egonnen, kamen aber Gewitterregen zwang
guten
Das Weltergewichtsturmer hatte acht Teilnehmer zu verzeichnen, und zwar; Lamprecht und
Inzwischen hatten die Weitspringer und Speerwerfer mit ihrem Kampf begonnen, kamen aber nicht weit. Ein gewaltiger Gewitterregen zwang zum Abbruch. Erst nach zehn Minuten konnten die Wettbewerbe fortgesetzt werden. Die große lieber« raschuna im Weitsprung bildete Feldwebel L e i ch u m , der den Sieg mit 7,61 Meter an sich riß. Das war um so erfreulicher, als Meister Lang bisher wenig Zeit zum Training aufbringen konnte und so mit 7,43 Meter nur auf den dritten Platz hinter Nutting (7,53 Meter) kam. Der USA.^eifter ßacefielb kam nur auf 7,32 Meter!
Wenig Glück entwickelten unsere Langstreckenläufer in diesem Länderkampf. Nach der Niederlage im 10 OOO-Meter-Lauf am Samstag mußten sich die Deutschen auch über 5000 Meter mit den Plätzen hinter dem Amerikaner Rice begnügen. Allerdings befand sich Meister Syring gesundheitlich nicht ganz-auf der .Höhe. Die ersten 3000 Meter legte das Viererfeld ziemlich geschlossen zurück. Dann konnte der Deutschamerikaner Mehl nicht mehr mithalten. Brust an Brust kämpften Syring und Eitel, während Rice schon einen kleinen Vorsvrung gewonnen hatte. Er siegte mit 10 Meter Abstand vor Syring in 14:56 Minuten. Eitel konnte den dritten Platz sicher vor Mehl halten. 110:85 für USA.!
Der Start des Zwölferfeldes gelang hervorragend. Brauchitfch war sofort in Front vor seinem Stallgefährten Lang und dem auf Auto-Union fahrenden Nuvolari. Mit einer Runde von 11:13,5 hatte sich Brauchitsch sehr schnell einen Vorsprung von fünf Sekunden erkämpft. Der für Sommer eingesprungene Biondetti kam mit seinem Alfa nicht
Somit ging die 2. Mannschaft des Sportvereins 1920 Lollar als 1. Sieger, Fronhaufen als 2. und Waldgirmes als 3. Sieger aus der Runde hervor. Die Spiele wurden im k.o.-System durchgeführt. Vor den Spielen begrüßte Kreisfachamtsleiter Hugo Henkel die Mannschaften auf dem Sportplätze. Gegen 13 Uhr waren die Spiele beendet.
Gegen 15 Uhr bewegte sich der Festzug, an dem sich auch die Wißmarer Vereine beteiligten, durch den Ort. Alle Fußballmannschaften nahmen teil und die Bewertung der schneidigsten Mannschaft war sehr schwer, da alle Mannschaften sich bemühten, möglichst stramm aufzutreten. Als Sieger aus diesem Wettbewerb ging die Fußballmannschaft der 3. Komp. MG. 2 Wetzlar hervor. Lobend erwähnt bei der Bewertuna wurde die Fußballmannschaft des Turnvereins Wißmar.
Durch den Turnwart Will wurde nachmittags von der Fußballmannschaft Kugelgymnastik vorgeführt, dann folgten Keulenübungen der Turnerinnen des Turnvereins Wißmar und dann ein Reigen, ausgeführt vom VDM. und Turnerinnen des'Turnvereins Wißmar. Die Vorführungen des Turnvereins Wiefeck konnten wegen des anhaltenden Regens nicht durchgeführt werden. Auf dem Festplatze übergab Kreisfachamtsleiter Daupert (Wiefeck) im Auftrage der Kreisführung des DRL. in einer kurzen Ansprache dem Verein die in Breslau geweihte Fahne.
Nach der offiziellen Feier fand man sich noch zu einem gemütlichen Tanz ein. Bei der Preisvertei- lung erhielten die 1. und 2. Sieger wertvolle Plaketten und Büsten, die 3. Sieger Ehrenurkunden.
ter Kämpfer entpuppte und ebenfalls einen Eindruck hinterließ.
