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Aus aller Welt.

Schwere Explosion in Offenbach zerstört ein Wohnhaus.

In dem Wohnhaus Bahnhofstraße 20 ereignete sich eine furchtbare Explosion, wobei das Haus zum grüßten Teil zertrümmert wurde. Bisher gelang es, e i n e n T o t e n zu bergen. Bier Personen werden noch vermißt. Die beiden angrenzenden Wohnhäuser wurden aus Sicherheitsgründen von ihren Bewohnern geräumt. Die Ursache der Explosion steht noch nicht genau fest.

Einstellung von Freiwilligen in die Lustwaffe.

Das Reichsluftfahrtministerium gibt bekannt: Für die Annahme von Freiwilligen für die Einstel - lung im herb st 19 3 9 steht nur noch sehr kurze Zeit zur Verfügung. Den Bewerbern wird deshalb dringend geraten, sich sofort bei einer Flieger­ersatzabteilung, einer Flakabteilung, einer Abteilung oder einer Kompanie der Luftnachrichtentruppe zu melden. Bei später eingehenden Gesuchen besteht die Gefahr, daß das Annahmeverfahren bis zum Melde­schluß (5. Januar 1939) nicht mehr durchge­führt werden kann und die angestrebte Einstellung im Herbst 1939 nicht mehr möglich ist. Auskunft erteilen die genannten Truppenteile, die Wehr­bezirkskommandos und Wehrmeldeämter. Einstel- lungsgesuche bei anderen militärischen Dienststellen verzögern nur die Bearbeitung zum Nachteil des Be­werbers.

Neues Präsidium des Mainzer Larneval-Vereins.

Der Mainzer Carneval-Derein hielt am Elften im Elften seine alljährliche ordentliche Generalversammlung ab. Aus dem Kassenbericht er­gab sich, daß der MCB. an die Mainzer Geschäfts­welt Aufträge in höhe von 148 600 Mark gab, an Wohlfahrtsunterstützungen und Zuschüssen an die Garden 6700 Mark, an das Winterhilfswerk 5167,20 Mark. Mit dem Dank an den Kassierer Ludwig O h l verband der Vorsitzende den Dank an den langjährigen verdienten Präsidenten Heinrich Ben­der, der seines Alters wegen von seinem Posten zurückgetreten ist. Seine Verdienste besonders im Jubiläumsjahr wurÜen mit der Ernennung zum Ehrenpräsidenten und Ehrenvorsitzenden des Ver­eins gewürdigt. Ebenso wurde Seppel G l ü ck e r t, der "bürd) lange Jahre sich als Sekretär und Pro­tokoller verdient gemacht hat, zum Ehrensekretär er­nannt. Neuer Vorsitzender wurde durch einstim­migen Beschluß der bisherige geschäftsführende. Vor­sitzende Hans Weis, Präsident und Repräsentant des Vereins Christel Müller, stellv. Vorsitzender und Schatzmeister Ludwig Ohl.

Mißglückter Raubüberfall auf der Autobahn bei Heidelberg.

Am Sonntagoormittag wurde auf der Autobahn­strecke zwischen Mannheim und Heidelberg kurz vor Heidelberg der Bäckermeister Müller aus Offen­bach a. M. von zwei Burschen, die er unterwegs auf ihre Bitte zur Mitfahrt in den Wagen genommen hatte, überfallen. Trotz der erhaltenen wuchtigen Schläge vermochte Müller die Tür aufzureißen und aus dem Wagen zu springen, worauf das Auto die Böschung hinabrollte. Ein unmittelbar darauf die Ueberfallstelle passierender Arzt aus Mannheim ver­hinderte durch Pistolenschüsse die Flucht der Ver­brecher, die ins Heidelberger Gefängnis eingeliefert wurden. Der überfallene Bäckermeister wurde ins Krankenhaus gebracht; er hat mehrere große Wun­den am Kopf, die die Verbrecher ihm mit Steinen beigebracht haben wollen. Bei den Tätern handelt

es sich um den 18jährigen Herbert Reif aus Eise­nach und den 19jä'hrigen, gleichfalls aus Eisenach stammenden Hans Horn.

