Hellmuth Lantschner Schweizer Gchimeister.
Der dreifache deutsche Schimeister Hellmuth Lantschner fügte seinen zahlreichen Erfolgen am Sonntag bei den Schweizer Schimeisterschasten einen neuen Sieg an. Er gewann in Wengen die Vierer-Kombination, die sich aus je zwei nordischen und zwei alpinen Wettbewerben zusammensetzt. Hellmuth Lantschner, der während des ganzen Kampfes die Führung nicht abgegeben hatte, siegte auch im Torlauf vor Roman Wörndle, dem Schweizer Willi Steuri und dem Torlaufsieger des Vorjahres, Rudolf Rominaer, sowie dem Titelverteidiger Heinz v. Ällmen. Der deutsche Meister hat damit Abfahrtslauf und Torlauf gewonnen, belegte im Sprunglauf den zweiten und im Langlauf den 16. Platz. Mit 50:85 Punkten wurde Lantschner Schweizer Meister in der Vierer-Kombination vor den Einheimischen Hans Schlunegger und Heinz v. Allmen.
Deutsche Ringer-Meisterschaften in München.
Die entscheidenden Kämpfe um die deutschen Ringer-Meisterschaften im Bantam- und Leichtgewicht gingen in München vor ausverkauftem Hause vor sich. Qn beiden Gewichtsklassen fielen, wie nach dem Ausgang der vorentscheidenden Begegnungen nicht mehr anders zu erwarten, die Titel nach Köln: der 18jährige Ferdinand Schmitz sicherte sich die Mei- schaft im Bantamgewicht und Freistil-Europameister Heinrich Nettesheim wurde Meister im Leichtgewicht.
Oer Titelkampf im Motorsport.
Auf gleicher Grundlage wie in früheren Jahren.
Die deutschen Motorsvort-Meisterschaften werden auf der gleichen Grundlage entschieden wie in den früheren Jahren. Titelkämpfe im Seitenwagen gibt es allerdings nicht mehr. Ermittelt werden drei Meister auf Solomaschinen und ein Meister der Wagen. Die Punktwertung wurde leicht geändert,
der Sieger erhält fünf, der zweite drei und der Dritte einen Punkt.
Für die Kraftwagen-Meisterschaft werden die Ergebnisse des Eifelrennens (12. Juni) und des Großen Preises von Deutschland (24. Juli) gewertet. Bei Punktgleichheit entscheidet das bessere Äbschnei- den im Großen Preis.
Meisterschaftsläufe der drei Motorradklassen bis 250, 350 und 500 ccm sind das Internationale Cilenriederennen (10. April), das Internationale Hamburger Stadtparkrennen (8. Mai), der Große Preis von Europa und Deutschland in Hohenstein- Ernstthal (7. August) und das Marienberger Dreiecksrennen (4. September). Bei Punktgleichheit entscheidet das bessere Ergebnis im Großen Preis von Europa. Das Schauinslandrennen als einziges Bergrennen ist nicht mehr in den Meisterschaftswettbewerb einbezogen.
Die Titelverteidiger sind: Rud. Carracciola (Mercedes-Benz), Ewald Kluge (250 ccm Auto- Union-DKW.), Heiner Fleischmann (350 ccm NSU.) und Karl Gall (500 ccm (BMW.).
Deutsche Studenten boxten in Kopenhagen.
Bel einem Kampftag des Kopenhagener Akademischen Boxklub gingen auch deutsche Studenten an den Start. Im Leichtgewicht siegte der Königsberger Kurt Krüger über Biggo Möller, im Weltergewicht schlug der Göttinger Alfred Knies den dänischen Studenten Kurt Christensen, während der Dortmunder Heinz Freund im Mittel- gewicht den Sieg an seinen Gegner E. Petersen abgeben mußte.
Frankfurter Hallensportfest erst heute abend!
Im Gau Südwest wurden einige größere Veranstaltungen abgesagt. Das große Frankfurter Hallensportfest, das am Samstagabend stattfinden sollte, wird mit gleichbleibender Besetzung am heutigen Montagabend durchgeführt, ebenso wurde das Main- zer Hallenhandballturnier von Samstag auf Montag verschoben.
