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Montag,15.AugufN9Z8

Aus -er Stadt Gießen

Sonnenblumen ...

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(Scherl-BUderdienst-M.)

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Am 24. Juli erreichte der Vortrupp eine Hohe von 7300 Meter, wenig unterhalb des Silber­sattels. Es erhvb sich aber ein schweres Gewitter, die elektrischen Entladungen zwangen, die Berg-

Lon allen höchsten Eisriesen des Himalaja sah der Knaa Parbat als erster den Angriff des Menschen. ($V der edelsten Gestalten unter den Bergsteigern smer Zeit, der Engländer M u m m e r y , nahm

Herausforderung des Giganten an, der einsam A Eckturm im Westen des Gebirges aufragend den Denschen in den Tälern von Kaschmir als eine Of- fnbarung aus einer anderen Welt erschien. In der L nkart seiner Generation wollte Mummery 1895 riesenhaften Berges allein, nur mit zwei Freun­de als Rückhalt und von einem eingeborenen l ager begleitet, Herr werden. Auf dem Wege zu eier günstigeren Bergflanke hat der Nanga Parbat dn Unverzagten zu sich genommen: niemand weiß, vc er starb,' auch seine beiden Träger kamen nicht airüd. v

<zast 40 Jahre verstrichen, ehe wieder Menschen dm Nanga Parbat angingen. Nach einer Kundfahrt, te Willy Mer kl und Fritz Bechtold 1932 auf dn Firngrat geführt und sie den Zugang zum tzipfel hatte erkennen lassen, zog 1934 unter der eichen Führung eine deutsche Mannschaft zum >rrn der Berge", wie die Talbewohnex den linga Parbat nennen. Kraftvoll drang sie über die cwaltigen Hindernisse hinweg, die den einzigen ?Zgang zum Gipfel versperren. Beim Vordringen irer den Rakiot-Gletscher gab es aber schon em lidesopfer, das sich wie ein lähmender Schatten o f das Unternehmen legte. Alfred Drexel fiel eier tückischen Krankheit zum Opfer und wurde am

Kälte kamen sie rasch voran. Nach langem Schlecht­wetter kam am 14. Juni 1937 die Sonne wieder

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dem Goethe-Preise der Stadt Frankfurt bedacht wird, so muß die Wahl diesmal in besonderer Weise sinnvoll erscheinen, weil Carossa als Mensch wie als Dichter, in seiner Persönlichkeit und seinem Werk stets im Goetheschen Geiste sich zu bewähren und zu gestalten bemüht war. Das wird jeder erkennen, der ein wenig in Carossas Bücher einzudringen ver-

Jhr Dasein ist ein einziges Leuchten. Und dieses s Leuchten gleicht einem frohlockenden Jubelgesang auf Sonnenlicht und Sonnenkraft. Wie lebensvolle c Abbilder des strahlenden Himmelslichtes, so erheben . sich die Sonnenblumen auf hohem Schaft und über- treffen alle die vielen bunten Blumen des Spät­sommers an Größe und Farbigkeit.

Mein Nachbar, der Schrebergärtner, hat eine be­sondere Vorliebe für die Sonnenblumen. In jedem 1 Jahre ist sein Garten damit festlich geschmückt, und je höher die kräftigen Stengel wachsen, um so größer ist sein Stolz und seine Freude. In seinen Äugen aber wetterleuchtet es vor lauter Glück, wenn die Vorübergehenden stehen bleiben, um die Pracht zu bewundern. Das geschieht auch häufig genug, denn in der Tat ist es ein unvergleichliches Bild, wie die zahlreichen goldgelben Sonnenrader aus dem dunklen Grün des Gartens grüßen.

In den Schrebergärten trifft man sie vor allem an, aber auch in den Hausgärten gedeihen sie, und in manchem Bauerngarten haben sie ihren ständigen Platz. Besondere Liebe wenden ihnen im all­gemeinen auch die Bewohner der Bahnwärterhäus­chen zu, die auf diese Weise dafür sorgen, daß dem Reisenden im vorwärtseilenden Zuge für einen flüchtigen Augenblick der Anblick der ganzen som­merlichen Schönheit geschenkt wird. Denn die Son­nenblumen sind gewissermaßen das Symbol des strahlenden Sommers, und wir können uns den Blumenflor dieser Wochen kaum vorstellen ohne jene imponierend hohen Staudengewächse mit ihren nickenden Blütenkörben.

