Ausgabe 
15.3.1938
 
Einzelbild herunterladen

SJiXfpoet

An die österreichischenGportkameraden

Der Führer des früheren Turnbundes in Oester­reich, Pg. Müller, hat die Führung der Oesterreichi- schen Turn- und Sportfront übernommen und dem Reichssportführer von Tfchammer und Osten von der Uebernahme Meldung gemacht. Der Reichssport­führer sandte darauf ein herzliches Begrüßungs- Telegramm an die österreichischen Kameraden, das folgenden Wortlaut hat:

Lieber Pg. Müller! Herzlichen Dank für die mir übermittelten Treuegrüße. In der Welle der beispiellosen deutschen Volkserhebung in Oesterreich brausen die Kräfte der Turner und Sportler ge­waltig mit. Nichts mehr trennt Volk von Volk, der Traum Jahns findet seine Erfüllung. Den heim­kehrenden Brüdern sind unsere Herzen weit ge­öffnet. Wir wollen ihnen helfen, wo immer wir können. So grüße ich alle leibestüchtigen Menschen Oesterreichs in herzlicher Verbundenheit.

von Tschammer und Osten, Reichssportführer."

Deutsche Rennwagen auf i>er Monza-Bahn.

Die Rennoorbereitungen der deutschen Renn­wagen auf der berühmten Monzabahn bei Mailand haben begonnen. Das Hauptaugenmerk richtete sich auf den Trupp um Rennleiter Dr. Feuereis- s e n, der in aller Stille Chemnitz verlassen hatte. Wie wird der neue Rennstall der Auto-Union aus­sehen? Das war die wichtigste Frage des Tages. Da alle, die bis jetzt vorgesehen waren, zu Schu­lungszwecken starteten, hat man schon einen guten Ueberblick. Spitzenfahrer sind natürlich der Sieger des Großen Preises von Belgien, Rudolf Hasse, und der frühere deutsche Motorradmeister H. P. Müller, von dem man sich besonders viel ver­spricht. Außerdem befindet sich jetzt auch der junge ehrgeizige Kautz (Schweiz) bei der Auto-Union,

der in der vergangenen Rennzeit für Mercedes- Benz fuhr. Auf seiner Suche nach weiteren Talen­ten geht Dr. Feuereissen davon aus, möglichst solche Fahrer für den Rennwagen zu finden, die im Be­reich hoher Geschwindigkeiten zu Hause sind, also bereits Erfahrungen besonders fahrtechnischer Art besitzen. Zu ihnen zählt Bobby Kohl­rausch, der ja selbst auf kleinen Rennwagen groß wurde, ferner der schnelle NSU.-Seitenwagenfahrer Zimmermann (Nürnberg). Dazu kommen noch die beiden Langstreckenfahrer von Han st ein und B i g a l k e. Sie alle drehten zahlreiche Runden auf der Monzabahn, um sich zunächst mit den Wagen vertraut zu machen.

Unter Leitung von Rennleiter Neubauer erschien auch der Rennstall der Untertürkl)eimer. Er setzte seine schon bekannten Nachwuchsfahrer Heinz Hugo Hartmann (Dortmund), Heinz Brendel (Frankfurt a. M.), Walter Bäumer (Bünde) und als Neuling den Werksangehörigen Erwin Bauer ein.

Deutscher 5teiferfieg in Genf.

Mit der Teilnahme am Internationalen Reit­turnier in der Genfer Ausstellungshalle eröffnete die Kavalleriefchule Hannover die Reihe ihrer dies­jährigen Auslandsstarts. Nach dem Preis von Genf ging gleich am Sonntag zum erstenmal die Haken­kreuzflagge am Siegesmaste hoch. Das über zehn Hindernisse führende Jagdspringen gewann unser vorjähriger Springreiter-Champion Oblt. Brink­mann auf Oberst II mit einem fehlerlosen Ritt in 49 Sekunden. Mit einer nur um zwei Sekunden schlechteren Zeit teilten sich ^-Hauptstuf. Temme auf Nordland und der belgische Hauptmann Ganze auf Ali Baba in den zweiten Platz vor Leutnant de Bartillat (Frankreich) auf Francais. Rittm. Momm auf Alchimist gelangte ebenfalls fehlerlos mit 53 Sekunden auf den siebenten Rang.

