Ausgabe 
14.9.1938
 
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9J.Jport

noch

Wirtschaft

Spar-

drittes

Tor für sich buchen konnte.

Handball im Kreis Gießen

Börse

Leichtaihlelik-Großkamps aus dem Waldsporiplatz

oder daß sich im Endstand ein vollkommen Bild über die tatsächliche Stärke der beiden

11,5 ; 3.

Hessen-Nassauischer

Sparkaffentag 1938.

(mit Krä-

Auf einer am letzten Sonntag in Kassel statt­gefundenen Besprechung der Kreisfachwarte und Staffelleiter wurde der Beginn der Pflichtspiele für die Staffel 4 der Bezirksklasse auf den 25. September festgesetzt. Die dazwischen liegende kurze Zeitspanne erklärt sich aus der Tatsache, daß jeder Sonntag be=c nutzt werden muß, um die Spiele der aus 11 Mann­schaften bestehenden Staffel alle rechtzeitig unter Dach und Fach zu bringen. Die 1. und 2. Kreis­klasse beginnen wahrscheinlich am 2. Oktober, wäh­rend die Jugend am 9. Oktober eingesetzt wird.

Nachdem inzwischen bereits eine Reihe von Probetreffen" stattgefunden hat, läßt sich auch die Auswirkung der neuen 13-m-Regel übersehen. Für viele Vereine, aber auch für einen großen Teil der Zuschauer, wird es sehr schwer fallen, sich einzu­passen. Es ist nicht ausgeschlossen, daß der Ausgang eines Spieles noch in letzter Minute durch einen leichtsinnig herbeigeführten Wurf entschieden wird

falsches Mann-

47,5 Sek.; 3. TG. Friedberg, 49,2 Sekunden.

Vereinszweikampf der Jugend A. DfB.-R. Io. Heuchelheim 51:27.

10 0 Meter: 1. E. Rinn, Heuchelheim, Sekunden; 2. G. Menzel, BfB.-R., 11,7 Sek.

Als die Korpsführung den Motorsturm 4/M. 147 mit der Vertretung des RSKK. beim Basketball­turnier der NS.-Kampfspiele betreute, war es klar, daß zu einem ehrenvollen Abschneiden sehr viel Ar­beit gehörte. Ein eifriges, zielbewußtes Training setzte ein, das seinen Abschluß durch einen Lehrgang fand. Gut gerüstet ging die Fahrt am 4. September nach Altdorf bei Nürnberg ins Sportlager des NSKK. hier waren alle Leistungssportler des NSKK. zusammengezogen. In dem alten Städtchen, auf dessen ehemaliger Universität auch Wallenstein studierte, verlebten die Männer des 4/M. 147 Tage schönster Kameradschaft mit den anderen Kampf­spielteilnehmern, von denen sehr viele aus der Ost­mark stammten.

Bei der Auslosung zum Turnier hatten die Gie­ßener insofern Pech, als sie im ersten Spiel gegen die Nationalmannschaft'antreten mußten. Trotzdem ging es mit frischem Mut in den Kampf, denn wenn auch die Reichsmannschaft über die besseren Einzel­könner verfügte, so war doch noch Hoffnung vorhan­den, durch bessere Mannschaftsarbeit ehrenvoll ab­zuschneiden, schon deshalb, weil der Gegner in einem Trainingsspiel in Gießen knapp geschlagen wor­den war.

Leider kam es anders! Durch allzugroße Nachsich­tigkeit des-Schiedsri^hters gegenüber der DRL.- Mannschaft waren die NSKK.-Männer etwas depri­miert und lagen bei Halbzeit schon mit 20:3 im Rückstand. Die zweite Halbzeit war dafür ausge­glichen und beim Schlußpfiff war das Spiel mit 26:9 verloren.

