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(Nachdruck verboten!)
25 Fortsetzung.
eines Verdachtes
,Rede nicht so,
datz du auch nur den Schimmer gegen mich hegen könntest."
Gisela lochte auf, wie befreit.
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Der gestriae Sonntag stand für alle, die zu einem Sommerausflug in die Umgebung rüsteten, unter einem ungünstigen Stern. Wenn sich auch bis die Mittagsstunde das Wetter halten konnte, so ließ doch die Schwüle ahnen, datz es nicht ohne Gewitter abgehen würde. Kaum war die Sonne für kurze Zeit aus den Wolken gekommen, stach sie auch schon so auffällig, datz man damit rechnen konnte, Gewitter früher zu erleben, als man es bisher zu erwarten gewohnt war. So zog denn aus nordwestlicher Richtung, von Gleiberg und Vetzberg her, ein Gewitter auf, das sich über Krofdorf und Gleiberg mit mehreren heftigen Blitzschlägen entlud und nur langsam in südlicher Richtung weiterzog. Ueber unserer Stadt gab es heftigen Regen.- Nach kurzer Pause zog ein zweites Gewitter auf, daß sich während des ganzen Nachmittags über der Landschaft hielt und mehr als erwünschten ausgiebigen Regen brachte. Noch bis in die Nacht hielt das Wetterleuchten an. Ernstere Schäden sind allerdings, soweit wir bis jetzt hörten, nicht entstanden. Den Bauern kommen diese anhaltenden Regenfälle für
bruchs bemerkbar gemacht. Auf dem Riedschützenfest in Bürstadt war der große „KdF.-Platz" mit dem Schützendorf in einen See verwandelt wor-
Radegast! Er hat unfern Angriff trefflich parieit Nun bist du der Schurke, der es auf die Rech tümer von Fräulein Mertens abgesehen, und it bin der ruchlose Helfershelfer, der es auf ein tu fetten Anteil aus der Beute abgesehen hat. Dci Krach, den ich mit meinem alten Herrn hatte, förcii ihr euch vielleicht oorstellen, wenn ich gestehe, M ich meine verfrühte Ankunft in Berlin einem jenfi' tionellen und in der Geschichte unserer FaniiUü wohl einzigartigen Hinauswurf verdanke."
„Toni, um Gotteswillen!" schrak Heli auf. „Dar ist ja entsetzlich! Ich mache mir die bittersten $cr würfe, daß wir dich in diese Geschichte hineingezox^
porfen lauten:
60 Kilometer: 1:. ■ninben; 70 Kilon : 43:6,2 Stunden. - 2,230 Kilometer 31
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1 rieter zu Ende. I : mrtungsgemäß i hm großen Irii
In Bensheim und Auerbach waren die Bäche und Kanäle bald nach Einsetzen des wolkenbruchartigen Regens übergelaufen, so daß sich das Wasser auf die Straßen ergoß und kniehoch überspült wurden. In Bensheim lief das Wasser in die Backstube eines Bäckers und richtete erheblichen Schaden an. Der Winkelbach war zu einem reißenden Wildbach geworden und brachte Holz und mit« gerissenes Strauchwerk von den Bergen herunter.
3n Zell bei Bensheim waren von dem nach Schönberg führenden Wanderweg solch große Erd- und Sielnmassen auf die hanptautoslrahe gespült worden, datz dort eine fast meterhohe Barriere über die Strafte lag.
wiki Paris em Hk M 72 K'b fcfrf e'mstellen, _ oc zu schlüpfrig' Genugtuung, über v dDihe aufgestellt
IG. Farben auf 145 (144) und Scheideanstalt air 203 (201), hingegen Goldschmidt 126,75 (127,25; Elektropapiere lagen bei ganz geringen Abweichu.u- gen ziemlich unverändert und ruhig. Von Mascha nen- und Motorenwerten gaben Rheinmetall ar 121,25 (122), Daimler auf 123 (123,75) nach, onbc ■ rerseits Demag 133,75 (132,75) und Iunghans 1015 (104,50). Im einzelnen notierten u. a. Berger Tieft- bau' mit 134,50 (135,50), Bemberg mit 121,» (122,25), Kali Salzdetfurth nach Pause mit 141) (142,50) und AG. für Verkehr mit 116,50 (117) fr« wie Reichsbank mit 181,25 (181,50).
