Ausgabe 
14.3.1938
 
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dem

eine große Geschwindigkeit wurde er jedoch nach > daher zur Bejahu links aus der Kurve herausgetragen und fuhr eine I Einspruch zurück.

reisjägermeister

Neues für den Büchertisch

Vor dem Zeughaus waren inzwischen die Ehren­kompanien der drei Wehrmachtsteile angetreten. Zwischen Lustgarten und Staatsoper bildeten Ehren­abordnungen der Partei Spalier. Unter den Klän­gen des Präsentiermarsches schritt Generalfeldmar­schall Göring in Begleitung des Oberbefehls­habers des Heeres, Generaloberst o. B r a u ch i t s ch, und des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine, Ge­neraladmiral Raed er, die Front der Ehrenkom-

zu beaufsichtigen.

Die vier Personen setzten sich in Gießen in fol­gender Reihenfolge in Bewegung: Der Angeklagte fuhr mit seinem Wagen voraus. Hinter ihm fuhr der Prüfling, der die Prüfung bestanden hatte, dann ebenfalls hintereinander die beiden Durchgefallenen. An der Eisenbahnunterführung vor Klein-Linden betrug der Abstand zwischen dem Angeklagten und dem letzten Fahrschüler etwa 300 Meter. An dieser gefährlichen Kurve erhöhte der letzte vollkommen unmotiviert seine Geschwindigkeit und wollte den vor ihm Fahrenden in der Kurve überholen. Durch

daher den Schüler, aber nicht ihn.

Wenn auch der Schüler dieser Verpflichtung nicht nachgekommen ist, so konnte sich der Angeklagte aus diesen Gesichtspunkt nicht berufen, da leine gesetzliche Verpflichtung von dieser Vereinbarung in keiner Weise berührt wird. Das Gericht kam daher zur Bejahung der Schuldfrage und wies den

LPD. Darmstadt, 10. März. Unter dem Vor- itz des Landesjägermeisters, Rsichsftatthalter und Gauleiter Jakob Sprenger, fand in Darmstadt eine Arbeitstagung der K " "

Unter den Linden, nachdem er die Kriegsveteranen begrüßt hatte. Zwei Offiziere trugen den großen blumengeschmllckten Lorbeerkranz voran den Generalfeldmarschall Göring im Auftrage des Ober­sten Befehlshabers der Wehrmacht, Adolf Hitler,

Wildäckern, Pflege der Waldwiesen u. ähnl.) neben einem angemessenen Abschuß entgegenzuwirken.

Weitere Gegenstände der Verhandlung waren die Jägerehrengerichtsverfahren und Fra­gen der W i l d d i e b s b e k ä m p f u n g.

Aus dem Bericht über Schießftandsan- lagen ergab sich, daß die DJ. im Jagdgau erheb­liche Mittel zur Anlage brauchbarer Schießstände aufgewendet hat. Es muß nunmehr die Aufgabe der Jünger sein, diese Stände auszunutzen, um im Interesse einer weidgerechten Jagdausübung ihre Schießfertigkeit zu steigern.

Die nächsten Aufgaben werden sein, die Jung­jägerausbildung im ganzen Jagdgau nach einheitlichen Gesichtspunkten zu regeln, den Jägern durch Anlage von Musterflächen die für ihr Gebiet in Frage kommenden Wildäsungspflanzen vorzu­führen, sie in der Seuchenbekämpfung beim Wild zu unterrichten, das Gebrauchshundewesen zu fördern, die wirtschaftlich so wichtige Rieder- w i l d j a g d zu heben und der Landwirtschaft in der Bekämpfung der Krähen zu helfen.

Im Anschluß an die Arbeitstagung fand auf den Schießständen in Darmstadt ein Kugelpflichtschießen sämtlicher Jägermeister statt, an das sich ein Kame­radschaftsabend anschloß.

des Jagdgaues Land Hessen statt.

