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ein guter Schutz gegen die strenge Win-

genmtterte rzanokarte

I von der nächsten Fahrt.

Rudolf Jacobs.

AS.-Mnterkampfspiele 1939 in der Ostmark

Um den Wanderpreis des Führers.

der ff,

Sport der Wehrmacht im Jahre 1939

SpreckHilndi'n hc

nn.

kerzen zu Tiere sind terkätte.

lieber den Wanderpreis des Führers wird im Patrouillenlauf der Klasse A ent­schieden, der nur den Angehörigen der SA., ff und des NSKK. Vorbehalten ist. Die bisherigen Sieger waren SA.-Gruppe Hochland im Jahre 1936, ff-Oberabschnitt Süd 1937 und abermals die

11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnach- mittag geschlossen.

ein Schneesturm losbricht! Dann gilt es, unaufhör­lich die ermüdenden Tiere anzutreiben, denn im Umkreis von vielen hundert Quadratkilometern gibt es oft keine einzige Hütte, in der der Reisende Zu­flucht fände. Oft werden Menschen auf dem Gang zum nahen Vorratsschuppen vom Schneesturm über­rascht. Sie irren stundenlang umher, finden den Weg nicht zurück und bleiben verschollen. Erst im Frühjahr, wenn die hohe Eisdecke schmilzt, findet man ihre Leichen sehr oft nur wenige Schritte von der rettenden Behausung entfernt.

Der Schneesturm rast.

Kurz vor dem Ziel sollte ich ebenfalls noch die Schrecken des Polarwinters kennenlernen. Wir hat­ten die schützenden Wälder verlassen. Die Renntiere quälten sich über die weite, flache Tundra. Grauen­haft öde und faszinierend zugleich wirkte die weiße, todesstarre Wüste. Das SchneeMeer schien unendlich zu sein. Als ich einmal den Pulk verließ, versank ich bis an die Brust in der flaumigen Masse. Rur die Renntiere konnten mit ihren tellerbreiten, weit­gespreizten Hufen über die grundloses Schneewehen hinwegkommen. Doch als sich ihnen ein beißend kal­ter Sturmwind entgegenwarf, wurden auch ihre Be­wegungen immer matter. Auf einmal begann es in der schneeerfüllten Luft zu heulen und zu jammern. Nadelspitze Eiskristalle sausten uns wie tausend schmerzende Pfeile ins Gesicht. Ein Schneesturm be­gann über die Tundra zu rasen!

Nur mühsam kamen wir gegen die wirbelnden Schneewolken an. Mir war, als säße ich völlig nackt im Schlitten, denn auch der dicke Renntierpelz schützte kaum noch vor dem eisigen Sturmwind. Die ganze Umgebung hatte sich in eine bleigraue, frost­klirrende Hölle verwandelt. Zeitweilig konnte ich kaum das schnaufende Renntier vor der Pulkspitze sehen. Mit klammen Händen hatte ich das Leitseil um den Arm gewickelt, um die Verbindung nicht zu verlieren. Ermüdend wirkte das böswillige Fauchen des Sturmes, und auf einmal schien alles um mich herum in weiche, wogende Wolken zu versinken ...

Da wurde ich jäh in die Höhe gerüttelt Vor mir stand die pelzvermummte Gestalt meines lappischen Führers. Dieser abgehärtete Nomadensohn gehörte nicht zu den Menschen, die sich in einem Schneesturm zu Tode schlafen. Unaufhörlich trieb er die Renn­tiere zu neuen Kraftanstrengungen an, bis uns der schützende Wald wieder aufnahm und ein kleines Blockhaus, un{er Reiseziel, erreicht war.

Die Bewohner, einfache Fischerlappen, empfingen uns mit gewohnter Gastlichkeit. Leise unterhielten

gastfrei mit Kaffee und Renntierfleisch bewirtet. Solch ein Renntierschinken hat einen eigenartigen Geschmack. Er erinnert stark an Kaugummi. Beißt man in die dicken Fettschichten, glaubt man Talg­kauen. Die natürlichen Fettpolster der

sie sich mit dem Schlittenführer und richteten aus ein paar Renntierfellen unser Lager her. Wohlge­borgen saßen wir hinter den festen Wänden und wärmten die Hände am prasselnden Kaminfeuer. Draußen fauchte noch immer der Schneesturm. Aber es hörte niemand mehr hin, der weiße Tod war längst vergessen. Wir blickten tatendurstig auf die zerknitterte Landkarte und sprachen schon wieder

3m Renntierschliiten durch Lappland

Abenteuerliche Fahrt durch Schneesturm und Polarnacht.