Im Verlaufe «machte die Besserung am A k ti eu
chre noch auf den Feldern stehenden Getreide reichlich unwillkommen.
Gestern gegen 14.30 Uhr schlug der Blitz in die Oberleitung der Straßenbahn in der Schulstraße ein und verursachte eine Störung. Der Stra- ßenbohnoerkehr nach der Dolkshalle war nahezu eine Stunde unterbrochen. Durch den Einsatz von Omnibussen konnte die Verkehrspause aber überbrückt werden. Die Linie Wieseck war .nur für wenige Minuten gestört, da es durch Abklemmen der beschädigten Stromkabel möglich wurde, die Kabel für die Linie Wieseck wieder unter Strom zu setzen.
Hitler-Jugend zurückgekehrt.
Die Gießener Hitler-Jugend, Führer und Führeranwärter des Bannes 116, die sich über den Zeit- rauim von etwa zehn Tagen auf einer Fahrt durch das Frankenland befanden, find gestern abend von ihrer erlebnisreichen Fahrt zurückgekehrt. Für die beteiligten Hitlerjungen hatte es einige Leistungsproben gegeben, da es ja galt, die ganze Fahrt ohne fremde Hilfe zu bestreiten. Daß dies gelang, darf die Jugend mit Stolz erfüllen. Allerdings: in zahlreichen Geldbeuteln, die an sich schon nicht reichlich ausgerüstet waren, herrschte vollkommene „Ebbe".
*
** Eine Fünfundachtzigjährige. Frau Ssphie Heinz, Henselstraße 2, kann heute in aller geistiger Frische ihren 95. Geburtstag feiern. (Wir gratulieren.)
** Störche zeigen Segelflug. Gestern vormittag bot sich über der Kaiserallee ein hübscher Anblick. Zwei Störche, anscheinend junge Tiere, zogen über Kaiserallee und Nahrungsberg geraume Zeit und unermüdlich ihre Kreise. Ihr eleganter Flug, bei dem sie sich immer höher schraubten, wurde von vielen Volksgenossen, die unterwegs waren, beobachtet. __________
dienstpflicht herangezogen. Nur sofortige Meldung gibt die Möglichkeit, im Regiment angenommen zu werden. Für jeden wehrfreudigen jungen Deutschen ist es eine Ehre und Auszeichnung, wenn er im Regiment des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, GeneralfelÜmarschall Göring, dienen darf. Die Freiwilligen können entsprechend der Vielseitigkeit des Regiments General Göring als Flakartilleristen, Kradschützen, Kraftfahrer und Reiter Verwendung finden. Einstellungsgesuche mit den notwendigen Papieren sind sofort zu richten an: Regiment General Göring, Annahmestelle, Berlin-Reinickendorf- West 4, Spandauer Weg 42.
Keine Wohnung in Geschäftsräume umwandeln!
Der Oberbürgermeister gibt heute eine Anordnung des Reichsarbeitsministers bekannt, aus der hervorgeht, daß in Gießen die Umwandlung von Wohnungen in Räume anderer Art, z. B. in Fabrikräume, Lagerräume, Werkstätten, Dienst- oder Geschäftsräume nur mit Genehmigung der Stadtverwaltung möglich ist.
Anhaltende Gewitter über Gießen und Umgebung.
„Ach, sei still, ich darf aar nicht daran denken, wie leichtfertig ich auf dieses Fräulein Stoll hereingefallen bin!"
„Aber Kind, jedem anderen wäre das auch passiert. Wer denkt an eine so abgefeimte Schurkerei?"
„Dabei machte sie einen so netten, vertrauenerweckenden Eindruck! Ich hätte darauf geschworen, daß sie ein grundanständiger Mensch ist." —
„Der Schein trügt, meine Liebe! — Der Gipfel 6et Gemeinheit ist ja wohl, daß diese sympathischen Leutchen, nachdem sie ihre Pläne durch mein Auf-, treten gefährdet sahen, nicht davor zurückschreckten, mich in deinen Augen zu verdächtigen. Du erzähltest mir ja, daß die junge Dame schon bei ihrem ersten Besuch einen Vorstoß in dieser Richtung unternahm, und nun sucht Herr Kindlmann junior in Breslau anscheinend nach bunten Punkten in meiner Vergangenheit. Na, er wird lange suchen können. Es sollte mich aber nicht wundern, wenn du bei deiner Ankunft allerlei Verdächtiges über mich zu hören bekommst. Man wird den Alten entsprechend vorbereitet haben, und man wird sich vielleicht sogar zu der Behauptung versteigen, daß ich selbst der Schurke bin, der es auf deine bevorstehenden Reichtümer abgesehen hat."
