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England seien in diesem Punkte eng miteinander verbunden. Ein anderes radiMsozialisttsches Blatt hebt hervor, der ftanzösische Botschafter in Nom, Fran 9 o is«Poncet, habe den formellen Auftrag erhalten, vorläufig keine Ver­handlungen mit der italienischen Regierung einzuleiten. Eine dem Quai d'Orsay nahestehende Nachrichtenagentur schreibt dagegen, Frankreich sei keineswegs abgeneigt, Mit Italien eingerechtes und vernünftiges Arrangement" zu treffen, wie dies bereits Großbritannien getan habe. Vorbedingung sei jedoch die unbedingte Aufrechterhaltung des Status quo im Mittelmeer.

Oer Ausbau der französischen Kriegsmarine.

Paris, 15. Dez. (DNB. Funkspruch.) Der Krieas- marineminister gab vor dem Kammerausschuß für die Kriegsmarine Erläuterungen über das Bcmpro- aramm für das Jahr 1938. Die Gesamttonnage der Kriegsmarine solle bis zum Jahre 1942 mehr als 700 000 Tonnen betragen. An dem gescheuerten Generalstreik" vom 30. November hatten in Arsenalen nicht mehr als 20 v. H. aus den Be­legschaften teilgenommen. Der Vorsitzende des Kriegsmarineausschusses wies auf die Verzöge­rungen im Kriegsschiffbau hin. Der Minister mutzte zugeben, daß der FlugzeugträgerIoffre" nicht vor 42 Monaten fertiggestellt werden könne. Der Bau des Kreuzers ,Hean Barth" sei mit elf Monaten und der des KreuzersRichelieu" mit acht Monaten im Rückstand. Diese Verschleppungen seien Folgen der nun abgeschafften 40- Stundenwoche. Die Prioatindustrie liefere die Panzerplatten außerdem nur mit großen Verspätun­gen. Diese Verzögerungen seien ebenfalls eine Folge der 40-Stundenwoche. Es sei der Pau einer Fisch- dampfer-Jlottille beabsichtigt. Jeder dieser Dampfer soll 100 bis 120 Tonnen groß und im Kriegsfälle in Minenleger umzuwandeln fein.

lgnaen Straßenbänder, ein anderes bringt das west« deutsche Industriegebiet über die neuen Stätten in­dustrieller Großvroduktivn im Hannoverschen mit der Reichshauptstodt In Verbindung. Weiter stellen die Reichsautobahnen zwischen dem Südosten des Reiches und Mitteldeutschland wichtige Derkehrs- beziehungen her, die durch ihre Vermaschung mit der großen Nord-Süd-Linie an Freizügigkeit zu- nehmen.

Da unsere Zeit zu Reicht den Blick für gewaltige Leistungen verliert, wollen wir uns vor Augen halten, daß 1935 erst 112 Kilometer der Retchsauto' bahnen im Betrieb waren, daß 1936 die ersten 1000 Kilometer vollendet wurden und heute bereits Strecken von 3000 Kilometer Länge fertiggestellt sind. Mehr als 100 Millionen Tagewerke wurden geleistet, um das gigantische Werk zu vollbringen. Ein Vergleich mit Großbauten früherer Zeit läßt uns den Umfang des Planes erkennen. Zu den größten Bauvorhaben zählt die Welt die Herstellung des Ponamakanals, und oft wurde die Be­wegung von 220 Millionen Kubikmeter Erde, dis dieser Kanal benötigte, als unübertroffene Leistung eingestellt. Für die Reichsautobahnen mußten aber bereits Anfang 1938 über 250 Millionen Kubik­meter Boden in Bewegung gebracht werden. Die für die Straßen erforderlichen Mengen an Beton betragen etwa das Fünffache der Masse der Cheopspyramide, mehr als 300000 Eisen­bahnwagen schafften den Zement für die Ausfüh­rung von Straßendecken und Kunstbauten herbei. Das in Betrieb befindliche Netz der Reichsautobah­nen zählt mehr als 4000 Brücken, die an- einandergereiht eine Strecke von mehr als 20 Kilo­meter ergeben. Diese wenigen Zahlen beleuchten den gewaltigen Umfang der vollendeten Bauten und stellen allen daran beteiligten Hand- und Kopf­arbeitern ein Leistungszeugnis aus.

