Die sozialdemokratische
Partei soll
;u können. Er werde Leon Blum, laug, Sarraut und Paul Boncour
Balabier, Lail- besuchen.
Reichsleiter Alfred Rosenberg dankte für die große Zahl der ihm zu seinem 45. Geburtstag übermittelten Glückwünsche durch folgende Veröffentlichung: Für die mir so zahlreich zugegangenen Glückwünsche zu meinem Geburtstag und die Bekundung innerer Verbundenheit aus allen Teilen des Reiches spreche ich auf diesem Wege allen Kameraden, Volksgenossen und Voltsgenossinnen meinen herzlichsten Dank aus.
Schleusenerneuerungsbauten an der unteren Lahn.
Die kanalisierte Lahnwasser st raße von der Mündung bis Steden, die einen stetig ansteigenden Verkehr aufweist,' leidet an ihrem unteren Ende, von der Mündung bis Bad Ems, daran, daß sich vor den massiven Schleusen noch höhere h ö l - ^erne Hilfsschleusen befinden, die die Schleusungszeiten nicht unerheblich vergrößern. Zur Beseitigung dieser zum Teil abgängigen Holzschleusen und gleichzeitig als Ersatz der alten massiven Schleusen sollen neue Schleusen gebaut werden, die infolge ihrer größeren Abmessungen den Verkehr von 300-Tonnen-Schissen statt.
wiens Kupfererzförderung mengenmäßig an zweiter Stelle unter den europäischen Staaten hinter der Sowjetunion. Auch die Förderung von Blei-, Zink- und Chromerz, Schwefelkies, Mangan, Antimon und Magnesit gewinnt an Bedeutung. Schließlich werden auch Gold und Silber abgebaut. Die Eisenerzförderung ist von 26 OOO Tonnen im Jahre 1925 auf 450 000 Tonnen im Jahre 1936 gestiegen. Auch Kohle und Bauxit werden gefunden. Es ist klar, daß diese reichen und vielfältigen Bodenschätze bei der knappen Kapitaldecke des eigenen Landes ausländische Kapitalisten angezogen haben wie das Licht die Motten, namentlich französisches und englisches Kapital ist an den jugoslawischen Bergwerken bereits stark interessiert, aber auch Deutschland konnte sich einige wesentliche Beteiligungen sichern. So sind die deutsch-sugoslawischen Wirtschaftsbeziehungen ungeheuer vielseitig und zukunftsträchtig. Sie werden bei den Besprechungen des Ministerpräsidenten Stojadinowitsch gewiß eine hervorragende Rolle spielen, denn nicht nur bei den Soldaten geht die Liebe durch den Magen, ein reger Güteraustausch ist vielmehr noch immer die solideste Grundlage für ein gutes politisches Verhältnis zwischen zwei Völkern gewesen.
Dr. Fr. W. Lange.
3n der Silvesternacht hatte sich, wie berichtet, ip der Ortschaft Tannsee im Kreise Danzig-Werder eine grauenhafte Mordtat ereignet. Die drei Kinder der Familie Szyglowski wurden mit
Paris, 14. Jan. (BHB.) Der Präsident der Republik, Lebrun, hat dem 3urütfgetretenen Ministerpräsidenten Ehautemps den Auftrag zur Neubildung des Kabinetts übertragen wollten, dieser hat jedoch abglehnt, ebenso Kriegsminister D a l a d i e r. Rach Daladier wurde Albert Sarraut vom Präsidenten der Republik empfangen. Der Senator erklärte, er habe dem Präsidenten im Hinblick auf die Regierungsbildung mehrere Hamen genannt. Wenige Minuten vor 19 Ahr traf der bisherige Finanzminister Bonnet im Etyfee- Palast ein, dem der Präsident der Republik die Bildung der neuen Regierung übertrug.
Um 23 Uhr empfing Bonnet die Presse. Er erklärte, er hoffe, gegen Samstagmittag dem Präsidenten der Republik seine Antwort geben
Der englische Verkehrsminister Dr. L e s l i e B u r- gin, der mit seiner Gattin zu einem Besuch in Deutschland weilt, war bei Reichsverkehrsminister Dr. Dorpmüller in den Räumen des Verkehrsministeriums zu Gast. Das kurze Beisammensein der beiden Minister, die sich von verschiedenen internationalen Konferenzen her bereits länger persönlich kennen, nahm einen herzlichen Verlauf.