Dabei ist die Sonnenblume gar kein Kind unserer Zonen. Sie stammt vielmehr aus Mexiko und wurde erst um 1600 in Europa bekannt. Damals erregten die gewaltig großen Blumen, die sich an unser rauheres Klima gewöhnten, begreifliches Aufsehen. Und wenn sie im wesentlichen auch als Zierpflanze angebaut wurde, so ließ sich sehr bald auch ihre Nützlichkeit erkennen. Die Blätter lassen sich als : Viehfutter verwenden, die Blüten find eine will- kommene Bienennahrung, und die ölhaltigen Früchte

gangbar gemacht werden. Auch im ^ayre rus» wat . an der Rakiotwand eine Seilsicherung angebracht worden und einer der Träger hatte sich damals im Schneesturm an dem Seil festgebunden. Als die Bergsteiger nun jetzt dort hinkamen, hing der Tra­ger noch dort: er war in der kalten, trockenen Lust noch wohlerhalten wie eine ägyptische Mumie.

Auf dem Grat, der vom Rakiot Peak zum Sil- bersattel heraufzieht, liegt in etwa 6950 Meter Hohe das Lager 6, das am 22. Juli erreicht wurde. Von dort hatten die Bergsteiger zum ersten Male einen Blick auf die u n ge h e ur e S ü dw a n d des Nanga Parbat. Weiter oben auf diesem Grat ist das Lager 7 der Expedition 1934. Das Lager 7 sollte nun jetzt aus den Silbersattel hinaufgestellt werden, und am 25. Juli gingen mehrere Abteilungen aus den Graten vor, um dort hinauf zu gelangen. Beim Mohrenkopf fanden sie zwei menschliche Körper, die an den Fels geschmiegt im Schnee lagen. Es waren Willy Merkt und sein treuer Gaylay. Merk! trug noch einen Brief bei sich, der am 10. Juli 1934 geschrieben war, worin die damals in dem unteren Laqer befindlichen Bergsteiger um Hilfe gebeten wurden. Diese Stelle, nämlich derMohrenkops , liegt ziemlich nahe dem Lager 6, während die Stelle, die man bisher als den Sterbeort Merkls angesehen hat, weiter unten liegt. Trotz des ge­schwächten Zustandes hatte er sich noch gegen Lager 6 hinaufgearbeitet, hat es aber nicht mehr

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Nach einer Anariffspause iur Erholung ainaen fie tum dritten Male vor und was anaesichts der Neuschn-ernassen fall für unmöafi* gehalten warben mar. gelana: sie dranaen zum F"K" bet Rakial- veaks vor und errichteten dort in 6700 Meter fmhe das Lager 5. wo die Berchteiaer einen Heb er blick non unvorstellbarer iKroßartiakett auf die Berne Jnnerasiens batten. Schon am ersten Abend erhob sich dort ein heftiger Sturm, fo doch die Zelte bei­nahe weggeblasen wurden. Als sich am 19. Juni das Wetter besserte, aingen die Berasteiger sofort daran, den Anstieg über den Rattot Peak für die

innu.FiP11 film aus dem chnitten und n rieben gebracht

on-Woche*

8.30 Uhr.

hohe Ziel zu erstreben.