Kreisspieltag des Fachamtes Handball in Gießen.

Zu einer Arbeitstagung waren am Sonntag die Dereinsspielwarte, Uebungsleiter, Schiedsrichter und Anwärter in Gießen zusammengekommen, um ein­mal den Rechenschaftsbericht des Kreisfachwartes und seiner Mitarbeiter zu hören, und um zum andern die Richtlinien für die zukünftige Arbeit zu er­halten. Eine recht ansehnliche Zahl der verantwort­lichen Männer im Handball- hatte sich versammelt, als Kreisfachwart Luh die Tagung mit einem kurzen Hinweis auf die letzten Ereignisse und einem schlichten Heldengedenken eröffnete.

Der Jahresbericht ergab eine erfreuliche Zunahme des Spielbetriebes auch in bezug auf die Zähl der teilnehmenden Mannschaften. Daneben war auch eins nicht von der Hand zu weisende Steigerung der Leistungen in allen Klassen festzustellen. Eine erfreuliche Tatsache konnte besonders hervorgehoben werden: Die Pflichtspiele konnten ohne nennens­werte Vorkommnisse restlos gefallen. Daß das Fach­amt Handball auch mit den besten Aussichten in die Zukunft sehen könne, beweise bereits heute der stetig wachsende Freundschaftsspielbetrieb. Die Staffel­sieger in allen Klassen stehen mit einer einzigen Ausnahme fest, so daß in Kürze schon mit den Aufstiegspielen begonnen werden kann.

Der Bericht des Kreisschiedsrichterobmanns Becker unterstrich im wesentlichen die Ausfüh­rungen des Kreisfachwartes. Die Lehrgangstätig­

keit war sehr rege, und die angesetzten Lehraänge waren ausnahmslos gut besucht. Auch die ost als schwierig bezeichnete Nachwuchsfrage der Schieds­richter kann als gelöst betrachtet werden. Es gilt jetzt nur dafür Sorge zu tragen, daß auch an der Fortbildung in entsprechender Weise gearbeitet wird. Als Kreisjugendfachwart machte Kamerad Becker längere Ausführungen und besprach sein Programm in Zukunft.

Einen breiten Raum nahm die Durchsprache der neuen Handballspielordnung ein, die eine ganze Reihe Aenderungen aufweist. Die wich­tigsten Neuerungen wurden herausgestellt und die ergangenen Anweisungen bekanntgemacht. Zu dem Fest der Leibesübungen in Breslau übergehend, wurde darauf aufmerksam gemacht, daß sich auch das Fachamt Handball mit großen Sondervorfüh- rungen beteiligen würde. Es soll u. a. ein Turnier der Städtemannschaften durchgeführt werden, mit dessen Vorbereitungen schon jetzt begonnen werden wird. Innerhalb einer anzusetzenden Runde werden die beiden Teilnehmer des Gaues ermittelt.

Die im Anschluß an die Ausführungen durch­geführte Aussprache war rege und ergab eine Fülle von neuen Anregungen. So machte Kamerad Becker, der technische Leiter des großen Gießener Hallenturniers, ins einzelne gehende Ausführungen über die Gestaltung und die Organisation der einzig­artigen Veranstaltung.

Die Handball-Ereigmffe des Sonntags.

Schneller, als man allgemein erwartet hatte, hat sich die Lage m der Gauklasse geklärt. Der Turnv. Wetzlar ist durch seinen Sieg über Jahn Gen- jungen und die Tatsache, daß auch Tusp» Betten­hausen gegen CT. Kassel. verlor, Handballmeister des Gaues Hessen geworden. Damit sind nicht nur alle Terminschwierigkeiten behoben; der Gaufach- wart kann vor allen Dingen auch eine Mannschaft melden, die zur Zeit als die spielstärkste- im Gau angesehen werden muß. Dieser Umstand aber wird sich gerade bei den kommenden Spielen bemerkbar machen.

Das Spiel gegen Jahn Gensungen war noch­mals eine schwere Nervenprobe und es sah am Anfang noch gar nicht nach einem Wetzlarer Sieg aus. Erst in der zweiten Halbzeit, als sich die Mannschaft gefunden hatte, war es um den Geg­ner geschehen.

