Arbeitsmaiden proben für Breslau
Wirtschaft
193,25. .
Am Rentenmarkt blieb es recht ruhig- Einige Umsätze erfolgten zunächst nur m Korn- rnunal-Urnschuldung zu unv 95 70 Reichsaltbesitz bröckelten 0,25 v. H. ab auf 131, Reichsbahn-Ml. unv 124,40. Für Dekosama-Saarausgabe hielt Die Nachsrage bei etwa 111 an. Am Psandbri-imarkt lagen Liguidationswerte bis 0,25 v. j). schwacher,
itben. Eine gut hr begrüßensm .andwirtschaflliche irte^iLsminterur: i)Qbigungtii bind
*
Paddelzweier „ohne'
Geschichte einer feuchten Verlobung.
Don Peter Sixt.
Abendbörse gut behauptet.
Die Kurse blieben an der Abendbörse auf dem etwas verbesserten Stand des Mittagsverkehrs überwiegend gut behauptet. Zu nennenswerten Umsätzen kam es auf keinem Marktgebiet, da sowohl Käufe als auch Verkäufe kaum vorgenommen wurden. Lediglich in der Farben-Aktie kam etwas Material heraus, so daß sich der Kurs weiter etwas senkte auf 152,40 bis 152 (152,50). Etwas niedriger gefragt waren MAN. mit 129 (130), Daimler mit 133,25 (133,50). Von Bergwerkswerten gewannen Rheinstahl und Verein. Stahl je 0,25 v. S). auf 142 bzw. 105, Buderus 0,50 v. H. auf 115, wahrend Hoesch mit 110 und Mannesmann mit 109,aO vo behauptet blieben. Sonst veränderten sich u. a. Ge fürel auf 132,50 (132), Holzmann auf 149,75 (149) Adlerwerke auf 112,50 (112) und Schuckert auf 167,75 (167,50). Unveränderte Kurse zeigten u. a. Bembera mit 134,75, Scheideanstalt mit 220, Moe- nus mit 128, Rheinmetall mit 128,25, DDM. mit 168 und alle Bankaktien.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a.M., 13.Juli. Es notierten ((Betreibe je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W13 210, W 16 213, W 19 217, W 20 219, Roggen R 12 180, R 15 183, R 18 187, R19 189 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste —, Jftjtto“ Hafer —. Weizenmehl Type 812 W13 29,10, W 16
toqer Ä ß ,be«wt(n ? Itu
M 1 ÖQre k.rr^ X hatte, Jfe.Si
n
n' Vie er irJ?1 * «M
SW W verurteilt. . ereinbrecher stet.
M) Bor einifth
Scheiben ein. N.Sest°hle, ^ut0 Vorgefühl Jj1 Sertrünnnerts den Motz " W wertvolle ?uto, ohne U
■9r ist es gelungen
Kreis Aisfeld.
। 8 'Alsfeld, 12. Juli. Der hiesige Zweig- verein des VHC. unternahm am Samstag und Sonntag eine Wanderung in das Knüllgebirge, wobei der interessanten Ruine Bur g H a u U e ck in der Rahe des Stoppelsberges bei Neukirchen ein Besuch abgestattet wurde. Die Burgruine ist tn ihrem Hofe zu einem herrlichen Freilichttheate r mit etwa 600 Sitzplätzen umgewandelt worden. Zum Schluß fand unter sachkundiger Führung eine Besichtigung von Bad Hersfeld statt.
A 21 lsfeld , 13. Juli, Der R e i ch s a r b ei t s - dienst errichtet gegenwärtig hier in der verlanger- ten Jahnstraße eine Grotzdamp wasch erel, die voraussichtlich für mehrere Arberisdienstgruppen beftimmt ift. Der Unterbau wird aus Beton herge- ftellt während die Halle in einer Lange von etwa 40 Meter aus Holz errichtet wird. Die Fertigstellung soll noch im Laufe des Herbstes erfolgen. Die Wasch- anstatt wird auf städtischem Gelände errichtet, das
dann wieder bekäme. .