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Der englische Außenminister Eden, der zur Erholung an der Riviera weilt und von dort aus nach Genf fahren wollte, kehrt überraschenderweise nach London zurück, wo er den Ministerpräsidenten aufsuchen und sich über den Stand der Dinge informieren wird. Sir Robert V a n s i t t a r t, der diplomatische Berater der Regierung, suchte den Ministerpräsidenten zu einer längeren Unterredung auf.
Auf Antrag der französischen und der englischen Regierung hat der Generalsekretär der Genfer Liga die 100. Tagung, die am 17. Januar beginnen sollte, auf Mittwoch, den 26. Januar, verschoben. Die Verschiebung wird mit „unvorhergesehenen Umständen" begründet, womit die französische Regierungskrise gemeint ist, die die englisch-französischen Vorbesprechungen zur Ratstagung bis auf weiteres unterbrochen hat.
Aus aller Welt.
Junkers-Maschinen für Chile.
Die nationale chilenische Luftwaffe erwarb zwei Junkers-Flugzeuge der Type Ju 86. Die Maschinen sollen im Personenlustverkehr innerhalb von Chile eingesetzt werden.
Der Kinbermorb in Tannfee aufgeklärt.
Das EnnnerunoStreffen in Lippe.
Detm old, 14. Jan (DNB.) Am Samstag jährt sich zum fünften Male der Tag, an dem im Lipper Land in der schwersten Zeit des Kampfes der nationalsozialistischen Bewegung die letzte Wahlschlacht vor der Machtübernahme geschlagen wurde. Die fünfte Erinnerungsfeier erhält wiederum eine'besondere Bedeutung durch die Teilnahme des Reichsministers Dr. Frick, des Reichsorganisationsleiters Dr. Ley und des Reichsleiters AUred Rosenberg. Rach einem Vorbeimarsch der Alten Garde vor dem Gauleiter Reichsstatthalter Dr. Meyer vor dem lippe- schen Landestheater beginnt um 11 Uhr die Kundgebung in den Flugzeughallen, die vielen Tausenden Platz bieten. Der Sonntag wird mit Kameradschaftsfeiern in den Sälen der Stadt Detmold beschlossen. Wie in den vergangenen Jahren haben auch diesmal alle Städte und Dörfer des Lipper Landes ein festliches Kleid angelegt.
Der Kirchenbesuck der Konfirmanden
Die Regierungskrisis in Frankreich
Bonnet verhandelt mit den Parteien.
wie bisher 180-Tonnen-Schiffen ermöglichen. Mit dem Ersatz der Schleuse R i e d e r l a h n st e i n ist begonnen worden.
Zwei Todesopfer eines Branbunglütfs.
Ein schweres Brandunglück ereignete sich in Bad Landeck in einer Hotelpension. Dort brach nachts aus noch ungeklärter Ursacye in den Gasträumen ein Feuer aus, das sich schnell ausbreitete. Während sich das Pächterehepaar K a l 0 ch und dos Personal retten konnten, erlitt ein am Vortage geborenes Kind den Tod infolge Rauchvergiftung. Das gleiche Schicksal ereilte den einzigen Gast, den 57 Jahre alten Bezirksschornsteinfegermeister Joh. P a l l u ch ays Oppeln. Die Landecker Feuerwehr war in ihrer Arbeit stark behindert. Mehrere Feuerwehrmänner trugen teils schwere, teils leichte Rauchvergiftungen davon.
Fünf Staaten b?r USA. von Sanbftürmen heimgesucht.
Mette Teile von Oklahoma, Kansas, Colorado, Texas und Reu-Mexiko wurden von Sandstürmen heimgesucht. Diese richteten erheblichen Ernteschaden an und vielfach legten sie auch jenen Verkehr lahm. In mehreren Gegenden mußten die Schulen geschlossen werden, lieber das frühe Auftreten der Sandstürme sind die Landwirte stark beunruhigt; denn selbst in den schweren Dürrejahren traten die Sandstürme bisher erst gegen Ende Februar auf.