In der B e z i r k s k l a s s e standen nur zwei Spiele an. Die Mannschaft des Mtv. Gießen, die eine geschlossene Leistung vollkommen vermissen ließ, mußte sich auf eigenem Platz vom Turnv. Hörnsheim geschlagen bekennen. Hörnsheim hat durch diesen Sieg seine Stellung nicht unwesentlich verbessert. Eine gute Leistung bot der Turnv. Heuchelheim in Roth. Obwohl die Gäste auf eige­nem Platz schon mancher Mannschaft gefährlich ge- rnorden sind, konnten sie einen 10.6-Sieg sicher­stellen und so den Turnv. Roth endgültig auf den letzten Platz der Tabelle verweisen.

Das prächtige Wetter der letzten Zeit ließ einen erhöhten Freundschaftsspielbetrieb aufkommen. Eine ganze Reihe von Spielen war abgeschlossen worden. Nachstehend die wichtigsten Ergebnisse:

Sportv. 19Ö0 Gießen MSV. Barbara Gie­ßen 1:12,

Turnv. Hausen Turnv. Wißmar 13:3,

Tv. Allendorf (Lahn) To. Nauborn 12:5,

Tv. Groß-Rechtenbach To. Kirch-Göns 8:8, Tv. Dutenhofen Tv. Grüningen 11:7, Tv. Dutenhofen Jgd. To. Grüningen Jgd.

3:7,

To. Garbenheim Tv. Katzenfurt 13:6,

To. Garbenheim Jgd. Tv. Nauborn Jgd. 11:3.

Wißmar mußte mehr als deutlich erfahren, wie schwer es ist, in der 1. Kreisklasse zu spielen. Jeden­falls hatte seine Mannschaft nicht viel zu bestellen. Eine gute Figur gab öib Mannschaft des Tv. Allendorf (Lahn) ab, die ihren Gegner nach einem schönen Spiel sicher schlagen konnte. Der Sieg, Den Dutenhofen über Grüningen feierte, geht auch in dieser Höhe in Ordnung. Die Gäste liehen das notwendige Zusammenspiel fehlen und kamen so nie richtig in Schwung.

1900 I III. AR. 9 I 1:12.

Das Gesellschaftsspiel der 1900er gegen den MSV.Barbara" nahm einen unerwarteten Ver­lauf und endete mit einem überraschenden, um nicht 4" sagen irregulären Ergebnis. Bevor auf die Gründe des Versagens der Platzbesitzer eingegangen

wird, sei den Artilleristen bescheinigt, daß sie eine äußerst kampfkräftige Elf ins Feld stellten, die in den einzelnen Reihen gut aufeinander eingespielt war. Anders die 1900er! Die Einstellung von vier Ersatzleuten (Torwart, Außenläufer und zwei Stür­mer) bewirkte, daß nur selten einheitliche Aktionen zustande kamen. Die Chance, den Halbzeitvorsprung der Barbarajungens von 4 Toren aufzuholen, wurde durch das Ausscheiden von zwei Spielern, die mit den Entscheidungen des Schiedsrichters nicht ein­verstanden waren, zunichte gemacht.

Iußball-Ergebmiie der Kreisklassen.

1. Kreisklasse.

Rodheim Alten-Buseck 0:3: Es war ooraus^usehen, daß die spielstarken Alten-Busecker in Rodheim ihr Spiel gewinnen würden.

Heuchelhei^n I S A. - Kampfgemein­schaft Gießen I 4:0: Ein flottes Spiel in der ersten Halbzeit. In der zweiten Halbzeit ließ das Tempo auf beiden Seiten nach.

Großen-Buseck Wieseck 9:1: Bei die­sem Spiel hatte Wieseck nichts zu bestellen, zudem trat Wieseck mit nur zehn Mann an.

Leihgestern Steinbach 5:0: Die Leih- gefterner hatten einen guten Tag, trotzdem Stein­bach neue Leute eingestellt hatten, gewannen die Leihgesterner auch in dieser Höhe verdient.

2. kreisklasse.

Flensungen Queckborn 5:1: Ein schö­nes Spiel, das Flensungen verdient gewann.

Geilshausen Treis 2:3: Ein spannen­des Spiel, bei dem Treis durch Glück zwei Punkte erringen konnte.

Muschenheim Oppenrod/SA. - Kampfgemeinschaft Gießen II Grü­ningen I: Zu beiden Spielen traten die Gäste nicht an.

