OerJniernaiionale Kinderschuhkongreß in Frankfurt
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kern auferlegte Pflicht, denn das Kind gehört als Repräsentant der künftigen Gemeinschaft der Völker in seinen Röten allen; wer das Kind nicht chützt, gefährdet sich und sein Volk in aller Zukunft. Wir sind stolz, auf unsere Gesetzgebung in Deutschland verweisen zu können und treten vor Sie hin als die Vertreter eines Reiches, das eine Gesetzgebung zu den Taten seiner Regierung zählen darf, die diesen Kinderschutzverpflichtungen in jeder möglichen Weise gerecht wird." Der Minister verwies auf das deutsche Jugendschutzgesetz. ,Zch wäre glücklich", so sagte er, „wenn Sie aus diesem Gesetz erkennen würden, wie ernst die nationalsozialistische Reichsregierung ihre Aufgabe, den Schutz des Kindes zu pflegen, aufaßt. Mögen wir, die wir ja alle mir Kinder vor dem ewigen Schöpfer der Welt sind, aus den stillen klarleuch- tenden Augen der Kinder unserer Völker immer wieder die Mahnung vernehmen, daß der Friede das größte Glück der Erde ist und mögen wir auch jener unglückseligen Kinder gedenken, die heute unter den schlimmen Auswirkungen politischer Katastrophen ein erbarmungswürdiges Los tragen müssen. Möge daher auch aus diesem Kongreß unter Hinweis auf die unschuldigen Opfer der politischen Fehler, wie sie die Kinder darstellen, der Appell in die Welt hinausklingen, daß wir alle an dem großen Friedenswerk gemeinschaftlich arbeiten sollen.
menstellung ihres Spielplans zu .wenig Wagemut. Sie müssen tapferer sein im Bekennen und planvoller im Gestalten.
Mehr Risiko gibt immer mehr Erfolg. Man kann nichts gewinnen, wenn man nichts einsetzt.
Eine intensivere Förderung des künstlerischen Nachwuchses müßte vornehmste Ehrenaufgabe jedes Bühnenleiters sein.
Die stärkere Herausarbeitung eines wirklichen und echten Volksprogramms soll das vornehmste Ziel jeder Bühne im national-
Weimar, 13. Juni. (DNB.) Reichsjugendführer Baldur von Schirach eröffnete in Weimar im Deutschen Nationaltheater feierlich die Weimar-Festspiele der deutschen Jugend. Nach Liedern der HI.^Rundfunkspielschar Munster nahm
Ausgleich der Familienlasten.
Staatssekretär Meinhardt über die nationalsozialistische Bevölkerungspolitik.
Dieser vollständige Ausgleich der Familienlasten wird mit der Personen st euer verbunden werden. Dem Steuerbetrug wird der Betrag des Familienlastenausgleichs gegenübergestellt werden. Äst der Steuerbetrag größer als der Betrag des Familienlastenausgleichs, fo wird der letztere von dem ersteren abgezogen. Nur der Rest ist als Steuer zu entrichten. Ist der Betrag des Familienlastenausgleichs größer als der Steuerbetrug — das wird bei den kinderreichen Familien kleinen und mittleren Einkommens die Regel sein —, so wird der Unter- schiedsbetrag in monatlichen Teilbeträgen an den Familienvater ausgezahlt.
Wir haben seit Oktober 1935 bis heute an rund 650 000 minderbemittelte kinderreiche Familien einmalige Kinderbeihilfen im Durchschnittsbetrag von 320 Mark je Familie gewährt. Gesamtbetrag bis jetzt 211 Mill. Mark. Dadurch sind 3,5 Millionen Kircker mit durchschnittlich 60 Mark pro Kind bedacht worden.
