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daß hier einstmals eine Siedlung gestanden habe, worüber die Dorfgeschichte von Rödgen zu erzählen weiß. Beim Weitermarsch überschritten wir die Straße nach Grünberg, kamen durch ein Waldstück wieder ins Freie und sahen vor uns zunächst nur die Kirchturmspitze und bald darauf Las hinter einer Höhe versteckte Dorf Annerod. Dort wurde die Kaffeepause gehalten. Bei fröhlichem Gesang und heiterer Musik verbrachten wir noch einige Zeit in echt kameradschaftlicher Weise, um dann den Heim­weg anzutreten.

Mögen auch diese Zeilen dazu beitragen, werbend für die schöne Wandersache zu sein.

<* Eine Achtzigjährige. Am heutigen Mittwoch, 16. Februar, begeht Frau Wwe. Elisa­beth Rau, Hillebrandstraße 8, in aller Frische ihren 80. Geburtstag. De« Jubilarin, einer treuen Be­zieherin des Gießener Anzeigers, unseren herzlichen Glückwunsch.

** G o l d e n e H o ch z e i t. Am kommenden Frei­tag, 18. Februar, begehen der Aufseher Heinrich Janz und Frau Johanna, geb. Bechtoldt, Schiffen- berger Weg 28 wohnhaft, in körperlicher und gei­stiger Frische das Fest der Goldenen Hochzeit. Der Jubilar arbeitet noch unermüdlich bei der Firma Gail. Das Jubelpaar wohnt bereits seit 45 Jahren in dem Hause Schiffenberger Weg 28 und zählt ebenso lange zu den treuen Beziehern des Gießener

Anzeigers. Zur Goldenen Hochzeit unseren herz­lichen Glückwunsch!

** Straßensperrung. Wegen Ausführung von Autobahnarbeiten ist die Landstraße Garben­teich L i ch bis zum 25. Februar für jeden Ver­kehr gesperrt. Die Umleitung erfolgt über Stein­bachLich.

NSG. Anmeldepflicht für alle Heu - und S tr o h v e rl a d e r. Da sich ein großer Teil der Heu- und Strohoerlader im Gebiet der Landes­bauernschaft Hessen-Nassau trotz wiederholter Auf­forderung noch nicht zur Landesfachschaft der Ge­treide-, Futter- und Düngemittelverteiler beim Reichsnährstand, Frankfurt a. M., Bockenheimer Landstraße 55, angemeldet hat, ergeht hiermit eine letzte Aufforderung bei dieser Fachschaft bis zum 20. Februar 1938.

Barackenbrand im Griesheimer Lager.

LPD. Darmstadt, 15. Febr. Aus bisher un­aufgeklärter Ursache entstand heute abend in einer 70 Meter langen Halle, die mit Militär belegt ist, ein Feuer. Den Bemühungen der Städtischen Berufsfeuerwehr Darmstadt, die von zwei Seiten den Brand bekämpfte, gelang es nach einstündiger schwerer Akbeit, das Feuer auf seinen Herd zu beschränken, so daß nur ein Drittel des Gebäudes ein Opfer der Flammen wurde. Menschenleben sind glücklicherweise nicht zu Scha­den gekommen.

Die Neugestaltung des Roten Kreuzes.

Dienstbesprechung der Kreisführer.

NSG. Aus Anlaß der reichseinheitlichen Neuge­staltung des Deutschen Roten Kreuzes hatte der DRK.-Landesführer, ff-Brigadeführer, Staatssekre­tär O r t l e p p (Weimar), die Kreisführer und die Leiter der Führunasabteilungen, soweit sie aus der Provinz Hessen-Nassau, dem Lande Hessen, den Pro­vinzen Hannover und Westfalen zum Landesstellen­bereich IX gehören, zu einer Dienstbesprechung nach Kassel befohlen.

