fluß einer ziemlich hohen Temperatur eine Verdickung, und schließlich beginnt im Vakuumapparat (in Kesseln, die im Raum über der Füllmasse luftleer gehalten sind) die Kristallisation. Von Zelt zu Zeit überprüft der verantwortliche Meister den Fortgang der Verdickung des Saftes bzw. die Kristallisation, indem er dem Kessel einige Kubikzentimeter des Saftes entnimmt, ihn auf eine kleine Glasplatte auslaufen läßt und sich nun von der Konsistenz des Zuckersaftes überzeugt. Ist der Kn- stallisationsvorgang weit genug vorgeschritten, dann wird der Saft in Bottiche geleitet, in denen von kaltem Wasser durchströmte Rührwerke kreisen und die Temperatur des eingedickten Saftes auf das gebotene Maß herabdrücken. Don hier aus gelangt der Saft, der nun schon eine große Menge von Kriftal- len enthält, in die Zentrifugen, in denen die noch flüssigen Bestandteile des Dicksaftes unter hoher Tourenzahl ausgeschieden werden, wahrend sich die Kristalle an den Wänden der Zentrifuge in kräftiger Schicht absetzen und in weitgehend trockenem Zustande als „Rohzucker, I. Produkt mit großen Holzschaufeln abgelöst werden. Der ausge- schleuderte Saft wird einem weiteren Kristalli- sationsvorgang unterworfen und verlaßt als „Jt o h- -ucker II Produkt" den zweiten Zentrifugen- fatz. Von Elevatoren wird der Rohzucker auf die Speicherböden gebracht, und er kann dann von dort aus versackt werden. Von den Rohzucker-Lagern führt der Weg des Erzeugnisses in die Raffinerien, um schließlich über Groß- und Kleinhandel m die Hände der Hausfrau. in Nahrungsmittelfabriken usw. zu gelangen. .
Man sieht: der Weg von der Zuckerrübe bis zum Zucker, wie wir ihn auf dem häuslichen Tisch vor- zufinden pflegen, ist weit und vielgestaltig Man könnte geneigt sein, das alles als sA^Estandlich hinzunehmen, man könnte auch die Fülle des Aufwandes schöpferischer geistiger Arbeit übersehen wollen, die die Voraussetzung für das Ergebnis war. Niemand aber wird in diesen Fehler verfallen, der einmal Gelegenheit hatte, einen Blick $u tun in eine Zuckerfabrik, die für unsere Volksernahrung so bedeutungsvoll ist. Eine Fülle organisatorischer Arbeit, eine Fülle fachmännischen Wissens und Könnens ist notwendig, um auch auf diesem Gebiet sicherzustellen, was im Dienst der Volksgemeinschaft sichergestellt werden muß. N-
Heimische Bach- und Nußläufe führen Hochwasser.
Link,: Blick vom Amtsgericht zur Marburger Straße. - R - ch t - - Der Mesen««« zum Phil°I°ph°nw°ld unter Waller. - (äufn. (2|: Neuner, Sieb. Anz.)
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Starke Zunahme der Wassermassen der Nidda wird aus Schotten gemeldet. Der sonst harmlofe sog. „Märztümpel" hat sich zu einem starken, sehenswerten Wasserfall, in den die Wassermassen der Nidda herabstürzen, entwickelt Eine Brücke über die Nidda, die dem Bahnhof gegenüberliegt, wurde wo n den Wassermassen Z.um Einsturz gebracht, ebenso auch ein provisorischer Nebenbau der Transformatorenstation
Der Main, der von seinen Nebenflüssen her sehr viel Wasser erhält, weist einen außerordentlich hohen W-llerstond auf Di- S t n 3 i p। bat. bas ganze obere und mittlere Kinzigtal unter Wasser gesetzt. Namentlich im Stadtbezirk Gelnhausen hat das Wasser einen gefährlichen Stand erreicht.
