Ausgabe 
15.7.1938
 
Einzelbild herunterladen

Oie Neichsparteitag-Plakette 1938.

3u-

Welch buch!

Aus aller Welt.

Mieger hingerichtet.

In der Ortschaft Lensitz bei Gdingen dran­gen Banditen in das Besitztum des Pächters Josef Zielonka ein und streckten die 65jährige Frau des Landwirts mit einem Beilhieb nieder. Zielonka selbst konnte zunächst fliehen, wurde jedoch von den Banditen eingeholt und ebenfalls nieder­geschlagen. Nachdem die Verbrecher das An­wesen nach Geld durchsucht hatten, setzten sie es in Brand. Die Feuerwehr konnte jedoch recht­zeitig eingreifen und das entsetzliche Verbrechen auf­decken. Die Frau gab noch Lebenszeichen von sich, starb aber bald.

arbeiten und des Pirnaer Staubeckens (ein 70 bis 80 Millionen-Projekt), das in diesem Jahre m An- griff genommen wird), wird die Verschiffung dieser reichen Bodenschätze ein bisher unbekanntes Aus-

20 Jahren in den Wäldern des Taunus gewerbs- und gewohnheitsmäßig der Wilderei nachgegangen ist und dabei jederzeit von der Waffe Gebrauch zu machen bereit war, wenn ihm sich jemand hin­dernd in den Weg stellte, Hal, wie ihm erst jetzt nachgewiesen werden konnte, am 31. Oktober 1917 den 62jährigen Forstmeister Birken au er im Staatswald Oberhain im Taunus erschossen und am 16. April 1937 gemeinsam mit seinem wegen Totschlags zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilten Sohne den 55 Jahre alten Wärter Ernst Hof­mann im Walde von Köppern im Taunus er­mordet.

9TodesopferbeieinemVerkehrSunglück auf unbeschranktem Bahnübergang, von der Reichsbahndirektion Halle wurde folgende

Mitteilung ausgegeben: Am 14. Juli gegen 7 Ahr ist auf dem unbeschrankten Ueberweg der Staatsstraße Wurzen Grimma an Kilo­meter 16,6 der Bahnstrecke BeuchaTrebsen (Mulde) unweit Bahnhof Trebsen (Mulde) ein be­setzter Privatomnibus aus Borna gegen eine von einer Kleinlokomotive bewegte Rangier- ableilung gefahren. Durch den Anprall ex­plodierte der Benzintank des Omnibusses, so dah der Wagen verbrannte. Von den Insassen wurden neun Personen getötet und 21 verletzt, darunter fünf schwer. Unter den Schwer- verletzten befindet sich der Führer des Omnibusses, der in das Krankenhaus in Wurzen eingeliefert wurde. Die Untersuchung ist eingeleitet.

20 Tote bei einem Flugzeugunglück über dem Tyrrhenischen Meer.

Bei einem schweren Flugzeugunglück auf der italienischen Luftverkehrslinie CagliariRom haben 20 Menschen, darunter 16 Reisende, den Tod gefunden. Unter den Toten befinden sich zwei Schwestern und eine Richte des Unterstaats­sekretärs der italienischen Luftwaffe, General Valle. Das Flugzeug war am Donnerstag 7.35 Uhr in Cagliari gestartet und sollte plan- mäßig um 10.35 Uhr in Rom eintreffen. Um 9.30

lagen, sind jetzt bereits wieder 1 werke im Betrieb, die in erster

»WA

-.) Am Sonnet nationolspmW n Sarrion bis Artillerie und bei ommen worden. , zu beiden Seiten ue Stellungen ge- ich Süden abzwei' ch Mnzanara be­

kenn ist nicht der Kammerjäger Herr der kleinsten Unterwelt Und der Flieger stolzer Träger Dis hinauf zum Sternenzelt?