Als sie, geführt von Paul Bauer, am 1. Juni dieses Jahres den Berg wieder erreichten, schien alles günstiger denn je. Das Tal unten war nahezu schneefrei, so das der Aufmarsch raschestens vor sich ging. Dann aber veränderte sich mit einem Schlag das Wetter und schuf so harte Angriffsbedingungen wie nie zuvor. Der Rakiot-Gletscher, über den der Weg zum Lager 4 führt, befand sich in einer der­artigen Zerstörung daß er alle Erfahrungen frü­herer Jahre hinfällig machte. Von ausschlaggebender Bedeutung aber wurde der außergewöhnliche Cha­rakter des Wetters. Da der Nanga Parbat 200 Kilo­meter von der Ebene entfernt weit hinter den Ber­gen liegt, galt es, auf Grund der wissenschaftlichen Untersuchungen und der praktischen Erfahrungen als ausgemacht, daß der niederschlagbrrngende Monsumwind dorthin kaum oder nur gelegentlich vorstoßen würde. Es unterliegt ober nicht dem ge­ringsten Zweifel, daß im heurigen Sommer der Nanga Parbat der vollen Wucht des vom ttovi- schen Meer mit Feuchtigkeit überladenen herankom­menden Monsums ausaesetzt ist. Endlos fiel der Schnee und hüllte den Berg fo em, daß selbst die steilsten Felshänge noch vom Schnee über­zuckert waren. Die unter größter Anstrengung aus­getretenen Svuren wurden immer wieder aufs neue zugedeckt. Trokdem drang die Svitzengrupve umdonnert von Lawinen und Eistürmen, vor und fand den Durchstieg über die Ei^harriere. Laaer 3, am 18. Juni betonen, mußte schon am nächsten Taae roeoen Verstärkung der Schneefälle verlassen werden. Am 23. Juni beaann ein neuer An­griff. der zum vierten Hochlaaer in 6200 Meter hinaufführte. Seine B"saKima wurde von unauf­hörlichem N"nschver» eingeschsossen und hefnaert. Unter den Schneolaften brachen die dicken Zeltstabe, sanken die Zeltdächer zusammen. Es war ein siän- . hiaer würaender Kampf aegen das lmttlas erstickende

Esemant. Sie hatten keinen Brennstoff mehr für ihre Kocher: ohne warme Speisen hielten sie tage= fang durch bis ihnen vom Ervedtt"n«flieaer ans : her Luft Benzinkavnen aus dem Muazeiig ahne« morfen mirhen, und bis von unten ans dem La- ' ner 3 die Kameraden sich heraufmührten und die . merfnnbung durch den uferlosen Neuschnee Herstell-

strahlen, haben ihre Wirkung getan; die Gemeinde, die sich um seinen Namen schart, ist von Jahr zu Jahr stetig gewachsen, und sie wird dem Dichter freudigen Herzens ihren Glückwunsch barbringen, wenn er am Geburtstage Goethes den Preis erhält, der in diesem Sommer zum zwölften Male verliehen wird. Der erste Preisträger war Stefan George, der letzte vor Carossa der Bildhauer Georg Kolbe, hth.

MiW-parbat - Symbol her

Ein Rückblick auf den Kampf um die Eroberung des Eisriesen.

können in vielfacher Weise nutzbar gemacht werden. Ja in den getreideärmeren Gegenden Amerikas soll man sie sogar zu Brot verbacken.

So sind die Sonnenblumen tatsächlich Sendboten aus ferneren Ländern. Und doch gehören sie zum Bild unseres Sommers wie die Malven und die Rosen, die Nelken und die Gladiolen. Ihre Farben­freudigkeit gibt erst den Gärten in diesen Wochen jene herrliche Leuchtkraft, mit der der zu Ende gehende Sommer noch einmal seine g anzvolle Schönheit offenbart. Sch-

Anfang August gingen die verschiedenen Abteilun- gen wieder hinauf, und es wurde bei ungünstigen Verhältnissen wiederum Lager 5 besetzt. Das Wetter war aber weiterhin so aussichtslos, daß kein An­griff auf den Gipfel mehr ins Auge gefaßt werden konnte. Es wurde beschlossen, den Angriff adzu- brechen. . _.