Englisches Bombenflugzeug abgestürzt.
Ein Bombenflugzeug des englischen Flugplatzes Woodsford ft ü r 3 t e bei einem Uebungsflug im dichten Rebel ab. Die beiden Insassen kamen ums Leben.
Ein opferbereiter Blutspender.
Der als Blutspender weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt^ Arbeiter Walter L e s k e aus Gelsenkirchen hat nunmehr in elftem Essener Krankenhaus seine 156. Blutspende verabreicht. Leske.hat damit eine Gesamtmenge von über 100 Liter Blut gespendet. Ein Opfer, das bisher von keinem anderen Blutspender in Europa auch nur annähernd erreicht wurde.
Amerikanischer Dampfer bei Formosa gestrandet.
Der Dampfer „President Hoover" der amerikanischen Dollarlinie ist mft 56 Fahrgästen in der Rühe einer kleinen Insel südlich von Formosa a u f gelaufen. Der deutsche Dampfer „Preußen^ ist dem gestrandeten Schiff zur HUfe geeilt. Die Dollarlinie erhielt einen Funkbericht, aus dem hervorgeht, daß alle Fahrgäste sowie die Mannschaft wohlbehalten sind. Der Dampfer sei etwas beschädigt. Der deutsche Dampfer „Preußen" werde dem Schiff beistehen.
Kraftwagen in einen Kanal gestürzt.
Bei Salo am Gardasee stürzte ein Kraftwagen in einen Kanal. Durch Zufall entdeckte ein Nachtwächter in der folgenden Nacht das Unglück, da die Lampen des Wagens noch unter Wasser brannten.
Eine Bäckereifachschule der Horbmark.
In R e i n b e ck (Kreis Stomarn) wurde die Bäckereifachschule Nordmark eingeweiht. Ministerialdirektor Dr. W i e n b e ck betonte, es genüge nicht, daß der Handwerker in der Werkstatt allein ausgebildet werde. Voraussetzung sei eine gute Allgemeinbildung. Hier auf der Schule sollen Weltanschauung und handwerkliches Können zu- sammengefaßt werden. Das Lehrprogramm sei darauf abgestellt, dem Bäckernachwuchs die Mittel in die Hand zu geben, die auf Grund des Vier« johresplanes an ihn herantretenden Fragen tnei- ftern zu können. Neben dieser Schulung gehe eine kaufmännische Ausbildung einher. — Die Kurse an der neuen Schule sind von vierzehn- tägiger Dauer. Es beteiligen sich 25 bis 30 Gesellen und Meister. In den Schulungspausen soll das Gebäude den Veteranen des Bäckerhandwerks als Erholungsstätte dienen.
Heun Tote
beim Absturz eines amerikanischen Flugzeuges.
Ein Passagierflugzeug der Northwestern Airline ist unweit des Städtchens Bozeman im Staate Montana abge stürzt. Neun Personen, darunter fünf Fluggäste, fanden den Tod. Das Unglück ereignete sich in einem Tal der Rocky-Mountains. Holzfäller beobachteten, wie das Flugzeug plötzlich ins Trudeln kam und bann beim Aufschlagen sofort explodierte. Das Mugzeug war auf dem Wege von Vancouver nach Chicago.
Kunst und Wissenschast.
Meisterkonzerte für die Hiller-Iugend.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftletters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. XII. 37: 11 000. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K -G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs- preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig,
Kind war bereits tot, während die beiden anderen schwere Würgemale aufwiesen. Der Verdacht, die Tat begangen zu haben, lenkte sich sofort auf die Stiefmutter, die nach längerem hartnäckigen Leugnen sitzt ein Geständnis abgelegt hat. Die Frau empfand die Kinder als eine Last und mißhandelte sie häufig. Schließlich faßte sie den Plan, sich der Kinder zu entledigen. Bevor sie am Silvesterabend ZU einem Tanzvergnügen nach Neuteich ging, führte sie das entsetzliche Verbrechen aus, während sie ihren Ehemann unter einem Vorwand fortschickte^ Bevor die Frau zum Tanze ging, verstreute sie in der Wohnung verschiedene Gegenstände, um so einen Raubüberfall vorzutäuschen. Bei der Rückkehr von der Feier wurde bann eines der Kinber tot auf- aefunben, währenb bie berben anberen noch schwache Lebenszeichen von sich gaben.