Regenfälle haben in den vergangenen beiden Tagen ja aufgehört, so daß mit einem Rückgang des Wassers zu rechnen sein wird
Die Lahn zeigte am gestrigen Freitag um 1b Uhr einen Pegelstand von 1,60 Meter, heute früh dagegen 1,74 Meter. Gegenüber dem Normalstand des Wassers ist der Wasserspiegel heute früh um 1,12 Meter höher. *
Auch ander Flußläufe und Bäche unserer Heimat fuhren Hochwasser. Die Lumda hat weite Wiesenflächen überschwemmt. Aus Ober-Ohmen wird gemeldet, daß die Ohm große Wassermengen führt, bald über ihre Einfassungsmauern trat, tiefe Keller unter Wasser setzte und außerhalb des Ortes zunehmend weite Wiesenflächen überschwemmte.
Es war zu erwarten, daß nach Kälte und Schnee- all durch das Tauwetter und die nachfolgenden Regenfälle unsere heimischen Bach, und Flußläufe zu Hochwasser kommen mußten. Das Eis, das an einigen Tagen der vorigen Woche unsere Wasserläufe in Bann getan hatte, brach unter den an- drängenden Fluten sehr rasch und wurde als Schot- len entführt. Es dauerte nicht lange, ha stieg das Wasser der Lahn über die Ufer, trat auf die weiten lachen Wiesen des Gießener Beckens aus und bildete allenthalben größere Seen. Sehr breit machte ich selbstverständlich auch wieder die Wieseck, die ast die ganzen Wiesen am Amtsgericht unter Wa - er setzte. In der Stadt füllte der Bachlauf f-m Bett tis q” die steinernen Mauern aus. Ernstere Gefahr scheint für dieses Mal nicht zu bestehen, denn dre
Der Reichsberufswettkamps 1938.
die
beanspruchen kann.
Letzter Appell.
Industrie- und Handelskammer Gießen.
Reichsberusswettkamps der SießenerSivdenien
Die Mannschaft ist in
Die Arbeitsgemeinschaft der Fachgruppe Land-
De- zer-
Backhaus, Kreisleiter.
und die Menge, festzustellen, bei der die Pflanze am besten ernährt wird.
Auch die volkswirtschaftliche Fachschaft hat sich für den Reichsberusswettkamps eine
Abend.
Kapitänleutnant Birnbaum spricht in Gießen.
Am kommenden Montag, 17 Januar, wird Ka- pitänleutnant Birnbaum im Cafe Leib einen Vortrag über die deutsche Marine halten Zu diesem Vortrag wird besonders die reifere männliche Jugend erwartet.
in in e i n g a r D'9 g u i n iveuci jun uuu
nachdem im letzten Wettkampf die landwirtschaft- lichen Verhältnisse in Reinhardshain allgemein erfaßt wurden, nun eine andere Aufgabe, und zwar „Bodenunte'rsuchungen und DüngunZSversuche au Wiesen und Weiden zum Zwecke der Ertragssteigerung". Oft sind die Wiesen und Weiden in einem schlechten Zustand und es kann bei sachgemäßer Düngung eine Ertragssteigerung erzielt werden. Eine Reihe von Grünlandflächen, und zwar Ober-
und Untergrund, wird von der Gruppe auf ihren Nährstoffgehalt untersucht. Durch Düngungs(Topf)- versuche wird bezweckt, die Düngemittel herauszuiin- den, die für den Bodentyp besonders geeignet sind
Jones. L„.... . , Spielleitung Karl-Ludwig
So fordern wir euch auf, reiht euch ein in die große Kampfgemeinschaft aller schaffenden Deutschent Der Führer des Vannes 116: Rohrbach.
Die Führerin des BDW.Untergaues 116: Käthe Pfeffer.
Industrie und Handel im Reichsberufswettkampf.
Tageskalender für Sonntag.
Führerappell der NSDAP. Kreis Wetterau: 10.30 Uhr im Caf? Leib. — Stadllheater: Morgen- Veranstaltung 11.30 bis 12.45 Uhr. — 19 bis 21.45 Uhr „Martha". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Der zerbrochene Krug". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße) »Der Berg ruft". — Oberhessischer Kunstverein Turmhaus am Brand: Frankfurter Künstler der Gegenwart, Besuchszeit 11 bis 13 Uhr. — Obst- und Gartenbauverein, Vortrag um 15 Uhr im „Burghof". — Missionssonntag in der Stadtkirche: 9.30 Uhr Predigt, Oberkirchenrat Zentgraf, 20 Uhr Missionsoortrag Oberkirchenrat Zentgraf.