Kinderbücher.

Hans Fallad « : Geschichten aus der Murkelei. Mit Bildern von Melitta Patz. 188 Seiten. Pappband 4,80 RM. Rowohlt Verlag, Ber- lin. (533) Hans Fallada, der sonst nur Bücher jür große Leute schreibt, hat diese Geschichten zuerst seinen Kindern erzählt, dem Uli und der kleinen Mücke,damit das ejfen, besser rutschte und nicht so langweilig mar". Weil die Geschichten aber bei jedem neuen Erzählen anders wurden und den beiden Kin­dern das nicht gefiel, wurden sie vom Vater auf­geschrieben, auf der Schreibmaschine abgetippt und zuletzt entstand ein richtiges Buch daraus mit bunten Bildern:Da habt Jhr's!", sagte der Vater. Und was seinen Kindern gefiel, werden andere Kin­der vielleicht auch gern hören; es sind die verschie­densten Geschichten, schöne und gruselige, traumhafte und lehrreiche, vom Nuschelpeter und vom getreuen Igel, vom Brüderchen, vom verkehrten Tag, vom unheimlichen Besuch und manche andere. Für kleine Leute, so etwa von fünf Jahren an. hth.

r 77 0 1 f 9 a n g Lo e f f: Männer, die Ge-

ch i ch t e m a ch t e n. Mit sechs Bildtafeln und Kar­en. Ganzleinen 4,80 Mark. K. Thienemanns Ver- Ia?- .Stuttgart.(492) - In diesem Volksbuch gestaltet Wolfgang Loeff mit Frische und Schwung em Geschichtsbild, das jedem Leser die Möglichkeit gibt, Die Vergangenheit zu verarbeiten, um'sie auf die Gegenwart anzuwenden. Bismarck, Moltke Krupp, der Waffenschmied Deutschlands, Admiral Scheer, Hindenburg erstehen vor uns in plastischen Bildern. 1 '

Schimm bleibt Schimm. Von Irmgard qX yßÄbC.L9\iS & mit Zeichnungen von Sötte W-Unitz 1938. Srancfb'fdje Serlaqsftonb- luny, Stuttgart. Leinen 2,80 Mark (347) __ Schimm ist ein liebes kleines Mädel. Aber sie kann nicht artig sein. Sie meint es nicht böse, aber in ihrem Köpfchen entstehen die Pläne zu lustigen Streichen wie von selber. Ein Hund ist der große r?rnl<? kleines Herzens. Der Großvater schließt eine Wette mit ihr: eine Woche soll sie artig sein, dann winkt ein Hund als Lohn. Schimm ist der Elfer selbst. Aber alle guten Vorsätze scheitern an der Natu?dieser Well, die mit Aepfeln und wei­ßen Mausen, mit verliebten Buchhaltern und mür­rischen Hausdienern, mit Klingelknöpfen und Gar­tenmauern schier unerschöpfliche Möglichkeiten ko­mischster Verwirklichungen bietet. Es ist Sch-mms schreckliche Schuld, daß sie alle diese Möglichkeiten sieht und, phantasiebegabt, ihrer Lockung nicht widerstehen kann. Aber sie ist dabei so ehrlich so tapfer und so vergnügt, daß man ihr nicht gram lein kann.

Die vierten NS.-Winterkampfspiele finden in der Zeit vom 17. bis 19. Februar in Villach in Kärnten statt. Die Durchführung liegt, wie im vergangenen Jahr, in den Händen des Hauptamtes Kampfspiele der Obersten SA.-Führung, dessen Chef, SA.-Ober­gruppenführer von Tschammer und Osten, einen Organisattonsstab mit der Vorbereitung und Ausrichtung der Kampfspiele beauftragt hat. Es ist klar, daß die Teilnahme der guten ostmärkischen Schiläufer, soweit sie den Gliederungen angehören, den Wettstreit noch verschärfen wird, zumal er sich ja auf ostmärkischem Boden abwickelt.