Professor Richard Klein (München) ist wieder der Schöpfer der Reichsparteitag-Plakette, die wir hier im Bilde zeigen. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Uhr hatte es die letzte Flugfunkmeldung gegeben, wonach alles an Bord in Ordnung fei. Rach dem Ausbleiben des Flugzeuges wurden fofort zahl­reiche Maschinen sowie verschiedene italienische Kriegsschiffe zu Erkundigungen eingesetzt. Auch General Valle und der Präsident der Verkehrs­fluggesellschaft, Klingher, nahmen an den Er- kundungsflügen teil. Am Donnerstagabend wurden die ersten Trümmer des verunglückten Flug­zeuges gefunden. Vis jetzt sind sechs Tote ge­borgen worden. Eine Untersuchung über die vor­erst noch völlig unbekannten Ursachen der Kata­strophe ist im Gange.

100 000-Reichsmark-Gewinne gezogen.

In der Donnerstag-Nachmittag-Ziehung wurden bei derPreußisch-SüddeutfchenStaats- lotterte zwei Gewinne von je 100 000 RM. ge­zogen. Die beiden Gewinne fielen auf die Los­nummer 344 491. Die Lose werden in der ersten Ab­teilung in Achteln in einer rheinischen Lotterie- einnahme, in der zweiten Abteilung in Achteln in einer Berliner Lotterieeinnahme gespielt. Ferner fie­len zwei Gewinne zu 50 000 RM. auf die Los­nummer 80 712. Die Lose werden ebenfalls in Achteln in der ersten Abteilung in einer Berliner Lotterieeinnahme, in der zweiten Abteilung eben­falls in Achteln in einer Loterieeinnahme im Be­zirk Groß-Hamburg gespielt.

Raubüberfall auf eine polnische Bauernwirtschaft.

Erdbeben in Rumänien.

Ein Erdbeben, das in ganz Rumänien verspürt wurde, hat glücklicherweise keine größeren Schäden verursacht. In der Hauptstadt sewst gab es Sto­rungen in der Stromversorgung. Viele Häuser zeigen Risse. Das Erdbeben rief unter der Bevöl­kerung eine Panik hervor, da die Erdstöße sehr heftig waren. In dem Petroleum-Gebiet von Forsany, wo der Herd des Bebens war, war das Erdbeben durch starkes unterirdisches Rollen begleitet. Größere Schäden werden aber auch hier nicht gemeldet.

Zwei Pferde mit dem Müllwagen in den Weiher gestürzt.

In Montabaur ist man damit beschäftigt, den städtischen Weiher mit Schutt aufzufül­len. Zu diesem Zweck entleerte die städtische Müll­abfuhr hier den Müllwagen, um das Wasser immer mehr zu verdrängen. An der tiefften Stelle wurde ein Knüppeldamm errichtet, um das Anfahren zu ermöglichen. Als ein Fuhrmann den städtischen Müllwagen an dieser Stelle wieder entleeren wollte, war der Boden durch den starken Regen der letzten Tage so locker geworden, daß der schwere Wagen mit einem Hinterrad vom Fahrdamm ab­rutschte. Rasch versank der Wagen tiefer, die beiden Pferde mit in das Wasser reißend. Bereits nach einigen Minuten waren Wagen und Pferde verschwunden. Infolge des lockeren Bodens waren Rettungsversuche nicht möglich. Der Fuhrmann kam mit dem Schrecken davon.

Erstes Deutsches Haydn-Fest in Vad Ems.

Unter dem Protektorat des Generalmusikdirektors Professor Dr. Fritz Stein, des Direktors der Staatlichen Akademischen Hochschule für Musik in Berlin, und unter der Gesamtleitung des Kapell­meisters Hans Leger findet vom 13. bis 22. Juli in Bad Ems das Erste Deutsche Haydn-Fest statt. Nach einem einleitenden Vortrag von Dr. h. I. Therstappen in Hamburg über die deutsche Sendung Joseph Haydns finden Aufführungen von Werken Haydns statt.

Frankfurt a.M., 15. Juli. (LPD.) Die stizpresiestelle teilt mit: Am 15. Juli 1938 ist der am 27. März 1888 geborene Johann Wilhelm M i - g e r hingerichtet worden, der vom Schwurgericht in Frankfurt a. M. wegen Mordes in zwei Fällen zweimal zumTodeund dauerndem Ehrverlust verurteilt worden ist. Mieger, der feit mindestens

mberlain.

ifchen Preffe.