So ist der Nanga Parbat wiederum Sieger ge­blieben; mit den Waffen, deren Schärfe und Wirk­samkeit sich schon oft bewiesen hat, wehrt er seine Angreifer ab. Kälte und Sturm und endlose Schnee­fälle stellten an die deutschen Bergsteiger über­menschliche Anforderungen. Mit unglaublicher Aus­dauer überwanden sie die immer neu sich türmenden Schwierigkeiten. 60 Tage harrten sie aus; sie be- megten sich dabei fast ununterbrochen in Hohen von 50Ö0 6000 und 7000 Meter. Sieht man sich eines der Bilder an, die der Flieger Thoenes vom Nanga Parbat heimgesandt hat, auf denen der Berg in seiner ganzen Größe erscheint, so wird es kaum glaublich, daß der Mensch sich an den un­geheuren "Flanken dieses Berges behauptet und dort auch noch vorwärts bringen kann. Daß dies aus der diesjährigen Unternehmung ohne Vertu st e an wertvollen Menschenleben möglich war, ist nicht zuletzt den Erfahrungen früherer Unternehmungen zu danken, die Paul Bauer, der Pionier des deutschen Himalaja-Bergsteigens, sich weise zunutze gemacht hat. Sollte es einmal dennoch gelingen, den fernen stolzen Gipfel des Nanga Parbat zu er- ; obern, so wird auch die heur-.ge Unternehmung ctip , wichtige Stufe auf dem Wege dorthin sein.

Dornoiizen.

Tageskalender für IHontag.

Gloria-Palast, Seltersweg:Unter Ausschluß der Öffentlichkeit".

Freiwillige für das Regiment General Göring.

DNB. Im Herbst 1939 erfolgt die nächste Ein­stellung von Freiwilligen in das Regiment General Göring (motorisiert): Standort: Berlin. Alter: 17 bis 25 Jahre, Größe: nicht unter 1,68 Meter. Vor- aussetzung für die Einstellung ist, daß der Bewer- ber a) die deutsche Staatsangehörigkeit (Reichs- angehörigkeit) besitzt, b) wehrwürdig ist, c) tauglich ist. d) kein Jude oder jüdischer Mischling ist, e) ge­richtlich nicht vorbestraft und auch sonst unbescholten ist (auch schwebende Gerichtsverfahren schließen die Einstellung aus), f) unverheiratet ist, g) bie Ge­währ bietet, daß er jederzeit rückhaltlos für den nationalsozialistischen Staat eintritt. Dem Bewer­bungsgesuch ist beizufügen: Lebenslauf, Freiwil­ligenschein oder beglaubigter Auszug über Seite 1 und 3 bis 5 des Wehrpasses und zwei Paßbilder (in bürgerlicher Kleidung ohne Kopfbedeckung, 3,7X2 cm) mit Angabe des Namens auf der Rück­seite. Bewerber aus dem Lande Oesterreich melden sich mit den erforderlichen Unterlagen, jedoch ohne Freiwilligenschein. Die Freiwilligen werden, soweit sie den Reichsarbeitsdienst noch nicht abgeleistet haben, im April 1939 zur Erfüllung ihrer Arbeits-

Hans Carosia erhält !»en frankfurter Goethe-Preis Das Kuratorium des Goethe-Preises der Stadt Sranklurt a. 71!., dem unter anderen die Reichs- mnister Dr. Goebbels und Rust angehoren, tat beschlossen, den diesjährigen G o e l h e - P r e I s -m Münchener Ar,t und Dichter Dr. Hans L ° - °,,a zu verleihen. Die seierliche llebergabe des Preises ersolgle nach den Bestimmungen der Satzung un Goethes Geburtstag, 2S. August, >m K-isersaal »es Römers zu Zranksurt a. 21t. 'Usammen Mit der gemeinschasllichen Tagung der Goelhe-Gesellschast, »er Deutschen Shakespeare-Gesellschast und des freien Deutschen hochstists zu Iranksurt am Main.

