Ausgabe 
13.7.1938
 
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Mittwoch,1Z.ZUM38

188. Zahrgang

Nr. M Erstes Blatt

> Gewalt zu beseitigen. Die £ Dokumentes müsse die Augen

*

Eine Erklärung Daladiers

Das Echo.

endgültigen Worte Daladiers.

Ziel es sei, die Kontrolle über strategische Stellungen

Barcelona sabotiert den britischen plan.! «"X*

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®a« He» erlaufet bmchien.

IfflSÄX'SSS» RK « JKiSijgW,»1T&TL't, hetben iroei Franzosen, die bereits seit Kriegsbe- Verteidigung der Kultur gefallenen Helden ainnmtt den internationalen Brigaden an allen zahllosen üuftkämpfen ihre Todesverachtung be wichtigen Schlachten teilgenommen haben, erklärten, diesen und sich die Bewunderung allier internationalen Brigaden herrsche große worben haben, denen es gegeben war, Zeuge ihrer

Vernachlässigung brrtich er ° Vertrauen entgegenzublicken. Das, was jetzt einmal

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lichen Unterstellung einen eigenen Arikel, in dem zunächst gesagt wird, daß weder die eng­lische noch die portugiesische Regierung diese brutale Enthüllung deutscher Ziele in Spanien durch einen der größten Männer in der deul-

Deröffentlichunb dieses Chamberlains öffnen.

Ich habe niemals an die Unausweich­lich k e i t d e s Krieges geglaubt. D le neuen Erfahrungen berechtigen uns, der Zukunft mit _ ' . ' * i________'Art« tmi-ig tuet oirtmnl

M vernommen hatte, ion 6427 Punkten '05 P.) und Ober-

Reue Greuelhehe gegen Deutschland.

Brunnenvergifiung desNews Ehronicle" sucht den europäischen Frieden zu stören.

G e n f, 12. Juli. (DNB.) Im Sekretariat der Gen­fer Liga ist ein Telegramm der Regierung von Vene­zuela eingelaufen, worin diese ihren Austritt aus d e r Liga erklärt. Außenminister Gil Borges be­tont, Venezuela bleibe dem Ideal treu, zu dessen Verwirklichung der Genfer Verein einst gegründet worden sei, und werde auch in Zukunft getreu die­sem Ideal alle Anstrengungen zur Aufrechterhaltung von Recht und Frieden in der Welt unterstützen.

Dieser Schritt Venezuelas ist die logische Folge der Erklärung, die der venezuelanische Außenminister am 19. April im Kongreß abgegeben hat, daß in Anbetracht der gegenwärtigen Um- ein Verbleiben Venezuelas in der Liga ' neunte

Salamanca, 13. Juli. (DNB. Funkspruch) Der Heeresberichterstatter des nationalen Haupt­quartiers hatte eine Unterredung Mit zwei U e b e r- . .. r v___ a1 enRrinn.nP.

Giftmischer am Werk.

Mitten in die sommerliche Ruhe und mitten in die Verhandlungen, welche die bestehenden internationa­len Spannungen auf gütlichem Wege beseitigen sol­len platzt die Sensationsnachricht derNews Ehronicle" über die angebliche Vorlesung eines hohen deutschen Offiziers, der vor führenden natio- nalfozialiftifchen Persönlichkeiten die deutschen Kriegsziele in Spanien dargelegt haben soll Obgleich das Londoner Blatt den Namen dieses Offiziers wohlweislich verschweigt und natürlich auch verschweigen muß, da es einen solchen Offizier aar nicht gibt glaubt es dennoch den Inhalt des Vortrages ganz ausführlich wieder^eben zu können. Es ist darin die Rede von dem ^weck der deutschen Einmischung, die ein Prüffeld für Deutsch­lands militärische Methoden sei, und es wird wei­ter davon gesprochen, daß Francos mächtige Armee nach ihrem Sieg dazu benutzt werden solle, in Portugal ein Regime an die Macht zu bringen, das für Deutschland annehmbar sei und sich von England trennen werde.News Ehronicle kom­mentiert dann ihre eigene Erfindung noch indem sie von der Einkreisungsgefahr für Großbritannien und Frankreich in einem als unvermeidlich ange­sehenen Krieg spricht, und den deutschen Offizier sagen läßt, daß die Batterien m der Nahe von Algeciras und Gibraltar gute Dienste leisten wur­den, wenn es dazu komme, die englisch-französische Lebenslinie zu durchschneiden, und was dergleichen