Masckrn-n vni> Menschen.

Auch in arbeitspolitischer Hinsicht kann der Bau der Reichsgutobahnen als richrungweisend gellen. In den ersten Baujahren galt es zur Ueberwin- dung der Arbeitslosigkeit, bei den Bauten m ö g - lichst viel Handbetrieb anzuwenden, um eine große Zahl arbeitsloser Vollsgenossen wieder in den Mrtschastsprozeß einzugliedern. Heute kommt cs bei der Verknappung menschlicher Ar- bellekraft auf einen recht hohen Geräte- ajnsatz an, um mit einer Mindestzahl von Arbeitskräften auszukommen. Im Herbst dieses Jahres waren im Gesamtbetrieb der Reichsauto­bahnen nur etwa 5000 Handarbeiter tätig, Ihre Leistung erscheint insofern im besonderen Licht, als die in den Geschäftsstellen der Reichsautobahnen tätige Zahl von Beamten und Angestellten zur glei­chen Zeit über 7000 Köpfe betrug. Hat man anfangs beim Bau der Brücken überwiegend Stahl und Eisen als Baustoff verwendet, so beherrschen heute Naturstein und Beton die Kunstbau­ten, die unter stärkster Heranziehung mechanischer Hilfsmittel ausgeführt werden. Daß die Bevor­zugung steinerner Baustoffe die Einfügung der Kunstbauten in das Landschaftsbild begünstigt, ist rine Nebenwirkung dieser Umstellung. Es ist ab­wegig, die Reichsautobahnen als empfindlichen Stahlverbraucher zu bezeichnen. Ihr Bedarf liegt bei etwa nur 1 v. H. der gesamten deutschen Stahl­erzeugung. Im September 1938 befanden sich 1878 Kilometer Autobahnen im Bau. Der Bedarf an Stahlbauten betrug nur wenig mehr flls 6000 Ton­nen, an Betonbauten dagegen wurden mehr als 250 000 Kubikmeter ausgeführt.

Billig, schnell und sicher!

Die verkehrswirtschaftliche Bedeutung der Auto- llahnen ist durch einen Vergleich mit den Reichs­straßen zu beweisen. Die Vermeidung von Verkehrshindernissen bringt Zeiter­sparnisse von 50 bis 60 v. H. Aus diesen Voraussetzungen ergibt sich die Einsparung großer Betriebsstoffmengen und damit eine merkliche Verminderung der Trans­port k o st e n. Läßt man auf Reichsstraße und Autobahn den Betriebsstoffoerbrauch gleick. so läßt sich die Verkehrsgeschwindigkeit auf der Autobahn um mehr als 50 v. H. steigern. Verzichtet man an­derseits auf eine starke Erhöbung der Durchschnitts­geschwindigkeit, so sinkt der Brennstoffverbrauch um 30 bis 40 v. H. Vergleichsversuche haben ergeben, daß auf der Reichsstraße die Kuvvlung 105mal be­tätigt werden mußte, auf der Autobahn dagegen nur viermal. Betrug die Steuerbeweaung durch den Fahrer auf der Reichsstraße 360 Meter, so wurden auf der Autobahn nur Steuerbewegunqen non etwa 2 Meter gemessen. Aus diesen Zahlen, die durch Messungen über die Beanspruchung von Federn usw. ergänzt werden könnten, geht die wer stoffschonende Betriebsweise aus den Autobahnen deutlich hervor. Je größer die Verkehrsdichte eines Gebietes ist, um so mehr steigt die Wirtschaftlichkeit des Autobabnverkehrs. Bei dem spezifisch höherem Betriebsstoff- und Werkstoff­bedarf der Lastfahrzeuge treten die Vorzüge der Autobahn noch stärker in den Vordergrund und tragen damit den Forderungen des Dierjahres- planes nach höchster Rationalisierung Rechnung.