Lamprecht, Hanau 1860 Sieger im Weltergewichtsturnier.
Die Siegesserie der neuen deutschen Formel- Rennwagen wurde am Sonntag fortgesetzt. Wiederum endete Mercedes-Benz in Front. Diesmal war der im bisherigen Verlauf des neuen Rennjahres nicht gerade glückliche Europameister Rudolf C a r a c c i o l a der Fahrer des siegreichen Wagens. Mit 3V2 Minuten Vorsprung gewann Caracciola das 412,8 Kilometer lange Rennen in 3:03:45,6 Stunden mit einem Stundenmittel von 134,783 Kilometer vor den beiden italienischen Alfa-Romeo- Fahrern Farina und Belmondo, sowie dem überrundeten Comotti auf Delahaye. Alle übrigen Wagen waren durch Materialschäden ober andere Zwischenfälle ausgeschieben. Auf der langen Geraden würben wieber bie Kilometer-Zeiten ber einzelnen Wagen gestoppt, unb auch hier zeigte sich Carac- ciolas Mercebes allen voraus; mit 13 Sekunben unb einem Mittel von 276,9 km/st war er der absolut schnellste Fahrer bes Rennens.
Mit Ausfällen begann es.
P r o b ft („Hanau 1860"), Hch. Müller („Eiche", Hanau), Schott und Steinbach (Alsfeld), Kumpf (Friedberg), sowie Becker und Klotz (Gießen). Die Gleichwertigkeit dieser Ringer ergab sich daraus, daß die meisten Kämpfe über die Zeit gingen. Lamprecht war dank feiner Kraft der beste Mann und siegte verdient.
Die Ergebnisse.
1. Runde: Müller (Hanau) besiegte Kumpf (Friedberg) nach Punkten. Schott besiegte Becker (Gießen) durch überraschenden seitlichen Ueberrourf. Steinbach besiegte Probst (Hanau) durch Aufreiher. Lamprecht (Hanau) überraschte Klotz (Gießen) mit einem blitzschnellen Ueberstürzer.
2. Runde: Schott (Alsfeld) besiegte Kumpf (Friedberg) knapp nach Punkten. Ebenso knapp unterlag Becker dem Alsfelder Steinbach. Lamprecht besiegte Müller nach Punkten. Klotz besiegte Probst durch Schulterschwung. Ausgeschieden sind Kumpf, Probst und Becker.
3. Runde: Nach ausgeglichenem Kamps erhielt Schott (Alsfeld) den Punktsieg gegen Klotz zugesprochen. Auch Steinbach wurde über Müller Punktsieger. Lamprecht siegte über Schott durch lieber» stürzer und im Endkampf überlegen gegen Steinbach nach Punkten.
1. Sieger Lamprecht (Hanau), 2. Steinbach (Alsfeld), 3. Schott (Alsfeld).
Ausgezeichnete Leistungen imGewichtheben.
Durch die lange Dauer des Ringerturniers war es bereits Mitternacht, als die Gewichcheber mit Weltmeister Liebfch auf die Bühne traten. Im Auftrage des Oberbürgermeisters überreichte Pg.
• Hendrich dem Weltmeister eine Führerplakette, i worauf die Wettkämpfe begannen.
wällte von Ryan geschlagen.
Unser Olympiasieger im Kugel st oßen, Hans Wöllke, konnte leider am Sonntag nicht an seine beste Form anknüpfen. Wohl kam Wöllke sofort auf 15,77 Meter und lag lange in Front. Doch der stämmige Amerikaner Ryan verbesserte sich ständig und stieß schließlich 15,82 Meter. Wöllke blieb dagegen stets hinter seinem ersten Versuch zurück und mußte sich mit dem zweiten Platz begnügen, während Lampert Letzter wurde.
Auch die zweite Staffel fiel an USA.
