Einzelbild herunterladen

Aus -er engeren Heimat

1

*

Aus den Gießener Gerichisfälen

Die römische Grenzwehr, insbesondere in Seifen

Kreisgeflügelsckau in Krofdorf-Gleiberg

insbesondere in

in Wiesbaden,

Die römische Grenze

eicht auch Groß-Gerau.

ganz der Romanisierung des Westens zuwenden zu

können; er schätzte dessen Wert für die Erhaltung der heute noch im Gelände manchmal gut sichtbaren j und 11. Dezember im Saale von Moos sich die Ver­des Römisches Reiches und des italischen Elemen- Ueberreste des römischen Grenzwalles (Pfahlgra- anstaltung reibungslos abwickelte.

tes höher ein als den des Ostens. Durch die Feld­

sein ursprünglicher Plan war, bis xur Elbe vor- j Gegend südlich Stuttgart wenden, und von hier toßen und so die Verbindung Basel-Wien durch (im wesentlichen östlich gerichtet nach Gunzenha

f

westlich Zürich. Die Verteidigung an der Donau

(D Krofdorf-Gleiberg, 12. Dez. Hier fin­det die Geflügelzucht seit Jahrzehnten aufmerksame

lich richtiae Fütterung, alles Punkte, die sich bei autem Willen leicht abstellen lassen. Anerkannte Wirtschaftsrassen sind Weiße Leahorn, Rebbubn- sarbige Italiener, Rote Rhodeländer und Weiße Wyandotten. Wenn Hennen weniger als 100 Eier im Jahre legen, ist ihre Haltung unwirtschaftlich. Diese und vielfach stark überaltete Tiere müssen nach und nach durch solche aus Leistungszuchten er­setzt werden. Helle, luftige Ställe sollen 1 Quadrat­meter Bodensläckie für 3 Hübner enthalten, ein Legenest auf 4 bis 5 Hennen, einen laufenden Me°

lasten werden, da sie mit den Germanen verfeindet waren.

zustoßen und so die Verbindung BafelWie die kürzere Verbindung ElbePragWien zu er­setzen. Gerade als Augustus dem inzwischen in Böh­men und an der mittleren Elbe herangewachsenen

Reich des Markomannen Marbod ein Ende machen wollte, vereitelte der Aufstand in Dalmatien und

durch Kofler, Anthes, Soldan, Georg Wolff und den letzten Leiter der 1892 gegründeten Reichs- Limes-KommiPon. Ernst Fabricius, einen beson­ders großen Anteil an der Limesforschung gehabt. Durch die Relchs-Limes-Kommission sind vor allem

ter Sitzstanaen für 5 bis 6 Tiere. Einseitige Körner- fütterung sei nicht nur unangebracht wegen des knappen und teuren Körnerfutters, sondern auch wegen eintretender Verfettung der Tiere und Ver­minderung der Eiablage. Im stärksten Maße kön­nen Haushaltsabfälle verfüttert werden. Jeder Ge­flügelhalter kann sich ausgeprobter Futtermetboden bedienen.

Den Ausführungen des Redners folgten Mittei­lungen des Vorsitzenden der Kreisfachgruppe über Förderung der Geflügelzucht durch die Reichsregie­rung. Danach gibt das Reich bei Stallneu- und -umbauten Zuschüsse von 1,50 bis 3, Mark pro

Die äußerste römische Grenze ist erst unter dein Kaiser Antonius Pius befestigt worden (um 155). Schon 162 beantworteten in unserem Gebiet die Chatten dies etneuts Dorschieben der römischen Grenze durch Zerstörung der Mainkastelle, 234 wurde der Llmes von den Alamannen überrannt, und um das Jahr 260 war das ganze Limes-Gebiet bis zum Rhein und Donau in den Händen der Germanen. Die Römer sind danach wieder und in verstärktem Maße zu dem militärisch vorteilhafteren System der Tiefstaffelung der Befestigungen über­gegangen. An Stelle der alten Kastelle, die nicht mehr sind als ummauerte Kasernen, traten kleinere, aber stärker befestigte Kastelle mit drei Meter dicken und mehr als sechs Meter hohen Mauern und vor­springenden Türmen, die mit den Angriffsistitteln der damaligen Zeit kaum erobert werden konnten. Vielfach als Brückenköpfe angelegt (z. B. in Wies­baden und Altrip bei Mannheims, verkörperten sie unter Julian und Valentinion die offensive Defen­sive. Die innere Schwäche des römischen Reichs und die ungebrochene Kraft der Germanen hat auch dies letzte Derteidigungssyftem noch 430 zu Fall gebracht.

