Ausgabe 
15.7.1938
 
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188. Zahrgang

r. 163 Erstes Blatt

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tung, sondern diene nur dazu, jenen Menschen- typ zu bezeichnen den schon der unsterbliche Sinne denhomo europaeus nannte. Physisch ent­spreche dieser Menschentyp den klassischen Schön- hoitsidealen, die von den großen italienischen Dich­tern besungen und von griechischen, lateinischen und italienischen Künstlern dargestellt worden seien. Psychologisch entspreche er einem heroischen Ideal des Menschen. Nachdem der italienischen Rasse der faschistischen Aera diese Richtung gewiesen worden sei, werde sie immer geschlossener, fester und mäch­tiger werden.

Zunächst keine gesetzlichen Maßnahmen

Rom, 14. Juli. (DNB.) Zu der Erklärung über die Stellung des Faschismus zu dem Rassenproblem verlautet in unterrichteten italienischen Kreisen, daß zunächst keine gesetzlichen Maßnahmen zu erwarten seien Die Erklärung habe im wesentlichen die Be­deutung einer KlarstellungundFestlegung desStandpunktesdes Faschismus zur Rassen­frage.

entstehen.

Ein solcher Ausgleich, zu dem die Verordnung über die Förderung der Landbevölkerung die wesent­lichste Grundlage gibt, wird nicht nur unmittelbar sich vorteilhaft auswikten durch die Erhöhung des Lebensstandards der landarbeitenden Familien und die Erleichterung der Existenzbegründung auf dem Lande, sondern auch mittelbar durch die arbeits­mäßige Entlastung, die der künftige verstärkte Ein­satz der nicht mehr von dem Lande abwandernden Menschen der Landwirtschaft bringen wird. Denn * vielfach scheitern gerade in bäuerlichen Betrieben der gute Wille und alle Bemühungen, die Arbeits­und Lebensbedingungen für die Gefolgschaft zu ver­bessern, daran, daß zu wenig Kräfte vorhanden sind und infolgedessen der einzelne Unmenschliches leisten muß, will und soll er das Höchste an Er­trägen zur Sicherung der Ernährung des Volkes herausholen. Es ist keine Seltenheit, daß heute in den bäuerlichen Betrieben der Besitzer und seine Frau, ebenso wie seine Gefolgschaft, 16 Stunden und noch mehr am Tage arbeiten, um die Arbeit zu schäften. Hinzu kommt, daß in Gebieten mit erschwerten Erzeugungsbedingungen der Lebens­standard der bäuerlichen Familie selbst gering ist. Die Maßnahmen zur Förderung der Landbevölke­rung sind also keineswegs als Subventionen für die Landwirtschaft anzusehen. Es sind vielmehr Förde­rungsmaßnahmen, die der V o l k s g e s a m t h e i t zugute kommen. Sie, tragen bei zur Sicherung un­serer Ernährung und helfen ein starkes Bauerntum schaffen, das unseren völkischen Bestand gewähr­leistet. m

Das deutsche Landvolk sieht in der Gewährung der Ehestandsdarlehen, der Einrichtungsdarlehen und -Zuschüsse, durch die die Familiengründung auf dem Lande erleichtert und die Seßhuftmachung gefördert wird, erneut einen Beweis dafür, daß die Staats­führung die Schwierigkeiten der landwirtschaftlichen Erzeugung in vollem Maße kennt und würdigt, daß sie die Arbeit zur Sicherung der Ernährung des Volkes in ihrer staatspol'itifchen Bedeutung der Wehrhaftmachung und Landesverteidigung gleichletzt und deshalb alle zu Gebote sichenden Mittel einsetzt, um den in der Landarbeit stehenden Menschen für diesen Dienst an der Allgemeinheit die Anerkennung und Unterstützung aus den Kräften der Volks­gemeinschaft zu geben. Die Volksgenossen m der Stadt werden den Verordnungen dasselbe, große Verständnis entgegenbringen, das die Staatsführung

geführt an Schnellig- 'M unaus»

zige Bevölkerung, die sich niemals in Ita­lien assimiliert haben, weil sie aus nicht- europäischen rassischen Elementen gebildet wird, die grundverschieden sind von den Elementen, die den Italienern ihren Ursprung gegeben haben.