Fußball im Reich.
Vorrunde
zur Deutschen Fußball-Meisterschaff.
Fortuna Düsseldorf — Vorwärts Gleiwih 3:0.
Mit einem 3:0-Sieg eröffnete Fortuna Düsseldorf am Sonntag die Vorrunde zur deutschen Fußball- Meisterschaft in Gleiwitz. Wenn das Ergebnis viel- leicht auch etwas zu hoch ausgefallen ist und Vorwärts Rasensport härteren Widerstand als erwartet leistete, so haben die Westdeutschen mit diesem „zu Null"-Erfolg für die weiteren Kämpfe in der ©au« gruppe 2 doch einen schönen Vorsprung. Bei kühlem Wetter fanden sich rund 16 000 Zuschauer in der neuen Gleiwitzer Kampfbahn im Wilhelms- park ein, die mit dieser Veranstaltung eingeweiht wurde. Sie erlebten ein betontes Kampfspiel, dessen Ausgang bis fünf Minuten vor Schluß, als es noch 1:0 fiir die Fortunen stand, völlig ungewiß war.
12 Saumeister sind jetzt ermittelt.
Die Zahl der deutschen Fußball-Gaumeister, die vor acht Tagen nur sechs betrug, hat sich nach den Kämpfen des 13. März verdoppelt. Hmzugekom- men sind Berliner SV. 92, BC. Hartha, Alemannia Aachen, 1. FC. Nürnberg, Hanau 9 3 und VfB. Stuttgart, so daß also jetzt nur noch die Meister von Nordmark (Hamburger SV. oder Eimsbüttel), Niedersachsen (VfL. Osnabrück oder Hannover 96), Sudwest (wahrscheinlich Eintracht Frankfurt) und Baden (DiR. Mannheim oder 1. FC. Pforzheim) aus» stehen, die sich am kommenden Sonntag einstellen sollten.
Fußball-Ereignisse in Südtvestdeutschland.
Hanau 93 am Ziel.
Sn einem prächtigen Endspurt hat sich Hanau 93 nun doch wieder die Meisterschaft von Hessen gesichert, die dieser alte, traditionsreiche Verein im vergangenen Jahr an den Spo. Kassel verloren hatte. Zum letzten und entscheidenden Kampf mußten die Hanauer beim SC. 03 Kassel antreten und hier gewannen sie mit 1:0 (0:0) Spiel und Meisterschaft. Auch in der unteren Tabellenhälfte sieht man nun etwas klarer. Sport Kassel und Borussia Fulda stehen weiterhin am Schluß, während Germania Fulba und VfB. Groß-Auheim Punktgewinne verzeichneten und damit ihre Lage nicht unwesentlich verbessertem
Eintracht in klarer Favorikenstellung.
| Im Gau Südwest tonnte die Frankfurter Eintracht am Sonntag ihre führende Stellung nicht nur behaupten, sondern durch den gleichzeitigen Punktverlust von Borussia Neunkirchen noch weiter ausbauen. Die Frankfurter schlugen den Tabellen- letzten Opel Rüsselsheim in einem feinen Spiel mit 8:1 (6:0), während die Neunkirchener auf eigenem Gelände gegen Wormatia Worms nur ein 1:1 (0:0) erreichten. Nach Verlustpunkten hat nun die Eintracht drei Punkte Vorsprung, aber diese drei Punkte Vorsprung können natürlich in den beiden ausstehenden schweren Spielen in Neunkirchen und Saarbrücken verloren gehen. Die Frankfurter müssen also zur Sicherstellung der Meisterschaft am kommenden Sonntag in Neunkirchen mindestens em Unentschieden erreichen. Im Falle einer Meder- läge würde die Südwestmeisterschaft erst am 27. März im Spiel FV. Saarbrücken — Eintracht entschieden.