Am Schluß des von der großen Hörerschaft mit Aufmerksamkeit verfolgten Vortrages dankte der Vorsitzende Dr. Glöckner dem Redner.

tlNle, in oayern venegie er IDgar uut» | rine Lueicjium/e ti-tumieiuny jicuiuiii» uci

lager von Augsburg nach Dindonissa an der Aar, \ Frühgeschichte unseres Gebietes, auch der rein ger- westlich Zürich. Die Verteidigung an der Donau, manischen, ergeben.

konnte den Milizen der eroberten Gebiete über« i Die römische Grenze östlich des Rheins und nörd-

Erneut.offensiv wurde in Germanien erst wieder Ealigula (3940 n. Ehr.). Seine großen Feldzüge, über die sich die Opposition lustig machte, haben aber nur zur Anlage eines Brückenkopfes gegen»

Deshalb ist es dringend notwendig, daß sich jeder Handwerker, der von den Uebergangsbestim- mungen betroffen wird, klar darüber wird, was er zu tun oder zu lasten hat. Der Gesetzgeber hat dem Handwerk bei Erlaß des Gesetzes über den vorläufigen Aufbau des deutschen Handwerks fünf Fahre als Uebergangszeit gegeben. Wer nunmehr diese Zeit nicht ausnutzt, hat sich die Folgen nach Ablauf des fünften Jahres selbst zuzuschrewen.

Wir hoben die Dinge klar herausgestellt, um die Handwerker vor Enttäuschungen und die Hand- werksführung vor ungerechtfertigten Vorwürfen zu bewahren.

Keiner der hiervon Betroffenen soll später mit Recht sagen können, daß er von der ihm drohenden Geschäftsschließung nichts gewußt hätte aber daß er nicht hätte annehmen können, es wäre mit der Geschäftsschließung Ernst gewesen.

Pflege. Wie vor fünf Jahren, übertrug man dieses Jahr dem hiesigen rührigen Geflügelzuchtverein die

trag Gesagte bestens unterstrich.

Nachmittag tagte die K r e i s f a ch g r u p p e, in der der Vorsitzende Ehr. Steiß u. a. zum Besuch der Ausstellung der Landesfachgruppe In Frankfurt nm Mein am kommenden Sonntag aufforderte. Während hier 5300 Tiere zu besichtigen sind, ver- einiat vom 6. bis 8. Januar 1939 die Reichs-Klein- tier-Ausstellung in Leipzig über 2000, dazu eine Ausstellung von Kaninchen und Bienenvölkern.

Die Eraebnifse.

Abt. 1: Stämme: 1,2 Wyandotten, weiß, Friedr. Klinke! lLaunsbackO sq Ebrenvreis der Landes bauernfchaft; 1, 2 Rhodeländer L. Zecher (Wißmar)

manischen Heere führte, die Kastelle am Rhein und Vorsitzende des Ortsvereins und Ausstellungsleiter Donau verstärkt. s Gottfried Haßler hatte mit seinen Helfern die

Diese Ergebnisse hat man erst nach Erforschung nötigen Vorbereitungen getroffen, so daß am 10.

Quadratmeter Stallbodenfläche. Desgleichen sind Beihilfen vorgesehen bei der Beschaffung auten Tiermaterials, sowie bei Anschaffung künstlicher Glucken. Der Vorsitzende des Ortsvereins Häßler

Keine Fristverlängerung für die Pflicht-Meisterprüfung bis Ende 1939

bens) und der rätischen Mauer (Teufelsmauer) ge= | Der Auftakt am Samstagabend erhielt eine be­mannen, die etwa 550 Kilometer weit vom Neu-| sondere Note durch die Anwesenheit des Vorsitzen- wieder Becker über den Taunus, die Wetterau um- den der Landesfachgruppe. Ackermann (Svrend- fchließend, an den Main bei Seligenstadt ziehen, fingen), den, wie andere Gaste, der Vorsitzende der

Der Vertreter für alte Geschichte an unserer Uni­versität, Professor Stade, sprach am gestrigen zweiten Vortragsabend des Oberhefsifchen Geschichtsvereins nach einer kurzen Einlei­tung des Vorsitzenden über das ThemaD i e römische Grenzwehr in D eutschland.

