Generalseidmarschall Göring
Deutschland ist wieder eine Weitmacht
Generalfeldmarschall Göring bei seiner Gedenkrede.
Und land Hal.
Offizieren der alten ruhmgekrönten Armee und der sungen Wehrmacht, sowie von den Führern der Partei und ihrer Gliederungen besetzt. In den Logen war fast das gesamte diplomatische Korps anwesend Um 12 Uhr erschien Ministerpräsident Generalfeldmarschall Göring, begleitet von Reichs- Minister Dr Goebbels, dem Oberbefehlshaber der Wehrmacht. Generaloberst o Brauchitsch, dem Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, General- admiral Dr. h. c. Raed er, dem Kommandeur der Gruppe III, General der Infanterie v R u n d - st e d t.
Die packenden, wuchtigen Akkorde des Trauermarsches aus der „Götterdämmerung" von Richard Wagner, gespielt von der Staatskapelle Berlin unter Leitung von Staatskapellmeister Prof. Heger, leiten die Trauerfeier ein. Dann folgt die Gedenkrede des Oberbefehlshabers der Luftwaffe,
Äm Mittelpunkt aller Feier stand der Staatsakt in der Reichshauptstadt in der Staatsoper, bei dem Generalfeldmarschall Göring die Gedächtnis- . rede hielt.
Schon gegen 11 Uhr waren die Straßen Unter den Linden, der Lustgarten, die angrenzenden Straßenzüge von einer dichten Menschenmenge ange- fülli
Das Parkett der Oper war vor allem von hohen
Berlin, 13 März. (DNB) Aus der großen Freude heraus über den geschichtlichen Tag des ganzen deutschen Volkes, den heiligen Tag, der die Einheit aller deutschen Volksgenossen brachte, trat Deutschland am Helden- gedenk tag an den Altar, um die zwe» Millionen Helden, die für Deutschlands Ehre und großen 4'/2jähngen Völkerringen ihr gaben, zu ehren
Freiheit im Leben hin-
Generalfeldmarschall Göring legt im Ehrenmal den Kranz des Führers nieder.
Friedensverlrägen, die alles Leben abzukölen schienen, Gelegenheit gegeben, sich frei und ehrlich in voller Offenheit ohne jede (Ein* schränkung vor aller Welt zu bekennen, wie es sein Leben zu gestatten wünscht. Wie aber auch immer sein Spruch ausfalleu wird: Deutschland wird ihn respektieren. Wie er aber ausfallen wird, weiß heute bereits die Welt, die diesen Jubel hört und diese heilige Ergriffenheit erleben kann. So wird der März 1938 auch hier zum Beginn eines neuen Lebens. Der Frühling unseres geeinten Deutschlands ist angebrochen. Möge der Herrgott ihm einen ewigen Sommer folgen lassen.
Und so wie wir heute in innerster Ergriffenheit unserer toten Helden gedenken, so gedenken wir im gleichen Atemzuge unserer toten Waffenbrüder aus dem deutschen Oesterreich. Unlösbar werden wir verbunden bleiben. Keine Macht der Welt vermag uns zu scheiden. Es wäre denkbar, daß Deutschland untergeht. Undenkbar aber wird es sein, daß es sich jemals wieder auseinanderreißen läßt.
Gedenken wollen wir aber, daß Deutschland stets unbesiegbar und unüberwindlich war, solange es seine Söhne und Töchter in fester G e- schlosfenheit einte. Solange es aber ein zerrissenes Volk war, ehr- und wehrlos sich in unfruchtbaren wirtschaftlichen und politischen Kämpfen erschöpfte, war Deutschland ein Spielball der anderen Völker. Nirgends bot sich eine Freundeshand zur Hilfe in seinem Kampf gegen Not und Elend. Nur immer schärfer entbrannte auch der geistige, wirtschaftliche und moralische Angriff gegen das todwunde Deutsche Reich und Volk.
Dem DuceJtaliens in aufrichtiger Dankbarkeit verbunden.
Seitdem aber dieses Volk wieder gesundete, das Reich stark und mächtig wurde, hat es auch draußen in der großen Welt wieder Freunde gefunden. Mit freudiger Begeisterung Hal Deutschland dem Duce des befreundeten faschistischen Italiens bei einem Besuch in Berlin zugejubelt. In diesem Jubel liegt mehr als spontane Begeisterung. Das deutsche Volk neigt nicht zu Gefühlsausbrüchen. Es klang darin vielmehr die Freude, die Bereitschaft zum gemeinsamen Kampf um Recht und wahre Freiheit in der Welt auf. Es kam damit zugleich die Genuatuung zum Ausdruck, einen selbstbewußten, zielsicheren Gefährten im Kamvf gegen die dunklen Gewalten der Welt zu haben.
