Einzelbild herunterladen

Nr. 292 Erstes Blatt

188. Jahrgang

Mittwoch, H. Dezember 1Q58

Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild - Die Scholle

Monatr-Bezugrprelr:

Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte 1.80 Zustellgebühr. . -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt

Zernfprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach­richten- Anzeiger Gießen

Postscheckkonto:

Zranlfurt am Main 11686

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

®ru* und Verlag: vrühlsche UniverfitStrdruckerei ».Lange in Kietzen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulftratzt 7

Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,UhrdesDotmittags

Grundpreise für \ mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von70mm Breite 50Rpf.,Platzvorschrift nach vorh.Dereinbg.25°/ mehr.

Ermäßigte Grundpreise:

Stellen-, Vereins-, gemein­nützige Anzeigen sowie.ein- spaltige Gelegenheitsanzei­gen 5 Rpf., Familienanzei­gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B

faßliche uni) möglichst allgemer lutionen zu unterfchreiben. Aber

man wird sich um

o r b i n , im Äußenrnini-

Auf fast waren die

Defensiv-Allianz keine Aussicht hat, ver-

as. Lima, Mitte Dezember 1938. allen panamerikanischen Konferenzen wichtigsten Gegenspieler der

Charakter gehabt. England sei an der Auf- re ch te r h a l t u n g des Status quo im Mittelrneer in der gleichen Weise wie Frank­reich interessiert. Dieser Status quo sei eine Vor­bedingung für die Aufrechterhaltung der imperialen Verbindungen. Für Englands Machtstellung sei der französische Kriegshafen. Bizerta in Tunis von derselben Bedeutung wie für Frankreich selbst. Wenn Chamberlain in seiner Erklärung nicht dar­auf eingegangen sei, so sei dies vor allem auf den Wunsch zurückzuführen, die Italiener wenige Wochen vor seinem Besuch in Rom nicht vor den Kopf zu stoßen.

Der Pariser ,, Excelsior" schrieb, daß die Erklärung Chamberlains in diplomatischen Kreisen eine gewisse Ueberraschung hervorgerufen habe. Man müsse sich darüber klar sein, daß die Grenzen Englands nicht nur am Rhein, sondern auch an den Alpen und an der Küste von Tunis lägen. Am Quai d'Orsay wird erhärt, die Erklärung habe offensichtlich innerpolitischen

durch Italien" nötige, wurde der französische Botschafter in London, C

Die Grenzen der englischen Veisianbspslicht.

Lebhaftes Echo der llnterhaus-Erklcirung Chamberlains in Paris und :Rom

fterium vorstellig, um die Haltung der englischen Regierung deutlicher zu erfahren. Dem Vernehmen nach soll ihn Lord Halifax dahin beruhigt haben, England fühle sich durch die Gemeinsam­keit der Interessen mit Frankreick verpflichtet, Frankreich zu unterstützen. Dabei spiele die Tatsache keine Rolle, daß in diesem Sinne -kein st a a t s - rechtliches Abkommen getroffen worden sei. Weiter wurde der englische Botschafter in Paris, Sir Eric Phipps, beauftragt, der französischen Regierung diese Auffassung feiner Regierung zu übermitteln.

*

Französische Rückfrage lin zoreian Office.

London, 13. Dez. (Europapreß.) Im Zusam­menhang mit einer Erklärung des Ministerpräsi­denten im Unterhaus, in der er feststellte, England sei keinerlei Verpflichtungen eilxgegan- gen, die es zur Hilfeleistung für Frank- re i chim Falle eines nicht provozierten Angriffs

Tagung eines Erdteils. (Scherl-Bilderdienst-M.) wirklicht zu werden, daß er deshalb wahrscheinlich auch von den Nordamerikanern übe Haupt nicht vorgebracht werden wird.

Wie vorsichtig die Vereinigten Staaten dieses Thema zu behandeln gedenken, geht auch aus der Rede hervor, die Staatssekretär Hüll am Vor­abend der Eröffnung der achten panamerikanischen Konferenz über die peruanischen Sender gehalten hat, er erklärte:Wir wollen versuchen, alle die Maßnahmen wirksamer zu gestalten, die bisher für die Erhaltung des Friedens auf dem amerikanischen Kontinent getroffen worden sind."

