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hen. Jahr für Jahr wirbt sie mit dieser Arbeit im deutschen Volk, um den letzten Volksgenossen durch Taten zu überzeugen. Von Jahr zu Jahr wird sich der Leistungsstand heben, aber auch die Front derjenigen wachsen, die gewillt sind, durch Taten ihren nationalsozialistischen Wehrgeist unter Beweis zu stellen. Der Führer fordert für Deutschland ein männliches und hartes Geschlecht. Die SA. wird diesen Auftrag des Führers zu erfüllen wissen.
die Form einer Verstärkung der lokales, kommunalen, distriktmäßigen und landschaftlichen A ut o n o m i e. Die verschiedenen Landschaften würden das Recht der Selbstbestimmung über eine ganze Reihe sie interessierender Fragen erhalten, ja auch rechtswichtiger Fragen, wie z. B. des Unterrichts, der sozialen Gesetzgebung und des Verkehrswesens. Sie würden hierfür Landtage wählen. Bereits früher habe es derartige Landtage in Böhmen gegeben, und nichts stehe im Wege, sie wieder ins Leben zu rufen. Das sei der Weg, den man einzuschlagen gedenke. Man sei ebenfalls geneigt, die Gesetzgebung über den Gebrauch der Minderheitensprachen zu mildern.
Aus der anderen Seite könne man nicht dulden, daß ein totaler Staat im Innern der Tschecho-Slowakei entstehe. Man habe weiter auch von einem autonomen Territorium der Sudetendeutschen gesprochen. Aber diese zweite Lösung sei ebenso undurchführbar wie die erste. Die Henlein-Partei habe eine gewisse Wandlung durchgemacht, man hoffe zu einer Einigung mit ihr zu kommen. Unter allen Umständen aber werde das in Vorbereitung befindliche Min-
Oie Sudetendeuischen müssen befriedigt werden.
Eine Zuschrift Lord Buxtons an die „Times".
Field alle Mühe, die rund 25 0 0 0 Zuschauer zurückzuhalten.^die sich zum Empfang der Weltflieger eingefunben hatten, um die Maschine von Beschädigung zu bewahren, als der große silberne Eindecker nach einer Doppelrunde um den Flugplatz auf genau demselben Fleck landete, von dem er am Sonntagnachmittag zum Flug um die Welt gestartet war. Howard Hughes stieg als erster aus dem Flugzeug. Man reichte ihm Blumen und Rundfunkmikrophone. Er erklärte: „Ich bin sehr glücklich über unseren Erfolg. Aber ich möchte nicht noch einmal beginnen. Jetzt möchte ich vor allem schlafen, mich rasieren und
Jn 3 Tagen 19 Stunden um den Erdball
Hughes in Neuyork angekommen. - Der Rekordflug um 4 Tage verbessert.
Tokio, 15.3u GmzM huns Dreilanderecke, m Sowjetunion zuja Meter südlich 40 die Grenze \ vor. Sie besetzte verschanzten sich dieser Truppe sischeAbteil in 20 Kilometer t
Englischer Parlamentarier hetzt dieZuden gegen die englische Mandatsherrschast aus Ein aufschlußreicher Dries des Abgeordneten Wedgewood.
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stammt. Rach Ablauf von zehn Jahren tritt eine Verminderung des Darlehens ein, das bis zur führt, je länger die Ehebleiben. Im anderen Falle
herrscht wird. Um das zweieinhalb Kilometer südlich von Sarrion auf einem Felskegel gelegene Kloster San E r i st o b a l wurde zwei Stunden lang gekämpft, bis es den Truppen des Generals Varela in die Hände fiel. Damit wird der wichtige Straßenknotenpunkt A l b e n t o s a, dessen Einnahme unmittelbar bevorsteht, beherrscht. Die sowjetspanischen Milizen sind offenbar vollkommen erschöpft. Die in die Hände der Rationalen gefallenen Gefangenen gehören fast ausnahmslos den erst jüngst eingezogenen Jahresklassen an. Seit Mittwoch morgen beträgt der Geländegewinn in der Richtung aus Teruel 12 Kilometer in der TiefeH Die Luftwaffe bombardierte mehrere Bahnhöfe^ in der Provinz Valencia und die Häfen Palamos (Katalonien) und Cartagena, wo Munitionslager in die Luft gingen. Besi einem Luftkampf wurden zwei Boeing-Bomber abgeschossen.