Pannonien (6 bis 9 n. Ehr.) dieses Ziel und zwang das vom Bürgerkrieg erschöpfte Römische Reich zur Anspannung der letzten Kräfte. Der darauf folgende Verlust von drei Legionen ietwa ein Achtel des Heeres) im Teutoburger Wald, traf den Kaiser um so schwerer. Lager und Kastelle waren für die Ope­rationen des Drusus bis an Rhein und Donau vor­geschoben worden, die für lange Zeit die Grenze blieben, weil es Germanicus infolge der genialen

gemeinde einen Lichtbildervortrag über das Sudeten- land. Nach einem Ueberblick über die Geschichte Böh­mens von den Tagen der Bojer bis zur Gegenwart zeigte er in zahlreichen Lichtbildern das von dem Gebirgswall der Sudeten eingehegte Grenzland. Ins- besondere fanden die Bilder der weltberühmten böh­mischen Badestädte das Interesse der Zuhörer sowie die hervorragend schönen Landschaften. Die zahl- reiche Versammlung, zu der auch Nichtmitglieder der Partei willkommen waren, nahm die Ausführungen des Redners mit Dank entgegen. Bei der am Samstag abgehaltenen Treibjagd wurde nur die Feldmark vorgenommen. Es wurden 72 Hasen zur Strecke gebracht. Wenn dieses Ergebnis sich auch nicht mit den Erfolgen der Vorkriegszeit vergleichen läßt, fo konnte doch festgestellt werden, daß der Bestand an Hasen sich in den letzten Jahren merklich gehoben hat. Bemerkenswert ist die Tatsache, daß unsere Jagd seit etwa 1848 zum größten Teil von ortsansässigen bäuerlichen Jägern ausgeübt worden ist, nachdem vorher das Jagdrecht, wenigstens in unserem Walde, der Standesherrschaft Solms-Braunfels zu eigen ge­wesen war.

* Beltershain, 13. Dez. Am Sonntag fand auf dem Schießstand in Beltershain ein Ehren- nadelschießen für die Kriegerkameradschaften von Beltershain, Reinhardshain, Lumda und Stan­genrod statt. Unter Aufsicht des Kreisschießwartes Hanf stellten alle Kameraden unter Beweis daß sie der wichtigen Aufgabe im NS.-Reichskrieger- bunb, dem Schießen, gerecht wurden. Es schossen: die silberne Ehrennadel: Wilhelm Magel (65 Jahre) mit 128 Ringen, Hch. QuecfbÖmer mit 130 Ringen, Wilhelm Römer 141 Ringe, Georg Will 148 Ringe unb Kam. Otto Hoffmann die bronzene mit 115 Ringen.

Kreis Alsfeld

Gontershausen, 12. Dez. In unserem Orte ist ein schönes Beispiel der Volksgemeinschaft zu verzeichnen. Für Bürgermeister Konrad Lin­ke i von Haarhausen, dem im Sommer dieses Jahres die Scheune abbrannte, wurden 5 Zentner Frucht, 12 bis 15 Zentner Heu und 15 bis 20 Zentner Stroh gesammelt.

. Homberg, 12. Dez. Der von Büßfeld stammende Arbeiter Hermann H a s e n p f l u g ver­unglückte in einem hiesigen Sägewerk. Er wollte mit einem Wendehaken einen schweren Stamm drehen, rutschte aber damit ab und kam zu Fall. Hasenpflug geriet dabei mit dem linken Bein unter den rollenden Stamm und erlittt einen Knöchel­bruch. Der Verunglückte wurde in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht.

Kreis Wetzlar.

Odenhausen, 13. Dez. Am Sonntag veranstaltete der hiesige Turn- und Gesang- verein einen Theaterabend. Nach Begrüßungs­worten des stellvertretenden Vorsitzenden wurde das TrauerspielDer Erbförster" von Otto Ludwig auf­geführt. Sämtliche Darsteller gaben ihr Bestes. Das Stück, das am Weihnachtsfest nochmals aufgeführt werden soll, hinterließ einen nachhaltigen Eindruck. Um die Einstudierung hat sich Lehrer Schneider vor hier verdient gemacht.