Stadllheater Gießen.
Samstag, 22. Jan., Anfang 20, Ende 22.30 Uhr: KdF.-Miete, Gruppe I (8. Vorstellung), „Die Boheme", Oper von Puccim. Musikalische Leitung Joachim Popelka, Spielleitung Dr. Ench Schumacher. Freier Kartenverkauf.
heute ist der letzte Tag zur Meldung für den Reichsberufswettkampf. Ls ist eine Selbstverständlichkeit für jedes VDM.-Mädel und für jeden hitlerjungen, sich an diesem gewalti- gen Leistungswettbewerb des deutschen Volkes zu beteiligen. Doch nicht nur die Beteiligung ist maßgebend, sondern die Leistung. Es wird auch die । geigen wird, mit an deutsche Jugend ihr bestes können im Reichsberufs- diesem Kampf stehen, wettkampf dem ganzen Volk unter Beweis stellen.! ..
der „KdF."-Miete, Gruppe II, statt. Anfang 20 Uhr, Ende 23 Uhr.
Spielplan
des Stadltheaters vom 16. bis 23. Januar.
SteLütheater: 20 bis 23 Uhr „Eine Nacht in neiHfl" — Gloria-Palast (Seltersweg): „Der „ brochene Krug"; 10.45 Uhr Nachtvorstellung „Die Insel der Dämonen". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Der Berg ruft". — Eisenbahnverein (Sie- ßen: 20 Uhr im Cafe Leib Winterfest
Am Sonntag, 16. Januar, findet die 8. Morgen- veranstaltunq der Winterspielzeit statt. Hein^ Ste- g u w e i t liest Erzählungen, Gedichte und Balladen und es gelangen seine Einakter „Streit am Lagerfeuer" und '„Die Gans" zur Uraufführung — Spielleitung Günter Winkel, Bühneybild Karl Löffler. Anfang 1130, Ende 12.45 W.
Abend Wiederholung des Opernerfolges „Martha , romantisch-komische Oper von Friednch v.Flotow. Musikalische Leitung Heinz Markwardt, Spiel er- tung Wolfgang Kühne. Bühnenbild Karl Löffler. Die Vorstellung findet außer Miete statt. Beginn 19, Ende 21.45 Uhr
Moistag, 17. Januax, Anfang 20, Ende 22 Uhr: Theaterring der Hitler - Jugend, 5. Vorstellung „Streit am Lagerfeuer" und „Die Gans von Heinz Steguweit. Heinz Steguweit liest aus seinen Wer-1 ken. Kein freier Kartenverkauf.
Dienstag, .18. Jan., Anfang 20, Ende 22.45 Uhr: Wiederholung „Lady Windermeres Facher , Ko- mödie von Oscar Wilde Spielleitung Hermann Schultze-Griesheim. Dienstag-Mete, 16. Vorstellung.
Mittwoch, 19. Jan., Anfang 19.30, Ende 22151 Uhr- „Martha", romantisch-komische Oper von Flo- tow. Musikalische Leitung Heinz Markwardt Spiel- leitung Wolfgang Kühne. Mittwoch-Mete, 16. Vor- stellung.
Donnerstag, 20. Jan., Anfang 20, Ende 22 Uhr: Drittes Orchesterkonzert. Leitung Paul Walter; So- list Helmut Zernick, Berlin. Außer Mete Karten Musikhaus Challier und an der Abendkasse.
Freitag, 21. Jan., Anfang 20, Ende 22.30 Uhr: „Enoch Arden" Oper von Ottmar ©elfter. Musi' i kalische Leitung Paul Walter. Spielleitung Wolfgang 1 Kühne. Freitag-Mete, 16. Vorstellung.
Aus der Stadt Stehen
Das Telephonhäuschen.
Aufruf des Kreisleiters.