Die Rückwirkungen des Autobahnbetriebes auf Verkehrsgestaltung und Wirtschaft sind aber viel verzweigter, als das in den nüchternen Ziffern aus- gedrückt werden könnte. Durch die Erschließung völlig neuer Reisegebiete gewinnt der Reisende eine neuartige Schau seines Vaterlandes. An landschaftlich reizvollen Plätzen entstehen G a st - und Erholungsstätten, deren Betrieb wie­derum bestimmten Gegenden, Gewerben und Hand­arbeitern neue Betätigungsmöqlichkeiten erschließt. Darüber hinaus verketten die Autobahnen die Gaue enger und sind besonders berufen, die Zusammengehörigkeit der deutschen Stämme zu festigen. Ostmark und Sude­ten g a u werden dank der Autobahnen sich ihrer großdeutschen Zugehörigkeit schneller und stolzer bewußt, als wenn sie auf die Vorzüae des Neuzeit- sichen Straßenverkehrs verzichten müßten. Mit der fortschreitenden Motorisierung werden immer wei­tere Kreise der Segnungen der Straßen des Füh­rers teilhaftig werden.

Giemens-Ring für Dr-Zna. Todt.

Dem Generalmspektor Professor Dr.-Ing. Todt wurde der chm im vergangenen Jahre verliehene Siemensring im Werner-Siemens-Haus in Charlollenburg überreicht. Der aus einem massiven Elfenbeinblock bestehende Sockel, auf dem der Ring ruht, trägt die Widmung:Dem Erbauer der Stra­ßen des Führers Dr.-Ing. F. Todt". Darüber be­findet sich in Gold die Karte Grobdeutschlands, auf der die Linien der Reichsautobahnen eingetragen sind. Der Ring selbst besteht aus einem Goldreif, der zur Erinnerung an Die Eiserne Zeit, in der die Stiftung gegründet wurde (1916) mit einem Stahlkern versehen ist; die Oberfläche stellt einen

Wehrmacht und Weswefestigung Sache des ganzen Volkes.

Eine Delegation -er Befefiigungsarbeiter bei Reichsminisier Or. Goebbels.

Berlin, 14. Dez. (DNB.) Gauleiter Reichs- Minister Dr. Goebbels hatte 80 Berliner Arbeiter in sein Ministerium eingeladen, die bei den Befestigungsarbeiten an der West grenze eingesetzt waren und die jetzt, nach Beendigung ihrer Arbeit, nach Berlin zurück- gekLhrt sind. Er brachte chnen Die Hochachtung und Bewurcklerung zum Llusdruck, die das ganze deutsche Volk vor der Arbell empfindet, die sie und ihre Kameraden im Westen geleistet haben. Er schilderte ihnen, wie Die nationalsozialistische Staatsführung bei Der Machtübernahme vor Der Wahl gestanden habe, ob Deutschland nach wie vor nur Objekt Der Weltpolitik sein solle wobei vor allem der Arbeiter immer der Leidtragende gewesen wäre oder ob man diese Politik grundsätzlich ändern wolle. So, wie die Staatsführung, die ja selbst aus Kindern unseres Volkes zusammen­gesetzt sei, bei allen ihren Handlungen an das Volk gedacht habe, so sei sie dabei von der Gefolgschaft und dem gläubigen Vertrauen dieses Volkes abhängig gewesen. So lange Deutschland von überall her ständigen Bedrohungen ausgesetzt sei, sei es unmöglich gewesen, an Die Lösung irgend­welcher großer Aufgaben heranzugehen. Wohl wolle Deutschland mit den anderen Völkern anständig und loyal oerkchren, aber nicht unter ständigem Druck und unter ständiger Bedro- hung. Deshalb habe es seine Westgrenze aus- gebaut; nicht eine Vorbereitung zum Kriege, son­dern eine Sicherung des Friedens hätten diese Arbeiten bedeutet.