Wenn Kurt nun allerdings gemeint hatte er dürfe jetzt die ganze Strecke heim mit der erhöhten Last seines Bootes allein paddeln und ihm bei diesem trüben Gedanken schon ein wenig schwumm- ria zu Mute wurde, so -täuschte er sich gründlich: Kaum war das Mädchen in Kürze einigermaßen zu sich gekommen, so griff sie mit dem Reservepaddel, das sie irgendwo zu ihren Fußen aufgestöbert hatte, tüchttg zu wie die sicherste und er- fabrenste Paddlerin, und so gingen die beiden also daran, ohne viel Umstände und schweigend gegen alle Widrigkeiten die lange Heimfahrt zu schaffen. Einmal nur wechselten sie, im Sturm sie sichzu- rufend, kurz ein paar Worte aus denen Kurt er> fuhr daß seine unbekannte und, wie er sah, hübsche Fahrtgenossin, am liebsten sich allein auf dem Wasfer Herumtriebe, denn die Männer seien alle meist so „komisch" und bildeten sich gleich <»in, wenn sie mit einem Mädchen paddelten, auch sich besondere Männerrechte anmaßen zu dürfen, sturt vermochte, für seinesgleichen beschämt, keineswegs viel darauf zu erwidern, zumal sie auch noch ihre Behauptungen mit Beweisen belegte, die in gewisser
Manches Mädchen wäre Sonntags nicht ungern i mit ihm gepaddelt, denn Kurt war ein wirklich i netter Kerl. Wenn er in seinem Zweierbootsaß, < mit raschen Bewegungen ferner kräftigen Anne rudernd davonfuhr, dann Mute wohsmanche weibliche Auge seiner von Wind und Sonne gebräunten Gestalt mit dem fn^en klaren Gesich nach, und in manchem Madchenkopf tauchte bei einem Blick auf den vorderen, leeren, persenmng- überzogenen Sitz der Gedanke auf, wie schade.es doch sei, daß so ein junger Mensch allem umhen gonble... Aber Kurt wollte gar nichts anderes er lehnte weibliche Begleitung ab, denn — so war feine Meinung — mit den Paddelmadchen verhalte es sich wie mit den Schmiechen: wie diese ers ganz tapfer ihre. Schier allein tragen, wenn e m der Ebene geht, so tun jene am An^ng auch recht brav mit. Dann jedoch kommt nach einer ©eile unweigerlich der aus Liebe und Leid unschuldsooll gemischte, um Hilfe werbende Auaenaufschlag, der da heißt: „Ich weiß nicht, heute Ducken wich di Bretter auf den Schultern wie nochi me oder auf das Paddlerlatein übertragen: -Kinder, Kinder, kriegst du auch sooo 'ne Blasen an die Pfoten. Und dann ist es aus. Dann darfst du allem und im Schweiße deines Angesichts Zwanzig Kilometer im Gegenwind zurückpaddeln, wahrend stchvorblr e reizend anzusehendes, lockenkopfiges GeMpf mollig in Kissen und Decken hüllt und leise flötet. „Ist es "^Ö^Surt jeden — funtt der ihn nach dem Grund seines Allem paddelns fragte, und eine verächtliche Handbewegung deutete an: „Bei mir ohne! Daß das natur lick auf gewissen Seiten, die eine freundliche Berücksichtigung auf eine sonntägliche Einladung zu einer Paddeltour zu haben wähnte, AergerMs^her- vorrief ist zu begreifen, ändert aber nichts an Kurts Entschluß, hart zu bleiben. Umsonst.kenterten mit großem Geschick ab und Ssi sust dort wo er gerade fuhr, Boote, oder es riefen angeblich Cr trinkende ihn um Hilfe an: Wenn er h"fsbereit zu den Unfallsstellen steuerte und jeweils den mit dem feuchten Element anscheinend verzweifelt kämpfen den Menschen an Bord, gehievt hatte, stellte sich jedesmal nachträglich heraus, daß es .irgendeine Bekannte war, welche die Sache inßemert hatte.
IMttagsborje teilweise leicht erholt.
