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Zußbaü-LändelkampsDeuWand-polen

Die von

G. E. D. (RAS.)

vorüber!

Wien ausge­beiben letzten

Kraftprobe stehen will.

Polen.

In der

nun am 17. und 18. September in tragen werben.

Deutschland hat sich nur an den

Die Mannschaften.

der Reichssportführung vor einigen

Nokd und Hauptverwaltung zu messen. Die Uebun- zeigten eine sehr gute Leistung und blieben nur mit gen bestanden aus: Kugelstoßen, Weitsprung, 100- ganz geringer Punktzahl (38) bei einer 1000-Punkt- Meter-Lauf und einer 2000-Meter-Staffel. 1. Sieger Wertung hinter dem 1 ..Sieger Berlin zuruck. Die wurde die Hauptverwaltung Berlin, 2. Sieger die nächste Werksgruppe folgte erst mit erheblichem Werksgruppe West (mit Mainzlar). Die Mainzlarer Abstand.

Die Serie von rund einem Dutzend Länderspielen, die unseren Fußball-Terminkalender der Spielzeit 1938/39 ziert, wird am kommenden Sonntag in Chemnitz mit dem fünften Ländertreffen gegen Polen . eingeleitet. Acht Tage später ist dann in Bukarest Rumänien unser Gegner und am 2. Okto­ber steht der Kampf gegen Bulgarien in Sofia be­vor.

Unser östlicher Nachbar hat im letzten Jahrzehnt auf vielen Sportgebieten, vor allem im Fußball, riesige Fortschritte gemacht und seine Fußball- Nationalelf zählt mit zu den führenden in Mittel­europa. Die Geschichte der deutsch-polnischen Fuß­ballbegegnungen ist schnell erzählt. Im Dezember 1933 fand in Berlin der erste Länderkampf statt, der mit einem knappen deutschen l:0-Sieg endete. Einen deutlichen Sieg gab es dann im Rückspiel in Warschau im September 1934, wo das End­ergebnis 5:2 zu unseren Gunsten lautete. Am 15. September 1935 gab es im dritten Länderkampf in Breslau wieder ein mageres 1:0 und ein Jahr später in Warschau lautete das Schlußergebnis 1:1.

Tagen bekanntgegebene Mannschaft mußte auf eini­gen Posten geändert werden, aber, wie es den An­schein hat, nicht zu ihrem Nachteil. Die Polen gaben ihre Vertretung am späten Montagabend bekannt

technisch hochklassige Spieler auf, die auch über einen gesunden Torschuß verfügen. Zwischen ihnen steht der wuchtige, torhungrige Koblenzer Gauchel. Das Stürmerspsel unserer Nationalelf war in der letzten Spielzeit alles andere als begeisternd und wir wün­schen nur, daß sich beim Spiel gegen Polen in die­ser Hinsicht eine Wandlung zum Guten vollzieht.

Bei den Polen sind in den letzten zwei Jahren auch einige altbewährte Kämpen abgetreten, so vor allem der großartige Verteidiger Martyna, der Läu­fer Kotlarczyk und der Stürmer Matias. Geblie­ben sind u. a. der Verteidiger Szczepaniak, der Läufer Dytko und die Stürmer Piec, Peterek, Wil- limowski und Wodarz.

Schiedsrichter des Kampfes ist der Schweizer Hans W ü thri ch, der schon viele Länderspiele mit Erfolg leitete.

Landkreis Gießen.

K Steinbach, 15. Sept. Das Fest der Gol­denen Hochzeit können am 16. September die Eheleute Adam Müller und Susanne Margaretha, geb. Arnold, zu Steinbach feiern. Der Ehemann, 74 Jahre alt, «erfreut sich noch einer guten Gesund­heit und geht noch täglich seinen landwirtschaftlichen Arbeiten nach, der Gesundheitszustand der Ehefrau, die 77 Jahre alt ist, ist erträglich. Von den acht Paaren, die im Jahre 1888 den Ehebund schlossen, find die Eheleute Müller die einzigen, die dieses Jahr die Goldene Hochzeit feiern können. Einen Sohn haben die Eheleute Müller im Weltkriege ver­loren, eine Tochter starb im jugendlichen Alter, ein Sohn lebt bei ihnen im Hause.

