9Jl.-'Sport
Sie Äeichswettkämpse der SA. gestartet.
Fast eine halbe Million Männer sind in 21 Gruppenbereichen zu den Ausscheidungen für die zweiten Reichswettkämpfe der SA. angetreten. 7000 Mann stehen jetzt bereit und warten auf den ersten Startschuß. Männer im Alter von 20 bis 60 Jahren haben ein Jahr lang unermüdlich an sich gearbeitet, um mit dabei sein zu können. Hunderttausende schieden innerhalb der Ausscheidungen aus, 7000 kämpfen jetzt vom 15 bis 17. Juli im Weichbild der Reichshauptstaüt um die Ehre, nach Nürnberg entsandt zu werden, ein Ziel, das nur wenige erreichen können.
Von den 7000 Startern gehören 2700 zu drn Wehrsportlern, der Rest zur Leichtathletik, dem Schwimmen, zum Boxen usw. Bemerkenswert, daß in der Leichtathletik die Klassen B (30 bis 40 Jahre) und C (über 40 Jahre) einen besonders starken Andrang aufzuweisen haben. Die Zuschauer werden in diesem oder jenem Wettbewerb Männer Wiedersehen, deren Namen früher im deutschen Sport einen guten Klang hatten.
Zu den in der SA. von jeher besonders geförderten Sportarten gehört das Boxen. Hier treten fast dreimal so viel Männer an wie im Vorjahr, nämlich 173! Außer Runge und Murach wird alles vertreten fein, was im deutschen Boxsport eine Rolle spielt.
In Berlin-Wannsee geben am Freitagvormittag 1600 Mann auf 72 Ständen rund 10 000 Schuß ab und werden dabei von 95 Kampfrichtern überwacht. Traten im Vorjahr nur 12 Mannschaften zu den Fechtwettbewerben an, so sind es diesmal nicht weniger als 51. Die Ringer erscheinen in Stärke von 152 Mann auf der Matte, und bei den Gewichthebern zählt man 87 Mann, die unter Führung Sepp Mangers stehen. Eine besondere Zugnummer wird das Wasseballturnier sein, an dem sich sechs Mannschaften beteiligen. Im Handball kämpfen am Freitagabend Brandenburg und Hessen um den dritten Platz, am Sonntag Donau und Niederrhein um den Sieg. Dazu kommen vier Fußball- und acht Kamps
ball Mannschaften. Außerordentlich stark besetzt sind auch die Reiterwettbewerbe. So gingen für die Dressurprüfung 51 Nennungen ein, für das Jagdspringen 85, für den Geländeritt 43 und für den Mannschaftskampf (1 Führer und 5 Mann) 34. .
Das Hauptgewicht der Veranstaltung liegt auf den wehrsportlichen Mannschaftskämpfen. Im Wehrmannschaftssport, der im nächsten Jahr noch weit mehr als bisher im Vordergrund stehen wird, ist man jetzt zu einer Normung der Hindernisbahnen übergegangen. So hat beispielsweise die 400-Meter- Hindernisbahn jetzt spanische Reiter (75X75), eine 1,80 Meter hohe Wand, ein Kriechhindernis und einen Zaun aufzuweisen, während die 250 Meter lange Hindernisbahn aus dem 2 Meter breiten Wassergraben und einem Schützengraben besteht.
352 Wettkämpfer vertreten in Berlin die Gruppe Hessen.
NSG. Zu den Reichswettkämpfen der SA. in Berlin entsendet die S A. - Gr u p p e H e f s e n insgesamt 352 Wettkampfteilnehmer, Die mit den Kameraden aus anderen Gruppen ihre Kräfte messen und die Kesten Sportler ermitteln werden, die dann auf den NS.-Kampfspielen in Nürnberg die gesamte SA. vertreten. Den Wehrmannschaftskampf bestreitet von der Gruppe Hessen die Standarte 83 Kassel. Die Radfahrstreife stellt der Sturm 3/81 Frankfurt. Die Standarte I 33, Wetzlar, entsendet drei Mann und einen Führer, die an dem Mannschaftsorientierungslauf teilnehmen. Im Deutschen Wehrwettkampf vertritt die Standarte 87, Limburg, die Gruppe Hessen. Die Standarte 83, Kassel, stellt weiter Männer zum Mannfchaftssünf- kampf. Die Gruppe Hessen stellt dann noch Einzelkämpfer, von denen die je drei Besten der Gruppe in den einzelnen Konkurrenzen starten werden. Die Fechtmannschaften der Gruppe sind wieder wie im Vorjahre ausgestellt. Vier Säbel-, drei Florette- und drei Degen-Mannschaften, von denen jeder der drei
Am Mittwochmorgen wurde der 4000-Meter-Geländelauf zum Modernen Fünfkampf im Rahmen der zweiten Reichswettkämpfe der SA. in Berlin ausgetragen. — So wurden die Teilnehmer in Minutenabständen auf die Strecke geschickt. — (Schirner-M.)