Gisela griff lächelnd nach feiner Hand. „Du glaubst doch nicht etwa, daß ich auf so plumpe Verdächtigungen etwas geben würde?"
„Ich weiß es, Gisela!" entgegnete er dankbar. „Aber trotzdem — ein Mißtrauen ist schnell gesät. Man wird dir zum Beispiel die überraschende Mitteilung machen, daß ich vor meiner Übersiedlung nach Berlin in der Kanzlei des Notars Kindlmann beschäftigt war, daß ich dabei wahrscheinlich Gelegenheit hatte, jenes Testament zu lesen. — Nun?"
Giselas Hand begann zu zittern. Sie versuchte sie aus der seinen zu lösen, doch er hielt sie mit festem Druck umspannt.
„Du warst — bei dem Notar angestellt?"
„Ja! Ich habe bisher davon geschwiegen, in einer falschen Scham. Wenn - ich geahnt hätte, daß die Dinge sich so entwickeln —"
„Und — du wußtest nichts von dem Testament?"
Zwei hinter Gisela.
Vornan von Hans Hirthamrner.
Urheberrechtschutz Verlag Oskar Meister, Werdau/Sa.
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Schwere Wolkenbrüche über der Bergstraße
Wafferschäden überall. - Gestörte Kirchweihen.
woche 3,25 Mark), für runde gelbe Sorten 3,5( (3,75) Mark und für lange gelbe Sorten 3,50 (3,75. Mark.
Fwd. Aktien-Zuckerfabrik „Wettersu", Friedberg. Die ordentliche Hauptversammlung der Aktien-Zuckerfabrik „Wetterau", Friedberg, nehmigte den bereits bekannten Abschluß mit mieder 8 v. H. Dividende aus einem Reingewinn vor 40 231 (41 091) Mark auf 0,5 Mill. Mark Grund» kapital und stimmte der Abänderung der Sahun< unter Anpassung an das neue Aktiengesetz zu. Du notwendig gewordene Neuwahl des gesamten Auö sichtsrats erbrachte die Wiederwahl der bisheriger Mitglieder mit Ausnahme der ausgeschiedsnen Herren Richard Geck, Melbach, Ferdinand Schwarz Baiersröder Hof, und Carl Hoffmann, Gießen THtteilungen über das laufende Geschäftsjahr wui- den nicht gemacht.
Mein -Mainische Börse.
fjrance" seine zr Donnen. Am letzt titen damit, einen krite aus keine ichweizer Fahrei ich aus. Perret ■ ynh trafen zuerst Keckerlina, die be im Deutschen, bie Itllig ausjidjtslos iö Wer bis M LMmeSes
„Keine Spur! — Der Notar pflegt solche wichtigen Dokumente im Tresor seines Privatbüros aufzubewahren. Ich hatte nicht die geringste Ahnung von dem Vorhandensein des Testamentes."
„Du verlangst — viel Glauben von mir!"
„Ich verlange nichts!" sagte Radegast mit Nachdruck. Er griff in die Brufttasche und legte ein Blatt Papier vor Gisela auf den Tisch. „Diesen Brief habe ich dem Notar geschrieben. Ich lege Wert darauf, daß du ihn lieft."
Während sie zögernd fener Aufforderung Folge leistete, setzte er eine Zigarette in Brand- und blickte nachdenklich auf den blauen Rauchfaden, der aus dem Tabak emporstieg.
Als Gisela die Lektüre beendet hatte, blickte sie ihn an, und er merkte sofort, daß er das Spiel gewonnen hatte.
„Ich möchte dir gegenüber ausdrücklich die Erklärung wiederholen, die ich am Schluß meines Briefes ausgesprochen habe. Wenn es sich tatsächlich Herausstellen sollte, daß dieser Gutsbesitzer dich in seinem Testament mit einem Legat bedacht hat, dann bist du frei. Dann sollst du unsere Verlobung als gelöst betrachten. Ich habe dich sehr lieb, das weißt du, aber der Gedanke wäre mir unerträglich,
Blitzschlag m eine Kirche
Lpd. Büdingen, 14. Aua. Bei einem schweren Gewitter, das über das Niddertal zog, schlug der Blitz in Selters in den Kirchturm, ohne zu zün» den. Ein Teil des Schieferdaches wurde durch bjg Gewalt des Einschlages adgedeckl. Auch aus anderen Orten werden Blitzschläge gemeldet. In Orten« berg gab es große Überschwemmungen.