Es gab nicht wenige unter den Zuschauern, die an einen deutschen Erfolg im letzten Wettbewerb des Länderkampfes, in der 4X4OO-Staffel, glaubten. Aber gegen die Amerikaner Marion, Miller, Howells und Malott war kein Kraut gewachsen. Da kamen auch Blazejezak, Rinck, Bues und Linnhoff nicht auf. Zwar verlor Blazejezak gegen Marion nur zwei Meter und Rinck hielt diesen Abstand gegen Miller. Dann aber kam unser schwächster Mann: Bues. Der Berliner übergab Linnhoff den Stab mit großem Rückstand, so daß Malott ungefährdet dem Zielband zustrebte. In 3:13,4 Minuten siegte USA. vor Deutschland in 3:14,8 Minuten.
Die Amerikaner hatten den Leichtathletik-Länderkampf mit 122:92 Punkten überlegen gewonnen!
Knapper Sieg der grauen gegen polen.
Man war darauf gefaßt, daß die starken Polinnen im Leichtathletik-Länderkampf gegen Deutschland, der zudem noch in Promberg, also für unsere Gegnerinnen „zu Hause" äusgetragen wurde, schwere Gegner waren. Mit 49:40 Punkten siegten aber schließlich die deutschen Frauen. Der Erfolg wurde
Ergebnisse der Aklasse:
Lollar! — 3. Komp. MG. 2 1:0; Wißmar gegen Erda 1:0; Klein-Linden — Leihgestern 1:0; Lollar I — Klein-Linden I 0:1 (nach Verlängerung); Wißmar — Klein-Linden I 2:0.
Danach ging Wißmar als 1. Sieger, Klein-Linden I als 2. Sieger und Lollar! als 3. Sieger aus den Spielen hervor. Die Fußballmannschaft des Turnvereins verzichtete als Gastverein zugunsten des 2. Siegers auf den Pokal. Dieser fiel an Klein- Lmden I und Lollar I konnte sich dadurch in den Besitz des zweien Pokals setzen.
vklasse:
VfB.-Reichsbahn Gießen III — Lollar II 0:2; Treis — Waldgirmes 0:1; Fronhausen — Erda 1:1 (nach Verlängerung) 2:1; Daubringen — Klein- Linden II 2:1; Waldgirmes — Fronhausen 0:0 (Los für Fronhaufen); Lollar II — Daubringen 0:0 (Los für Lollar II).
über die erste Runde hinaus, aber in der zweiten fehlten auch Brauchitfch und Nuvolari, so daß Caracciola an die Spitze kam. Brauchitfch rollte mit seinem Wagen langsam zum Ersatzteillager; Maschinenschaden zwang den Pechvogel unserer Rennfahrer zur Aufgabe. Wenig später erschien auch Nuvolari zu Fuß vor den Tribünen; ein Drfferential- bruch hatte ihn aus dem Rennen geworfen. Hinter Caracciola veränderte sich in den folgenden Runden das Bild etwas.
Langs Mercedes brennt!
Nach der fünften Runde gab es eine weitere Sensation: Lang fehlte, als das Feld in wildem Tempo an den Tribünen vorbeiraste. Sein Mercedes war unterwegs auf der Strecke in Brand geraten. Geistesgegenwärtig steuerte er ihn noch durch eine der künstlichen Schikanen hindurch und dann auf einen Acker. Er konnte gerade noch aus dem Wagen springen, da schoß auch schon eine 3 0 Meter hohe Stichflamme zum Himmel empor. Aber auch Trossi mußte halten und Villorefi seinen Maserati wegen starker Rückenschmerzen übergeben. Dadurch kamen die beiden Auto-Union von Müller und Hasse kampflos auf den zweiten und dritten Platz. Nach der Hälfte des Rennens betrug der Abstand zwischen Caracciola und Müller eine halbe Minute. Dahinter folgten in regelmäßigen Abstän-
Turn- und Sportfest in Wißmar.
Großes Jußball-Blih-Turnier mit 14 Mannschaften.
Gießener Großkampftag in der Schwerathletik!
Weltmeister Liebsch schafft im Oreikampf 605 Pfund.
Europa-Schwimm- Jlieisterschafien abgeschlossen. Die 5. Europameisterschaften im Schwimm «i wurden am Samstagabend in ber Londoner Wem bley-Halle zum Abschluß gebracht. Die schöne Kampfstätte wies zum ersten Male ausverfaufte Ränge auf; über 10 000 Besucher wohnten den lep ten Entscheidungen bei.