Teilnahmeberechtigt sind Angehörige der SA., r ff, des NSKK., des RAD., des NSFK., der Polizei und in einer Sonderklasse des Spezial­sprunglaufes auch die HI. Die Meldungen müssen bis zum 20. Januar abgegeben sein; sie sind zahlen­mäßig begrenzt, und zwar bei der SA. auf 500 Teilnehmer, ff 280, NSKK. 220, NSFK. 100, Reichsarbeitsdienst 100, Polizei 50 und HI. 40.

Als einziger Einzelwettbewerb wird ein Spe­zialsprunglauf abgewickelt, an Mannschafts­wettbewerben kommen Patrouillenläufe mit KK- Schiehen, ein 5X8 - Kilometer - Meldestaffellauf und ein Abfahrtslauf zum Austtag. Die Patrouillen­läufe führen in der Klaffe A über 18, in den Klaffen B und C über 12 Kilometer.

3m Herbst des Jahres 1938 fanden in Düsseldorf 3um erstenmal die Wehrmachtsmeisterschaften statt, die eine willkommene Gelegenheit boten, vor einer breiten Oeffentlichkeit Zeugnis über den sportlichen Leistungsstand der drei Wehrmachtsteile abzulegen. In seiner Eröffnungsansprache wies der Kominan- dierende General des VII. Armeekorps auf die tie- fere Bedeutung dieser Meisterschaften hin, indem ~ 5^"^e, daß der Sport in der Wehrmacht nicht Selbstzweck, sondern Mittel zum Zweck sei.

In diesem Sinne werpen auch die sportlichen Ver- Wehrmacht und des Heeres 'm l durchgefuhrt, und zwar werden diesmal die Wehrmachtsmeisterschaften im mo- ?brnen Fünfkampf vom 1. bis 4. Juli 1939 in W u n s d o r f aum Austtag gelangen. Der mo­derne Fünfkampf der Offiziere, der auch zum Dro- gramm der Olympischen Spiele gehört, besteht aus Seiten, Degenfechten, Schwimmen, Pistolenschießen und einem Geländelauf. Offiziere motorisierter Ver­bände fuhren an Stelle des Reitens eine G e - n? e &ur($- Der Unteroffiziersfünfkamvf, öer in Düsseldorf erstmalig in das Meisterschafts. Programm aufgenommen wurde, besteht aus Hand- Weitsprung, Schwimmen, Schie- In en und Gelandelauf. 1

Auch im We 1939 mcrtxn di- S ch i m - i st e r - !chasten der Wehrmacht wiederum ausge=

16 Fußball-Saumannschasten im Kampf'

Die Vorrunde im Reichsbundpokal-Weltbewerv.

Noch bevor der Pokal-Wettbewerb der Vereins- mannschatten, der Kampf um denTschammer- Pokal", seinen krönenden Abschluß erfahrt, stehen wir am Start des Reichsbundpokal-Wettbewerbs, der von den Auswahlmannschaften der Gaue be­stritten wird. Von den 17 Gauen (der Sudetengau macht erst im nächsten Jahr mit!) ist der Gau Bran­denburg bereits in einem Ausscheidungskampf ge­gen Sachsen auf der Strecke geblieben. Zu den Brandenburgern werden sich bereits am Sonntag (wenn nicht gerade unentschiedene Spiele Wieder­holungen erforderlich machen!) acht Leidensgenossen gesellen. Die acht Sieger der Vorrunde treten bereits am 22. Januar zur Zwischenrunde an, am 19. Fe­bruar ist die Vorschlußrunde fällig und- das End-- spiel steigt am 5. März. Eingeleitet wird das neue Jahr am 8. Januar mit dem Tschammerpokal-End- spiel zwischen Rapid Wien und FSV. Frankfurt im Berliner Olympiastadion.

Folgende acht Paarungen bringt die Reichsbund- pokal-Dorrunde am kommenden Sonntag:

Stuttgart: Württemberg Westfalen. Kassel: Hessen Bayern.

Duisburg: Niederrhein Südwest. Wien: Ostmark Boden.

Köln: Mittelrhein Sachsen. Breslau: Schlesien Nordmark. Stolp: Pommern Mitte.

Allenstein: Ostpreußen Niedersachsen.

Hessen gegen Bayern.