Aufs neue fühlt sich das deutsche Volk dem Duce Italiens in aufrichliger Dankbarkeit verbunden. Er hak die Worte von Treue und Freundschaft, die er im vergangenen Jahr zu uns sprach, zu leuchtender Tat werden lassen. Seine ritterliche Haltung und sein hohes Verständnis für Deutschland Ehre, wie er es soeben seht wieder in einer entscheidenden und erhebenden Stunde bewiesen hak, werden ihm unvergessen bleiben.
wieder ist es ein März, der für Deutschseine letzte und höchste Erfüllung gebracht Deutschland ist wieder eins
griffskraft des deutschen Volksheeres nicht brechen, oder auch nur lähmen können Das Schicksal hat damals trotz allen Mutes und aller Tapferkeit gegen uns entschieden.
Der Heldenmut aber, der in der großen Schlacht im besonderen Maße in Erscheinung trat, der Angriffsgeist des deutschen Frontsoldaten zu Lande, auf See und in der Luft hat sich dennoch den Endsieg ertrotzt.
Wenn mir heute gerade der großen Schlacht in Frankreich gedenken, so gilt dieses Gedenken zugleich den deutschen Frontsoldaten desWelt- krieges schlechthin. Durch mehr als vier Kriegsjahre lastete das Schicksal des deutschen Volkes auf den Schultern dieser Frontsoldaten. Unerhörte Anstrengungen forderte der Krieg von ihnen, fast übermenschliche Strapazen nahmen sie auf sich, Blut und Leben gaben sie hin im Kampf für Volk Und Vaterland.
In West und Ost, in Frankreich und Belgien, in Rußland und in Serbien, in den Bergen der Karpathen, im Schlamm Galiziens und auf den Schneegipfeln der Alpen, im Flachland Rumäniens, in den Wüsten und Steppen Asiens und Afrikas, im Luftraum und auf allen Weltmeeren, überall leuchtete deutsches Heldentum auf, siegend und sterbend
Der deutsche Fronksoldak von 1914, der mit dem Deutschlandlied auf den Lipepn in den Tod geht, ist mit Recht unsterblich geworden. Aber auch der Frontkämpfer von 1918, der einsam, stbwelqend. ja fast ohne Hoffnung in vorbildlicher Pflichterfüllung den Heldentod starb, wird immer in unterem Gedächtnis als ewiges Mahnmal leben. Jahre hindurch schien es. als fei alles Kämpfen, alles Bluten und Sterben umsonst gewesen, heute aber wissen wir daß es nickst umsonst mar. Der Geist des deutschen Frontsoldaten schuf das neue Reich. Er erneuerte das alte ewig iunae deutsche Volk. Lr fetzte den Soldaten des Weltkrieges ein Ehrenmal, das noch in Jahrtausenden vom Ruhm des d—cklchen Frontkämpfers, von feiner makellosen Daffenehre. von feiner hingebenden Waffenbrüderschaft künden wird.
Skutschland dankt allezeit Adolf gitlrr!
Sn einem Frontsoldaten hämmerte das Erleben des Weltkrieges die Weltanschauung des N a t i o - «aljozialismus zu ehernem Gesetz. Ein un-
Vorbeimarsch der Ehrenkompanien am Ehrenmal Unter den Linden vor Generalfeldmarschall Göring. ___
Deutschland ehrt seine gefallenen Helden.
Generalfeldmarschall Göring hielt die Gedächtnisrede. - Deutschland ist wieder eine Weltmacht, es will einen Zneden der Ehre und der Gerechtigkeit.-Das Opfer der Gefallenen wurde zum Sieg für Volk und Reich.
deutsche Volk hat m diesem Sinne auch den I Beitritt Italiens zu dem deutsch-sapanischen Sinti- kommtern-Abkommen lebhaft begrüßt. Das weltpolitische Dreieck B e r l i'n — R o m — T o - kio verbürgt die Geschlossenheit im Kampf gegen I r olles zerstörenden Bolschewismuus Ihm gilt unser Kampf in aller Schonungslosigkeit und mit allen Konsequenzen. Wir begrüßen in herzlicher Verbundenheit alle Kampfer gegen den Bolschewis- mus in der Welt Wir gedenken dabei der in diesem Kampf gefallenen Helden, insbesondere auch derer E m Spanien ihr Leben einsetzen für den Sieg der Kultur über die zerstörenden Kräfte der Welt-
I revolunon
wieder hat der Führer der Welt vertün- oet daß Deutschland trotz seiner inneren Kampseinstellung gegen den Bolschewismus ehrlich den Frie- den will ö
Deutschland will den Frieden der Ehre und der Gerechkigkeik. in dem aDe Nationen mit gleichem Rech» und in gtei- djer Freiheit leben können, in dem alle Nationen ihrer Bedeutung und ihrer Bevölkerunqs- zaht entsprechend Anteil an den Gütern der Erde haben.
