Gin neues Gesicht der Paula Wessely.
Oie Wandlung zur Medizinstudentin Hanna Karfreit.
Ausscheidungskämpfe der Leichtalhleien.
Vorbereitungen für Breslau
Wien, im April 1938.
Im Wiener Tobis-Atelier am Rosenhügel arbeitet jur Zeit Paula Wessely wieder an einem Film, der unter der Spielleitung von Geza von Bol- vary nach dem Drehbuch von I. Sandmeier entsteht und „Der Spiegel" heißen soll.
Es sind viele Monate vergangen, seit mir Paula Wessely zum letztenmal vor der Kamera sahen. Das war damals in Berlin im Theater am Schiffbauerdamm, wo Professor Carl Froelich mit ihr — zwischen den regulären Vorstellungen an jedem Abend — die in einem Theater spielenden Szenen des Films „Die ganz großen Torheiten" drehte. Das jetzige Wiedersehen mit Paula Wessely in Wien zeigt uns ein völlig neues Gesicht der Künstlerin. Sie, die in ihrem letzten Film als junge, zwar begeisterte aber doch ungeheuer weltfremde Schauspielschülerin, die über dem Abenteuer ihrer ersten Großstadtnacht ums Haar Kopf und Kragen verloren hätte, vor das Publikum trat, hat in dem Film „Der Spiegel" die Rolle einer Medizinstudentin übernommen, für die es zunächst nichts auf der Welt gibt als diesen Beruf, für den sie sich mit Eifer und Hingabe auf der Universität vorbereitet. Und wie sie so, begleitet von der lautlos hinter ihr herfahrenden Kamera, die Werner Brandes mit der Sicherheit und Ruhe des Vielerfahrenen bedient, durch die langen Korridore einer Universitätsklinik geht, sucht man vergeblich in ihrem Gesicht nach dem schwärmerischen Ausdruck einer romantischen Seele, den man von jenem Film her noch in Erinnerung hat. Ihre Züge haben sich mit der neuen Rolle gewandelt, dieses junge Mädchen gehört der Generation von heute an, ihr Gesicht ist das des jungen Studierenden, der mit Besessenheit täglich weiter in eine Wissenschaft eindringt, die nur einen Zweck kennt und neben einem warmen Herzen für die leidenden Menschen klaren Verstand und mutige Entschlossenheit vor allem fordert. In diesem neuen Gesicht der Paula Wessely prägt sich aus, was ihr die Stunden im Hörsaal der chirurgischen Klinik und die Arbeit im anatomischen Institut oder am Mikroskop an exakter Wissenschaft schon vermittelt haben: Es ist stolz und ernst, erfüllt von der Befriedigung duch die geliebte Arbeit, der ihr ganzes Herz gehört.
Der Konflikt, in den diese angehende Medizinerin Hanna Karfreit, wie die Wessely im Film heißt, durch ein Zusammentreffen von Mißverständnissen und Unduldsamkeit ihres Verlobten, des Assistenzarztes Dr. Peter Eberle (Attila Hörbiger), gebracht wird, ergibt sich mit zwingender Folgerichtigkeit aus der interessanten Handlung, die Julius Sandmeier als Grundlage für den Film formte. Außer dem Hochschulmilieu, das absolut wirklichkeitsgetreue Wiedergabe im Film erfahren wird, sind es die im väterlichen Haus und beim Skilaufen m den Bergen spielenden großen Szenen, die dem neuen Wessely-Film bunten, kontrastreichen Hintergrund geben werden. So wie der Regisseur Geza von Bolvary auf die überraschende Tatsache, daß außer der Wessely und Hörbiger (die wegen der Großaufnahmen geschminkt sein müssen) alle Darsteller ungeschminkt vor die Kamera treten, Hinweisen kann, um darzutun, wie sehr größter Wert auf Echtheit in jeder Beziehung gelegt wird, so unterstreicht der Architekt Julius von
Borsody, daß feine Aufgabe diesmal nicht nur war, für die Bauten zwischen zwei Stilarten zu wählen, sondern dem Charakter der verschiedenen Personen auch durch die sie umgebende Umwelt deutlich sichtbaren Ausdruck zu verleihen, um aus dem Optischen heraus ihr Handeln und ihre Entschlüsse mit verständlich zu machen. Als schwierigstes Problem bezeichnet Borsody die Wohnung des Juweliers Karfreit, den Peter Petersen spielt. Ihr Stil ist, daß sie überhaupt keinen Stil haben durfte, um die besondere Stimmung dieses versponnenen, eigenartigen Menschen auszudrücken, der ohne es zu wissen, zum stärksten Gegenspieler seiner Tochter wird. Zu allem übrigen hat der Film noch eins, was für die Architektur immer schwer ist — er spielt zur Hälfte bei Nacht. Indes scheinen all diese ungewöhnlichen Umstände die Schaffensfreude — nicht nur des Architekten, sondern wie wir nach den in Wien gewonnenen Eindrücken beurteilen können, sämtlicher Mitarbeitenden — außerordentlich angeregt zu haben.