Frankfurt a. M., das er mit der Unterschrift zweier Gießener Frauen unterzeichnete, ohne von diesen beauftragt gewesen zu fein. Da das Schreiben eine beweiserhebliche Privaturkunde darstellte und auch die übrigen Erfordernisse des § 267 StGB, vorlagen, war der Angeklagte wegen' Urkunden­fälschung zu bestrafen. Er erhielt eine Gefäng- nisftrafe von drei Wochen.

Wegen Unterschlagung und Betrugs in vier Fällen und wegen versuchter schwerer Urkunden­fälschung erschien anschließend der H. K. aus Frank­furt a. M. Der Vertreter der Anklage hielt K. im Sinne der Anklage für überführt und beantragte eine Gefängnisstrafe von einem Jahre und zwei Mona­ten. Das Gericht üerurteilte den Angeklagten unter Anrechnung von 5 Wochen und zwei Tagen Unter­suchungshaft zu einer Gefamtgefängnis- strafe von sieben Monaten.

Amtsgericht Gießen.

Der W. M. aus Klein-Linden hatte einen Straf­befehl wegen Uebertretuna der Reichsstraßenver­kehrszulassungsordnung erhalten. Das Schlußlicht seines Wagens funktionierte nicht, und die Fuß­bremse Zeigte nicht die nötige Bremswirkung. Er erhielt einen Strafbefehl in Höhe von 5 Mark und 10 Mark. Gegen diesen Strafbefehl legte er recht­zeitig Einspruch ein. In der gestrigen Hauptver­handlung bestätigten die Beamten der motorisierten Straßenpolizei ihre früheren Feststellungen. Der Angeklagte konnte aber nachweisen, daß er am Morgen des fraglichen Tages das Schlußlicht ge­prüft hatte. Insofern wurde der Angeklagte freige­sprochen Im übrigen wurde der Strafbefehl wegen des ordnungswidrigen Zustandes der' Bremse von 10 Mark auf 15 Mark erhöht. Weiterhin hat der Angeklagte die Kosten des Verfahrens zu tragen.

personenzug

überfährt Personenauto bei Mücke.

Am heutigen Wiitwoch gegen 7.15 Uhr ereignete sich auf dem schrankenlosen Schienen- übergaug der Strecke Mücke Laubach bei dem Dorfe Flensungen und Station Mücke ein schwerer Verkehrsunfall. An dieser Stelle, die infolge fchlechter Uebersichtsverhältnisse schon mehrfach Schau­platz von Unglücks fällen gewesen ist, üb er fuhr der um 7.10 Uhr von Mücke in Richtung Laubach ab­fahrende personenzug ein mit drei Per­sonen besetztes Personenauto aus dem Westerwald. Insassen des Autos waren Willi und Heinrich Werkensen aus Betterfen (Wester­wald), und Christian Müller aus Heuberg bei Westerburg. Willi Werkensen (der Vater) wurde schwer verletzt, sein Sohn Heinrich Werkensen, der das Auto lenkte, trug ebenfalls er­hebliche Verlehuna-n davon, während der Mit­fahrer Christian Müller leichtere Verletzungen erlitt. Das Sanitäksauto der Sanitätsbereitschaft Gießen wurde zur Hilfeleistung herbeigerufen, das die Verletzten nach Gießen in die Klinik überführte. Die polizeilichen Ermittlungen durch die Kriminal­polizei Gießen wurden sofort aufgenommen.

Landkreis Gießen.

4 Mainzlar, 12. Dez. Die Gaufilmstelle der NSDAP, brachte im Saalbau Müller den Tonfilm Urlaub auf Ehrenwort" zur Vorführung. Die Vor­führung war von den Betriebsgemeinschaften Rinn 8- Cloos (Daubrlngen und Staufenberg) und der Didierwerke sehr gut besucht.

5 Steinbach, 14. Dez. Am heutigen Mittwoch kann Frau Katharina Elisabetha Balser, geb. Roch, Ehefrau des Johs. Balser L, in verhältnis­mäßig guter Gesundheit ihren 81. Geburtstag feiern. Das Fest der goldenen Hochzeit konnten die Eheleute Balser schon 1931 feiern. Unsere herzlichen Glückwünsche zum Geburtstage.