Die Kickers Offenbach blieben durch ein 1:1, das ftc beim FSV. Frankfurt erzielten, weiterhin auf dem dritten Platz, Wormatia Worms hat aber, allerdings bei einem Spiel mehr, gleichgezogen. Für den FSV. Frankfurt bedeutete der eine Punkt die endgültige Sicherung. Auch der FK. Pirmasens hat sich durch seinen 5:1-(1:0-) Sieg über Saar- brücken den Verbleib in der Gauliga gesichert. Der 1. FC. Kaiserslautern trug ein Freundschaftsspiel Sn die Spvg. Mannheim-Sandhosen aus und
e mit 7:1 Toren.
Der „Club" hal es geschafft.
Nun ist auch in Bayern die Entscheidung gefallen. Der 1. FC. Nürnberg holte sich die zur erfolgreichen Verteidigung des Titels noch notwendigen Punkte in Augsburg, wo er den BCA. mit 5:1 bezwang. So wurde also der Club, bei dem übrigens wieder Eiberger mitwirkte, wieder bayerischer Meister. — Der Münchener Lokalkampf zwischen Wacker und Bayern Hana 2:2 aus und damit ist Wacker noch immer nicht seinen Abstiegssorgen enthoben. Es fehlt noch ein Punkt, der nun im Spiel gegen den 1. FC. Nürnberg sichergestellt werden muß.
Borussia Fulda nicht in Friedberg.
Der hessische Gauliga-Verein Borussia Fulda hatte sofort nach einer über ihn vom Gausachwart verhängten Platzsperre Berufung beim Reichsfachamt eingelegt. Auf diese Berufung ist Borussia Fulda bisher ohne Antwort geblieben, was der Vereinsführung Veranlassung gab, von der Reise nach Friedberg Abstand zu nehmen.
©porfoerem 05 unterliegt Sportfreunde Wehlar.
Der Verlauf der ersten Zwischenrunde um den Tschammer-Pokal brachte eine nicht geringe lieber» raschung. Wetzlar 05 mußte sich seinem Lokalgegner, Sportfreunde Wetzlar, einem Vertreter der Kreisklasse, auf dessen Platz mit 2:1 beugen. Die anderen Treffer verliefen programmgemäß.
Steinberg — Naunheim 2:0.
Butzbach — Lollar 5:2.
Frohnhausen — Burg 2:1.
Oberbiel — Steindorf 0:1.
Sportfreunde — 05 Wetzlar 2:1. Bissenberg — Sinn 4:2.
„Teutonia" Steinberg kam gegen Naunheim in scannendem Kampf zu einem 2:0-Sieg. Für den Halbzeitstand von 1:0 sorgte Fett durch einen Strafstoß, und Lang erzielte den zweiten Treffer.
Die Begegnung Lollar — Butzbach wurde einige Stunden vor Beginn nach Butzbach verlegt. Dadurch sanken die Aussichten der Lollarer beträchtlich.
Frohnhausen hatte gegen Burg hart zu kämpfen, vis das 2:1 zustandekam. Ja, am Schluß war man sogar froh, daß das Spiel noch so gewonnen wurde.
Steindorf setzte sich in Oberbiel mit 1:0 knapp ourch und kam damit als einziger Verein zum Erfolg auf des Gegners Platz.
Der Sportverein hat feinen Gegner anscheinend unterschätzt. Mit kompletter Mannschaft glaubte man, 'hon ein „gelaufenes Rennen" hinter sich zu haben.
Die Sportfreunde gingen jedoch unbeirrt ins Spiel, und als sich die Erfolge einstellten, wuchs die Mannschaft am Gegner empor. Das Halbzeitresultat (2:1) wußte man in der zweiten Hälfte durch geschickte Verteidigung zu halten, und so mußte der Sportverein den Klosterwald statt mit einem sicher geglaubten Sieg mit einer Niederlage und dem Ausscheiden aus den Pokalspielen verlassen.
Bissenberg kam gegen Sinn erneut zum Erfolg, obwohl es den größten Teil des Spielverlaufs mit nur zehn Mann durchführen konnte.
Teutonia Steinberg I — Naunheim I 2:0 (1:0).