Auf einer Front von 15 Kilometer Breite gingen 20 000 Milizen in Unordnung zurück und suchten den Bahnhof von Albentosa zu erreichen, während alle Straßen und die verlassenen Stellungen ringsum mit Kriegsmaterial übersät waren, das die flüchtenden Milizen zurückgelassen hatten. General Franco besichtigte am Donnerstagnachmittag das Kampfgelände südlich von Sarion und ließ sich von den Artilleriebeobachtern die Kampftage erläutern^
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zu ihrem Erlaß bewogen hat. Dann werden auch diese Maßnahmen dazu beitragen, die früher künstlich zwischen Stadt uyd Land aufgerichteten Gegensätze zu überbrücken.
Das Dritte Reich geht in den neuen Verordnungen davon aus, daß es darauf ankommt, die Landbevölkerung, insbesondere die ländlichen Arbeiter, seßhaft zu machen. Die Ehestandsdarlehen, die bisher die Zahl von fast einer Million erreicht haben, erhalten für junge Paare auf dem Lande eine weitere Ausgestaltung. Wenn einer der beiden Eheleute mindestens fünf Jahre in den erwähnten Berufen tätig war, tritt eine Stundung der sonst üblichen Tilgung ein, wenn sie aber 10 Jahre nach der Verheiratung noch auf dem Lande tätig sind, wird aus dem Darlehen ein Geschenk. Darüber hinaus ist für jedes junge Paar unter den gleichen Voraussetzungen ein Einrichtungsdarlehen (in bar) vorgesehen, das 800 Mark beträgt, wenn beide Ehegatten landwirtschaftlich tätig waren und bleiben, das 400 Mark beträgt, wenn nur einer der beiden Teile aus diesem Berus
esse n." Einer der ersten Wünsche, den die Flieger äußerten, war der nach Zigaretten. Mit ihren drei Tage alten Bärten und den Kleidern, die sie seit dem Start nicht mehr gewechselt hatten, sahen sie nicht schr salonfähig aus Die Maschine ist, abgesehen von der abhanden gekommenen Antenne, völlig unbeschädigt von dem Fluge zurück- gekehrt. In der gesamten amerikanischen Oeffentlich- feit findet die außerordentliche Leistung der Wett- ftieger bewundernde Anerkennung.
„Wettslug auf die Minute."
Bertram zum ersten ftugplanmätzigen Passagierftug um die Erde gestartet.
Berlin, 15. Juli. (DNB.) Am Freitag um 0.30 Uhr startete der deutsche Flieger Hans Bertram mit einer planmäßigen Maschine der Lufthansa vom Flughafen Tempelhof aus zu einem Flug um die Welt, der unter dem Leitwort steht: „Weltflug auf die Minute". Bertram hat damit einen Flug über 39 350 Kilometer angetreten, der ihn in 19 Tagen 21 Stunden und 35 Minuten um den gesamten Erdball führen soll. Rach Erledigung der üblichen Formalitäten, die in wenigen Minuten erledigt waren, da Bertram nur elf Kilogramm Gepäck mit sich führt, startete um 0.30 Uhr die Ju52 „Oswald Boelcke" zu ihrem planmäßigen Flug nach Bagdad, der ersten Etappe des Weltfluges Bertrams. Von Bagdad benutzt Bertram die französische Linie Air France über Karatschi — Kalkutta nach Bangkok. Hier nimmt ihn bis Hongkong die englische Imperial Airways auf. Von da geht es weiter ü b e r M a n i la — Guam Island — Wake Island — Midway Island — Honolulu — San Franzisko bis nach Neuyork; dort benutzt der Flieger auf der Landstrecke die United Air Line und für die Seestrecke die Panamerican Airways. Für die letzte Strecke seines Fluges über Lissabon nach Berlin nehmen ihn dann wieder die planmäßigen Maschinen der Deutschen Lufthansa auf. Die Landung Bertrams in der Reichshauptstadt wird am Mittwoch, 3. August, gegen 22 Uhr, erwartet. Wie der Flieger erklärte, unternimmt er diesen Flug nicht als Rekordleistung, sondern um denen ein Denkmal zu setzen, die mit Einsatz ihres Lebens den Luftraum unseres Erdballes erkämpft und besiegt haben.
OieReichsweiikämpfe der GA.
NSG. Die Reichswettkämpfe der SA., die am 16. und 17. Juli im Reichssportfeld zur Durchführung kommen, sind der Jahresappell der körperlichen Ertüchtigungsarbeit der SA., auf dem die einzelnen SA.-Gruppen des Reiches Zeugnis ablegen von dem Einsatzwillen und Können ihrer Mannschaften und Einzelkämpfer.