Frankfurt a. M., 13. Juli. Nach unemheit- lichem Beginn war die Börse am Aktienmarkt im Verlaufe auf Teilgebieten etwas erholt. Das Angebot hat nachgelassen und wurde größtenteils durch limitierte Aufträge der Kundschaft aufgesoaen, so daß der Markt etwas Boden erhielt. Größere Aufträge lagen allerdings trotz der niedrigen Kurse noch nicht vor, immerhin war die Umsatztatigkeit zeitweise verhältnismäßig lebhaft. Bevorzugt wurden die besonders abgesunkenen Montanpapiere, m denen größeres Geschäft zustande kam. Mannesmann 109 bis 109,25 (108,50) Derem Stich! 104,40 bis 104,65 (104), Rheinstahl 139,75 bis 140 (139), Hoesch 108,90 (108,13), Buderus 114,oO (114). JG -Farben lagen ziemlich ruhig und noch schwacher mit 152,40 (152,90), ferner büßten Metallgesellschaft erneut 2 v. H. ein auf 128, hingegen erholten sich Scheideanstalt um 1 v. H. auf 220 Der Elektromarkt brachte noch meist stärkere Abschwächungen so bei Felten auf 127,50 (129,40) und bet Gesfure^ auf 132 (133,75). Auch Maschinenwerte gingen noch um 0,50 bis 0,75 v. H. zurück Demag —1^13 vH auf 144,25, ferner ermäßigten sich Zellstoff Waldhof auf 142,75 (143,50). Reichsbank behauptet mit
um auf Kurts Vordersitz zu gelangen und vielleicht dadurch eine unter Freundinnen abgemachte Wette zu gewinnen, den jungen Hagestolz zu einer Fay" „herumgekriegt", oder ihm ein lustiges Schnippchen geschlagen zu haben. Freilich, nach der gemerkten Absicht verstimmte so etwas Kurt erst recht, und fortan gab er seinen Klubkameraden und Klub- kameradinnen halb ernst, halb scherzhaft zu verstehen, wenn er jemals wieder mit einem Mädchen im Vordersitz am Bootssteg anlegen sollte, konnten sie ihn gettost als mit der Betreffenden „verlobt betrachten. Aber er gedächte ihnen m Den nächsten Jahren keinen Anlaß dazu zu verschaffen...
Eines stürmischen Sonntags nun, als Kurt wie stets auf den Gewässern unterwegs war, einer der wenigen, die sich bei dem — was so ganz,j^nem Paddelgeschmack entsprach! — heftigen, S?wittmgen Sturmwetter mit ihrem „Kahn durch die Wellen schlingerten, geschah es, daß er wieder einmal, m einiger Entfernung mitten im großen See, ein Boot in Not" bemerkte. „Sicher wieder ein Schwindelmanöver", dachte er gewitzigt infolge besagter trüber Erfahrungen, zumal er einen weiblichen Insassen zu erkennen glaubte, nicht unähnlich einem Mädchen vom Klub, das in der Frühe trotzig allein herausgerudert war, nachdem er verschmäht hatte, sie mitzunehmen. Auf jeden Fall hielt er einmal auf die Stelle Sosehr vorsichtig sich heranpirschend, um eine gute Ruckzugsmoglichkeit ,u haben, falls sich' das Ganze wiederum als fm- ai°rt-° Schiffbruch Herausstellen fallt- Aber es schien doch ernst zu sein, denn offensichtlich war das tiefliegende Boot ziemlich vollgeschlageni ober leckte mächtig; die Paddlerin wenigstens schöpfte unergründliche Wassermengen aus dem Innern.
Kurt, dem sie bei genauerem Zusehen doch un- . bekannt war, bot ihr, nahe herankommend seine Unterstützung an, wurde aber zu feinem Erstaunen 1 reckt grob abgewiesen. „Ich werde schon allem ■ fertig", rief es zurück, wobei die Antwortende, die , in ihrem Badeanzug reizend aussah, nicht einen i Augenblick von ihrer Schopferarbeit aufblickte. „Dann eben nicht", dachte Kurt argerlich und mit einem kleinen Stachel im Herzen zog er werter seines Weges; im Innern mußte er jedoch 3uge^n, bah ihm bas Mäbel, wie sich es da tapfer mit dem Boot abrackerte und kühn (was ihm noch me vvr-
Franksurker Schlachtviehmarkk.