Der argentinische Außenminister Cantilo hat schon in Buenos Aires, vor seiner Reise nach Lima, unzweideutig festgestellt, daß Argentinien sich zwar mit allen amerikanischen Nationen solidarisch fühlt, daß er aber nicht gewillt ist, dieses Solidaritäts­gefühl in einem Militärabkommen oder ähnlichen Pakten auszüdrücken.

Auf der Fahrt nach Lima ist die argentinische Delegation zusammen mit der chilenischen, brasilia­nischen, der uruguayischen und der paraguayischen gereist, und während der mehrtägigen Dampfer­reise von Valparaiso nach Callao, dem Hafen von Lmra, war Gelegenheit, den argentinischen Stand­punkt zu den wichtigsten Konferenzfragen mit dem­jenigen der anderen Abordnungen zu vergleichen. Dabei konnte festgestellt werden, daß eine weit­gehende Uebereinftimmung zwischen den Delegationen Argentiniens, Chiles, Uruguays und Paraguays, also zwischen den La Plata-Staaten und Chile besteht, was die ablehnende Haltung zu den Fragen der Gründung eines amerikanischen Völker­bundes eines interamerikanischen Gerichtshofes und des Abschlusses einer amerikanischen Defensiv- Allianz angeht.

In den beiden ersten Fragen scheinen auch die Brasilianer mit den vorher genannten Län­dern einig zu gehen, während sie hinsichtlich der amerikanischen Defensiv-Allianz der nordamerika­nischen These zuneigen. Da jedoch, angesichts der Opposition der drei La Plata-Länder und Chiles gar nicht daran zu denken ist, daß ein nordameri­kanischer Allianz-Vorschlag angenommen würde, scheint die Absicht zu bestehen, die Brasilianer ihren bereits 1936 vorgebrachten und damals vertagten Vorschlag eines amerikanischen Sicherheits- Paktes erneut Vorbringen zu lassen, wobei bann in diesen Vorschlag einige Elemente des ursprüng­lichen nordamerikanischen Planes verarbeitet wer­den könnten.

Die Brasllianer hatten 1936 angeregt, die ameri­kanischen Staaten sollten sich verpflichten, im Falle einer Gefährdung der territorialen Integrität oder der politischen Unabhängigkeit eines amerikanischen Landes gemeinsam über d i e Abwehr einer solchen Bedrohung z u beraten. Dabei war unter der Bedrohung der politischen Unab-

Chamberlain verteidigt seine Außenpolitik

Durch persönlichen Gedankenaustausch

zu gegenseitigem Verstehen und vertrauensvoller Zusammenarbeit.

Menschheit widmen könnten. Er glaube, schloß Chamberlain, daß es trotz aller Hindernisse und entmutigender Anzeichen möglich sei, dieses Ziel zu erreichen, wenn man zielbewußt, mutig und gläubig bleibe.

Das Echo der presse.

L o n d o n , 14. Dez. (DNB. Funkspruch.)Times" sagt, Chamberlain habe gestern die englisch-fran­zösische und die englisch-amerikanische Freundschaft gefeiert. In dieser Wiederbestättgung der Kernpunkte der britischen Außenpolitik liege keine Drohung gegenüber irgendeiner Nation. Englands enge Freundschaft mit Frankreich sei ebensowenia wie die­jenige mit den Vereinigten Staaten ausschließlich, sondern als Kernpunkt eines weiteren Systems gedacht, von dem kein Volk aus­geschlossen sein dürfe.Daily Telegraph" schreibt, Chamberlain habe sich vor allem zumFrie­densminister" erklärt und betont, daß er entschlossen sei, die möglichen Kriegsursachen zu beseitigen und die Methode der persönlichen Füh­lungnahme auszuprobieren. Die öffentliche Mei­nung in England werde Sympathie für die Ziele und Methoden Chamberlains haben. Die höchste Not­wendigkeit für England sei im Augenblick, nicht nur stark zu fein, sondern England müsse auch die Welt wissen lassen, daß es stark sei. Dies sei ebenso wichtig für die Erhaltung des Friedens wie für den Schutz der englischen Interessen.

Der englische Premier vor der Ainlandspresse.

a London, 14. Dezember.