In monatelanger Arbeit hat der Sturmsührer durch wiederholte Ausscheidungskämpfe seine körperlich fähigsten Männer ausgesiebt. Die Standartensporttage brachten gesteigerte Anforderung. Die Standarten wieder sandten ihre besten K.mpser zu den Gruppenausscheidungskämpfen und erst wer hier in vorderster Front lag, konnte damit rechnen, als Vertreter seiner Gruppe zu den Reichswettkampfen nach Berlin zu kommen. Die Sieger von Berlin gehen als Vertreter der gesamten SÄ. n a m Nürnberg zu den NS.-Kampfspielen, um im Kampf gegen andere Gliederungen der Partei gegen Wehrmacht und Polizei vor den Äugen des Führers ihr Letztes herzugeben.
Der unbekannte SA.-Mann iift es auch hier wieder, der Opfer an Freizeit und Geld bringt, um im soldatischen Einsatz Körper und Geist zu stählen Alte und junge Kämpfer, Großstädter und Bauern, Arbeiter der Stirn und der Faust in einer Kampforganisation zusammengeschweißt, arbeiten hier an sich selbst und damit zwangsläufig an der Wehrkraft des deutschen Volkes, wenn sogar ehemalige Frontsoldaten ihre Tornister packen, um im friedlichen aber harten Wettkampf mit ihren jüngeren Kameraden schwere Marschleistungen zu vollbringen und über die Hindernisbahn zu gehen. Richt der Sieg ist hier das entscheidende, sondern der Kampf, der den letzten SA.-Mann im entlegensten Dorf erfaßt. SA.-Sport fordert disziplinäre Einordnung,Mut und Einsatzwillen, weil er soldatisch ist. Wir freuen uns, wenn einer der Unfrigen die Kugel am weitesten stößt, stolz sind wir aber, wenn unser Mannschaftsgeist über andere Gruppen triumphiert. Ge- wiß haben wir auch sportliche Einzelkämpser mit überragendem Können in unseren Reihen, die SA. lehnt es aber ab, Hochspringer oder Läufer zu züchten, die im Dienstanzug mit Gewehr und Tornister auf der Wehrkampfbahn infolge ihres überzüchteten 6p.^i(Uiftentums yexsagm müssen. Denn
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beträgt die Tilgung 3 v. H. monatlich. Im Gegensatz hierzu ist der Einrichtungszuschuß von 400 bzw. 200 Mark, der an Eheleute gezahlt wird, die fünf Jahre in der Land- und Forstwirtschaft tätig waren ukid auch länger in diesem Beruf verbleiben wollen, ein reines Geschenk ohne Rückzahlungsverpflichtung. Da dieser Zuschuß alle fünf Jahre wiederkehren soll, stellt er einen Ausgleich zu den Löhnen in der gewerblichen Wirtschaft dar, die naturgemäß zur Zeit günstiger liegen als in der Landwirtschaft. Alle diese Vergünstigungen gelten für den Bauern wie für den Landarbeiter öder den ländlichen Handwerker. Sie werden dazu dienen, junge Familien auf dem Lande zu gründen und zu echalten und die Gefahr der Landflucht einzudämmen, die auch ein schwerer Nachteil für unsere Be-
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Neuyork, 14. Juli. (Europapreß.) Der amerikanische Fiieger Howard Hughes hat seinen Flug rund um den Erdball in Rekordzeit beendet. Howard Hughes traf am Donnerstag um 19.30 Uhr (deutscher Zeit) auf dem Flugplatz Floyd-Bennett bei Neuyork ein. Howard Hughes hatte Neuyork in der Nacht zum vergangenen Montag verlassen und benötigte für seinen Rund-um-die-Welt-Flug einschließlich der Unterbrechungen für die Zwischenlandungen insgesamt 91 Stunden, 17 Minuten, also 3 Tage 19 Stunden 17 Minuten, während die eigentliche Flugzeit nur zwei Tage 23 Stunden und 11 Minuten betrug. Die auf feinem Flug zurückgelegte Strecke betrug 22 944 Kilometer, die das Flugzeug mit einer Stundengeschwindigkeit von 320 km zurücklegte. Der Rekord des Amerikaners W i l e y P o st, der 7 Tage und 19 Stunden betrug, ist durch die Leistung von Howard Hughes um genau vier Tage verbessert worden. Der Flug aing mit folgenden Start-, Zwischenlandungs- und