Frankfurt a. M., 14. Juli. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 1178 Rinder (darunter 240 Ochsen, 190 Bullen, 512 Kühe, 236 Färsen), 538 Kälber, 48 Hämmel, 17 Schafe, 115 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 36 bis 45 Mark, Bullen 34 bis 43, Kühe 20 bis 43, Färsen 34 bis 44; Kälber 35 bis 65; Hämmel 35 bis 50; Schafe 25 bis 42; Schweine 50 bis 57 Mark. — Marktverlauf: Rinder, Kälber und Schweine zuge- teilt; Hämmel und Schafe mittel.
Runbfnttfprogramtn
Freitag, 15.3u!L
5 Uhr: Frühmusik. 5.45: Ruf ins Land. 6: Gym-
nastik. 6.30: Frühkonzert. Wohlauf Kameraden aufs Pferd, aufs Pferd. In der Pause, 7: Nachrichten. 810- Gymnastik. 8.30: Bäderkonzert. 9.40: Mutter turnt und spielt mit dem Kind: Im Planschbecken. 10.30: Acht Tage vor dem großen Preis von Deutsch- land. Rennwagen und Motorräder auf dem Nur- burg-Ring. 12: Von der Reichsautobahn — Baustelle Nentershausen: Werkskonzert. Ausführung: Musikkorps des Jnf.-Regts. 116, Gießen. Leitung: Musikmeister Wohlfarth. 13: Nachrichten. 13.15: Don Saarbrücken: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 1410: Musikalische Kurzweil. 15: Kleines Konzert. 16: Vom Landessender Danzig: Nachmittagskonzert. ...und nun klingt Danzig auf. — Das Mikrofon unter- wegs —. 18: Zeitgeschehen. 18.30: Der fröhliche Lautsprecher. 19.10: Erinnerungen an Enrico Ca- ruso. Ein Gespräch zu britt von Dr. Erich Fortner. 20: Nachrichten. 20.15: Steierische Volks- unb Heimatlieber. 21.10: Schaltpause. 21.15: Die Heimat ruft Breslauer Festtage ber Auslanbsbeutschen. 22: Nachrichten. 22.30: Tanz unb Unterhaltung. 24 bis
, 3: Nachtkonzert.
iOen.
ü'S&i
Berlin
Dr-
&unh
n*
Starker Spareinlagenanstieg
bei den hessen-nassauischen Spartaffen.
Fwd. Bei ben hessen-nassauischen Sparkassen hat der Spareinlagenanstieg im laufenden Jahre schnelle Fortschritte gemacht. Der Gesamtbestand ber Spareinlagen erhöhte sich von 654,58 Millionen Mark auf 686,83 Millionen Mark. Die Zunahme betragt also 32,25 Millionen Mark ober 4,93 v. H. des Jahresanfangsbestanbes. Dieses Znuschenergebnis ist außerordentlich günstig. Im gleichen Zeitabschnitt des Vorjahres betrug bie Spareinlagenzunahme tn Hessen-Nassau 17,06 Millionen Mark, und auch im ersten Halbjahr 1936 wurden nut einer Bestands- erhöhung um 11,03 Millionen Mark die diesjährigen Ziffern nicht annähernd erreicht.
Am 30. Juni 1938 hatten die hessen-nassamschen Sparkassen in ihrer Gesamtheit erstmals die Spar - einlaaenbestände von 1914 überschritten. Sie verfügten am Ende des ersten Halbjahres 1938 über 102 v. H. des Dorkriegsbestandes, gegen 97 v.H. am 31. Dezember 1937 und 88 v. H- am Ende des Jahres 1936. Einen erheblichen Anstieg haben auch die von den hesien-nassauischen Sparkassen verwalteten Depositen-, Giro- und Kontokorrenr- einlaaen zu verzeichnen. Sie erhöhten sich im Laufe des ersten Halbjahres 1938 von 104,83 Millionen Mark um 11,74 Millionen Mark auf 116,57 Millionen Mark. Die. Zunahme beträgt 11,20 v. H. des Bestandes vom 31. Dezember 1937.
Die Gesamteinlagen der 54 hessen-nassauischen Sparkassen sind in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres mithin um 43,99 Millionen Mark auf 803,40 Millionen Mark gestiegen.
