mit kalter Beurteilung ansehen. Er habe es immer klargemacht, daß das britische Verteidigungsprogramm flexibel sei und daß es zu jeder Zeit im Lichte irgendeiner internationalen Richtung revidiert werden würde. Es würde eitel sein, wenn man vorgeben würde, daß die kürzlichen Ereignisse nicht der Wechsel der Lage seien, an den er dabei gedacht habe. Infolgedessen habe sich die britische Regierung entschlossen, eine neue Ueberprü- fung zu veranstalten, und nach angemessener Zeit werde sie ankündigen, was für weitere Schritte sie für notwendig halte.
Die Aussprache.
Die Genfer Entente soll helfen.
Der Führer der Opposition, Attlee, stellte eine Verschlechterung der europäischen Lage fest und verlangte die Einberufung der Genfer Entente. Archibald Sinclair, der Führer der liberalen Opposition, erklärte, er verstehe diejenigen, die die deutsche Regierung haßten, er verstehe aber auch, warum das deutsche Volk die deutsche Regierung unterstütze. Dazu sei es durch das Zögern der anderen Staaten veranlaßt worden, Deutschland die Gleichberechtigung zu gewähren. Man müsse jetzt jedoch vereint „gegen die italienisch und
deutsche Verschwörung" stehen. Churchill meinte, Widerstand werde schwierig sein. Das Unterhaus werde aber die Regierung dabei unterstützen, eine Rolle in der Erhaltung des europäischen Friedens zu spielen. Die Regierung müsse auch in stärksten Worten ihre Anhänglichkeit an die Enfer Entente zum Ausdruck bringen. Auch zwei Konservative und ein Labour-Mann kamen zu keiner besseren Idee, als die Einberufung des Genfer Rates vorzuschlagen, damit dieser den Verlust eines Mitgliedes des Vereins mit langen Reden beweine. Lawbert Ward sagte dabei auch einige vernünftige Sätze über die deutsche Minderheit in der Tschecho- s l o w a k e i, die während der letzten zwanzig Jahre „wie Hunde" behandelt worden sei.
Unterstaatssekretär Butler erklärte, die englische Regierung habe mit „Freunden der Genfer Entente" die neue Sachlage behandelt, es sei Einstimmigkeit vorhanden gewesen, daß eine Erörterung der österreichischen Lage in Genf zu keinem zufrieden st eilenden Resultat führen würde, sondern, daß das Ergebnis wahrscheinlich wieder irgendeine Demütigung sein würde. England habe keine Sondergarantie für die — im Vertrag von St. Germain erzwungene — „Unabhängigkeit" Oesterreichs übernommen.
Das Hakenkreuz auf dem Brenner nicht die geringste Beunruhigung für Italien.
Oie italienische presse wehrt scheinheilige Ratgeber ab.
Mailand, 15. März. (DRV. Funkspruch). „Corriere della Sera" erklärt mit einem deutlichen Blick nach dem westlichen Nachbarn und die unversöhnlichen Gegner des Deutschen Reiches in England, d i e A n g st sei eine schlechte Beraterin, in ernsten Augenblicken benehme sich jeder nach seiner Eigenart. Italien sei ruhig geblieben und habe die Lösung des Problems, das schon so lange Zeit immer Verwirrungen schuf mit Sympathie begrüßt. Mit beißender Ironie wendet sich das Blatt gegen jene Kreise, die sich durch Lockungen und Drohungen in allen Tonarten den Anschein neben, auch einmal mit briÄerlicher Besorgnis sich der Sicherheit Italiens anzunehmen. Ausgerechnet jene Zeitungen und die gleichen Politiker, schreibt das Blatt, die sich vor zwei Jahren mit aller Energie um die Durchsetzung der Sühnemaßnahmen gegen Italien bemühten und die unausgesetzt von Erdrosseln, Ersticken und In-die-Knie-zwingen redeten, zitterten jetzt um die Zukunft Italiens. Es fei doch sonnenklar, daß die Berührung mit dem neuen und größeren Reich am Brenner für Italien niemals so gefährlich sein werde, als jene mit aller Hinterlist ausgeklügelten Pläne der Sanktionisten- Koalition, die die italienischen Soldaten in Abessinien abschnüren, Italien durch Aushungern zum Nachgeben zwingen und das Regime stürzen wollten. Es fei ein für allemal festgestellt, daß das
Hakenkreuz auf dem Brenner Italien nicht im gering st en beunruhige.