Der Landesführer gab den DRK.-Führern die neuen gesetzlichen und organisatorischen Grundlagen für den Neubau des Deutschen Roten Kreuzes und die Richtlinien für die Arbeit in fachlicher und poli­tischer Hinsicht bekannt. Durch das Gesetz über das Deutsche Rote Kreuz vom 9. Dezember 1937 ist aus den fast 9000 Vereinen eine rechtsfähige Einheit ge­worden. Wenn die Vereine rechtlich zwar aufgelöst sind, so sind sie doch organisatorisch zu einer großen Arbeitsgemeinschaft zusammengeschweißt. Das DRK.

rung liegt in den Händen der vorgesetzten Dienst­stellen. Oberste Befehlsstelle für das ganze Reich ist das DNK.-Präsidium in Berlin, an dessen Spitze der Präsident und der Geschäftsführende Präsident stehen. Im Bereiche eines jeden Wehrkreises befin­det sich eine DRK.-Landesstelle, die von einem Lan­desführer geleitet wird. Der Bereich der Landes­stelle deckt sich mit dem des Wehrkreises. Die Kreis­stelle ist die letzte, organisatorisch äußerst wichtige Befehlsstelle, die die gesamte Rotkreuzarbeit in ihrem Bereich leitet. Als Kreisführer sind in der Regel die Landräte für die Landkreise und die Ober­bürgermeister für die Stadtkreise eingesetzt. Die Kreis- und Ortsgemeinschaften umfassen alle för­dernden Mitglieder aus den bisherigen Frauen- und Männervereinen. Von der Arbeit dieser Gemein­schaften hängt in hohem Maße die Leistungsfähig­keit und Schlagkraft des ganzen DRK. ab. Durch diese straffe und klare Gliederung, sowie einheitliche Führung können die großen wehrpolitischen Auf­gaben, die dem DRK. gestellt sind, gelöst werden.

gliedert sich in Bereitschaften, Schwesternschaften, ,owie in Kreis- und Ortsgemeinschaften. Die Füh-

Wirtschaft.

Gießener Gchlachtviehmarkt.

Zum gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtoiehverteilungsmarkt) in der Vieh-Ver- fteigerungshalle Rhein-Main in Gießen wurden 4 Ochsen, 7 Bullen, 11 Kühe, 39 Färsen, 128 Käl­ber, 200 Schweine aufgelrieben.

An Preisen wurden erzielt: Ochsen 41 bis 43 Pf., Bullen 40 bis 43, Kühe 20 bis 41, Färsen 27 bi^ 43, Kälber 37 bis 58 Pf. je Pfund Lebendgewicht. Für Schweins wurde je kg Lebendgewicht folgende Preise bezahlt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,11 RM., Klasse bl (135 bis 149,5 kg) 1,09 RM., Klasse b2 (120 bis 134,5 kg) 1,07 RM., Klasse c (100 bis 119,5 kg) 1,03 RM., Klasse df (unter 100 kg),97 RM., Klasse gl und 1 (fette Speck­sauen und Altschneider) 1,05 RM., Klasse c2 und h (andere Sauen und Eber) 1,01 RM. Marktver­lauf: Ausverkauft, Schweine zugeteilt.

Die Sparkassen im Januar.

16-7Nilliarden-Grenze überschritten.