Funkspruch.) In igaro erklärt, des ürzlich ein per|h. er Iain gefanb: ! durch den fron' überreicht worto sei nicht betonnb man, daß e/H ale ßaae iM=

M habe. Mn "qambetlains au-' ibt, Dalabier hab!

Politik gegenüber it, in London to ;n absolutes Still'

Berliner Brief.

Oie Kräuterweiblein von Berlin - Oie Welt im Fernsprechbuch. - O, diese Radfahrer! - Friedfertige Tschechen. - Sckach der Ballkomgm.

dichtest besiedele Land Deutschlands, ja der Welt . überhaupt. Gegenüber einem Reichsdurchschnitt von : 139 wohnen in Sachsen 347 Menschen auf einem < Quadratkilometer. Mit feiner Jndustriezahl 61 dem Hundertsatz der in Industrie und Gewerbe be- chäftigten Erwerbstätigen übertrifft es sogar England und Belgien. 11,9 v. h. der deutschen Jn- dustriearbeiterschaft arbeiten in Sachsen, dessen Be­völkerung zu 56,5 v. h. in der Industrie tätig ist. Das Land hat in Zeiten wirtschaftlicher Blüte ein Drittel der gesamtdeutschen Ausfuhr innegehabt. Daneben gibt es typische Industrien in Sachsen, die bis zu 90 v. h. der gesamtdeutschen Ausfuhr ihrer Branche erzeugen, etwa Wirkwaren und Stoff­handschuhe. Selbstverständlich trafen die Schwierig­keiten der Rohstoffbeschaffung Sachsen besonders hart, aber auch hier hat der Vierjahresplan neue Möglichkeiten eröffnet.

Sachsen stellt etwa ein Sechstel des gesamten deutschen Maschinenbauabsatzes' her und hat mit 20 v. h. Anteil an der deutschen Maschinen­ausfuhr. An der Spitze steht der Werkzeug­maschinenbau und die Krastfahrzeuginduftne, über deren Bedeutung allein der Name Autounion, Sachsens größter Industriebetrieb mit 20 000 Arbei­tern und Angestellten, genügend aussagt. Die Holzindustrie und Spielwarenerzeu­gung und die Rauchwarenindustrie, die in Leipzig ihren Sitz hat, sind weit über Sachsens Grenzen bekannt geworden. Weniger bekannt dürfte jedoch sein, daß ein Viertel der deutschen h o h l - glas- und Fensterglaserzeugung aus Sachsen kommt, und daß Dresdens Zigaret­ten industrie führend im Reich ist. In Sachsen liegen Deutschlands größte Kaolinlager, die für die Porzellanherstellung unentbehrlich sind. Gra­nite, Grünsteine und Basalte sichern neben Sand und Kies weit über die Grenzen Sachsens hinaus die Versorgung des Baumarktes. Während diese Steinindustrien 1933 fast still lagen, sind gegen­wärtig insgesamt wieder 778 Gewinnungs- und . Verarbeitungsbetriebe zu neuem Leben erwacht. . Weitere Aufschlüsse stehen in gewissem Umfange i bevor. Mit der Vollendung der Elbregulierungs-

roerben; in 1265 Fällen wurden gebührenpflichtige Verwarnungen erteilt und in 138 Fällen die Räder sichergestellt! Diese Zahlen das muß man schon wahrheitsgetreu zugeben machen den Berliner Radfahrern keine Ehre. Man hätte annehmen dür­fen, daß nach den eingehenden und eindringlichen Belehrungen und höflichen Bitten der Verkehrs- woche ein besseres Ergebnis erzielt worden wäre. Aber auch die anderen Verkehrsteilnehmer können sich nicht rühmen,bessere Wild" zu sein. Besonders nicht die Fußgänger. Mit welcher Gleichgültig­keit die Fußgänger sich heute noch, zumal in den Außenbezirken Berlins, im Straßenverkehr bewe­gen, spottet jeder Beschreibung! Kreuz und quer spazieren alte und junge Fußgänger über Straßen und Plätze und genieren sich auch nicht, mitten auf dem Fahrdamm ein ausgedehntesSchwätz­chen" abzuhalten. Da dies nicht Einzelbeobachtun­gen, sondern Massenbeobachtungen sind, so scheint es fast, daß alle guten Lehren und alle10 Gebote' in den Wind gesprochen sind! Aber gemach!,. Man wird auch der Fußgänger, die so rücksichtslos gegen die Volksgemeinschaft handeln, habhaft wer­den. Und man wird auch die Fußgänger m die