Auch der „Popolo d'Jtalia" stellt fest, daß die Haltung Italiens Europa in einer Stunde der demokratischen Unordnung und moskowitischen Unruhe den rechten Weg gewiesen habe. Die italienische Stellungnahme habe neue Irrtümer im Sinne von Versailles und der Genfer Liga zu verhindern verstanden. Aus den Ereignissen und aus den Depeschen, die die Führer der nationalen Revolutionen in Deutschland und Italien in dieser entscheidenden Zeitspanne ausgetauscht haben, gehe die Festigkeit der Achse Rom — Berlin und ihr Funktionieren für das Gleichgewicht und den Frieden in voller Klarheit. Sie zeigten, daß der Geist der Zusammenarbeit auch in Europa vom Morgen das Lebenselement sein werde.
Mussolinis Antwort an den Führer.
Rom, 14.März. (DRV.) Auf das Telegramm des Führers an den Duce hat Mussolini am Montag wie folgt geantwortet: „Hitler, Wien. Meine Haltung ist bestimmt von der in der Achse besiegelten Freundschaft zwischen unseren beiden Ländern.
Mussolini."
Die Wiedervereinigung war ein Friedenswerk.
Eine Unterredung mit dem Führer. —
OsS Führers Entschluß die Antwort auf Schuschniggs Verrat.
London, 14. März. (DNB.) Der Führer gewährte dem englischen Sonderberichterstatter Ward Price in Linz eine Unterredung, die die „Daily Mail" veröffentlicht. Ward Price berichtet zunächst, er habe den Führer gefragt, ob die gestrigen Ereignisse in Oesterreich irgendwelche Auswirkungen auf die beginnenden deut sch - englischen Besprechungen haben würden. Der Führer antwortete: „Von unserer Seite nicht im gering st en, und ich hoffe, auch nicht von britischer Seite. Welches Unrecht haben wir irgendeinem fremden Lande zugefügt, wessen Interessen haben wir verletzt, wenn wir mit dem Willen der überwältigenden Mehrheit des österreichischen Volkes, Deutsche zu werden, übereinstimmen?"
Auf die Frage, welche Haltung der Führer gegenüber der englisch - französischen Protestnote einnehme, antwortete Adolf Hitler, er könne einen derartigen Schritt nicht verstehen. „Diese Leute hier sind Deutsche. Eine Protestnote von anderen Ländern über mein Vorgehen in Oesterreich hat nicht mehr Sinn, als eine Note der Reichsregierung sie haben würde, in der gegen die Beziehungen der britischen Regierung zu Irland protestiert würde. Ich versichere Ihnen in aller Aufrichtigkeit, daß ich v o r d i er Jahren keine Ahnung von alledem hatte, was sich heute hier ereignen sollte oder daß Oesterreich ein deutsches Land werden sollte wie Bayern oder Sachsen.
Ich habe dies getan, weil ich von Herrn Schuschnigg getäuscht wurde, und Verrat ist etwas, was ich nicht dulden werde. Wenn ich meine Hand und mein Wort in irgendeiner Sache gebe, dann stehe ich auch dafür ein, und ich erwarte von jedem, der mit mir eine Abmachung abschlieht, daß er das Gleiche tut. Ich hatte mich mit Herrn Schuschnigg darüber geeinigt, daß er seine Unterdrückung der Mehrheit des Volkes in seinem Lande e i n stellen sollte. Ich befaßte mich mit ihm völlig fair in meiner Reichstagsrede. Ich gab ihm die Gelegenheit zu sagen: „Ich habe mich mit der Reichsregierung geeinigt, und ich werde in loyaler Zusammenarbeit die Vereinbarungen durchführen." Stattdessen versuchte Herr Schuschnigg, diesen Volksentscheid durchzudrücken, den er für fein Land geplant hatte. Zunächst konnte ich die Nachricht gar nicht glauben. Ich schickte einen Abgesandten nach Wien, um festzustellen, o b das wirklich wahr sein könnte. Dieser teilte mir mit, daß dies wirklich wahr sei, und daher beschloß ich, sofort zu handeln, und zwar so, daß ich an dem gleichen Tage, an dem Schuschnigg seinen Volksentscheid abhalten wollte, die Vereinigung Oesterreichs mit Deutschland verwirklicht hätte. Diese Vereinigung wird einem anderen, einem nationalen Volksentscheid unterworfen werden. Sie werden aber das Ergebnis sehen. Es wird eine überwältigende Mehrheit sein wie an der Saar.