Diejenigen kinderreichen Familien, die im Rahmen der baulichen Umgestaltung deutscher Städte eine genügend großewohnung zugewiesen erhalten, können eine einmalige Linrichkungsbeihilfe in höhe von 100 Mark für jedes Kind unter 16 Jahren erhalten, auch dann, wenn die Familie bereits früher eine einmalige Kinderbeihilfe erhalten hat.
VekenniniszudenmuffchenKrästenmunsererZeit
Oer Reichsjugendführer eröffnet die Weimar-Festspiele der HZ.
und Gesellschaften aller Art, die solche Worte und Begriffe, die wir längst in unseren Sprachschatz ausgenommen oder, wie es heißt, eingedeutscht haben, wieder herausdeutschen wollen. Sie bleiben nicht dabei stehen, daß sie das Wort „Garant" durch „Gewährleister" oder „Sicher- heitsverbürger" ersetzt haben wollen, nein, sie erklären unsere Nase zum „Gesichtserker" und unseren „Revolver" zum „Drehpuffek". Die Pflege unserer Sprache beginnt nicht mit dem Buchstaben!
Die Freude an unserer deutschen Kunst und die Fähigkeit, von Tönen, Worten, Bildern oder Bauten ergriffen zu werden, ist uns Deutschen durch die besondere Gnade der Gotcheit geschenkt. In der Fülle der geschichtlichen Gestalten unseres Volkes sind vor allem diejenigen dem Volke ans Herz gewachsen, die in ihrem Wesen künstlerische Züge erkennen lassen. Weil wir Deutsche sind, können wir uns mit amusischen Erscheinungen auf die Dauer nicht befreunden. Das Bekenntnis des Reichsjugendführers zum musischen Menschen und zur Urroer-. gänglichkeit unserer Sprache klang m einer Bejahung des Werdens und Vergehens unserer Natur aus. „Wer sich im Leben des Waldes langweilt, weil es kein Kino und keine Tanzbar gibt, zählt nur feinem Reisepaß nach zu unserem Volke. Wir lieben unsere Erde! Verflucht wer sie nicht liebt, gesegnet, wer ihr dient! Gewiß, wir haben in den Städten unsere Pflicht zu erfüllen, aber dort, wo die Natur nicht um uns ist, muß uns wenigstens die Sehnsucht nach ihr erfüllen. Wenn wir in unserer Heimat wandern, wandern wir zu uns selbst. Und auch hier in Weimar suchen wir in den großen Werken der Söhne unserer Heimat nichts anderes als unsere, Deutschlands un st erbliche Seele, die Seele unseres Blutes und unserer Sprache, unsere Landschaft und unsere Kunst."
..Hamlet-' im Wiener Durgtheater.
Der zweite Abend der Reichstheaterfestwoche brachte eine „Hamlet"-Aufführung der Staatlichen ^Schauspiele Berlin im Wiener Burgther^sr. Wien hat in Gustav Gründgens einen Darsteller kennengelernt, wie ihn die junge Generation hier noch nicht gesehen hat. Lothar M ü t h e l s Inszenierung machte diese „Hamlet"-Aufsührung zur Eirsemble- leistung im höchsten Sinne des Wortes. Mariaim?
Verordnung, nach der der bezahlte Urlaub für alle Bühnenschaffenden, und zwar für den Anstellungsmonat je zwei Tage, für ein ganzjähriges Engagement also einen Monat, zur Pflicht gemacht wird. Das ist unser diesjähriges Programm.
Sie leben heute in einer großen und glücklichen Zeit. Sie sehen über sich einen Mann als Füh - r e r von Volk und Staat, der zur gleichen Zeit auch Ihr mächtigster und verständnisvollster Be- chützer ist. Er liebt die Künstler, weil er elbst ein Künstler ist. Unter seiner gesegneten Hand ist nun über Deutschland eine Art von neuem Renaissance-Zeitalter angebrochen. Wie oft habe ich neben dem Führer in deutschen Theatern gesessen! Wie oft habe ich dann die tiefe Wirkung verspürt, die die dramatische und die musikalische Kunst der deutschen Bühne unmittelbar auf ihn au&übte! Und so wird er nicht nur als Äolks- geftalter, und Staatsmann eingehen in die Ge- chichte, sondern auch als der große Schutzherr der deutschen Kunst, der großzügige Mäzen aller künstlerischen Bestrebungen, der echte K ü n st l e r an der Spitze eines Volkes und eines Staates.