Der Nationalsozialismus erkennt im Menschen das höchste Gut. Deshalb ist es notwendig, daß wir die schöpferische und werteschaffende Arbeitskraft richtig zur Entfaltung bringen und sie da einsehen, । wo sie für das deutsche Volk die höchsten Leistungen hervorbringt. Um dies zu ermöglichen, findet all- jährlich der Reichsberufswettkampf statt, durch den die leistungsfähigen und weltanschaulich fundierten Kräfte ausgelesen werden.
Der Reichsberufswettkampf führt daher zur Leistungssteigerung auf allen Gebieten und trägt dazu bei, daß das deutsche Volk sich den Platz in der Welt erringt, den es gemäß feiner Leistungen
UHL Seilersweg Nr. 67
adiO Telephon Nr. 3170
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fin- - um
Der Reichsberufswettkampf 1938 wird auch Industrie und den Handel in vorderster Reihe den. Jung und alt werden in edlem Wettstreit Höchstleistungen in ihrem Beruf sich messen. Sie stellen damit das Wort von „deutscher Qualitätsarbeit" und von dem deutschen „Qualitätsarbeiter erneut und vor dem ganzen Volk unter Beweis. Wir sind ein rohstoffarmes Land, nur unsere Arbeitsleistung vermag uns zu bringen, was wir zum Leben benötigen. Leistungssteigerung auf allen Gebieten und in allen Berufen ist daher heute mehr denn je die Parole. Der zweite Vierjahresplan, der uns in großem Umfange vom Ausland unabhängig machen soll, ist in der Hauptsache nur von der Steigerung der Leistung abhängig. Darum ist die Teilnahme an dem Reichsberufswettkampf, der in den nächsten Tagen einsetzt, Ehrenpflicht jedes einzelnen und Ehrendienst am Volk. Die Schaffenden in Industrie und Handel werden diesem Rufe folgen und, wie das Ergebnis 1 zeigen wird, mit an der Spitze der Preisttäger in
Aufgabe gestellt, und zwar „Untersuchungen über die Ausbaumöglichkeiten der deutsch-österreichischen Wirtschaftsbeziehungen". Die volkswirtschaftliche Fachschaft hat nämlich im letzten Jahre eine Studienfahrt nach Oesterreich unternommen; auf diese unmittelbaren Erlebnisse stützt sich die Gruppe, außerdem wurde im oeraangenen Wintersemester in einer Arbeitsgemeinschaft schon das deutsch-öster-
Es ragt wie ein kleines Eiland aus den Wogen des lärmenden Verkehrs, unbekümmert um das , Drängen und Hasten der geschäftigen Menschen , Kein lautes Wort bringt in die Abgeschlossenheit , und Stille seiner Zelle, die jedem Zuflucht wird, । der etwas auf dem Herzen hat und em heimliches Gespräch in aller Ungestörtheit ersehnt. Eine unsichtbare Wunschfee erfüllt jedes angedeutete Der- • langen im Augenblick. Die ferne Stimme melde sich, ohne daß ein vielleicht mürrisches Gesicht, mit einer finsteren Unmutsfalte über der Nasenwurzel, einen anstarrt, weil man zu ungeeigneter Stunde zu kommen gewagt habe. Hemmungen aus. Ruck- sichtsnahme, die in diesem Falle eine persönliche Unterredung beeinträchtigen könnten, brauchen hier keine Rolle zu spielen, lieber leise Andeutungen eines etwaigen Mißbehagens durch einen' unange- nehmen Beiklang in der fernen Stimme setzt man sich mit einer leichten und liebenswürdigen Hoflich- keitsformel hinweg, die zu allem ermächtigt Und da die Zeit drängt und jede Minute Geld kostet, heißt es: fest entschlossen, knapp und klar sein. Im Telephonhäuschen kann in drei Minuten ein Sieg errungen werden.