Eingeleitet wurde der Abend mit einem deutscher Doppelerfolg im Turmspringen. Erhard Weiß utt> Heinz K i tz i g , bie schon in ber Pflicht eint Na:e Führung erlangt hatten, konnten bei den Stur- sprüngen ihren Vorsprung noch vergrößern, ter. junge Kitzig bestach durch seine bestechende Gm- tauchtechnik, während Weiß eine Reihe eleganter Sprünge mit hohen Schwierigkeitsgraden vorführtr. Weiß siegte schließlich mit 124,67 Punkten vor fei' nem jungen Landsmann, ber auf 121,53 Punkte kam. Ä ,
Der (EnMauf über 1500 - Meter - Ära ul wurde eine Beute des schwedischen Meisters Björn I Borg, der in 19:55,6 Minuten den Engläittik Leivers und unseren deutschen Meister Arendts auf die Plätze verwies. Borg führte vom Start i weg, passierte die 1000 Meter in 13:13,0 Minu^ unb siegte knapp vor dem mächtig spurtenden länber, der in 19:57,0 anschlug. Arendt hatte <w| ber Strecke einen harten Kampf mit dem UiM Gros zu bestehen. Bei 900 Meter mußte der Ungar aber feinen Widersacher ziehen lassen und in 20:12,6 kam ber Deutsche zu einem ehrenvollen dritten Platz.
Ungarn TBafferbaUfieger.
Im Wasserballturnier beendete Ungarn seine Kämpfe mit einem 8:1 (5:1)-Sieg über England und würbe damit Sieger vor Deutschland. Ten dritten Platz sicherte sich Holland durch ein (2:1) gegen Frankreich.
Balte mit Handschlag vor Sidas.
Im 200 - Meter - Brustschwimmen der Männer lieferten sich die beiden Deutsch!« Balke und Sietas einen erbitterten Kampf übrt die ganze Strecke, der bie 10 000 Zuschauer zu sw« mischer Beaeisterung hinriß. Mit Handschlag si-^e schließlich Meister Balke vor dem Hamburger. A den dritten Platz kam ber kräftige Jugoslawe Cer«.
Zu ihrem zweiten Erfolg kam die dänische W retorblerin Ragnhild Hvegger. Sie war ÜW 400 . Meter - Kraul allen Mitbewerberin^ weit überlegen.
Laracciolas erster Sieg 1938.
Hennen der Ausfälle und Ueberraschungen. - 14. 6oppa Acerbo.
Die Jubiläumsveranstaltung des „1. Kraft- unb Sportklubs 1893 Gießen" war sportlich ein großer Erfolg. Leiber war ber Besuch nicht so, wie er, nach den prächtigen Leistungen gemessen, hätte sein müssen, denn sowohl im Boxen wie auch im Gewichtheben unb Ringen war beste Klasse am Start, so baß sich auf ber ganzen Linie fesselnde Kämpfe entwickelten. Als Kampfrichter im Boxen amtierte Schneider (Wetzlar) zur Zufriebenheit, was auch von bem Kampfrichter für Ringen, Schwalm (Alsfeld) zu sagen ist.
Spannende Kämpfe im Boxen.
Als erste Programmnummer stieg bann Boxen, wobei folgende Ergebnisse erzielt wurden: Leichtgewicht: Scheer (Wetzlar) gegen Ohligs (Wetzlar). Ein aufregender Kampf, in bem ber schnelle Ohligs Punktsieger wurde. D e m a n 5 (Wetzlar) besiegte Ferger (Gießen) durch technischen k. o. Gefr. Mucha (Gießen besiegte Denn (Wetzlar) nach flottem Kampf überlegen nach Punkten.
Als Hauptkampf stieg dann das Treffen des deutschen Meisters 1938 im Halbschwergewicht, Uffz. Köppers (Gießen) gegen Gaumeister Daupel (Marburg) Beide zeigten einen prächtigen Kampf. Obwohl Köppers nicht ganz aus sich herausging, hatte er immer das Heft in der Hand und siegte wie er wollte, obwohl Daupel sich als äußerst Har
den Hasse, Villorefi (Trofft) Lnd FadknÄ.
Müller in Front — aber ohne Benzin.