Es gibt wenig Künste, m denen so viele Idealisten schöpferisch tätig sind wie gerade im deutschen Theater. Sie sind von Natur und Blut aus Komödianten -im besten Sinne des Wortes. Alle fangen sie einmal bei der kleinen Bühne an, und einige wenige von ihnen enden dann als die großen Sänger und Darsteller. Ob sie nun als junger Nachwuchs auf der Bühne des Wandertheaters stehen, ob sie in den Millionenstädten auf die Bretter treten, die die Welt bedeuten — in einem sind sie alle gleich: in der heißen, glühenden und fanatischen Liebe zum Theater, zum deutschen Theater, zum Theater unseres Volkes als der machtvollsten und sichtbarsten Repräsentation deutscher Kunst und deutscher Kultur.
Möge ein gütiges Geschick uns Deutschen diesen heiligen Theaterfanatismus erhalten; mögen Sie alle immer wieder aufs Neue das tiefe Gluck empfinden, das darin beruht, all das, was groß ist in unseren Herzen, dem Volke schenken zu dürfen, aus dem wir kommen und zu dem wir gehören. Dann, glaube ich, wird das deutsche Theater nicht nur m seinen stolzen Bauten, nicht nur in feinen Rollen und nicht nur in seinen Dramen, sondern vor allem auch in seinen Menschen seine glanzvolle Wiedergeburt erleben. Von dieser Sehnsucht erfüllt wollen wir unseren Wea gehen. An seinem Ende steht groß und ewig leuchtend das Ziel: das deutsche Volks- und Nationaltheater."
durch Gewährung von Ehestandsdarlehen, an. Wir haben bis heute 950 000 Ehestandsdarlehen im Betrage von 600 Mill. Mark gewahrt. Es ist beab- sichtig!, Töchtern aus kinderreichen Familien em noch höheres Ehestandsdarlehen zu gewähren.
Seit April 1938 ist das Ehestandsdarlehen auch ein Mittel zur Bekämpfung der Land- flucht. Weist ein Ehemann, der ein Ehestandsdarlehen erhalten hat, nach, daß er nach Abschluß seiner Schulausbildung ununterbrochen in der Land- oder Forstwirtschaft oder als ländlicher Handwerker tätig gewesen ist, so werden die zu entrichtenden lilgungsbeträge des Ehestandsdarlehens auf die Dauer von fünf Jahren, mindestens jedoch bis zur Vollendung des 30. Lebensjahres, zins- los geftunbet. Weist er dann nach, daß er weiter ununterbrochen in der Landwirtschaft tätig gewesen ist, so werden ihm die noch zu entrichtenden liigungsbeträge erlassen.
Ab 1. April 1937 sind die Bezüge derjenigen Beamtenanwärter, die verheiratet sind, sehr wesentlich erhöht worden. Demnächst werden die Anwärterzeiten für die Beamtenlaufbahn verkürzt werden. Wir werden den Weg nach Maßgabe der finanziellen Möglichkeiten fortentwickeln, bis wir einen vollständigen Ausgleich der Familienlasten für alle Stände des deutschen Volkes erreicht haben werden und der Gedanke der Frühehe und die Sehnsucht nach Kinderreichtum Gemeingut aller Deutschen geworden sein werden.
produktive Krüppelfürsorge.