Zunächst wurde der Schalenwildabschuß 19 3 7 besprochen. Mit einem Abschuß von 444 Stück Rotwild, 481 Stück Damwild und 17 138 Stück Rehwild ist der vorgesehene Abschuß mit einem hohen Hundertsatz erfüllt. Wenn er nicht überall vollkommen erfüllt werden konnte, so ist zweifellos daran schuld, daß die Wildzählung, auf der der Abschußplan fußte, gewisse Fehler aufwies, die mitunter eine zu hohe Äbschußfestsetzung zur Folge hatte. Um diesen Fehler bei der nächsten Abschußplanung zu ver­meiden, wird neben der selbständigen Zählung, die die Jagdausübungsberechtigten in ihrem Jagdbezirk durchführen, in einem größeren zusammenhängen­den Bezirk durch geeignete Wildzähler eine Be­standsaufnahme erfolgen. Auf diesen beiden Grund­lagen wird der künftige Abschuß aufgebaut sein.

Trotz des erheblichen Abschusses an Rotwild und 327 Stück Schwarzwild konnten die Klagen über Wildschäden noch nicht in dem Maße beseitigt werden, wie es der Wunsch der Jagdbehörden war. Es wird Aufgabe der nächsten Zeit sein, diese Schäden durch geeignete Maßnahmen (Anlage von

Generalseldmarfchall Göring im Ehrenmal.

ewigten Feldmarschalls von Hindenburg und des erst vor kurzem zur Großen Armee gegangenen Generals Ludendorff, des Admirals Scheer und des Rittmeisters Freiherr von Richt Hofen als des für alle Zeiten vorbildlichen Fliegerführers.

Wir gedenken der toten Helden, die uns in treuer Waffenbrüderschaft zur Seite standen. Wir geden­ken aber auch der tapferen Gegner, die damals im Kampf für ihr Volk gegen uns standen und fielen.

Wir gedenken aller tapferen deutschen Soldaten, die in der Nachkriegszeit im Kampf gegen den Bol­schewismus im inneren und an den Grenzen des Reiches ihr Leben gaben für Deutschland.

Wir gedenken der Toten der nationalsozialistischen Bewegung, die mit ihrem Leben den Wiederaufstieg des Reiches erkauften.

Wir wissen, daß ihr Einsatz uns erst den Weg zu neuer Größe eröffnet hat.

Wir gedenken der Soldaten, die im Dienste am Aufbau der jungen deutschen Wehrmacht, des Hee­res, der Kriegsmarine und vor allem der Luftwaffe, fyen Tod fanden.

Ganz besonders gedenken wir heute der 31 Toten und der 75 verwundeten Kameraden, die dem feigen bolschewistischen Ueberfall auf das Panzerschiff Deutschland" zum Opfer fielen.

Der Geist aller unserer gefallenen Helden lebt im neuen Deutschland weiter. Er ist uns ewiger Ansporn der Arbeit und zum Kampf im Wie­deraufbau von Volk und Reich.

In diesem Sinne geloben wir, ihr Vermächtnis zu erfüllen. Die deutsche Wehrmacht als berufene Vertreterin des deutschen Volkes senkt ihre Fahnen vor dem Heldentum derer, die für Deutschland in den Tod gingen.

S i e starben alle, auf daß Deutsch­land leben kann.

Mit dem Deutschland- und dem Horst-Wessel-Lied schloß die Feier des Heldengedenktages in der Staatsoper.

Kreisjägermeistertagung des Zagdgaues Land Hessen

niederlegte. . , .

Im Anschluß an die Kranzniederlegung durch den Generalfeldmarschall betrat Stabschef Lutze den Ehrenraum und legte dort im Auftrage des Ober­sten SA.-Führers einen Kranz nieder im Gedenken an die Ermordeten der Bewegung.

Den Abschluß des Heldengedenkens bildete em Vorbeimarsch der drei Wehrmachtsteile vor Gene­ralfeldmarschall Göring unmittelbar vor d:...

Wichtiges Urteil für Fahrlehrer

Entscheidung des Amtsgerichts Gießen.