Sonntagsschule" schicken, wie man denn auch bet der Radoerkehrskontrolle 154 Radfahrsünder fium Sonntagsmorgenunterrickst abkommandierte.

Wer heute von friedfertigen Tschechen sprechen würde, den würde man hell auslachen. Und doch gibt es Taufende solcher friedfertiger Tschechen. Allerdings wohnen sie nicht in der Tschecho-Slo- wakei, sondern in Berlin. Genau auf den Kopf sind es 16 684 Tschechen, die in der deutschen Reichshauptstadt ihren Berufen, Gewerben und Geschäften im tiefsten Frieden und in der Behaglich­keit eines geordneten Staatswesens nachgehen. Nicht einem einzigen dieser Tschechen wird ein Haar ge­krümmt, welche Farbe ihre Strümpfe auch haben und welche Zischlaute sie auch in ihrer melodischen Sprache ausstoßen. Wieviel Friedfertigkeit könnten diese Tschechen herbeiführen! Sie brauchten nur je­weils an einen ihrer Angehörigen jenseits des Boh- merwaldes einen Brief zu schreiben und in ihm be­rieten, wie es in Berlin aussieht, was hier vor sich geht und wie angenehm es sich für Ausländer unter dem Schutz einesDiktators" im Herzen Deutschlands verdienen läßt. Aber die Tschechen scheinen recht schreibfaul zu sein. Und so erleiden 3Z5 Millionen Deutsche im fremden Land schwerste Bedrängnis und Not, während 16 684 Tschechen es sich seit Jahr und Tag in Berlin wohl sein lassen. Überschrift: Demokratie!*

Obwohl die Welt von Gegensätzen lebt, wundert : man sich zunächst doch wenn eine S chachgem ein- schäft das Tanzbein schwingen will Die- - es nämlich hat sich die Gaugruppe Berlin der Seub - schen Schachgemeinschaft der NSG.Kraft durch i Freude" für das Wochenende vorgenommen. Alle, i jenen stillen, bedächtigen, geruhigen, überlegenden t Freunde und Freundinnen desköniglichen Spiels

ram und Wismut-Kobalt fördern. Auch die Sei­denraupen, die man jetzt züchtet, hat es vor 400 Jahren schon einmal hier gegeben, als der KurfürstVater August" (nicht sein galanter Nach­komme, derStarke", der fast 200 Jahre später lebte), den Seidenbau versuchte.

Die Tradition der gekreuzten Kurschwerter ist viele hundert Jahre alt. Aber sie lebt jetzt im Lande stärker als je wieder auf. Von der weltberühmten Brüh Ischen Terrasse in Dresden erblickt man jetzt auf her anderen Seite der Elbe die pracht­vollen langgestreckten Anlagen des Kön.gs- ufers, die der letzte Oberbürgermeister geschaffen hat, der kürzlich als Stellvertreter des Generalbau­inspektors der Reichshauptstadt nach Berlin ge­rufen wurde. DenBalkon Europas" hat man vor 200 Jahren diese Terrasse" genannt, und es steckt sogar eine kleine geographische Wahrheit in diesem stolzen Wort. Sachsen liegt in der Tat so ziemlich in der Mitte Europas, dessen genauen Mittelpunkt man in der Nähe der sächsisch-böhmischen Grenze zu suchen hat. Sachsens altes Symbol, die ge­kreuzten Kurschwerter, die als neues Gütezeichen seiner Wirtschaft rasch berühmt geworden sind, geben» auch bei der Dresdner Jahresschau diesem geogra­phischen Scherz seine tiefere Bedeutung.