Die zahlreichen Zuschauer, die gestern den Teutonen-Platz umsäumten, erlebten ein schönes Spiel. Wohl wurde nicht so wuchtig gespielt, wie in den Verbandsspielen, dafür wurde aber jedem Gelegenheit gegeben, sich technisch hervorzutun. Naunheim trat mit einer stark verjüngten Elf an. Einen großartigen Abwehrkampf vollbrachte die Hintermannschaft. Die Läuferreihe war ebenfalls meist mit der Abwehr beschäftigt. Im Sturm war die linke Seite die gefährlichste.
Bei Steinberg war die Mannschaft gleich gut beseht. O. Haas fehlte. Der Ersatzmann bewährte sich aber. Für den verletzten K. Haas stand Bernhardt zur Verfügung. Unter der Leitung von Schiedsrichter Philipp, Gießen, stellten sich folgende Mannschaften»
Naunheim: Zeuker; Pfeiffer, Schäfer; Becker, Karren, Wiesenborn; E. Adam, Strauch, Rühl, W. Neeb, A.Neeb.
Steinberg: Happel; K. Jung, Fett; H. Schmandt,- Hederich (13/116), Naumann (7/116); Surf, Bernhardt (7/116), Lang, Däublin (7/116), Buß.
Steinberg hatte Wahl; den von Naunheim vorgetragenen Angriff konnte Jung abwehren. Beide Mannschaften versuchten, sofort die Führung zu übernehmen. Naunheim geriet dabei aber immer mehr ins Hintertreffen. Mit verstärkter Verteidigung wehrten sie jedoch alles ab. Auf der Gegenseite mußte die Steinberger Hintermannschaft alles baransetzen, um Erfolge der Gäste zu verhindern. Die linke Seite von Naunheim war gefährlich. Die erste Halbheit war bald um, und noch fein Tor war gefallen. Ungeduldig feuerten die Zuschauer die Mannschaften an, doch alles schien vergebens. Noch wenige Minuten waren bis Halbzeit zu spielen, und keiner rechnete noch mit einem Tor, als Däublin hart gelegt wurde. Den verhängten Strafstoß verwandelte Fett zum Führungstor, und eine Minute danach hatte Naumann es beinahe wiederholt, doch fein scharfer Schuß ging über das Dreieck. Kurze Zeit darnach war Halbzeit.
Sofort nach Wiederanpfiff ergriff Naunheim die Offensive, um gleichzuziehen, aber Steinbergs Hintermannschaft war auf der Hut. Dann wurde Däublin wiederum gelegt. Abermals ließ Fett einen Bombenschuß los, doch der Ball prallte an der Latte ab, und die Verteidigung konnte Hären. Weiter ging der Kampf. Immer noch stand es 1:0, und das Spiel war noch lange nicht entschieden. Einen gefährlichen Eckball konnte Happel gerade noch meistern, und kurze Zeit danach lenkte der Naunheimer Rechtsaußen eine Flanke aus ganz kurzer Entfernung in das obere Dreieck, und abermals konnte Happel den Ball gerade noch erwischen. Sofort schob er Däublin das Leder hin, dieser schickte mit einer Weitvorlage Lang auf die Reise. Wunderbar überlief er beide Verteidiger und schoß aus kurzer Entfernung ein. Wenige Minuten danach erzielte Däublin noch ein Tor, das jedoch keine Anerkennung fand, weil ein Zuschauer mitgeholfen hatte. Das Tempo ließ nun nach, der Sieg der Teutonen stand sicher. An eine Erhöhung des Resultates war jedoch nicht zu denken, da die Naunheimer Hintermannschaft jeden gutgemeinten Angriff verhinderte. So verliefen dann noch die restlichen Minuten in schönem Feldspiel, das außer einigen Ecken nichts mehr einbrachte.
Buhbach — Lollar 5:2 (4:2).