Mainzlar, 13. Sept. Nachdem am 27. August von zehn Arbeitskameraden der hiesigenDidier- Werke" vier davon siegreich aus dem Betriebssport- Wettkampf der Westwerke Didier in Bonn hervor­gegangen waren, durften diese vier Sportler nun­mehr am vergangenen Samstag am Betriebssport- Endkampf des Gesamt-Unternehmens in Berlin auf bem Hubertussportplatz teilnehmen. Die vier Kame- raben von hier: Zecher, Scharf, Röhl unb Opper kämpften in ber Werksgruppe West mit, um sich mit den Werksgruppen Ost, Mittel-Süd,

Das letzte große Ereignis bes Leichtathletik-Som­mers 1938 geht am kommenben Wochenende in, Wien vor sich: bie Europameisterschaften ber Frauen. Zum erstenmal werben bie Kämpfe ber besten europäischen Leichtathletinnen unter dieser Bezeichnung gestartet. Bisher wurden sie alle vier Jahre als Frauen-Weltspiele durchgeführt. Aber nur die ersten Wettspiele 1922 in Paris verdienten die­sen Namen wirklich. Später waren die Europäe­rinnen immer unter sich. Als 1936 ber Internatio­nale Frauensport-Verband aufgelöst unb bie Leicht­athletinnen durch ihre ßanbesoerbänbe ber IAAF, eingegtiebert würben, schrieb ber Weltverbanb bie ersten Europameisterschaften ber Frauen aus, bie

vorübergehenb benützt werben, sind am zweckmäßig­sten mit Hilfe von Ueberglocken über die Glühbirne, bie nach unten eine höchstens 5 Zentimeter große Lichtöffnung haben, zu verbunkeln.

Mit Taschenlampen bürfen Räume vorübergehenb nur bann aufgesucht werben, wenn ber Lichtkegel mit blauem Glas abgeblenbet ist. Auch auf ber Straße bürfen vorübergehenb Taschenlampen nur benützt werben, wenn obige Bebingungen erfüllt sinb.

Kraftfahrzeuge unb Fahrräber muffen die Schein­werfer mit Ädblenbkappen abblenben, die z. B. eigens hierfür hergerichtet im Handel erhältlich sind. Der Lichtstrahl der Scheinwerfer darf nur durch einen 5 Zentimeter breiten unb 1 Zentimeter, hohen Schlitz 10 Meter vor dem Fahrzeug auf die Erbe fallen. Das Licht muß babei abgeblenbet sein.

Auf jedem Dachboden eines Gebäudes müssen Sandkislen und Wasserbehälter mit. einem Fassungs­vermögen von mindestens 100 Liter bereit stehen.

Für die Lebensmittel sind abgedichtete Behälter bereitzustellen. Dazu eignen sich z. B. sehr gut Steintöpfe, die mit Zellophan überzogen werden (ähnlich wie die Einmachgläser). Badewannen, Eimer, Kannen, Bottiche usw. sind mit Wasser zu füllen, damit bei allenfallsigen Bränden unb einem Versagen ber Wasserleitung genügenb Wasser zum Löschen kleinerer Brände zur Verfügung steht. Auch muß baran gebucht werben, für ben Aufenthalt im Schutzraum b.ie notwenbigen Sachen bereitzulegen, z. B. Lebensrnittel, Decken, Mäntel, elektrische Taschenlampen usw. (Schutzraumgepäck!).

Der Schutzraum ist sachgemäß oorzudereiten.

2. Bei Fliegeralarm:

Sobald die Sirenen ertönen, muß jedermann wis­sen, daß nur wenige Minuten bis zum Eintreffen der Flieger für bie Erledigung ber wichtigsten Ar­beit zur Verfügung stehen. Eine Menge kleinerer Arbeiten sinb noch burchzuführen, bevor alles in Ruhe unb Drbnung ben Schutzraum aufsuchen kann. Es ist nochmals Nachschau zu halten, ob auch olle Fenster geschlossen finb. Wo ßäben ober Rolläben angebracht sinb, müssen auch biese geschlossen bzw. heruntergelassen werben. Herbfeuer müssen gelöscht, Oefen vollkommen geschlossen unb der Haupthahn ber Gasleitung ab gestellt werben. Wassergefäße finb vor bie Wohnungen zu stellen. Der Wohnungs­schlüssel ist an einen dafür bestimmten Platze auf­zuhängen. Sodann begibt sich alles mit dem Schutz­raumgepäck in den Schutzraum. Kranke, ältere unb gebrechliche Personen unb Säuglinge, soweit sie transportfähig sinb, müssen selbstverstänblich mit in ben Schutzraum gebracht werben.