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Vornan von Hans von Hülsen.
Copyright by Prometheus-Verlag, Dr. Eichacker, München-Gröbenzell.
L7. Fortsetzung. (Nachdruck verboten!)
Ottenrieth neigte sich zu seinem Ohr.
„Es sind seine Motive, ich habe sie von ihm empfangen, hier an dieser Stelle. Hier habe ich den Keim zu meinem Werk empfangen. Aus den Phantasien dieses Organisten da oben ist es mir erwachsen. Verstehen Sie nun?"
„Keine Spur versteh ich! Wie kommt der Organist zu den Motiven des Toten? Das sind doch dieselben Motive, wenn hier auch alles anders ist als in der Partitur und bei Ihnen wieder anders als hier?"
„Der Tote ist nicht tot. Der dort oben spielt ist Dartold. Ich erkläre es Ihnen nachher", setzte er rasch hinzu, denn er sah, daß Armbruster tief erschrak.
Ottenrieth wandte sich zu Renata an seiner Linken Der unerschütterlich liebevolle Blick ihrer Augen sagte ihm, daß sie wortlos alles begriffen hatte Stumm legte er seine Hand auf die ihre, wie er damals in Wien, während der Aufführungen feines Werkes, getan.
„Kapiert und begriffen!" sagte Fritz Armbruster, aufgeregt mit den HändenOfuchtelnd, als sie aus der kühlen Kirche in den sonnigen Tag hinaustraten. „Das Ganze ist für mich eins der noch ungelösten Weltratseil Das ist ja ein ganz außerordentlicher Kerl, dieser Organist! Was er aus der armseligen Orgel rausholt! Den sollte man direkt mal nach Wien zitieren und den Stephansdom mieten und ihn dort spielen lassen! Wie haben Sie den denn entdeckt?"
Ottenriech erzählte es lächelnd und erzählte dann mehr $u Renata gewandt als zu dem geschäftstüchtigen lungen Mann an feiner Seite, was für eine sonderbare Stunde er seinerzeit, vor acht Monaten dort oben im Gestühl erlebt, und wie damals in ihm der große Entschluß sich emporgerungen habe, sein Leben noch einmal zu beginnen.
„Schelten Sie die Operette nicht allzu sehr", sagte er, indem er das Gesicht ernst zu Armbruster kehrte „Sie allein hat mir die bescheidene materielle Grundlage gegeben, auf der ich diesen Entschluß fassen konnte. Ich gestehe, ich hätte nichts dagegen, wenn mir der Umweg erspart geblieben wäre."
Armbruster schenkte diesen nachdenklichen Betrachtungen keine besondere Aufmerksamkeit. Sein Interesse war auf ganz etwas anderes gerichtet.
„Das ist ja eine ganz tolle Entdeckung", rief er „Was wird der alte Hagepreefter sagen, wenn er hört, daß Bartold, sein Lieblingsschüler, gar nicht gefallen ist. Und daß ich ihn hier aufgestöbert habe.
Ich muß ihm gleich nachher ein Telegramm schicken. Sagen Sie ehrlich, Herr Ottenrieth, haben Sie wirklich nicht gewußt, daß dieser Organist ein Schüler von Hagepreester war? Sie kennen ihn doch schon eine gan-je Weile, hat er Ihnen nie davon gesprochen?"
Ottenrieth schüttelte den Kopf.
„Er hat mir nie von seinem Leben gesprochen, er ist immer scheu darum herumgegangen. Es ist, als ob eF*ein Geheimnis hütet. Ich wußte bisher nur, daß er im Krieg blindgeschossen und in italienische Gefangenschaft geraten und hier bei dem Ortspfarrer hängengeblieben ist."
„Was Sie sagen!" Armbruster war vollkommen aufgeregt. „Blind ist er noch dazu? Und beim Pfarrer wohnt er?"
"Auf Wiedersehen!" rief er und war schon weg und fegte wie ein Wind den Kirchenhügel hinunter in das Dorf.
„Was hat er vor?" Ottenrieth schüttelte den Kopf. „Will er zu Bartold? Komm, laß uns ihm nachgehen!"