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markt bei allerdings unverändert kleinen Umsätze nach mäßige Fortschritte, doch stellten sich gegen Schluß der Börse auf Realisationen teilweise wieder leichte Rückgänge ein. IG. Farben 145,50 b - 145 nach 145, Daimler 124 nach 123, Hoe-sch 104,25 nach 104, Bemberg 120,50 nach 121,50 bis 12!, Verein. Stahl schwankten zwischen 99 bis 99,51 I Sonst sind noch Akkumulatoren mit 195 (197,50) irr) Westdeutsche Kaufhof mit 93 (92) zu erwähnen.
Auch am variablen Rentenmarkt wc: die Entwicklung ungleichmäßig. Während KoinM» nal-Umschuldung halbamtlich auf 94,55 (94,40) erzogen, stellten sich Reichsaltbesitz auf 129.25 (129.4K) und Reichsbahn-Vorzugsaktien auf 121,75 (121,80. Der Pfandbriefmarkt lag sehr ruhig, Liquidation-- werte zeigten die üblichen Schwankungen. Meining r plus 0,25 v. H. auf 101,25. Stadtanleihen notiert« ebenso wie die meisten Staatspapieree nahezu verändert. Industrie-Obligationen wichen um ehrt 0,25 v. H. ab.
Im Freiverkehr war das Geschäft ruhiz. man nannte zumeist die letzten Kurse. Einigen Un- satz hatten Dingler Maschinen bei 84,50 bis 86 (W bis 86). Tagesgeld unverändert 2,25 v. H.
Um die Standarien-Kampsbastmeisterschast
Sier Mannsckasten im Titelkampf auf dem Waldsporlplatz.
Mtforennen Nmbti am A WÄtt-Benz drei fr«*«! -w ä e a m a t
Reise, mein Kind, und viel Glück! Und vergiß nicht, dem alten Kindlmann einen Gruß von mir zu bestellen!" Sie nickte ihm fröhlich zu. „Vergiß du nicht, mich morgen abend von der Bahn abzuholen. Ich werde dir sicher viel zu erzählen haben! — Ob ich wohl den Hundertmarkschein gleich ausbezahlt bekomme?"
„Ich glaube bestimmt!" gab er lachend zurück.
28.
„Auf der ganzen weiten Welt gibt es keine solchen ausgewachenen Hornochsen, wie ihr beide es seid."
Peter Stoll und seine Schwester, die eben mit der Vertilgung einer fettäugigen Nudelsuppe beschäftigt waren, ließen wie erstarrt fast gleichzeitig die Löffel sinken.
Peter faßte sich zuerst. „Du hast dir ja neuer« bings recht \ originelle Begrüßungsformeln angewohnt! Ist das >etzt Mode in Breslau?"
Toni Kindlmann ließ sich in einen Sessel sinken und warf den breitkrempigen schwarzen Hut in die Ecke, der ebenso wie die schwarzweiß karierten Breeches ein Teil seines Ichs war. „Mir ist durchaus nicht spaßhaft zumute, wenn du es genau wissen willst!"
Seine Miene bewies es.
Peter schlug auf den Tisch, daß die Teller klirrten. „Dann wirst du so freundlich fein, dich etwas deutlicher auszudrücken. Wenn ich auch einen Hornochsen für ein ganz passables und nützliches Viehzeug halte, so scheint doch deinem Vergleich eine ehrenrührige Absicht zugrunde zu liegen!"
„Alsdann: werden wir deutlicher! Wieso konnte Herr Radegast von dem Brief Kenntnis erhalten, den ich an Heli geschrieben habe?"
„Wie?" stammelte Peter erschreckt. „Du wirst doch nicht etwa behaupten wollen..."
„Ich behaupte gar nichts, mein lieber Peter! Ich stelle nur fest. Ich stelle fest, daß Herr Radegast meinen Vater davon unterrichtet hat, daß ich in Den Notariatsakten herumschnüffeln will, daß ich mit dir, Heli, verdächtige Beziehungen unterhalte, und daß ich euch zu hochstoplerischen Handlungen verleitet habe, indem ich den mir bekanntgewordenen Inhalt eines Testamentes an euch verriet. Es ist diese schändliche Verdächtigung nicht gerade offen ausgesprochen, aber man kann sie deutlich genug zwischen den Zeilen lesen."