nhe zu sein. ... __

Da<? Unglück ließ die Reißen der deutschen Hirna-

I ja-Kärnvfer sich bester zusammen chließen al^ (tröffe sollten dem Nanga Parbat aelten, der durch be Opfer dem deutschen Kampfgeist unlösbar ver- l mden war. Im Frühling 1937 ging eine bewahrte nb auserlesene Mannschaft junoer deutscher 25erg= ferner den Nanga Parbat an. Sie mar aus einem (h. Ihr stählerner Wille widerstand allen Gewal- t n des Beraes, trotz starker Schneefälle und großer

standen Hat; sie erschließen sich nicht alle ganz und nicht auf den ersten Blick oder auf den (Seiten: sie sind vollkommen sensationslos und nicht dazu angetan, den Leser zu blenden oder zu ver­locken Carossas Welt ist eine stille, m sich ruhende, harmonische Welt, erfüllt von dem Streben nach einer Bildung der menschlichen und seelischen Kräfte m Sinne des reifen, sammelnden, langsam und weise alternden Dichters in Weimar. Dem entspricht 7uch ein Prosa-Stil, der, schlicht, sparsam und von edlem Maße bewegt, an den großen, klassischen Vor­bildern geschult und gewachsen ist und stets auf das Wesentliche zielt.

(Fin Werk von solcher Art scheint nicht zu lautem Erfolge gemacht zu sein, aber es Hat sich im Laufe immer augenfälliger erwiesen, daß die hputlcbe Leserschaft Sinn und Gefühl für die mne- b formalen Werte besitzt, die da m der

ländlich^ Stille süddeutscher Landschaft sich bildeten: hip heitere Gelassenheit, die menschliche Sicherheit und Reise, die von allen Büchern Carossas aus-

Carossa wurde am 15. Dezember 1878 in Tolz vis Sohn eines Arztes geboren. Nach dem Besuch der Volksschule in Pilsting in Niederbayern und des | Gymnasiums in Landshut studierte er in ch . i Würzburg und Leipzig Medizin, ließ sich 1903 m ' Passau als praktischer Arzt nieder und siedelte 1914 ! nach München über. Während des Krieges tat e ols Bataillonsarzt bei der Infanterie .

BandGedichte" (1910) war fein Erstl'n^swerb MitDoktor Bürgers Ende. Letzte Blatter eines Tagebuches" (1913) betrat Carossa bereits das Ge niet des autobiographischen Romans, fahren großen Kriegserlebnisses, das er sich Zehn Jahre päter von der Seele schrieb, entstand das SugenD

v srinnerungsbuchKindheit", das 1928 eine F Uetzung inVerwandlungen einer Jugend s -

Tmen Höhepunkt seiner dichterischen Tattgkeit v - Set dasRumänische Tagebuch" (1924). Spater -

schienen ,Der Arzt Gion",Führung und Gele, -undGeheimnisse des reifen Lebens , Bucher, in lenen Carossas aanz eigentümlicher Prosastil i m immer charakteristischer ausbildete, in denen a m lie seinem Wesen gemäße innere Form Der u - Stählung ihre unverwechselbare Ausprägung tau «dergestalt, daß hier das Bild der eigenenJßer|on= Ülichkeit mit dem Bilde der umgebenden Welt, i Welcher sie reifte, und welche sie, ausstrahleno, lwiderfpiegelte, zu einer harmonischen Einheit zu- siammenwuchs. .,

Menn Carossa, der schon vor zehn Jahren mit 'dem Münchener Dichterpreise und 1931 mit Dem 'Golffried-Keller-Preise der Martin-Bodmer-Stlftung in Zürich ausgezeichnet wurde, nunmehr auch mit

r>ie Völker würden in Sättigung und Sicherheit ftchlassen, wenn nicht ihre tapfersten Söhne immer mber ausziehen würden, um mit den äußersten elften nach den äußersten Punkten zu bringen. <8ount Everest, Kangchendzönga und flanga Parbat. Seit der Eroberung der Pole jjid sie, die Höhenpole der Erde, die am heißesten yr.fämpften äußersten Punkte der Erdoberfläche.

Am Nanga Parbat wurde dieser Geist in einer ®?ijc beschworen, die auch den Letzten aufrüttelte, hr eines heroischen Denkens fähig ist, denn an bie» Werk erwies sich bie Kraft bes Himalaja-Ge­bens in ber Bewährung burch unerhörte Opfer.

Wer fpiett

Dom Winde verweht"?