,Oeuvre" sagt, selten habe eine Kabinettskrise in einer solchen ungewissen Atmosphäre begonnen. Werde die Volksfrontmehrheit in der Kammer in Zukunft aufrechterhalten werden können? Die Kommunisten und Sozialdemokraten seien zwar dieser Ansicht, die Radikalsozialen aber nur unter Bedingungen. Bei der Lösung der Krise könne jedenfalls nur von einer Volksfront ohne Kommunisten gesprochen werden. Die Idee eines radikalsozialen Kabinetts mache Fortschritte, selbst die Möglichkeit einer Er- Weiterung "dieses Kabiüetts nach der Mitte h i n unter Hinzuziehung verschiedener technischer Sachverständiger aus der Umgebung von Paul Reynaud- scheine verwirklicht werden zu können. Ein derartiges Kabinett wurde in der Kammer sowohl nach links wie auch nach rechts hin einen gewissen Spielraum haben. Die besten Auguren aber seien der Richtigkeit ihrer eigenen Orakelsprüche nicht sicher.
Die radikalsoziale „Ere Houvelle" fordert ebenfalls eine Regierung der Radikal- sozialen. Schon lange sei die Dolkssronl kok gewesen, in der Hachl zum 14. Januar aber habe man sie begraben. Der Fehler der Bolks- sronl sei es gewesen, 41 Millionen Menschen durch Befriedigung der Wünsche von zwei oder drei marxistischen Gewerkschaftlern regieren zu wollen.
„Matin" meint, die Kommunisten hätten, getreu ihrem Plan, alles getan, um dem Kabinett Ehautemps das Leben unmöglich zu machen und zu einer Regierung zu kommen, an der sie A n- t e i l nehmen müßten. Das aber sei eine Lösung, die in den Wandelgängen des Palais Bourbon ganz und gar nicht in Betracht gezogen werbe. „Jour" verweist barauf, daß Bonnet als Mini- ste.rpräsibent ein neuer Mann sei, unb gerade bas sei es, was bas Land brauche. Das Blatt häll es für wichtig, daß auch bie Möglichkeit eines z u Sowjetrußland hinneigenden Ministerpräsidenten, wie ihn Herriot gewünscht habe, nicht in Betracht gezogen worden sei. Nur der sozialdemokratische „Populaire" fordert, daß die Leitung der kommenden Regierung der Sozialdemokratie überlassen werden müsse, da nur eine sozialdemokratische Regierungsführung die verschiedenen Elemente Zusammenhalten könne, um die Widerstände zu brechen und die Gegensätze auszugleichen. — Die kommunistische „Humanite" fordert ein „wirkliches Volksfront-Kabinett".
denen wir noch sprechen werden, heute noch ein ausgesprochener Agrar st aat, denn von seinen 15 Millionen Einwohnern sind 80^v. H. in der Landwirtschaft beschäftigt, unb. zwar vorwiegend als Kleinbauern. Das Land ist also auf die Ausfuhr seiner landwirtschaftlichen Erzeugnisse angewiesen, um für den Erlös industrielle Fertigprodukte auf dem Weltmarkt einkaufen zu können. Da die übrigen Länder des europäischen Südoftens eine ganz ähnliche Wirtschaftsstruktur aufmelfen, weshalb eine Autarkiewirtschaft der Länder des Donauraums unter sich, wie sie die längst zu den Akten gelegten Pläne Tardieus und Hodzas oorsahen, ein Unding ist, ist Deutschland der naturgegebene Handelspartner.