Bayern, fährt in Kassel sehr starkes Geschütz auf. Mit Kupfer, Kitzinger, <5treitle, Lehner und Fie- derer sind nicht weniger als fünf Nationalspieler zur Stelle, aber auch alle übrigen Spieler sind weit über die (Bremen ihres Gaues hinaus als erst- klasiige Kräfte bekannt. Das gilt besonders für den talentierten Club-Verteidiger Pfänder, den Augs­burger Sturmführer Lechner, der Bayerns erfolg­reichster Torschütze ist, und den Schweinfurter Außenstürmer Gorsky. Hessen kann gegen diesen starken Gegner nur eine Außenseiterchance haben. Es wäre eine Bombenüberraschung, gelänge es den Hessen, die Bayern-Els aus dem Sattel zu heben. Die Mannschaften stehen wie folgt:

Hessen: Sonnrein (Hanau 93); Horn (SC. 03 Kassel), Lippert (Gießen 1900); Willführ (Hanau 93), Eisenreich (VfB. Friedberg), Strasser (Bor. Fulda); Markert (SC. 03 Kassel), Möbs (VfB. Friedberg) Bock, Jordan, Kleim (alle SC. 03 Kassel).

Bayern: Scheiche (1860 München); Streitle (Bayern München), Pfänder (1. FC. Nürnberg); Küpser (1. FC. 05 Schweinfurt), Kennemann (Spiel­vereinigung Fürth), Kitzinger (1. FC. 05 Schwein­furt); Lehner (Schwaben Augsburg), Burger (1860), Lechner (Schwaben), Fiederer (SpVgg. Fürth), Gorsky (Schweinfurt).

VfB.-Reichsbahn Gießen.

BsB.-R-Jlachwuchself SA.Kampfspielgemeinsch. 4:1 (3:0).

Es hatten sich verhältnismäßig wenige Zuschauer zu diesem Spiel eingefunden, aber die gekommen waren, hatten es nicht zu bereuen, denn die Nach­wuchself lieferte ein schönes Spiel, in der beson­ders der Torwart Wunderlich und der Mittelstürmer Geslar angenehm auffielen. Aber auch die anderen Spieler enttäuschten nach der angenehmen Seite, während man sich von der SA.-Kampfgemeinschast etwas mehr versprochen hatte.

Das Spiel begann mit leichtem Abtasten des (Benners, es dauerte geraume Zeit, bis sich die Spieler gefunden hatten. Den Torreigen eröffnete Leutheuser, der eine saubere Flanke von Möhl einlenkte. Kurze Zeit später nahm Geslar eine Flanke von links mit der Brust auf und schoß an dem verdutzten Torhüter vorbei ins Netz. Die Grün­weißen waren ihrem Gegner überlegen, der große Eifer der SA.-Männex ist lobend zu erwähnen. Kurz vor Halbzeit machte Geslar einen Alleingang, den er mit einem weiteren Tore abschloß. Nach dem Wechsel kamen die Gäste etwas mehr auf, ohne jedoch zu Erfolgen zu kommen. Hier zeichnete sich Wunderlich mehrfach aus, der Proben seines gro­ßen Könnens ablegte. Kraft von der SA. war es vergönnt, den Verteidiger zu umspielen und mit wuchtigem Schuß den Ehrentreffer zu schießen. Dieser Torerfolg der Gäste brachte etwas Belebung in das Spiel, und die Grünweißen griffen mächtig an. Wieder war es Geslar, der mit unheimlicher Wucht das vierte Tor schoß und damit die alte Tor­differenz wieder herstellte.

Gpielvereiniaung 1900 Gießen.

hI.-rNannschaflen der Blau-Weißen in großer Form?

Das in Klein-Linden angesetzte Verbandsspiel der 1. Elf um die Bannmeisterschaft wurde nur als Freundschaftsspiel ausgewogen, da der angesetzte Schiedsrichter nicht erschienen war. Man hatte das ganze Spiel auf die leichte Schulter genommen. Trotzdem war es eine gute Leistung mit nur neun Monn einen 4:3-Sieg in Klein-Linden zu erringen.