Er schien dem jungen Manne gegluckt zu fein, der mit strahlendem Gesicht die Zelle verließ und mich beinahe umgerannt hätte. Er summte schwärmerisch eine bekannte Schlagerzeile vor sich hin: „Ich tanze mit dir in öert Himmel hinein! Der plötzliche Zusammenstoß verblüffte^ ihn einen Augenblick, er griff mechanisch an seinen Hut und lächelte, feine Gedanken waren noch zu fern, als daß sie ein Wort der Entschuldigung hätten formen können. Vielleicht war er noch vor einer Viertelstunde vergeblich vor der Wohnung seiner Geliebten auf- und abspaziert und hatte feine Blicke zu einem bestimmten Fenster emporglühen lassen. Die Gardinen waren nicht beiseite geschoben worden, die Ersehnte war nicht, wie verabredet, erschienen. Da wurde das Telephonhauschen sein Helfer. „Du wirst am Apparat verlangt!" hatte die Mutter Mit großen staunenden Augen ihre Tochter herbeigerufen. „Es ist wohl Karl, der Bruder meiner Freundin, die seit gestern krank zu Hause liegt", hatte das Mädchen dem stummen Frageblick geantwortet. _ Und dann war ihre Stimme am Mikrophon so zärtlich und schwebend geworden, daß die Mutter kopfschüttelnd gelauscht hatte. Aber ihre Neugierde war nicht befriedigt worden. Sie hatte nichts als „Ja!" und „Nein!" vernommen Der junge Mann am andern Ende der Strippe war sofort Herr der Situation gewesen und hatte seine Fragen so gestellt, daß das Mädchen nichts als eines der kleinen Wörtchen zu flöten brauchte. Ihm waren sie Glücks genug. Es braucht ja nicht vieler Worte, ein Alltagsgesicht tn ein leuchtendes zu verwandeln. Ein kleiner Klang einer Stimme genügt, das Wunder zu vollbringen.
Nun stürmte der junge Mann wohl seinem Mädchen entgegen, das die kranke Freundin besuchen lief... V- B.
Vornotizen.
Tageskalender für Samstag.
reichische Wirtschaftsproblem behandelt. Wie bei den anderen Gruppen, so ist auch bei der volkswirtschaftlichen Gruppe das Gesamtthema in kleinere Arbeitsgebiete aufgeteilt, und allwöchentlich kommen alle Kamexaden der Gruppe zusammen und besprechen die Ergebnisse ihrer Teilarbeiten, die dann gemeinsam ausgewertet werden.
An diesen Beispielen der Arbeitsweise und Aufgabenstellung aus dem Reichsberufswettkampf kann man sehen, daß der heutige Student sich mit Fragen aktuellster und volksverbundener Art beschäftigt. Wie die angeführten vier Gruppen, so arbeiten fast von jeder Fachschaft Gemeinschaften an Fragen des täglichen Lebens.
Dorträge inderDeterinärmedizinischenGesellsckast
Die dritte Sitzung der Veterinärmedizinischen Abteilung der Oberhessischen Gesellschaft für Natur- und Heilkunde brachte Vorträge von Angehörigen der Chirurgischen Deterinärklinik. Stabsveterinär Dr. Hellmich sprach über eine in der letzten Zeit mehrfach bei jungen Pferden beobachtete unheilbare Erkrankung infolge Epiphysenablösung am Oberschenkelbein. Oberassistent Dr. Göbel sprach über die Verrenkung der Kniescheibe nach außen bei Pferden, Prof. Dr. Bolz sprach über Nabelbruchbehandlung und schwer erkennbare Fälle von Verrenkung der Kniescheibe nach oben. Anschließend wurden drei Operationsfilme, darunter ein Farb- silm, gezeigt.
Der Vorsitzende Prof. Dr. C. Krause gedachte zu Beginn der Sitzung des Ledens und Wirkens des im Dezember verschiedenen Mitgliedes Geheimer Medizinalrat Prof. Dr. Pcml Martin.
Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Heute zum letztenmal die große Erfolgsoperette Eine Nacht in Venedig" von Johann Strauß. Musikalische Leitung Heinz Markwardt, Spielleitung Karl-Ludwig Lindt. Leitung und Einstudierung der Tänze Irmgard Zenner. Bühnenbild Karl Löffler. Die Vorstellung findet gleichzeitig als 7. Vorstellung
Die studentische Jugend steht eben wieder im Reichsberufswettkampf. Die ein^Incn Gruppen der Gießener Studentenschaft find schon seit Semesterbeginn mit der Bearbeitung .der gestellten Themen beschäftigt. .