Anders als vorgesehen, wurde bestimmt, daß der Kampf in Butzbach ausgetragen werden mußte. Das war für die Lollarer nicht erfteulich. Sie mußten sich zum zweiten Male hintereinander auf dem Butzbacher Platz ihrem Gegner stellen. Durch diese Aenderung konnte Lollar auch die Mannschaft nicht stellen, wie es der Fall gewesen wäre, wenn das Spiel auf eigenem Gelände stattae fanden hätte. Dem Schiedsrichter Zitz er (Gießen) trat folgende Lollarer Mannschaft an: Ziegler K.; Wißner, Geißler; Hörstel, Ziegler A., Will; Borschel, Ger- lach, Kreiling, Rudolf, ZieglerW.
In rascher Folge wechselten die Angriffe ab. Beiderseits waren die Hintermannschaften vorerst noch gut auf der Hut. Butzbach fand sich zuerst und konnte die Führung übernehmen. Nicht lange ließen die Lollarer aber auf sich warten, und Ger- lach konnte $um Ausgleichstreffer einsenden. Ange feuert von chren Anhängern, legten die Butzbacher nun mächtig los und liefen manchmal zu harter Form auf. Den Platzbesitzern gelang es dann durch einige Deckungs fehler der Hintermannschaft, drei weitere Tore vorzulegen. Der Sieg der Gastgeber stand hiermit fest. Als die Lollarer sich wieder etwas Luft verschafft hatten, kamen sie wieder mehr auf. In einem hierauf folgenden Angriff der Gäste wurde Kreiling im Strafraum unfanft gelegt und die verhängte Strafe konnte er dann auch
verwandeln. Vis zur Pause konnte dann am Ergebnis nichts mehr geändert werden.
Nach dem Wechsel sah man die Lollarer Elf etwas umgestellt. Durch leichtere Verletzungen einiger Spieler mitgenommen und vor Bewahrung weiterer Zusammenstöße, ließ die Gästemannschaft verständlicherweise den sonst von ihr gewohnten Eifer vermissen. Dadurch behielten die Butzbacher die Oberhand. Aber nur noch einmal gelang es ihnen, einen Treffer anzubringen.
3:l«©ieg des VfB.-R.
im Aufstiegskampf.
Die Licher auf dem Waldsporlplah.
Auf dem Waldsportplatz trafen sich beide Mannschaften zum angesetzten Aufstiegsspiel. Der Platz war in bester Verfassung. Obwohl die Gießener schon seit einiger Zeit auf Kramer und Fischer verzichten müssen, mußten sie diesmal auch ohne Thron und Berlenbach antreten. Die knappe Niederlage, die die Grünweißen im Vorspiel in Lich hinnehmen mußten, wurde wieder wettgemacht. Daß die Niederlage nicht höher ausfiel, verdankten sie ihrem Tormann, der die gefährlichsten Bälle hielt. Ihre Mannschaft erwies sich auch in diesem Spiel als eine harte Kampfmannschaft, die bis zur letzten Minute kämpft. Obwohl die Gießener Elf schon weitaus bessere Spiele gezeigt hat, stand ihr Sieg von Anfang an fest.
Sofort nach Anstoß griffen die Gießener an und drängten ihren Gegner in seine Hälfte. Aber sie verteidigten ihr Tor geschickt. Angriff auf Angriff rollte gegen das Licher Tor an, aber es wollten feine Tore fallen. Einmal rettete der gute Tormann der Gäste, ein andermal ließ der Gießener Sturm den Torschuß vermissen. Die Gäste verteidigten mit sechs Mann, konnten aber nicht vermeiden, daß die Grünweißen noch vor dem Wechsel in Führung gingen. Bei einem Angriff der Gastgeber gab Bach den Ball zu Szponick, der den Ball stoppte und aus kurzer Entfernung unhaltbar einschoß.
Nach Wiederbeginn griffen die Gießener erneut energisch an und brachten das Tor der Gäste in Gefahr. Aber auch die Licher blieben nichts schuldig. Sie griffen nun schärfer an, und Gottschalk bekam zu tun. Szponick war es wieder, der bald auf 2:0 erhöhte, dem Häuselmeyer ein drittes folgen ließ. Wer nun geglaubt hatte, die Licher wären geschlagen, hatte sich geirrt. Sie setzten alles auf eine Karte und konnten ein Tor aufholen. Damit ging das harte Spiel zu Ende.