Am Montagnachmittag begannen die einzelnen Sektionen mit ihren Beratungen. In der Sozial- midizinischen Sektion erstattete Professor Dr. Hohmann (Frankfurt a. M.) den Generalbericht über das Thema „Die Sicherstellung des Schutzes des verkrüppelten Kindes durch Früherfassung und sofortige Behandlung". Wir trieben produktive Krüppelfürsorge, um die kleinstmögliche Invalidität und die größtmögliche Arbeitsfähigkeit zu erreichen. Zur Durchführung der Krüppelfürsorge seien vor allem die praktischen Aerzte notwendig, welche die Krüppelleiden frühzeitig erkennen und eine fachärztliche Behandlung veranlassen. Von allen Nationen werde deshalb eine Förderung des orthopädischen Unterrichts verlangt. Auch Hebammen und Fürsorgerinnen müßten aufgeklärt wer- < edn, ebenso das Publikum. In anderen Ländern wolle man den Schulärzten diese Aufgaben übertragen. Vielfach sei es aber im schulpflichtigen Alter bereits z u spät, um ein orthopädisches Lei- , den auszuheilen. Die Untersuchung müffe, viel früher erfolgen.
Professor Dr. Lothar Kreuz, Direktor der Ov thopädischen Universitätsklinik der Charite und ds4 ' Oskar-Helene-Heims in Berlin, wies auf die Nok wendigkeit der ausreichenden Beschulung allet körperbehinderten Kinder hin, die oft viele Jahre in den Krankenanstalten zubringen müßten. Hier ergebe /fid) die Notwendigkeit einer geregelten Schulausbildung für die spätere Be- r u f s w a h l, da diese Kinder als Erwacksene in vielen Fällen keine körperlich schwere Arbeit zu leisten imstande seien. Die Neufassung des kommenden Reichsgesetzes für Krüppelfürsorge wünscht der Vortragende folgendermaßen gegliedert: 1. Teil: Maßnahmen zur Ertüchtigung und Wiederertüchtigung des Körperbehinderten. 2. Teil: Maßnahmen zur Bewahrung und Pflege siecher oder bildungsunfähiger Körperbehinderten." Der Träger bleibe in beiden Fällen der Staat, weil er auch der Nutznießer der Arbeit am Körperbehinderten in bevorzugter Weise sei. Statt der bisherigen Bezeichnung „Krüppelheim" schlägt der Vortragende „Heil- und Ausbildungsstätte für Körperbehinderte" für jene Anstalten vor, in denen die für den Staat wertvolle Arbeit am geistig gefunden und bildungsfähigen Körperbehinderten durchgeführt wird.
Die Weimar-Feftspiele sind, so sagte er, ein glückliches Wahrzeichen der jungen Nation. Der Nationalsozialismus besitze die freudige Bereitschaft, das gute Vergangene zu pflegen uno auch da, wo die eigene Ueberzeugung mitunter zweifeln möchte, in Verehrung und Liebe dem Genius ehrfürchtig zu folgen. Den Weimar-Festspielen habe er die Aufgabe zugewiesen, die klassische Kun st zu pflegen. Dabei verwies der Reichsjugendführer auf die engen Beziehungen der gvetheschen Gedankenwelt zu unserer Erziehungsgemeinschaft.
Dann sprach der Reichsjugendführer über Sprache, Dichtung und die musischen Kräfte unserer Zeit. Verdanken wir nicht wirklich den Dichtern mehr noch als den Historikern die Kenntnis der großen handelnden Persönlichkeiten des geschicht- lichen Geschehens? In dieser Zeit der rassischen Erkenntnisse dürfen wir über der Erforschung der Menschen unseres Blutes nicht die Sprache vergessen. Unsere Sprache ist ein Rassenmerkmal. Wir müssen diese Sprache heilig halten, verdauten wir doch ihr und nur allein die deutsche Wiedergeburt, denn die nationalsozialistische Erhebung kann für sich den stolzen Satz in Anspruch nehmen: I m A n f a ng w a r das Wort. Sie besaß keine andere Waffe. Und wie hat der Führer dieses einzige Werkzeug der Bewegung gehärtet und geschliffen. Im Ringen um die Seele eines Volkes hat er sich selbst und seine Sprache zu höchster Voll- enbuna gesteigert. Im Volk allein ist unsere Sprache reinerhalten geblieben, denn Adolf Hitler spricht nicht die Sprache der Kaufleute, Justizbeamten oder Steuerbehörden, sondern die Sprache des Volkes. Wie furchtbar, daß wir von einer Amtssprache reden und damit eine geschraubte Ausdrucksweise meinen, die im Volk mit Recht verspottet wird. Leider versuchen sich an unserer Sprache Vereine
sozialistischen Deutschland darstellen.