Lehn heim Grünberg 1:7: Die Grün­berger haben ihre Mannschaft verstärkt und konn­ten gegen Lehnheim hoch und verdient gewinnen:

SV. Heuchelheim I. 52L-$fanbarfe 116 I. 4:0 (3:0).

Das Treffen der beiden Mannschaften gestaltete sich zu einem Sportereignis für Heuchelheim. Es ging um den zweiten Platz in der Tabelle. Heuchel­heim konnte durch überragenden Einsatz in der ersten Halbzeit den Sieg sicherstellen und hiell in der zweiten Hälfte durch aufopferungsvolles Ver­teidigungsspiel den erkämpften Vorsprung.

Heuchelheim spielte mit Müller, Wämser, Kreiling, Henkelmann 21., Waldschmidt, Bach, Christ, Arnold, Hofmann O., Mandler 21., Schmidt.

Die S A. trat mit Leimbach, E. Sauer, Weller, Peppler, Heilmann, Glitsch, Lotz, Peusch, Weih­rauch, Schmitz und Schneider an.

Die SA.-Mannschaft war körperlich leicht über­legen. Heuchelheim dominierte durch besseres Zu­sammenspiel und Technik. Der beste Spieler auf dem Platze war unbestreitbar Arnold, der drei Tore erzielte.

Heuchelheim hatte Mittelanstoß, der Ball wan­derte von Mann zu Mann, Arnold erwischte das Leder in aussichtsreicher Stellung, und schon hieß es 1 :0 für die Gastgeber. Heuckelheim lag weiter im Angriff, erzielte mehrere Ecken hintereinander. Bei einem weiteren Durchbruch verwandelte Arnold zum zweiten Male unhaltbar. Auch die SA. drehte nun mächtig auf, mußte aber immer wieder an der eisernen Abwehr der Heuchelheimer scheitern. Der Heuchelheimer Sturm zeigte Kabinettstücke der Kombination. Mandler, der zurückgezogene Stür­mer, schickte mit langen, für die Gegner unver­hofften Vorlagen seine Stürmer auf die Reise. Nach glänzender Zusammenarbeit im Sturm erzielte Arnold durch Bombenschuß den dritten Treffer für seine Farben. Kurz daraus mar Pause. Die Gäste waren nun etwas deprimiert. Die Blauweißen ver­teidigen zäh und entschlossen. Der überragende Mittelstürmer der Einheimischen vermochte sogar in der Mitte der zweiten Halbzeit durch forschen Alleingang die Torzahl auf vier ,zu erhöhen. Nach­dem der Mittelstürmer der Gäste noch eine sichere Torchance vergaben hatte, fand das Spiel, ohne eine weitere Veränderung im Ergebnis zu erfahren, seinen Abschluß. Schiedsrichter Offenbacher leitete korrekt.

Fußball der Zugendmannschasten

Spiele um die Vannmeiskerschafl.

Gef. 15/116 Großen-Linden Gef. 17/116 Wieseck 14:1 (5:0). Die Wiesecker Hitlerjungen stießen hier auf einen Gegner, der nicht zu besiegen war. Bis zur Halbzeit leisteten sie trotz der fünf Tore noch heftigen Widerstand.

Stand der Vannmeisterfchaftssplele.

Spiele

Großen-Linden 3

VfB-Reichsbahn 2

Klein-Linden 3

Gew. Verl. Tore Pkte^

3 0 27:4 6:0

1 1 11:5 2:2

1 2 2:17 2:4

Sportv. 1936 Ettingshausen Sportv. 1930 jungen 3:2 (1:2). Die Gäste gingen überraschend in Führung. Nach der Pause kamen die Platzbesitzer besser in Schwung und erzielten noch die beiden Tore, die zum Punktgewinn nötig waren.

Tuspo Butzbach 1928 Garbenteich 1:1 (0:1). In Butzbach lieferten sich beide Mannschaften einen äußerst spannenden Kampf.

Saasen 1. Jugend 1900 1. Jugend 513 (2:1).

