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Buchungen seine Verwirklichung finden, als auch in der Lehre und Forschung zum Ausdruck gebracht werden. Während es die besondere Aufgabe der zur stationären Aufnahme der Patienten eingerichteten Kliniken ist, die bereits ausgebrochenen Erkrankun­gen mehr oder minder schweren Grades durch ein Heilverfahren zu beheben, muß die Medizinische Poliklinik durch Frühdiagnostik und durch vorbeu­gende Untersuchungen die Entstehung ernsterer Ge­

desuniversität gewonnen. Es sprechen Professor Dr. S e s s 0 u s überDie deutsche Kolonie Samoa", Profesor Dr. A n k e l überDie Lebewelt des deut» schen Meeres", Dr. Scheibe behandelt das Thema T)it deutsche Hindukusch-Expedition", Studienrat Dr. Glöckner spricht überDeutsche Kulturarbeit in Südamerika", Professor Dr. Meyer-Bark- hausen überDos ^deutsche Bauernhaus und die Dorskirche". Professor Dr. Hummel zeigt Bilder von einer Reise durch Süd- und Ostafrika, Dr. Krüger, der Leiter des Oberhessischen Museums, spricht über Hessens Vorgeschichte, und der Leiter

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die vordringlichsten Aufgaben im Arbeitsbereich Medizinischen Poliklinik. Dieses Programm muß sowohl Tag für Tag in der Praxis bei den Unter-

Die Ausgaben der Mdizimschen polillimk

Von Prof. Dr. med. Haas, Direktor der Medizinischen Universitäts-Poliklinik.

heim, zum Glauberg; eine botanische Exkursion fin­det in den Schiffenberger Wald statt.

Kurse der Dolksbildungöstälte.

In Gießen wird die Unterabteilung des Volks­bildungswerkes, die Volksbildungsstätte, einen Hand- harmonika-Kursus, einen Zeichen- und einen Photo- Kursus, so wie einen Arbeitskreis für Laute- und Gitarrespiel einrichten.

Selbstverständlich wird auch in Zukunft der Sportarbeit breiter Raum gewidmet werden, über die in anderem Rahmen zu berichten sein wird.

Insgesamt kann man erkennen, daß es sich die RSG.Kraft durch Freude" sehr angelegen sein läßt, Kulturarbeit auf breitester Grundlage zu lei­sten. Alle Volksgenossen, die bewußten Anteil am deutschen kulturellen Leben nehmen wollen, haben hier die Möglichkeit, in unmittelbarer Verbindung mit deutscher Kunst und deutscher Kultur zu bleiben.

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sundheitsschäden zu verhüten suchen. Sie ist damit in allererster Linie berufene Hüterin zur Aufrecht­erhaltung der Dolkskraft und der Gesundheit der Nation.

Um nur andeutungsweise und in Stichworten einige Arbeitsgebiete der Medizinischen Poliklinik zu skizzieren, kommt zur Zeit bei der Durchführung des Vierjahresplanes der Betreuung der Belegschaf­ten der Hüttenbetriebe besondere Bedeutung zu. ES gilt hier in erster Linie, die Staübschäden der Lunge in dem Stadium zu erkennen, wo durch rechtzeitiges Auswechseln des Arbeitsplatzes ernstere Gesundheits­störungen der Gefolgschaftsmitglieder einerseits und Entschädigungspflicht des Werkes bzw. der Berufs­genossenschaft anderseits vermieden werden, könnem Ubi nicht Raubbau mit der Gesundheit der Beleg­schaft zu treiben und damit durch Ausfall von Ar­beitskräften den Vierjahresplan zu gefährden, wer­den terminmäßige Untersuchungen der Gefolgschafts­mitglieder in der Poliklinik mit hierfür vorgebilde­ten Aerzten bei entsprechender Einrichtung des In­stitutes durchgeführt. Viele, ganz präzise Entschei­dungen sind hier von ausschlaggebender Bedeutung, um den letzten arbeitsfähigen Mann an die richtige Stelle im Arbeitsprozeß einzugliedern. Aehnlichs Ziele verfolgen die Untersuchungen anderer Be- ttiebe, wo die Auffindung von Infektionsquellen di-! Hauptrolle spielt, wie z. B. der Kliniken und Veteri­närkliniken mit ihren zahlreichen Betriebsmitglie­dern.