Im Anschluß an diese Punkte kam der Minister zur Proklamation des eigentlichen Programmes für Das kommende Theaterjahr: „Ich möchte zwei große Aufgaben fixieren. Ich fasse sie in einem Satz zusammen: Sorge für den Nachwuchs und Sorge für die schaffende Generation !
Für den Nachwuchs proklamiere ich am heutigen Tage die Gründung einer großen deutschen Reichstheaterakademie, die analog der schon gegründeten deutschen Reichsfilmakademie die systematische Pflege und Heranzüchtung eines künstlerischen Nachwuchses für unsere deutschen Bühnen für alle Feiten sicherstellen soll. Damit entrücken wir die Ausbildung unseres Theaternachwuchses den vielfach noch festzuslellenden dilettantischen und schmierenhaften Bemühungen und stellen sie auf eine feste, sichere Grundlage. Für die in Arbeit befindlichen Theaterschaffenden proklamiere ich den bevorstehenden Erlaß einer
den ohne Rücksicht auf die Größe des Einkommens der Familie, ohne Rücksicht darauf, aus welcher Quelle das Einkommen der Familie fließt, und ohne Rücksicht darauf, wie alt das Kind ist, für das die besondere Förderung beantragt wird, gewährt. Wir werden im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten die Maßnahmen fortentwickeln, bis wir schließlich nach einer Reihe von Jahren einen voll- ständigen Ausgleich der Familienlasten erreicht haben werden. Dieser vollständige Ausgleich der Familien- laften wird alle Stände des deutschen Volkes, grünt)«
Im Saalbau fand am Montagvormittaa die Eröffnung des Internationalen Kinderschutzkongresses durch den ehemaligen belgischen Ministerpräsidenten Caspar statt. Jaspar schlug der fBerfammlung als Nachfolger des seitherigen Vorsitzenden Leredu den Vorsitzenden des deutschen Werkes für den Schutz der Kinder, Hilgenfeldt, zum Präsidenten der Association Internationale pour la Protection de l’Enfance vor. Die Delegierten nahmen diesen Vorschlag mit Beifall auf. 'Reichsamtsleiter Hilgenfeldt dankte für die Uebertragung des Präsidiums. Der Herrgott habe allen Völkern das Ziel gesetzt, das Leben zu schützen, und das Kind sei der Ausdruck des Lebens. Wenn die Delegierten diesen Gedanken in ihre Heimat mitnähmen, würde auch eine Verbindung der Jölker untereinander geschaffen und dem Frieden und der Verständigung der Nattonen gedient, j
Staatssekretär Reinhardt
gab dann einen UeberblW über bie bereits begonnenen Maßnahmen zum Ausgleich der F a - m i 1 i e n 1 a st e n und führte dann weiter u. a. aus: Seit April 1938 haben Anspruch auf lausende Kinderbeihilfen alle kinderreichen Familien, deren Einkommen im letzten Kalenderjahr nicht mehr als 8000 RM. betragen hat und deren Vermögen nicht mehr als 50 000 RM. beträgt. Die Dermögensgrenze erhöht sich um je 10 000 RM. für das sechste und jedes weitere mitzuzählende Kind.