Fwd. Wie aus jahreszeitlichen Gründen zu er­warten war, sind die Spareinlagen bei den Spar­kassen im Januar ganz erheblich gestiegen. Wie aus den nunmehr vorliegenden Monatsausweisen der Sparkassen, Girokassen und Kommunalbanken für Ende Januar 1938, abzulesen ist, betrug der Ein­zahlungsüberschuß auf den Spareinlagen der Spar­kassen im Berichtsmonat 211,1 Mill. Mark. Wie schon im ganzen Jahre 1937 (außer dem Januar 1937) hat damit der Einzahlungsüberschuß das Sparerergebnis des Vorjahres erheblich übertroffen. Mit 721,7 Mill. Mark erreichten die Einzahlungen im Januar eine Höhe, an die bisher die Einzah­lungen keines Monats der letzten 6 Jahre herange­kommen sind. Allerdings liegen auch die Rückzah­lungen diesmal über den ausgezahlten Beträgen im Dergleichsmonat des Vorjahres; dabei ist aber zu berücksichtigen, daß die Spareinla^enbestände zur Zeit um etwa 1,5 Milliarden Mark größer sind als im Vorjahre, so daß die geringe Erhöhung der Rück­zahlungen nur als eine Folge der normalen Ent­wicklung anzusehen ist. Einschließlich der sonstigen Veränderungen (18,9 Mill. Mark) haben sich die Spareinlagen der Sparkassen im Januar 1938 um 450,5 Mill. Mark erhöht. Die 16-Milliarden-Grenze ist damit bereits beträchtlich überschritten. Der Be­stand der Spareinlagen beträgt im Januar jetzt 16,191 Milliarden Mark gegenüber 15,74 im Dezem­ber 1937 und 14,58 im Januar 1937, der Bestand der sonstigen Gläubiger 2,61 (2,54 bzw. 2,39) Mil­liarden Mark, so daß sich der Bestand der Gesamt­einlagen im Januar 1938 auf 18,798 (18,283 bzw. 16,965) Milliarden Mark stellt.

Rbein-Mainische Börse.

Miltagsbörse uneinheitlich.

Frankfurt a. M., 15. Febr. Da der erste Auftragsmangel anhielt, hatte die Börse am A k - ti en markt wiederum nur sehr kleine Umsätze. Die Berufskreise verblieben in ihrer abwartenden Haltung, ebenso zeigten die Privatbanken kaum Initiative. Die Kursfeststellung gestaltete sich wieder sehr langsam und war vielfach vom Zufall abhän­gig. Die Entwicklung war erneut uneinheitlich, die Veränderungen hielten sich zumeist unter 1 v. H. Montanaktien bröckelten überwiegend weiter ab. Hoesch und Mannesmann um je 0,40 v. H. auf 113,13, Verein. Stahl auf 112 bis 111,75 (112,25), dagegen lagen Rheinstahl 0,40 v. H. höher mit 142,13. GJ.-Farben tarnen bei denkbar kleinstem Umsatz mit unv. 158,75 zur Notiz, Scheideanstalt zogen 0,50 v. H. an auf 255. Im einzelnen notierten Moenus Maschinen mit 136,50 (136), Daimler Mo­toren mit 141,50 (142), RWE. mit 126,50 (127), Zellstoff Waldhof mit 146,13 (147), Cement Heidel­berg mit 164,25 (164,50), Rheinmetall mit 139,75 (141) und Westdeutsche Kaufhof mit 60,40 (59,75). Nach den ersten Notierungen machten sich Ansätze

zu einer leichten Belebung und Erholung bemerk­bar.

Der Rentenmarkt blieb auf der ganzen Linie fest, doch tarn es infolge der starken Mate- rialknappheit zu nur lehr kleinen Abschlüssen. Fest ; waren Wiederaufbauzuschläge mit 84,13 (83,65), im j übrigen blieben die Kurse meist unverändert, so I Kommunal-Umschuldung mit 95,40, 4proz. Renten- 1 bank-Ablösung mit 94,25, Städte-Altbesitz mit 135,50. Von den amtlich notierten Werten gewan­nen Reichsbahn-VA. 0,25 v. H. auf 130. Reichsalt­besitz unv. 131,13. Goldpfandbriefe wurden teil­weise gestrichen, in den meisten Fällen aber stark rationiert. Liquidationspfandbriefe lagen uneinheit­lich bei Abweichungen bis zu 0,25 v. H., wogegen Kommunal-Obligationen und Stadtanleihen unver­ändert blieben. Industrie-Obligationen zeigten die üblichen Schwankungen. Kommunal - Umschuldung zogen später auf 95,45 nach 95,40 an.