wenn heute noch hier und da jemand frage.

was denn alle diese Dinge gerade den deutschen Arbeiter angehen, dann gebe er demgegenüber zu bedenken, daß alles, was die Staatsführung tue, immer eine Angelegenheit des ganzen Volkes sei. Jede Rot, jede Bedrohung gehe in erster Linie den Arbeiter an, der sich nicht, wie der Kapitalist, schwierigen Lagen ein­fach entziehen könne. Möge der Kapitalismus international fein: der Arbeiter, das Volk, könne feinem Schicksal nicht ausweichen und müsse deshalb gerade national denken und handeln. So sei auch die deutsche Wehrmacht und seien unsere Grenzbefesllgun- gen im Westen eine Sache des ganzen Volkes.

Der Nationalsozialismus wolle dem deutschen Volke würdige, angemessene Lebens- bedingunaen geben, und er wolle für jeden einzelnen Möglichkeiten des Aufstieges schaffen. Schon heute l)abe der deutsche Facharbeiter vielfach ein soziales Niveau erreicht, das Die frühe­ren Unterschiede zwischen Kopf- und Handarbeiter immer mehr verschwinden lasse. Für Die Zukunft gelte es, die Lebensbedingungen für die unteren Schichten weiter zu echöhen; das laste sich aber nur durch weitschauende und kühne politische Maß­nahmen erreichen.

Bei Der Durchführung Der großen Aufgaben, vor denen wir auch in Zukunft stünden, müsse gerade der deutsche Arbeiter helfen. Der Minister gedachte dabei Der mancherlei Unbequemlichkeiten und Ent­

behrungen, die die Männer auf sich genommen haben, Oie das Werk an Der Westgrenze errichteten: Getrennt von chrer Familie, zunächst nur in Barak- ken untergebracht, unter Verzicht auf alle Behaglich­keit hätten sie Wochen uttD Monate hindurch ar­beiten müssen. Vielleicht aber sei es ihnen ein Trost, zu wissen, daß auch die verantwortlichen Männer tn Berlin und daß vor allem Der Führer in Den Monaten vor Der Lösung der Sudetenfrage eine große Last von Sorge und, Verantwortung z-u tragen gehabt hätten. Wem es dann aber vergönnt gewesen sei, den Jubel Der 3,5 Millionen erlöster Sudetendeutfcher mitzuerleben, Der wisse, daß sich alle diese Opfer wirklich gelohnt hätten.

Vor allem dürfe man nicht vergesten, daß durch die Westbefestigungen der Ausbruch einer ganz schweren europäischen Krise verhindert worden sei.Davor", so schloß Der Minister, ,haben auch Sie durch Ihre Arbeit die Nation bewahrt, und dafür, meine deutschen Arbeiter, möchten wir Ihnen heute unseren Dank aussprechen. Ich kann von den Hunderttausenden, die im Westen gearbeitet haben, nur eine größere Delegation empfangen. Aber ich sehe im Geiste die­ses große Heer von deutschen Befestigungsarbeitern um mich versammelt und mochte über Sie hinaus zu diesen Hunderttausenden sprechen. Ich mochte Ihnen sagen, daß sie sich um dis Sicherheit unseres Volkes nerDient gemacht hoben und daß das Vater­land chnen dafür dankt." Dr. Goebbels lud dann Die Arbeiter zum Mittagessen ein. Sie blieben bis zum späten Nachmittag in zwangloser Unterhaltung seine Gäste.

Lorbeerkranz Dar. Präsident Professor Dr. Ioh. S t a r k, der als Vorsitzender Der Stiftung den Ring überreichte, erinnerte Daran, daß Die Uebergabe an einem doppelt denkwürdigen Tage erfolge: Am 122. Geburtstage von Werner von Siemens und am Vorabend Der Einweihuim des 3000. Kilometers der Reichsautobahnen. Dr. Tod t dankte für die Aus­zeichnung und gab einen kurzen Abriß aus seinem Tätigkeitsgebiet. Er kennzeichnete Die großen Wand­lungen, Die Der Straßenbau in letzter Zeit auf allen Gebieten durchgemacht hat.