Sportverein Heuchelheim I — SA. I 4:0 (3:0).
In diesem flotten Spiel gelang den Heuchelheimern ein einwandfreier Sieg, der aber etwas zu hoch ausgefallen ist. Schon in bet ersten Minute gingen die Heuchelheimer in Führung und konnten auch noch zwei weitere Tore in der ersten Halbzeit erzielen. Die zweite Halbzeit gestaltete sich ausgeglichener, doch der Sturm der Gastgeber nützte die Torgelegenheiten besser aus und beschloß den Torreigen mit einem vierten Treffer. Schiedsrichter Offenbacher konnte gefallen.
Fußball um die Bannmeisterschaff.
VfB. R. Gießen I — Klein-Linden I 9.0.
Zum Spiel um die Bannmeisterschaft standen sich beide Mannschaften auf dem Waldsportplatz gegenüber. Bis auf Gemmer traten die Gießener in bester Besetzung an. Die Mannschaft war auch gut zusammengestellt. Die Gäste aus Klein-Linden nahmen ihre hohe Niederlage gefaßt hin. Bis zum Wechsel hatten die Gastgeber vier Tore vorgelegt, denen die Gäste feines entgegensetzen formten. Nach dem Wechsel schossen die Gießener noch fünf weitere Tore und stellten den Sieg sicher.
Eine gute Leistung vollbrachte die 2. Jugend des DfB.-R., die in Leihgestern weilte. Hatte man auf eine hohe Niederlage gerechnet, so überrascht das fnappe Resultat. Nur durch ein Selbsttor ging dieses Spiel mit 4:5 verloren.
Segelflug-die Schule des Niegemachwuchses.
NSG. In der Erziehung des fliegerischen Nachwuchses nehmen Gleit- und Segelflug den weitaus breitesten Raum ein. Der Wert des Segelfluges ist heute sportlich, wissenschaftlich und als wesentlichstes Hilfsmittel in der Erziehung des fliegerischen Nachwuchses restlos anerfannt. Er wird von Jahr zu Jahr immer mehr Gemeingut der deutschen Jugend. Er fft längst schon zu einer Bewegung geworden.
Es sind eben 40 Jahre her, seit ein Deutscher, Otto Lilienthal, den ersten gelungenen Gleitflug ausführte. Sein Opfertod als Pionier des motorlosen Fluges wurde, wie jedes im fanatischen Glauben an eine hohe Sache hingegebene Leben, zum Vorbild, dem nachzueifern eine großes erstrebenswertes Ziel fft. So sind es wiederum Deutsche, die den Segelflug weiter fördern, und unter ihnen Darmstädter Studenten, die 15 Jahre später (1911/12) in der Rhön die damalige Welt-Bestleistung mit einem Fluge von einer Minute 52 Sekunden aufstellten. Dann kam der Krieg, für viele der Anlaß zu der Ansicht, daß erst er das Fliegen möglich gemacht habe. Zweifellos hat er aus der zwingenden Notwendigkeit der Selbsterhaltung der kriegführenden Mächte manches Problem flugtechnischer Art gelöst, bei uns Deutschen, die bis zum Kriegsende einer immer größeren Uebermacht auch zur Luft gegenüberstanden, vielleicht mehr noch als bei irgendeiner anderen Macht. Er hat aber dem Segelflug den Auftrieb gegeben, der ihn, wiederum von Deutschland ausgehend, zu jener Bedeutung und überragenden Stellung geführt, die er heute in der Welt einnimmt. Die Knebelung der deutschen Fliegerei durch das Versailler Willkürdiktat konnte den Trotz vieler heimgekehrter Kriegsflieger nicht brechen, wenn nicht mit Motoren, dann eben motorlos zu fliegen.