Landeskommunalbank-Girozentrale für Hessen.
der Reichsarbeitsdienst zu diesem Zwecke von der Stadt gepachtet hat. Da ber Betrieb nur mit Zivil- angestellten arbeiten wird, ergibt sich eine neue willkommene Arbeitsgelegenheit für weibliche Arbeitskräfte. — Das langjährige (3a ft haus „Vater- I a n b" bahier hat am 1. Juli für immer feine Pforten g e f ch l o s f e n. Der mit bem Anwefen verbun- bene Saalbau steht zur Zeit unbenutzt. Die Eigentümerin bes Anwesens, bie Genossenschaftsbrauerei Alsselb, hat Antrag auf Nieberlegung bes Saales gestellt. Die Entfcheibung über den Antrag ist aber noch nicht getroffen. Wie wir hören, hat sich bie Stabtverwaltung gegen bie Nieberlegung bes Ge- bäubes ausgesprochen, ba bie Erhaltung bes Saales im öffentlichen Interesse liegt im Hinblick auf bie Aufwärtsentwicklung ber Stabt und die vorhandene Raumnot für öffentliche Zwecke. Das Vorder- gebäube bes Anwesens soll für Mietwohnungen her- gerichtet werden.
Weise Gegenstücke zu feinen Erfahrungen genannt werden konnten. Stumm verdutzt unb heimlich voller Bewunderung über die Art Der mit ihm sich so wacksr Durchkämpfenden, als wäre das alles ganz selbftverstäMich nach ihrer Wasserpanne, mußte er nur immerzu auf ihre Nackenlinie vor ihm schauen, die sich über ben Kragen fernes ihr geliehenen unb ihr viel zu weiten Trainingsanzuges hinausschob, eine fast zärtlich geschwungene Lime von Schulter zum Hals bis zum kindlich bezaubern- den Ansatz des dunklen Haares. Eine Aussicht auf so etwas schien chm plötzlich doch nicht so übel...
Als die zwei nach schweren Mühen — Kurt mußte es sich eingestehen, baß er es allein vielleicht überhaupt nicht geschafft hätte — endlich am Landesteg von Kurts Klub anlegten, wurden sie nut großem Hallo empfangen unb, ohne daß sie sich mehren konnten, auf die Schultern gehoben und als „Verlobte" ins Bootshaus geschleppt. Vergeblich suchte Kurt, dem sein leichtsinniger Ausspruch heiß einfiel, das Mißverständnis dieser „Verlobung aufzuklären, unb fassungslos blickte das ftemde Mädchen auf das, was mit ihr geschah: Im Grunde waren sie beide so zum Umfallen müde, daß sie diese Begrüßung über sich ergehen ließen nur nut bem einen Wunsch, andere Sachen anzuziehen, sich zu wärmen- und auszuruhen. Später, als sich bann bei Kurts Freunden und Klubkameraden alles rlch- tig herausstellte, wie es sich mit Den »Verlobten verhielt, gab es erst recht einen Spaß. Ob sie wollten ober nicht, mußten Retter unb Gerettete zusammen tanzen, waren sie auch beide erst innerlich wütend auf bie ganze Geschichte, die ihn plötzlich zu einem Mädchen und sie plötzlich zu einem Manne nötigte, denn so war ja Die Rettung nicht gemeint gewesen. Doch schließlich machten sie gute Miene zum bösen Spiel, das sie bald gar nicht mehr so böse fanden, wenn sie sich ttäher betrachteten; und je mehr die mit viel Ulk betriebene 3eremome bes „Verlobungsabends" voranfchritt, desto mehr mischte sich in beider Lacken ein wenig richtiger Ernst dazu. Vor allem Kurt, wenn er an die Nackenlinie vor ihm im Boot dachte und gleichzemg den empfangenen Korb und das mutige Wasser- schöpfen und die stumm kämpfende Mithilfe bei der Heimfahrt im rechten Maße erwog, kam es auf einmal doch nicht mehr ganz so schlimm vor, den zweiten und bisher leeren Sitz vorn mit etwas Weiblichem besetzt zu haben...