Hier ist meine Heimat. Lange habe ich darunter gelitten, das Volk, zu dem ich durch Geburt gehöre, unterdrückt und leiden zu sehen. Mehr als 2000 von ihnen haben ihr Leben gelassen. Viele sind im Gefängnis gewesen. Einige von ihnen sind wegen ihrer politischen Anschauungen und wegen ihres Glaubens an die deutschen Ideale gehenkt worden. Eine Minderheit von 10 v. H. hat die Mehrheit von 90 v. H. unter» drückt. Dem habe ich ein Ende gesetzt. Ich habe sogar mehr getan. Ich verhinderte, daß die Mehrheit sich an ihren Unterdrückern räche. Ich hoffe, daß die Welt verstehen wird, daß das einFrie- d e n s w e r k ist, was ich hier geleistet habe. Wenn ich nicht interveniert und wenn die Schuschnigg- Regierung versucht hätte, ihren Trick-Volksentscheid durchzuführen, dann würde es hier eine blutige Revolution gegeben haben. Oesterreich hätte dann sehr gut ein zweites Spanien im Herzen Europas werden können.
Ich bin ein Realist. Schauen Sie sich meine Beziehungen mit Polen an. Ich bin voll bereit, zuzugestehen, daß Polen — ein Land von 33 Millionen Einwohnern — einen Ausgang zur See benötigt. Es ist bitter für uns, daß dieser Zugang zur See auf Kosten eines Korridors durch deutsches Gebiet ermöglicht werden muß. Wir aber verstehen, was dies für Polen bedeutet. Unter polnischer Regierung leben Deutsche, und Polen leben unter deutscher Herrschaft. Wenn die beiden Länder sich streiten würden, dann würde jedes Land seine Minderheiten unterdrücken. Es war weitaus besser, durch ein Abkommen unsere Differenzen zu bereinigen.
Ich hoffe, daß alle Nationen an dem, was sich jetzt in Oesterreich ereignet hat, den Unsinn erkennen werden, ihre nationalen Minderheiten zu unterdrücken. Warten Sie ein bißchen, dann werden Sie sehen, was ich für Oesterreich tun werde. Kommen Sie in vier Jahren hierher zurück, und Sie werden feststellen, daß die Zahl der österreichischen Arbeitslosen sehr zurückgegangen ist. Sie werden dann sehen, wieviel besser es dann dem österreichischen Volke geht, und wie es glücklicher sein w i r d."
Gebet für eine glückliche Zukunft.
Ein Aufruf des Kardinals Jnnitzer.
W i e n , 14. März. (DNB.) Wie die amtliche Nachrichtenstelle meldet, hat der Erzbischof der Erzdiözese Wien, Kardinal Jnnitzer, folgenden Aufruf erlassen: „Die Katholiken der Wiener Erzdiözese werden ersucht, Sonntag zu beten, um Gott dem Herrn zu danken für den unblutigen Verlauf der großen politischen Umwälzung und um eine glückliche Zu- funft für Oesterreich zu bitten. Selbstverständlich muß allen Anordnungen der Behörden gern und willig Folge geleistet werden."
Hierzu schreibt die „R e i ch s p o ft": „Wir sehen in der Liede zu unserem Volk den besten Dienst am Schöpfer und geben freudig dem Volke, was des Volkes ist, und gläubig Gott, was Gottes ist. Der höchste Kirchenfürst unseres Landes hat die lang- ersehnte Stunde der deutschen Einigung gesegnet. So dürfen wir, dem Führer offen ins Auge blickend,
Das Großdeutsche Reich.
POLEN
Wl
FRANKREICH
BELGIEN C
HAMBURG .EN
Reich
^KLAGENFURT
Deutsche
Unsere neuen Nachbarn.