Kampf um eine Filmrolle in USA.

Aus Amerika kommt bie Meldung, daß bie ame­rikanische Filmschauspielerin Catherine Hepburn bie Rolle ber Scarlett O'Hara im Film verkörpern soll. Damit hätte, wenn bie Melbuna zuverlässig ist, ein zweijähriger Kampf seinen Abschluß ge- fimben ein heißer Kampf um eine weibliche Filmrolle.

Als nämlich vor über zwei Jahren Margaret Mitchells RomanGone with the wind", ber unter bem Titel93 o m Winbe verweht" auch in Deutschland) großes Aufsehen erregt hat, auf bem amerikanischen Büchermarkt erschien und bereits nach wenigen Wochen vergriffen war, hatte sich eine amerikanische Filmgesellschaft sofort die Rechte zur Verfilmung des Puches gesichert. Wie würde man nun die Hauptrollen besetzen? Es entstand ein Kampf, an dem nicht nur alles, waszum Bau" gehört, und vor allem die Hauptbeteiligten, die Fifmstars selbst, teilnahmen, sondern auch das ame­rikanische Publikum. Wenn auch neben der Heldin des Romans, eben jener heißumstrittenen Scarlett O'Hara etwa drei bis vier Personen im Mittelpunkt des historischen Geschehens stehen (Margaret Mitchell hat in ihrem Roman Vorkriegs-, Kriegs- und Nach­kriegszeit aus der umwälzenden amerikanischen Epoche der Sklavenbefreiung zum Schauplatz ge­wählt), so waren sich die Filmleute doch wohl dar­über klar, daß die geeignete Wahl einer Darstelle­rin der Scarlett ausschlaggebend für das Gelingen des ganzen Films fein müßte.

Zwei Jahre lang hat man sich in Amerika nicht zu einer Entscheidung durchringen können. Vielleicht hat man wirklich nicht die geeignete Schauspielerin gefunden. Das mag allerdings daran gelegen haben, daß man für die Wahl ganz bestimmte Voraus­setzungen, und zwar zunächst rein äußerlich, gestellt | hatte. Man war verlockt durch das überaus klar

gezeichnete Bild der Romanfigur Scarlett, das Mar- garet M i t ch e 11 ost nur in einigen wenigen Sätzen andeutete, wie etwa:Scarlett O'Hara war nicht eigentlich schön zu nennen ..." oder:Reizend war der Anblick dieses Mädchens ... zwischen den strah­lenförmigen schwarzen Wimpern prangte ein Paar glasgrüner Augen ohne eine Spur von Braun... verlangte man also in erster Linie: apart und rot­haarig! Ob die Seltenheit wirklich schönen naturroten Frauenhaares die Veranlassung dazu war, von die­ser Forderung abzugehen, bleib,t dahingestellt. 3eben- falls haben bie amerikanischen Filmleute schließlich doch bie Ueberzeugung gewonnen, baß ber Grad der Darstellungskunst einer Schauspielerin, diese Scarlett im Film glaubhaft zu machen, für die Wahl den Ausschlag geben müßte.

Von der Hitze des Gefechts um diese Rolle ver­mag man sich über die Grenzen Amerikas hinaus wohl kaum eine Vorstellung zu machen. Böse Zun- . gen haben übrigens behauptet, daß sämtliche ame­rikanischen Filmschauspielerinnen außer Shirley Temple an diesem Kampf beteiligt waren. Nur wer das wahrhaft großangelegte Buch Margaret Mit­chells kennt, wird solche allgemeine Anteilnahme und die Leidenschaftlichkeit dieses Kamvfes begreifen können. Denn erst dann wird klar, daß der fönst ' übliche AusdruckBombenrolle" armselig bleibt gegenüber der meisterhaften Schilderung einer Frau wie Scarlett, bei der alle weiblichen Gefühlsgrade von der größten Teufelei bis zur bedenkenlosen Selbstaufopferung eingefangen werden.

Es bleibt nur noch eine Frage offen: Wird Cathe­rine Hepburn die Teufelin ober ben Engel Scar­lett in ben Vordergrund spielen? Hoffentlich müssen wir nicht wieder zwei Jahre auf die Lösung dieses Rätsels warten. Lisa Peck.