In Der Sitzung des Stiftungsrates der Siemens- Ring-Stiftung wurde auch das Ergebnis des ersten von der Siemens-Ring-Stiftung veranstalteten Preisausschreibens bekanntgegeben. Der Preis von 1000 Mark wurde von dem Preisgericht einstimmig Dem Beratenden Ingenieur Dr. Rudolf B l o cst- m a n n (Kiel) zuertannt für eine Lebensbeschreibung von Rudolf Sigismund Blochmann.

(Schlußsitzung

der alten italienischen Kammer

Alle Abgeordneten der neuen Kammer müssen im Kriegsfall old erste einrücken.

Rom, 14.Dez. (DNB.) Mit der Schlußsitzung Der Dezembertagung fand Die 29. fünfjährige Legis­laturperiode her italienischen Kammer ihren feier» sichen Abschluß. Nach 90jahriger Tätigkeit wird die bisherige Kammer, die auf Grund von Wah - l e n gebildet wurde, durch Die faschistische und korporative Kammer ersetzt, die Das EnDe Des parlamentarischen Systems besiegelt und zugleich einen entscheiDenden Schritt auf dem Wege Der ver­fassungsrechtlichen Reformen Darstellt. Die faschi­stische und korporative Kammer wird am 23. Marz 1939 zu ihrer ersten Sitzung zusammentreten.

In der Dormittagssitzung kam es nach der Ver­abschiedung verschiedener Gesetzentwürfe zu einer Kundgebung für Viktor Emanuel III. Die Schluß­sitzung am Nachmittag trug ein besonders festliches Gepräge. Sämtliche Abgeordnete trugen faschistische Uniformen. Kammerpräsident Graf Constanzo Ciano wurde lebhaft begrüßt. Als dann Der Duce erschien, bereiteten ihm Die Abgeordneten stürmische Kundgebungen. Dann wurden die Ras­se n g e s e tz e sowie das Gesetz über die neue fa­schistische und korporative Kammer und schließlich das Gesetz, wonach in Zukunft sämtliche Abgeordnete Der neuen faschistischen und korporativen Kammer im Kriegs­fall als erste, ungeachtet ihres Alters, an die Front gehen muffen, durch Akklamation an­genommen. Die geheime Abstimmung ergab in je­dem Falle eine einstimmige Annahme durch die 340 Abgeordneten. Nach Reden des Dekans Der Kammer, Des Geschichtsforschers Orano, sowie des Kammerpräsidenten Gros Ciano, Die die Tätigkeit der Kammer während der letzten fünf Jahre schil­derten, sand die Schlußsitzung Der italienischen Kam­mer unter begeisterten Kundgebungen für den Duce ihren Abschluß.

Der ilallenjsche Ulinifferraf genehmigt außerordentliche Wunsskredite.

Rom, 14. De§. (Europapreß.) Der Ministerrat bat am Mittwoch den Voranschlag Des Staatshaus­haltes 1939/40 genehmigt. Er sieht mit 24 561 Mil­lionen Lire Einnahmen und 29 319 Millionen Lire Ausgaben einen Fehlbetrag von 4755 Millionen Lire vor. Zugleich wurde für Die beschleu­nigte Durchführung derinfolge Der Lage unerläßlich notwendigen R ü st u n g e n" eine außerordentliche Zuweisung von zehn Milliarden Lire beschloßen. Im kommenden Rech­nungsjahr ist für das Heer, Die Flotte und Die Luftwaffe eine Gesamtausgabe von 8275 Millionen Lire vorgesehen, D. h. 2476 Millionen Lire mehr als im laufenden Rechnungsjahr; diese Summe wird als erster Anteil des neuen außerordentlichen- stungskredits von zehn Milliarden betrachtet.