Und da trotz allem Suchen in Der fommenDen Woche das Boot des Mädchens mcht mehr aufzutreiben war und es gewiß einen andern slicktuch- tigen Liebhaber gefunden hatte — was blieb schon anderes übri?, als daß E Sonntag Kurtz Zweier vollzählig „bemannt" zu starten bereit lag»
gekommen war!) auf feine männliche Hilfe verzichtete, imponierte. Aber, so suchte er sich über den eben erhaltenen Korb zu trösten, bekannüich ist auch des Paddlers Wille sein Himmelreich — soll sich das Mädchen abmühen, wenn es ihren Sonntagsspaß ausmacht!!...
Drei Stunden später, auf der Rückfahrt, kam Kurt, halb zufällig, halb in neugieriger Absicht, wieder an der Stelle ungefähr vorbei, wo er vorher die männerabweisende „Wasferschöpferin" angetroffen hatte. Zu feinem Schrecken trieb ihr Boot nun kieloben inmitten der Wellen, welche infolge des wachsenden Windes ungemütlich zunahmen, so daß er, Kurt, sogar rechte Anstrengungen. machen mußte, dagegen an- unb weiterzukommen m Richtung Heimathafen. Don der Paddlerin war nichts zu sehen — doch ja, da hing sie auf der andern Seite und hielt sich anscheinend schwimmend fest; nur ihr Kopf tauchte zuweilen hinter dem Steven auf. Sofort traf Kurt alle notwendigen Anstalten, das Mädchen zu retten; es gelang ihm auch, sie nach schwierigem Kampf gegen Sturm und Wellen in steter Gefahr, selbst zu kentern, uberzunehmen und bie halb Ohnmächtige und von dem imfrey willigen Aufenthalt im Wasser völlig Durchkaltete auf seinen Vordersitz zu bringen. Das andere Boot allerdings, ein schöner Zweier, in bem em breiter Riß in Der Gummiwand klaffte, vermochte er nicht mehr ins Schlepptau zu nehmen; er mußte es seinem Schicksal überlassen, bas es sicher irgendwann einmal an Land treiben würde, wo man es
Der soeben erschienene Geschäftsbericht der Lan- deskornmunalbank-iAirozentrale für Hessen läßt ersehen, daß die Bank im Jahre 1937 eine günstige Entwicklung genommen hat. Dank Des gewaltigen, fortschreitenden Aufschwungs hat auch tm Lande Hessen die Finanzwirtschaft der Gemeinden wahrend des Berichtsjahres einer weiteren kräftigen Besserung zugeführt werben können. Der Zinsen- unb Tilgungs- bienft würbe roteber regelmäßig erfüllt.
Der Bestaub an langfristigen Kommunalbarlehen betrug bei ber Bank am Enbe bes Berichtsjahres über 81 Millionen RM., wovon nahezu 71,8 Millionen lionen Reichsmark, wovon nahezu 71,8 Millionen Reichsmark auf planmäßige Tilgungsbarlehen entfallen. Die regelmäßigen Tilgungen auf langfristige Kommunaldarlehen beliefen sich im Jahre 1937 auf rund 2,4 Millionen Reichsmark. Den Klemwo^ nungsbau im Lande Hessen konnte bie Bank auch im Jahre 1937 wieder fördern. Mit Hilfe der von
ihr zur Verfügung gestellten Darlehen mürben 798 Wohnungen erstellt. Die Darlehensnehmer stammen zum weitaus größten Teil aus Arbeiterkreisen
Die der Bank angeschlossene Oeffentliche 23aufpar- kasse für Hessen hat im Berichtsjahre lehr erfolgreich ’ gearbeitet. Die Summe der in 1937 neu abqeschlos-
enen Verträge war mehr als doppelt so hoch als in 1936. Es fanden zwei Zuteilungen statt, wobei rund 700 000 Reichsmark auf rund 175 Vertrage zugeteilt werden konnten. Die Bausparkasse hat bis zum Jahresende einen Bestand von über 3300 Verträgen mit 13 750 000 Reichsmark erreicht.
Die Bilanzsumme der Bank echöhte sich um über 15 Millionen auf rund 171,8 Millionen. An reichsmündelsicheren Inlands - Schuldverschreibungen Der Bank waren Ende 1937 rund 44,5 Millionen Reichsmark in Umlauf.
Neue Schweinepreife ab 18. Juli.