Die Geschwister starrten einander fassungslos an. Was sie gehört hatten, erschien ihnen so unglaublich, daß sie immer noch geneigt waren, die Hiobsbotschaft für einen üblen Scherz zu halten.
„Ja, ja, er ist gar nicht so ungeschickt, dieser Herr
Walter! Ich müßte mich ja vor mir selber schämen, wenn ich deinen Vorschlag annehmen wollte. Außerdem glaube ich nicht an diese Erbschaft. Ich bin immer mehr davon überzeugt, daß es sich um einen ganz tollen Irrtum handeln muß. Oder was würdest du wohl sagen, wenn jemand dir einreden wollte, der Maharadscha von Haiderabab habe dich zu seinem Erben eingesetzt?"
„Na ja, allerdings, ich würde den Bedauernswerten zum nächsten Nervenspezialiften schicken. — Bei Gott, Gisela, ich wünschte fast, deine Vermutung wäre richttig. Vielleicht hat der Mann dich einmal gesehen und solchen Gefallen an dir gefunden, daß er dich in seinem Testament mit einem Hundertmarkschein bedachte, zuzüglich der Unkosten, die dir durch deine Teilnahme an den Beisetzungsfeierlichkeiten entstanden sind. Ein solcher Vermögenszuwachs wäre für mich noch tragbar."
„Sicher wird es so sein, Walter! Um hundert Mark wird es sich handeln. — Aber nun wird es allmählich Zeit. Begleitest du mich an den Zug?"
„Ehrensache!" rief Radegast, indem er seine Zigarette ausdrückte und nach ihrem Koffer griff.
Dor dem Zug verabschiedeten sie sich. Radegast wurde nicht fertig, ihre Hand zu drücken. „Gute
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ner Durchbruch, der auch durch Rottenführer Arnold zum ersten Tore führte. Sturmbann IIPllö drängte auf Ausgleich, der ihm versagt blieb. Noch einmal, und zwar vier Minuten vor Spielende, sandte Sturmbann 11/116 durch Scharführer Althaus erfolgreich ein, und erhöhte somit das Ergebnis auf 2:0 für Sturmbann 11/116. Diesen Vorsprung konnte Sturmbann III/116 nicht mehr bis zum Spielende aufholen. Oberscharführer Küthe (Standarte 116) leitete das Spiel mit großer Umsicht,
Die beiden Siegermannschaften,
Sturmbann 1/116 (Sturm 1/116) — Sturmbann 11/116 (Sturm 12/116), die sich mit ihrem Sieg in den Vorspielen für die Endrunde qualifizierten, lieferten sich von Beginn des Endspieles an, einen harten Kampf. Jede der Mannschaften drängte zum Erfolg. Dies führte schließlich zu Härten, denen der Schiedsrichter, Oberscharführer Küthe, energisch entgegentreten und die Spieler verwarnen mußte.' Einen gelungenen Durchbruch der Mannschaft des Sturmbannes 11/116 konnte Rottenführer Peuker tum Führungstor verwandeln. Sturmbann 1/116 drängte mit aller Gewalt auf den Ausgleich, der aber versagt blieb, so daß die erste Halbzeit mit 1:0 für Sturmbann 11/116 endete. Die zweite Halbzeit wurde unter gleichem Kampfgeist durchgeführt. Obwohl Sturmbann 1/116 mehrere Male bis zum gegnerischen Tor durchbrach, konnte die Mannschaft doch den Ausgleich nicht mehr erzielen und mußte sich mit dem Ergebnis 1:0 geschlagen bekennen.
Die Kampfballmannschaft des Sturmbannes 11/116 wird nun in nächster Zeit gegen den Titelverteidiger (Sturm 15/116), der auch zugleich Gruppensieger und Wanderpokal-Inhaber ist, antreten müssen und unter Beweis zu stellen haben, ob ihr der Meister- titel innerhalb der SA.-Standarte 116 gebührt.
Mit großem Interesse wird diesem Spiel entgegengesehen, denn die Mannschaft des Sturmbannes 11/116 wird es dem Sturm 15/116 gewiß nicht leicht machen.