für die deutsche Wehrkraft ist es wichtige eine Kampfmannschaft noch einem 20-Ki Gepäckmarsch geschlossen über die Hindernisbahn kommt, als wenn ein Stabhochspringer in elegantem Bogen über die Latte springt. SA.-Sport ist das Erziehungsmittel, das Charaktere formt und eine politische Gesinnung voraussetzt, denn SA.- Mann sein heißt Vorbild und vielseitig sein. 3abr für Jahr geht die SA. nach Berlin zur großen Generalprobe über den Leistungsstand in ihren Rei-
Paris, 14. Juli. (DNB.) Das „Petit Journal" veröffentlicht eine Unterredung mit dem tschechoslowakischen Außenminister K r o f t a. Auf die Frage, ob die Entspannung in Mitteleuropa den Tatsachen entspreche und dauerhaft fein werde, erklärte Krofta, diese Entspannung sei in der Tat Wirklichkeit und sie könnte dauerhaft sein. Man könne nicht annehmen, daß irgendein Land im Augenblick einen Krieg wünsche. Auf die Frage, ob die Tschecho-Slowakei bereit sei, sich gegenüber den Forderungen gewisser Minderheiten versöhnlich zu zeigen, erklärte Krofta, sie sei sogar zu wesentlichen Zugeständnissen bereit. Frankreich und England ermutigten die Tschecho- Slowakei auf diesem Wege, und man werde die Ratschläge dieser Länder um so bereitwilliger befolgen, zumal diese Länder sichtbare Beweise ihres Interesses an der Unabhängigkeit der Tschechoslowakei an den Tag gelegt hätten. Man werde bis an die Grenze des" Möglichen gehen, im demokratischen Geiste der Verfassung und im Rahmen der Integrität des Landes.
Auf die Frage, welche Form die Konzes- Uüp e n an nah me n würden, erklärte Krofta,
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derheitenstatut zur Anwendung gebracht werden, gleich, wie die Besprechungen ausfallen sollten. Man werde darüber wachen, daß die Zugeständnisse nicht zu einer Schwächequelle für die Tschecho-Slowakei selbst würden.
Außenminister Krosta zur AationalMensrage
„Autonomes Territorium der Gudetendeutschen undurchführbar."
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Damaskus, 14. Juli. (DNB.) Ein Brief des englischen Labour-Abgeordneten Wedgewood an den Präsidenten und die Offiziere des Verbandes ehemaliger jüdischer Offiziere „Erez Israel", 47. Rotschild-Boulevard, Tel Aviv, vom 30. Mai 1938 enthält die Aufforderung an die Juden in Palästina, ihre Vorherrschaft mit Gewalt und passivem Widerstand d u r chz u s e tz e n. Es ergibt sich somit die erstaunliche Tatsache, daß ein Mitglied des englischen Unterhauses es mit seinen nationalen Pflichten für vereinbar hält, Juden gegen d i e britische Mandatsregierung in Palästina auf- z u h e tz e n. In dem Brief, der für sich selbst spricht, heißt es: Ich glaube nicht, daß Repressalien in der Form, daß man unschuldige Araber ermordet, moralisch gerechtfertigt sind. Ich glaube aber, daß Sie moralisch berechtigt sind, sich zu bewaffnen, um sich selbst und Ihre vorgelagerten Kolonien zu schützen, weiterhin Verteidi- gungsmaßnahmen zu ergreifen, soweit dies möglich ist. Dies werden Sie aber zweifellos bereits getan haben. Es verbleibt also passive Resistenz, wie sie Gandhi in Indien ausgeübt hat. Passive Resistenz hat verschiedene Formen: Das Besetzen von L a n d und die Verweigerung, es zu verlassen, es sei denn durch Gewalt und sich einsperren lassen. Verweigerung, Steuer zu bezahlen, sich gegen das Gesetz verstoßen und sich einsperren zu lassen. Verweigerung, die Hilfe der Gerichtshöfe in Anspruch zu nehmen oder deren Rechtsprechung anzuerkennen und sich ins Gefängnis werfen zu lassen. Teilnahme an Demonstrationen, die für illegal erklärt worden sind. Verteilung illegalen Agitationsmaterials. Bewachung und Boykottierung der „Unloyalen".