Durch ein Mißverständnis traten die Blau- Weißen mit nur zehn Mann auf dem gefährlichen Gelände von Saasen an. Man muß schon weit greifen, wenn man eine Jugendmannschaft finden will, die die 1. Jugend von Saasen auf eigenem Platze bezwingen konnte. Die Blau-Weißen waren ihrem Gegner zu jeder Zeit ebenbürtig, in terfy» nischer Hinsicht sogar während dem ganzen Spiele überlegen. Durch eine starke Verletzung muhte der Tormann der Blau-Weißen während der ganzen zweiten Spielhälfte aussetzen. Trotzdem hielt sich die 1. Jugend von 1900 überraschend gut und eqt in der letzten Viertelstunde gelang es den Platz­besitzern den Sieg an sich zu reißen.

Der deutsche Fußball-Mei st er ^Schalke 0 4 lieferte am Samstag vor 20000 Zuschauern in Essen wieder einmal ein wundervolles Spiel und besiegte die gewiß nicht schlechte Mannschaft von Schwarzweiß'Essen überlegen mit 8:1 (2:1).

Wirtschaft.

Rhein-Mainische Börse.

rNitlagsbörfe fest.

Frankfurt a. M., 14. März. Die Börse war im Anschluß an die kräftigen Erhöhungen vom Samstag auch zum Wochenbegmn weiter fest, da sich an Den meisten Gebieten des Aktienmark' t s s Käufe der Kundschaft fortsetzten. Auch die Ku­lisse sah sich zu weiteren Decfungsfäufen veranlaßt. Der Umbruch in Oesterreich findet stärkste Anteil­nahme, auch verschiedene wirtschaftliche Momente regten etwas an. Indessen war die Umsatztätigkeit nur in wenigen Spezialwerten lebhafter. Nach den ersten Notierungen, die durchschnittlich 1 bis 2 v. H. höher lagen, flaute das Geschäft merklich ab und auch die höchsten Kurse wurden nicht immer voll behauptet. Besonders fest lagen unter Berück­sichtigung des Abschlages der Dividende und der Ausschüttung des Anleihestocks Reichsbankantelle, die mit 197 (211) rund 3 v. H. gewannen. Eben­soviel höher notierten Bemberg mit 147,50 bis 147 (144,50). Lebhafter waren IG.-Farben mit 159,75 bis 160 bis 159,50 (158,75). Maschinen- und Mo­torenwerte erhöhten sich um 1 bis 2 v. H., Mon­tanpapiere bei teilweise stärkeren Umsätzen um 1 bis 1,50 v. H., Elektropapiere tarnen größtenteil 1 bis 2 v. H. höher an, Gesfürel plus 2,50 v. H. auf 148,50, dagegen Rheag Stamm 129,25 (129,75). Auch Zellstoffpapiere gewannen bis 2 v. H. Im Freiverkehr fanden Bürbach Kali größeres Inter­esse bei 72,50 bis 73.

An den Rente nmärkten war es dagegen recht still. Reichsaltbesitz blieben mit 132,75 voll be­hauptet, ebenso nannte man Kommunal-Umschul- dung mit 96 bis 91,05 und 4proz. Rentenbank- Ablösung mit 94,90 bis 95 wenig verändert. In Goldpfandbriefen mar die Nachfrage etwas ruhi­ger, trotzdem erfolgten bei unveränderten Kursen noch überwiegend Repartierungen. Liquidations­pfandbriefe konnten sich zumeist nur knapp be­haupten, ebenso lag in einigen Stadtanleihen klei­nes Angebot vor. Kommunal- und Jndusttle-Obli- gationen waren wenig verändert.

Abendbörje ruhig.

Die Abendbörse nahm einen ruhigen Verlauf. In einiaen Großwerten erfolgten weiterhin kleine Kund­schaftskäufe, die meisten Marktgebiete wurden je­doch vernachlässigt und waren ohne Geschäft. Die Kurse wichen gegen den Mittggsschluß nur un­wesentlich ab und lagen zumeist unverändert und nominell. Einiges Geschäft wiesen Reichsbank mit 198 (197), IG. Farben mit 160 (159,75) und Ver­ein. Stahlwerke mit unverändert 113,25 auf, ferner Gesfürel bei unverändert 148,50 und Adlerwerke bei unverändert 120,50. Sonst notierten im einzel­nen u. a.: Buderus 120,50, Mannesmann 113,75 (114), Rheinstahl 143, Bemberg 146,50 (147).