schienen in der Reihe der von Wilhelm Diehl, unse­rem bedeutenden Schul- und Kirchenhistoriker, her­ausgegebenen Hessischen Volksbücher diese Schick­salsschilderungen zweier hessischer feingebildeter, aber abenteuerlustigen jungen Männer, Odenwälder, die einst im fernen Texas einebessere" Heimat suchten. Das Büchlein will an Hand ihrer eigenen Auf­zeichnungen das Leben zweier Auswanderer schil­dern, von denen Ernst Dosch, einst ein schneidiger Gießener Student der Forstwissenschaft und vor­züglicher Schütze, einer der bedeutendsten Jäger der Neuen Welt, sein schicksalsreiches langes Leben drüben" beschloß, während Ihrig nach wenig er­mutigenden Erfahrungen zurückwanderte, um sich später in Ungarn eine Existenz zu gründen. Diese Lebenserinnerungen sind lesenswerte Beiträge zur Kulturgeschichte des Auswanderertums. Hessische Landsleute werden besonders gern nach ihnen greifen, zumal der Herausgeber und Bearbeiter in den beigefügten Anmerkungen eine Fülle hessischer Personalien und wissenswerter Aufklärungen ge­schichtlicher Art gibt. Franz Gros.

Tamara Solonewitsch: Hinter den Kulissen der Sowjetpropaganda. Er­lebnisse einer Sowjetdolmetscherin. Preis in Leinen gebunden 4,20 Mark. Essener Verlagsanstalt, Essen. (18) Die Verfasserin ist die Frau des russi­schen Journalisten Iwan Solonewitsch, der über seine Erlebnisse in sowjetrussischen Zwangsarbeits­lagern sowie von seiner Flucht aus demSowjet­paradies" in seinem WerkDie Verlorenen" einen erschütternden Bericht gibt. Sie war lange Jahre im Dienst der sowjetrussischen Propaganda als Dolmetscherin bei Auslandsdelegationen, die sich von den Segnungen des Bolschewismus selbst überzeugen wollten, tätig. Vor kurzem ist sie in (Sofia einer Höllenmaschine zum Opfer gefallen, die ihr GPU.- Agenten in die Hände gespielt hatten, um die un­bequeme Anklägerin aus dem Wege zu schaffen. In diesem Buch macht sie aufsehenerregende Ent­hüllungen über die Methoden der kommunistischen Propaganda, ihre Organisation, ihre Hintermänner und Drahtzieher. Sie gibt ein eindrucksvolles Bild davon, wie die ausländisches Delegierten bewußt hinter5 Licht geführt wurden, wie man sie skrupel­los belog undPotemkinsche Dörfer" sehen ließ. Was sie damals nicht sagen durfte, wenn sie nicht selbst in den Kerkern der GPU. zugrunde gehen wollte, spricht sie hier aus. Mit stets gleichbleibender Spannung folgt man Seite um Seite ihrem unge­schminkten Bericht bis zu jenem erlösenden Wort, das am Ende steht, als es ihr schließlich möglich war. das Gebiet der Sowjetunion jür immer zu

Johann H. Schwalm: Handwerks­ehr und Handwerksuz. Aus dem Schwäl- merleben versunkener Tage. (Hessische Lesestube, 5. Heft.) Zweite Auflage. 94 Seiten. N. G. Elwert- sche Verlagsbuchhandlung, G. Braun, Marburg, 1938. (580) Die Neuauflage des lange ver­griffen gewesenen Bändchens ist zu begrüßen. I. H. Schwalm gilt als einer der besten Kenner des Schwälmer Lebens. Seine Darstellung enthält eine Menge wertvollen Stoffes zur Volkskunde und zum Brauchtum unserer engeren Heimat. Der erste Teil. erzählt vom Leben auf Schwalmehof in Schwalmehausen, von der Herrschaft, von den dienst­baren Geistern, vom Essen und Trinken, vom Fruchtschneiden, von der Dreschzeit und von den Ranken um die blaue Flachskrone". Der zweite Teil,Handwerksehr und Handwerksuz", behandelt insbesondere den Schwälmer Schäfer, denSchnei­der Meck", denSchuster Herbst", die Maurer, allerleiHolzwärm", den Leinweber, den Schmied und den SchwälmerButtermann". Die vielfach mit bodenständigem Humor gewürzten Schilde­rungen bilden einen willkommenen Beitrag zur hessischen Kultur- und Dolksgeschichte.