Fwd. Mit Wirkung vom Montag, 18. Juli 1938, treten im ganzen Reichsgebiet neue Schweinepreye in Kraft. Auf die seit dem 30. Mai 1938 gültigen Grundpreise kommt der jahreszeitlich höchste Zuschlag von 3 Mark je 50 Kilogramm Lebendgewicht. Danach sind ab 18. Juli im Rhein-Main- Gebiet auf ben Märkten. Frankfurt a. M., Mainz, Wiesbaben, Darmstadt und Worms nachstehende Preise bis zum 4. September 1938 in Gültigkeit: Für Die Schlachtwertklasse a) 59 bis 60 Mark, bl) 58 bis 59 Mark, b2) 57 bis 58 Mark c) 55 bis 56 Mark, d—f) 53 Mark, gl) unb i) 57 Mark, g2) und h) 55 Mark, je 50 Kilogramm Lebendgewicht.
Rhein -Mainische Börse.
m°r das G-jchäst bei um. Surfen 129,20, W19 29,20, WM 29 58. Raggenmchl 8 Staatsanleihen lagen still. 997 5t 12 22,45, R15 22,80 R18 22,95 ...... ... . ------- 23,30, R19 23,50, do. Type 1150 Abschlag 50 Pf.
(alle Mehlpreise zuzüglich 50 Pf. Frachtausgleich). Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W13 10,75, W16 10,90, W18 11,00, W19 11,10, W20 11,20. Roggenkleie R12 9,95, R15 10,15, R16 10,25, R18 10,40, R19 10,50 Mühlenfestpreise ab Müh. lenstation. Sojaschrot —, Palmkuchen -r-, Erdnußkuchen —, Treber —, Trockenschnitzel —, Heu —, Stroh —. Tendenz: ruhig.
im übrigen war Das _ . , .
ruhig. Auch Stadt- und Staatsanleihen lagen still, j Von Industrie-Obligationen befestigten sich 4^5prvz. Krupp auf 100,13 (99,90). ...
Im weiteren Verlaufe schrumpfte Das Geschäft wieder start zusammen, Da weitere Auftrage ausblieb en. Die Haltung blieb aber auf dem etwas gebesserten Stand behauptet, vereinzelt unterlagen die Hauptwerte am Aktienmarkt, wie Verein. Stahl, JG.-Farben, Mannesmann, kleinen Schwankungen. Don Den später notierten Papieren gingen Kaliaktien bis 2,5 o. H. unD AEG. um 1,65 v. H. auf 113,50 zurück. Metallgesellschaft erholten sich auf 129,50 nach 128. Am Einheitsmarkt gingen Groh- bantattien 0,25 bis 0,50 v. H. zurück.
Der F r e i v e r k e h r lag ruhig und noch etwas schwächer. Katz & Klumpp 101 (102), Rastatter Waggon 52 Brief, Elsass. Bad. Wolle 82 Brief, Vereinigte Fränk. Schuh erneut 2 v. H. mebriger mit 73. Tagesgeld unverändert 2,5 v. H.
en.
' hörte man geften > resch maj chivj ich nicht (Betreib ch aus dem Nch chrere Bauern nr nn Rapslkrusch b mühsamen W ine bis zum Abrü' ien.
ti. Der Landvi 17, wird am ich rlicher und getfr' •atulieren!
)er im > sgenxinberte M lern mehrwöchige! M.Aederttanz' chm als WWov mdchen.
li. Der Landm ut zum Bürgen mannt.
Juli. Der Canter- ist zum Bürgen mann^worder^ aren mit glückliche orten. Regie W jnenbau mar 8*1 un Tänze ®un»' jert Scheine gw
jte sch «.IW ta, die
>r waren !Ü{W Henry Mb- liebenam*J-, , unb =*11» e h-l-m- ÄS
Litten WS
Sri^S ? L an «*!* atf in
elftE
"'Ludwig Neu««.
Während des D eutsch e n Tu rn f e st e s in Breslau werden die Arbeitsmaiden am 30. Juli, ^i Tag der Gemeinschaftsarbeit, zum erstenmal in der Oeffentlichkeit ihre neuartigen S^ab- Übungen vorführen. Hier sieht man A rb e i t s ma id e n Der R e r ch s f u h r e r s ch u l e
9 Finowfurth bei der Probe mit Musikbegleitung. — (Schirner-M.)
W


