoye hat an den Füh­rer und Reichskanzler folgendes Telegramm ge­richtet:Anläßlich der feit Jahren von Ihnen er­strebten Wiedervereinigung Oesterreichs mit dem Deutschen Reich beehre ich mich Eurer Exzellenz meine aufrichtigen Glückwünsche auszu­sprechen und verbinde damit meine herzlichsten Glückwünsche für Ihr Wohlergehen sowie für das Gedeihen des deutschen Volkes"

Der Führer und Reichskanzler hat ge­antwortet:Eurer Exzellenz danke ich herzlich für

die mir anläßlich der Wiedervereinigung Oester­reichs mit dem Deutschen Reiche ausgesprochenen Glückwünsche Ich benutze diese Gelegenheit, um Ihnen meine aufrichtigen Wünsche für das Gedeihen und die Größe Japans zu erneuern.

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Wie die Nachrichtenagentur Domei meldet, ist das japanische Außenministerium durch den Geschäfts­träger der deutschen Botschaft, Dr. N o e b e l, davon

unterrichtet worden, daß Oesterreich seinen Anschluß an das Deutsche Reich vollzogen habe. In der gleichen Meldung heißt es, daß die japanische Regie­gierung bei nächster Gelegenheit ihren Ge­sandten aus Wien abberufen werde, um hierdurch ihre Anerkennung der Vereinigung Oesterreichs mit dem Deutschen Reich zum Ausdruck zu bringen. An Stelle der Gesandtschaft werde Ja­pan in Wien ein Generalkonsulat errichten.

Oer deutsche Goldaienstefel.

Von unserer berliner (Schriftleitung

Zuerst waren sie platt, die HerrenWahrheits- sanatiker" der Presse der westlichen Demokratien. Ihnen blieb, um einen geläufigen Ausdruck zu ge­brauchen, die Spucke weg. Denn mit dieser Wen­dung der Dinge in Oesterreich hatten sie nicht ge­rechnet, konnten sie allerdings auch nicht rechnen, da sie sich in ihre eigenen Verdrehungen schon der­art hineingelebt haben, daß sie für Realitäten, wie etwa das allen ruhigen Beobachtern längst bekannte Hinschwenken fast der gesamten österreichischen Be­völkerung zum Nationalsozialismus, längst keinen Sinn mehr besitzen. Peinlich für sie, plötzlich Tat­sachen gegenüberzustehen, die nicht mit ihrensach­verständigen" Beurteilungen der österreichischen Frage, nicht mit ihren Prophezeiungen und ihrem sonstigen Geschwätz übereinstimmen. Noch peinlicher für sie, daß ihre eigenen Berichter st atter in Wien, Linz, Innsbruck und Graz spaltenlang über den Jubel der Oesterreicher, über die herzliche Begrüßung der deutschen Truppen und die orkan­artigen Huldigungen des Führers berichten. Dazu gar nicht tendenziös, gar nicht einseitig, sondern wahr und echt, vielfach sogar selbst ergriffen von der Begeisterung, die alle Deutschen gepackt hat.

Das konnten unsere demokratisch-pazifistisch-mar­xistischen Allesbesserwisser natürlich auf die Dauer nicht hinnehmen. Wie konnte sich der Führer auch unterstehen, nun gerade das zu machen, was sie immer wieder als unmöglich und undurchführbar hingestellt hatten. Welch' ein Katzenjammer bei die­senpolitischen" Kavalieren, die zu allem Ueberfluß nun auch noch beim Aufdrehen ihrer Rundfunkge­räte mit eigenen Ohren den grenzenlosen Jubel der Bevölkerung, die Marschmusik der Trup­pen und auch noch den festen Tritt der dahinmar­schierenden Regimenter vernehmen mußten. Rechts und links, rechts und links und immer wieder der Gleichklang der marschierenden Abteilungen, das Klirren der benagelten Soldatenstiefel.

Ha Soldaten st iefel! Da hatten sie es! Der deutsche Soldatenstiefel ist für sie, die ihre Felle davonschwimmen sehen, der Rettungsanker. Er muß herhalten, er ist es, der den Oesterreichern ins Genick gesetzt wird, er ist es, unter dem sich die Oesterreicher winden und ächzen, unter seinen Nägel^ wird die österreichische Unabhängig­keit zermalmt. So zu lesen in einer ganzen Reihe ausländischer Zeitungen. Furchtbarer Grimm hat von den Schmierfinken dort draußen Besitz er­griffen, weil sie sich mit ihren falschen Prophezei­ungen so hineingelegt haben. Aber haben sie nicht immer das nationalsozialistische Deutschland als ein Land der Barbaren, der Mörder und Verbrecher hingestellt? Welch ein Glück für sie. So können sie wenigstens diesen Faden.aufgreifen und nun ein­mal in Greueln machen, können von unheimlichen Gefahren für das übrige Europa phantasieren und den ihnen wie ein Geschenk des Himmels vor­kommenden deutschen Soldatenstiefel auf das öster­reichische Land setzen.