10. Die rein europäischen, physischen und psycho­logischen Merkmale der Italiener dürfen in keiner Weise gehindert werden. Der rein europäische Charakter der Italiener würde verfälscht durch die Kreuzung mit irgendeiner außer­europäischen Rasse, die Trägerin einer von der tausendjährigen Zivilisation der Arier verschiedenen Zivilisation wäre.

DasGiornale d'Jtalia" schreibt zu der Denk­schrift: Die Klärung des AusdrucksArie r" sei sehr nützlich angesichts der Tatsache, daß man ihm einen polemischen Charakter beimessen möchte. Für die neue Bezeichnungitalienische Rasse" sei man nicht weiter in die Nacht der Zeiten zuruckge- gangen, sondern habe als Grenze ein Jahrtausend genommen. Der Ausdrucknordisch" habe vom Rassenstandpunkt aus keine geographische Bödeu-

stellen.

Eine dreiste tschechische Provokation.

Prag, 14. Juli. (DNB.) Das Presseamt der Sudetendeutschen Partei meldet: Der Konsum - vereinVorwärts" in Zwickau (Böhmen) hielt am 9. und 10. Juli sein 35jähriges Gründungs­fest ab. Auf dem Festplatz befand sich eine Ball­wurfbude, in der Bilder d e s Führers und Reichskanzlers Wolf Hitler und des Führers der Sudetendeutschen Partei Konrad Hen­lein als Zielscheibe dienten.

Einhalt geboten wird.

An und für sich ist das Problem der Landflucht nicht ein Kind unserer Zeit, sie besteht schon seit Jahrzehnten, seit dem Beginn der Jndustriealisie- rung, und viele Denkschriften und Besserungsvor­schläge sind gemacht worden, ohne eine wesentliche Abhilfe schaffen zu können. Durch den gewaltigen Aufbau unserer Wirtschaft ist nun dieses Problem bei uns wieder in den Vordergrund getreten. Das starke Tempo des wirtschaftlichen Aufbaues, die größeren Möglichkeiten, durch bessere Löhne sich Arbeitskräfte vom Lande zu holen, haben in vielen Teilen unseres Vaterlandes dazu geführt, daß a u f dem Land ein Mangel an Arbeits­kräften entstanden ist, worunter die Durchfüh- rung der Erzeugungsschlacht leidet, da sie natürlich höhere Aufwendungen an Arbeit erfordert. Nach vorsichtiger Schätzung mangelt es in der Landwirt­schaft an etwa 131 000 männlichen und 65 000 weib­lichen Arbeitskräften. Um trotzdem die Feld- und Erntearbeiten reibungslos durchzuführen, bedurfte es einer großen Zahl an Helfern aus den Reihen der Wehrmacht, der Hitler-Jugend, des Arbeits­dienstes und der Parteigliederungen. Wenn diese Hilfe auch in Notzeiten selbstverständliche Pflicht und sehr wertvoll ist, so kann und darf sie nicht zu einer Dauereinrichtung werden.