U Leihgestern, 12. pez. Der hiesige Ob st­und Gartenbauverein hielt dieser Tage seine ordentliche Hauptversammlung im Lokale Dem ab. Der Vorsitzende, Landwirt Eugen Vel­ten, gab einen Ueberblick über die Tätigkeit im abgelaufenen Jahre und zeigte die Schwierigkeiten auf, die der in diesem Jahre bei der Durchführung der Obstbaumspritzung durch Fehlen geeigneter Ar­beitskräfte entstanden. Die Jahresrechnung schloß mit 871,12 Mark in Einnahme und 721,90 Mark in Ausgabe ab, fo daß einschließlich eines Gut­habens von 8,15 Mark ein Kassenbestand von 157.37 Mark vorhanden ist. Die Versammlung beschloß, hiervon 50 Mark als Reservefonds verzinslich an­zulegen. Eine rege Aussprache löste die Schädlings­bekämpfung aus. Eine Verlosung von Obstbäumen, Sträuchern und Gartengeräten beschloß die Ver­sammlung.

csd Langsdorf, 13. Dez. Im Rahmen eines Zellenabends derNSDAP. hielt Schulver- walter Fritz S ch m e e l (Gießen) feiner Heimat-

betroffen werden, erneut schriftlich aufgefordert, sich zu der Meisterprüfung anzumelden. Diesem Rufe |nw bis jetzt im Verhältnis nur wenige gefolgt. jyrDB ist die Zahl derjenigen, die noch abseits stehen.

Allen Handwerkern, die sich bis jetzt der Anmel- vung zur Meisterprüfung entzogen haben bzw. sich zur Anmeldung noch nicht entschließen konnten, sei folgendes gesagt:

Es ist Ehrenpflicht für jeden Handwerker, die Meisterprüfung abzuleaen, da er hierdurch den Be- Migunasnachweis erbringt, Betriebsführer auf Grund der Dritten Verordnung zu sein.

Der Gesetzgeber (Reichswirtschaftsminister) denkt nicht daran, eine Fristverlängerung über den 31. Dezember 1939 hinaus vorzunehmen.

Allen Handwerkern, die unter die Übergangs­bestimmungen fallen und den Befcchigungsnachweis bis zum 31. Dezember 1939 nicht erbracht haben, wird die weitere Ausübung des selbständigen Hand­werks untersagt. Sie werden also nicht damit rech­nen können, daß man um ihrer Existenz willen Rücksicht übt, da sie diese ja dann als Facharbeiter finden werden.

lief) der Doftau geht danach im wesentlichen auf die Politik des Kaisers Vespasian zurück, der nach den Erfahrungen des Bataoer-Aufstandes eine kürzere Verbindung StraßburgRottweil am Neckarobere Donau bei Tuttlingen sicherte, und dessen Söhne weiter über Donau und Rhein vorstießen. Jnsbe- sondere hat Domitian durch den Feldzug des Jahres 33 dis Ringwälle der Chatten im Taunus und Vogelsberg (Glauberg) zerstört und die fruchtbare Wetterau als Verpflegungsbasis und Etappenstraße gesichert. Wetterau und Neckarland verband er durch den Limes im Odenwald. In seiner Zeit besteht der Limes nur aus Kastellen und Türmen, die an über­sichtlichen Stelle fo angelegt sind, daß sie in Signal­oerbindung miteinander treten können.

Während Domitian die Kastelle tief staffelt, hat Kaiser Hadrian, der bewußt auf weitere Angriffe verzichtete, die Besatzungen näher an die Grenze heranaeschoben und den Verkehr durch die Anlage einer Palisade an wenigen Durchgängen kontrolliert. Wall und Graben, die heute den Verlauf der letzten Grenze noch sichtbar in unseren Wäldern anzeigen, sind sogar erst unter Commodus (nach 180) ober wahrscheinlich sogar erst unter Caracalla gegen die Alamannen angelegt worden, die damals (um 212) am Main erschienen und durch ihre Reiterei beson­ders gefährlich waren.

Große Strafkammer Gießen.

Wegen Sittlichkeitsverbrechens (§ 176 Absatz 1 Ziffer 3) und Beleidigung hatte sich der A. Sch. aus Rabertshausen vor der Greoßen Strafkammer zu verantworten. Er erhielt eine Gefängnis­strafe von 7 Monaten. 27 Tage der Unter­suchungshaft wurden ihm auf die Strafe ange­rechnet.