Erheblich höher sind auch die Haushalte der Mi­nisterien Der ösfentlichen Arbeiten und des Verkehrs im Zusammenhang mit dem Pro­gramm für Die öffentlichen Arbeiten, die Schiffs- bauten für die Handelsmarine, ferner für die Mi- nifterien der Landwirtschaft und Der der Korporationen im Zusammenhang mit Den Meliorationen und dem Autarkieplan, sowie für Das Kolonialministerium zum Zwecke der Erschlie­ßung des Imperiums.

Herab^etzuna der Euezkanal-Gebühren

Paris, 14. Dez. (DNB.) Die Agentur Havas veröffentlicht eine Mitteilung Der Suezkanal-Gesell-

Ein Kommnniflenpuisch in Ecuador vereitelt.

Auflösung des Parlaments

Paris, 15. Dez. (DNB.) Havas meldet aus Quito (Ekuador): Mittwoch um 4 Uhr hat Der Prä­sident von Ekuador ein Dekret erlassen, das Die Auflösung des Parla me n t s anordnet in­folge des Beschlusses Der Linksovvosition, zu ihrem Chef Den General Larrea zu wählen. Der Präsident kündigt seine Absicht an, weiterhin gemäß Der Ver­fassung und Den Gesetzen Der Republik zu regieren, ohne eine Diktatur ein^uführen. Ein zweites Dekret beruft dLs Wahlkollegium ein, das für das nächste Jahr neue Parlamentswahlen vorbereiten soll. Die Wahlen werden am zweiten Sonntag im Mai stattfinden, und die neugewählten Kammern werden am 10. August zusammentreten. Verschiedene Mitglieder des aufgelösten Parlaments versuchten, trotz des AuflosungsDekrets Der Regie­rung, weiterzutagen. Sie wurden verhaf­tet. In Ouito tft man Der Ansicht, daß Die ener­gischen Maßnahmen Der Regierung Den Plan Der äußersten Linken, Die Macht zu ergreifen, unmöglich gemacht haben. Wie man weiter erfahrt, hat der Verteidigungsminister Der Presse mitgeteilt, Daß Das Militär Die Anordnungen des Staatspräsiden­ten anerkenne. Sämlliche Nachrichtenzentralen seien militärifd) besetzt worden. Gerüchtweise verlautet, Daß auch der Präsident Des Kongresses, Arizaga Luque, verhaftet wurde.

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Die Nachricht von dem verhinderten kommunisti­schen Staatsstreich in Ekuador hat in Lima in Den Kreisen Der panamerikanischen Konferenz großes Aufsehen heroorgerufen. Gewesen Delegier­ten, Die aus allzu durchsichtigen Gründen immer von einerfaschistischen Bedrohung" sprachen, ist Die Meldung über den neuen Linksputsch offensicht­lich ungelegen gekommen.

Kolumbien schlägt einen amerikanischen Völkerbund vor

Lima, 15. Dez. (DNB. Funkspruch.) Nachdem der Plan Roosevelts, eine Militärallianz zustandezubringen, gescheitert ist, versucht die USA.DeTegation auf der panamerikanischen Konfe- renz wenigstens andere aus Der gleichen Ebene lie­gende Projekte zu fördern. Propagandistisch stark ausgewertet wird von Den Vereinigten Staaten die Nachricht aus Washington, nach der 40 Millionen Dollar für die Verstärkung der südcrmerikanrschen

Linkspolitiker verhaftet.

Kabeldienste zur Verfügung gestellt werden sollen.

Der kolumbische Außenminister begründete den Antrag auf Schaffung einer amerika­nischen Staatenliga. Er führte vor Den Teilnehmern der panamerikanischen Konferenz aus, daß das geschlagene Europa seine eigenen Angelegenheiten regeln möge, wie Dies auch Amerika tun sollte. Die Haltung jedes einzelnen amerikanischen Staates im Konfsiktfalle gegenüber anderen Kontinenten sollte jehod) in Zu« fünft der kollektiven Zustimmung Pan« amerifas unterworfen fein. Die Stunde ver­lange gebieterisch Die Gründung Der amerikanischen Staatenliga. Der Außenminister kam auch auf Die Einwanderung zu sprechen und bezeichnete es als einen Störungsfaktor, wenn. Die Kolonisten mit ihrem Ursprungsland in Fühlung biteben.