Paula Wessely arbeitet wieder mit ungeheurer Konzentration und hat, solange sie im Atelier steht, kaum einen Blick für das, was außerhalb vorgeht. Sie sagt rundheraus, daß sie „wie im Exil" lebt und ihre Rolle sie so ausfüllt, daß einfach nichts anderes für sie existieren kann.
Und demselben Glauben an die Wichtigkeit und Richtigkeit ihrer künstlerischen Arbeit begegnet man bei allen anderen Darstellern, ob es Raoul Aslan ist, der als Professor Tlusty feine Studenten zu Beifallskundgebungen hinreißt, wenn er das Hohe Lied der exakten Medizin singt Und gegen Kurpfuscherei wettert oder ob Walter Surowy und Jane Tilden in einer leichtlebigen Barszene den Schiffbruch im Examen zu vergessen suchen, ob Dagny Servaes als Kathi, Karl S k r a u p als Dorfheilkundiger, Karl E h m a n n als verschrobener Studienrat ober irgendeiner der vielen anderen im Scheinwerferlicht stehen, das trotz der Besetzung der Rollen mit besten Kräften doch auch manchem zum erstenmal schien. Wir denken da besonders an die fünf „Pascher", die für die Aufnahmen im Gasthaus „Zum Hirschen" aus ihren Holzhauerhütten im Salzburgischen ins Atelier nach Wien geholt wurden. Der Wirt in Gößl am Grundlsee mußte sie richtig bei Nacht mit der Laterne zusammenholen, damit sie noch rechtzeitig den Zug in Aussee erreichten. Ihre „Entdecker" waren Paula Wessely und Attila Hörbiger, die sich der stämmigen Burschen von ihrem Sommeraufenthalt in Gößl her noch erinnerten, wo sie zur Unterhaltung der Sommerfrischler durch ihre urwüchsigen Gstanzeln und die vollendete Kunstfertigkeit im „Paschen" (so heißt das nach eigenartigem Rhythmus erfolgende Jneinanderklatfchen der Hände) zuweilen nach Feierabend beitrugen. Aber auch viele ausländische Studierende der Universität, nicht zu vergessen ein berühmter Gehirnoperateur und seine Mitarbeiter, die sich für eine Szene im chirurgischen Hörsaal zur Verfügung gestellt hatten, standen zum erstenmal im grellen Licht eines Ateliers.
Hans Lang, der Komponist des Films „Lumpazivagabundus" wird die Musik zu dem Tobis- Vienna-Film „Der Spiegel" schreiben.
Hermann Hacker.
Erfolgreicher Gegelstreckenflug vom Hümmerich bis Saarburg.
Der Segelflieger Köhler, Obersturmführer des NSFK.-Sturmes 5/72, legte mit dem dem Sturm gehörenden Hochleistungssegelflugzeug „Rhönadler" eine beachtenswerte Strecke von 115 Luftkilometer zurück. Er startete auf dem Hümmerich bei günstigem Flugwetter. Der Langstreckenflug führte ihn über die Eifel, Wittlich, Trier nach Saarburg. Ueber der Stadt Wittlich begegnete Köhler einem rumpflosen Segelflugzeug, das von Köln aus unterwegs war und von dem Obergefreiten Scheidhauer gesteuert wurde. Beide Segelflugzeuge gingen kurz nach 16 Uhr in Saarburg nieder, wo sie ungünstige Luftverhältnisse vorfanden. Die Landung in Saarburg erfolgte glatt.
Ein Jahr 7IS.-!?>iegerkorps.
180 000 Flugmodelle für das Deutsche Jungvolk.