Die Vertreter der Londoner Auslandspresse hatten sich zu einem Bankett zusammengefunden. Im Mittelpunkte dieses Abends stand eine Rede des englischen Ministerpräsidenten Chamberlain, die schon seit Tagen von der Oeffentlichkeit mit Spannung erwartet worden war. Chamberlain selbst setzte dieser Spannung jedoch gleich einen Dämpfer auf, indem er eingangs feiner Ausführun­gen erklärte:Ich habe Ihnen nichts lieber- rafchendes und nichts Vertrauliches zu sagen." Chamberlain erklärte, er sei in seinen Bemühungen um die dauernde Aufrechterhaltung des Friedens niemals.wankend geworden. Er fei durch Rückschläge und Enttäuschungen nie entmu­tigt worden. Gegenüber der pessimistischen Beurtei­lung seiner Politik durch manche Kritiker verwies er darauf, daß im Laufe von weniger als zwölf Monaten fünf wichtige Abkommen, dar­unter drei zwischen autoritären und demokratischen Regierungen, abgeschlos­sen worden seien, nämlich das englisch-irische Ab­kommen, das englisch-italienische Abkommen, das Vierer-Abkommen von München und die anschlie­ßende deutsch-englische Erklärung, die kürzlich durch eine ähnliche deutsch-französische Erklärung ergänzt worden sei, und endlich das englisch-amerikanische Handelsabkommen, 'das symbolisch für die engen Beziehungen zwischen England und USA. sei.

Chamberlain kam dann auch auf die Enttäuschun­gen zu sprechen, denen er bei Verfolg feiner Politik ausgesetzt gewesen sei. Dabei bedauerte er auch bei­spielsweise, daß sich die deutsche Presse jüngst in einem speziellen Falle über Baldwin abfällig ge­äußert habe.

Trotzdem bin ich überzeugt", erklärte der Premier fortfahrend,daß der Wunsch un­serer beiden Völker auch heute noch derselbe bleibt, wie er in der Münchener Erklärung niedergelegt wurde, nämlich, daß wir niemals wieder miteinander zum Kriege schreiten, sondern daß wir Mei­nungsverschiedenheiten zwischen uns mit der Methode der Konsultation behandeln werden."

Aus dem weiteren Verlauf der Rede ist beson­ders jene Stelle hervorzuheben, die den englisch- französischen Beziehungen galt:Unsere Beziehungen mit Frankreich sind so eng, daß sie über rein rechtliche Verpflichtungen hinausgehen, da sie auf einer Uebereinstim- mung von Interesses begründet sind." Zu seinem bevorstehenden Besuch in Rom erklärte Cham­berlain, er und Halifax beabsichtigten nicht, ihre Reise in dem Geiste zu unternehmen, daß es Ge­winner und Verlierer in diesen Unterhaltungen geben müßte. Sie hofften vielmehr, daß sie eine Atmosphäre finden würden, in der es möglich sei, durchpersönlichen Gedankenaustausch die Gesichtspunkte des anderen besser zu ver­stehen und durch Herstellung größeren gegenseitt- gen Vertrauens in weiteren Fällen zusammen­zuarbeiten in Richtung auf ein allgemeines Ge­fühl der Stabilität und Sicherheit. Chamberlain wandte sich gegen die Auffassung, daß man wegen der Verschiedenheit der Systeme nicht mit autoritär

hängigkeit nicht allein ein militärischer Angriff, son­dern auch ausländische Propaganda zu verstehen, wodurch die Selbständigkeit des Landes gefährdet werden könne. Sollte ein solcher brasilia­nischer Vorschlag durchgehen, so wäre das die Er­weiterung des 1936 angenommenen Grundsatzes der Konsultation.

