Ausgabe 
14.10.1938
 
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ciger im oberen Wandteil ein Wettersturz, der sie in der Nacht vom 28. zum 29. September zu einem Biwak 70 Meter unter dem Gipfel, zwang. Für die Bewältigung der restlichen Strecke benötigten sie tags darauf noch drei Stunden.

Ausbau der Iugendburg Skahleck.

Der Ausbau der Iugendburg Stahleck bei Bacharach, der größten Jugendherberge am Rhein, wurde im Laufe der letzten Monate wieder ausgenommen. Die Ringmauer der Burg ist ver­vollständigt und die Schloßbergstraße vor dem Rabenkopf wesentlich verbreitert worden. Es wurde dort ein großer Parkplatz, der auch als Aufmarsch­platz benutzt werden kann, geschaffen. In nächster Zeit soll der Bergfried 16 Meter in die Höhe ge­führt werden. Damit dürfte der Ausbau der Jugendburg Stahleck beendet sein.

150 Jahre

hn Dienste der Gehörlosen und Taubstummen.

Die Staatliche Gehörlosenschule und Aus- bildungsanstalt für Taubstummenleh- r e r und Lehrerinnen in Berlin-Neukölln begeht in diesen Tagen die Feier chres 150jährigen Be­stehens Sie ist die älteste Anstalt Preußens. In ihr haben etwa 2000 taubstumme Kinder und rund 600 Taubstummenlehrer ihre Ausbildung erhalten. Mit der Feier wird eine Arbeitstagung der Taub­stummenlehrer verbunden, zu der neben rund 300 Taubstummenlehrern aus dem Reich Vertreter aus 12 Ländern gemeldet sind. In einer fachkundlichen Ausstellung wird ein Bild von der Arbeit und den Leistungen der deutschen Gehörlosenschule und dem Schaffen und Streben der gehörlosen Volks­genossen gegeben. Der Verein gehörloser bildender Künstler Deutschlands veranstaltet zu gleicher Zeit

in der Staatlichen Gehörlosenschule eine Kunstaus­stellung.

Der Wett nördlichstes Hotel eröffnet.

Das erste Nordpolhotel ist dieser Tage in Kingsbay aus Spitzbergen eröffnet wor­den. Es ist das am nördlichsten gelegene Hotel der Welt überhaupt. Das Interesse für Spitzbergen steigt von Jahr zu Jahr. Bisher konnten die Be­sucher nur auf Schiffen, die in einer geschützten Bucht vor Anker gingen, untergebracht werden. Das neue Hotel in Kingsbay bietet Raum für 12 Gäste und hat modern eingerichtete Zimmer. Die Um­gebung ist ein Dorado für alle Touristen. Es ist Gelegenheit zum Klettern, zum Fischen, zum See­hundfang und zur Entenjagd. Motorboote führen die Besucher zu den Eisfeldern und Eisbergen. Mit dem neuen Hotel ist auch den Wissenschaftlern ein großer Dienst erwiesen worden, die Jahr für Jahr zu Studienzwecken Spitzbergen besuchen.

Gemeingefährlicher Betrüger unschädlich gemacht.

Vor einigen Tagen ging durch die Presse die Warnung vor einem Betrüger, der es in der Haupt­sache auf Aerzte abgesehen' hatte. Jetzt kommt aus Hannover die Nachricht^ daß es der dortigen Polizei gelungen ist, den Betrüger, einen gewissen Hans Reinhard, in dem Augenblick auf dem Flug­platz festzunehmen, als er einem Verkehrsflugzeug entstieg. Dieser Betrüger hat in zahlreichen deutschen Großstädten annähernd 150 Aerzte geschädigt. Der Bursche rief in Wohnungen und Sprechzimmern von abwesenden Aerzten an und teilte mit, daß der betreffende Arzt ein Instrument oder einen teuren Apparat bestellt habe; ein Bote werde bald erschei­nen und die.von dem Arzt zugesicherte Anzahlung in Empfang nehmen. DieserBote" war Reinhard

gewöhnlich selbst ober ein von ihm Beauftragter. Manchmal gab sich der Betrüger auch als Haus­meister der Aerztekammer aus, wo angeblich die bestellten Instrumente abgegeben sein sollten. Leider ist dem raffinierten Burschen der Trick oft gelungen. Obwohl dem vielfach vorbestraften Verbrecher er­hebliche Summen in die Hände gefallen waren, hatte er bei seiner Festnahme nur noch wenig Bargeld bei sich. Die erschwindelten Gelder hatte er mit seinen Freundinnen bereits durchgebracht.

Kleine politische Nachrichten.

Am 15. Oktober jährt sich zum fünften Male der Gründungslag des Reichsbundes der deutschen Beamten. In dieser Einheitsorgani- sation, die vom Hauptamt für Beamte der Reichs­leitung der NSDAP, geführt wird, schlossen sich auf den Ruf des Reichsbeamtenführers Hermann Neef im Jahre 1933 die deutschen Beamten zusmn- men. heute umfaßt der RDB. nach Eingliederung auch der saarländischen und ostmärkischen Beamten 1,4 Millionen Mitglieder und damit rund 98 v. h. aller deutschen Beamten.«

Der Chef der polnischen Wehrmacht, Marschall Rydz-Smigly, weilte im Olsagebiet. Er besichtigte Jndustriewerke in Karwin und Trinietz und nahm die tschechischen Befestigungslinen entlang der Grenze in Augenschein. Don Teschen fuhr er nach Warschau zurück.

Wetterbericht

Dem sich von Spanien her über das Alpengebiet ostwärts erstreckenden hochdruckrücken stcht außer­ordentlich lebhafte, über Skandinavien hinweg­

fegende Wirbeltätigkeit gegenüber. Letztere macht sich vor allen Dingen in den norddeutschen Ge­bieten stark bemerkbar, flaut nach Süden hin aber ab. Unser Gebiet bildet den Uebergang zwischen beiden Einflüssen, doch macht sich zur Zeit die nordeuropäische Wirbeltätigkeit etwas stärker be- merkbar. Starker Druckanstieg läßt jedoch eine Kräftigung und Erweiterung des Hochdruckgebie­tes und damit Wetterbesserung erwarten.

VorhersagefürSamstag: Morgens viel­fach dunstig, sonst häufig aufheiternd und meist trocken. Abflauende westliche Winde, leichte Abküh­lung.

Lufttemperaturen am 13. Oktober: mittags 14,5 Grad Celsius, abends 12,3 Grad; am 14. Oktober: morgens 12,1 Grad. Maximum 15,1 Grad, Minimum heute nacht 11,6 Grad. Erdtemperaturen in 10 an Tiefe am 13. Oktober: abends 11,8 Grad; am 14. Ok­tober: morgens 11,4 Grad. Sonnenscheindauer 1 Stunde.

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigenTeil: EmstBlumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der An­zeigen: Theodor Kümmel. D. A. IX. 38: 9143, Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM.> 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illu­strierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom l.,September 1937 gültig

im 73. Lebensjahr.

Gießen, Wuppertal-Elberfeld, Friedrichshafen, den 14. Oktober 1938.

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gegeben werden.

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Heute | Samstao ]

Gießen (Liebigstraße 47), den 12. Oktober 1938.

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Agnes-Straub-Gaslspiel lallt aus

Wegen schweren Unglücksfalls von Agnes Straub wird das Gast­spiel am Montag, 17. Okt., im Stadttheater Gießen abgesagt. Die gekauften Karten können an der Kasse zurück-

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