Damit kommen wir zu einem besonders großen Arbeitsbereich der Medizinischen Poliklinik: der Lun­genfürsorge. Die Medizinische Poliklinik ist nicht nur die Fürsorgestelle für Stadt- und Landkreis Gießen, sondern darüber hinaus kommen die zu Betreuen­den aus dem großen Umkreis Oberhessens und dem Lahn-Dillgebiet. Oberstes Gesetz für die Tuberkulose­bekämpfung ist 1, Aufdeckung und Sanierung der Entstehungsquellen, d.h. der offenen Lungentuber­kulose, und 2. Auffindung und Behandlung der Lungentuberkulose, bevor sie offen ist. Um dieses große Ziel zu erreichen, sind ungeheuer mühselige, zeitraubende und vielseitige Umgebungs-, Reihen« und Gruppenuntersuchungen erforderlich. Es werden durch diese Maßnahmen Tausende von Volksgenos­sen nicht nur in Industriegebieten, sondern besonders auch bei der Landbevölkerung, die sich für gesund halten, rechtzeitig dem traurigen Schicksal des z Schwindsüchtigen entrissen und als wertvollste Dolkskraft dem Staate erhalten.

Eine nicht minder große Rolle, wie in der Ver­hütung der Lungenkrankheiten, spielt die Fürsorge und Vorsorge bei Beschwerden von (eiten des Ma­gens. Auch hier ist die Frühdiagnose und frühzeitig gegebener ärztlicher Rat, gleichgültig, ob es sich um einen Magenkatarrh, Magengeschwür oder Krebs handelt, entscheidend für den weiteren Verlauf. Bei der großen Zahl von Magenkranken gerade in dev heutigen Zeit bedeutet deshalb die exakte fachärzt­liche Betreuung für den Arbeitseinsatz ungeheue« viel.

Nicht anders steht es mit den Zuckerkranken, di6 wir heute ebenfalls, auch wenn es sich um schwere Formen handelt, bei exakter Fürsorge voll leistungs- und in der Arbeitsschlacht einsatzfähig erhalten kön­nen.

Ganz ähnlich liegen die Aufgaben bei vielen an­deren Krankheitsgruppen, wo durch sachgemäße Ueberwachung und terminmäßige Kontrolle die Ar­beitsfähigkeit erhalten werden kann.

Es bedarf wohl keines weiteren Hinweises, daß einer Klinik, die zur Erfüllung dieser gewaltigen Aufgaben eingesetzt ist, auch, nur einigermaßen so­viel Raum zur Verfügung stehen muß, daß 1. über­haupt die Arbeit geleistet werden kann, 2. die Pa­tienten in entsprechend geräumigen und hygienischen Warteräumen untergebracht werden können. In die­ser Beziehung sind die Verhältnisse in der Medizi­nischen Poliklinik keineswegs ideal, um so erfreulicher ist die Tatsache, daß die schon seit Jahren von der Direktton geforderte Erweiterung nun in Erfüllung- gehen soll.

Genau so selbstverständlich wie die notwendig ge­wordene Vergrößerung und Erweiterung der Unter« suchungs- und Warteräume dürfte die Errichtung eines eigenen Hörsaales fein, der der Medizinischen Poliklinik seit ihrem Umzug in die Frankfurter Straße immer noch fehlte. Hier sollen den Studieren- den in engstem örtlichen Zusammenhang mit den poliklinischen Untersuchungen bei selbsttätiger prak­tischer Betätigung Erfäbrungen und Richtlinien der Gesunderhaltung zur Bewahrung der Leistungs­fähigkeit unseres Volkes gelehrt werden.

Die großen Bauprojekte für die Llniversität Gießen

Baumeister und Wissenschaftler über die Ziele der neuen Bauaufgaben.