Zwei Todesurteile vollstreckt.

Am 12. November sind die 1900 geborene Rosa Hasel und der 1889 geborene Karl Dudeck hin gerichtet worden, die wegen gemeinschaft­lichen Mordes zum Tode verurteilt worden sind. Die beiden Verurteilten hatten den Händler Leo­pold Käufer in rohester Weise ermordet und die Leiche zerstückelt.

wegen Mordes und Rechtsfriedensbruches zum Tode verurteilt.

Der 48 Jahre alte Karl R e i f f i n g wurde vom Sondergericht Stuttgart wegen eines Verbrechens des Rechtsfriedensbruches in Tateinheit mit Mord und versuchtem Mord unter Aberkennung der bürgerlichen Ehenrechte zum Tode verurteilt. Das Urteil ist rechtskräftig.

Drei jüdische Aerzte wegen Abtreibung verhaftet.

Vor einigen Tagen wurden im Memelland zwei jüdische Aerzte wegen Abtreibung in haft ge­nommen. Jetzt wurde ein dritter jüdischer Arzt, Dr. Berger (Memel) wegen des gleichen Verdachtes verhaftet.

Neun Tote bei einem hotelbra»de in Kanada.

In dem kleinen kanadischen Ort Rouyn, nördlich von Quebec, entstand ein hotelb<rand, der sich auf einen ganzen Häuserblock ausbreitete. Zwei Hotels und zahlreiche Wohnhäuser brannten nieder. In einem Hotel fanden von 100 Gästen neun den Tod in den Flammen. Zahlreiche Personen wur­den verletzt. Der Sachschaden wird auf eine Million Mark geschätzt.

Drei Kinder verbrannt.

In der ungarischen Ortschaft Gerendas fielen drei Kinder eines Landwirts einem Brande zum Opfer, den sie während der Abwesenheit der Eltern in der Wohnung entfacht hatten. Die Kinder st a r b e n an den erlittenen Brandwunden.

Munitionsexplosion in Rordfrankreich.

Ein Lastkraftwagen einer Pariser Transportge­sellschaft, der mehrere Kisten mit Artilleriegeschossen, Zündern und Kartuschen beförderte, fing in der Nähe von Rouen Feuer. Wenige Minuten nach Ausbruch des Brandes explodierte die Mu­nitionsladung. Die Explosion war häußerft heftig, und die benachbarten Häuser mürben schwer be­schädigt.

Mutter und Kinder Opfer eines Verkehrsunfalls.

An einer Straßenkreuzung auf der Reichsstraße AndernachMayen wurde eine etwa 40jährige Frau mit ihren beiden Kindern im Alter von 8 bis 10 Jahren von einem Lastkraftwagen angefahren. Die Frau erlitt dabei so schwere Verletzungen, daß sie wenige Minuten später starb. Das eine Kind wurde schwerverletzt ins Andernacher Kran- tenhaus gebracht; das andere kam mit leichteren Verletzungen davon. Der Lastkraftwagen fuhr nach dem Unfall weiter. Der Polizei gelang es nach kurzer Zeit, den Lastwagen zu ermitteln. Es han­delt sich um einen Lastwagenzug, der, mit Zement beladen, aus der Richtung Mayen kam und zur Andernacher Rheinwerft fuhr. Als er auf der Rück­fahrt die Unfallstelle passierte, wurde er angehal­ten und vorläufig sichergestellt. Der Fahrer erklärte, von einem Unfall nichts bemerkt zu haben.

Einsturzunglück in Oberilalien.

In Montale bei Pistoia (Oberitalien) stürzte bei Wiederherstellungsarbeiten eines Hauses eine Mauer ein. Fünf Arbeiter, die auf einem Gerüst standen, wurden in die Tiefe gerissen und unter den Trüm­mern begraben. Während ein Arbeiter sofort t o t war, trug ein zweiter schwere Verletzungen

davon. Die anderen drei kamen mit leichteren Kör­perschäden davon.