Es ist über seine eigene landwirtschaftliche Erzeugung hinaus aufnahmefähig für bie Agrarprodukte bes Südostens, besonders wenn der Anbau sich dort auf den Bedarf Deutschlands an im eigenen Lande wenig oder gar nicht erzeugten Agrar- produkten einstellt, wie Baumwolle, Oelpflanzen, Flachs, Hanf und Sojabohnen. Es ist ferner bereit, Rohstoffe für industriellen Bedarf, vornehmlich Holz und Erze zu übernehmen und dafür Fertigwaren verschiedenster Art, besonders Maschinen, au liefern. Der deutsch-jugoslawische Handelsvertrag vom Jahre 1934 hat in seinen Auswirkungen gezeigt, daß dieser Güteraustausch naturgegeben und deshalb nützlich für beide Teile ist. 'Während Deutschlands Einfuhr aus Jugoslawien von 33,5 Millionen Mark im Jahre 1933 auf 75,1 Millionen Mark im Jahre 1936 sich steigerte und in den ersten, neun Monaten des Jahres 1937 bereits 89,9 Millionen Mark chetrug, steigerte sich die Ausfuhr Deutschlands nach Jugoslawien von 33,8 Millionen Mark im Jahre 1933 auf 77,1 Millionen Mark unb betrug in den ersten neun Monaten bes Jahres 1937 schon 94 Millionen Mark. Damit steht Deutschland jetzt an erster Stelle der Ein- und Ausfuhr Jugoslawiens, während 1933 noch Italien und Oesterreich vor ihm standen. Diese gewaltige Steigerung bes Warenaustausches, wobei die Hälfte der Einfuhr allein auf Nahrungsmittel entfiel, ist erfolgt trotz mancher Schwierigkeiten, die sich aus dem Verrechnungsverkehr ergaben, da der deutsche Markt infolge der Wirtschaftsbelebung sich zeitweise so auf- nahmesähia für jugoslawische Erzeugnisse erwies, daß Jugoslawien nicht immer imstande war, für die gleichen Beträge deutsche Jndustrieprodukte her- eim zu nehmen. Neuerliche Abmachungen schufen daher den erforderlichen Ausgleich im Warenverkehr durch Regulierung der deutschen Einfuhr nach Maßgabe der deutschen Ausfuhr.
Eine besondere Bedeutung bekommt Jugoslawien bei dem allgemeinen Hunger nach industriellen Rohstoffen durch seine B 0 d e n s ch ä tz e , die ja wie die der übrigen S üboststaaten mit Ausnahme des rumänischen Erdöls erst am Anfang ihrer Erschließung stehen. Von rund 30 Kupfererzvorkommen, die nach Angaben Koharys in der „Deutschen Zukunft" stellenweise einen Kupfergehalt bis zu 27 v. H. auf- weisen, wird zur Zett nur eines bei Bor im Mo- rawa-Bcmat ausgebeutet, trotzdem steht Jugosia-
Wie der „Reichsjugendpressedienst" meldet, plant die Reichsjugendführuna für die Monate Februar, März und April eine Reihe von Meisterkon- zerterz für die Hitler-Jugend, die von den bekanntesten deutschen Dirigenten unb Solisten gegeben werben. Als Auftakt findet am 3. Februar in Anwesenheit führender Persönlichkeiten aus dem politischen unb kulturellen Leben und unter der Leitung von Staatsrat Dr. Wilhelm Furtwängler in der Berliner Philharmonie das erste Meisterkonzert statt, das für die Berliner HI. bestimmt ist. Das Berliner Philharmonische Orchester spielt Werke von Gluck, Schubert, Richard Strauß unb Beethoven.
Gedenkstunde am Grade Wilhelm Buschs.
Am 30. Todestag Wilhelm Buschs waren viele Freunde bes Meisters in bas abgeschiedene Harz- borf Mechtshausen gekommen, wo der Künstler ein .eiches Leben beschlossen hatte. Bei einer Feier» tunbe an dem schlichten Grabmal sprach ber Bor« itzende ber Wilhelm-Busch-Gesellschaft zu Hannover Dr. Lampe Worte bankbaren Gedenkens. .„Jedem Deutschen ist", so sagte er, „Wilhelm Busch ein getreuer Freund geworden und den Ausländsdeutschen bedeute er Bindung an Kindheit, Familie und Heimat. Noch niemals vor ihm oder in ber Spanne der Generation nach seinem Tode hat es einen Menschen gegeben, der durch bie Doppelkunst bes Striches unb ber Strophe den Inbegriff deutschen Humors in einer ähnlich unverrückbaren Allgemein- gültigfeit festaehalten hat. Wilhelm Busch wird als der deutsche Herrscher im Reiche des Humors unb somit als einer der genialsten Vertreter unserer völkischen Eigenart Generationen überdauern und im Herzschlag seines Volkes fortteben."