Chirurgische Veieriuärllinik im Aufschwung

Von Prof Dr. Bolz, Direktor der Chirurgischen Veierinärklinik.

Seiler im Frankfurter Westhafen.

Lpd. Frankfurt a. M., 14. Sept. In der Nacht zum Mittwoch gegen 2 Uhr brach im Wett- Hafen in einem der Stadt Frankfurt gehörenden Kornlagerhaus Feuer aus, das die Ma­schinenanloge zum größten Teil zerstörte. Die ein­gelagerten Getreidevorräte blieben völlig unversehrt. Das Feuer konnte rasch gelöscht werden. Ein Arbeiter erlitt eine leichte Fußver­letzung. Vermutlich ist der Brand durch eine Staub­explosion entstanden.

Der Volkswagen in Frankfurt.

Lpd. Frankfurt 0. M., 14. Sept. Am Mitt­wochnachmittag ist ein Volkswagen in Frank­furt 0. M. eingetroffen, der auf der Bau- und Sied­lungs-Ausstellung aufgestellt und dort zu sehen sein wird. Den zahlreichen Volksgenossen, die die Bau- und Siedlungs-Ausstellung besuchen, wird damit eine Gelegenheit geboten, den Volkswagen aus eigener Anschauung kennenzulernen.

Rundfunkprogramm

Freitag, 16. September.

5 Uhr: Frühmusik. 5.45: Ruf ins Land. 6: Mor< genfieb. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkon« zert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Bäder* konzert. 9.30: Nachrichten. 9.40: Mutter turnt untj spielt mit dem Kind: Wir spielen im Sand. lOij Schulfunk: Johann Nikolaus Dreyse. 10.30: Kampf­spiele: Ergebnisse der HJ.-Kämpfe und die Lehren, daraus. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15^ Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Caruso- Gigli. 15: Kleines Klavierkonzert. 16: Nachmittags* konzert. Das Mikrophon unterwegs. 18: Zeit* geschehen. 18.30: Meisterwerke der Chormusik. 19q Der Garnmacher Crompton, Erzählung von Heinrich Diefenbach. 19.15: Unterhaltungskonzert. 20: Nach­richten. 20.15: Unterhaltungskonzert. 21.15: Ich will leben und kämpfen, lieben und hassen. Eine Hörfolgel um Hermann Löns. 22: Nachrichten. 22.30: Unter* Haltung und Tanz. 23 bis 23.20: Sporteknlage. 241 Nachtkonzert I. 2 bis 3: Nachtkonzert II.

der sich in ein Lehr- und in ein Forschungsinstitut gliedert, zeigt eine durchaus symmetrische Anlage in Hufeisenform, die bei der Beschaffenheit des Bau­platzes, der an der Ecke der Uhlandftraße und des Wartwegs liegt, leicht möglich war. Seitdem man Anatomien baut, hatte man die rein symmetrische Grundrißanlage gewählt, die dem Charakter des Gebäudes entsprach und monumental wirkte. Erst in letzter Zeit ging man vereinzelt hiervon ab, ins­besondere bei großen Anlagen wie Basel, München, Königsberg u. a., die durch mchr sachliches Anein­anderreihen der Räume moderneren Eindruck machen. Seitens des Instituts wurde besonderer Wert auf die Anlage eines mit dem Gebäude verbundenen Gartens gelegt, als Erholungsstätte in der Freizeit während der Arbeitszeit. Der Grundriß zeigt eine Straßen- und eine Gartenfront, letztere mit dem Hörsaal mit den hierzu gehörigen Räumen, die nach Nordwesten liegen.

Der Neubau der Erweiterung des Physika­lischen Instituts, der an der Stephanstraße unmittelbar anschließend an das bestehende Haupt­gebäude errichtet wird, wird in feiner äußeren Er­scheinung bestimmt durch den großen Hörsaal und das fensterlose Hochspannungshaus, das angeschlossen ist. Eine neue Anordnung der Räume in dem be­stehenden alten Physikalischen Institut gliedert nach Ausführung des Erweiterungsbaues die gesamte Gebäudeanlage in ein Lehr- und Forschungsinstitut.