, Wie furchtbar muß indessen ihr Grimm fein, daß sie gar nicht merken, was ihnen bei ihrem Urnsich- schlagen passiert. Sie sehen nicht, wie auf der einen Seite ihrer Zeitungen die ausführlichsten Berichte über die stolze Freude aller Deutschen, über den Jubel der Defterreicber, daß sie nun end­lich den Weg ins Reich gefunden haben, erscheinen, während sie, die sich in ihrem Haß gegen alles Deutsche verzehrenden Giftmischer, leitartikelmäßig das gerade Gegenteil behaupten. Man gewinnt fast den Eindruck, als ob sie auf ihre Be­richterstatter einschlagen, während es in Wirklichkeit so ist, daß die den deutschen Soldatenstiefel schwen­kenden Pressepiraten von ihren an Ort und Stelle sitzenden Berichterstattern eine Ohrfeige beziehen.

Daily Telegraph" berichtete aus Wien über Szenen unbeschreiblicher Begeisterung. Alte Männer und Frauen hätten Freudentränen ver­gossen. Dasselbe Blatt aber sagt in seinem Leit­artikel, Oesterreich sei brutal einverleibt worden. DieTime s" sagt in ihrem Wiener Bericht, Blumen seien auf den Weg der ratternden Trak­toren und Panzerwagen gestreut worden. Trotzdem fordert das Blatt umfassende Vorsichtsmaßnahmen gegen die Aussichten eines Krieges.News Chronicle" erhält eine Schilderung, wonach der Führer nur von einem Polizeiwagen und einigen Motorradfahrern begleitet war, also so gut wie unbewacht war. Er fühle sich offenbar völlig sicher. Jrn politischen Teil schreibt dann die Londoner Redaktion des gleichen Blattes, einBund plün­dernder Diktatoren" habe sich auf getan und Eng­land müsse sich schützen. Nicht weniger beein­druckt war der Berichterstatter desPetit P a r i- si e n", der von ehrlichen Begeisterungskundgebun­gen berichtete, die schwer zu schildern feien. Der Leitartikel aber behauptet, dieAnnektierung" Oesterreichs sei in rücksichtsloser Weise durchgeführt worden. EineRegierung der Kreaturen und der Soldatenstiefel" habe das Land einem Gewaltakt ausgeliefert. Aehnliche alberne Widersprüche finden ich noch in weiteren Zeitungen des Auslandes.

Hier liegt kein Versehen vor, es spiegelt sich das System der sogenanntenPressefreiheit" wider, die um jeden Preis ihre Sensation betreiben will, gleichzeitig aber den Aufträgen gewisser deutschfeindlicher Stellen entsprechen muß. Man muß sich nur fragen, roaS.be r Leser im Aus­land dazu sagt. Er merkt natürlich die Wider- prüche seiner Zeitungen, vielleicht wird er be­reifen, daß dieses System ebenso verderblich wie ür den Weltfrieden gefährlich ist. Denn wieder be­ginnen sich die Elemente zu rühren, die systematisch Gift verspritzen, um eine deutschfeindliche Stim­mung zu erzeugen. Sie treten also zurGegen­offensive" an, wobei ihnen indessen die Erkenntnis eylt, die man von ihnen auch nicht verlangen kann, daß sie weder in der Vergangenheit noch für die Zukunft politische Entwicklungen verhindern konnten, die auf die Stärkung der deutschen Nation und die Steigerung seiner Macht und seines An- ehens hinauslaufen. D.S.

Oie österreichische presse.

Die Wiener Presse war in den letzten Jahren rem technisch und äußerlich gesehen ein Schatten ihrer einstigen Art. Vor allem fielen eigene ^uslandsberichterstatter fast durchaus weg, und es wurde zu der Notmaßnahme gegriffen, daß ein Wiener Blatt etwa mit einem Budapester Blatt oder auch einem tschechischen Blatt zusammen einen Berichterstatter hielt, um so die Kosten zu er- niedrigen. DieNeue Freie Presse" hat einfach den Nachrichtendienst derTimes" übernommen. Das c eistlge Niveau war stark gesunken. Die Wiener Presse war vor dem Kriege ausgesprochen ver­übet. Dieser Zustand hat sich auch in der Zwi- nicht verändert, auch ließ die rein tech­nische Leistung außerordentlich nach, weil durch die Verkleinerung Oesterreichs bas Absatzgebiet sehr be-

Oesterreichs Soldaten auf den Führer vereidigt.

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In ganz Oesterreich fanden bald nach dem Aufgehen Oesterreichs im Reich Vereidigungen der österreichischen Wehrmacht auf den Führer des deutschen Volkes und Obersten Befehlshaber Adolf Hitler statt. Unser Bildberichterstatter wohnte der Vereidigung in Innsbruck bei. Man sieht die Soldaten beim Schwur auf Adolf Hitler und im Hintergründe die Berge mit ihrem ewigen Schnee. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Salzburger Truppen in der Kaiiplffadt der Zewegung.

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Am Montag trafen wie schon gemeldet Truppen eines Infanterie-Regiments aus Salz­burg in München ein, wo sie von der Bevölkerung mit großer Begeisterung empfangen wurden. Unser Bild zeigt eine Abteilung der Salzburger Soldaten, mit Blumensträußen geschmückt, am Mahnmal der Bewegung. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Die Grenzbäurne fallen.

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Nach der Wiedervereinigung Oesterreichs mit dem Reich beseitigten begeisterrte Grenzbeamte die Schlagbäume, die solange die Deutschen diesseits und jenseits voneinander trennten. Die Zollgrenzen als solche bleiben jedoch vorläufig noch bestehen, bis endgültige Bestimmungen hierüber erlassen sind. (Associated-Preß-M.)