Wer auf ber Straße von einem Fliegeralarm überrascht wirb, hat sich auf bem kürzesten Weg in den nächstgelegenen öffentlichen Sammelschutzraum zu begeben. Soweit ein solcher nicht zu erreichen ist, muß in bem nächsten Luftschutzraum mit ausreichen- ber Belegungsfähigkeit untergetreten werben. Es geht also nicht an, baß ein tolles Jagen zu Rab, mit bem Auto ober zu Fuß noch ber eigenen Woh­nung einsetzt. Jeber wirb dort geschützt, wo er sich bei Fliegeralarm befindet. Fahrzeuge finb scharf an bie rechte Straßenseite heranzufahren, Zugtiere auszufpannen unb unterzustellen ober an einen La­ternenpfahl ober Gartenzaun anzubinben. Dabei ist immer barauf zu achten, baß Hybranten unb Ka- nalbeckel frei bleiben. Wer gerabe bie Straßen­bahn benützt, hat auszusteigen unb sich ebenfalls in ben nächsten öffentlichen Sammelschutzraum ober Schutzraum zu begeben. Den Anorbnungen ber Po­lizei ist unbedingt Folge zu leisten.

3. Während des Angriffes:

Alle nicht aktiv im Selbstschutz eingeteilten Per­sonen haben sich im Schutzraum aufzuhalten. Dort ist peinlichste Ruhe zu bewahren und Ordnung zu halten. Rauchen unb offenes Licht sinb verboten. Alle sich im Schutzraum definblichen Personen sol­len möglichst ruhig sitzen ober liegen, um ben Luft­verbrauch auf ein Minimum herabzusetzen. Selbst­verstänblich barf ber Schutzraum ohne Erlaubnis bes Hauswartes ober ber Drbner nicht verlassen werben. Den Anorbnungen bieser Aufsichtspersonen ist unbebingt Folge zu leisten. Von ben Polizei- Beamten wirb nachgesehen werben, ob auch tatsäch­lich alle Personen den Luftschutzraum aufgesucht haben und ob sich dort alles in Ordnung befindet.

4. Nach der Entwarnung:

Erst, wenn die öffentliche Entwarnung kommt, dürfen die Schutzräume verlassen und ber sonst üb­liche Verkehr wieber ausgenommen werben. Be- sonbers wirb barauf hingewiesen, baß bie Verbunkelung mit der Ent­warnung nicht aufgehoben ist. Sie muß weiterhin solange bestehen bleiben, bis durch die Polizei ober ben Runbfunk entsprechend Weisungen ergehen.

Zum Schlüsse sei nochmals erwähnt, daß jeder Deutsche auf Grund bes Luftschutzgesetzes bie Pflicht hat, sich luftschutzmäßig zu verhalten. Wer diesem Gesetz und ben auf Grunb dieses Gesetzes erlassenen polizeilichen Anordnungen zuwiderhandelt, versün­digt sich an der Volksgemeinschaft und hat strenge Bestrafung zu erwarten. Luftschutz ist Schutz des deutschen Volkes und der deutschen Heimat.

Witterungsvorhersage

für die Zeil vom 15. bis 24. September. Herausgegeben von dem Forschungsinstitut für lanz- fristige Witterungsvorhersage bes Reichswettel« bienstes in Bad Homburg v. d. H. am 14.9.19Ä abenbs.