Die Poliklinik erhält den Anbau eines Hör­saals mit den erforderlichen Nebenräumen nach der Klinikstraße zu.

Die Chirurgische Veterinarklinik er. hält die erforderliche Erweiterung durch Anbauten nach dem Hofe und nach der Straße zu, ferner durch Aufstockung eines ganzen Geschosses.

lieber den Entwurf zu einem Neubau der Land­wirtschaftlichen Institute soll an anderer Stelle Näheres ausgeführt werden, ebenso über die Neugestaltung der K l i n i k st r a ß e und über weitere geplante Kliniks- und Institutsbauten.

ImGießener Anzeiger" Nr. 200 vom 27728. August haben wir unter Beifügung von Modellbildern über große Neu- und Er­weiterungsbauten für die Universität Gießen berichtet, die mit Genehmigung der Landes­regierung als vordringliche Aufgaben für den weiteren Ausbau und damit für die verstärkte Förderung unserer Alma mater Ludoviciana in absehbarer Zeit zur Durchführung kommen werden, lieber diese Neu- und Erweiterungs­bauten und über die baukünstlerischen Ziele, die mit der Verwirklichung der Projekte er­reicht werden sollen, äußern sich nunmehr, auf unsere Bitte, der Entwurfsbearbeiter, Re- gierungSbaurat G e r l a ch vom Hessischen Hochbauamt Gießen, und die Leiter der in Betracht kommenden Universitätskliniken in eigenen Aufsätzen. Nachstehend bringen wir die ersten Artikel zu diesem Thema, einige weitere Aufsätze werden folgen. D. Schriftltg.

Zu neuer Baukultur.

Von Regierungsdaurai Gerlach, Hessisches Kochbauamt Gießen.

Dem Gesicht des Menschen als Ausdruck feiner inneren Haltung sei verglichen dasGesicht" des Hauses als äußerer Ausdruck seiner inneren Gestal­tung, wir können es hierbei unbeachtet lassen, mit welchem zeitlichen Auge wir es betrachten.

Jedes Gebäude wird für einen besonderen Zweck errichtet, der einen bestimmten, zu feiner Erfüllung notwendigen Raum-Aufbau fordert. Die äußere Gestaltung ist geprägt durck die Baugesinnung als seelischer und geistiger Ausdruck der baukulturellen Wertigkeit der Kulturperiode, sie wird damit Zeit­dokument der Kulturgesinnung eines Volkes, sie wird Stil schlechthin.

Mr leben am Ausgang einer stillosen Zeit, die fein£ eigne kulturelle Formensprache hat. Sie hat sich schuldig gemacht, indem sie geist- und sinnlos längst abgeschlossene Stilperioden vergangener Kul­turepochen unverstanden nachahmte und sich von dort chre Formenwelt nahm. Diese Zeit liegt in ihren schlimmsten Auswirkungen hinter uns als eine Zeit größten baukulturellen Verfalls, wie sie die Geschichte vorher nicht kannte. Es kann an dieser Stelle nicht darauf eingegangen werden, was zu diesem kulturellen Tiefstand führte die staatliche Führung versagte, den Menschen als Einzel- individuum kann man in vollem Umfange dafür nicht verantwortlich machen, da er, um ein Wort unseres Führers anzuführen, in feiner inneren Aus- richtung nichtklar und gesund" war, denn das Klare und Gesunde" ist auch für das baukulturelle Schaffen unbedingt erforderliche Lebensbedi gung.

Die unbedingte Anerkennung dieser Forderung einer erwachenden Zeit führte zurück zur Wieder­erfassung des hohen künstlerischen Wertes des Handwerks in der deutschen Baukunst als sichtbar gewordener Ausdruck des handwerklich schöpferisch gestaltenden Menschen. Sie führte aber auch zugleich vorwärts zum Umbruch und zeigte den Weg zur Wiedergeburt des deutschen Handwerks, die nurt ihrerseits rastlose und restlose Beseitigung einer Baugesinnung" verlangte, die als Ausdruck ihrer Zeit mißgestalttg an Seele und Geist zum Unter­gang geboren war.