Dresden, Juli 1938.

Drei Werke gibt es auf der ganzen Welt, in den man in wenigen Sekunden aus einem glühen­den Stahlblock fertige Rohre Herstellen kann. Das eine befindet sich im Ruhrgebiet, das andere in Japan, und das dritte inRiesa an derElbe. Es gehört zu den Mitteldeutschen Stahlwerken, und es hat vor den anderen noch etwas voraus: Hier werden Walzlager aus Kunstharz ver­wendet, die bereits ein Jahr im Betrieb sind und eine so geringe Abnutzung zeigen, daß sie noch zwei weitere Jahre aushalten werden, während die anderwärts verwandten Lager aus Bronze schon nach sechs Wochen abgenutzt zu sein pflegen. Nicht weit von Riesa, in Sörnewitz, zwischen Cos­wig und Meißen, stellt die Siemens-Elektrowärme- gesellschaft täglich bis zu 3 0 0 0 Bügel­eisen her, das heißt also, daß alle 7V2 Sekunden ein fertiges Bügeleisen das Montageband verläßt. Für die Seidenraupenzucht wurden in Sachsen fünf Millionen Maulbeersträucher angepflanzt. Das ist die Hälfte des deutschen Gesamtbestandes. In Plauen im Vogtland wird gegenwärtig eine Sei - denspinnhütte errichtet. Die Rohstoffgrund­lage dieser Seidenspinnhütte ist dank der Seiden­raupenzucht durch sächsische Erträge gesichert. Jeder dritte Textilarbeiter ist ein Sachs'e, und etwas über die Hälfte her gesamtdeutschen Textilbetriebe liegen in Sachsen. Die Zellstoff-Werke in Plauen und Glauchau sind im weiteren Ausbau be­griffen. Das Plauener Werk erreicht zur Zeit eine Tagesleistung von 30 000 und das von Glauchau eine tägliche Produktion von 17 000 Kilogramm.

Das sind ein paar einfache Tatsachen aus dem Lande der gekreuzten Kurschwerter.Sachsen a m W e r k", das ist das Leitwort der Dresdner I a h r e s s ch a u , die .in großen Gruppen einen Ueberblitf über die Leistungen des Gaues Sachsen vermittelt. Auch alsWerkstatt Deutschlands" be­zeichnet man gelegentlich das Land, ohne es in einen schief gesehenen Wettbewerb etwa mit dem Ruhrrevier zu setzen, dessen wirtschaftlicher Ausbau ganz anders, einheitlicher, aber auch einseitiger ist. Als Ganzes ist Sachsen das industriereichste und

? >> ftS .neben fej 1 j .-JlQnn- 'm Cnt I oft, H ! x^er bisher u

(WeiL

MWentau*l £ «cht imhr? $er«tli8un, n tan ifoJ 'S f« aber nötit "Semeffen, Elchen MM, ! Jlanö uni) Fra« . en Oriebens uni gestand' | der tschecho- versteife sich üir >en. Die Tscheche en haben, Fran!

einen Krieg 1 Mschen Serbin e die Ausweituni es in einen Weil das Risiko laufen 9 zu einem nog

Di- V-rk-hrswoch- in Berlin und im Reich ist Darüber. Welche Wirkung hat sie gehalst? Vor­läufig in Berlin nur die eine, daß die motorisierte Verkehrsbereitschaft und der Straßenaufsichsdlenst mit dem SeufzerO, diese Radfahrer! bei einer vor wenigen Tagen in der Reichshauptstadt vor­genommenen Kontrolle desRadve r k e h r s nicht mvniqer als in 2306 Fällen haben emschreiten ! müssen! In 749 Fällen mußte Anzeige erstattet