Caracciola hielt zum Tanken und Müller übernahm in seinem Auto-Union die Spitze. Mitten auf der Strecke ereilte Müller das Geschick; man hatte sich an seiner Box arg verrechnet: ohne einem Tropfen Benzin hauchte der Auto-Union-Wagem fang- und klanglos sein Leben aus. Bedauerlich nicht nur für den bis dahin ausgezeichnet gefahrenen Müller, sondern auch für die weitere Entwick- lung des Rennens! Villorefi, der mit 10:57 (141,3 Kilometerftunden) die Rekordrunde des Rennens fuhr lag dann an zweiter Stelle hinter Caracciale, während Dreyfus (Delahaye) aufgab. Bald mufcie ber Maserati bie Reifen wechseln unb ging wieder mit Trossi ins Rennen. In ber 11. Runde besiegelte ein Kerzenschaden endgültig das Schicksal des ita- lienischen Wagens, der sich auch diesmal wieder als gefährlicher Gegner der Deutschen erwiesen hatte.
Caracciola allein übrig.
Sieg im Länderlampf gegen Belgien mit 114 : 73 Punkten.
Während im Berliner Olympia-Stadion der Großkampf der besten deutschen Leichtathleten gegen USA. tobte, begann zur gleichen Zeit in Brussel eine zweite deutsche Garnitur den sich ebenfalls über zwei Tage erstreckenden Länderkampf gegen Belgien. Erwartungsgemäß holten bie Deutschen gleich am Samstag einen großen Vorsprung heraus und führten zum Schluß mit 49:28 Punkten.
Von den 7 Wettbewerben des ersten Tages gewannen die Belgier nur den 8OO-Meter-Lauf durch ihren hervorragenden Mittelstreckler Mostert, der Schmidt in fabelhaftem Endspurt überlegen schlug. Emen schönen Sieg lief der Berliner Eberhard über 10000 Meter heraus. Stets im Fahrwasser des guten Belgiers Chapelle laufend, hatte Eberhard zum Schluß noch so viel Kraft, feinen Gegner in einem schnellen Endspurt glatt zu schlagen.
Der zweite Tag von Brüssel.
Unsere „zweite" Leichtathletik-Mannschaft sicherte bann am Sonntag den Sieg von 114:73 Punkten.
kaindl unb Heyn enttäuschten.
Mit einer Programmänderung wurden die Wettkämpfe fortgesetzt: die 3 O O O - M e t e r - Hindernisläufer machten sich auf den Weg. Der Münchner Heyn kam bereits beim ersten Hindernis zu Fall, stolperte aber humpelnd weiter. Als er bei ber zweiten Runde an der gleichen Stelle wieder fiel, waren seine Aussichten begraben. So kämpfte Kaindl allein gegen bie beiben Amerikaner, die ihn langsam zermürbten und vor dem Ziel bereits auf den dritten Platz verwiesen. In 9:53,6 Min., einer guten Zett angesichts der schweren Bahn, siegte Efaw vor seinem Landsmann Degeorge, sowie Kamdl und Heyn, der wenigstens durchgehalten hatte. Deutschland — USA. 66:85 Punkte.
Amerikanischer Doppelsieg.
Aber die belgischen Athleten ließen durchaus nicht den Mut sinken unb nahmen am Sonntag vor 4000 Zuschauern bei kühlem, aber trockenem Wetter den Kampf mit frischem Mut wieder auf. Vier schone, zum Teil überraschende Siege waren der Lohn. Ganz be andere Anerkennung verdient ber 1 50 0-’Ne- ter - Lauf von Mostert, ber burch seine erstaunliche Spurtfähigkeit in 4:02,2 Minuten unseren veranlagten Jakob unb Strößenreuther sicher auf bie Plätze verwies. Heber 200 Meter sicherte sich Saelens (Belgien) nach einem ansprechenben Lauf in 22,3 Sekunben ben Sieg vor Riether, seinem Landsmann Guthy und Pfäffle. Weiter holten sich die Belgier die 4 O O-M e t e r - H u r d e n , die Bos- mans in 54,5 Sekunden vor Scheele (56,4) an sich brachte. Ueberzeugend war auch der belgische Sieg in der 4 X 4 O 0 - M e t e r - S t a f f e l. Von Beginn an lagen bie Belgier in Front. Sie gewannen sicher in der neuen Lanbesrekordzßit von 3:22,3 Minuten.
