Ausgabe 
14.10.1938
 
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Neuer Tiefstand der Arbeitslosenziffer.

Stärkste Anspannung der Arbeitsreserven.

Auch in der Ostmark Arbeitslosigkeit auf ein Sechstel gesunken.

/^'tsatz: Billigere uni) bessere, wenn auch nicht gänzlich neuartige Typen. Besondere Aufmerksam­keit findet ein Tropenfahrzeug von Mercedes- Benz. Es ist das einzige und zugleich erste Fahr­zeug dieser Art, das bisher in London gezeigt wor­den ist, nämlich ein vierrädriges Fahrzeug mit Dierrad-Steuerung, das zur Sicherung eine Ver­bindung mit der zivilisierten Welt bei Reisen in unerforschte Gegenden mit einer kleinen Sendeftation ausgerüstet ist. Nach den ersten Verkaufsergeb­nissen muß der Geschäftsumfang auf der diessah- rigen Schau bisher nicht erreichte Ausmaße an­nehmen. *

Der Pariser Automobil-Salon 1938 wurde eröffnet. Die Eröffnung, die ursprünglich am 6. Oktober erfolgen sollte, hatte infolge der Tellmobi- lisierunq und des Mangels an Arbeitskräften m dieser Zeit um eine Woche verschoben werden müs­sen In diesem Jahre werden keine Motorräder und Fahrräder gezeigt. Wie im vergangenen Jahr, be­herrscht auch diesmal wieder der sparsame Mittelwagen das Bild der Ausstellung. In Fach- und Wirtschaftskreisen hofft man- nach den vergangenen Krisenwochen und insbesondere nach der großen Wirtschaftsflaute im September auf ein regeres Interesse bei Besuchern und Käufern. Die französischen Automobilkonstrukteure wünschen dar­über hinaus, daß die Regierung in Zukunft eine verständnisvollere Politik treiben möge. Der Auto­mobilsalon zeigt in seiner Gesamtheit einen schönen und geschmackvollen Aufbau. Die Zahl der Aus­steller ist die gleiche wie im Vorjahr, etwa 800, ein­schließlich der Zubehörfirmen. Unter den Autofirmen befinden sich auch drei deutsche Fabriken. Daim­ler-Benz zeigt auf ihrem Stand im wesentlichen Wa­gen der bekannten Mercedes-Benz-Typen, außerdem einen Rennwagen, der im Mittelpunkt des Interesses steht und stark umlagert ist. Auch der Stand der Opelwerke findet außerordentlich großes Interesse, vor allem der in Plexiglas aus- geführteKadett" sowie derAdmiral". h a n o - mag zeigt in erster Linie den 6/35Rekord" mit Spezialkarossevie.

Aus aller Wett.

Glückwünsche zmü 70. Geburtstage von Dr. August horch.

Der Führer hat Dr. August horch zu dessen 70. Geburtstage telegraphisch seine Glückwünsche übermittelt. Auch von vielen maßgebenden Persön­lichkeiten der Politik und der Automobilindustrie sind Glückwunschtelegramme eingegangen, u. a. von Reichsminister Rudolf Heß, Reichsminister Dr. Goebbels, Reichsarbeitsminister Seldte, Reichsverkehrsminister Dorpmüller, General­inspektor Dr. Todt, Korpsführer Hühnlein und vielen anderen.

Polnischer Stratosphärenballon vor dem Start explodiert.

Der in dem polnischen Höhenkurort Zakopane am Fuße der hohen Tatra geplante Aufstieg des pol-