Bezirlsschöffengerichl Gießen.

Ein sehr unerfreuliches Bild entrollte sich in der Verhandlung gegen den I. K. IX. aus Großen-Linden. Der 74jährige Angeklagte schrieb vor einiger Zeit einen Brief an die Gauleitung. In diesem Schreiben beschwerte er sich in höchst unsachlicher Weise über den Bürgermeister von Großen-Linden. Das Straf­verfahren gegen den Angeklagten wegen seiner un­erhörten Anwürfe wurde damals auf Grund des Straffreiheitsgesetzes eingestellt. Der Angeklagte zog daraus keine Lehre, sondern nahm in einem neuer­lichen Schreiben vom 24. Juni 1938 an die Kreis- leitung auf seinen ersten Brief Bezua. Nun hatte sich der K. wegen Beleidigung und übler Nachrede vor dem Bezirksschöffengericht zu verantworten. Die Hauptverhandlung ergab in allen Punkten die vollste Unrichtigkeit der gegen den Bürgermeister in verantwortungsloser Weise vorgebrachten Be­hauptungen. Das Gericht verurteilte den Ange- ' klagten zu einer Geldstrafe von 300 Mark. In der Urteilsbegründung wies der Vorsitzende darauf hin, daß man nur wegen des hohen Alters des Angeklagten von einer Freiheitsstrafe für fein unerhörtes Benehmen abgesehen habe.

Wegen einfacher Urkundenfälschung hatte sich der W. N. aus Gießen zu verantworten. Der Ange­klagte richtete.ein Schreiben an eine Dienststelle in

Von der Kreishandwerkerschaft Gießen wird uns geschrieben:

Die Dritte Verordnung zum Gesetz über den Dorlaungen Ausbau des deutschen Handwerks vom 18. Januar 1935 befaßt sich ntii allen Handwerkern, me sich nach Erlaß des Gesetzes selbständig machen wollen. Hier ist aesaat, daß nunmehr nur noch derjenige Handwerker sich selbständig machen kann, der die Voraussetzungen des z 3, Absatz I, erfüllt, b. h. die Meisterprü.ung abgelegt hat.

Für diejenigen Handwerker, die bei Erlaß des Ge­setzes bereits selbständig waren, hat der Gesetzgeber, um keine Härten entstehen zu lassen, im 4. Abschnitt der Dritten Verordnung Uebergangsbeftimmungen erlassen. Diese lauten in § 20, Absatz I:

Natürliche Personen, die vor dem 1. Januar 1932 in die Handwerksrolle eingetragen sind, bleiben eingetragen, auch wenn sie den Voraussetzungen des § 3, Absatz I, nicht entsprechen.

Absatz II: Natürliche Personen, die nach dem 31. Dezember 1931 in die Handwerksrolle ein­getragen sind und die Voraussetzungen nicht er­füllen, bleiben eingetragen, sofern sie vor dem 1. Januar 1900 geboren sind ober bis zum 31. De­zember 1939 den Nachweis erbringen, daß sie den Voraussetzungen des § 3, Absatz I, nunmehr ge- nugen.

Hiermit ist in wenigen Zügen klar herausgestellt, was der Gesetzgeber mit der Dritten Verordnung erreichen will: nämlich eine reinliche Scheidung innerhalb des Handwerks. Es darf im deutschen Handwerk in Zukunft keinen Betriebssichrer mehr geben, der nicht den Befähigungsnachweis ange- treten hat.

An alle Handwerker, die auf Grund der lieber« gangsbeftimmungen bis zum 31. Dezember 1939 ihre Meisterprüfung oblegen müssen, ergeht erneut die dringende Mahnung, sich diesem Rufe nicht zu entziehen, damit chneli spätere Unannehmlichkeiten ersvart bleiben.