Das nachfolgende Spiel sah die jf mit 32:12 über das NSFK. siegreich. Da im k. o.-System gespielt wurde, kamen die Hessen nur noch für den 3. Platz in Frage. ,

Diesen eroberten sie sich im schönsten Spiel des Turniers. Gegner war das NSFK. In einem technisch und taktisch überlegenem Spiel wurden die Flieger mit dem Endergebnis von nicht weniger als 36:2 überzeugend geschlagen. Deckung und Angriff arbeiteten hervorragend und ließen den Gegner zu keiner Aktion kommen.

Bei der Siegerehrung überreichte der Reichssport­führer persönlich den Männern die Siegerplaketten

und gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß ein einziger Sturm eine so erfolgreiche Mannschaft stellte.

Es war ein besonderes Erlebnis für die Männer, daß sie am Sonntagmorgen die Kundgebung in der Luitpoldarena mitmachen und zusammen mit den anderen Kampfspielteilnehmern im ersten Marsch­block am Führer vorbeimarschieren durften.

59 Punkte.

Eugene: 1. Willi Bepperling 118 Punkte, 2. Hugo Schreiner 103, 3. Wilhelm Ott 82, 4. Wal­ter Ott 81, 5. Erich Marschek 79, 6. Kurt Felde 70, 7. R. Schubecker 65, 8. R. Erdmann und Alfred Spaar je 54, 9. Ernst Sauer 52 Punkte.

VfB.-R., 2:20,7 Min.; 2. Rinn, Heuchelheim, 2:25,8 Min.; 3. Kreuter, Heuchelheim, 2:27 Min. hoch- sprung: 1. Rinn, Heuchelheim, 1,55 Meter; 2. Diedrich, DfB.-R., 1,52 Meter; 3. Rühl, VfB.-R., 1,52 Meter. Weitsprung: 1. h. Mootz, DfB.-R 5,49 Meter; 2. Diedrich, VfB.-R., 5,45 Me­ter; 3. Krüger, Heuchelheim, 5 Meter. Kugel-

schaften widerspiegelt. Das Handballspiel wird durch die neue Regelung zweifellos für das Auge schöner und im KampsMann gegen Mann" auch anständi­ger. Die Schiedsrichter jedenfalls haben Anweisung, mit der ganzen Strenge der Bestimmungen durch­zugreifen und keinerlei Nachsicht walten zu lassen.

Die Spiele des letzten Sonntags:

Der Mtv. Gießen hatte die 1. und Jugendmann­schaft des Tv.s Garbenheim zu Gast, die beide sehr schöne Spiele lieferten.

Der VfB.-R. gab eine gute Antrittsvorstellung. Die Mannschaft, die erst vor einiger Zeit zusammen­gestellt wurde, gewann ziemlich klar gegen Duten­hofen 15:10. Die Heuchelheimer warteten vergeblich auf den Gegner. MSV. Hanau trat trotz ordnungs­gemäßer Zusage nicht an.

st o ß e n- 1 Sack, Heuchelheim, 11,89 Meter; 2. Herr­mann, VfB.-R., 10,45 Meter; 3. h. Mootz, VfB.-R., 9 47 Meter. Diskuswerfen: 1. Sack, Tv. Heuchelheim, 28,90 Meter; 2. Kreiling, Heuchelheim, 23 77 Meter; 3. Herrmann VfB.-R., 22,87 Meter. _ 4X100-Meter-Staffel: 1. VfB.-R. 48,8 Sek.; 2. To. Heuchelheim 53,8 Sek.

Rundfunkprogramm

Donnerstag, 15. September.