Die Erkenntnis des Tiefstandes dieser Kultur­periode und seine Ursachen, das Wiedererwachen des Verständnisses für das große Gestalten vergan­gener Kulturepochen und die damit verbundene Achtung vor der Tradition als der Mutter jedes neuen Kulturschaffens mit der man vor etwa hundert Jahren gebrochen hatte führt zur Ord­nung und Gesundung des inneren Kulturmenschen und dahin, wo der Faden wieder anzuknüpfen ist. Wir stehen heute im Kampfe gegen eine Zeit des Verfalls und sehen bereits erste und große Erfolge im Ringen um die Form, das uns innerlich neu Bewegende baulich zum Ausdruck zu bringen.

Ebenso wie der Mensch nicht aus dem Nichts entstehen kann, so kann auch ein Kulturzustand nie­mals vom Himmel fallen oder eines Tages er­funden werden. Kultur lebt von altersher, bas kulturelle Geschehen, ihre Fortentwicklung und Ge­staltung sind in die Hände der hierzu Berufenen vnd in die des Volkes gelegt. Kulturschaffen hat mit Hirn- und herzlosenNarreteien" nichts zu tun, wie sie die vorausgegangene Zeit predigen und produzieren konnte.

Der Tiefstand unserer Baukultur kann endgültig I und vollwirksam nur durch einschneidende richtung­weisende Maßnahmen seitens des Staates beseitigt werden. Diese Anordnungen hätten sich als Disziplin Für die Belange der Baukultur, wie sie bereits auf □nberen, das Leben unseres Volkes gestaltenden Ge- vieten bestehen, zu befassen, mit der Schulung und Belehrung des Kulturschaffenden hier des Archi­ven und des Handwerkers mit dem Ziele, siö .. W wahrhaften Kulturarbeitern unseres kulturfor- I Druden Volkes zu erziehen.

Wir brauchen deshalb dasGesetz gegen die Ver­anstaltung", das keineswegs bürokrattfche, reaktiv­ere Zwangsjacke sein soll, sondern das als Schutz -Wb Stütze deutscher Baukultur jene Freiheit wieder- | l'bt, die den deutschen Baumeister und Handwerker , Wieder wie zu Zeiten bester Kulturarbeit befähigt

Gießen und in 10 Orten des Kreises Fi gesetzt werden wird. In jedem dieser Di.. ________

Winterhalbjahr je zwei Verträge bringen. Im Kreise Gießen sind es die Orte: Allendorf an der Lumda, Daubringen, Großen-Buseck, Großen- Linden, Leihgestern, (Brüningen, Heuchelheim, Hun­gen, Klein-Linden, Lich, Lollar, Mainzlar, Stein- bad), Watzenborn-Steinberg und Wieseck. Für die Vorträge wurden u. a. Wissenschaftler unserer San-

Die von mir geleitete Chirurgische Dete- rinärklinik unserer Universität hatte in den letzten Jahren einen erheblichen Aufschwung zu verzeichnen. Dies ist äußerlich allein daran er­kennbar, daß sich die Belegung der Klinik feit dem Jahre 1934 verdreifacht hat. Nicht zuletzt ist dies dem Aufblühen der Landwirtschaft und der Tier­zucht im Dritten Reich und der Besserung der wirt­schaftlichen Lage der Tierbesitzer zu verdanken.

Die Klinik ist die einzige ihrer Art in einem Um­kreis von mehreren hundert Kilometern. Wenn sie auch weiterhin ihre Ausgabe erfüllen soll, wert­volles deutsches Nationalvermögen zu erhalten, das in dem deutschen Tierbestand verankert ist, so ist eine Erweiterung und Modernisie­rung nicht mehr zu umgehen, um so mehr, als sich auch Die Anforderungen an die Klinik vom Blick­winkel des Vierjahresplanes aus gesehen erheblich vermehrt haben. Da auch die chirurgisch erkrankten Pferde der Wehrmacht in der Klinik Aufnahme fin­den, fahrt) der geplante Neu- und Umbau der Klinik nicht nur die Unterstützung der Hessischen Landes­regierung, sondern auch tatkräftige Förderung durch die in Frage kommenden militärischen Dienststellen.