In den nächsten zehn Tagen bei schwankenden Temperaturen unbeständige, im ganzen aber nich unfreundliche Witterung. Zwischen ben meist von Westen nach Osten fortschreitenden Störungen mit Abkühlung, starker Bewölkung und Niebevschlägei, vielfach auch frischen Winben, werben immer wi-' ber einige bessere Tage auftreten, an welchen auj' geheitertes, meist trockenes, warmes, ftellenroeiii nebliges, tagsüber wärmeres Wetter vorherrM Die Nieberschlagsmengen können z. T., vor allen am Norbrand ber Gebirge, große Ausmaße anne'y men, boch ist, insbefonbere für Schlesien, die ®c 1 fahr anhaltender Starkregen vorüber.

Im ganzen wirb, von größeren Stauregen Norbranb ber Alpen abgesehen, bas Wetter in> beutschlanb.freunblicher sein als in Norbbeutschland vor allem wirb die Ostmark überwiegend trocken unb aufgeheitertes Wetter haben.

Wetterbericht

Don ber Rückseite des nordosteuropäischen Sturir* Wirbels sinb arktische Luftmassen in breiter ffror! auf bas Festlanb vorgestoßen. Sie brachten dab'-> auch Deutschlanb von Norb nach Süd fotffu)rc tenb unter böigen, auffrischenden Nordwestw^' ben stärkere Abkühlung unb Nieberschläge. Anschi"-' ßenb wirb sich im Bereiche ber zusammensinkend Kaltluft rasch Besserung burchsetzen, boch ist rn. weit unter bem jahreszeitlichen Durchschnitt liegen' ben Temperaturen zu rechnen. J

Voraussage für Freitag: Vielfach M ter, tagsüber kühl, nachts sehr frisch, Winde in Nord. . 1

Voraussage für Samstag: Noch vielsaa heiter, doch wieber auffommenbe Unbeständig»^ und tagsüber etwas wärmer,

Leichtathlelik-Eurvpa-Msterschaflen der Frauen

Deutschlands Leichtathletinnen vor neuen Erfolgen.

deutschen Els hat besonders die Hinter­mannschaft als überaus stark zu gelten. Davor steht eine bewegliche Läuferreihe mit den beiden Schwein­furtern Kupfer und Mtzinger und dem Wiener Mock. Gegen diese prächtige Phalanx wird nicht allzu viel auszurichten sein. Und der Sturm? Er weist mit Hahnemann, Stroh, «chön und Pesser vier

Vier punkte im Lustschuh.

Lustschuhmäßiges Verhalten der Bevölkerung bei Lufischuhübungen

Die 1 0 0x 9JI e t e r unb bie 2 0 0 Meter endeten 1934 in London mit einem Doppelsiege von Käthe Krauß vor Stella Walasiewicz. Die Polin ist in­zwischen aber erheblich stärker geworden, ja, man kann sie ohne Uebertreibung als die zur Zeit schnellste Frau der Welt bezeichnen. Ein neuer Er­folg der Dresdenerin vor ihrer polnischen Gegne­rin wird also kaum möglich sein. Hinter ihr wer­den sich Käthe Krauß, die Holländerin Koen, die Engländerin Lock und vielleicht auch nach bie Ita­lienerin Testoni einen großen Kampf liefern. Gute Aussichten hat Claudia Testoni über 8 00 Meter Würben; boch halten wir die Münchnerin G e> lius für stärker. Auch ihre Kameradin Spitz- weg, sowie bie Hollänberin Doorgest -und bie Eng- länberin Robertson sind zu beachten. Bei ber Be- stänbigkeit unserer Weltrekorblerin Dora Ratjen im Hochsprung sollte ber Sieg nicht zweifelhaft sein. Die ungarische Dlympiafiegerin Csak, bie Eng- länberin Garbner unb schließlich auch die Schwei­zerin Pfenning gehen mit guten Aussichten in ben Kampf. Dar einem dritten Siege steht bie Palin Walasiewicz im W e i t s p r u n g. Gegen ihre 6-Meter-Sprünge hat unsere Meisterin Prätz nicht viel zu bestellen. Ganz einroanbfrei überlegen finb bie beutschen Leichtathletinnen in ben Wurf- unb Stoß-Wettbewerben. Mit zwei Titeln geschmückt,

(Sorgfältig beachten und auf bewahren!)