„^urollen dagegen nicht den Frieden des soge- der der kollektiven Sicherheit und
Entente, in dem unterschieden wird zwi- chen Besitzenden und Habenichtsen, zwi^ scheu Siegern und Besiegten. Wer mit uns r!re"?b!f,^^Eden will dem gehört un. ' e2*e ehr l, che Freundeshand
Der Führer hat mehr als einmal erklärt daß jeder neue Vertrag, den Deutschland abschließt, feierlich
bekannter Soldat, damals Gefreiter, heute Oberster Befehlshaber der deutschen Wehrmacht, entzündete die heilige Flamme im Herzen des deutschen Volkes und schuf das neue Reich b e r Deutschen. Immer wieder ihm Dank zu sagen für sein Werk, für sein Wollen und Streben ist uns, meine Kameraden, gerade im Gedenken an bas Heldentum unserer Gefallenen höchste Ehrenpflicht
Adolf Hiller, unser geliebter Führer, erfüllte das Vermächtnis der zwei Millionen, die ihr Leben für Deutschland ließen. Erst durch seine nie erlahmende Tatkraft, durch seinen glühen- den Glauben an Deutschland und durch die einzigartige Macht seiner Persönlichkeit ist das Opfer unserer gefallenen Brüder zum Segen für Volk und Reich geworden. Dem Führer dankt das deutsche Volk heule und allezeit für diese Tat. And mil dem deutschen Volk dankt dem Führer das stumme Heer unserer toten
Helden.
In großer Zeit schuf einst ein Preußenkönig den Helden gedenktag als Tao b»r nationalen
Selbstbesinnung und des Gedenkens für die Gefallenen der Freiheitskriege. Ein Tag sollte dem Andenken an das Heldentum dieser Freiheitskämpfer gewidmet fein. Im Laufe der Jahre aber gewann die Trauer die Oberhand, ließ der nationale Schwung dieses Tages nach. Mehr und mehr wurde an diesem Tag aller Toten gedacht, er wurde zum Totensonntag Gramgebeugte Menschen in Trauerkleidern öffneten leise die Friedhofspforten, Tränen im Auge, Kränze am Arm. Erst nach dem Weltkriege kam der wahre Sinn des Heldengedenktages wieder zu Ehren
Zum fünften Male gedenken wir heute in tiefer Ehrfurcht der Helden des schwersten aller Kriege. Es ist ein schönes Symbol, daß dieser Feiertag in den März gelegt wurde, in die Zeit des A u f b r u ch e s in der Natur. Wie in den Märztagen draußen allenthalben neues Leben erwacht, so ist auch der März im Leben des deutschen Volkes zum Auf- bruchsmonat der Nation geworden. An einem Märztage vor nunmehr 125 Jahren rief Friedrich Wilhelm III. fein Preußenvolk zu den Waffen, begann der Freiheitskampf dieses Volkes gegen Knechtschaft und Ausbeutung. An einem Märztage vor fünf Jahren besiegelte in der Garnifonkirche zu Potsdam der greife Feldmarfchall des Weltkrieges feinen Bund mit dem Führer der jungen Generation. Das Gute und Erhabene einer großen Zeit verband sich mit dem Schwung und der neuen Lebenskraft einer aufsteigenden und aufstrebenden Epoche. Potsdam wurde zur Wiege des Dritten Reichs. Und wieder an einem Märztage schenkte der Führer dem deutschen Volke feine Wehrfreiheit zurück, zerbrach er die Fesseln des Versailler Diktats. Ein Jahr später schon im März 1936 zeigte das neue Reich zum ersten Male nach außen, daß es aus der Ohnmacht und Wehrlosigkeit neu auferstanden mar. Als deutsche Truppen über den Rhein marschierten, als die ersten Staffeln der jungen deutschen Luftwaffe über dem befreiten Rheinland erschienen, da wurde es jedem Deutschen, aber auch dem Auslande klar, daß nunmehr ein für allemal Deutschland sein Geschick wieder in eigene Hände genommen hatte. Und was damals vielen vielleicht zum ersten Male sichtbar wurde, bat sich seither immer klarer er- miesem
geworden, wieder ein Volk, untrennbar verbunden in Not und Leid, in Glück und
Freude.