Die lb-Jugend der Blau-Weißen hat wohl die schwerste Klippe in den Gruppenspielen umschifft. Noch Mir Halbzeit führte Allendorf mit 1:0 Toren. Doch der Ehrgeiz und Siegeswillen bei den Blau- Weißen war größer. Die Jungen der Spielvereini- gung 1900 hattey eine große zweite Halbzeit. 2:1 endete das Spiel.

Mit einer großen Enttäuschung (3:8) wartete die 2a-Jugend der Blau-Weißen auf. Man hatte mit einem besseren Abschneiden in Treis gerechnet. Das Rückspiel in Gießen wird beweisen, ob die Jungen vom Trieb tatsächlich 5 Tore schlechter sind.

Eine hohe Niederlage mußte die 2b-Jugend in Heuchelheim hinnehmen.

kämpft, und zwar findet die Schimeisterschaft des Heeres im Schispähtrupplauf für Mittel- gebirgs- und Flachlandtruppen vom 25. bis 26. Ja­nuar 1939 in Spindelmühle im Riefengebirge statt. Das bedeutet also, daß zum erstenmal die Schi- meisterschaften im sudetendeutschen Gebiet ausge- Eämpft werden.

Die Wehrmachts-Schimeisterschaft im Rahmen der Deutschen Schimeisterschaft ist vom 3. bis 5. Fe­bruar 1939 in Oberhof vorgesehen, während die Wehrmächts-Schimeisterschaft im Rahmen der alpi­nen Schimeisterschaft des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen und der Schimeisterschaft des Heeres im Schispähtrupplauf für Hochgebirgstrup­pen Dom 23. bis 26. Februar 1939 erstmalig in der Ostmark, und zwar in Kützdühel, stattfindet.

Die Boxmeisterschaft des Heeres soll Ende 1939 in Wünsdorf ausgefochten werden. An ihr nehmen die Boxer teil, die bereits erfolgreich in der Gauklaffe des Reichsbundes für Leibesübungen

Endlich wird, wie es nun schon Tradition gewor- den ist auch die Wehrmachts-Tennismei- 'Vrichaft ausgekampft, und zwar vom 10. bis 15. Juli m Berlin.

Die Sportarbeit der Wehrmacht und dos, Heeres steht aber im Jahre 1939m Zeichen der Vorbe­reitung auf d;e Olympisches Spiele

SA.-Gruppe Hochland hn letzten Winter. Die Hoch­länder können den Preis in diesem Jahre endgültig gewinnen, der bestimmungsgemäß nach zwei auf­einanderfolgenden Siegen oder 3 Siegen.überhaupt in dauernden Besitz übergeht.

Der Patrouillenlauf der Klasse B (12 Kilometer) ist für alle zugelassenen Gliederungen offen, derjenige der Klasse C (12 Kilometer) für Flachlandmannschaften der SA.-Gruppen Osttand, Ostmark, Pommern, Berlin - Brandenburg, Mitte, Hansa, Nordmark, Nordsee, Niederrhein, Hessen und Westmark. Das Ziel muß von der Mannschaft Beschlossen und in voller Stärke durchlaufen werden.

-Uf der zweiten Hälfte der Strecke ist eine KK.- Schießübung zu erfüllen, aus 50 Meter Entfernung sind je nach Mannschaftsstärke vier ober sechs Bal­lone abzuschiehen. Fehlschüsse bedeuten evensoviele Strafminuten. Gestartet wird im Dienstanzug mit belastetem Rucksack ober Tornister.

Der Wechsel beim 5X8 - Kilometer ° Meldestaffel, lauf erfolgt durch die Uebergabe der Meldetasche, deren Verlust Ausschluß der Mannschaft nach sich zieht. Jede einzelne Laufstrecke ist andersfarbig an- gezeichnet und enthält Geländeschwierigkeiten, die unter Umständen ein Abschnallen der Schier ver­langen.

Der Mannschaftsabfahrtslauf ist erstmals in die Kampfesfolge ausgenommen und stellt eine Mut- unb ^Beschicklichkeitsprobe bar. Als Mannschastszeit wird 'die Zeit des dritten Läufers der vierköpfigen Mannschaft gewertet. Die Abfahrtsstrecke ist 12 km lang und weist Pflichttore auf.

Drei Monate Nacht.