In allen übrigen Wettbewerben gab es klare deutsche Siege, zum Teil sogar Doppelerfolge. Besonders spannend verlies der 5 0 0 0 = TI et er «= Lauf, in dem Fellersmann und Ebelein sich bis ins Ziel einen verbissenen Kampf lieferten, ben Fellersmann mit Brustbreite in 15:20 gewann.
Am Start waren im Federgewicht, d.h. bis Pfund Körpergewicht: Liebsch (Düsseldorf) Fritz Funk (Gießen), im Leichtgewicht (bis 1» Pfund): Jr g-e und Hermann (Marburg), so«' Schrader (Gießen). Mittelgewicht war unbew Halbschwergewicht (bis 165 Pfund): Willi B e (Gießen). Schwergewicht: Gary (Marburg).
Die Leistungen.
Beidarmig Drücken: Fritz Funk 120 Schrader 145 Pfund, Jrge 160 Pfund, Bellosf Pfund, Hermann 170 Pfund. Gary 215 P'^- (Diese Leistung bedeutet Gaurekvrd.) Liebig drückte 180 Pfund, Sann 190 Pfund und ging 10 seinem dritten Versuch an 195 Pund, um ben ’ ihm gehaltenen Weltrekord von 193 Pfund zu uw bieten. Leider mißglückte der Versuch. 3m beibapj Reißen wurden folgende Leistungen erzielt: ft. 130 Pfund, Bellosf 160 Pfund, Jrge 170 PA. Hermann 170 Pfund, Liebsch 185 Pfund und (Ri 190 Pfund. _
Beidarmig Stoßen: Funk 170 Schrader 190 Pfund, Belloff 210 Pfund, Wj 210 Pfund, Jrge 230 Pfund, Liebsch 230 Pfunds Gary 250 Pfund. In der Gesamtwertung erreiOT, ; Fritz Funk 420 Pfund, Schrader, der wegen M Verletzung nicht reißen konnte, 335 dfund Drücken und Stoßen), Belloff 530 P^und, Her-tt 550 Pfund, Jrge 560 Pfund, Gary 655 Pfund n Weltmeister Liebsch 6 05 P f und.
Also eine Leistung, die nur 15 Plund unter Höchstleistung liegt. Liebsch hinterließ bei der ö schauern durch fein b-,ch-id-nes Auftteten " sehr guten Eindruck, und seine glanzendent gen Eden mit stürmischem Beifall Mrtnt auch bei den übrigen Hebern wurde mit Dersau V 1 gekargt.
Der Turnverein Wißmar veranstaltete am Sonntag ein Werbefest, das in allen Teilen als wohlgelungen zu betrachten ist. Auf Einladung des Turnvereins hatten sich 6 Fußballmannschaften der A-Klaffe und 8 Fußballmannschaften der 8-Klasse eingefunden, um an dem ausgeschriebenen Blitzturnier teilzunehmen. Bei gutem Wetter konnten die Spiele bereits um 7 Uhr ihren Anfang nehmen. <Äe wurden in muftergültiger Weise durchgeführt. Auch hatte sich eine große Anzahl Zu- chauer eingefunden, die mit großem Interesse die einzelnen Spiele verfolgten.
Nach drei Viertel des Weges lagen noch zwr- deutfche Wagen auf den vorderen Plätzen mit Caracciola und Haffe am Steuer, dicht dahinter Fr- rina und Belmondo, die sämtlich den kompressor- losen Delahaye von Comotti schon überrundet ha», ten. Da fiel drei Runden vor Schluß auch noch ber letzte Auto-Union aus dem Rennen. Hasse mufeh wegen Maschinendefekt aufgeben. Inzwischen fuhr Caracciola an der Spitze fein Rennen überlegen nach Hause. Zehntausende winkten ihm auf der letz- ten Runde begeistert zu. Mit den deutschen Hymnen am Ziel wurde der Sieger Caracciola geehrt.