Berlin, 13. Okt. (DNB.) Die Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung zählte Ende September 20 850 000 beschäftigte Arbeiter und Angestellte ein­schließlich Kranke, das sind rund 1,2 Millio­nen Beschäftigte mehr als im September 1937. Die besonderen Ereignisse im September machen sich in einer Anspannung des Arbeitsein­satzes geltend. Die dadurch hervorgerufenen großen Veränderungen in der Beschäftigung konnten nur 3- T. durch Ersatzkräfte ausgeglichen werden. Don den bei den Arbeitsämtern gemeldeten Ar­beitslosen wurden weitere 23000 in Arbeit gebracht. Bei ihnen handelt es sich allerdings um Arbeitskräfte mit geringerer Leistungsfähigkeit. Die Zahl der Arbeitslosen sank auf 156 000, das ist eine bishernoch nicht erreichte niedrige Zahl. Darunter sind noch 12000 volleinsatzfähige Kräfte, die nur aanz vorübergehend infolge Wechsels der Arbeitsstelle arbeitslos sind. Zahlreiche sudetendeutsche Flüchtlinge fanden im Reich Beschäftiguna. Ferner konnten Er­satzkräfte aus den Kreisen herangezogen werden, die bisher nicht oder nicht mehr als Arbeiter oder Angestellte tätig waren. Die Zahl der beschäf­tigten Frauen hat um 25 000 zugenommen. Sie wurden eingestellt im Nahrungs- und Genuß­mittelgewerbe sowie im Bekleidungsgewerbe. Die Metallindustrie forderte in großer Zahl Hilfskräfte an. Um sie zu stellen, mußte auch auf Personen zurückgegriffen werden, die bisher noch nicht als Arbeiter oder Angestellte tätig waren. Mit dem Beginn der Hackfruchternte steigt der Kräftebedarf in der Landwirtschaft, der z. T. durch den Einsatz von Erntehelfern gedeckt werden konnte. Seit der

nischen Stratosphärenballons ist durch eine Kette widriger Umstände gescheitert. Mit der Füllung des Ballons, der in den ersten Morgen­stunden des Freitags aufsteigen sollte, wurde am Donnerstag um 22 Uhr begonnen. Am Freitag, gegen 3 Uhr, mußte man sich entschließen, wegen des immer heftiger werdenden Windes den Start aufzugeben. Es wurde darauf mit der Entleerung der Ballonhülle begonnen. Dabei ereignete sich eine Explosion, und ein Teil der hülle ging in Flammen auf. Per­sonen kamen bei dem Unglücksfall nicht zu Schaden, lieber die Ursache der Explosion besteht noch keine völlige Klarheit. Man vermutet, daß an der dem starken Wind ausgesetzten Ballonhülle Reibungs­elektrizität entstanden ist und dann ein Funke das Füllgas zur Explosion brachte. Die Beschädigung der Ballonhülle macht umfangreiche Ausbesserungsarbei­ten notwendig, so daß mit einem neuen Aufstieg des Ballons in diesem Herbst kaum mehr zu rechnen sein dürfte.

Eingliederung ins Reich ist die Arbeitslosigkeit in der O st m a r k, die im März 1938 rund 600 000 betragen hatte, a u f ein Sech st el gesunken.

Der Bericht der Reichsanstalt für Arbeitsvermitt­lung veranschaulicht in geradezu drastischer Welse die Tatsache, in wie hohem Maße die frühere Ar­beitslosigkeit in das Gegenteil, in empfindlichen Mangel an Arbeitskräften, umgeschlagen ist, nicht zuletzt illustriert das die Tatsache, daß man zu den bereits werktätigen Frauen noch weitere 25 000 hinzuziehen mußte. Zum Vergleich erinnern wir daran, daß gegenüber den heutigen 21 Millionen Beschäftigten im Oktober 1932, also vor sechs Jahren, im tiefsten Stand des deutschen Wirtschaftsrück­ganges, 11,5 Millionen Beschäftigte bei 6 Millionen Arbeitslosen gewählt wurden. Aus diesen Zahlen folgt also, daß heute nicht nur all^ echten Arbeits­losen wieder in das Erwerbsleben zurückgeführt werden konnten, sondern daß auch so gut wie sämtliche A r b e i t s r e s e r v e n eingesetzt sind. Diese Tatsache kann man aber nur dann rich­tig würdigen, wenn man bedenkt, daß ja seit 1933 die Bevölkerungszahl merklich gestiegen und außer­dem noch das Saargebiet hinzugekommen ist. Es ergibt sich also gegenüber den beiden obengenann­ten Zahlen von 11,5 und 6 Millionen eine zusätzliche Arbeitskapazität von 3,5 Millionen. Die Ueber- führung einer vollen halben Million Arbeitsloser in die Reihen der Erwerbstätigen im Lande Oester­reich binnen eines halben Jahres besagt für die dortige Aufbauarbeit unter dem Nationalsozialis­mus genug.

10 lote, 19 Schwerverletzte bei einem Lastautounglück.