5 Uhr: Frühmusik. 5.45: Ruf ins Land. 6: Gym­nastik. 6.30: Frühkmnert. In der Pause, 7: Nach­richten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Bäderkonzert. 9.40: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 10: Schul­funk. Volksliedsingen. 12: Mittagskonzert. 13: Nach­richten. 13.15: Mittagskonzert (Fortsetzung) 14: Nachrichten. 14.10: Tip Top! 15: Für unsere Kinder:Zwetschenkuchen". 16: Aus dem Palmen­garten Frankfurt a. M.: Nachmittagskonzert. 17: England Deutschland. Spielende Dorfkinder dort und hier. 17.30 Nachmittagskonzert (Fortsetzung). 18: Zeitgeschehen. 18.30: Der fröhliche Lautsprecher. 19: Allerlei vom Sport der Woche. 19.10: O holde Frau Musica. 20: Nachrichten. 20.15: Adolf Hitler: Mein Kampf, Hauptamtsleiter Pg. Baur spricht anläßlich der Vier-Millionen-Auflage des Führer­buches. 20.30: Unser singendes klingendes Frank­furt. 22: Nachrichten. 22.20: Unsere Kolonien. 22.30: Volks- und Unterhaltungsmusik. 24; Nachtkonzert I,

VfB.-R., 12,55 Meter; 3. Lang? To. Heuchelheim, 11,56 Meter. 4X100-Meter-Staffel: 1. VfB.-R. Gießen, 46,9 Sek.; 2. To. Heuchelheim,

Kälber und Schafe rege.

Rhein-Mainische Börse. rMllagsbörse schwächer. Frankfurt a. M., 13. Sept. An der

Film: Deutsche Amateur-Meisterschast im Einer-Streckenfahren

Die Gießener Radfahrer-Vereinigung hatte für den vergangenen Sonntag ihre Mitglieder und Freunde zu einem Filmabend in den Burghof ein­geladen. Vereinsführer E. Hauck hieß die Be­sucher, die den Saal bis auf den letzten Platz füll­ten, herzlich willkommen und erinnerte in kurzen Zügen an die großen Veranstaltungen, die der Rad- fportsaison 1938, die Ruhmesblätter in der Geschichte der Radfahrer-Vereinigung geworden feien. Im An­schluß daran wurde ein Film gezeigt, der die Rad­rennen bei den Olympischen Spielen im Jahre 1936 zeigte, die in vielen Bildern festgehalten waren. Mit besonderem Interesse erwartete man dann den Film­streifen, von der durch die Gießener Radfahrer-Ver­einigung veranstalteten Deutschen Amateur-Meister­schaft im Einer-Streckenfahren. In rascher Folge sah man Bilder vom Start, der'eindrucksvoll bewies, welche bedeutungsvolle Veranstaltung das Rennen darstellte. Dann folgten einige Szenen aus dem Rennen, insbesondere auf der schlechten Wegstrecke bei Staufenberg, die so vielen Fahrern zum Ver­hängnis geworden war. Den Abschluß bildeten Zeit­lupenaufnahmen vom Ziel, die die letzten Meter des Kampfes in allen Einzelheiten erkennen ließen. Die Zuschauer folgten mit größter Aufmerksamkeit und bedauerten nur, daß man nicht auch Ausschnitte aus dem hochinteressanten Rennoerlauf zu sehen bekam.

F.-Gp.-V. 1926 Steinbach.

Steinbach I Watzenborn-Steinberg II 3:2 (1:1).

Am Sonntag trug Steinbachs neu um gruppierte 1. Mannschaft ein Freundschaftsspiel in Watzenborn- Steinberg aus. Das jederzeit anständig durchge­führte Spiel begann mit beiderseitigen forschen An­griffen, die jedoch vorerst nichts einbrachten. Durch

sammen.

Es kamen ausgezeichnete Leistungen zustande. Schleenbecker übersprang 1,90 Meter einwandfrei, in der Mitte gemessen (wahrscheinlich deutsche Best­leistung für Junioren) während zwei Jugendliche (Bepperling und h. Schreiner) im Hochsprung auf 1,70 bzw. 1,65 kamen, ebenfalls gute Leistungen für Jugendliche. Schleenbecker stieß schließlich noch

fünf Hebungen), 2. Karl Will 100, 3. Hans mer 94, 4. Emil Becker und Otto Bodenbender je 92, 5. August Wicke 88, 6. Karl Spaar 84, 7. Heinrich Wicke'82, 8. Ernst Bodenbender 79, 9. Karl Erd­mann 78, 10. Willi Karber 68, 11. Karl Schwarz II.