men, um die alten und verbrauchten Fernsprech- b ü ch e r gegen funkelnagelneue einzutauschen. Das ist jedesmal eine sehrgewichtige" Sache, zumal es noch ein Branchen-Fernsprechbuch kosten­los zugibt. So ist also der Umtausch der Fern- sprechbücher keineswegsleicht" zu nehmen, zahlt doch das neue Berliner Fernsprechbuch genau 1422 Seiten und das Branchen-Fernsprechbuch deren 660! Da beide Bücher in einem Großformat von be­trächtlichen Ausmaßen erscheinen, so hat man seine Not, sie Heimzutragen. Ist man dann glücklich da- heim angelangt, schaut man natürlich sofort nach, ob man selbst auch richtigdrin" steht und kern Druckfehler possierliche Verwirrungen angerichtet hat wie einst vor langen Zeiten, als aus einem Herrn Brauchwitz ein Herr Bauchwitz wurde. Natür­lich kann man nicht alle 562 000 Namen, die das Berliner Fernsprechbuch neuerdings enthalt, durch- lesen, wohl aber den ersten Teilnehmer bei A und den allerletzten bei Z unter die Lupe nehmen. Und da stellt man dann etwas Absonderliches fest: Der erste Fernsprechteilnehmer im Abc ift non Berus ein Kammerjäger, der letzte ein ftlugfapitan.

seltsamer Zufall! Die Wett im Fernsprech-

lu4n8'b'«»|

Den,

I

maß erreichen.

,Silber hegen meine Berge" hieß es einmal in dem Liede vom Land Sachsen. Das ist lange her. Das Silber findet man jetzt in schönen Schaustücken und phantastischen Adern in den mineralogischen Sammlungen der Freiberger Berghochschule .und des Dresdner Zwingers. Die Berge geben andere Schätze heraus, denn mit der Rückkehr zur heimi­schen Erzeugung ist auch der Erzbergbau wieder ausgenommen worden. Während vor dem nationalsozialistischen Umbruch alle Gruben still ...........14 sächsische Erzberg- ?r Linie Zinn, Wolf-

h°-b

urd- i® stner«0 iPP'Ä wW' it roiro ve glI? of°' \o® bar gefallt^ snal)«51 p,i| »**' M »n- -Tiit 6" äMea"jjr M e nieh^r

ME M

Tokio, 15. Juli. (DNB. Funkspruch.) Bei der Grenzstabt H u n s ch u n in unmittelbarer Nähe der Dreiländerecke, in der Mandschukuo, Korea und die Sowjetunion zusammenstoßen, überschritten 40 Kilo­meter südlich 40 sowjetrussische Soldaten d i e Grenze und drangen drei Kilometer weit vor. Sie besetzten die Stadt- S ch a n fe n g und verschanzten sich auf den Höhen. Als Rückendeckung dieser Truppe sollen größere sowjetrus­sische Abteilungen auf sowjetrussischen Boden in 20 Kilometer östlich von Schanfeng liegende Stel­lungen zusammengezogen fein, wo gleichzeitig die Grenzbefestigungen verstärkt wurden. Die Höhen von Schanfeng gewähren einen Einblick in das vorliegende Gelände und beherrschen das Flußgebiet des Turnen sowie die mandschurische Stadt Penki und den koreanischen Hafen Raschln, sind also von großer militärischer Be­deutung. Die Kwantung-Armee nimmt daher an, daß die Sowjets mit der Besetzung Schanfengs die Absicht verfolgen, die militärischen Grenzein­richtungen Mandschukuos und Koreas zu beobachten. Der Sprecher des Außenamts erklärt, die Kwan­tung-Armee fei fest entschlossen, energische Maßnah­men zu treffen. Die Lage sei äußer st gespannt und vielleicht seien Verwicklungen zu erwarten.

Tiner der wichtigsten Gewinne der Truppen des (9enerals Varela besteht in der Wegna hm e d er Straße, die von Albentosa über die ©terra öe 3analambra nach Valencia führt. Es ist dies Die Straße, die die sowjetspanischen Milizen be= stutzten, um ihre Verbindung mit Teruel aufrecht- merhalten. Die nationalen Truppen besitzen nun­mehr zwei Straßen, die nach Valencia führen, dre­ier Umstand schafft neue günstige Vorbedingungen für ihre weitere Offensive.