In der zweiten Börsenstunde blieben die Um­sätze unverändert klein, auch die Kursveränderun- gen hielten sich in engsten Grenzen. IG.-Farben 0,25 v. H. höher mit 159, ebenso Verein. Stahl 112

wer selbst einmal ala Sammler und freiwilliger steifer im Vienst des wstw. gestanden ulülnÄ hat, der weist, wieoiel sreude jede

O wstw.-Spende bereitet i

nach 111,75. Die später zur Notiz gekommenen Pa­piere zeigten überwiegend eine gut behauptete Hal­tung, nur ganz vereinzelt ergaben sich leichte Rück­gänge von etwa 0,25 bis 0,50 v. H. Von Groß­bankaktien befestigten sich Deutsche Bank auf 127,25 (127). '

Der Freiverkehr war ohne besonderes Ge­schäft und wenig verändert. Etwas niedriger Katz & Klumpp mit 107,50 (108) und Ufa Film mit 68,90 (69,13). Tagesgeld etwas gefragt und auf 3 (2,75) v. H. erhöht.

Abendbörfe freundlich.

Die Abendbörfe war freundlich gestimmt, nach­dem bereits im Mittagsschlußverkehr auf Rückkäufe des Handels eine bessere Haltung zum Durchbruch gekommen war. Die Nachfrage hat sich etwas ver­stärkt, zu größeren Umsätzen kam es freilich noch nicht, zumal passendes Angebot fehlte. Auch waren die meisten Notierungen nominell, aber größten­teils 0,25 bis 0,50 v. H. fester. Von Montanwerten notierten Buderus mit 122,50 (122), Rheinstahl mit 143 (142,13), Mannesmann 113,50 (113,25), Hoesch 113,50 (113,13), Verein. Stahl 112,40 (112,2-5), Deutsche Erdöl 141,75 (141,50). IG. Farben bei einigen Umsätzen 160 (159,75). Ferner zogen Holz­mann auf 161 (160,40), Bekula auf 170 (169,50), MAN. auf 128,50 (128), Rheinmetall auf 140 (139,75) an, während Bemberg im Einklang mit Berlin auf 138 (138,75) zurückfielen. Am Renten­markt hatten verschiedene Stadtanleihen stärkere Nachfrage bei leicht erhöhten Kursen; Heidelberg 99,20, Baden-Baden 99,40, 1926er Pforzheim 99,25, 1927er do. 99,13, Mainzer von 1928 99,40. Farben- Bonds gewannen 0,25 v. H. auf 130,50, Reichsalt­besitz unverändert 131 25, ebenso Kommunal-Um- schuldung mit 95,45.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 15. Febr. Auftrieb: Kälber 680 (gegen 836 am 8. Febr.), Hümmel und Schafe 165 (262), Schweine 3585 (3985). Notiert wurden je 50 Kilogramm Lebendgewicht in Mark: Kälber

a) 62 bis 65 (62 bis 65), b) 55 bis 59 (55 bis 59),

c) 48 bis 50 (48 bis 50), d) 35 bis 40 (36 bis 40).

Hümmel b2) 50 (46 bis 52), c) 43 bis 45 (43 bis

45), d) 41 bis 42 (32 bis 40). Schafe a) 39 bis 40 (39 bis 42), b) (34 bis 36), c) 20 bis 32 (20 bis 32). Schweine a) 56,50 (56,50), bl) 55,50 (55,50), b2) 54,50 (54,50), c) 52,50 (52,50), d) 49,50 (49,50). Sauen gl) 53,50 (53,50), g2) 51,50 (51,50). Markt­oerlauf: Külder flott, Hümmel und Schafe mittel- müßig, Schweine zugeteilt.

9Jt.SpoTt

NG.-Wmierkampfspiele 1938 in Oberhof.

Seit Tagen schon ist der Organisationsstab £er NS.-Winterkampfspiele in Oberhof eifrig am Werk, um die Vorarbeiten für diese große Veranstaltung bewältigen zu können. Alle Gliederungen haben in diesem Jahr in ihren Gruppen-Bereichen Aus­scheidungskämpfe durchgeführt und erscheinen wohl­gerüstet mit ihren besten Mannschaften.