Hervorzuheben an den gestrigen Spielen ist besonders der Kampfgeist, der die Mannschaften der einzelnen Sturmbanne beseelte und mit welcher Hingabe an den SA.-Sport sie die Spiele durchführten.
Uneinheitlich. jll yniwu-rp.
Frankfurt °.M. 13. ülug. Sie Wachen,chlch
börfe ließ bei ruhigem Geschäft nach den letzttäg.gkr 150
LPD. Darmstadt, 14. Aug. Der zweite August- Sonntag war ein großer Tag der Kirchweihen im Odenwald und an der Bergstraße. In IDarm« stadt - Eberstadt, in Weiterstadt, in See- heim, wo die Kirche im Frühjahr erneuert wor- den ist, im Lautertal in Elmshausen und Wilmshausen, wo die Kerweburschen seit längerer Zeit wieder einen Kerweumzug mit Spruch und Eröffnungstrunk abhielten, sowie im Roden- steinerdorf Fränkisch-Crumbach waren die Häuser geschmückt, leuchtete frisches Grün und bunter Blumenschmuck in den Straßen.
Leider wurde die Festfreude am Sonntagnachmittag durch schwere Gewitter, die über der Darmstädter Gegend und der Bergstraße sich entluden, unterbrochen.
Durch die gewaltigen Wassermassen, die von den Bergen und höhen ins Tat fluteten, wurden die Bäche Im Nu überfüllt und traten über die Ufer.
haben."
„Davon soll nicht die Rede sein, aber — ä)r < «wimfliafa habt mir noch nicht die Frage beantwortet, oj hm m Radegast zur Kenntnis meines Briefes kam. 1
sind — offengestanden, die Zusammenhang schleierhaft."
Peter Stoll drehte sich aufgeregt herum. ,.®:‘ ! zeigt haben wir ihm den Brief, natürlich! Eine W schrift haben wir ihm zugeschickt — zur freunbliti" Kenntnisnahme. — Gottverdammt nochmal, \
l'Nonn,
Wj gab ,< K Reii SÄ Efe
In den tiefergelegenen Teilen der Orte an der Bergstraße, so in Eberstadt, Jugenheim bis in die Bensheimer und Heppenheimer Gegend, drang das Wasser in die Keller der Häuser ein. Sämtliche Ortsfeuerwehren und die Wehren aus Darmstadt, die Formattonen der Bewegung und die Einwohner- schast wurden zur Beseitigung der Wassermassen -------y.
eingesetzt, um vor allem die Straßen wieder in ver- den, so baß man Bohlen nach den einzelnen Lokalen kehrsfähigen Zustand zu bringen. legen mußte.______________________________________
Diese Straße war während des Unwetters in ihrer ganzen Breite überflutet. Noch eine Stunde nach Aufhören des Unwetters zwängte sich der dort fließende Bach durch die vielen kleinen Brücken, die teilweise schwer beschädigt sind. Die Brücke im Zug der Bergstraße, die bei Heppenheim über den Hambach führt, war für längere Zeit polizeilich gesperrt. Das Ackerfeld an dieser Stelle war weithin zu einem See geworden. Bis in das Ried haben sich die Schäden des Wolken-
Schon früh nm gestrigen Sonntag herrschte auf dem Waldsportplatz ein reges Treiben. Die Mannschaften der aktiven Sturmbanne waren zu den Ausscheidungsspielen um den Standartenkampfball- meifter angetreten. Als erste Mannschaften gingen die von
Sturmbann 1/116 (Sturm 1/116) — Sturmbann IV/116 (^a.-sturm 116) 5:0 aufs Spielfeld. Das Spiel war von Anfang an bestimmt von reger Angriffslust. Schnell wechselte die Kampfhandlung. Die Leistungen waren durchweg gut und die Ballbehandlung und das Zuspiel sehr sicher. Die Mannschaft IV/116 bedrängte dabei manchmal hart das gegnerische Tor. Diese Tatsache ist um so höher zu werten, als die Mannschaft das erstemal im Kampfball auf dem Spielfeld stand. In der 10. Minute der ersten Halbzeit brach der Sturm des Sturmbannes 1/116 durch und erzielte durch „Eindrücken" das erste Tor. Mit dem Ergebnis 1:0 für Sturmbann 1/116 ging es in die Halbzeit. Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit ging bie Mannschaft des Sturmbannes 1/116 scharf ans Leder und konnte im Verlaufe der zweiten Halbzeit noch viermal durch SA.-Mann Damm, Rottenführer Korbächer, Rottenführer Benner und Truppführer Wallenfels erfolgreich einlenken. Die Mannschaft des Sturmbannes 1/116 war der des Sturmbannes IV/116 technisch überlegen, und gewann verdient 5:0. Schiedsrichter, Obersturmführer Koch (Brigade 147), war ein gerechter und umsichtiger Letter.