„Versuchen Sie doch einmal den Beamten ins Gesicht zu schießen und nicht nur Sie, sondern auch die Presse. Wenn Sie das nicht wagen, sind Sie Ihres Landes nicht wert. Erst wenn Sie das tun, aber nicht vorher, wird man Sie wert erachten, zur Verteidigung des englischen Weltreiches und der Demokratie Waffen zu tragen. Ebenso wie Sie wünsche ich ein freies, männliches, kampfbereites Volk, wie es die Makkabäer in Palästina einst waren. Ich wünsche eine Armee von 40000 Juden zu sehen, die geeignet ist, all das zu verteidigen, was Ihnen und mir teuer ist. Widerwillig bin ich zur Uebetzeugung gekommen, daß wir nur auf der obengenannten harten Straße zum Ziele gelangen.
prompte Reaktion.
Jüdische Flugblätter rufen zum Widerstand gegen die Staatsgewalt auf.
Jerusalem, 14.Juli. (DNB.) Nach Bekanntwerden des Brieses sind in Jerusalem, Tel Aviv und Haifa illegale hebräische Flugblätter verteilt worden, die zum Widerstand gegen d i e Staatsgewalt und Steuerverweigerung aufreizen. Es heißt auch darin, daß die gemäßigten Zionistenführer, welche Zurückhaltung empfehlen, Volksverräter feien. Die jüdischen Flugblätter nehmen Bezug auf den Brief, worin der jüdische Widerstand gegen die Staatsgewalt empfohlen sei. Mit der Verteilung dieser illegalen Flugblätter hätten die Juden bereits den ersten Punkt der Wedgewood-Empfehlungen zu erfüllen begonnen.
völkerungspolitik ist.
Em anderes Gesetz ist ebenfalls in den Aufbau der nationalsozialistischen Agrarpolitik einzuordnen: das Erlöschen der Fideikommisse. Schon seit Jahren geht der Streit um die Berechtigung dieser Form des Familienbesitzes. Auf Grund der Qß'eimarer Verfassung ist seine Auflösung zwar in die Wege geleitet worden, aber längst noch nicht abgeschlossen, zumal die Vorschriften der einzelnen Länder durchaus verschieden gestaltet waren. Auch hier schafft das Reichsgesetz den Vorzug der Einheitlichkeit und der übersichtlichen Durchführung. Bis Ende d. I. wird der Vorgang im großen und ganzen abgeschlossen sein. Fideirommiß wurden „gestiftet", um einen großen Besitz, hauptsächlich Landbesitz, in einer Familie vererblich, aber unteilbar und un- beleihbar zu erhalten. Der nationalsozialistische Staat hat die Bildung derartig großer Grundbesitze als unerwünscht ansehen müssen, da er auf dem Standpunkt der Förderung des Bauerntums aus Blut und Boden steht. Die einzige unteilbare Besitzform in der Agrarwirtschaft ist der Erbhof. Es ist durchaus denkbar, daß sich manches Fideikommiß in einen oder mehrere Erbhöfe umwandeln wird. Der Großgrundbesitz als solcher wird auch keineswegs aufhören zu bestehen, weil das Gesetz das Fideikommiß als solches abschafft. Die wirtschaftliche Lage hat sich auch im Großbetrieb durch die Preispolitik und die bessere Rentabilität des Waldes so verbessert, daß der Großbesitz bestehen kann: er ist aber nicht mehr unteilbar ober unverkäuflich. Er kann durch Verkauf, Erbteilung ober Verwendung für Siedlungszwecke ganz oder teilweise in andere Hände kommen. Daraus wird sich langsam aber sicher eine Verstärkung des bodenständigen Bauerntums durchsetzen. B. R.
Geschenk des hessen-nassauischen Landvolkes an den Reichsbauemführer.
NSG. Dem Reichsbauernführer R. Walther Darre wurde z u seinem 43. Geburtstag am Donnerstag, den 14. Juli, von Landesbauernführer Dr. Wagner eine künstlerische Marmorarbeit überreicht, die das Gebiet der Lande s b a u e r n s ch a f t Hessen-Nassau und den errichteten Darre-Gedenkstein wieder- gibt. Als Material diente verschiedenfarbiger Marmor aus den Brüchen in Schupbach, Runkel und Villmar sowie Stolberger Silber unter Verwendung der Erze von Laurenburg und Bad Ems. Die Ausführung lag in den Händen des Frankfurter Bildhauers Hans B u k o r.