Englischer Weltrekord im Langstreckenflug.

Englands Fliegerei hat einen schönen Erfolg zu verzeichnen. Nachdem kürzlich von einem englischen Wasserflugzeug einige,internationale Rekoxde erzielt worden waren, gelang es jetzt einem Vickers-Wel- lesley-Bomber, auf der Strecke von Jsmaila (Aegypten) nach Port Darwin in Australien den Weltrekord für Flüge in gerader Richtung auf 11 526 Kilometer zu schrauben. Die Durchschnitts­geschwindigkeit betrug bei einer Flugzeit von rund 48 Stunden 240 km/st. Die alte Bestleistung stand auf 10148 Kilometer.

hoher Schnee in Siebenbürgen.

Im westlichen Teil Siebenbürgens ist der Winter eingekehrt. In dem Gebiet nördlich der Donau liegt der Schnee bereits einen halben Meter hoch. Die Eisenbahnverbindung zwischen Temesvar und Or- sova ist wegen Schneeverwehungen unterbrochen.

Der drittgrößte Diamant der Welt.

Der drittgrößte Diamant d e r Welt, der den NamenPräsident Vargas" trägt, und dessen Wert auf rund 750 000 holländische Gulden (über eine Million Reichsmark) geschätzt wird, ist unter besonderer Bewachung von Paris nach Amsterdam gebracht worden, wo er geschliffen und später zum Verkauf ausgestellt werden soll.

Kunst und Wisienschast.

Goethe-Medaille für Prof. v. Gottl-Ottlilienfeld.

Der Führer und Reichskanzler hat dem em. o. Professor Dr. Friedrich von Gottl-Ottlilien­feld in Berlin-Dahlem aus Anlaß feines 70. Ge­burtstages in Anerkennung feiner Verdienste um die deutsche Volkswirtschaft die Goethe-Me­daille für Kunst- und Wissenschaft verliehen. Zum Geburtstage fand im heim des Geehrten eine Feier statt, zu der die Professoren der Rechts- und Staats­wissenschaftlichen Fakultät der Universität sowie Freunde und Schüler erschienen. Der Dekan, Pros. Weigmann, würdigte die Verdienste des For­schers und überreichte ihm die vom Führer ver­liehene Goethe-Medaille. Anschließend gab er be­kannt, daß die Fakultät Prof. v. Gottl-Ottli- lienfeld den Titel eines Doktors der Staats­wissenschaften ehrenhalber verleihe. Prof, von Gottl-Ottlilienfeld wirkte früher in Brünn, Mün­chen, Hamburg, Kiel und seit 1926 in Berlin. Von seinen Arbeiten seien genanntWirtschaft und Tech­nik",Die wirtschaftliche Dimension",Fordismus" undWirtschaft al- Leben".

Die Frankfurter Oper in Bukarest.

Die letzte Ausführung, die die Frankfurter Oper mit Solisten, Chor und Orchester In der Bukarester Staatsoper bot, warFigaros Hochzeit". Die Gesamtleitung hatte Generalintendant Hans M e i ß n e r, die musikalische Leitung Generalmusik­direktor Franz K o n w i t s ch n y , für die technische Durchführung zeichnete Walter D i n f e verantwort­lich. Die Zuhörerschaft ging mit den ausgezeichneten Darbietungen der deutschen Künstler begeistert mit und würdigte besonders das blendende Zusammen­spiel. Das Gastspiel wurde mit einem Konzert ab- geschlossen, dessen Reinertrag dem Bau eihes neuen Opernhauses in Bukarest zugute kommt. Unter Konwitschnys Leitung spielte das Frankfurter Opernorchester die Ouvertüre zuEuryanthe", Beet­hovens 7. Symphonie und die 2. Symphonie von Brahms. Zu Ehren der Frankfurter Gäste gab der deutsche Gesandte F a b r i c i u s in der Gesandtschaft einen Empfang, an dem auch eine derzeit in Buka­rest unter Führung von Gebietsführer h o Hi­rn a y e r weilende Abordnung der HI. und des BDM. teilnahm. Von rumänischer Seite war die Führerschaft der StaatsjugendLandeswacht" und

ihr Kommandant S i d o r o v i c i erschienen. Dis Frankfurter Künfller verschönten den Empfang durch mehrere Darbietungen.