Durch dos deutsche und österreichische Gesetz über die Wiedervereinigung Oesterreichs mit dem Deutschen Reich haben wir sehr beachtliche neue Nachbarn erhalten. Die Reichsgrenze zwischen Deutschland und Ungarn hat eine Länge von 180 Kilometer. Sie beginnt an der Donau gegenüber von Preßburg in einer Entfernung von nur 60 Kilometer östlich von Wien in der Luftlinie und verläuft südlich bis an die südslawische Grenze einige Kilometer jenseits des Flusses Raab. Das Rumpf-Ungarn unserer Tage zählt -8,6 Millionen Einwohner, also immerhin 92 auf einen Quadratkilometer. Wie gesagt schließt hier die südslawische Grenze an, die ihrerseits in einer Länge von 323,7 Kilometer nach Westen verläuft. Südlich von Kärnten bildet der pittoreske Alpenkamm der Karawanken eine Gebirgsscheide zwischen dem Deutschen Reich und Südslawien. In Der alten österreichischen Monarchie gehörte der jetzige südslawische Regierungsbezirk S l o v e n i e n teils zu dem südlichen Steiermark, teils zu dem alten Kronlande Krain mit Laibach als Hauptstadt. Ein anderer, nicht unerheblicher Teil Krains fiel durch die Friedensverträge an Italien. Wir vermerken noch, daß Südslawien insgesamt etwa 14 Millionen Einwohner, also etwa 60 auf den Quadratkilometer zählt.
Die eigentliche Südgrenze des Deutschen Reiches ist jetzt weit über Bayern hinausgerückt. Sie beginnt unmittelbar westlich der Karawakken und führt in einem weiten Bogen bis an die Dreiländergrenze, wo Deutschland, die Schweiz und Italien zusammenstoßen. Diese Dreiländergrenze liegt etwas südlich von dem Punkte, wo der Inn, der im oberen Engadin bei St. Moritz entspringt, die Tiroler Grenze erreicht. Italien ist die eigentliche Großmacht unter unseren neuen Nachbarn und zählt über 42 Millionen Einwohner, also etwa 130 auf den Quadratkilometer.
In dieser Aufstellung muß auch erwähnt werden, daß sich die Grenze Deutschlands gegenüber der Tschechoslowakei um 553 Kilometer verlängert, so daß die Gesamtgrenze zwischen Deutschland und der Tschechoslowakei jetzt 2103 Kilometer ausmacht. Ebenso verlängert sich die deutsch- schweizerische Grenze, angefangen von jener schon erwähnten deutsch-italienisch-schweizerischen Dreiländerecke im Osten bis Bregenz bzw. Lindau im Nordwesten. Um auch den Scherz bei der Nennung so vieler Zahlen zu seinem Recht kommen zu lassen, sei erwähnt, daß wir jetzt auch Siebten ft ein zu unserem unmittelbaren Nachbarn gewonnen haben, jenes kleine Ländchen von 159 000 Quadratkilometer und 10 213 Einwohner, dessen Hauptstadt Vaduz 1715 Einwohner zählt.
sagen: Die Deutschen Oesterreichs treten heute geschlossen ein in die deutsche Volksgemeinschaft.
»Deutscher Alpenverein!*
München, 14. März. (DNB.) Der 1. Vorsitzende des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins, Professor Dr. Raimund von Klebels- b e r g (Innsbruck) und der Verwaltungsausschuß Stuttgart geben bekannt: Dor bald 70 Jahren haben sich die Bergsteiger des Deutschen Reiches und Oesterreichs zum Deutschen und Oe st erreich ischen Alpenverein zusammengeschlossen. Nachdem nunmehr aus den Staaten e i n einiges Deutsches Reich geworden ist, sind wir der „Deutsche Alpenverein".
Galgenfrist von 24 Stunden.
17 Nwskauer Verurteilte erwarten die Hinrichtung.
Moskau, 15. März. (DNB.) Amtlich wird mitgeteilt, daß das „Präsidium des Obersten Rates der Sowjetunion" die Gnadengesuche von 17 der insgesamt 18 zum Tode verurteilten Angeklagten des Moskauer Schauprozesses a b g e l e h n t hat. Demnach erwarten rm Laufe der nächsten 24 Stunden ihre Hinrichtung: Bucharin, Rykow, Jagoda, Krestinski, Iwanow, Tschernow, Grinko, Selenski, Jkramow, Chodschajew, Scharan- gowitsch, Subarew, Bulanow, Lewin, Kasakow, Ma
ximow und Krjutschkow. Der vom Gericht gleichfalls zum Tode verurteilte Rosengolz ist in der Verlautbarung nicht erwähnt. Man kann daher annehmen, daß er fein Gnadengesuch eingereicht hat und vielleicht bereits erschossen ist. Denn es gibt keinen Grund, weshalb gerade etwa Rosengolz aus der Zahl der Todeskandidaten ausgenommen worden wäre.