In ben nächsten Tagen werben bie Vertreter der NSV. bie Wohnungen aufsuchen und die Volks- gasmasken zum Kauf anbieten. Von jedem Volksgenossen wirb bringend gewünscht, dieses u n - entbehrliche Gerat zum persönlichen Schutz zu erwerben. Nur dann, wenn jedermann gegen feindliche Kampfstoffe geschützt ist und sich bei Fliegeralarm luftschutzmäßig verhält, ist Gewähr geboten, bas Leben ber Nation auch im Ernstfall zu erhalten.

Die Bevölkerung Gießens weiß noch von ben Luftschutzüvungen bes vorigen Jahres, wie sie sich bei Fliegeralarm zu verhalten hat. Die Anordnungen der Polizei und des Reichsluftschutzbundes wurden damals zur vollsten Zufriedenheit befolgt. Nach Er­tönen ber Alarmsirenen waren bie Straßen in we­nigen Minuten völlig leer. Mit großem Interesse wurden alle Maßnahmen durchgeführt, die für bie Erhaltung ber Sicherheit von Leben und Eigentum unerläßlich sinb. .

Der Reichsluftschutzbunb hat nun in ber Folgezeit mit ber Bevölkerung weitergearbeitet unb die Aus- bilbung jedes einzelnen Volksgenossen vervollkomm­net. Diese fortschreitende Ausbildung bedingt natür­lich auch ein noch besseres Verhalten jedes einzelnen bei Luftschutzübungen.

Die Bevölkerung, gleichgültig, ob sie jetzt schon zu irgendwelchen Tätigkeiten bei einer Luftschutzübung, ober bei einem tatsächlichen Fliegerangriff eingeteilt ist ober nicht, muß dazu erzogen werben, eine Reihe von Aufgaben zu erfüllen, bie dazu bienen, die Wirkung ber Luftangriffe auf ein Mindestmaß herabzusetzen. Diese Aufgaben finb:

1. Bei Aufruf des Lustschuhes:

Die Fenster in den Wohnungen sind zu schließen und mit breiten Papierstreifen zu überfleben, damit die Luftdruckwirkung einschlagender Bomben nicht alle Glasscheiben zerspringen läßt. Die Wohnung ist bei Dunkelheit nach außen grundsätzlich so abzu- blenben, daß fein Lichtstrahl nach außen dringt. Fenster, Oberlichter unb Türen finb mit schwarzem ober sonst lichtunburchlässigem Papier und bgl. ab= zublenben. Fenster- und Rolläden mit Licht- und Luftstreifen bieten keine Gewähr für vollständige Verdunklung. Sie sind daher, wenn die Fenster nicht schon genügend abgedichtet sind, z. B. an ber Innen­seite mit schwarzem Papier zu bekleben. Wenrgstens ein Raum in ber Wohnung ist als Aufenthaltsraum einzurichten, d. h. in biefem Raum sind alle Vor­bereitungen für eine vollkommene Verdunkelung so zu treffen, daß das tägliche Leben bei voller Jnnen- beleuchtung feinen Fortgang nimmt. Räume, die nur

Aus dieser kurzen Charakteristik der bisherigen deutsch-polnischen Begegnungen ist ziemlich zu sehen, baß Polen ein jeberzeit starker unb gefährlicher Länberspielpartner war. Unsere Elf wirb sehr gut spielen müssen, wenn sie bie erste internationale ~ ' des neuen Spieljahrs erfolgreich be-

follte Giesela M a u e.r m a y e r heimkehren. Wäh- renb sie bas Diskuswerfen vollkommen sicher hat, könnte sie im Kugelstoßen nur von Frau Schröder übertroffen werben. Gleich gut finb un« ere Sperwerferinnen Gelius (München),' ^aftoors (Berlin) und Krüger (Dresden). Auf einen deutschen Sieg rechnen wir auch in der 4X100- Meter-Staffel, die mit Kohl, Krauß, Aldus und Kühnel gelaufen wird.

Im ganzen betrachtet, dürften sich die Europa­meisterschaften in Wien zu einem Zweikampf DeutschlandPolen zuspitzen, ober genauer ausge­drückt, zu einem Zweikampf DeutschlanbStella Walasiewicz!

Gprelvereinigung 1926 Leihgestern.

Leihgestern I Tuspo. Rodheim I 7:2 (3:0).