In zwei Abteilungen gestartet wird die 5X8- Kilometer-Meldestaffel, an der 35 Mannschaften teilnehmen. Der Sprunglauf am Sonntag wird funb 50 Mann am Start sehen. Bereits am Sams­tag finden unter den 78 gemeldeten Springern auf der Wadeberg-Schanze Ausscheidungen statt.

Das Kernstück der NS.-Winterkampfspiele sind die Patrouillenläufe über 18 und 12 Kilometer, die mit 77 Mannschaften besetzt sind. In Klasse A (18 Kilometer) kämpfen die besten Patrouillen um den Wanderpreis des Führers. Hierfür sind von den Hoch- und Mittelgebirgsgruppen 17 Mannschaften gemeldet. Die SA. nimmt den Kampf mit sieben Patrouillen auf, die ff hat die Teilnahme von fünf Mannschaften zugesagt, und mit der gleichen Anzahl von Mannschaften wird auch das NSKK. vertreten fein. Den Wanderpreis des Führers verteidigt der ff-Oberabschnitt Süd, der ihn im Vorjahre in Rottach-Egern gewann.

Heiß umstritten sein wird auch der Patrouillen­lauf der Klasse B (12 Kilometer). Hier stellt die SA. nicht weniger als 29 Mannschaften. Die ff meldete 16 Mannschaften. Das NSKK. entsendet 3 und das NSFK. 5 Mannschaften. Insgesamt neh­men hier also 55 Mannschaften den Kampf auf. Zum erstenmal ist auch ein Patrouillenlauf der Klasse C (Flachlandtruppen) in das Programm aufgenommen worden.

Um die Eishockey-Weltmeisterschaft.

Im Prager Eisstadion wurden am Dienstagnach­mittag noch zwei weitere Vorrundenkämpfe zur Eishockey-Weltmeisterschaft erledigt. Die Schweiz schlug Polen mit 7:1 und im Treffen England aegen USA. gab es ein 1:1. Teilnehmer an der Zwischen­runde sind nun Schweiz, Polen, Ungarn, England, USA., Kanada und Tschechoslowakei oder Schweden. Deutschlands Hoffnungen, bei den Vorrunden­kämpfen zur Eishockey-Weltmeisterschaft in Prag gegen USA. einen Sieg zu erringen, erfüllten sich nicht. Wohl war unsere Mannschaft ein gleich­wertiger Gegner, aber mit etwas Glück gewannen die Amerikaner knapp 1:0 (1:0, 0:0, 0:0). Am Dienstag sicherten sie sich aber bei der Weltmeister­schaft in Prag durch einen überlegenen 8:0- (2:0, 1:0, 5:0) Sieg die Teilnahmeberechtigung an der Zwischenrunde. Ungarn gewann gegen Rumänien 3:1 (1:1, 1:0, 1:0) und kommt damit ebenfalls eine Runde weiter.

Schlli-Vlibea und -Mädchen turnen!

Gerätewettkämpfe der Schulen des Kreises Gießen.

In der Turnhalle der Neuen Peftalozzischule herrscht in diesen Tagen reger Turnbetrieb, und die Räume hallen wider von dem Stimmengewirr der Knaben und Mädchen, die hier in der Entscheidung im Gerätewettkampf der Schulen des Kreises Gie­ßen stehen. Die diesjährigen Gerätewetttämpfe werden an drei Orten ausgetragen, hier in Gießen für die Schulen der Bezirke 1 und 2 von Gießen- Land und Gießen--Stadt, in Grünberg für den Be­zirk 3 und in Lich für den Bezirk 4. Nachdem der Bezirk Gießen-Land 1 und die Knaben der Gieße­ner Schulen ihre Uebungen ausgetragen haben, folgen am heutigen Mittwoch nun die Mannschaften des Bezirkes Gießen-Land 2 und dann die der Mädchen aus der Stadt Gießen.