Die soeben vom Beauftragten für den Vierjahres­plan, Generalfeldmarjchall Hermann Göring, erlas­sene Verordnung zur Förderung des Landvolkes soll den erforderlichen materiellen Ausgleich zur Besserung der Arbeits-, Lebens- und Existenzbedingungen auf dem Lande durch Gewäh­rung von Ehestandsdarlehen, Einrichtungsdarlehen und -Zuschüssen bringen, der notwendig ist zur Er­haltung der Einsatzbereitschaft, aber aus der Kraft des Landvolkes allein nicht geschafft werden kann. Es besteht kein Zweifel darüber, daß der Ge­burtenrückgang abgesehen von dem Ge­burtenausfall infolge des Weltkrieges seine Ursachen in der Stadt hat. Das flache Land gibt seit Jahrzehnten den größten Teil seines starken und gesunden Nachwuchses an die Stadt ab, um deren Geburtenfehlbetrag auszugleichen und den besonders in den letzten Jahren zunehmend an- wachsenden Menschenbedarf der gewerblichen Wirt- I schäft zu befriedigen. Es ist deshalb nicht unbillig, r wenn die Gesamtheit einen Ausgleich aufbringt für : die Unkosten, die den Bauern- und Landarbeiter- ' familien durch die Aufzucht, Erziehung und Aus- I: bildung des an die Städte abgegebenen Nachwuchses

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Prag und Moskau die besten Trümpfe der Demokratien

Pierre Cot predigt Einkreisung Deutschlands und den Lustangriff von Frankreich und der Tschechoslowakei aus.

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Man mache große Anstrengungen, um Mussolini von Hitler zu trennen. Wenn man ebenso große An­strengungen für eine militärische Wieder­annäherung zwischen den Demokra­tien, Sowjetrußland und Polen machte, so hätte das vom militärischen Standpunkt aus bessere Resultate. In einem langen Kriege könnten die Demokratien nicht geschlagen werden, wenn die Tschecho-Slowakei weiter den Weg zu den Korn­feldern Mitteleuropas und zu den Oelquellen Ru­mänien blockiere. Wenn man den Sieg garantieren wolle, dürfe man nicht zulassen, daß mit der Mög­lichkeit eines kurzen Krieges gerechnet werden dürfe. Franzosen, Engländer und Sowjetrussen müßten diesen Eindruck zu zerstreuen suchen. Es hätte kein Risiko darin gelegen, den Angriff auf Abessinien oder die Intervention in Spanien von Anfang an zu verhindern. Jetzt sei es noch möglich, einen Angriff auf die Tschecho-Slowakei zu verhindern. Wenn man die autoritären Staaten allerdings aste strategischen Positionen erobern'lasse, die sie brauch­ten, um ihr Programm durchzuführen, dann bleibe nur wenig Hoffnung auf den Frieden.

*

Wenn ausgerechnet Monsieur Pierre Cot, eine der anrüchigsten Ministergestalten der Dritten Repu­blik, in einem Revolverblatt vom Niveau des News Chronicle" zum Krieg gegen Deutschland hetzt, dann muß man ihm immerhin zugeben, daß er seinen Kram versteht. Er hat seine praktischen Erfahrungen. Denn als er noch Luftfahrtnumster seines polittschen Glaubensgenossen Leon Blum war, hielt er sich mit solchen theoretischen Ange­legenheiten wie Zeitungsarttkeln gar nicht erst auf. Sein Ministeramt und feine überaus herzlichen Be­ziehungen zu den bolschewifttschen Hintermännern der Volksfront erlaubten ihm, unzählige Maschinen der französischen Luftwafte den Sowjets m Spa­nien zur Verfügung zu stellen und eine ganze Serie von öffentlichen Skandalen genau so unbeschädigt unter Blums Schutz zu überstehen wie die Er­öffnung eines gerichtlichen Verfahrens wegen ferner Schiebungen. Blum-Cot ließen es einfach meder- schlagen.