Genf herlallfenden Gleises regeln muffe. Wenn diese Erkenntnis auch der Auffassung der tschechischen Regierung entspricht, könnte man einen erheblichen Fortschritt zur Auflockerung ber außenpolitischen Beziehungen der am Donauraum interessierten Länder feststellen. Der Kardinalpunkt bleibt bas Verhältnis der Mächte der Kleinen Entente zu Ungarn, zu dessen Niederhaltung die Kleine Entente sich ja einst zusammengefunden hat, bas jedoch inzwischen seine außenpolttische Stellung so gefestigt hat, baß bie ungarischen Sortierungen auf Wiedergutmachung bes ihm in Trianon angetanen Unrechts nicht gut mehr einfach überhört werben können.
Das hat auch bie soeben in Budapest beendete Konferenz ber Unterzeichnermächte ber römischen Protokolle, Italien, Oester- reich unb Ungarn, bewiesen. Die Erklärung der Konferenz sprach von der Notwendigkeit, die vollkommene Gleichberechtigung Ungarns hinsichtlich ber militärischen Wiederaufrüstung alsbalb zu verwirklichen, unb gab weiter ber Hoffnung Ausdruck, baß ein befriedigendes Ergebnis ber ungarifch- rumynischen Verhanblungen zur Befestigung des Friedens im Donauraum beitragen möge. In ber Tat ist bie Lage ber ungarischen Volksgruppe in Rumänien, bie mit anderthalb Millionen bie stärkste Minderheit im großrumänischen Staat ist, eine offene Wunde im Verhältnis ber beiben Nachdar- ' Völker, und bas minbefte, was Ungarn nach ber furchtbaren Amputation, die man mit bem Friedens- biftat von Trianon an ihm vollzogen hat, gerech- terweise" verlangen kann, ist bie Sicherung ber wirtschaftlichen Existenz und der kulturellen Selbstverwaltung seiner durch die Losreißung bes größten Teiles von Siebenbürgen zu Rumänien gekommenen Volksgenossen. Hier wirb man in Bukarest sich zu ganz bestimmten Entschlüssen durchringen müssen, wie überhaupt bie Minderheitenpolitik bes neuen rumänischen Kabinetts ein Prüfstein dafür sein wird, ob man gewillt ist, den Forderungen ber Zeit Rechnung zu tragen. Die Erklärung der Budapester Konferenz nimmt auch in den andern Punkten ganz eindeutig zu den aktuellen politischen Problemen Stellung, wie man es unter den gegebenen Umständen und unter der Beachtung ber Tatsache, daß Oesterreich unb Ungarn auch heute noch ganz anbere Rücksichten zu nehmen haben als die Großmächte Italien und Deutschland, überhaupt nur wünschen kann. Mag man bie österreichische und ungarische Erklärung über bie bevorstehende Anerkennung der Regie- rung Franco nehmen, oder die durchaus zustimmende Stellungnahme zu Sinn und Zweck des Antikominternpakts oder schließlich die Mahnung an bie Genfer Liga, daß eine „ideologische Gruppierung" in Gens Oesterreich und Ungarn zur Ueberprüfung ihrer Beziehungen zum Genfer Bund zwingen würde, in jedem Punkt tragen die Budapester Beschlüsse den- Geist ber Politik ber Achse Berlin—Rom in sich, zu der sie sich als zu einem „neuen und wichtigen Unterpfand" des Friedens und des Wiederaufbaus" ausdrücklich bekennen.