Vergangenen Sonntag herrschte auf dem Wald­fportplatz des VfB.-R. Hochbetrieb. Die Jugendlichen der TG. Friedberg, des Tv. Heuchelheim und des VfB.-Reichsbahn traten zu Mannschaftskämpfen an. Ferner die Frauen der TG. Friedberg und des VfB.-R. Es gab eine Fülle hervorragender Leistun­gen und prächtige Kämpfe.

Die Ergebnisse.

Frauen: DfB.-R. Gießen TG. Friedberg 21:13.

100 Meter: 1. L. Diehl, VfB.-R., 13,3 Sek.. 2. Frau hink, Friedberg, 13,5; 3. Elfr. Schmidt, VfB.-R., 14,2 Sekunden.- Weitsprung: 1. Frau hink, Friedberg, 4,84 Meter; 2. L. Diehl, DfB.-R., 4,71 Meter; 3. Luise Weber, VfB.-R., 4,30 Meter. Kugelstoßen: 1. Elfr. Schmidt, VfB.-R., 9.57 Meter; 2. Gertrud Muhl, VfB.-R., 9,35 Meter; 3. Frau hink, Friedberg, 8,36 Meter.

4 X 100 - Meter - Staffel: 1. VfB.-R., 54,6 Sekunden; 2. TG. Friedberg, 55,2 Sekunden.

Dereinsdreikampf Jugend A.

1. DfB.-R. Gießen 49 Punkte; 2. Tv. Heuchelheim 32 Punkte; 3. TG. Friedberg 30 Punkte.

100 Meter: 1. E. Rinn, Heuchelheim, 11,5 Sek.; 2. G. Menzel, VfB.-R., 11,7 Sek.; 3. Lang, Tv. Heuchelheim, 12 Sekunden. 400 Meter: 1. Messerschmidt, Friedbg., 56,8 Sek.; 2. W. Schwarz, DfB.-R., 57 Sek.; 3. K. Schäfer, VfB.-R., 58,1 Sek. 1 5 00 Meter: t Messerschmidt, Friedberg, 4:26 Min.; 2. K. Gemmer, VfB.-R., 4:28,4 Min; 3. C. Heller, VfB.-R., 4:36,1 Minuten. Weit- fprung: 1. G. Menzel, VfB.-R., 6,35 Meter; 2. E. Rinn, Heuchelheim, 6,28 Meter; 3. Gärtner, Friedberg, 5,71 Meter. Kugel st aßen : 1. G. Menzel, VfB.-R., 13,52 Meter; 2. Artur Schmuck,

12 Meter Kugel.

' Die Ergebnisse:

Aktive: 1. h. Schleenbecker 142 Punkte

4/JH147 beim VaskelbMurmer der AS.-Kampsspiele.

NSG. Der diesjährige Hessen-Nassauische kassentag findet am 8. Oktober in Bad Salzschliss statt. Außer Ansprachen des Verbandsvorsitzenden, Dberbürgevmeister a. D, Dr. Stadler (Kassel), und des Präsidenten des Deutschen Sparkassen- und

146,25, Verein. Stahl von 99,50 auf 98,50, Mannes­mann von 105 auf 104, Metallgesellschaft von 124 auf 122,50 AEG. von 108,50 auf 107 und Adler­werke von 103,25 auf 102,50 zurück, anderseits waren Schuckert auf 167 nach anfangs 165,75 er­höht.

Der Freiverkehr lag sehr ruhig. Din gier etwas schwächer mit 84,50 bis 86,50, auch Katz & Klumpp nur knapp gehalten mit 90 bis 91, im übrigen hörte man die letzten Bewertungen. Tages­geld unDt. 2,50 d. h.

Abendbärfe: Weitere Rückgänge.