Und er legte die Hand in Renatas Arm und führte sie, die in tiefer Benommenheit schwing, langsam den steinigen Weg hinab und die Dorfstraße entlang — drunten sahen sie den See. der, wie so oft um diese vorabendliche Stunde, in allen Farben der Perlenmuschel schillerte.
,,Nun weißt du, wie alles gekommen ist, sagte er. »Diesem blinden Manne danke ich mehr als allen anderen Menschen auf der Welt. Er weiß nichts davon, aber er hat gemacht, daß mein Lebensschiff wieder auf seinen richtigen Kurs kam, von dem Hunger nach Erfolg es hatten abirren lassen. Ohne ihn und seine Musik hätte ich niemals zu mir zuruckgefunden. Und abseits von dem rechten Kurs meines Lebens wäre ich ja auch an dir vorbei- flJ^ben Wir müssen ihm beide dankbar sein. Und darum, mein Herz, habe ich vorhin gedacht, wenn wir getraut werden, soll es in dem weißen Äirchlem dort oben sein, und er soll dazu die Orgel spielen. ”
Sie nickte stumm. Sie mochte nichts sagen, sie mochte selbst dem liebsten Freunde an ihrer Seite niajt sagen, welch ein Aufstand in ihrer Seele war, s lIJ - ?er 3" lesen verstand wie in einem aufgeschlagenen Buch.
Sils fie im oberen Stockwerk des Pfarrhauses eintraten sahen sie Armbruster dem Blinden gegen- uber. auf den er mit lebhaften Gesten einredete „Alles in Ordnung!" rief er Ottenrieth zu. 'A"ede, Freundschaft! Ich habe Herrn Bartold alles erzählt, von Haageprester von seiner Partitur ,e,.ne Ueberraschung, was, Herr Bartold? Er hatte keine Ahnung, daß Hagepreester noch lebt — und Hagepreester seinerseits keine Ahnung, daß fTnhü er Schuler noch lebt - es ist ein Mißverständnis allerersten Ranges!"
Ottenrieth drückte dem blinden Meister ein paar
Ottenrieth aus Wien vorgestellt; sie musterte ihn unauffällig, im Herzen immer die Frage: Wie
kommt er zu ihnen, zu denen er so wenig paßt?
Modernen Fünfkampf begonnen. Die 36 Starter der beiden Klassen hatten die sandige und bergige Strecke im Grünewald im Regen zu laufen und sahen Kch so vor eine große Leistungsprüfung gestellt. In Klasse A erzielte SA.-Mann Höhlig (Sachsen) mit 13:04 Minuten die beste Zeit, während sich in Klasse B Dtruf. Mestern (Hansa) und Ostuf. Ha acker (Niedersachsen) mit je 14:57 Minuten in den ersten Platz teilten.
Ungewöhnlich schwere Anforderungen stellt die Internationale Motorrad-Sechstagefahrt an die Teilnehmer, und zwar sowohl was die Schwierigkeit des Geländes wie auch die Schnelligkeit des Tempos anbetrifft. Hier sieht man eine Kontrollstelle an einem Ort mit dem unaussprechlichen Namen Cwm-Twrch. — (Schirner-M.)
neben ihrem Ruhelager niederlegt, hatte Grazia Tudesco von dem improvisierten Autoausflug be^ nachrichtigt. So hatte sie mit dem Nachtmahl gewartet, bis die beiden zurückkehrten. Armbruster wurde ihr als ein Bekannter von Renata und
ersten Mannschaften unter Führung des Obergruppenführers Beckerle steht, werden wahrscheinlich in diesem Jahre in Berlin auf einen gleichwertigen Gegner stoßen, der aus SA.-Fechtern von Oesterreich bestehen wird.
Fünfkämpfer schon am Werk.
Die Reichswettkämpfe der SA. in Berlin wurden am Mittwoch mit dem 4000-Meter-Geländelauf zum
mit seinem Gespann aus. Durch den Ausfall von Oettinger ist auch die NSU.-Fabrikmannfchaft „geplatzt". Im Kamps um die Silbervase sind noch sechs Mannschaften strafpunktfrei, darunter das deutsche A-Team. Im Wettbewerb um die Hühnlein^ Trophäe sind noch vier von 27 Gestarteten, darunter zwei Deutsche (wenn nicht Mundhenke von der ff wegen einer geringen Verspätung am Start auf der 3. Tagesstrecke Strafpunkte erhält).
Die Fahrer vollbringen staunenswerte Leistungen und auch den Maschinen merkt man die Strapazen an. Das sieht man nicht nur, man hört es! Der größte Teil der Fahrer leidet unter geschwollenen oder aufgeriebenen Händen. Für sie gibt es aber fein Aufgeben, bevor nicht die Maschine streikt.