Karl Esselborn: Darmstädter Ori­ginale. Dritte verbesserte und vermehrte Auflage, Darmstadt 1937, bei Pfeffer & Balzer. Preis ge­bunden 3 Mark. (607) Der Darmstädter be­sitzt bekanntlich einen guten Humor, und man sagt ihm nach, daß er auch einen Hang zur Satire habe, ja, daß dieser ein hervorragender Zug des Darm­städter Volkscharakters sei. Humor verbreitet Heiter­keit, vergoldet, die Satire ätzt mit Spott. Esselborn, Direktor der Hessischen Landesbibliothek und selbst ein guter Darmstädter, kennt seine Landsleute, die Originale" sind, jene vomGewöhnlichen" ab­weichenden, seltenen menschlichen Erscheinungen seiner Vaterstadt, die er uns wohlwollend und gütig, mit Humor, vor Augen stellt. Wer nennt ihre Namen? Nicht alle sind sie in dem trefflichen Buche verzeichnet. Wer sie aber, z. T. auch in köstlichen Bildern, kennenlernen will und welcher Hessen- Darmstädter und vor allem echte Heiner möchte das nicht?, der ergreife das Buch und lasse zu seiner Freude vor seinem geistigen Auge sehr viele von denen wieder erstehen, denen er einst leiblich in der alten Residenz begegnete. Franz Gros.

Zwei Erbacher in Texas. Lebens­erinnerungen von Ernst Dosch und Eberhard Ihrig. Bearbeitet von Karl Esselborn. (606) Im Selbstverlag des Herausgebers und im Buch­handel, Hofbuchhandlung H. L. Schlapp in Darm- lMdt, aum Preis von 2,50 Mart au beziehen, er-

mit der Ehre des Deutschen Reiches und Volkes be­siegelt wird. Dem deutschen Volke ist es mit dieser Erklärung heiliger Ernst. Wir haben in dieser Hin­sicht bereits mehrfach gezeigt, daß unser Wille zum Frieden nicht leere Phrase ist. Die Klärung unseres Verhältnisses zu Polen und das im letzten Jahre getroffene neue Uebereinfommen, I das die Behandlung der Minderheiten im Geiste . gegenseitigen Verstehens regelt, sind ebenso Beweis dafür, wie der deutsch-englische Flottenvertrag von < 1936 und seine im Juli 1937 vereinbarte Ergän- I zung. Wir begrüßen mit warmem Herzen die Be- I ftrebungen der Frontkämpferorganisa­tionen, über die Grenzen hinweg Verbindungen gu knüpfen im Sinne friedlicher Verständigung.

Wir begrüßen in gleicher Weise die Bemühungen der Jugend aller Nationen, sich gegenseitig ver­stehen und kennenzulernen. Wir freuen uns auf­richtig darüber, daß unsere im Ausland lebenden Volksgenossen im Sinne der Verständigung und des Friedens mehr und mehr zu Bindegliedern zwischen den Nationen werden.

Deutschland will und wird sich nicht in die Ver­hältnisse irgend eines anderen Landes ein­mischen. Ls muß aber auch festgestellt werden, daß das Deutsche Reich in jeder Hinsicht sich als Hüter und Schirmherr aller Deutschen auch außerhalb der Grenzen des Reiches betrachtet. Wir haben in friedlichen Vereinbarungen mit an­deren Ländern uns eingesetzt für die Erhaltung des Volkstumes und für die Besserung der Lebens­verhältnisse der deutschen Minderheiten. Wir haben äußere Machtmitel in Gestalt unserer Kriegsschiffe eingesetzt zum Schutze deutscher Volksgenossen und deutscher Interessen in Spanien. Wenn dieser Ein­satz von bolschewistischen Verbrechern dazu aus­genutzt wurde, Deutschland und auch andere euro­päische Großmächte zu provozieren, so ist das nicht unsere Schuld. , ,,

Es ist der Welt zur Kenntnis gebracht worden, daß wir nicht gewillt sind, Bedrohungen oder gar Angriffe gegen deutsche Soldaten hinzu­nehmen. Wer Deutsche und damit Deutschland angreift, stößt auf feuerbereite deutsche Kano- nen. Das ist die Lehre der Beschießung der rot- spanischen Befestigung von Almeria.

Wir haben bei dieser Gelegenheit jedoch der Welt 'ein erneutes Beispiel unseres Friedenswillens ge­geben. Trotz des feigen Ueberfalls von Ibiza, der in Wahrheit die europäischen Nationen traf, haben wir weiter an dem Gedanken der Nichteinmischung mitgearbeitet. Erst die erneuten Angriffe bolsche­wistischer U-Boote gegen den KreuzerLeipzig" zwangen uns zu größerer Zurückhaltung. .