Jrn Anschluß an den Mittagsverkehr war auch die Abendbörse schwach gestimmt, da sich die Ab­gaben fortsetzten. Obwohl die durchschnittlichen Rück­gänge von 0,50 bis 1,50 v. h. größtenteils An­passungen an den Berliner Schluß darstellten, wurde auch dieser Stand vielfach noch bis zu l v. h. das an fti) schon geringe Geschäft völlig zusammen, unterschritten. Da auf dem ermäßigten Stand auch etwas Kaufinteresse oorlag, waren die Umsätze teil­weise etwas lebhafter. Am stärksten ermäßigt lagen Bemberg mit 124,50 (127,50). Von Montanwerten verloren Rheinstahl 2 v. h. auf 132, Buderus 1,25 v. h. auf 106, Hoesch 1,25 v. h. auf 104,50, Deutsche Erdöl 1,50 v. h. auf 120, Mannesmann 0,50 v. h. auf 103,50 und Verein. Stahl 0,75 v. h. auf 97,75. JG.-Farben senkten sich auf 145,75 (146,25), Metall­gesellschaft auf 122 (122,75), Scheideanstalt blieben zu 200 behauptet. Von Maschinenaktien ließen De­mag 1,25 v. h. auf 139,50, Rheinmetall 1 v. h. auf 122 und Adlerwerke 0,50 v. h. auf 102 nach. Etwas erholt waren AEG. auf 107,75 (107), andererseits Gesfürel 126,50 (127,50). Von Schiffahrtsaktien ka- men Nordd. Lloyd nach Pause mit 63 zur Notiz. Am Einheitsmarkt fielen Kahlgrund Eisenbahn auf 30 (32) zurück, Bankaktien notierten unverändert. Renten lagen weiter sehr still und wenig verändert. Farben-Bonds wurden 0,13 v. h. niedriger gefragt mit 121,50 und Kommunal-Umschuldung bewegten sich bei 94,20 nach 94,25.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 13. Sept. Auftrieb: Kälber 537 (gegen 552 am 6. Sept.), hämmel und Schafe 409 (328), Schweine 1971 (1643). Notiert wurden je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Kälber a) 63 bis 65 (63 bis 65), b) 55 bis 59 (56 bis 59), c) 44 bis 50 (48 bis 50), d) 35 bis 40 (36 bis 40).

hämmel b2) 46 bis 50 (50 bis 52), c) 41 bis 45

(42 bis 45), d) 36 bis 38 (38 bis 40); Schafe

a) 39 bis 42 (39 bis 42), b) 33 bis 38 (36 bis 38),

c) 23 bis 32 (25 bis 32). Schweine a) 59 (59), bl) 58 (58), b2) 57 (57), c) 55 (55), d) 52 (52); Sauen gl) 56 (56). Marktverlauf: Kälber und Schweine zugeteilt, hämmel und Schafe mittel­mäßig.

Giroverbandes ist ein Vortrag des Präsidenten des Institutes für Konjunkturforschung, Professor Dr. Wage mann (Berlin), überWachsende Staats­aufgaben in aller Welt" vorgesehen.

Gießener Gchlachtviehmarkt.

Zum gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtviehverteilungsmarkt) in der Viehversteige- rungshalle Rhein-Main in Gießen wurden 5 Ochsen, 2 Bullen, 28. Kühe, 31 Färsen, 130 Kälber, 125 Schweine, 13 Schafe aufgetrieben.

Preise: Ochsen 42 bis 44 Pf., Bullen 41 bis 42, Kühe 16 bis 42, Färsen 39 bis 43, Kälber 36 bis 61, Schafe 35 bis 46 Pf. je V2 kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht fol­gende Preise bezahlt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,16 RM., Klasse bl (135 bis 149,5 kg) 1,14 RM., Klasse b2 (120 bis 135,5 kg) 1,12, Klasse c (100 bis 119,5 kg) 1,08, Klassen d bis f (unter 100 kg) 1,02, Klasse gl (fette Specksauen) und i (Altschnei­der) 1,10, Klasse g2 (andere Sauen) und h (Eber) 1,06 RM.