Die Pariser Volksfrontkoryphäe ist demNews Chronicle" durchaus ebenbürtig. Gleiche Seelen finden sich. Beide arbeiten für das gleiche Ziel, Europa in einen neuen Krieg zu stürzen. Dazu soll der Tschecho-Slowakei erneut das Rückgrat gestärkt und ihr zu Gemüte geführt werden, daß sie, auch wenn sie in der Nationalitätenfrage sich zu keinem Entgegenkommen bereitfinden sollte, die Unter­stützung der westlichen Demokratien finden werde. Das bedeutet nichts anderes, als die Westmächte zu Handlangern der Verewigung eines schweren Unrechts zu machen, da's Europa nicht zur Ruhe kommen läßt. Nicht minder gefährlich für den europäischen Frieden ist die Anspielung auf die sowjetrussische Karte. Die Tschechen haben stets zu bestreiten versucht, daß sich auf dem Boden der Tschecho-Slowakei sowjettusstsche Flugplätze be­finden und daß Offiziere und Ingenieure der roten Luftwaffe alle Vorbereitungen getroffen haben, die tschechischen Militärflugplätze als Ausgangspunkt für einen Luftangriff gegen Deutschland auszu- nützen. Der ehemalige ftanzöstsche Luftfahrtmimster gibt jetzt aber ganz offen zu, daß man mit den Sowjets als Bundesgenossen in der Einkreisung Deutschlands unbedingt rechne und die Tschecho- Slowakei das geeignete Ausfallstor für einen Luft­krieg gegen Deutschland sei. So verbirgt sich hinter den pazifistischen Phrasen der Kreise um Pierre Cot und denNews Chronicle" die kaum noch zu zügelnde Angriffslust der internationalen Kriegs­hetzer, die mit ihrer Stimmungsmache gegen Deutsch­land die schwerste Gefahr für den Weltkrieg dar-

Seßhafte Landwirtschaft

Die letzten Jahre, in denen das deutsche Landvolk sich in stärkster Kraftanspannung in der Erzeugungs- schlacht eingesetzt hat, haben die Notwendigkeit eines großzügigen Lastenausgleiches für tue im Verhältnis zum städtischen Erwerbsleben weit schwierigeren Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen auf dem Lande erwiesen. Die Aufgabe, bil­liges Brot für die deutschen Arbeiter zu schaffen, die Ernährung des ganzen deutschen Volkes zu sichern und damit die feste unerschütterliche Grund- läge für eine geordnete nationalsozialistische Wirt- schäft mit stettgem Preisgefüge zu errichten und zu erhalten, war mit großen Opfern des Landvolks verbunden. Ihre Erfüllung ist auf die Dauer nur möglich, wenn die idealistische Einsatzbereitschaft aller am deutschen Boden arbeitenden Menschen erhalten bleibt und der Abwanderung vpm Lande

R o m , 14. Juli. (Europapreß.) Das halbamtliche Giornale d'Jtalia" veröffentlicht einen Bericht, n dem sich eine Gruppe faschistischer Gelehrter, die fts Dozenten an italienischen Universitäten wirken, inter Leitung des Dolkskulturministeriums mit der Einstellung des Faschismus zur Rassenftage und cuch zum Judenproblem auseinandersetzen. Darin leißt es: , ,

1. Die menschlichen Rassen existieren. Diese Tatsache wird belegt durch das Vorhandensein fast mmer bedeutender, Millionen umfassender Men- chenmassen, die in ihren ererbten und sich ftrtver- trbenben physischen und psychologischen Merkmalen -leich sind. Die Feststellung, daß es Menschenrussen Hbf, will keineswegs van vornherein besagen, daß :is hoch- oder tiefstehende Menschenrassen gibt, son­dern lediglich, daß verschiedene Menschen- lassen bestehen.

2. Es gibt große oder kleine Rassen. Die Denk­christ unterscheidet zwischen größeren Gruppen, die s.ch nur durch eigene Merkmale kennzeichnen, und Heinere Gruppen wie die nordische, die aüttelmeerische und die dinarische, die sich durch Zahlreiche gemeinsame Merkmale auszeichnen. Die letzteren Gruppen bilden vom biologischen Stand­punkt aus die wirklichen Rassen.