Die Nordamerikaner scheinen sich damit abzu­finden, daß ihr Versuch, eine gesamtamerikanische Allianz zustandezubringen, gescheitert ist, noch ehe sie offiziell mit einem solchen Vorschlag hervor­traten. Die Tatsache, daß Präsident Roosevelt seine offenbar gehegte Absicht, persönlich auf der Konferenz von Lima zu erscheinen, zurückgestellt hat, deutet ebenfalls darauf hin. Auch dafür dürfte die argentinische Haltung verantwortlich sein; denn die Argentinier haben in der Tat Roosevelts Besuch in Lima gefürchtet. Sie mochten annehmen, daß der Präsident versuchen würde, seinen ganzen per­sönlichen Einfluß einzusetzen, um Projekte durch­zubringen, deren Annahme sonst gefährdet sein würde. Die führende argentinische ZeitungLa Prensa", die sonst, was die Beziehungen Argen­tiniens zu anderen amerikanischen Staaten angeht, durch ihre vorsichtige Sprache bekannt ist, hat in diesen Tagen offen ausgesprochen, daß Argentinien einen Besuch Roosevelts auf der Konferenz von Lima unerwünscht sei, da der ruhige, geord­nete und von außen unbeeinflußte Verlauf der Konferenzverhandlungen gestört werden könne,

Das sind ganz andere Töne, als man noch 1936 vernahm, als Roosevelt der begeistert begrüßte Gast der argentinischen Haupt st a d t war und die erste große Rede auf der Konferenz von Buenos Aires hielt. Freilich, jene Konferenz war eine außerordentliche, außerhalb des Rahmens der gewöhnlichen Panamerika-Konferenzen veran­staltete Zusammenkunft, zu der Roosevelt eingeladen hatte und die auf Roosevelts ausdrücklichen Wunsch in Buenos Aires stattfand. Und außerdem, so muß man hinzufügen, bestand damals die begründete Aussicht, daß Argentinien uhb USA. bald in einem Handelsvertrag zueinander finden und daß der Norden dem Süden einen neuen' Markt für argen­tinisches Fleisch eröffnen würde. Diese Hoffnungen hat man jetzt begraben, außerdem ist die Animosi­tät der Argenttnier gegenüber den Nordamerikanern nicht gering, diese haben erst kürzlich wieder ver­sucht, Argentinien als Weizenlieferanten vom bra­silianischen Markt zu verdrängen.

Roosevelt kommt also nicht nach Lima, und die Amerikaner werden kaum von ihrem Vorschlag einer Defensiv-Allianz sprechen: Das sind die beiden ersten Erfolge der Argentinier, noch ehe die Konfe­renzberatungen richtig begonnen haben. Zwar wird man den Nordamerikanern eine Reihe von Kon­zessionen machen, man wird eine Entschließung mit- unterschreiben, die den Glauben an die Demokratie ausspricht, man wird sich bereit erklären, politische Flüchtlinge aus Europa aufzunehmen, soweit die Grundsätze der Einwanderungspolitik dieses zu­lassen, man wird sogar bereit sein,die Abschaf­fung der Devisenbewirtschaftung zu prüfen" freilich nur, soweit die wirtschaftliche und finanzielle Situation des Landes das gestatten, kurz, man

wenn sich eine an Rang und Gewicht allen anderen I wird immer dabei fein, wenn es heißt, gründ- Delegierten übergeordnete Persönlichkeit an den' süßliche und möalichst allgemein gehaltene Reso Debatten beteilige.

Auch in R o M haben die Erklärungen Chamber­lains großes Interesse gesunden. Besonders hervor- gehoben wird die Enttäuschung, die die Feststellung des britischen Ministerpräsidenten in Frankreich hervorgerufen hat. Das halbamtlicheGiornale d'Italia" sagt, die englische Regierung wisse sehr wohl, daß die Richtlinien der italienischen Re­gierung den europäischen Frieden nicht bedrohten und lediglich von dem Willen einer berechtigten und verständlichen Wahrnehmung grundlegender poli­tischer und nationaler Interessen Italiens beseelt seien. Die Erklärungen Chamberlains berichtigten einen der französischen Fehlschlüsse, die zusammen mit der künstlich hervorgerufenen Alarmstimmung dazu geführt hätten, Probleme zu verzerren, die Sache des Verantwortungsbewußtseins der Regie­rungen und nicht von Straßenkundgebungen sein sollten. Die Erklärungen Chamberlains stellten auch eine stillschweigende Aufforderung an Frankreich dar, den ungelösten Problemen mit einem Geist frei*

regierten Ländern zusammenarbeiten solle. Es sei falsch, sich wegen verschiedener Regierungssysteme von anderen Ländern abzuschließen.