In der Ortschaft Felsenberg (Niederdonau) ereig­nete sich ein schweres Autounglück, das zehn Todesopfer gefordert hat und durch die unver­antwortliche Sorglosigkeit des Lenkers und Besitzers des Kraftwagens verursacht worden ist. Ein mit 29 Personen voll besetzter Lastkraftwagen eines Autounternehmers aus Neu-Dietmann fuhr auf der Straße von Edelbach nach Neu-Pölla mit einer Geschwindigkeit von etwa 60 Kilometer in die Ort­schaft Felsenberg ein. Infolge Verfallens der in schlechtem Zustande befindlichen Bremsen raste der Wagen, dessen Geschwindigkeit sich infolge des Ge­fälles noch steigerte, in einer Kurve gegen eine Gartenmauer und kippte schließlich um. Mmtliche Insassen wurden dabei mit voller Wucht g^en das an der Straße gelegene Haus geschleudert. Zehn von ihnen erlagen in kurzer Zeit ihren Wunden.

Die übrigen haben alle schwere Verletzun­gen davongetragen.

Fünfzehn riesige Benzinbehäller fliegen in die Luft.

Ein Explosionsunglück ereignete sich in Linden im Staate New Jersey, wo 15 riesige Ben­zinbehälter mit einem Inhalt von über 2 7 Mil­lionen Liter Benzin in die Luft flogen. Die Ursache ist noch unbekannt. Die Feuerwehr ist machtlos gegen das riesige Feuer. Die Flammen schlagen bis zu 100 Meter in d^ Luft, und die Hitze ist so stark, daß ein mehrer« Quadratkilometer großes Gelände geräumt werd-m mußte. Da in der Nähe des Brandherdes noch weitere Benzinbehälter stehen, be­schränkt sich die Feuerwehr darauf, diese vor einem Uebergreifen des Feuers zu schützen. Der Sachschaden beläuft sich nach den vorläufigen Schätzungen auf über eine Million Dollar.

Aulobus verunglückt. 3 Tote, 18 Verletzte.

Vor Metzdorf kam ein mit Arbeitern besetzter Auto­bus so dicht an die Straßenkante, daß er abrutschte und die etwa 15 Meter hohe Böschung hinab auf das Bahngleis der Strecke BitburgIgel stürzte. Bei dem Unglück sind drei lots, sechs Schwerver­letzte und zwölf Leichtverletzte zu beklagen.

Zahlreiche Opfer der Waldbrände in USA.

Entlang der Grenze zwischen Minnesota und Ontario (USA.) wüten noch immer große Waldbrände, die sich immer mehr ausdeh­nen. Bisher sind 17 Personen ein Opfer der Flammen geworden. Aus Dancetownship (On­tario) wird berichtet, daß man dort allein über 30 Personen in den in Flammen stehenden Wäl­dern vermisse. Der Schaden, vor allem an der Ernte, ist riesia. Zahllose Häuser, Schulen usw. fielen dem Riesenfeuer zum Opfer.

Vorzeitfunde in der Zuiderfee.

Beim Sandbaggern südöstlich von Schokland für den Deichbau des werdenden Nord-Ost-Polders sind in den letzten Monaten interessante Funde gemacht worden. Schokland ist eine in den letzten Jahrzehnten unbewohnte Insel in der Zuiderfee. Dort fand man im Boden den Schädel eines woll­haarigen Nashorns, einen Stoßzahn, einen Backen­zahn und eine Rippe von einem Mammut, den Schädel.eines Riesenhirsches, das Geweih eines Edel­hirsches, den halben Kiefer eines Wildschweines, Knochen von Rindern und Pferden. Die Funde stam­men aus der sogenannten holozänen Zeit und sind rund 25 000 Jahre alt.

Neuer Erfolg deutscher Bergsteiger.

Die Erfolge deutscher und italienischer Bergsteiger in diesem Sommer, die durch die Bezwingung der Eiger-Nordwand und des Nordpfeilers des Haupt­gipfels des Grandes Jorasses bekanntaeworden sind, werden mit der ersten Durchkletterung Der Nordwand des 3871 Meter hohen Montblanc de Chei- 1 o n (Wallis) ergänzt, die 800 Meter hoch, aus Eis und senkrechtem Fels gebildet, aufragt. In aller Stille hatten Ludwig S t e i n a u e r (München) und Wolf­gang G o r t e r (Bad Tölz) die Unternehmung vor­bereitet. Bei der Durchführung überraschte die Berg-

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