Die Kinderbeihilfen stellen nicht eine Fürsorgemaßnahme, nicht Wohlfahrt und nicht llnter- stühung, sondern eine volkswirtschaftlich, bevölkerungspolitisch und sozialpolitisch erforderliche Ausgteichsmaßnahme dar. Auf teilweisen Ausgleich der Familienlasteu hat der Kinderreiche nach nationalsozialistischer Weltanschauung unter bestimmten Voraussetzungen einen Anspruch.
Der Ausgleich der Familienlasten wird teilweise durch Berücksichtigung des Familienstandes bei den Steuern und teilweise durch Gewährung von laufenden Kinderbeihilfen vorgenommen. Ausbildungsbeihilfen wer-
ftand es um das Wiener Theater? Jüdische Künstler und jüdisches Publikum waren maßgebend. Und als die große Revolution über diese Stadt und dieses Land hinwegfegte, mit einem Schlage Hunderte von artfremden jüdischen Künstlern von den Wiener Bühnen verschwanden, da ■ wandte sich naturgemäß auch im gleichen Augen- . blick das dazugehörige jüdische Publikum von den ; Wienern Theatern ab. Die Theater waren leer."
„Selbstverständlich", so betonte Reichsminister Dr. ( Goebbels, „war es für die nationalsozialistische Kunst- und Theaterführung eine Ehrenpflicht, den Ruf Wiens als deutscher Kunst- und Theaterstadt wiederherzustellen und vor aller Welt darzutun, daß nun eine neue Blütezeit im Wkener Kunstleben mit dem machtvollen Auftakt der Reichstheatersestwoche anheben solle. Wien, von nun an wieder eingefügt in den Kreis der deutschen Kunst- ftäbte, darf wieder seiner deutschen Sendung leben.
Dir haben nie versucht, über dem deutschen Theaterleben den geistigen oder den künstlerischen Diktator zu spielen. Wir haben uns immer glücklich gefühlt in der Rolle großzügiger Mäzene, denen das deutsche Theater selbst eine Herzensangelegenheit ist und deren Ehrgeiz darauf gerichtet war und bleibt, die vollkommen am Boden liegende deutsche Theaterkultur, die wir aus der Systemzeit zu übernehmen hatten, wieder zu neuer Blüte und zu neuem Ansehen emporzuheben. Wir haben immer versucht, Freunde und Förderer der deutschen Theaterschaffenden zu sein und zu bleiben.
Das Theater kulturpolitisch zu führen, ihm Linie, Sinn, Zweck und Tendenz zu geben, das ist unsere Sache, das ist unsere kulturpolitische Aufgabe und Mission. Die Fachleute sollen das Zcheater prakttsch führen, es mit Leben erfüllen, beste Kunst auf die Bühne stellen und damit ein Volk erschüttern und erheben.
Ich kenne die immer wiederholte bewegte Klage unserer Theaterleiter: Wir haben keine Stücke. Diese Klage hat ihre Berechtigung, aber nicht in dem Umfange, in dem sie oft erhoben wird. Es mag sein, daß das gewalttge politische Geschehen unserer Zeit eine Unmenge von Talenten aufgesogen hat, die sonst für andere Gebiete unseres geistigen und künstlerischen Lebens frei gewesen wären. Ich weiß, daß unsere jungen Dichter zuviel Geschichte schreiben und zu wenig Dramattk dichten. Ich bin mir auch bewußt, daß bei ihnen vielfach die Begeisterung größer ist als das technische Können. Aber es kann auch nicht bezweifelt werden, daß unsere Intendanten es sich mit der Ausrede, wir haben keine Stücke! vielfach allzu bequem machen. Sie glauben sich damit auch der Pflicht enthoben, nach Stücken und Dichtern Ausschau zu halten. Es fehlt ihnen an dem nötigen Wagemut. Alles, was sie tun und unternehmen, muß ihrer Ansicht nach irgendwo und irgendwann schon einmal erprobt sein. Sie lieben das Experiment nicht. Sie lassen es vielfach ermangeln an jenem kühnen aktivistischen Geist, der sich der Dinge bemächtigt und sie zur Diskussion vor das breite Publikum stellt. In der Vielgestaltigkeit des Spielplans liegt die Stärke einer Bühne. Hier die richtige Mischung zu finden, ist Sache der Theater- füyrer.