Der Neubau wird nach neuzeitlichen Gesichts­punkten erstellt werden und insbesondere auch durch seine innere Ausgestaltung dem Studierenden einen umfassenden Ueberblick über das Gebiet der mo­dernen Deterinärchirurgie in allen ihren Zweigen vermitteln können.

Die Stallungen für Pferde und Rinder werden eine erhebliche Erweiterung erfahren, um den seit Jahren bestehenden Platzmangel endgültig zu be­heben. Die einzelnen Abteilungen werden baulich und vom hygienischen Standpunkt aus derart gehal­ten sein, daß sie den Ansprüchen jedes Tierfreundes und Tierhalters genügen.

Eine neue große Öperattonshalle mit Oberlicht wird einen zweiten, besonders konstruierten Opera­tionstisch erhalten, in dem die Pferde umgelegt wer­den können. Die Röntgenabteilung wird vergrößert. In ihr sollen die neuesten Apparate Aufnahme fin­den. Ein besonderer Operations- und Behandlungs­raum für Kleintiere ist ebenfalls vorgesehen.

Da die Räume für Unterricht und Forschung zu klein geworden sind, wurde es notwendig, den Bau um ein Stockwerk zu erhöhen. Eine 10 Meter breite und 40 Meter lange, Helle, geräumige Sammlung wird das wertvolle Anschauungsmaterial und Prä­parate von chirurgischen Krankheiten ber Tiere auf­nehmen. Eine besondere Abteilung soll als Rönt- genmufeum eingerichtet werden, und eine weitere soll einen Ueberblick über die Hufkrankheiten und die Hufbeschtagskunde vermitteln. Dieses Stockwerk wird auch den neuen Hörsaal mit Nebenräumen, Laboratorien für Blut- und Gewebsuntersuchungen, das Rontgenlaboratorium, Räume zur Bearbeitung wissenschaftlicher Filme und Photographien, die Bibliothek, ein Laboratorium für Doktoranden usw. enthalten.

Im oberen Stockwerk befinden sich die Dienst­wohnungen der Assistenten, Operationsgehilsen und Wärter, die in eiligen Fällen stets schnell erreichbar sein müssen. Die Bodenräume werden die für die Verpflegung der Tiere erforderlichen Vorräte auf- n^hmen.

, Auch die kleinen Haustiere werden in einem de- 'sonderen Bau ein neues und in jeder Beziehung ansprechendes Heim erhalten. Die mit Zentral- Heizung versehenen geräumigen, Hellen Zwinger für Hunde werden weitestgehend nach neuen Gesichts­sichtspunkten errichtet und zahlenmäßig vermehrt. Auch für Katzen, Vögel usw. sind besondere Räume vorgesehen. Eine größere Verbandhalle, eine eigene Küche, ein Baderaum usw. werden auch diese Ab­teilung allen an sie gestellten Anforderungen gerecht werden lassen.

So wird eine Klinik entstehen, wie sie kaum an­derswo anzutreffen ist und die dem Studierenden beste Arbeitsmöglichkeiten bietet. Die akchitektoni- schsn Schwierigkeiten zu überwinden, Operations- Halle, Stallungen, Arbeits- und Wohnräume, Labo­ratorien und Futtermittellager unter einem Dach zu vereinigen und das Ganze ansprechend in das Straßenbild einzufügen, war eine schwere Aufgabe, die jedoch durch Herrn Baurat Gerlach 'vom Hessischen Hochbauamt in vortrefflicher Weise gelöst worden ist.

so er nun das Alphabet beherrscht, eine eigne Sprache zu sprechen und schöpferisch zu gestalten.