zu erhalten, durch die sie in die Lage kämen, Eng­land in die Knie zu zwingen. Die portugiesische Regierung werde gleichfalls gewarnt Solltt sie Francos Sache unterstützen, wurde sie damit Kräfte ermutigen, die notfalls bereit seien, die Unabhängig­keit des Landes durch t'ÄUh'*AM Vu

stände .... -------- -

nicht ratsam sei. Venezuela ist d e r Staat Mittel- und Südamerikas der Genf verläßt. Dor Venezuela haben schon Brasilien, Chile, Costarica, Guatemala, Honduras, Nicaragua, Paraguay und Salvdor die Kündigung erklärt oder vollzogen. Mitglieder sind nur noch die lateinameri­kanischen Staaten Argentinien, Bolivien, Colum­bien, Kuba, Santo Domingo, Ecuador, Haiti, Mexiko, Panama, Peru und Uruguay.

Der Fall Sandys vor dem Unterhaus.

London, 12. Juli. (DNB.) Das Unterhaus be- handelte die Klage des konservativen Abgeordneten Duncan Sandys gegen den Mllitargerichtshof, der Sandyswegen einer Angelegenheit, die dieser in Erfüllung seiner parlamentari­schen Pflichten" behandelt hatte, vor em Mi­litärgericht ziehen wollte. Der Privilegienausschuß des Unterhauses hatte festgestellt, daß dieses Er­suchen ein Bruch der Privilegien des Unterhauses sei, weil das Unterhaus selbst zur gleichen Zeit eine Untersuchung angeordnet hatte. Der Premiermini st er beantragte, das Unter­haus solle diese Entscheidung billigen-, er verwies daraus, daß der Privilegienausschuß der Auftastung gewesen sei, Kriegsminister H o r e Bel Uh a könne wegen des Vorgehens des militärischen Unter- suchunqsgerichtes nicht belangt werden, da dessen Verantwortung nur bis zur Einsetzung des Unter-

Unsinn mehr ist.

Wir brauchten uns mit der Zurückweisung und Widerlegung dieses von dem sattsam bekannten Londoner Lügenorgan aufgetischten Schauer- Märchens nicht erst auszuhalten. Wir mochte uns auch gar nicht die Finger beschmutzen, mbem mir gegen dieses Geschreibsel polemisieren, fonbern konnten uns baraui beschranken, bas Produkt des Tintenkulis aus der Fleet-Street dem Gelachter des deutschen Volkes preiszugeben Leider ist es ober nicht möglich, diesen Fall ?uf die leichte Schul- ter zu nehmen und ihn als em typisches Erzeug­nis der ereignisarmen Saure-Gurken-Zeit zu ^rubri­zieren Es sind schon viele Enten aus Fleet-Street, dem Londoner Zeitungsviertel, aufgeflattert, die ba7d danach abgeschossen werden konntem Aber *ter handelt es sich um mehr, hier handelt es sich um einer jener großangelegten H e tz f e l d Z u 8 e de dazu bestimmt sind, über das tagespolitische Ge­plänkel hinaus internationale Rückwirkung.» von hoher Tragweite hervorzurufen.