Am 17. April 1937 hat der Führer und Reichskanzler durch einen Erlaß das Nationalsozialistische Fliegerkorps gegründet. Am Tage des einjährigen Bestehens dieser jüngsten NS.-Formation will ihr Korpsführer, Generalleutnant Christiansen, der Jugend eine besondere Freude bereiten. 180 000 kleine Flugzeugmodelle werden am 17. April an
das Deutsche Jungvolk im ganzen Reiche verteilt.
In der kurzen Zeitspanne seines Bestehens hat das NSFK. weitgehende Aufgaben für die Ertüchtigung des Fliegernachwuchses und die Förde- rung des Luftsportgedankens erfüllt. Große Aufgaben bringt auch die Zukunft. Der Deutfch- landflug 1 9 3 8 ist die erste Veranstaltung, die sich über das gesamte Großdeutschland erstreckt. Sein Ziel ist Wien. Unter den Teilnehmern ist auch schon die neue Gruppe 17 (Oesterreich) mit drei Dreierketten von Flugzeugen vertreten. Der Wettbewerb erstreckt sich vom 22. bis 29. Mai. Am Schlußtag treffen alle Teilnehmer auf dem Ver- kehrsflugyafen Wien-Aspern ein. Außer Wien sind in der neuen Ostmark noch drei Wertungsplätze vorgesehen: Innsbruck, Salzburg und Linz.
Osterschispringen auf dem Ieldberg.
Das Osterschispringen airf dem Feldberg, bei dem die neue Schanze des Schwarzwald-Schistadions eingeweiht wird, hat eine ausgezeichnete Besetzung erhalten. Deutschlands Meister Franz Haselberger kommt mit seinen bayerischen Kameraden Eisgruber und Weiler, ferner starten die Thüringer Krauß und Marr, die Oesterreicher Krallinaer, Galeitner und Köstinger, Haeckel aus Sachsen und die Schweizer Trojani, Bühler sowie der vorjährige Jumorenmeister Ludi.
Wieder Favoriten-Siege in Frankfurt.
Tiielkämpfe der deutschen Amateurboxer.
Nach dem Riesenprogramm des Eröffnungstages der deutschen Amateurbox-Meisterschaften in Frankfurt a. M. begannen die Kämpfe am Mittwoch erst in den Mittagsstunden. Nach einem noch zur Vorrunde zählenden Kampf zwischen dem Darmstädter Köhler und Hach (Magdeburg) wurde die Zwischenrunde begonnen. Es gab durchweg Favoritensiege.
Der Darmstädter Halbschwergewichtler Köhler, der durch das Ausscheiden von Pietsch kampflos in die Zwischenrunde kommen sollte, mußte vorher noch einen Kampf gegen den Magdeburger Hach bestreiten, den dieser durch eine bessere dritte Runde knapp zu seinen Gunsten entschied. Dann wurden sofort die Begegnungen der Zwischenrunde gestartet.
Im Fliegengewicht hatte es der Frankfurter Bamberger anfänglich schwer, sich gegen die große Reichweite von Schubert (Hannover) durchzusetzen, blieb aber dann siegreich, nachdem er sich die zweite und dritte Runde geholt hatte. Den Berliner Bruß, der bereits am Dienstag durch unsauberes Kämpfen aufgefallen war, ereilte diesmal das Schicksal. Nach einer Verwarnung in der zweiten, wurde er in der dritten Runde disgualisiziert und Wins- kowski (Magdeburg) zum Sieger erklärt. — Graaf (Berlin) zeigte besonders in den ersten Runden ein sicheres Auge und traf genauer, so daß er den Punktsieg gegen den zuletzt gut aufkommenden Mannheimer Bantamgewichtler Stätter erhielt. Durch seine größere Routine, schnelles Abducken und kluges Sammeln von Treffern kam Stasch (Kassel) zu einem knappen Erfolg über den Erfurter Pfeifer. Diel Mühe hatte der Frankfurter Schöneberger im Federgewicht mit dem in Rechtsauslage boxen
den Scholten (Ruhrort). Eine große zweite Runde brachte Schöneberger trotzdem einen klaren Sieg. Als sehr tapferer Gegner erwies sich der Aachener Ostlender, der allerdings in der letzten Runde von dem starken Bochumer Gänserig schwere Brocken einstecken mußte.