In wunderbarem Schwung hat das deutsche Volk in Oesterreich sich in dieser Stunde erhoben und zu seinem Deutschtum bekannt. Knechtschaft, Willkür und Terror einer kleinen Clique hat es im Feuer seiner nationalen Leidenschaft und seines deutschen Bekenntnisses überwunden Ein Jubel, wie ihn die Welt vielleicht noch nie erlebt hat, durchtost heute das deutsche Oesterreich.
Staatsmänner der Welt müssen mit Staunen erkennen, wie sie durch Jahre hindurch durch die falsche Darstellung einer kleinen herrschsüchtigen Minderheit getäuscht wurden über die wahren Gefühle des österreichischen Volkes. Der Führer hatte alles versucht, dem deutschen Volke in Oesterreich den inneren Frieden zu geben. Mit maßvoller Zurückhaltung hat er zu diesem Zweck sich mit einem Minimum an Forderungen, die er in der Berchtes- gaöener Zusammenkunft dem damaligen Bundeskanzler Schuschnigg gestellt hatte, begnügt. Aber schon nach wenigen Tagen brach dieser das unterschriebene Wort und versuchte, in einer jeder Gerechtigkeit hohnsprechenden Vergewaltigung den wahren Sinn Oesterreichs, fein deutsches Leben, fein deutsches Sein, fein deutsches Bild durch einen dreisten Wahlbetrug und eine gefälschte A b st i m m u n q zu leugnen. Wo blieb hier das geheiligte Selbstbestimmungsrecht der Völker? Sollte es für Deutsche keine Geltung haben?
Das deutsche Volk in Oesterreich, durch entsetzliche Qualen und Vergewaltigungen gehärtet, erhob sich wie ein Mann und verjagte seine Peiniger. Die Gefahr des Bürgerkrieges stand von den Toren Deutschlands, wenn es den Tyrannen geglückt wäre, ihre Machtmittel zur Niederknüppelung der Deutschen in Oesterreich einzusetzen. In höchster Not rief das Volk durch den berufenen Mund seines jetzigen Bundeskanzlers um deutsche Bruderhilfe
Es war für uns höchste Ehrenpflicht, dem Rufe zu folgen. Und so traten Einheiten der deutschen Wehrmacht aus Heer und Luftwaffe den Vormarsch m die österreichischen Lande an. Nicht als Eroberer kamen sie, nicht als Feinde, nicht Abwehr und Kampf trat ihnen entgegen. Einzigartig mar rhr Kampf. Jubel umtoste sie, Blumen überschütteten unsere jungen Streiter.
Das Volk Oesterreichs ewia deutsch!
Jetzt kann die getäuschte Wett erkennen, daß das Volk in Oesterreich ewig deutsch war und ewig deutsch fein wird.
Mit Empörung weist Deutschland die Lügen zurück, die das gewaltige Gefühl entheiligen sollen. Wie kann man jetzt von der Vergewaltigung und Nötigung des schwachen österreichi- i schen Volkes sprechen, da es bisher in nie da- gewefener Weise vergewaltigt und genötigt wurde und sein Recht auf Selbstbestimmung mit Füßen getreten war.
Wer hat hier das Recht, sich einzumischen, wenn Deutsche zu Deutschen wollen?
Welcher Staat ist hier etwa getroffen oder geschädigt worden?
Welche anderen Interessen konnten beeinträchtigt werden, da es nur ein einziges Interesse gab, das deutsche.
Nicht ein einziger Mensch lebt in Oesterreich, der nicht deutsch ist von Blut und Geist, nicht einer, der eine andere Sprache spricht als I unsere geliebte Muttersprache. Das ist Geist von unserem Geist und Fleisch von unserem Fleisch und Blut von unserem Blut hier hat nur das deutsche Volk in seiner Gesamtheit allein zu entscheiden.
Jetzt wird dem deutschen Volk in Oesterreich zum erstenmal seit jenen furchtbaren
Kameraden!
Deutsche Männer und Frauen!
Am 21. März jährt sich zum 20. Male der Tag, on dem die deutschen Sturmkolonnen aus den Graben des Stellungskrieges heraus zur großen Schlacht in Frankreich antraten. Die Tage und Wochen dieses heroischen Kampfes find allen, die dabei waren, unvergeßlich. Jeder Kämpfer wußte, daß es um die Entscheidung, um Leben und Sein Deutschlands ging. Um so wuchtiger war der Einsatz, um so ungestümer der Wille zum Sieg. In jenen Tagen hat der deutsche Frontsoldat seinen ganzen inneren Wert noch einmal unter Beweis gestellt. Vier Jahre zermürbenden Kampfes unter Entbehrungen, körperlichen und seelischen Strapazen hatten den Angriffswillen und die An-
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