Ist so unser Programm in jeder Hinsicht aus Frieden gerichtet, so sind wir uns klar darüber, daß dieser Friede nur Wirklichkeit bleiben oder besser werden kann, wenn starke, selbstbewußte und gleichberechtigte Partner ihn verbürgen.

Deutschlands Wehrmacht soll em starker Bürge des Friedens fein,

Deutschland ist deshalb entschlossen, seine Wehrmacht weiter zu stärken und stark zu hatten als Bürge für den Frieden der Welt. Diese Wehrmacht ist sich der vom Führer gestellten Aufgabe bewußt. Sie wird ihr Bestes hergeben, um der alten Wehr­macht nachzueifern, die einst selbst vom Feinde in den Stahlgewittern des Weltkrieges als die beste der Welt bezeichnet wurde. W i r grüßen in diesem Sinne die alte ruhmgekrönte Armee.

Die neue Wehrmacht wird sich jederzeit bewußt bleiben, daß sie die Ehre und den Frieden der Nation zu schützen hat. Sie wird alles daransetzen, jedem jungen Deutschen, der durch ihre Schule geht, als höchstes und letztes Ziel den Geist unserer toten Helden einzuimpfen. Die Wehrmacht weiß sich eins in diesem Streben mit der Partei. Beide werden für alle Zukunft das Erbe unserer Front­kämpfer wahren, die Partei, indem sie das deutsche Volk im Frontkämpfergeiste und in dem daraus entwickelten Geiste des Nationalsozialismus erzieht und erhält, die Wehrmacht, indem sie fest in der nationalsozialistischen Weltanschauung wurzelnd die friedliche Arbeit des Wiederaufbaues deckt und sichert. Beide tragen gemeinsam das Reich als lebendes Ehrenmal für die gefallenen Helden des großen Krieges.

Die deutsche Wehrmacht und mit ihr das ganze deutsche Volk gedenkt in stolzer Trauer seiner Toten.

Wir gedenken der zwei Millionen, die im Welt­kriege fielen im Kamps um Deutschlands Selbster­haltung.

Wir gedenken der Kriegsbeschädigten, der Kriegs­witwen und -waisen, denen unsere stete Fürsorge helfen soll, ihr schweres Los zu tragen.

Wir gedenken der Führer, die unser Heer in großer Zeit von Sieg zu Sieg führten, des ver-

Amtsgericht fällte in feiner gestrigen Sitzung folgende bemerkenswerte Entscheidung:

Der W. B. aus Lang-Göns hatte wegen Ueber- tretung der Reichsstraßenverkehrsordnung und fahr­lässiger Körperverletzung einen Strafbefehl über 60 RM. erhalten, gegen den er Einspruch einlegte. Der Angeklagte, der von Berus Fahrlehrer ist, fuhr im Juli v. I. mit drei Fahrschülern von Lang- Göns nach Klein-Linden zur Fahrprüfung. Der An­geklagte benutzte bei der Fahrt einen geschlossenen Wagen, während die drei Fahrschüler unter seiner Aufsicht auf Motorrädern fuhren. In der Prüfung fielen von den drei Schülern zwei durch, so daß der Angeklagte traft gesetzlicher Bestimmung ge­halten war, diese bei der Rückfahrt aufs peinlichste

Frau an, die auf der anderen Seite ein Wägelchen vor sich herdrückte. Zum Glück waren die Ver­letzungen nur unbedeutend.

Das Verschulden des Angeklagten lag darin, daß er den Abstand zwischen sich und dem letzten (durch­gefallenen) Fahrschüler zu groß hatte werden lassen, als daß er noch feiner Aufsichtspflicht hätte genügen können. Nach den einschlägigen Bestimmungen der Reichsstraßenverkehrsordnung und des Kraftfahr­zeuggesetzes ist der Angeklagte für das Verhalten feiner Fahrschüler voll verantwortlich und gilt vor allen Dingen als Lenker des Fahrzeuges eines Fahrschülers, d. h. er wird in jedem Falle so be­handelt, als wenn er das Fahrzeug gesteuert hätte, und zwar selbst dann, wenn er, wie im vorliegen­den Falle, Hunderte von Metern entfernt ist. Der Angeklagte wandte ein, daß der Fahrschüler, der im übrigen wegen dieses Vorgangs rechtskräftig verurteilt ist, vertraglich verpflichtet sei, sich in sei­ner unmittelbaren Nähe aufzuhalten, so daß er ihn stets im Auge haben könne. Das Verschulden treffe

.......... ....l u K u t l , UIC UlulH ---1------- panie ab. Dann betrat der Generalfeldmarschall Ehrenmal, durch ein Spalier von 50 Offizieren das Ehrenmal |

verlassen:Mir aber tat sich das Tor der Freiheit auf".