Als einwandfrei besserer Mann erwies sich der Düsseldorfer Leichtgewichtler Heese gegen Kuklinski (Hamburg). Stark benachteiligt wurde der sehr gut konternde Wiener Swatosch durch die Punktniederlage, die er durch Strehle (München) bezog.
Eine schwere Schlacht lieferte der Frankfurter Weltergewichtler Mietschke seinem großen Gegner M u r a ch. Als Mietschke, der übrigens viel mit offener Hand schlug, in der zweiten Runde eine Verwarnung erhielt, kam der Meister durch eine bessere Schlußrunde doch noch zum Siege. In der gleichen Gewichtsklasse gewann der Kölner Ul° derisch knapp gegen Frei (München). — Eine schwache Leistung bot der Berliner Mittelgewichtler Campe gegen Weyrich (Konstanz), während Kubiak (Herne) dem Bremer Trillhase haushoch überlegen war. Maier (Ulm) mußte im Halb- schwergewicht die Ueberlegenheit des technisch und takttsch besseren Hamburgers Schmidt anerken- nen- — Schwergewichtsmeister Runge (Wuppertal) zeigte nicht viel in seinem Kampfe gegen Ortmanns (Köln), der sich tapfer wehrte und nur nach Punkten unterlag. Erwartungsgemäß konnte sich der Nürnberger Zweizentnermann Fischer gegen den härter schlagenden Knorr (Wanne- Eickel) nicht behaupten.
Die ersten Ausscheidungen der volkstümlichen Drei-Kämpfe in allen Klassen (auch Frauen) für das Deutsche Turn- und Sportfest in Brelau finden am 24. d. Di. in Heuchelheim statt. Jeder, der sich in Breslau am Drei-Kampf beteiligen will, muß an diesen Kämpfen teilnehmen, hängt doch davon die Wettermeldung zum Gau und darüber hinaus zum Reichsfachamt ab. Meldungen durch die Vereine sind möglichst umgehend — spätestens jedoch bis zum 22. d. M. — zu richten an: Wilhelm Rinn, Heuchelheim bei Gießen, Gießener Straße 51.
Auch die für Breslau vorgesehenen Kampfrichter und Riegenführer sind verpflichtet, sich bei diesen Wettkämpfen zur Verfügung zu stellen und müssen ebenfalls durch die Vereine vorher gemeldet werden, um einen reibungslosen und glatten Verlauf der Wettkämpfe zu gewährleisten.
Um Unklarheiten auszuschalten, folgen nachstehend die Ausschreibungen. Die Bedingungen sind so, daß jeder Verein in der Lage sein müßte, ein oder zwei Teilnehmer(innen) wenigstens zu diesen Ausscheidungen zu entsenden. Der Einsatz ist klein, und der Preis: Teilnahme als aktiver Wettkämpfer an der größten Heerschau des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen!
Ausschreibungen.
1. Dreikampf A — Männerklasse I (Jahrgang 1919 und älter): 100-m-Lauf: 15,6 Sek. = 0 Punkte, 11,6 Sek. = 20 Punkte; Weitsprung: 3,40 m = 0 Punkte, 6,40 m — 20 Punkte; Kugelstoßen: 5,50 m = 0 Punkte, 11,50 m = 29 Punkte.
2. Dreifampf B — Männerklasse I (Jahrgang 1919 und älter): 100-m-Lauf: 15,6 Sek. = 0 Punkte, 11,6 Sek. = 20 Punkte; Weitsprung: 3,40 m = 0 Punkte, 6,40 m — 20 Punkte; Stab- hoch: 2,20 m = 0 Punkte, 3,20 m — 20 Punkte.
3. Dreikampf — Männerklasse II
(Jahrgang 1902 bis 1898): 100-m-Lauf: 16,0 Sek. -- 0 Punkte, 12,0 Sek. = 20 Punkte; Weltsprung: 2,80 m = 0 Punkte, 5,80 m = 20 Punkte; Kugel- stoßen: 5,50 m = 0 Punkte, 10,50 m = 20 Punkte.
4. Dreikampf — Männerklasse III (Jahrgang 1897 und älter): 100-m-Lauf: 16,8 Sek. = 0 Punkte, 12,8 Sek. = 20 Punkte; Weitsprung: 2,50 m = 0 Punkte, 5,50 m = 20 Punkte; Kugel- stoßen: 4,50 m = 0 Punkte, 9,50 m ---- 20 Punkte.