Z. Der Rasseübegriff ist ein rein biolo­gischer Begriff. Die Grundlage der Verschie- denheiten der Völker und Nationen bilden die Ras- Wenverschiedenheiten. Wenn die Italiener von den iFranzosen, den Deutschen, den Türken, den Griechen I Lsw. verschieden sind, dann nicht nur deshalb, weil ! ®e eine verschiedene Sprache und eine verschiedene Beschichte besitzen, sondern weil die rassische Herausbildung dieser Völker verschieden

Der Faschismus und die Raffensrage.

Eine Denkschrist italienischer Llniverfitätslehrer macht grundsätzliche Feststellungen

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London, 14. Juli. (DNB.) Der frühere fran­zösische Luftfahrtminister Pierre Cot behandelt im News Chronicle" die A u s s i ch t e n d e r Demo­kratien in einem künftigen Kriege gegen Deutschland. Insbesondere prüft er die Aussichten in einem Luftkriege. Einleitend meint Cot, daß im Falle eines längeren Krieges die Frage der Rohstoff- und Benzin- befchaffung die autoritären Staaten in Nachteil versetze. Das würde sich nur ändern, wenn es Deutschland glückte, die Tschecho-Slowakei zu unterdrücken oder zu neutralisieren. In diesem Falle hätten die autoritären Staaten wichtige Ver- orgungsqueUen in ganz Mitteleuropa. Der einzige Rrieg, den die autoritären Staaten gewinnen könn­ten, sei ein kurzer und schneller Krieg. In einem solchen Falle würden alle Nüttel benutzt. Es sei daher logisch, anzunehmen, daß deutsche und italienische Operationen im Mittelmeer sich mit Massenangriffen auf London und Paris verbinden würden. Die beste Karte für die Demokratien sei auch in diesem Falle d i e Tschecho-Slowa- k e i. Vereinigte Luftangriffe von Frankreich und der Tschecho-Slowakei könnten alle deutschen Produktionszentren schnell erreichen. Da Deutschland die Meere nicht offenstünden und es somit kein Kriegsmaterial einführen könnte, würde es schnell auf die Gnade seiner Feinde ange­wiesen fein. Neben der tschecho-slowakischen Karte sollten die Demokratien sich auch des Jomjet = russischen Trumpfes bedienen. e>otöjetruf= fische Luftangriffe von einer tschecho-slowakischen Basis aus würden ein schwerer Schlag für die deut­

est.

4. Die Bevölkerung des gegenwärtigen I t a - iens ist in ihrer Mehrzahl arischen Ursprungs, und ihre Zivilisation ist arisch. Diese Bevölkerung mit arischer Zivilisation bewohnt seit mehreren Jahrtausenden die Apenninen-Halbinsel Von der Zivilisation der vorarischen Bewohner ist wenig übrig geblieben. Der Ursprung der gegen­wärtigen Italiener geht hauptsächlich von Elementen .euer gleichen Rasse aus, die das ewige, lebendige Gewebe Europas bildet und bilden wird.

5. Der Zufluß sehr großer Menschenmassen in geschichtlichen Zeiten ist eine Legende. Seit dem Mnfall der Langobarden haben sich in Italien keine nnberen bemerkenswerten Völkerbewegungen mehr ereignet, die geeignet gewesen wären, die Rassen- vhysiognomie der Nation zu beeinflussen. Daraus ergibt sich, daß, während für andere europäische Nationen die rassische Zusammensetzung sich noch in neueren Zeiten stark geändert hat, für Italien Die rassische Zusammensetzung von fr eute in ihren großen Zügen die selb ist wie vor tausend Jahren. Die 44 Millionen i Italiener von heute führen also in absoluter Mehr- freit ihre Abstammung auf Familien zurück, die Italien seit mindestens einem Jahrtausend bewoh-

General Uuffo in München.

Bom Führer aus dem Obersalzberg empfangen.