Marktoerlauf: Großvieh und Schweine zugeteilt.

Hessische Friseure tagen in Frankfurt.

LPD. F r a n k f u r t a. M., 13. Sept. Die Bezirks­stelle Hessen im Reichsverband des Friseurhandwerks hielt eine Tagung der Fachbeiratsleiter und Fach­lehrer in Frankfurt a. M. ab, die von den 50 In­nungen des Bezirks gut beschickt war.

Der Bezirksinnungsmeister und kommistansche Bezirksfachbeiratsleiter W e i Öner (Frankfurt a. M.) erstattete das Hauptreferat und gab die Richtlinien für die künftige Arbeit bekannt, die ohne Eigen­nützigkeit allen Berufskameraden zugute kommen soll. Um das fachliche Leben aufs stärkste zu akti­vieren, stellte er hauptsächlich folgende Punkte auf: Genaueste Prüfung aller modischen Neuheiten auf ihre nutzbringende Verwendung im Friseurhandwerk, jedwede Förderung des Nachwuchses und Heran­ziehung der besten Lehrlinge zu einem Lehrlings- Städtewettkampf, der im Frühjahr in Frankfurt stattfindet, zweckmäßige Vorbereitung aller Berufs­angehörigen für ihre Meisterprüfung, soweit sie diese dis zum Schlußtermin im Jähre 1939 noch nachholen müssen.

Zur praktischen Nutzanwendung führten Fachbei­ratsmitglieder der Frankfurter Innung eine Reihe modischer und historischer Frisuren vor. Ferner wurde über Aufgaben des Friseurberufs im Nahmen des zweiten Vierjahresplanes gesprochen und allen Innungen zur Pflicht gemacht, sich für die Haar­abfallsammlungen usw. nachdrücklich einzusetzen. Im Anschluß an die Beratungen fand das Abschluß­frisieren der Teilnehmer der Fortbildungskurse der Frankfurter Innung statt, das zeigte, welch hohe Leistungen durch die Schulungsmaßnahmen der In­nungen erzielt werden.

ein Mißverständnis des sonst sehr guten Torhüters von Steinbach gelang denTeutonen" der erste Tref­fer. Jedoch lange sollte diese Freude nicht dauern. Bei einem plötzlichen Durchbruch des ausgezeichneten Mittelstürmers Kraft konnte der Torhüter derTeu­tonen" den Ball gerade noch um den Pfosten len­ken. Der von Kemmler gut hereingegebene Eckball wurde von Kraft unhaltbar zum Ausgleich verwan­delt. Bei diesem Stande ging es in die Pause. Den Wiederbeginn eröffnete Steinbach mit fchönen Kom­binationen des gesamten Sturmes. Vorerst reichte es nur zu einigen Eckbällen, die aber nichts ein­brachten. Eine schöne Flanke von Kemmler krönte Hahn mit dem zweiten Treffer. In der 57. Minute kamen dieTeutonen" wieder auf 2:2 heran. Kraft riß nochmals feinen Sturm nach vorne, fetzte den Rechtsaußen ausgezeichnet ein, der den Ball gut aufnahm und sofort schoß. Vor dem Tor prallte der Ball Haas direkt vor die Füße; besonnen schoß er zum Siegestor ein. Steinbach hat bewiesen, daß es für die Verbandsspiele gerüstet ist. Die Mann­schaft steht mit Deuker; Schmitt, Becker; Schneider, Becker, Arnold; Kemmler, Ordi, Kraft, Haas, Hahn.

Klein-Linden 1. Jugend Rodheim 1. Jugend 4:3 (1:1).

Bei dem Freundschaftsspiel der beiden 'Jugend­mannschaften am Sonntag trat Rodheim nur mit zehn Mann an, legte aber zu Beginn mächtig los und konnte bald den Führungstreffer erzielen. Zehn Minuten später glich Klein-Linden aus. Nach der

Abturnen in Ruttershausen.