Das neue Offenbacher Leder-Museum.

Durch Umbau des alten Lagerhauses in Offenbach wyrde nach Plänen von Professor Hugo Eber- Hardt das neue heim für das Deutsche Le­dermuseum geschaffen, das soweit fertiggefteUt ift, daß die Eröffnung am 10. Dezember ftattfmben kann. Mit dem neuen Museum soll nicht nur der Offenbacher Lederwareninduftrie eine Stätte ge­schaffen werden, wo sie Anregung, Belehrung und Vertiefung des fachlichen Könnens finden kann, son­dern man will auch dem Laien die Bedeutung des Leders in der Kunst unij in der Wirtschaft naher­bringen. Das Museum gliedert sich in viele Unter­gruppen, die u. a. den alten Zweigen des Lederhand­werks, der Schuhsammlung, der Modell- und Schau­sammlung der Offenbacher Lederwarenindustrie, der Lederherstellung und der Lederkunst gewidmet sind. Ludwig Linkmann an der Berliner Volksbühne.

Ludwig Linkmann, der als gebürtiger Gie­ßener an unserem Stadttheater seine schauspielerische Laufbahn begonnen hat und drei Jahre als Komi­ker bei uns tätig war, wirkt jetzt, nach Beendigung feines Engagements am hessischen Landestheater in Darmstadt, an der Berliner Volksbühne, wo er, wie wir hören, schöne Erfolge zu verzeichnen hat. So spielt er gegenwärtig, abwechselnd mit Josef Sieber, unter der Spielleitung von (Eugen' Klöpfer, den Dienstmann Löffler inKollege Crampton" von Gerhart Hauptmann. Nach den uns vorliegenden Pressestimmen, die Linkmann als einen Darsteller mit echten Volkstönen bezeichnen, gefällt seine Leistung den Berlinern nicht minder als den Darmstädtern und den Gießener Lands­leuten. Das bezeugte auch Sonderapplaus für Link- mann bei offener Szene.

Wetterbericht

Deutschland wird neuerdings von subtropischer Warmluft überflutet, so daß die Mittagstempera­turen vielfach 15 Grad überfteigen. Das meist heitere Wetter läßt dagegen im Binnenland durch Ausstrah*^ lung die nächtlichen Temperaturen teilweise in Ge­frierpunktnähe absinken. Durch die Entwicklung einer Frostwetterlage über Nordeuropa wird die Warm­luftzufuhr nachlassen, so daß die Temperaturen bei uns in der Folge wieder mehr im Bereich eines Hoch­druckgebietes durch Ein- und Ausstrahlungen be­stimmt werden.

Vorhersage für Dienstag: Besonders morgens vielfach dunstig oder neblig., sonst trocken und vielfach heiter, nachts frisch, tagsüber nicht mehr ganz so mild. Winde aus Süd bis West.

Lufttemperaturen am 13. November: mittags 14,1 Grad Celsius, abends 11,4 Grad; am 14. November: morgens 7 Grad. Maximum 14,5 Grad, Minimum heute nacht 5,8 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 13. November: abends 8,3 Grad; am 14. November: morgens 6,8 Grad. Sonnenschein­dauer 6 Stunden.

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigenTeil:EmstBlumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der An­zeigen: Theodor Kümmel. D. A. X. 38: 10 013. Druck und Verlag: Brühlsche Unioersitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM.- 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illu­strierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur'Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom L September 1937 gültig.

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Die Beerdigung findet in der Stille statt

Von Beileidsbesuchen wird gebeten absehen zu wollen.

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Die trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Trechsler jun. und Kinder Wilhelm Wienhold und Frau Familie Heinrich Trechsler sen.

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