München, 14.Juli. (DNB.) Der Generalstabs­chef der Faschistischen Miliz, Exzellenz Luigi Russo, traf in München ein. Auf dem Bahnsteig war em Ehrensturm der SA.-StandarteFeldherrnhalle" angetreten, daneben Abordnungen des Münchener Faicio. Generalleutnant Russo wurde vom Stabs­chef Lutze, Staatsminister Adolf Wagner und dem Münchener italienischen Generalkonsul, Mini­ster P i t t a l i s , herzlich begrüßt und fuhr in das Rathaus, wo er von Oberbürgermeister Fiehler empfangen wurde. Der Oberbürgermeister über­reichte General Russo eine vollendete Nachbildung derAmazone" von Franz von Stuck. General Russo dankte dem Oberbürgermeister und trug sich sodann in das Goldene Buch der Hauptstadt der Bewegung ein. Im HotelVier Jahreszeiten" fand anschlie­ßend ein von Stabschef Lutze gegebenes Frühstück statt. General Ruffo wurde heute nachmittag vom Führer in Anwesenheit des Chefs des Stabes der SA. Lutze im Berghof auf dem Ober- salzb erg bei Berchtesgaden empfangen. In Be­gleitung des Generals Russo befanden sich General­leutnant M o n t a g n a, Generalmajor Ballatio und General R o f f i. Don deutscher Seite waren ferner u. a. Reichsleiter Bormann und SA.-Grup- pensührer Reimann zugegen.

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6. Es gibt also eine reinitalienische

Rasse". Diese Festellung gründet sich auf die reine Blutsverwandtschaft, die die Italiener von Ibeute mit den Generationen verbindet, die vor 1000 Jahren Italien bevölkerten. Diese antike Reinheit des Blutes ist der höchste Adels- ttitel der italienischen Nation. .

7. Es ist Zeit, daß die Italiener sich »offen zur Rassenlehre bekennen Das .ganze Werk, das der Faschismus in Italien bisher

' wollbracht hat, ist im Grunde R a s s e n p oli t i k. 1 In den Reden des Duce ist häufig an die Rassen- tauffaffung erinnert worden. Die Rassen frage muh Lil in Italien von einem rein biologischen Gesichtspunkt und ohne philosophische oder religiöse Absichten behandelt werden. Die Rassem konzeption in Italien muß vor allem ita 11 e n is ch und ihre Richtung arisch-nordisch ftm. Das i bedeutet jedoch nicht, daß man in Italien die Theo- ji ricn der deutschen Rassenlehre, so, wie sie sind, em- führen ober behaupten will, daß die Italiener und die Skandinavier die gleiche Nasse seien. Vielmehr will das nur heißen, daß man für die Italiener e i n physisches und vor allem psychologi­sches Vorbild ihrerMenschenrass e auf - stellen will, die durch ihre rein europäischen Merk­male sich vollständig von allen außereuropäischen Rassen unterscheidet. Das will heißen, daß der' Ita­liener zu einem Ideal höheren Selbstbe - wutztseins und größerer Verantwor­tung erhoben werden soll.

8. Es ist notwendig, eine klare U n t e r schei - düng zwischen den mittelmeerischen Volkern von Europa einerseits und den Drienta le n un d Afrikanern anderseits zu machen. Daher stno die Theorien als gefährlich zu betrachten, die die afrikanische Abstammung einiger europäischer Vol­ker behaupten und in einer gemeinsamen M l t te i- m e e r r a \ f e auch die semitischen und l)alTlrtli,$eTl Völker zusammenfassen möchten, um dadurch Be­ziehungen und ideologische Sympathien Herstellen, die absolut unzulässig sind.

9. Die Juden gehören nicht der italienischen Rasse an. Von den Semiten, die im Laufe der Jahrhunderte auf den heiligen Boden unseres Vaterlandes eingewandert find, ist im allgemeinen nichts übrig geblieben. Auch die a r a d i sch e Be­setzung Siziliens Hal bis auf die Erinnerung einiger Namen keine Spur hinterlassen. Im übrigen ging der Assimilierungsprozeß in Ita­lien stets schnell vor sich. Die Juden sind die ein-

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