Oer nationalspanische Vormarsch an der Aragon-Front.
Salamanca, 15. März. (DNB. Funkspruch.) Wie der nationalspanische Heeresbericht meldet, besetzten die Nationalen auf ihrem Vormarsch an der Aragon-Front die Straßenkreuzung Ca- l a n d a sowie die wichtige Stadt A l c a n i z. Die Zahl der Gefangenen beträgt über 1500, darunter viele ausländische Bolschewisten. An der Granada-Front wiesen die Nationalen feindliche Gegenangriffe auf die in den letzten Tagen eroberten Stellungen zurück. Sieben sowjetspanische Flugzeuge wurden a b g e s ch o s s e n. Die in den von den Bolschewisten geplünderten und verwüsteten Ortschaften zurückgebliebenen Einwohner berichten über entsetzliche Mordtaten der geflohenen Machthaber. In der Stadt Alcaniz, deren Kathedrale von den Sowjets in einen Speicher umgewandelt worden war, konnten mehrere nationale Frauen, die erschossen werden sollten, in letzter Minute befreit werden.
Aus aller Welt.
Greta Garbo verheiratet.
Die Filmschauspielerin Greta Garbo (als Greta Gustafson 1903 in Stockholm geboren) hat sich, wie man hört, mit dem amerikanischen Dirigenten Leopold S t o k o w s k y verheiratet und befindet sich gegenwärtig auf der Hochzeitsreise in Italien. Stokowsky, polnisch-schottischer Herkunft, ist 1883 in London geboren und hat sich als Leiter des Philadelphia-Symphonie-Orchesters einen international bekannten Namen gemacht, vor allem auch durch die zahlreichen Grammophon-Platten, die vom Philadelphia-Orchester unter seiner Lei- tung verbreitet sind. Stokowsky war früher mit der Pianistin Olga S a m a r o f f verheiratet. Die Garbo war hier zuletzt in der Rolle der Kamelien- öame zu sehen; die durch Napoleon bekannte Gräfin Walewska soll im Mittelpunkt ihres nächsten Films stehen.
Das Große Los gezogen.
Am Montagfrüh wurde in der laufenden Klaffe der Preußisch-Süddeutschen Staatslotterie das Große Los in Höhe von je einer Million Reichsmark gezogen. Es fiel auf die Losnummer 2 3 3 5 2 8. — Die Glücksnummer wird in der ersten Abteilung in Viertellosen in einer rheinischen Lotterieemnahme und in der zweiten Abteilung in Achtelteilen in einer Lotterieeinnahme in der Provinz Sachsen gespielt.
(Ein Raubmörder zum Tode verurteilL
Das Weimarer Schwurgericht fällte gegen den Mörder des Zugführers Zeiger aus Weimar, Otto Schmidt, das Urteil. Der Angeklagte wurde
zum Tode verurteilt und verliert die bürgerlichen Ehrenrechte. Der Angeklagte hatte den Zugführer Zeiger in einem Personenzug auf der Strecke Gera—Weimar mit einem Hammer erschlagen und die Leiche aus dem sayrrrchen Zuge geworfen. Aus dem Packwagen hatte er dann mehrere 100 Mark geraubt.
Rundfunkprogramm
Mittwoch, 16. Mörz.
6 Uhr: Morgenlied. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werkpause. 9.30: Gaunachrichten. 9.40: Das Volk erzählt. 10: Schulfunk: Kämpfendes Herz. Eine Feierstunde für Friedrich Hebbel. 11.40: Aus dem Kalibergbau. 11.55: Offene Stellen. 12: Aus Friedberg (aus dem Ueberlandwerk Oberhessen in Friedberg): Werkskonzert. 13: Nach- richten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Das Stündchen nach Tisch ... 15: Kleines Konzert: Neue deutsche Lieder. 15.30: Der Käppn, der Stuer- mann, der Bootsmann und ich. Pimpfe mit den Kameraden der Marine-HI. auf Hochseefahrt. 16: Nachmittagskonzert. 18: Kammermusik. 18.45: Fliegendes Deutschland. 19: Nachrichten. 19.10: Unser singendes, klingendes Frankfurt. 21: „Versprich mir nichts!" Ein Hörspiel nach dem gleichnamigen Bühnenstück. 22: Nachrichten. 22.20: Kamerad, wo bist du? 22.30: Unterhaltung und Tanz. 24 bis 2: Nachtkonzert.