Wie sehr die Achse Berlin—Rom auch im Süb- osten als Element der Konsolidierung und Grundlage fruchtbarer Zusammenarbeit der Volker bei Achtung chrer natürlichen Interessen gewertet wird, dafür ist ein erneuter Beweis der Staatsbesuch, den' der jugoslawische Ministerpräsident Stoja- dinoistitsch heute der deutschen Reichshauptstadt abstattet. Unser Belgrader Korrespondent hat an dieser Stelle bereits ein eindrucksvolles Porträt dieses bedeutenden , ebenso ideenreichen wie modernen und im besten Sinne volkstümlichen Staatsmannes zu zeichnen unternommen, der, wie wir vorhin schon anbeuteten, in Ausführung des Testaments König Alexanders den neuen jugoslawischen Staat außenpolitisch auf seine eigenen Beine gestellt hat unb im Begriff ist, ihn auch wirtschaftlich aus । der Enge herauszuführen, in die ihn bie einseitige Linie ber Kleinen Entente gebrängt hatte. Jugoslawien ist fxotz der mannigfachen Bodenschätze, von
chenbesuch durch bie Eingliederung der evangelischen Jugend in die Hitler-Jugend in keiner Weise berührt werde. Nach wiederholten Aeußerungen des Reichsjugendführers fei jedem Angehörigen der Hitler-Jugend die Freiheit des Gottesbienft- besuches ohne weiteres gewährleistet Zuwiberlau- fenbe Aeußerungen untergeordneter Stellen widersprächen auch,bem Erlaß des Stellvertreters des Führers, der NSDAP vom 14. November 1935, wonach allen Organisationen der NSDAP, erneut und grundsätzlich jede Einmischung in die kirchlichen unb religiösen Angelegenheiten verboten worben sei. Von keiner maßgebenden Stelle des Staates oder der Partei fei bisher bas Recht ber Deutschen Evangelischen Kirche grundsätzlich in Frage gezogen worden, den regelmäßigen Gottesdienstbesuch als Voraussetzung zur Konfirmation zu betrachten.
Kleine politische Nachrichten.
Der Führer unb Reichskanzler empfing den auf ber Durchreise in Berlin anwesenben polnischen Außenminister Beck, der vom polnischen Botschafter in Berlin Lipski begleitet war, 3U einer längeren Unterhaltung, an ber auch Reichsminister des Auswärtigen Freiherr von Neurath teilnahm.
Berlin, 14. Jan. Die Deutsche Evange- ~ x - 7 »7 ° - - - ■ * ,
lifdje fiirdjentanglei stellt s-st, daß die Ver-1 f.'W'Wn um den Hals im Bett aufgesunden Em r. • j , . ß, ' . , .. - . . 1 Kinn tTin F nOrMtC tnr mnnronh nia H/ttnnyt nnnnvAH
Pflichtung ber Konfirmanden zu regelmäßigem Jtir
unter dem Hinweis auf ihre zahlenmäßige Stärke in ber Kammer für einen ihrer Vertreter das Ministerpräsidium in Anspruch genommen haben. Man glaubt nicht, daß bie sozialdemokratische Kammergruppe zu einer Teilnahme an einer zweiten Volksfrontregierung u.n t er radikalfozialer Führung geneigt fein werde. Man vermutet, daß die Sozialdemokraten sich damit begnügen würden, die kommende Regierung mit ihren Stimmen im Parlament zu unterstützen, vorausgesetzt, daß bas Programm dieser Regierung den „Richtlinien bes Volksfrontprogramms entspreche". Wenn sich Bonnet ber sozialbemokra- tischen Mitarbeit innerhalb der Regierung selbst beraubt sehen sollte, so werde er bas radikal- soziale Element in ber Regierung noch mehr stärken.
In den Blättern kommt am Samstagmorgen fast allgemein eine gewisse Ratlosigkeit zum Ausdruck, nirgends zeigt sich eine über- zeugende Sicherheit in den Boraussagen. Die Möglichkeiten einer neuen Regierung auf parlamentarischer Grundlage zeichnen sich fürs erste nach drei Richtungen hin ab: 1. ein Kabinett der sogenannten Rationalen Union mit einer Berlagerung des Schwergewichtes nach der Mitte, 2. eine Erneuerung der Regierungskoalition der Bolksfront und 3. eine Minderheitsregierung mit wechselnder Mehrheit in der Kammer.
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