Während die neuerdings ausgeführten Bauten der Universität als Putzbauten im Geiste einer wieder ZUM Leben erwachenden Baukultur ausgerichtet sind, zeigen die älteren, in Blendsteinen mit Haustein- Verzierungen errichteten Gebäude, in deren unmit­telbare Umgebung die jetzt geplanten Bauten ge­stellt werden, bei wohl selbständiger Haltung die Nachteile eines übernommenen, starren Formen­systems. Eine Anpasiung hieran kann nicht in Frage kommen.

Die jetzt auszuführenden Neubauten werden als Putzbauten ausgeführt, sie erhalten das wetter- abweisende und damit bobenftänrtnge deutsche Schie­ferdach in altdeutscher Deckung, die Fenster als or­ganisches Glied der äußeren Formung erhalten Hausteinumrahmungen und Sprossentellung in gleichgroßen Feldern. Betonungen im architektoni­schen Ausbau treten nur da hervor, wo sie von innen heraus bedingt und städtebaulich gerechtfertigt sind. Die Bauten werden in Garten-Anlagen gestellt, die mit plastischem Schmuck versehen werden. Beeinflußt wird die Gestaltung der Grundrisse und somit auch die äußere Gestaltung insbesondere beim Kranken­hausbau und in gleicher Weise bei Gestaltung des Anatomischen Institutes durch die notwendige Orientierung der Räume nach der Himmelsrichtung.

Der Neubau der Erweiterung der Medizini­schen Klinik wird an der Ecke der Gaffky. und Klinikstraße an der Stelle des Mediko-mechanischen Instituts errichtet, das, soweit erforderlich, abge­brochen wird. Die Verbindung' mit dem Haupt­gebäude der Klinik wird neu gestaltet, die nach dem Jsolierhaus neu geschaffen. Der Neubau erhält eine neue Röntgen-Abteilung, Laboratorien für klinische und wissenschaftliche Arbeiten, Behandlungs- und Krankenräume, eine neuzeitliche Bäder-Anlage, Wohn unb Schlafräume für Aerzte, sowie Räume für Schwestern usw.

Der Neubau des Anatomischen I n st i i u t s.

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ber Ortsgruppe Gießen des Reichskolonialbundes, berichtet von Erlebnissen in Deutsch- Sudwest-Afrika.

Besichtigungen und Führungen.

Für Gießen und Umgebung sind mehrere Besich- ttgungen und Führungen beabsichtigt: Oberhessisches Mu eum lFuhrung: Dr. Krüger). Völkerkunde- Museum (Professor Dr. Klute), Liebig-Museum (Professor Dr. B e h a g h e l), Geologische Samm-

Professor Dr. Hümme I), Botanischer (Bor­ten (Dr. Heidt), Schmetterlings- und Käfer-Samm­lung von Universitäts-Gartenbau-Inspektor Nessel und Stadttheater (Intendant (S ch u l tz e - G r i e s- h e i m). Eine Führung durch Gießen wird unter der ^Leitung von Professor Dr. Rauch durchge- suyrt. Führungen und Besichtigungen werden auch m die Umgebung unternommen, z. B. nach den Goethestätten in Wetzlar und Frankfurt a. M., zum Limes und nach Kloster Arnsburg, nach Bad-Nau-

Die Medizinische Universitäts-Poli­klinik ist ein Institut, welches nicht nur in Zu­sammenhang mit anderen Universitätskliniken, son­dern weit darüber hinaus in Verbindung mit den Gesundheitsämtern, Parteiinstanzen (NSV. und Amt für Volksgesundheit), Landesoersicherungsanstalten, Berufsgenossenschasten, Wohlfahrtsämter, Arbeits­ämter, Industrie, Kommunen, Militär- und Arbeits­dienststellen die gesundheitliche Ueberwachung der breitesten Volksschichten durchzuführen hat. Die Ver­hütung gesundheitlicher Schädigungen und die Auf- rechterhattung der beruflichen Leistungsfähigkeit sind

Haupt-Niederlage in Gießen:

Jean Weisel, Sonnenstraße 6

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