Zchleenbecker erreicht im Hochsprung 1,90 Meter.

Am Sonntag veranstaltete die Turneroere'inigung Ruttershausen bei günstigem Wetter ihr Abturnen. Die Beteiligung war außerordentlich gut. Geturnt wurde in zwei Stufen für Aktive und Jugendliche. Die Hebungen der Aktiven setzten sich aus einem Sechskampf (50-Meter - Kleinkaliberschießen, 75- Meter-Lauf, hoch- und Weitsprung, Kugelstoßen und Schleuderballwerfen), und die der Jugend aus einem Fünfkampf (100-Meter-Lauf, hoch- und Weitsprung, Kugelstoßen und Diskuswerfen), zu­

hat sich die Zurückhaltung eher verstärkt, insbeson­dere lagen Kaufaufträge der Kundschaft kaum vor, und auch die Aufnahmebereitschaft gegenüber dem in kleinem Umfange vorliegenden Angebot, das zu­meist zu Glattstellungen resultierte, war nur gering.

An den Aktienmärkten überwogen daher bei Eröffnung mäßige Rückgänge, die nur in ein­zelnen Werten stärkeres Ausmaß als 0,50 bis 1 v. h. erreichten. Verhältnismäßig matt lagen JG.-Farben mit 146,50 (148,50), Scheideanstalt mit 200 (203,50) und Th. Goldschmidt mit 125,50 (127,25). Bei Mon­tanwerten hielten sich die Rückgänge in engen Gren­zen mit minus 0,25 bis 0,50 0. h., nur hoesch ver­loren 1 v. h. und Mansfelder nach Pause 1,50 0. h. Maschinen- und Motorenwerte gaben bis 1 v. h. nach, Adlerwerke jedoch 2 v. h. gedrückt mit 103,25 und Rheinmetall minus 1,25 auf 123. Der Elektro­markt lag sehr still, AEG. bröckelten auf 108,50 (109,50) ab. Bei den übrigen zunächst nur spärlich notierten Werten waren keine Veränderungen von Belang festzustellen.

Am R?ntenmarkt blieb das Geschäft ruhig. Weiter rückläufig lagen Reichsaltbesitz mit 129,25 (129,45), ebenso Kommunal-Umschuldung mit 94,25 (94,30). Reichsbahn-VA. unv. 123,65, ebenso Städte- Altbesitz mit 135 und späte Schuldbücher mit 98,65. Der Pfandbriefmarkt brachte nur bei Liquidations­werten geringfügige Abweichungen, wie auch In­dustrie-Obligationen und Stadtanleihen keine ein­heitliche Haltung aufwiesen. Staatspapiere notierten zumeist unverändert. .

Im Verlaufe schrumpfte am Aktienmarkt so daß weitere Schlüsse kaum erfolgten. Die Kurse blieben auf dem Anfangsstand gut behauptet und wurden zum Teil mäßig höher bewertet. Farben­industrie erholten sich um 0,50 v. h. auf 147 und Berger Tiefbau um 0,65 v. h. auf 143,65. Die später notierten Papiere wiesen nur leichte Schwan­kungen auf, wobei am Elektromarkt mäßige Befesti­gungen überwogen.. Anderseits gingen Südd. Zucker um 3 d. h. auf 205 und Holzmann um 1,50 0. h. auf 145,25 zurück. Der Schluß der Börse war allge­mein schwächer. JG.-Farben fielen von 147,25 auf