Wie erwartet verlief bas vorsonntägliche Spiel der Blauweißen gegen Robheim. Leihgestern trat schon ohne die im November zum Reichsarbeits- bienst Einrückenben an, lebiglich Krick hütete bas Tor so baß bie Mannschaft wie folgt stand: Krick; Velten, K. Laux; Wedemann, Funk, Textor; Mar­tini, Arnold, Schäfer, G. Laux unb Sommer. Leih- gestern war bie einroanbfrei bessere Mannschaft und iegte nach Belieben.

Kurz nach Spielbeginn brachte Sommer durch einen überraschten Schuß seine Mannschaft in Füh­rung und Schäfer drückte nach einem Fehler der Gästeverteidigung das Leder zum 2:0 ins Netz. Ar­nold stellte bas Halbzeitresultat her. Kurz nach ber Pause war es Sommer, ber wiederum bas Leber hoch in bie rechte obere Ecke unhaltbar einsandte unb Arnold machte nur 5. Im Bewußtsein bes siche­ren Sieges ließen bie Einheimischen nach und konn­ten auf 5:1 verkürzen und burch einen groben Schnitzer der Verteidigung gelang ihnen sogar ein zweites Tor. Dann aber setzten die Einheimischen nochmals zum Sturm an und Arnold stellte durch zwei weitere Tore den Sieg sicher.

Aus aller Wett.

Wieviel Fahrräder gibt es in Deutschland?

Während man vor anderthalb Jahren etwa 17 Millionen Radfahrer in Deutschland zählte, kann man heute damit rechnen, daß ungefähr 19 Millio- nen Radfahrer, und, zuzüglich der Ostmark, 20 Mil- Honen in Deutschland verkehren. Die steigende Kon­junktur ber allgemeinen Wirtschaftslage, bie Ein- glieberung auch bes letzten Arbeitslosen unb bannt bie anfteigenbe Lebenshaltungskurve befonbers bes beutschen Arbeiters, bie gewaltige Wohnungsbau- tätigkeit an ben Stadträndern, bie Anlage ausge- dehnter Wohnsiedlungen in den Vororten brachten es mit sich, baß bie Zahl ber Fahrräder sehr stark stieg. Man kann den Steigerungssatz an Hand bes Varhergesagten mit 8 bis 10 v. H. annehmen, sa baß wir im Augenblick bie oben angegebene Zahl von Radfahrern zählen bürsten. Das bebeutet, daß heute in Großdeutschland etwa jeber vierte Einwoh-' ner im Besitz eines Fahrrades ist. Die Anstrengun­gen des Generalinspektors für bas deutsche Stra­ßenwesen und der von ihm mit dieser Aufgabe be­treuten Reichsgemeinschaft für Radwegebau zum systematischen Bau ausgedehnter Radwege in Deutschland, sind also angesichts der Tatsache, daß bas Fahrrad ein Dolksverkehrsmittel ist, zu be­grüßen.

Eisenbahnunglück auf der Linie BelgradSarajevo.

Ein schweres Eisenbahnunglück ereignet-? sich auf ber Eisenbahnlinie BeigrabSarajevo. Der Belgrader Schnellzug fuhr mit voller Geschwindigkeit: auf einen in ber Station Owtschar Banja stehenden Personenzug. Durch ben Zusammenprall würben b-s Lokomotive, der Postwagen und brei Wagen bes| Personenzuges vollkommen zertrümmert. Vieri Reisende unb der Schaffner des Personenzuges rour- ] 'ben auf der Stelle getötet, während 16 Personen! schwer unb 20 leichter verletzt würben. Don ben Reisenben bes Schnellzuges würbe niemand verletzt.

Vollstreckung eines Todesurteils.

Berlin, 14. Sept. (DNB.) Am 14. September ist. der 1909 geborene Isidor Salzberger hinge­richtet worben, ber burch Urteil bes Schwur­gerichtes beim Landgericht München I zum Tode ver­urteilt worden ist. Salzberger hat in München an ber 26 Jahre alten Ehefrau Wilhelmine Trini h bestialischer Weise ein Sittlichkeitsverbrechen Betr­übt unb um bie Zeugin bes Verbrechens zu befei« tigen, fein schwer verletztes Opfer durch Faustschlägr ermordet. Die von Salzberger gegen das Urteil ein­gelegte Revision ist vom Reichsgericht verworfen worden. Das grauenhafte Sexualverbrechen hat feine gerechte Sühne gefunden. Diese schnelle Sühne des Verbrechens entspricht dem nationalsozialistischen Grundsatz, daß bie Strafe der Tat auf dem Fuße folgt.