Pietsch Zweiter bei den „Kleinen".
Dem Rennen der Formelwagen war ein Wettbewerb der 1)4-Liter-Klasse über 6 Runden = 154,! Kilometer vorausgegangen. Maserati konnte hie: einwandfrei Revanche an den in Livorno fiegreti gewesenen neuen Alfa Romeo nehmen, die bmä Kerzenschwierigkeiten in Pescara nicht recht zur Geltung kamen. L. Villorefi gewann auf Mo serati nach ständiger Führung vor dem Schwarzwälder Paul Pietsch, der hier zum erftenmd einen offiziellen Fabrikwagen fuhr und sich mit seinem zweiten Platz sehr achtbar hielt.
ihnen nicht leicht gemacht. Regen hatte am Sonn- ♦agvormittag die Bahn schwer gemacht, so daß es keine überragenden Zeiten gab. Die polnische Weltrekordlerin Stella Walasiewicz startete in drei Einzelwettbewerben und siegte überall. Dazu führte sie ihre Mannschaft auch in der Staffel noch zum Siege, als der Kampf für Deutschland schon gewonnen schien. Mit einem Doppelsiege wartete von unseren Frauen die Münchenerin Gelius auf, die den 80-Meter-Hürdenlaus und das Speerwerfen gewann.
Im 20O-Meter-Lauf wurde auf deutscher Seite der Mannheimer Neckermann an Stelle des Frankfurters Hornberger eingesetzt. Zusammen mit Scheuring wehrte er sich tapfer gegen die beiden Amerikaner Jeffrey und Walker, doch reichte es nur für die beiden letzten Plätze. Jeffrey siegte in überzeugendem Stile in genau 21 Sekunden vor Walker (21,7), doch blieben auch die beiden Deutschen noch unter 22 Sekunden.
Weinkötz an zweiter Stelle.
Auch die Hochspringer waren zum Ende gekommen. Alle vier Mann hatten 1,90 Meter glatt bewältigt, dann fiel Martens als Erster aus. Walker, Weinkötz und Gatter kamen auch über 1,95 Meter, Cruter allerdings erst beim zweiten Versuch. Damit hatte Weinkötz auch seinen zweiten Platz gerettet; denn über 2 Meter kam Walker allein, während 'Weinkötz und Cruter an dieser Höhe scheiterten. Auf 100 Punkte waren die Amerikaner nun schon gekommen gegen 73 der Deutschen.
Ein deutscher Sieg durch Stock!
Nach vielen Mißerfolgen tarn im Speerwerfen endlich wieder ein Deutscher an die erste Stelle. Olympiasieger Gerhard Stöck warf beim zweiten Versuch 67,66 Meter, beim letzten 69,79 Meter und hatte damit den Sieg sicher, denn der USA-Meister Todd kam nur auf 64,81 Meter. Büfse erreichte nur 59,20 Meter, sicherte damit aber für Deutschland doch den dritten Platz.
Auch über 5000 Bieter geschlagen.
sowie Mallot und Harblg auf gleicher Hohe. Jetz! schien es, als ob Harbig seinen gefürchteten End- purt ansetzte. Aber die 800 Meter vom Vortage steckten ihm noch zu sehr in den Knochen, so daß der völlig frische Mallot an dem Dresdener vorbeiziehen konnte. In der glänzenden Zeit von 46,9 Sek. siegte der USA.-Meister vor Harbig, der 47,3 benötigte.
Verfehlte Taktik von Glaw.
Hölling (Deutschland), Patterson (USA.), Glaw (Deutschland) und Borican (USA.) nahmen den Kampf über 4 O O - M e t e r - H ür d e n auf. Wie aus der Pistole aeschossen, setzte sich Glaw sofort an die Spitze des Feldes und führte über die Hälfte der Strecke. Dann aber war er mit feinen Kräften zu Ende. Langsam schoben sich die beiden Amerikaner Batterson und Borican heran; Hölting folgte in ihrem Schlepptau. Mit dem Ausgang des Rennens hatten die beiden Deutschen nichts zu tun. Patterson gewann in 53,3 Sek. Mit 73:56 P. führte USA.
Leichum — die große Ueberraschung.