Die Hessische Handwerkskammer Darmstadt hat vor wenigen Tagen alle Handwerker, die hiervon

Feldherrnbegabung des Arminius mißlungen war, die Pläne feines Vaters Drusus zu verwirklichen. Auf dem Burgberg von Friedberg hat man in den letzten Jahren Reste der Lager des Drusus und Germanicus gefunden, also wohl das bei Tacitus , ,

erwähnteKastell auf dem Berge Taunus". Tibe- _ die zunächst schon bekannten Anlagen in ihrem Ver- rius zog es vor, die Germanen ihrer Uneinigkeit zu 'lauf weiter verfolgt und teilweise untersucht worden, überlassen? Er stützte sich auf die Rhein- und Donau- Es haben sich daraus aber historische Fragen und linie, ja in Bayern verlegte er sogar das Legions- eine wesentliche Erweiterung unserer Kenntnis der

Züge feiner Stiefsöhne Drusus und Tiberius stellte er die Verbindung zwischen Gallien, Oberitalien und dem wirtschaftlich wichtigen Osten her. Die uh um «um uci \yciiycnnuui (jicyt-n, miyen/, mm, wie unuere <sune, uer xjorupenoe uer

Feldzüge des Drusus in Germanien zeigen, daß danach sich südlich durch den Odenwald bis in die Kreisfachgruppe Ehr. Steiß lGleibera^'begrüßte,

es fein ursprünglicher Plan war, bis zur Elbe vor-, Gegend südlich Stuttgart wenden, und von hier aus Letzterer wies bann im besonderen auf den gegen«

wesentlichen östlich gerichtet nach Gunzenhausen roärtigen Stand her deutschen Gsflügelzucbtsichtunq___...... x,wl|iguiut

in Bayern und nach Kehlheim a. d. Donau ziehen, s hin und skizzierte die noch abzustellenben Mängel^ schloß mit Dankesworten den Abenb.

Die Donau bildet bann wie der Nieberrhein bie , hie vorerst im Eiermarkt die Unabhängigkeit üom | Die Schau mit 200 Nummern aus Kreisorten

weitere Grenze in Deutschland, nur in der Gegend Ausland noch nicht zulassen. Wie diese Mänael zu kann nach dem Urteil der Fachleute als vorzüglich

von Wien sind zeitweise Kastelle nördlich bes i beheben sinb, führte bann in einem interpssanten angesehen werden. Als Preisrichter fungierten K

Stromes angelegt worben. Vortrag, veranschaulicht burch zahlreiche Beisviele Philipp IV. (Steinberg) und Hrch. Jäger

Die noch sichtbaren Ueberreste haben zu allen aus der Praxis, der Vorsitzende der Landesfach- (OberhöraernV Sie konnten ausrirhnen: 73 Num-

^steü?^Pyantasie unseres Volkes leblwst befchäf-j gruppe Ackermann aus. 80 Millionen Lege- mern mit Sehr gut 1, 20 mit Sehr gut 2, 4 mit

bennen in Deutschland erzeugen jährlich etwa 7,2 Sehr gut 3 und 15 mit Sehr gut: batu kamen 16

Milliarden Gier. Wir benötigen aber 11 Milliarden., Ehrenpreise und 16 Zuschlagsehrenpreise. Zahlreiche Um die jetzige jährliche Durchschnittszahl von 90 einheimische und auswärtige Besucher besichtigten Eiern pro Henne auf 140 zu erhöhen, müßten alle die Ausstellung und die mit ihr verbundene Lehr- Geflügelhaltungen für einen durchschlagenden Er- j s ch a u, die in anschaulichen bunten Bildtafeln, folg vier Hauptooraussetzungen erfüllen: nämlich Stall- und Fütterungsmvdellen usw. das im 23ot- sorgfältige Auswahl des Tiermaterials und dessen Pflege, einroonbfreie Untertunffsräume und schließ-

tigt. Die Perioden der Erstarkung unseres National- aefühles waren der Erforschung des Limes immer besonders günstig. Seit der Mitarbeiter des dafür i interessierten Grafen Franz von Erbach, Johann Friedrich Knapp, seineRömische Denkmäler des Dbenroalbes" veröffentlichte (1813), haben hessische Forscher durch den Friedberger Philipp Dieffenbad),

H ess e n". über Mainz geführt mit Kastellen

in Deutschland geht in letz- Hofheim, vielleicht auch Groß-Gerau.

ter Linie auf bie Politik bes Kaisers Augustus zu- Kaiser Claubius hat vor seinem Felbzug nach

ruck. Entgegen den Erwartungen feiner Anhänger England, den er hauptsächlich mit Truppen ber ger- Durchführung der Kreis-Geflügelschau. Der hat er nach dem Sieg über Antonius und Cleopatra~ - - - -

bewußt auf Pläne im' Orient verzichtet, um sich