Internationale Deutsche Tennismeisterschaften.
Deutsche Niederlagen brachten die Internationalen Deutschen Tennismeisterschaften in Hamburg am Mittwoch gewissermaßen „am laufenden Band", so daß nicht mehr daran zu zweifeln ist, das beide Ittel in den Einzelspielen ins Ausland wandern. Hans Redl verlor gegen den Ungarn Gabory mit 6:3, 6:1, 6:8, 6:4, und von Metaxa beugte sich dem zweiten Ungarn Szigeti mit 6:8, 7:5, 6:4, 3:6, 6:3. Auch unsere Frauen hatten kein Glück. Marieluise Horn wurde von der Australiern Wynne ausgeschaltet, Frl. Hamel verlor gegen die Engländerin Scott, und schließlich hatte Anneliese U11 ft e i n gegen Hilde Sperling keine Gewinnchance.
ZniemalionaleMlorrad-Sechsiagefchrl
Deutsche Mannschaften gesprengt. - Unerhörte Strapazen.
zusammengelegte Scheine in die Hand, wie er es versprochen.
„3a, was sagen Sie zu alledem, Herr Bartold? Sind bas nicht sonderbare krause Wege, die das Schicksal sich ausöenft? Sie haben immer geglaubt, daß alle Brücken abgebrochen wären, oft haben Sie mir das gesagt. Und nun ist plötzlich doch noch eine da, die Sie unmittelbar mit Ihrer Jugend und mit der alten Heimat verbindet!"
„Die Brücke war immer da", gab Bartold ruhig zurück, „über ihren Regenbogen kam und ging all meine Musik."
„3ar das ist mir fast das Erstaunlichste", rief Armbruster, „daß Sie durch ein ganzes Menschenleben so zäh an dem einen Thema aus ihrer Jugend fest- gehalten haben. Was Sie heute spielten — natürlich, natürlich, das ist ganz anders als die Fuge, die bei Hagepreester liegt, und doch ist es dasselbe, irgendwie sind es dieselben Motive."
„Ja", Bartold sagte es aus tiefem Sinnen heraus, „es ist dasselbe. Es ist immer dasselbe gewesen, sooft ich es auch umgeworfen und neu geschaffen habe. Ich weiß, ich habe in der Fuge, die ich damals im ersten Kriegsurlaub komponierte, mein ganzes Leben vorweggenommen. In ihr war alles, was ich als junger Mensch erlebt und erlitten habe. Aber alles, was dann kam, war auch darin. Ich habe im Grunde immer nur sie wiederholt. Und wenn ich jetzt abends vor meiner Orgel sitze und phantasiere — sie ist es, immer nur fie."
„Ein Lebenswerk sozusagen, Herr Bartold?"
„Ein Lebensthema und ein Lebenswerk."
Ottenrieth nahm Renatas Hand und legte sie in die des Blinden.
„Renata will Ihnen danken."
Bartold umklammerte die kleine Hand mit feinen knochigen Fingern. Sein Herz schlug mit einem Male schnell und jung. Er hatte keine Frauenhand gefühlt seit der Stunde des letzten Abschieds, was war das für ein Wunder, solch eine kleine, weiche, vogelwarme Hand.
„Nicht danken", sagte er leise und hielt sie immer noch fest, „nicht danken! Wenn Sie wüßten, liebes Kind, was mir dieser Händedruck bedeutet."
Renata tonnte kein Wort sagen. Ihr Herz war übervoll von Hoffen und Fürchten, halbem Wissen und halbem Ahnen und von dem Gedanken an die Mutter Mit einem Augenwink bat sie Ottenrieth daß sie gehen wollten. Und schweigsam blieb sie auch wahrend der ganzen Fahrt um den abendlichen See und nickte auch nur stumm, als Ottenrieth flüsternd verschlug, das strahlende Mondgesicht zum Abendessen m die „Easa Rossa" mitzunehmen, auf daß der Frieden sein Siegel erhalte.
Armbruster sagte sofort begeistert zu. Aber vorher muffe er unbedingt noch ein langes Telegramm an SagePreefter schicken. Der werde Augen machen'
Em Zettel, den Renata vor dem Aufbruch leise
Die Teilnehmer an der Internationalen Motor- rad-Sechstagefahrt im bergigen Gelände von Wales haben es schwer. Welche Anforderungen gestellt werden, zeigt ein Blick auf die „Verlustliste" der ersten Tage. Von 209 Teilnehmern waren bereits 76, darunter sieben Deutsche, aus dem Wettbewerb und nur 95 (darunter 29 Deutsche) waren noch strafpunktfrei.