Verkehrsstrafen

sind keine Sportauszeichnung!

Durch die Häufigkeit der Verkehrsunfälle haben wir uns leider an sie gewöhnt. Es regt uns kaum nach auf, wenn wir in der Zeitung van einem tödlichen Derkehrsunfall lesen. Dabei geschieht es im Jahre SOOOmal, daß der Verkehr das Leben deut­scher Volksgenossen vernichtet. Und roas besonders schwerwiegend dabei ist: 80 v. H. aller Verkehrs- unfälle werden aus Leichtsinn und Unachtsamkeit verursacht!

Dieser Leichtsinn wirkt sich aber auch noch nach einer anderen Richtung aus. Wenn z. B. ein Kraft­fahrer einen Unfall verursacht hat und er wird vom Gericht bestraft, so sind wir leider zu leicht versucht, ihn alsarmen Verkehrssünder" obendrein noch zu bedauern. Und Verkehrsstrafen werden aus einem ganz falsch verstandenen sportlichen Ehrgeiz vielfach sogar , von ben Betroffenen als KavaUer- f traf en ober wie eine ArtSportauszeichnungen" aufaesaßt. Das Gegenteil sollte der Fall sein! Wir müssen uns angewöhnen, denjenigen, der leichtsinnig unb fahrlässig einen Verkehrsunfall herbeiführt unb den dafür die gerechte Strafe ereilt, als einen Verbrecher anzusehen!

Das klingt hart: Aber vergeht er sich nicht schwer am Leben unb an der Gesundheit eines deutschen Volksgenossen?! Was halten wir beispielsweise van einem Lokomotivführer, der etwa im Rausch einen Zugunfall verursacht? Was sagen wir von einem Apotheker nur um ein Beispiel anzufüh­ren, der ein falsches Medikament verabreicht, oder von einem Kindermädchen, das nicht auf den ihr anvertrauten Zögling aufpaßt und feinen Tod. verschuldet? Hier sind wir mit Urteil unb Aechtung schnell bei der Hand.

Nein, wir müssen uns ab gewöhnen, vom Ver­kehrssünder zu sprechen; wenn Leichtsinn und Un­achtsamkeit zbas Unglück verschuldete, dann muß es Verkehrsverbrecher heißen! Mit vollem Recht wer­den nach den Bestimmungen der neuen Verkehrs­ordnung Verkehrsstrafen auch in den Führerschein eingetragen: Ein Führerschein mit Strafeintragung aber ist keine Spartauszeichnung, kein Beweis be­sonderer Schneidigkeit, sondern ein Makel, ein Flecken auf dem Ehrenschild des Kraftfahrers. Reichsminister Dr. Goebbels hat in seiner großen RundfunkMnsprache Ritterlichkeit im Verkehr ge­fordert: Zur Ritterlichkeit aber gehört der blanke Schild. Die Zeit der Strauchritter des Verkehrs ist

und somit ergibt sich für den Sonntag folgende Kampfformation:

Deutschland.

Jakob

Janes Münzenberg

Kupfer Mack Kitzinger Hahnemann Stroh Gauchel Schön Pesser Wodarz Willimowski Peterek Piontek Piec Dytko Sytz Gora Galeiki Szczepaniak

Madejski

Weltspielen beteiligt, unb zwar 1930 in Prag unb 1934 in Lonbon. Beide Male holten unsere Leicht­athletinnen einen überragenben Gesamtsieg heraus. In Prag gab es fünf beutsche Siege, in Lonbon so­gar acht (!)'; damals stand allerdings der Fünfkampf noch auf dem Programm. Wie wird es diesmal ausgehen? Daß unsere Frauen wieder einen siber- legenen Endsieg erringen werden, daran zweifeln wir keinen Augenblick. Im einzelnen hoffen wir auf den Gewinn von sechs Titeln.