5. Dreikampf der Frauen (Jahrgang 1920 und älter): 100-m-Lauf: 17,4 Sek. = 0 Punkte. 13,4 Sek. = 20 Punkte; Weiterung: 2,70 m = 0 Punkte, 4,70 m = 20 Punkte; Kugelstoßen: 3,60 m = 0 Punkte, 9,60 m = 20 Punkte.
Germania 08 Marburg (Liga) auf dem Waldsporiplaü.
Lange ist es her, daß sich beide Mannschaften im Kampf um die Punkte gegenüberstanden. Seit Jahren spielen die Germanen in der Gruppe Marburg und kommen somit nicht oft mit den Gießener Mannschaften in Berührung. Die Grünweißen haben ein Freundschaftsspiel abgeschlossen, und man darf diesem Spiel mit Spannung entgegensehen. Die Gäste, die in der Bezirksklasse, Gruppe Marburg, spielen, waren in dieser Serie stark vom Pech verfolgt, fast erging es ihnen ebenso, wie im Vorjahre den Grünweißen, die trotz großen Könnens zum Abstieg verurteilt waren. Noch haben dis Gäste nicht alle Aussicht verloren, denn die Mannschaft konnte in den letzten Spielen durch Siege ihr Punktekonto aufbessern, ein sicheres Zeichen, daß die Elf die Krise überstanden hat. Wir kennen den Gegner und wissen, daß die Mannschaft kämpfen kann, was man von den Grünweißen nicht gerade behaupten kann. Die Gastgeber werden alles daransetzen müssen, wenn sie in diesem Spiel erfolgreich bestehen wollen.
Wirtschaft.
Rhein-Mainische Börse.
Millagsbörse: Freundlich.
Frankfurt g. M., 13. April. Das Näher- rücken der Feiertage wirkte sich in nur schwacher Unternehmungslust aus. Aus dem Publikum verblieb weiteres Anlageinteresse, so daß die fteund- liche Haltung forfbeftanb und an den Aktienmärkten bei nicht ganz einheitlicher Entwicklung leichte Steigerungen überwogen. Anfangs erfolgten für verschiedene Werte kleine Verkäufe aus nichtarischen Kreisen, sie wurden bei leichtem Kursdruck verhälntismäßig gut aufgenommen. Die Umsätze waren nach den ersten Kursen teilweise etwas belebter unter dem Einfluß kleiner Sonderbewegungen. Eine solche vollzog sich bei Rheinmetall mit 142,25 bis 144,25 (142), andere Maschinenaktien waren hingegen wenig verändert. BMW. 0,75 v. H. höher, aber Daimler zunächst 147 (148,90), später 147,75. Mehr beachtet waren heute Bergwerkswerte unter Führung von Verein. Stahl mit 111,90 bis 112,25 (111,50) und Mannesmann mit 119,25 bis 119,50 (118,50), matt lagen Ilse Genuß mit 145 (147,75). Am Elektromarkt stellten sich zumeist leichte Erhöhungen ein, Lahmeyer weiter weichend auf 133,75 (135,40). Chemische Papiere waren um Prozentbruchteile befestigt, Metallgesellschaft aber nach Pause 1,25 v. H. schwächer mit 143,75. Zellstoffaktien blieben behauptet. Zement Heidelberg unter dem Eindruck des Ziffernwerts höher mit 174 nach 173,50, auch Berger Tiefbau etwas erhöht mit 156,75 (156,25).
Mbenbbörfe: Behauptet.
Die Abendbörfe verlief still. Der Auftragseingang war klein, auch die Unternehmungslust blieb wegen
der Feiertage schwach. Die Haltung war behaupte^ und die Kurse kamen größtenteils unverändert oder nur um Prozentbruchteile abweichend zur Notiz. Etwas regeres Geschäft verblieb in Rheinmetall zu 144,50 (144,25), die anderen Maschinenwerte lagen behauptet, Demag jedoch 0,75 v. H. niedriger mit 155,75, ebenso MAN. um 0,25 v. H. mit 139. Montanwerte lagen unregelmäßig, Mannesmann 120 (119,75), Rheinstahl 147,75 (147,50), Hoesch 116,75 (117), Verein. Stahl 112 (111,75). Von Autoaktien gewannen BMW. 0,25 v. H. auf 158,50, Adler 0,13 v. H. auf 124,40. Leicht verändert waren noch Reichsban'k mit 198 bis 198,25 (198) und Holzmann mit 165 (164,50).