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London, 15. Juli. (DNB. Funkspruch.) Der frühere ßabourabgeorönete Lord Noel Buxtons behandelt in einer Zuschrift an die „Times" das sudetendeutsche Problem. Die Entwicklung seit dem 21. Mai habe in Prag ebenso wie in Paris zu der Annahme geführt, daß praktische Konzessionen der Tschechen überflüssig seien. Die Lage sei voller Gefahren. Man vergesse zu leicht, daß in der Tschecho-Slowakei ein aeschlossener Block Deutscher — eine Bevölkerung, Die größer fei als in Der» chiedenen europäischen Staaten — unmittelbar an der Grenze des Reiches läge und daß diese Deut» chen 1919 dagegen protestiert hätten, unter fremde Herrschaft gestellt zu werden. Ebenso vergesse man, daß die britische ßabourpartei diesen Protest stark unterstützt habe, da es unmöglich sei, ständig ein Volk niederzuhalten, das durch die Verweigerung einer Autonomie unzufrieden sei.
Noel Buxtons stellt dann fest, dann, wenn Irland im Falle eines deutschen Sieges im Weltkriege zu einer unabhängigen Republik erklärt worden sei, England dann nach einigen Jahren mit Gewalt vorgegangen wäre. Man behaupte oft, daß Deutschland äußerst aggressiv sei. Aber bisher sei diese aggressive Absicht Deutschlands nicht bewiesen. Die deutsche Unterstützung für die sudetendeutsche Forderung auf Autonomie beweise nicht mehr als einen Germanismus, der feine Berechtigung habe.
England und Frankreich würden einem Angriff Widerstand leisten. Mehr als das sei aber nötig die Zuerkennung einer angemessenen Autonomie für hie sudetendeutschen Gebiete. Man sollte die tschechischen Minister dazu bringen, zu zeigen, daß England und Frankreich im/Interesse des europäischen Friedens und auch der Tschecho-Slowakei selbst Zugeständnisse verlangten. Ein Teil der tschechoslowakischen öffentlichen Meinung versteife sich auf einen Widerstand gegen Konzessionen. Die Tschecho- Slowakei möge vielleicht den Willen haben, Frankreich als ihren Verbündeten in einen Krieg zu ziehen. Eine analoge* Beziehung zwischen Serbien und Rußland im Jahre 1914 habe die Ausweitung eines ursprünglichen Balkankrieges in einen Weltkrieg verursacht. Wolle man jetzt das Risiko laufen, eine ähnliche Entwicklung zu einem noch größeren Krieg führen zu lassen?
Oaladier an Chamberlain.
Vermutungen der französischen Presse.
Paris, 15. Juli. (DNB. Funkspruch.) Der ßonboner Berichterstatter des Figaro erklärt, daß Ministerpräsident D al adi er kürzlich ein persönliches Schreiben an Chamberlain gesandt habe, das dem Premierminister durch den französischen Botschafter in ßondon überreicht worden sei. Der Inhalt dieser Botschaft sei nicht bekannt- gegeben worden, doch vermute man, daß er sich auf die augenblickliche internationale ßage und besonders auf eine Verstärkung des französisch-tschechoslowakischen Beistandspakts bezogen habe. Man wisse nicht, wie die Antwort Chamberlains ausgefallen sei. Das „Oeuvre" schreibt, Daladier habe besonders die französisch-englische Politik gegenüber Italien behandelt. „Ordre" erklärt, in ßondon bewahre man über das Schreiben absolutes Stillschweigen. /
Die natwnalspamsche Offensive.
Paris, 14. Juli. (Europapreß.) Am Donnert tagmorgen ist der Vormarsch der nationalspanischen Truppen an der Front von Sarrion bis Nu les mit Unterstützung der Artillerie und der ßuftroaffe wieder ausgenommen worden. Im Süden von Sarrion wurden zu beiden Seiten der Straße Teruel—Sagunt. neue Stellungen genommen, durch die die rechts nach Süden abzweigende Straße von Albentosa nach Manzanara be-
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Neuyork ab Montag 0.20 Uhr
Paris an Montag 16.35 Uhr
Paris ati Dienstag 1.18 Uhr
Moskau an Dienstag 9.16 Uhr
Moskau ab Dienstag 11.33 Uhr
Omsk an Dienstag 19.00 Uhr
Omsk ab Mittwoch 1.37 Uhr
Jakutsk an Mittwoch 10.08 Uhr
Jakutsk ab Mittwoch 13.00 Uhr
Fairbanks an Donnerstag 1.18 Uhr
Fairbanks ab Donnerstag 2.35 Uhr
Minneapolis an Donnerstag,14.30 Uhr
Minneapolis ab Donnerstag 15.30 Uhr
Neuyork an Donnerstag 19.30 Uhr.
Starke Polizeiketten hatten in Floyd Bennett