DieWilhelm-Gustloff-Stiftungin Weimar, der erste nationalsozialistische Muster, betrieb des Gaues Thüringen, legt zum 5. Jahres, tag der Machtergreifung in einem umfangreichen und mit eindrucksvollen Bildern reich ausgestatteten Heft ihren Rechenschaftsbericht vor. Die auf Veranlassung des Gauleiters und Reichsstatt­halters Fritz (Baude! 1936 gegründete Stiftung hat die Berlin-Suhler Waffen- und Flugzeugwerke übernommen, die von den bisherigen jüdischen Firmeninhabern Gebrüder Simson dazu benutzt worden war, das Reich und damit die deutschen Steuerzahler in schamloser Weise zu prellen. Das Werk selbst bot bei der Uebernahme einen, besonders in sozialer Hinsicht, völlig verwahrlosten Anblick. Was nun hier unter nationalsozialistischer Betriebs. führung geschehen ist, zeigt dieser Rechenschafts- bericht in außerordentlich eindrucksvoller Weise. Im normalen Konkurrenz- und Leistungswettkampf wurde in diesem Betrieb der Beweis erbracht, daß die Forderung des nationalsozialistischen Partei­programms sich zum Segen des Betriebes, sowohl in der Leistung als auch im Gemeinschaftsleben zwischen Führung und Gefolgschaft zum Wohle des Ganzen auszuwirken vermögen.

Das neue Reichs-Telegramm» Adreßbuch (Berlin W 9, Schellingstraße 1). 32) Das nach amtlichen Quellen bearbeitete Reichs-Telegramm-Adreßbuch ist in fünfzehn- ter Ausgabe erschienen auf Grund eines Ver­trages mit der Deutschen Reichspost. Es bietet die Möglichkeit, jede Telegramm-Adresse sofort zu ent­ziffern bzw. die richtige Telegramm-Adresse einer Firma schnell und zuverlässig festzustellen. Außer­dem ist dem Werke ein wertvoller Branchenteil mit umfangreichem Bezugsquellen-Register angegliedert. Das Branchen-Register ist für den Auslandsge- brauch in die acht Welthandelssprachen übersetzt. Das Werk fördert den schnellen, durch die Gebüh- rensenkunq für Kurzanschriften verbilligten Ge­schäftsverkehr der Wirtschaft besonders im deutschen Außenhandel und trägt zu einer raschen Orientie­rung über die wichtigsten deutschen Firmen bei.

Turnverein Wehlar endgültig Handball-Gaumeister.

In Hessen steht der Meister fest: er heißt Tv. 47 Wetzlar. Die Wetzlarer schlugen im entscheidenden Spiel Jahn Gensungen 11:6 (7:4), während der vorjährige Meister Tuspo Bettenhausen, der ganz außer Tritt gekommen ist, in Kassel gegen CT. 4:6 (1:5) verlor. Ein ausgeglichenes Spiel gab es in Hanau zwischen dem MSV. und Hessen-Preußen Kassel, das 9:9 (5:4) endete. Den Kampf der Ta­bellenletzten gewann der To. Kirchbauna 7:4 (2:3) gegen Tuspo 86-09 Kassel. Außer diesen beiden Vereinen ist noch Kurhessen Kassel in Abstiegsge-« ahr. Die Tabellenspitze: Tv. 47 Wetzlar 25:7, Tuspo Bettenhausen 21:13, MSV. Hanau 19:15 P.

Schwerathleten-Mannschastskampf abgesagt.

Der Mannschäftskampf im Ringen zwischen dem Gießener Kraft und Sportklub 1893 gegenEiche" Hanau, der am Samstagabend in Hanau stattfinden sollte, wurde abgesagt und auf bisher noch nicht be­kannten Zeitpunkt verschoben.