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 13. April. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in RM.: Weizen W 13 210, W 16 213, W 19 217, W 20 219, Roggen R 12 192, R 15 195, R 18 199, R19 201 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste —, Futterhaier —. Weizenmehl Type 812 W 13 29,50, W 16 29.60, W 19 29,60, W 29 29,95, Roggenmchl Type 1150 R 12 22,45, R15 22,80, R 1'8 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 RM. Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W13 10,75, W 16 10.90, W 19 11,10, W20 11,20, Roggenkleie R12 9,95, R15 10,15, R18 10,40, R19 10,50 Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Soyaschrot —, Palmkuchen —, Erdnußkuchen —, Treber getr. 14,00 Höchstpreis ab Erzeugerstation, Trockenschnitzel —, Heu, lose 5,50, drahtgepreßt —, Weizen und Roggenstroh, drahtgepreßt 3,30, aebünbelt 3,00 Erzeugerhöchstpreis frei Erzeugerverlaoestation. Tendenz: ruhig.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
Frankfurt a. M.
Berlin
Frankfurt a. M.
Berlin
Schluß- kurS
Schlußk. Abend- börse
Schluß- kurs
Schluß!. Mittag, börse
Schluß- kurS
Schlußk. Abend börse
Schluß- kur«
Mittag- börse
Dalum
12.4.
13.4.
12.4.
13-4.
Darum
12-4.
13.4
12.4
134.
6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 <y2% Deulfche Reichsschatzanwet- sungen von 1935 . ..........
4Vi°/o Deulfche Reicheschatzanwell sungen von 1935, II. Folge ...
4Vio,o Deutsche Neichsschayanwei- sungen von 1936, III. Folge ..
6yz% Doung Anleihe von 1930 .. 4%% Hessische Volksstaat von 1929 4Yi% Deutsche Reichspostschatz von 1934 I......................
4%% Deutsche Reichsbahnschatz von 1936 1..................
Retchsanleihe-Mtbesitz..........
Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten..............
4Yi°/<> Hess. Lan desbk. Darmstadt Goldpfe. R. 12..............
5%% Hess. LandeS-Hyp.-Banl Liqu. Goldpfe...............
<34% Preuß. Landespfdbr.-Ansi.
Goldpfe. R. 19..............
4Vi% Preuß. Gold-Komm. R. 20 <'/i% Darmstädter Kornm.-Lan
desbank R. 6................
101,9
99,5
99,75
100
103,75
101
100,6
100
132,9
100
101,25
100
100
99,75
101,9
99,C
99,75
103,75
101
100,6
100,1
132,9
137,5
100
101,25
100
100
99,75
101,9
99,5
99,75
100
103,75
101
100,75
100
133
100
1 II 1 1 181 1 III 1 I ||
Aceurnulatoren-Fabrik.......14
Aichassenburg Zellstoff........6
Bemberg...................0
Bekula.....................8
BuderuS Ellen.......... 5
dement Heidelberg...........7
Cement Karlstadt............6
Conti (Summt.............. 12
Daimler Motoren..........6%
Dessauer Gas ...............4
Deutsche Erdöl..............6
Deutsche Gold- und Silber .... 9
Deutsche Linoleum..........10
Elektrische Lieferungen........6
Elektrische Licht und Kraft.....7
I. G. Färben-Industrie.......7
Felten & Guilleaume.........6
Gessürel....................7
Tb. Goldschmidt.............6
Gritzner Maschinen...........O
Harpener................. 8'/,
Heesch Eisen...............8%
Philipp Hol,mann...........8
Ilse Bergbau................6
Ilse Genüsse................6
Kali Aschersleben............ 4
143,5
150
162
121
173,5
211,75
144
250 177,75 123,75
146
160,13
146
153
150,5
173
116 164,75
147,75
109,5
121,75
135^4
118^5
143,5
150,75
162
121
174
212,5
148,13
143,5
250,5
177
146
160,25
144
154
150
49,13
116,75
165
145,5
109,25 123
133,25
98
120
143,75
147,75
127
157
167
184,5
211
219,5
112
105
109,5
151,65
27,5
242 144,4
150 162,75 121,25
212,5
148 126,13
144
177,75
124 146,5 160,5
146 153,5 150,5
49
173,5 116,25
165
147,5 109,25
122
160
135,9
118,75 153,75 144,75
116
232,75
147,5
126,5
156,13
167
186,25
102
210,25 218,5
111,4
104,65 109,5 151,5
142,75 150,5 162,5
121
213 148,5
127 143,5
177,75
124
146 160,4 144,13 154,25
150 49,5
173 116,13
165 162,25 145,25
109,5 123,25 160,65
134
120,13 151,75
144,25 116,75 232,75
130 147,75 126,75 156,75 166,75
186 103,5
212 219,5 111,9
105
110
152
Deutsche Komm.-Cammel-Anlethe
Auslos.-Rechte 1..............