Im zweiten Spiel standen sich die beiden gleichwertigen Mannschaften von
Sturmbann 11/116 (Sturm 12/116) — Sturmbann III/116 (Sturm 22/116) 2:0 gegenüber. Die Mannschaften lieferten sich ein schönes ausgeglichenes Spiel. Wenn auch hier und da eine sichere Torchance verpaßt wurde, so lag dies wohl mehr an dem llebereifer der Mannschaften, denn an ihrem spielerischen Können. Das 0:0-Er- gebnis der Halbzeit entsprach den Leistungen der beiden Mannschaften. Auch die zweite Halbzeit begann sehr lebhaft und der Kampf um den Ball zeigte die Spieler bald vor diesem, bald vor jenem Tor. In der 9. Minute der zweiten Halbzeit gelang der Mannschaft des Sturmbannes 11/116 ein fchö-
denkst du eigentlich von uns?"
„Ader Peter!" legte sich Heli ins Mittel. „S* kannst es Toni wirklich nicht verdenken, wenn t- eine Aufklärung fordert. Er würde sich allen Slengt-j erspart haben, wenn er sich nicht um deine W gelegenheiten gekümmert hätte."
„Ich habe nicht darum gebeten!" gab Peter ^ig sinnig zurück. „Ich habe weder um Tonis, noch ur deine Einmischung gebeten, und wahrscheinlich woi die Karre jetzt weniger verfahren, wenn ihr " Finger davon gelassen hättet!"
„So ist es recht! Nun sind wir es also, die \ Schuld an allem tragen! Deine Enttäuschung mcc dich ungerecht, mein Lieber!"
„Keine Spur! Die Sache hätte ganz anders gepackt werden müssen. Aber man ist ja hier t_c Herr im Hause. Man hat hier nichts zu sagen. W muß tanzen, wie das Fräulein Schwester ps«> Aber ich habe es satt, das kann ich tHr sagen, ' habe genug!"
Peter erhob sich mit einer heftigen Bewegt knallte das Mundtuch auf den Tisch und verschwi im Nebenraum. ... ,
Heli wandte sich mit einem verlegenen LaM an den Freund, der den unerwarteten Ausvrr in ziemlicher Verblüffung über sich ftotte lassen. „Seit er die Stellung hat, ist er schleÄ. bings ungenießbar, von einer Gereiztheit, wie ' sie bisher nie an ihm gekannt habe."
(Fortsetzung folgt!)
Nhri Jranl „Dm «5. Feld) ®erwar, wie JWiges Wettei Eergs im Tau dazu jc W, Sie den L I^de nicht zu ein LS° Deilnehm ^Mannschastskch ISSN bei der tote
^.7""schafts
ei»«'" . 1.
Schwankungen an den Aktienmärkten eine gewisse Widerstandsfähigkeit erkennen. Zwar war d- Kursgestaltung recht uneinheitlich bei .Schwankung^ bis l*)0 v. H., doch überwogen bei mäßiger Kauis heigung Erhöhungen. Von Montanwerten lagen Rheinstahl fest mit 129,50 (128), Mannesmann ge- : wannen 1 v. H. auf 103,75, Hoe-sch 0,50 v. H. ai 104, während Verein. Stahl mit 99 behauptet blie- ß« ben. Deutsche Erdöl noch 0,50 v. H. enmäfjigt air : 118,25. In der chemischen Gruppe befestigten fir •
Fwd. Frühkartoffel-Erzeugerpreis, v 0 in 15. bis 20. 21 u g u ft. Für deutsche Speise- Frühkartoffeln sind durch Anordnung der Haup,-. Versammlung der deutschen Kartoffelwirtschaft folgende Erzeugerfestpreise je 50 Kilogramm netto au;, schließlich Verpackung frachtfrei Gmpfangsftation festgesetzt für die Zeit vom 15. bis 20. August weiße, rote und blaue Sorten 3 Mark (in der Dor.