Das Dementi.

Eine amerikanische Zeitung des ehemaligen Wil­den Westens brachte eines Tages die Nachricht von dem plötzlich erfolgten Tode des Mister Jackson, des höchst unbeliebten Leiters einer ihr feindlichen poli­tischen Partei. Das kam Mister Jackson zu Ohren, er schickte seine Leute auf die Schristleitung und forderte ein Dementi der Nachricht, was auch sofort versprochen wurde.

Am anderen Tage brachte die Zeitung auch wirk­lich das gewünschte Dementi. Es sah so aus:Wir bedauern unendlich, daß die Nachricht vom Tode des Mr. Jackson in unserer gestrigen Ausgabe jeder tatsächlichen Begründung entbehrt..."

?,iß des Beraes beerdigt.

Der darauffolgende neue Angriff ließ die Berg- fi iger rasch die stärksten Hindernisse bewältigen und I d? mit der Höhe immer mehr wachsenden Anstren- v ngen ertragen. Als sie in 7460 Meter Höhe beim G ilb er fattel das 8. Lager errichtet hatten, phubten sie, ben Sieg schon greifen zu können, in einem ober zwei Tagen des Gipfels Herr zu wer- bcn. Da brach ein Wettersturz herein, ein ent- jiHlicher Schneesturm, ber alles zunichte machte. 2ng würbe zu Nacht, der Abstieg über ben Grat it über 7000 Meter Höhe zu einer einzigen Passion. Ise Träger wären wohl samt und sonders zu- trunbegegangen, hätten nicht Willy Merkl, D. e l tz e n b a ch und Uli Wieland ihre letzten gräfte eingesetzt und sie über bie ärgsten Fährnisie p fiebert. Sie selbst aber sind nacheinander im eisi- o> n Orkan hingesunken und gestorben, als letzter tziilly Tierfl. Ihm hielt Scherpa Gaylay bis m s-n Tod die Treue; fünf Träger fanden in das I Htenbe Lager hinunter, sechs nahm das Eis des ttanqa Parbat zu sich. Auf dem Firnarat des Nanga i Rarbaf triumphierte über totbringenben Orkan ber

Bei ft der Kamerabfchaft. So war ber Mensch noch ! n Untergang zu einer Größe gebt eben, bie allein

v.n roürbia macht, ben einsamen Hohen ber Welt

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heraus; für ben nächsten Tag war ber Aufbruch in bie Höhe festgesetzt. In ber Nacht stürzte eine Eis- laroine über bas Lager unb vernichtete bie bort Schlafenben: Karl Wien, Hans Hartmann, Peter Müllritter, Aböls Göttner, Martin Pfeffer, Günther Hepp, Pert Frankhau- s e r unb neun ihrer Träger. Das Schicksal hat in zwei Jahren soviel beutsche Sehnsucht, Treue unb junge Kraft in bas Eis bes Nanga Parbat gesenkt, wie kaum je zuvor für ein solches Ziel verströmt ist. Der einzige Ueberlebenbe von 1937, Uli Luft, unb bie Freunbe, bie aus ber Heimat herbeieilten, konnten bie Toten bergen, ihnen bie letzte Ehre er- weijen unb ihre greifbare Hinterlassenschaft (Auf­zeichnungen unb Tagebücher) in bie Heimat zurück­bringen. Noch ehe sie ben Berg verließen, gelobten sie sich, im nächsten Jahre mit neuen Gefährten wieberzukommen unb gegen alle Wieberstänbe bas

1 fut limger, ?; 3eitmei|e d)*a95neigunq 1 " etmQ5y:

; W°ilig bi51 n- warmer.

Ewst Blum, lurdie Bilder- ' Ernst Blum- Wtot; für den Gleiter: Hans oen Inhalt der 38:9034. Druck ckerei R. Lange, ZUgspreis RM> r, mit der Jllu- 'reis 10 Pf. und ^en 5 Pf. mehr. September 1937

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