Fast dreiviertel des Jahres liegt das Land in Schnee und Eis vergraben. Die Sonne kommt für lange Zeit nicht mehr zum Vorschein, über drei Mo­nate ist es ununterbrochen dunkel Tag und Nacht. Dann flackert das' Nordlicht fahl am Himmel, Und der Mondschein verwandelt den froststarren Winter­wald in eine unwirkliche Geisterlandschaft. Die Augen gewöhnen sich schnell an den nächtlichen Lichterglanz, und man kann sich auch während der Polarnacht ganz gut zurechtfinden.

Ja, bei sternklarem Himmel sind diese Schlitten- fahrten von bezauberndem Reiz. Doch wehe, wenn

Thule, Finnisch-Lappland, im Dezember.

Im nördlichsten Winkel Europas, dort, wo die Renntierlappen mit ihren mächtigen Herden über die endlosen Schneeflächen ziehen, merkt man nicht viel vom Gettiebe der Welt. Abseits der wenigen Touristenstraßen gibt es keine Hotels und Frem­denführer, und besonders im Winter ist das Reisen hier noch ziemlich abenteuerlich.

Als ich kürzlich nach Finnisch-Lappland kam, mußte ich einen Renntierschlitten mieten. In einem kleinen ßappenborf begann ein langes Handeln mit einem pelzvermummten Nomadensohn. Zweimal wurde der große Kaffeekessel über das knisternde Holzfeuer gehängt, bis mit uns geeinigt hatten.

Dann standen die beiden Pulks mit den schnau­benden Renntieren bereit. Viel Gepäck konnte ich in dem schmalen, bootförmigen Schlitten nicht ver­stauen, aber man braucht erstaunlich wenig zu sol­cher Wildnisfahrt. Weiche Fette schützten mich vor Kälte und Schneegestöber.

Wolfsspuren und Nenntierfchinken.

Abgesehen von den Launen der halb wilden, un­berechenbaren Renntiere, die uns häufig aus den wackligen Pulks warfen, wurde es eine märchen­hafte Fahrt. Unberührt wie seit Urzeiten stand der tiefverschneite Winterwald. Im weiten Umkreis konnten wir keine andere Schlittenspur entdecken, und selten hatten die Tiere der Wildnis ihre Fährten in den tiefen Schnee gezeichnet.

Nur einmal stießen wir inmitten dieses unberühr­ten Friedens auf die Spuren eines heftigen Kamp­fes. An einer lichten Stelle war der Schnee blutrot gefärbt, daneben konnte ich die "abgenagten Kno­chen und Hautfetzen eines Renntieres entdecken. Hier hatte ein Wolf sein Opfer geschlagen!

Mehrere Tage fuhren wir so durch den einsamen Wald und über kahle, schneeverwehte Hohen, und schliefen dazwischen nur kurze Zeit in ärmlichen Blockhütten und Lappenzelten. Immer wurden wir

die Zartheit der über Zeit und Raum hinweg ewig gültigen menschlichen Beziehungen.

Fr. W. Lange.