454% Franks. Hyp. Goldpfe. R. 15
138,75
138,75
139
—
Klöcknerwerke ............. 4*4
Kokswerke und Chemische Fabrik 7
Lahmeyer .................. 6
*14% Franks. Hhp. Gold-Somm.
Obi. 2 8..................
5%% Frankl. Hyp. Liquidation Goldpfe.....................
100
101,5
100
101,4
1 1
1 1
Matnkrast................... 4
Mannesmann.............4%
Mansfelder Bergbau......... 7
Metallgeiellschaft.............6
<J4% Rheinische Hhp. Liquidation
Goldpfe.....................
Steuergullchein-Berrechnungskur?
A.G. für Verkehrswesen .... 6%
Hamburg-Slidam. Dampfschiff. 0
Hamburg-Amerika Paket......0
Norddeutscher Lloyd..........0
Deutsche Reichsbahn Vorz.-Akt. 7
Retchkbant................. 12
Berliner Handelsgesellschaft . 6 ft
Lommerz. und Privat-Baok ... 6
Deutsche Diskonto............ 5
Dresdner Baak....... 4
101,5
111,2
140,5
78
79,9 131,65
197,65
129,5
116,5
121,5
114.95
101,5 111,2
140,5
78
80
131,65
198,25
129,5
116,65
121,4
114 95
101,6
111,25
140,25
129,75
79
80
131,65
197,65
129,75
116,5
121,5
140,5
79 79,75 131,65
197,9
Orenstein & Koppel..........O
Rheinische Braunkohle....... 12
Rheinische Elektro............6
Rheinstahlwerke..............6
Rheinisch-Westfälische Elektro .. 6
RütgerSwerke ...............7
Salzdetfurth Kalt............6
Schultert L Co......... 7
Schultheis Payenhofer........4
Siemens L Halske....... 0
Süddeutsche Zucker.......... 10
Bereinigte Stahlwerke...... *Vi
Westdeutsche Kaushof.........0
Westeregeln Alkali......... 4
Zellstoff Waldhof............6
233
147,75
126,75
156,75
167
185,75
211
218
111,5
105,4
109,5
151,5
27,5
Devtfenmarkl Berlin - Frankfurt a. M.
27,5
27,4
12 Aprll.
______13 April
12 April
13.Aprll
Amtliche Notierung Geld | Briet
Amtliche Notierung Geld s Bries
Amtliche Notierung Geld | Bries
Amtliche Notierung Geld 1 Brie 1
Buenos Arre».............
Brüssel...................
Rio de Janeiro............
0,627
41,96
0,145
0,631
42,04
0,147
0,633
41,94
0,145
47,00 I
55,29
47,00 !
12,385 |
0,637 42,02
0,147
47,10
55,41
47,10
12,415
Japan....................
Jugoslawien ..............
Oslo ...................
Wien....................
Lissabon................
Stockholm................
Schweiz..................
0,721
5,694
62,22
0,723
5,706
62,34
0,722
5,694
0,724
5,706
62,37
Loten....................
Kopenhagen...............
47,00
55,27
47,00
12,38
47,10
55,39
47,10
12,41
62,25
Danzig...................
London .................
helsingfor»................
Paris....................
Holland.................'
Stallen...................
11,245
63,80
57,22
11,265
63,92
57,34
11,25
63,82
57,21
11,27
63,94
57,33
5,48
5,49
5,48
5,49
Spanten..................
7,712
138,19
13,09
7,728
138,47
13,11
7,812 i 138,20
13,0» 1
7,828
138,48
13,11
Prag.....................
Budapest.................
Reuyort..................
8,681
2,490
8,699
2,494
8,681
2,490
8,699
2.494