Es ist eine außerordentliche und erfolgreiche Breitenarbeit, die hier ihren Abschluß findet; denn vorher mußten in den einzelnen Schulen die besten Mannschaften ermittelt werden, die zu den Ent­scheidungswettbewerben zugelassen wurden. Der Er­folg dieser außerodentlichen Arbeit, die die Lehrer zu leisten hatten, lohnte die Mühen und Anstren­gungen. Die Ausrichtung dieser Arbeit besorgten die Lehrer und Lehrerinnen des Sachgebietes Körperliche Erziehung" im NS.-Lehrerbund unter der Leitung des Kreissachbearbeiters Turnlehrer Mohr.

Die Uebungen, die den Teilnehmern gestellt sind, bestehen für die Knaben aus Uebungen am Reck, Bock und Barren und aus einer Gemeinschafts­übung. Die Einzelübungen sind der Leistungsfähig­keit der Knaben des 5. und 6. und der des 7. und 8. Schuljahres angepaßt. Für die Mädchen bestehen die Einzelübungen aus solchen am Reck, Barren und Pferd, zu Denen bei den Mädels des 7. und 8. Schuljahrs eine Uebung an Der Kletterstange hinzukommt. Auch die Gemeiüschaftsübung hat eine kleine Abweichung in den einzelnen Gruppen. Die Uebungen an sich sind sehr einfach, und bei ihrer Ausführung kommt es vor allem auf die Geschick­lichkeit und die Aufmerksamkeit und bei den Ge­

meinschaftsübungen auf die kameradschaftliche Unter­stützung an.

Daß auch das Ueben eine große Rolle Dabei spielt, zeigen Die Ergebnisse Des ersten Tages, die Die Volksschule Wieseck, Die als einzige Landschule einen Sportlehrer hat, dreimal erfolgreich an erster Stelle ausweisen. Bei den Knaben Der Stadtschulen am zweiten Tage waren es Die Mannschaften des Gymnasiums, Die Dreimal Die ersten Plätze belegten.

Die Knaben und auch die Mädchen sind mit Eifer und Hingabe bei der Sache, und es ist sehr inter­essant zuzuschauen, wie sie sich untereinander helfen und beraten. Bereits bei Den Einzelübungen ent­wickeln sich heiße Wettbewerbe und dann bei den Gemeinschaftsübungen, die erst die Entscheidung bringen und eine Verbesserung der Punktzahlen er­möglichen, entbrennt oft ein heißer Kampf um die Zeit.

Oie ersten Ergebnisse:

Gießen-Land, Bezirk 1.

5. und 6. Schuljahr. Knaben: 1. Großen- Linden 169 Punkte; 2. Wieseck 161; 3. Klein-Linden 143; 4. Watzenborn-Steinberg 140; 5. Heuchelheim 104 Punkte. Mädchen: 1. Wieseck 205 P.; 2. Großen-Linden 194; 3. Heuchelheim 191; 4. Klein- Linden und Watzenborn-Steinberg je 163 P.

7. und 8. Schuljahr. Knaben: 1. Wieseck 152 P.; 2. Watzenbom-Steinbera 147; 3. Großen- Linden 145; 4. Heuchelheim 144; 5. Klein-Linden 136; 6. Lollar 112 P. Mädchen: 1. Wieseck 227 P.; 2. Großen-Linden 201; 3. Heuchelheim 170; 4. Lollar 152; 5. Klein-Linden 116; 6. Watzenborn- Steinberg 107 P.

Gießen-Stadt. Knaben.

5. Schuljahr: 1. Gymnasium 148 P.; 2. J.-v.- Liebig-Schule 145; 3. Langemarckschule 137; 4. Alte Peftalozzischule 130; 5. Goetheschule 125 P.