Frankreichs Nationalfeiertag.

Geringere Beteiligung an den Volksfront- Demonstrationen.

Paris, 14. Juli. (DNB.) Der französische Na­tionalfeiertag ist in Paris mit der üblichen großen Truppenparade eingeleitet worden. Sämtliche Trup­pengattungen, auch Tankregimenter und Kolonial­truppen, Spahis, Alpenjäger, Marine-Infanterie, sowie motorisierte Truppen zogen an der Regierung und dem Diplomatischen Korps sowie den Abge­ordneten und Senatoren vorüber, während 130 Bomben- und Jagdflugzeuge in niedriger Höhe am Himmel kreisten. Die größte Aufmerksamkeit fanden bei den Zuschauern die Truppen die Magmoi-Lime und die motorisierten Einheiten. Begeistert begrüßt wurden auch die Alpenjäger.

Wie schon in den vergangenen Jahren hatte der Volksfront - S a m m e l a u s s ch u ß einen Massenumzug veranstaltet. Die Beteiligung war weit geringer als früher. Zahlreiche radikal- sozialistische Elemente waren dem Umzug fern­geblieben. Neben den zahlreichen roten Fahnen mit den Sowjetabzeichen wurden, was nicht weiter erstaunlich ist, die s o w j e t f p a n i - ( chen Farben und im trauten Vereine hiermit die Trikolore, die zum Teil durch revolutionäre Ab- Izeichen wie die phrygische Mütze und die marxisti- chen drei Pfeile verschandelt war, von den Um- züglern mitgeführt. In großen Schriftbändern und Sprechchören wurde gefordert:O e f f n e t d i e spanische Grenze!" OderThornez an die Macht" und dieDurchführung des Dolksfrontpro- gramms".

Grenzzwischenfall in Mandschukuo.

Sowjetrusfische Truppen besetzten die Stadt Schanfeng.

Auch im Hinblick auf die tausendfältigen Heil­kräuter, mit denen uns Mutter Natur reich be­dacht hat, gilt das Wort:Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah!" Führte man ehedem aus den tropischen und subtropischen Ländern teure, weil Devisen schluckende Heilkräuter ein, so hat man sich jetzt darauf besonnen, daß man denselben Erfolg erzielt, wenn man deutsche Kräuter sammelt. Und da diese Kräuter, Pflan­zen und Blätter wie Brennessel, Wollblume, Enka, Malve, Hagebutte, Holunder und auch Birkenblätter und Lindenblüten in und um Berlin in üppiger Fülle wachsen und gedeihen, haben sich die I u n g - möbel aus dem Obergau Kur m a r k daran gemacht, hinaus in Wald, Feld und Flur zu ziehen, um zu sammeln und zu ernten was der Frühling und der Sommer uns beschert hat. Die­ses Sammeln kann selbstverständlich nur nach ein­gehender Schulung vor sich gehen und hat nur 3roecf, wenn es in Wechselwirkung mit befc Laboratorien Versuchsstationen unb Bearbeitungs­stätten geschieht, deren es in Berlin genügend gibt, um eiste sachgemäße Auswertung zu gewährleisten. So erleben wir Berliner es denn auf unseren Aus­flügen immer häufiger, daß uns die sammelnden Jungmädel alsK r ä u t e r w e i b l e i n von Berlin" im Walde ober am Wegesrand begeg­nen, wobei mir aber gar nicht einmal erschrecken, weil diese Kräuterweiblein weder alt noch bucklig, sondern frisch unb fröhlich finb, mit blanken Augen in die Wett sehen und oft ein frohes Lieb auf ben Lippen haben. Ja, selbst dann erschrecken wir nicht, wenn diese Kräuterweiblein statt der duftenden, blühenden Veilchen deren Wurzeln in den Händen tragen, weil nämlich Veilchenwurzeln em treffliches Mittel gegen Husten sind.

*

In diesen Tagen sah man unzählige Berliner und Berlinerinnen zu den Postämtern stro-

Unter den Meißner Kurschwertern

Äon unserem Dr. H.-Korrespondenien