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 14. März. Es notierten (Ge­treide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W 13 211, W16 214, W19 218, W 20 220, Roggen R 12 193, R 15 196, R18 200, R19 202 Großhandelspreise der Mühlen der ge­nannten Preisgebiete. Futtergerste, Futter- Hafer. Weizenmehl Type 812 W 13 29,50, W 16 29,60, W 19 29,60, W 20 29,95, Roggenmehl Type .1150 R12 22,45, R 15 22,80, R18 23,30, R19 23,50 plus 50 Pf. Frachtausgleich. Weizenfutter­mehl 13,60. Weizenkleie W13 10,75, W16 10,90, W19 11,10, W20 11,20, Roggenkleie R12 9,95, R 15 10,15, R 18 10,40, R 19 10,50 Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Soyaschrot, Palmkuchen, Erdnußkuchen, Treber getr. 14,00 Höchstpreis ab Erzeugerstation, Trockeistchnitzel, Heu, Stroh.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 15. März. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 609 Kälber, 57 Hämmel, 59 Schafe, 4332 Schweine. Es kosteten: Kälber 30 bis 65 Mark, Hämmel 32 bis 52, Schafe 20 bis 42, Schweine 49,50 bis 56,50 Mark. Marktverkauf: Kälber und Schweine zugeteilt, Hüm­mel und Schafe lebhaft.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben dis Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Frankfurt a. M.

Berlin

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß­kurs

Schluß!. Aoend- börse

Schluß- kurs

Schluß! Mittag- börse

Schluß­kurs

Schluß?. Abend­börse

Schluß­kurs

Scklußk. Mittag­börse

Datum

12-3.

14-3.

12.3.

14-3.

Daium

12-3.

14-3.

12.3.

14 3.

5% Deutsche Reichsanleihe v. 1937 4% Deutsche Reichsanl. von 1994 iy.% Deutsche Reichsschatzcmwei-

102

99,9

99,8

108 101,25

100,65

100 132,7

137,5

100

100

100

99,5

139,65

100

101,9

101,9 111,4

135,13

77

131,65

2N

123,25

127,5

116

102

99,9

99,8

108

101,1

100,65

100

132,75

100

101,75

100

100

99,5

139,5

100

100

101,9

101,9

111,4

136

131,65

198

123,25

127,75

116,13

101,9

99,9

99,8

99,8

106

100,9

100

132,75

100

100

100

139,9

101,9

111,6

134,85

77

78

131,75

211

130

123,25

127,5

118

101,9

99,9

99,8

99,8

101

100,9

100

132,9

100

139,65

101,9

136

77,75

78,25 131,9

197,25

130 123,25 127,75 116,13

C <

Iccumnlatoren-Fabrtk....... 14 lichafsenburg Zellstoff........6

Zemberg............. O

Jelula............ 8

ZuberuS Eisen...... 6

«ment Heidelberg...........7

>ment Karlstadt............6

Dnti Gummi ..............18

Daimler Motoren..........6*4

Miauet Gas ........... 4

deutsche Erdöl..............5

deutsche Gold- und Silber .... 9

deutsche Linoleum......... 10

Beitritte Lieferungen........6

elektrische Licht und Kraft.....7

f. G. Farben-Jndustrie.......7

feiten & Guilleaume.........6

öesfütel.......... 7

H). Goldschmidt.............6

Sritzner Maschinen...........O

>arpener................. 8*4

welch Eisen............... 3!?