Sonntag 23. Ian., 11.30 bis 12.30 Uhr: 9. Mor- So arbeitet eine Mannschaft von 2ü Medizm- genveranstaltung. Smetana: Streichguartett „Aus st^nten zur Zeit in einem B r a u n st e r n b e r g - meinem Leben , Schubert: Forellengumtett. Platz- merk in der Nähe Gießens und stellt dort verschie- Mieter auf allen Plätzen 0,25 RM. — Anfang bene Untersuchungen än. Die Mannschaft ist in 19 Ende 21.30 Uhr: Die Geisha", Operette von Gruppen aufgeteilt, die jede ein Gebiet besonders Musikalische Leitung Joachim Popelka, bearbeiten. So werden z. B. Vlutunter- ma Karl-Ludwig Lindt. Außer Miete. s u ch u n g e n durchgeführt, da auf Manganschadl- , düngen geachtet werden muß. Blutbilder werden Oberhefsifcher Kunstverein. ausgewertet und Herz- und Lungenuntersuchungen
Die Ianuar-Ausstellung des Oberhessischen Kunst- werden vorgenommen. Eine andere Gruppe Pellt Vereins zeigt nach längerer Zeit zum erstenmal u n f a l l st a t i st i k e n auf, andere beschäftigen sich wieder Frankfurter Kunst. Es sind die Maler, die mit den hygienischen Einrichtungen des auf der Gau-Kultur-Woche im November v. I. aus- Werkes. Um die Arbeitsbedingungen naher kennengestellt hatten. Sie stellen das Beste dar, was Frank» -ulernen, haben sich einige Kameraden dazu ent- furt gegenwärtig an Kunst zu zeigen hat. Mehr als schlossen, auch eine Schicht unter Tage mitzuarbel- 20 Künstler mit ihren besten Arbeiten sind ausge- ten. Die Einzelergebnisse der praktischen Unterstellt. An ihrer Spitze der vorjährige Träger des suchungen werden gesammelt und bann gemeinsam Kulturpreises des Gaues Hessen-Nasiau, der Maler ausgewertet. . -
G. Poppe mit 2 Bildern. Gerade weil es die Ar- Eine andere Arbeitsgemeinschaft untersucht Er- beiten sind, die zur Gau-Kulturwoche ausgestellt nähr ungs fragen an Häyd von ki nd er- wurden, darf die Ausstellung allseitiges Interesse r e i ch e n Familien in Gießen und versucht m und starken Besuch beanspruchen. erster Linie die Art und Weise der Ernährung klar-
zustellen, um eine Grundlage zum weiteren Auf- Glehener Heimatabend. ßQU $u haben. Die Familien sollen auf Grund der
Am Samstag, 22. Januar, finden sich die Gieße- Untersuchungen richtig beraten werden, ferner wird
ner Heimatfreunde im Cafe Leib zu einem frohen dazu eine Aufklärung treten, die zeigt, wie wichtig
Abend zusammen, der vom Landschaftsbund Volks- nicht nur Fleisch und Fette sind, sondern vor allem
tum und Heimat in Verbindung mit dem Gleiberg- auch Gemüse und Obst. __ „ .
verein und den Heimatvereinigungen Schiffenberg 2". --- - ...
und Staufenberg durchgeführt wird. Oberstudien- wirtschaft setzt in diesem Jahre ihre Arbeiten direktor Dr R o l o f f, ein gebürtiger Gießener, in Reinhard'shain weiter fort und untersucht, wird über Eigenheiten unserer „Gäißer Mundart" 1 —hio sprechen und ergötzliche Geschichten aus dem alten Gießen erzählen. Außerdem werden die Führer der Heimatbünde sprechen. Auch Georg Heß wird nicht fehlen. Der Bauersche Gesangverein, der Hand- harmonika-Club Nurtsch und der Polkstanzkreis des LDH. werden den Heimatabend stimmungsvoll gestalten. Allgemeiner Tanz mit Volkstanzeinlagen und mundartliches Darbietungen beschließen den