6. Schuljahr: 1. Gymnasium 176 P.; 2. Neue

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter Den Papieren angeführten Ziffern geben Die Höhe Der zuletzt veschlossenen Dividende an. Netchsbankdiskont 4 v H.. Lombardzinsfuß 5 o. H

Frankfurt a.M.

Berlin

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß- kurs

Schluß!. Abend- börie

Schluß- kurs

Schluß! Mittag, börse

Schluß- furS

Schluß?. Abend- bürse

Schluß- kurs

Schluß!. Mittag« börse

Saturn

14-2.

15.2.

142.

15-2.

Dalum

14.2.

15-2-

14-2 | 15.2-

5% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1931 4y.% Deutsche Reichsichatzanwess jungen von 1935 .. .......

4*4% Deutsche Retchsschahanwei- fungen von 1935, II. Rolge ...

4y.% Deutsche Reichsichatzanwei jungen von 1936, 111. ivolge

51/2% Doung Anleihe von 1930 .. 4V2% Hessische BolkSstaal von 1929 4*4% Deutsche Neichspostschatz von

1934 I......................

4%% Deutsche Reichsbahnschah von 1936 1..................

Reichsanleihe- Altbesitz..........

Lberhessen Provinz-Anleihe mit

Auslos. -Rechten.............

<%% Hess. Ian desbk. Darmstad. Goldpse. R 12 ............

5*4% Hess. Landes-Hyp.-Bani Liqu. Goldpse...............

<y2% Preus!. Landespfdbr.-Anst Goldpse. 81. 19............

4*4% Preuß Gold-Komm. R. 20 4/2% Darm tädter Komm.-Lan

desbaiik R. 6................

Deutsche Komm.-Sammel-Anlethe Auslos.-Rechte I... .........

472% Franks. Hyp. Goldpse. R. 15 4*/z% Franks. Hyv. Gold-Komm.

Lbl. 2 3.................

5VZ% Frankl. Hyp. Liquidation Goldpse.....................

$*/% Rheinische Hyp. Liquidation Goldpse.....................

Lteueruutschein-VerrechnungSkure

A.G. für De' 'ehrswesen .... 6 yt Hamburg-Si dam. Dampfschiff. 0 Hamburg-Amerika Paket......O

Norddeutscher Lloyd..........0

Deutsche Rei hsbahn Borz.-Akt. 7

Rcichrbank................. 1?

Berliner Handelsgesellschaft .