Ich mache vielfach die Beobachtung, daß gerade die sogenannte Provinz viel aktiver, viel verantwortungsfreudiger und viel mutiger im Aufspüren junger Talente ist als die Bühnen der Hauptstadt. Die Bijhne im Reich muh sich öfter der Oeffenttichkeit stellen. Sie hat nur ein begrenztes Publikum. Sie muß im Spielplan wechseln. Sie ist deshalb gehalten, E n - semblekunst zu pflegen. Ihre Schauspieler erwerben sich damit eine größere Bühnensicherheit, eine bessere Routine und ein stärkeres Vertrautsein mit dem Publikum selbst.
Sie wissen sich als Darsteller und Intendanten noch eines Zustandes zu erinnern, in dem Leben oder Sterben einer Bühne vom Wohlwollen ober von der schlechten Laune eines maßgebenden Theaterkritikers abhängig war. Der nationalsozialistische Staat hat es nicht weiter geduldet, daß die schöpferische Leistung von einem kritischen Richtertum ohne Auftrag abhängig gemacht wurde. Wir haben die K u n ft b e t r a<t>t u n g wieder unter die Kunstgestaltung gestellt. Für uns ist der Künst 1 er das ausschlaggebende Element des kulturellen Lebens und nicht der Kritiker. Das soll nicht heißen, daß keine Möglichkeit mehr bestünde, Kritik zu üben. Der beste Kritiker aber ist immer das Publikum s e 1 b st. Es geht ins Theater, wenn chm ein Stück gefällt, und es bleibt dem Theater fern, wenn bas Stück chm nichts zu jagen hat. Diese Art von Kritik ist die wirksamste."
Anschließend stellte der Minister einige Fragen des deutschen Theaters stichwortartig zur Debatte. Er führte aus:
1. Wir spielen an unseren Bühnen z u viel Klassik und vernachlässigen deshalb übermäßig die moderne Dramatik.
2. Unsere Intendanten beweisen in der Zusam-
Lpd. Frankfurt a. M., 12. Juni. Aus Anlaß des Internationalen Kinderschutzkongresses fand im Palmengarten ein Empfang der Kongreßteilnehmer durch den Vorsitzenden des Reichszusammenschlusses ür öffentliche und freie Wohlfahrtspflege und Jugendhilfe, Reichshauptamtsleiter Hilgenfeldt, tatt. Die Delegierten von 33 Nationen, sowie führende Männer von Partei, Staat und Behörden wohnten dem Empfang bei. Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger begrüßte die Versammelten als Gäste in einer der herrlichsten Landschaften Deutschlands. Ihre Arbeit ist dem Kinde gewidmet, so agte der Gauleiter, und was gibt es für jedes Volk der Erde Wertvolleres als die Jugend, denn die JugendderVölkeristdieZukunftder Völker!
Reichsmmister Dr. Frank
übermittelte dem Kongreß die Grüße des Führers und Reichskanzlers, der an dem Kongreß innigen Anteil nehcke. „Wir haben in Deutschland", so erklärte der Minister, „das große Glück, in unseren Kindern die stolze Gewähr der Ewigkeit unseres Volkes zu begrüßen und wir wissen, daß die Vertreter aller Völker, die hier an diesem Kongreß teilnehmen, aus dem gleichen Glücksgefühl an den schöpferischen Arbeiten des Kongresses teilnehmen. Der Schutz des Kindes ist eine allen Völ-
Der nationalsozialistische Staat regt auch zur frühzeitigen Verheiratung, insbesondere