Zhtlivv Holzmann........... 8

Ule Bergbau...... 6

Ule Genüsse................6

kalt Aschersleben............4

llöcknerwerke .............4%

ioMroerfe und Chemische Fabrik 7

3ahmeyer ..................6

Jlainltaft.............. 4

Mannesmann.............4%

Ransfelder Bergbau......... 7

Retallgelellsckaft.............6

Dtenfiein & Koppel..........0

141 144,5 165,5

166,5

140,5

142

249,5

170

146 158,75 140,25

144,5 48,25

169,75

113 161,5

142,75

117

121

95,75 113,25

137,5

142 126,5

151

177,25

209,25 112,25

97,5

147,5 28,25

141,25

146,5

166

120,5

166,5

212,25

142,75

142

250,5

170,5

146,5

160

140,5

148,5

145

48,65

170

114

162,75

142,5

117,25

121

95,75

113,75

140

232

129,25

143

168

212

113,25

98,75

107,25

148,75

28,25

141,5 145 166 121^

211

142,4 121

141,25

170,5

145,5 158,4

140 148

145

48,4 169,75

113,5 161,75

142,75

117 158,25 120,75

113,25

138

107,75

130

142,25 127

150,5

178

94,75 202 210

112,25 97,75

147 28,4

230 141,65 146,5

166

121

212,25

143 121,65

142

170,5 130,25

146

159,75

140 148,5

145

49

170 . 114,5 163,25 162,5 142,75

107,5 117,75 159,25 121,25

113,9

140,75 109,13

232

129,75

143

127 152,75 167,5 180,5

95 205,5 211,75

113 98,4 107.5

149

28,5

iyt% Deutsche Reichsschatzanwei- jungen von 1935, II. ftolge ...

4%% Deutsche Reichsschatzanwei­sungen von 1938, III. Folge ..

5yt% Doung Anleihe von 1930 .. V/i% Hesiische Dolksstaat von 1929 V/t% Deutsche Reichspostschatz von

1934 I.....................

4*/z% Deutsche Reichsbahnschatz

von 1936 1..................

Lberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos -Rechten ..

iy»% Hess. Lan desbk. Darmstadt

Goldpfe. R. 12..............

sy2% Hess. LandeS-Hyp.-Banl

Liqu. Goldpfe. ..............

4%% Preuß. Landespfdbr.-Anst.

Goldpfe. R. 19..............

4V2% Preuß. Gold-Komm. R. 20 il/2% Darmstädter Komm.-Lan-

Deutsche Komm.-Sammel-Anlethe

Auslos.-Rechte I.............

4J4% Franks. Hyp. Goldpfe. R. 15 4yt% Franks. Hyp. Gold-Komm.

Cbl. 2 3...............

sy2% Franst Hyp. Liquidation Goldpfe....................

6*4% Rheinische Hyp. Liquidation

Goldpfe.....................

Lteuergullchein-Berrechnungskurs

A.G. für Verkehrswesen .... 6H Hamburg-Südam. Dampfschiff. O Hamburg.Amerika Paket......O

Norddeutscher Lloyd..........0

Deutsche Reichsbahn Borz.-Akt. 7

Rettrbank................. 12

Berliner Handelsgesellschaft .

Commerz, und Privat-Bank ... 6

ttbeinische Elektro............6

»betnstablwerke..............6

lbeinitt-Westfältsche Elektro .. fi

iütgerswerke ...............7

Lalzdetsurtb Kali............6

schustert & Co.............. 7

Lchulthets Patzenhofer........ 4

Siemens S Halske....... 0

süddeutsche Zucker.......... 10

bereinigte Stahlwerke......4%

Deltdeutsche Kaufhof.........0

Lesteregeln Alkali............ 4

Rellftofj Waldhof ............ 6

Dresdner Bank........ 4

btavt Minen.......... 0,6

Devisenmarkt Berlin - Zrankfur» a. M.

12.März

14.März

12.März

14-NUirz

Amtliche Notierung Geld | Briel

Amtliche Notierung Geld | Bries

Amtliche Notierung Geld | Bries

Amtliche Notierung

Geld | Bries

Buenos Arres.............

0,640

0,644

0,640

0,644

Japan.................

0,723

0,725

0,723

0,725

Brüssel...................

41,84

41,92

41,84

41,92

Jugoslawien ..............

5,694

5.706

5,694

5,706

Rio de Janeiro............

0,144

0,146

0,144

0,146

Oslo ................

62,32

62,44

62,32

62,44

Polen....................

47,00

47,10

47,00

47,10

Wien...................

48.95

49,05

48,95

49.05

Kopenhagen...............

55,36

55,48

55,36

55,48

Lissabon...............

11,265

11,285

11,265

11,285

Danzig...................

47,00

47,10

47,00

47,10

Stockholm ................

63,85

63,97

63,85

63,97

London..................

12,40

12,43

12,40

12,43

Schweiz................

57,28

57,40

57,29

57,41

Helsingfor»................

5,485

5,495

5,485

5,495

Spanten..................

Paris....................

7,887

7,903

7,722

7,738

Prag...................

8,711

8,729

8,701

8,719

Holland..................

138,24

138,52

138,26

138,54

Budapest............

gtalten...................

13,09

13,11

13,09

13,11

Neuyork..................

2,487

2,491

2,483

S.487