Landkreis Gießen.

gfs Großen-Buseck,ll. März. Die Abteilung Volkswirtschaft-Hauswirtschaft im Deutschen Frau­en w e r k hielt einen Abend, bei dem die Leiterin Frau Schneider über die Aufgaben der Hausfrau prach. Die Anpflanzung von deutschen Küchenkräu­tern wurde empfohlen. Zuletzt wurde von mehreren Kindern das kleine SpielKrach in der Küche" auf­geführt, das allgemeinen Beifall fand.

gfs. Harbach, 11. März. In der Frauen- f ch a f t fand ein volkswirtschaftlicher Abend statt, an dem die Leiterin Frau D e ch e r t über unsere Vistra- ftoffe sprach. Die Frauen folgten den Ausführungen mit großer Aufmerksamkeit.

+ Grünberg, 10. März. Am Donnerstag fand an der hiesigen Oberrealschule die münd­liche Reifeprüfung statt. 18 Prüflinge, darunter vier Mädchen, erhielten das Reifezeugnis. Vier Prüflinge waren von der mündlichen Prüfung befreit.

gfs. Geilshausen, 11. März. An unserem Pflichtabend der Frauenschaft hielt Frau Schäfer aus Gießen einen Vortrag über die Auf­gaben der Frau in der Volkswirtschaft. Sie verstand es, den Frauen klarzumachen, was der Dierjahres- plan von jeder Hausfrau fordert. Von der Abteilung Grenzland-Ausland wurden die Arbeiten eingesam­melt, die unsere Frauen für unsere Volksgenossen jens feits der Grenzen gearbeitet hatten.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

L. W. in G. In der Miete sind 17 v. H. für In­standhaltung der Wohnung enthalten. Der Vermieter ist verpflichtet, den Betrag für die Instandsetzung der Wohnung zu verwenden. Hat er die Ausführung not­wendiger Jnstandsetzungsarbeiten unterlassen, so hat eine von der obersten Landesbehörde zu bestimmende Stelle die sachgemäße Ausführung der Jnstand­setzungsarbeiten durch geeignete Anordnungen zu sichern. Sie kann insbesondere anordnen, daß die Mieter einen entsprechenden Teil des Mietzinses nicht an den Vermieter, sondern an die Stelle selbst ober an eine andere Stelle zu entrichten haben, ober baß sie bie Arbeiten selbst ausführen unb einen ent­sprechenden Betrag des Mietzinses einbehalten kön­nen. Der Betrag, der auf Grund einer solchen An­ordnung für Jnstandsetzungsarbeiten in Anspruch ge­nommen wird, darf 18 v. H. der Friedensmiete nicht übersteigen. Zuständig für Gießen ist bie Jnstanb- setzungsstelle bei ber Stabtverwaltung, Bergstraße.

VJ. 100. Ohne genauere Angaben läßt sich in Ihrem Falle nichts Bestimmtes sagen. Es bebarf in erster Linie ber Feststellung, ob Ihre Ehefrau bauernb von ihnen getrennt lebt, ober ob bie Trennung nur vor- übergehenb durch wirtschaftliche ober familiäre Ver­hältnisse bebingt ist. Allgemein finb bie Einkünfte ber am Stichtag nicht bauernb getrennt lebenben Ehe­gatten zusammenzurechnen unb ber Bürgersteuer zu unterziehen. Sollte sich bei ber Zusammenfassung ber Einkünfte beiber Ehegatten ein höherer Steuermeß­betrag als 6 Reichsmark ergeben, bann ist bie Ge- meinbebehörbe bes Wohnsitzes Ihrer Ehefrau berech­tigt, einen entsprechenben Anteil an ber Bürgersteuer Zu beanspruchen. Gegen bie Höhe ber Bürgersteuer ist.der Einspruch gegeben, lieber ihn entscheidet ber Bürgermeister. Gegen bie Einspruchsentscheibung bes Bürgermeisters ist bie Berufung zulässig, lieber sie entscheibet bas Finanzgericht. Gegen bie Berufungs- entscheibung bes Finanzgerichts ist bie Rechts­beschwerbe zulässig, über sie entscheibet der Reichs- sinanzhos.