Commerz, und Privat-Bank ... 6

Deutsche Diskonto............ 6

Dresdner Bo ck...... 4

102

99,25

99,7

99

108 100,75

100,65

100 131,13

137,5

100

102

100

99,75

99,25

136,75

100

99,75

102,25

102,2

111,4

134,25

78,5

79,75

129,75

206,5

135

122,25

127

114,4

102

99,25

99,7

99

108

100,75

100,65

100

131,25

100

102

99,75

99,25

137

99,75

102,5

102,4

111,4

134,25

78,25

80

130

206,25

122,25

127,25

114,4

Devise

101,75

99,25

99,7

99

100,7

100

131,2

101,8

99,25

99,7

99

108,25

100,7

100

131,2

Accumulatoren-Fabrtk.......14

Aschaffenburg Zellstoff........6

Bemberg............. O

Bekula................ 8

Buderus Essen...............5

Cement Heidelberg...........7

Cement Karlstadt ............6

Conti Gummi...... 12

Daimler Motoren..........6*/a

Dessauer Gas ............... 4

Deutsche Erdöl..............5

Deutsche Gold- und Silber .... 9

Deutsche Linoleum........ 10

Elektrische Lieferungen........6

Elektrische Licht und Kraft.....7

I. ffl. Farben-Jndustrie.......7

Felten & Guilleaume.........6

Geosürel.................... 7

141

139

169,5

122,5

164,5

192,75

142

141

254,5

165.5

130

143,75

158,75

137,75

147

140,75

49,75

230

141

138

170

122,5

164,25

192,5

141,5

141,75

255

165

130

143,75

160

137,5

147,5

140

230

141

139,25

170 25

123

192,5 142,25

122

142

165

131

143,75

159 138,25 147,65 140,5

49,9

203 114 137,75

170

122

192

141,4

121,5

141,75

165

129,5

143,75

159,75

137,5

148

Gritzner Maschinen...........0

Harvener............ 814

Hoesch Eisen............... 8/,

Philipp Holz mann........... 8

?l(e Bergbau...... 6

Ilse Genüsse................6

Kall Aschersleben............ 4

Klöcknerwerke ............4*/2

Kokswerke und Chemische Fabrik 7

Lahmeyer .................. 6

Mainkrait................ 4

Mannesmann.............414

Mansselder Bergbau ......... 7

älletallaeielllchait .......... 6

50

169

113,13

161

158,5

135 110,25 118,25

156 122,5

11374

155 146,75 108,13 231,5 128,75

143 126,4

151

170

178

96 211,75 211,75

112

60,5

110

147

28,75

100 99,75

137,25

100

100

137,5

100

113,5

160

110,25 118,75

121,75 95,75

113,5

146

128,75

141,75

127

150

177^5

211,5

211 112,25 59,75

111

147

29

113,5 161

134,65

110 118,25

122 95,75 113,5

155 146,25

231

143

126,5

150

178

211

112,4

60,4

110

146,13

28,6

113 161

135 110,75 118,25 155,75 121,25

113,5

146,5

108 230,25

128,4 142,5

126,75

150

177,75 96,13 211,5

211,75 112,25

60 111,5 147,4 29,13

102,4

111,6

133,9

78,5 80

130

206

135,25

122,25

127

114,4 nmarfl

102,4

111,6

134

135

78

80

130

206,5

135,25

122,25

127,25

114,4

Berlin

£renitetn & Koppel..........O

Rheinische Braunkohle....... 12

Rheinische Elektro ..........6

Rheinstablwerke..............6

Rheinisch-Westfälische Elektro .. 6

Rütgerswerke ........... 7

Salzdetfurth Kali............6

Schlickert L Co......... 7

Schultheis Patzenhofer........4

Siemens L Halske...... 9

Süddeutsche Zucker.......... 10

Bereinigte Stahlwerke...... 454

Westdeutsche Kaufhof......... O

Westeregeln Alkali...... 4

Zellstoss Waldhof...... 6

Olavi Minen.......... 0,6

Frankfurt a. ZIL

14.Februar

15-Februar

14. Februar

15 Februar

.Uinil'rt) >Jh eruiifl Geld | Brick

ümllche Notierung Geld | Brief

Amtliche Rvn.'nmg Geld | Brief

timil'diey/ri'erung

Geld | Bries

Buenos -JUuj.............

Brüssel...................

0,658

41,99

0,662

42,07

0,653

41,98

0,657

42,06

Japan....................

Jugoslawin ..............

0,723

5,691

0,725

5,706

62,49

49,05

11,295

64,08

57,55

0,723

5,694

62,39

48,95

11,275

63,98

67,45

0,725

5,706

Rio de Janeiro............

Polen....................

Kopenhagen...............

0,145

47,00

55,40

0,147

47,10

55,52

0,145

47,00

55,42

0,147

47,10

55,54

Oslo ...................

Wien.....................

Lissabon..................

62,37

48,95

H ,275

62,51

49,05

11,295

64,10 57J57

Danzig............... ...

London...................

HelsingforS................

47,00

47,10

12,44

5,50

47,00

12,415

47,10

Stockholm................

63,96

57,43

12,41

12,445

Schweiz..................

5,49

5,49

5,50

Spanien..................

Paris....................

Holland ..................

Italien...................

8,167

138,40

8,183

133,68

13,11

8,137

138,46

8,153

138,74

Prag.....................

Budapest.................

8,686

8,704

8,676

8,694

13,09

13,09

13,11

NeuhoU..... ...........

2,474

2,478

2,470

2,474

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