Auf die englischen st ungen eingehend, er­klärte Chamberlain, über die Notwendigkeit dieses Programms herrsche in England Einmütigkeit. Das bedeute aber keine Lust des englischen Volkes am Kriege. Sicher würden die englischen Rüstungen nicht für Angriffszwecke verwendet werden. Eng­land benötige diese Rüstungen nicht nur für die eigene Landesverteidigung, sondern auch für den S,ch u tz des Empire und die Er­füllung feister Bündnisverpflichtun­gen. Die Vorbereitungen feien jetzt so weitgediehen, daß man das Vertrauen haben könne, sie würden diesen Anforderungen gerecht werden. Der Minister­präsident fügte hinzu, nach seiner Ueberzeugung Müßte das Aufhäufen von Rüstungen, gleichgültig aus welchem Grunde, die Hilfsquellen jeder, Nation erschöpfen. Deshalb würde er gerne bereit fein, einem internationalen Abkommen über eine allgemeine Begrenzung ober Herabsetzung der Rüstungen beizutreten.

Die Rede klang aus in einem Appell über die Weltpresse an die Völker der Welt zur Zusammen­arbeit nicht nur für die materielle Wohlfahrt, son­dern auch für die Wiederherstellung des gegensei­tigen Vertrauens und Friedens, damit der Augen­blick näher gebracht werde, in dem die Volker die Waffen beiseite legen und sich der Wohlfahrt der

so genauer überlegen, die Unterschrift unter neue Patte, konkrete Abmachungen politischer, wirtschaft­licher ober gar militärischer Art zu setzen. Deshalb scheint es so, baß auch die Konferenz von- Lima, wenn nicht alles täuscht, zwar wieder zahlreiche Entschließungstexte, aber wenig praktische, konkrete neue politische Fakten bringen wird.

Deutsche Musik auf der panamerikanischen Konferenz.

Lima, 13. Dez. (DNB.) Zu Ehren der Te». nehrner an der panamerikanischen Konferenz wurde am Sonntagabend ein großes Symphoniekonzert veranstaltet, das ganz im Zeichen der deutschen Musik stand. Beethovens 5. Sym­phonie und das Vorspiel aus denMeistersingern" bildeten das Kernstück des Programms. Am Mon­tag wurden die Konferenzarbeiten mit der Grün­dung einzelner Ausschüsse wieder aus­genommen. Den Vorsitz derKommission für die Organisation des Friedens" übernahm Brasilien, den Vorsitz der Wirtschaftskommission Uruguay. In der Kommission für internationales Recht" präsi­dierte Kolumbien. Ekuador bekam den Vorsitz des Ausschusses für intellektuelle Zusammenarbeit und moralische Abrüstung". Die Vereinigten Staaten haben das Präsidium derKommission für die poli­tischen und zivilen Rechte der Frauen" erhalten. Der argentinische Außenminister hat am Montag die Rll ckreise nach Buenos Aires angetreten. Die argentinische Abordnung nimmt jedoch an den Arbeiten der Konferenz unter der Führung von Ruiz Moreno auch weiter teil.

Vereinigten Staaten die ihrerseits jetzt wie früher danach ttachten, ihren Einfluß auf beide Amerika möglichst fest zu gründen die Argen­tinier. Und es will scheinen, als ob ihre Politik, die sich zunächst, wie das nicht anders möglich ist, im Negativen, in der Abwehr zu weit gehender nordamerikanischer Pläne und Vorschläge, auswir­ken muß, bereits zwei Erfolge erzielt hätte, ehe noch die fachllchen Konferenzberatungen begonnen haben. Denn gerade erst ist die Konferenz zusammengetreten, gerade erst sind die üblichen Be­grüßungsreden gehalten, die Ausschüsse gebildet worden, und schon scheint es festzustehen, daß der nordamerikanische Plan einer kontinentalen

Schlechte Aussichten für Roosevelts paktpläne

Probleme der panamerikanischen Konferenz.

Eigener Äerichi des Gießener Anzeigers.

STAÄTtN H/ashmgfoni

EXIKO

\VE*El*)tlA

PEftü'

LIMA

\ souny#

VHMGWtr

'AtoeNTlNltN/

COftÄMt

PAN Al

IP VMS Mil

«ATEM AbtS A.

fAMpoSC NICAMGUA,