der zwischen Angersbach und Bad Salzschlirf ge­legenen Burgruine Wartenberg, auf der gegenwärtig unter Leitung von Studienrat i. R. Maurer (Lauterbach) Ausgrabungen ftattfinben. Dieser hatte auch für den Alsfelder Besuch die Füh­rung durch die Burgruine übernommen. In inter­essanten Ausführungen gab Studienrat Maurer an Hand zahlreicher Funde einen Heberblick über die einstige Burg. Don besonderem Interesse ist die Feststellung, daß sich unterhalb der Burgmauern älteres Mauerwerk befunden hat, das in die ger­manische Zeit gehört. Auch dos Wappenschild der Burgherren von Wartenberg ist gefunden worden. Nach zweistündigem Aufenthalt auf der Burg nah­men die Besucher mit herzlichen Dankesworten Ab­schied von der Lauterbacher Führung, um in dem nahen Bad Salzschlirf noch einige gesellige Stunden zu verleben. Im Zusammenhang mit den Ausgra­bungen hat der Alsfelder Geschichts- und Altertums- nerein sich erneut mit dem Plan befaßt, eventuell auch Ausgrabungen an der Alsfelder Burg, der nachweislich ältesten Befestigung in Alsfeld, vorzunehmen, deren Umriffe noch gut er­halten sind.

kreis Wehlar.

c Frankenbach, 12. Sept. Gemeinderechner Johannes Brück, der seit nahezu 18 Jahren das Amt des Gemeinderechners bekleidet, schied am 31. August aus gesundheitlichen Gründen und wegen seines vorgeschrittenen Alters aus dem Dienst. Seine Amtsführung war stets vorbildlich. Er erfreut sich aller Beliebtheit. Im Weltkrieg kämpfte er vier Jahre mit, verlor zu Ende des Krieges das rechte Bein und geriet in englische Gefangenschaft.

Lang, Heuchelheim, 12 Sekunden. 4 00 Meter: 1. W. Schwarz, DfB.-R., 57 Sek.; 2. K. Schäfer, DfB.-R., 58,1 Sek.; 3. Hahn, Heuchelheim, 59,9 Sekunden. 1 5 0 0 Meter: 1. K. Gemmer, DfB.-R., 4:28,4 Min.; 2. C. Heller, DfB.-R., 4:36,1 Min.; 3. Bepler, Heuchelheim, 4,44 Minuten. Hochsprung: 1. W. Schwarz, VfB.-R., 1,70 Me­ter; 2. G. Marquardt, VfB.-R., 1,65 Meter; 3. Schmidt, Heuchelheim, 1,55 Meter. Weit- fprung: 1. G. Menzel, VfB.-R., 6,35 Meter; 2. E. Rinn, Heuchelheim, 6,28 Meter; 3. E. Oehler, VfB.-R., 5,62 Meter. Diskuswerfen: 1. Artur Schmuck, VfB.-R., 32,33 Meter; 2. Rudi Büdenbender, DfB.-R., 32,15 Meter; 3. Lang, Heuchelheim, 29,60 Meter. Kugelstoßen: 1. G. Menzel, VfB.-R., 13,52 Meter; 2. A. Schmuck, VfB.-R., 12,55 Meter; 3. Lang, Heuchelheim, 11,56 Meter. 4X1 00-Meter-Staffel: 1. VfB.- Reichsbahn, 46,9 Sek.; 2. Tv. Heuchelheim, 47,5 Se­kunden. 10 X - V2 - Rundenstaffel : 1. DfB.-R., 4:32 Min.; 2. Tv. Heuchelheim, 5:27,3 Minuten.

Wannschaftskampf.

DfB.-R. Tv. Heuchelheim Jugend B 35:29.

1 00 Meter: 1. Diedrich, VfB.-R., 12,1 Sek.; 2. Herrmann, VfB.-R., 12,5 Sek.; 3. Krüger, Heuchel­heim, 13,3 Sek. 8 0 0 Meter: 1. Cawein,

Halbzeit waren die Platzbesitzer stark überlegen und übernahmen mit ihrem zweiten Tor die Führung, jedoch konnte Rodheim erneut ausgleichen. Allmäh­lich machte sich aber die zahlenmäßige Unterlegen* heit der Gäste stark bemerkbar, und Klein-Linden konnte zwei weitere Tore schießen. Im Gefühl ihres sicheren Sieges fielen die Gastgeber aber gegen Spielende ab, so daß Rodheim noch ein drittes