Die Anfänge der Segelfliegerei in der Nachkriegszeit von 1920 beginnend auf der heute einen Begriff verkörpernden Wasserkuppe, sind ein hohes Lied auf die Kraft eines Glaubens und das Ver- trauen in die eigene Kraft: hier wunde eine neue Fliegerei geboren. Martens, Harth, Peltzner, Klem- perer, Hentzen, Stamer, Hackmack, Botsch, Lippisch — sind Namen, die in der deuffchen Luftfahrtgeschichte, in ihr besonders der Fliegerei, einen bleibenden Platz haben. Man stelle sich vor: in knapp 25 Jahren vom ersten Gleitflug über eine Welt- Bestleistung, von fast 2 Minuten (1912) zu einem motorlosen Flug über drei Stunden (1922) zu 36Vx Stunden (1933), vom einfachen Talflug über 10 Kilometer Strecke (1922) zu rund 500 Kilometer (1936), vom Gleitflug ohne Höhengewinn über 300 Meter Startüberhöhung (1922) zur Höhenbestleistung von rund 5000 Meter (1937) — und jede Lefftung motorlos erflogen, allein errun**» »u —^nlchlicher Willenskraft!
Damit fft eine wesentliche Frage entscheidend: selbst wenn der motorlose Flug nie eine besondere wirtschaftliche Bedeutung erringt, der erzieherische Gewinn wiegt jeden materiellen Vorteil tausendfach auf!
Vier Jahre Modellbau und Modellflug haben dem Pimpfen die ersten Grundlagen gegeben, mit denen er in die Fliegergefolgschaften der Hitler- Jugend, die einst ausschließlich den Nachwuchs für die Luftwaffe stellt, eintritt. Hier tritt ein Jahr lang nochmals eine schwere Probe an ihn heran, denn noch immer nicht wird seine Sehnsucht erfüllt, selbst zu fliegen.
Zwölf Monate sind erst noch dem Dienst in den NSFK.-Werfstätten gewidmet. Er lernt am Bau von Flugzeugen, mit denen später er und seine Ka- meraden fliegen werden, unter der Aufsicht des auf Reichswerkstattleiterschulen ausgebildeten NSFK.- Lehrpersonals die handwerklich genaue und saubere Arbeit kennen. Und erfährt unbewußt von der Verantwortung, die er durch seine sorgfältige Ar- beitsleistung für das Leben feiner Kameraden bereits auf seinen jungen Schultern trägt. Aber dann kommt endlich der Tag, an dem er zum ersten Male auf einem Gleitflugzeug sitzt und die Anwei- jungen seines Fluglehrers bei den ersten „Rut- scherp" und „Sprüngen" zu erfüllen trachtet, bis es zur ersten Prüfung (A) gereicht hat und er die erste Schwinge im Abzeichen trägt. Er ist Flieger geworden!
Rastlos arbeitet der Flieger-Hitler-Junge, um bis zum 18. Lebensjahre die B= und E-Prüfung abzu- legen, nunmehr drei Schwingen im Abzeichen zu tragen, und es seinen Kameraden im NSFK.- Sturm gleichzutun. Im Sturmdienst kommt bann der „Schliff" bis zur sauberen Flugleistung.
Hart sind auch diese vier Jahre der fortgesetzten Auslese. Oft kommt die Anfechtung, nicht mehr mit» machen zu wollen. Aber der junge Wille ist fest geworben im Dienst in ber Werkstatt unb am Hang, wenn es immer wieder gilt, am Gummiseil einen anderen Kameraden zu starten und die Maschine mühselig den Hang hinaufzuschleppen. Innigste Kameradschaft ist Kern geworden und beherrscht den Grundsatz: einer für alle, alle für einen!
10. April:
^Tag des deutschen Rudersports.^
Am „Tag des deuffchen Rudersports", 10. April, wirb auch in biesem Jahve die Reichssendeleitung eine llebcrtragung vom feierlichen Anrudern bringen. Die Feier, bei ber vorausichtlich auch der Reichssportführer v. T s ch a m m e r unb Osten sprechen wirb, ist in Frankfurt a. M. unb wird **"* alle deutschen Sender übertragen.