Der brasilianische Nationalismus ^RiodeIaneiro, 14. Dez. (DNB.) Auf einem «portfest Des brasilianischen Heeres betonte Präsi­dent Vargas in einer Rede Den Einfluß, Den bestimmte Wandlungen Der Weltpolitik auf Brasi­lien dadurch gehabt hätten, daß auch hier neue Grundtatsachen anerkannt worden seien. Es handele sich dabei um Den Vorrang Der Gemeinfchaftsrechte vor den Rechten ein­zelner Personen, weiter um den Vorrang wirt­schaftlicher Notwendigkeiten vor sog. juristischen Auffasiungen und drtttens um bas Entstehen eines Nationalismus, wie er star­ken Völkern eigen sei. Dieser Nationalismus finde seine Rechtfertigung in seinen Erfolgen.

Für Brasilien sei das Hauptproblem der uner» schlossene Reichtum Des Landes, Die geringe Besied­lung und Die ungünstig verteilte Levolkerungs- dichte. Die langsame Formung eines brasilianischen Nationalbegriffes infolge zahlreicher starker Ein­wanderersiedlungen, die schwer oder gar nicht zu assimilieren seien, und Das Vorhandensein regional listischer Tendenzen. Vargas sprach zwar die Hoff­nung aus. daß Die Solidarität Der ameri­kanischen Völker noch verstärkt werden möge, wies aber auch daraufhin, daß Brasilien keinem Lande oder Volke mit Ausnahme der Sowjetunion feindlich gegenüberstehe. Die Sowjetunion bilde einen schroffen Gegensatz zum überlieferten Cmp- finden der brasilianischen Bevölkerung.

schäft, wonach mit Wirkung vom 15. De­zember 1938 eine vom Verwaltungsrat der Suezkanal-Gesellschaft am 5. September 1938 be­schlossene Herabsetzung der Durchfahrt­tarife in Kraft tritt.

Bonnet lehnt

Italiens Forderungen ab.

Erklärungen des fraHösischen Autzeummisters int Kammerausschutz.

Paris, 15. Dez. (Europapreß.) Die Pariser Morgenblätter bringen in großer Aufmachung Er­klärungen Des Außenministers Bonnet vor Dem Außenpolitischen Ausschuß Der Kammer, wonach Frankreich keinen Fußbreit Bodens an Italien abtreten wolle und jeder Versuch, eine italienische Forderung nach dieser Richtung zu verwirklichen, zu einem bewaffneten Kon­flikt fuhren müsse. Die Blätter unterstreichen auch Die Erklärungen, durch die Bonnet sich die am 4. Dezember 1936 pon Dem damaligen Außemnini- ster Dekbos ausaesprochene Bereitschaft zu eigen machte, daß im Falle eines nichtprovozierten An­griffs Frankreich Großbrttannien sofort zu Hilfe kommen werde. In Verblndung Damit bringen die Moraendlätter die Erklärungen Cham­berlains, wonach das englisch-italienische Abkommen sich auch aus Tunis beziehe. Die Blätter unter­streichen dadurch Die enge Verbundenheit der fran­zösischen und Der englischen Politik im Mittelmeer.

Der rechtsstehendeJour" schreibt, England und Frankreich hätten nein gesagt. Noch niemals sei Die Stellung Frankreichs und Englands klarer zum Ausdruck gebracht worden, niemals habe sich ein solcher Gleichklang in den diplomatischen Handlun- gen und in den Gefühlen der beiden Völker kund- getan, wie dies jetzt der Fall gewesen sei. Die radikalsozialistischeEre Nouvelle erklärt, die ita­lienischen Forderungen kämen weder für Frank­reich noch für England in Frage. Frankreich und