Friedrich Schnack: Klick und der Goldschatz. Ein heiterer Roman. Preis in Lei­nen geb. 5 Mark. Insel-Verlag, Leipzig. (405) In der Dresdener Webergasse, unberührt von dem brausenden Leben der Hauptstadt hat Klicks Vater einen Spielzeugladen, manche werden ihn schon kennen aus dem ersten Teil dieser hübschen Buben-Erzählung für große Leute. Das Besinn­liche, Romantische, Phantastische aus der unwirk­lichen Wett des Spielzeugs ist auch auf unfern kleinen Klick übergesprungen, der nun freilich schon so groß geworden ist, daß er dem Ernst des Lebens nicht mehr ausweichen kann. Aber bevor er in die Lehre nach Nürnberg, der allberühmten Spielzeug- stagt, zieht, darf er noch Einmal aus ganzem Her­zen ein richtiges Jungenabenteuer auskosten. Bei seinem alten Freund, dem KapitänSassafraß", der nach einem richtigen Seemannsleben seinen Kahn enbgültig im lieblichen Loschwitz festgemacht hat, hört Klick von einem sagenhaften Goldschatz Benjows- kis, des .Königs von Madagaskar", der als polnischer Verschwörer, Abenteurer und Weltenbummler eine historische Figur des 18. Jahrhunderts ist. Aber be­vor Klick durch einen andern Freund, den ,^Husten- onkel", der als Freihändler ein weitgereister Mann ist und auch nach Madagaskar Beziehungen hat, weitere Nachforschungen anstellen läßt, findet er selbst beim Paddeln in der Elbe einen andern Schatz, freilich nur aus Falschgeld, doch die Be­lohnung dafür reicht aus, seiner kleinen Freundin Ali, die eben ihre Pflegemutter, die gute Frau Mittwoch, verloren hat, über die ersten Sorgen des Alleinseins hinwegzuhelfen. Das ist auch besser Jo, denn der Goldschatz auf Madagaskar erweist sich als eitel Hirngespinst, und der vielerfahrene Kapi­tänSassafraß" macht dem Jungen klar, daß der beste Goldschatz Lebensmut und Arbeitsfreude sind, und er gut daran tue, fein Schifflein statt über den weiten Ozean zur Schatzinfel nach Nürnberg, in die Lehre, zu steuern, um ein tüchtiger Spielzeugkauf­mann zu werden. Es ist eine romantische und doch ganz lebensnahe, in der rauhen Wirklichkeit stehende Idylle der kleinen Welt, voll inniger Liebe zu Natur und Mensch und von einem be­haglichen Humor, der auch über die Widerwärtig­keiten des Lebens sich mit einem verstehenden Lächeln hinweghilft, eine köstliche Bubenaeschichte, die uns nur ein Dichter mit einem wahrhaft fröh­lichen Herzen schenken konnte.

Fr. W. Lange.

Gertrud von le Fort: Die Opfer­slam me. Erzählung. 53 Seiten. Im Insel-Verlag zu Leipzig, 1938. (493) Wenn der historische RomanDie Magdebur gische Hochzeit" von Gertrud von le Fort, den wir vor einiger Zeit an dieser Stelle ausführlich gewürdigt haben, eine Erzäh­lung war, hinter der sich die Individualität ihrer Schöpferin in strenger Sachlichkeit verbarg, so haben wir in derOpferflamme" ein dichterisches Be­kenntnis ganz persönlicher Art der Bericht in der ersten Person ist hier kein verschleiernder Kunst­griff und überdies jeneunerhörte Begebenheit", die für Goethe das Wesensmerkmal der echten No­velle ist. Gertrud von le Fort schildert hier die höchst merkwürdige Begegnung, die einer jungen Deutschen in einer Kirche von Rom widerfährt: ein alter Mann, unbekannt und nie zuvor gesehen, glaubt in dem jungen Mädchen eine geliebte Tote mit Namen Angelina wiedergefunden zu haben; das Erlebnis, an sich schon ungewöhnlich und verwirrend genug, einem jungen, behütet aufgewachsenen Menschen lange nachzugeben, steigert sich bestürzend und er­hall einen schicksalhaften Sinn, in dem es sich, viel später, in einer ähnlichen Begegnung wiederholt: die nun auf der Höhe des Lebens Stehende wird zum zweiten Male, und diesmal nicht äußerlich-körper­lich,.sondern geistig, zur Stellvertreterin einer längst Gestorbenen. Die sehr sensationsferne Schilderung gewährt dem Leser einen nachdenklich machenden Blick ins Innere eines zwiefach verwandelten Lebens.

Hans Thyriot.

1 9 4 0 in Helsinki, und zwar handelt es sich si» hier um die Teilnahme am modernen Fünfkampf. Die Truppenteile und Schulen melden nach einer Anordnung des Oberkommandos des Heeres Ober­leutnante, Leutnante und Fähnriche mit folgenden Leistungen im Laufen und Schwimmen: 300 Meter Freistil (möglichst Crawl) in 4:45 bis 4:0 und bef» ser; 3000-Meter-Lauf (auf Aschenbahn) in 10 Mi­nuten und besser, oder 4000 Meter Geländelauf (schweres Gelände) in 14 Minuten und besser. Die Leistungen müssen im Laufe des letzten Jahres spä­testens bis 15. März 1939 aufgestellt worden sein. Offiziere, die vorher - diese Bedingungen erfüllten, sind nochmals zu überprüfen.

Nach den bisherigen Leistungen ist damit zu rech­nen, daß auch im Rahmen der Olympischen Spiele 1940 in Finnland die deutsche Wehrmacht wieder gut und ehrenvoll bestehen wird.