Der Kampf um die Internationale Trophäe ist nun wenig interessant geworden, da außer England die beiden anderen teilnehmenden Mannschaften gesprengt sind. Aus der deutschen Trophäen- Mannschaft ist nun am Mittwoch auf der dritten Tagesstrecke auch S ch e r z e r ausgeschieden, so daß von den ursprünglich vier Mann nur noch der Solofahrer Semmelbauer auf feiner 175er-DKW. im Kampfe liegt. Für jeden ausgefallenen Mann erhalten die Mannschaften pro Fahrtag 100 Strafpunkte. England brachte fein Trophäen-Team auch am dritten Tage strafpunktfrei ins Ziel, obwohl man zunächst um das Gespann arge Sorgen hatte.
Die Schwierigkeiten der dritten Tagesstrecke waren wieder vier dicht aufeinanderfolgende Was- serdurchfahrten, von denen eine 35 Meter breit und fast knietief war. Anschließend ging es dann auf steilen Pfaden in Serpentinen auf Die Höhen hinauf und gerade über diese Strecke bewunderte man die stürmische Fahrt der Deutschen. Hecker (Zündapp) und sein Beifahrer mußten nach einem Sturz ins Krankenhaus gebracht werden. Damit ist die deutsche Silbervasen - B - Mannschaft gesprengt. Fritsch von der Wünsdorfer Mannschaft für die Aholf-Hühnlein- Trophäe fiel aus dem gleichen Grunde wie Krauß
Der Baron hatte, da der Abend ungewöhnlich mild war, in einer Ecke des Gartens decken und Windlichter auf den Tisch stellen lassen. Durch die Zweige schimmerte die Silberscheibe des Sees, im Gesträuch rumorten Vögel, die der Lichtschein aus dem Schlaf weckte. Alle Pflanzen dufteten fast üben stark.-
Ottenrieth erzählte, gut gelaunt, von ihrem Ausflug, daß fie nach Sant Ambrogio gefahren waren, einer ganz unentdeckten Stelle am Ufer des Sees, er persönlich kenne sie bereits feit dem August.
„Da gäbe es", sagte Renata, „ein hübsches, altes Kirchlein."
Ja, fiel ihr Ottenrieth ins Wort, und einen grund- merkwürdigen Organisten, mit dem er schon früher Manche gute Stunde verplaudert habe. Dieser Organist sei nämlich ein Deutscher.
Armbruster war noch immer ganz aufgeregt. „Ein armer Kerl", rief er über den Tisch, „im Krieg blind- geschossen, gefangengenommen, dann hier hängengeblieben!"
Er sei, ergänzte Ottenrieth, der Sohn eines niederdeutschen Orgelbauers, Bartold mit Namen, aber alle Leute in der Gegend nennen ihn nur Sor Francesco und verehren ihn fast wie einen Heiligen. Ein wirklicher Künstler, durch und durch, ganz erstaunlich!
Ja, was er aus der armen, kleinen Orgel mache! Armbruster schüttelte lebhaft den runden -Kopf Da könnte sich mancher sogenannte Meister ein Beispiel nehmen.
So erzählten sie durcheinander, und im matten Schein der Windlichter sah niemand, wie Grazia Tudesco jählings blaß geworden war Niemand sah, wie ihr Messer und Gabel in der Hand zitterten bis sie beides hinlegte, wie sie die Lippen aufeinander- presse, daß sie nur ein schmaler, dünner Strich waren, wie sie Renatas Blick suchte und doch an ihr vorübersah, in eine unendliche Feme.
Ottenrieth plauderte fröhlich weiter, er war so vergnügt, daß alle Spannungen des Tages sich in Frieden aufgelöst hatten, daß der wilde Mann hier gezähmt am Tisch saß, er hob sein Glas, in dem der rote Wem schaukelte, gegen die liebste Freundin und sagte leise:
„Nicht wahr? Er muß uns spielen an unserem Hochzeitstag!"
Da stand Grazia Tudesco auf. Sie sagte rasch ein Wort, das nur wie ein halber, gehauchter Ton war« Und verschwand lautlos im Schatten des Gartens.
(Schluß folgt!)
illustriert -
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5. Der Zuslu ■ geschichtlichen ? i Einfall der Lan ' anderen bemer | ereignet, die g . Physiognomie l I. ergibt sich, das Nationen die r< neueren friten ! ra/sijch heute in ihr« wie vor tauf Aaliener von hei 'heit ihre Wan Aalien seit mind nin.
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