Man kennt die jüdischen Hintermänner der Kews - Ehronicle", man weih, daß in dieser publizistischen Sudelküche schon oft jene antideutschen Greuel- qerüchte zusammengebraut wurden, die dann von Trier aus ihren Weg um den ganzen C: b - hall nahmen und die Weltmemung mit Miß­trauen und Abscheu gegen das Dritte Reichs ersvi - ten. Auch diesmal haben wir es nicht mit dem Ein­fall eines vielleicht gutgläubigen britischen Jouina- listen zu tun, sondern mit dem Start xmes plan­mäßig^ 'geleiteten Hetzmanovers. Das geht schon daraus hervor, daß der Moskauer Rund- funk einige Tage zuvor eine ähnliche Lugenmel- Lung Ä Aether schickt- unb sich habet sogar nidit scheute, den Namen des Generals von Rei­ch e n a u zu nennen, die Pariser Blätter unb Oeuvre" haben bie Moskauer Lugen begierig aufge'griffen unb nun kommt das Londoner "News Ehronicle". Aber was sich Moskau wegen seiner Isolierung vom übrigen Weltgeschehen gestatten kann, darf der mit Sowjetrubeln bestochenen ,,News Ehronicle" nicht erlaubt werden. Hier muß man vorsichtiger sein, hier muß wan die giftige Speis demokratisch verhüllen, um sie der Menschhett als objektiven Bericht" servieren zu können Em oft erprobtes, hinterlistiges, aber auch gefah.liches Spiel, das sich die zu einem Stutzpunkt der lubifd)- bolschewistischen Weltrevolution erniedrigte ,.Mero-> Ehronicle" hier erlaubt! Denn es wird nut e n KSÄS?r.S-t;

nzvoll verlaufenen ten hatten sich rd. Rheinstadion ein-

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krschetn, täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild - Die Scholle monat$«Be$ug$prel$:

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8enlfprechanschMffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach­richten: Anzeiger Gieheo postfchecklonlo:

granlfurt am Main 11686

Jr-iwilligen-Flieg-r mit 1S0 an,barunter 120 Gefallene, 21 Gefangene und 9 Vermißte. Die Zahl der feit Beginn der Kämpfe bis heute von den Freiwilligen-Flieaern a b g e s ch o s s e nen rot; spanischen Flugzeuge betragt insgesamt 58 0 Maschinen. Die römische Abendpresse ver-

Brandherdes bemühen. (

So lieaen die Ursachen des Dolchstoßes, den em enÄisch geschriebenes Blatt im Auftrage Moskaus Qeaen den europäischen Frieden führte, klar zutag . (L9 »aßt Stalin und seinen jüdischen Beratern nicht, daß sie ihr bolschewistisches Aktionszentrum m Westeuropa verlieren sollen, es pastt chnen mch. baf, bas spanische Volk eine f%nTfi* (»ber" werben will es paßt ihnen nicht, daß sich Lyamver Iain mit Mussolini verständigt, und deshalb wird den marxistisch-volksfrontlerischen Hllfstruppen m GnglaunbSrantreid) ein Wttel in die ^ ge­geben, um neben bem Frieben auch bie Automat ber eigenen Regierung zu zerschlagen.

Dom b-utsch-n Gesichtspunkt aus bleibt e. nur zu bebauern, bah es ber englische Staat noch mer für vereinbar mit seiner Würbe unb auch mit seinen internationalen Pflichten n»e ut

Friebensibealen hält, baß em berarhges ®tfttraut roie bieNews Chroniele" auf bem »oben ber bru tischen Inseln gebeihen kann, zumal zahlreiche Briefe, bie Snglänber in ben letzten Wo>h°n °n ihr- beutsche Bekannten richteten zeigen, I

nung bes anftänbigen Englanbers weit abruckt von bieser gefährlichen Giftmischerei einer gewissen M preffe.Äs im Jahre 1937 bie Marokko-Luge auf. tauchte, ba hat es nicht allzu lange gebaue . auch bas amtliche Englanb bie,em «reu°lm°rchen den Garaus machte. Hassen wir, baß nunmeyr bi- Demokratien Mittel unb Wege finben, um solche verbrecherischen Mechoben in Hrer Presse end gültig zu unterüinben.______ n- r

Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bls8l /.Uhr desD ormittags

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für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von70mm Breits

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Wie DRV. zu dieser Veröffentlichung desNews Ehronicle" von zuständiger Seife erfährt, handelt es sich bei dieser angeblichen Vorlesung eines deutschen Offiziers vor Führern der Partei um eine ebenso plumpe wie unverschämte Lüge, die nur zu dem niederträchtigen Zweck erfunden wurde, eine neue hetz- und Lügenkampagne gegen Deutschland zu entfesseln.

Paris, 12. Juli. (Europapreß.) Mimsterprasi- ; dent Dalabier hat bei einem von ber Prooen- , ,-alischen Vereinigung veranstalteten Bankett eine , Rebe gehalten, in ber er auch Ausführungen über das deutsch-französische Verhältnis machte. Er sagte.

Dor einigen Monaten schienen die Ereignisse^ bie sich in Mitteleuropa ab spielten, den Frieden Euro­pas einer schweren, gefährliche n P r ob e zu unterwerfen. Indessen konnte die Durchbre­chung des Gleichgewichts die die Volker einer nicht wieder gutzumachenden Katastrophe ent­gegenzuführen schien, vermieden werden, dank dem Zusammenwirken des guten Wil­lensauf allen Seiten, wo die stiedliche Entschlossenheit Englands und Frankreichs der­jenigen der anderen Nationen begegnete und e-ben- o ich habe die Pflicht, dies auszusprechen - auch derjenigen Deutschlands. Ich will bei dieser Gelegenheit gerne hmzufugen, daß die französische Regierung den fnedlichen Zielen zu denen der deutsche Kanzler sich.immer bekannt hat, Vertrauen entgegenbringen wollte. Der französische Beitrag zu den Werken der Versöhnung, die sich auf beiden Seiten ku^dgaben, war um so aktiver, um so aufrichtiger und dauernder, als unsere feierlichen Verpflichtungen gegenüber der Tschecho - Sl o w a k e i für uns eine heilige unb unumgängliche Angelegenheit smd. Die französische Regierung wie das ganze französische Volk sind in der Tat gleichmäßig von dem Wunsche beseelt, daß diese Verpflichtungen [ niemals praktisch Gestalt gewinnen sollen und daß : Frankreich andererseits niemals sein Wort zu ver- ' leugnen haben werde, wenn diese Hoffnung ent« täufcht werden sollte.

Freiwillige" der internationalen Brigaden als Spanier getarnt in rotspanische Regimenter eingereiht.

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chweden.

5en dank des. 'äusammenspi^

ebenfalls im n von

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* Platz, wis &ur9' und erneuf »*ber Sieqtt ^checho-Slorvakei, Sudetendeutschen lrd) einen 12:10 « K Polen 8-W standen 'N zegenübev (s.ö) Toren.

Platz.

'nntagnachmittag Zuschauern einen Kampf um Öen 3eben antraten. ) unb sicherte sich

Schweiz rr ig

ir dieses rassige lung als Weltbeste SchMiz zog die t ihres Könnens, ir einen Entscheid

gab es in diesem i Platz nur eine der ersten Minute1 nd der wurfgeMl' nis nach Belieben Schweizer wurden /gehalten, die Würfe hielt Ter- jeidjnete fid) ienffürmer mach- let Vorbereitung ie übrigen Tor- eiüq (5), Klingler , (2) und Hamme-

Taten zu sein.

Almeria als Sicherhettshasen von England abgelehnl.

London, 13. Juli. (Europapreß.) Der Vor­schlag des Generals Franco, den der sowjet- spanischen Mittelmeerküste gelegenen Hafen Alme­ria als Sicherheitshafen für die nichtspanische Handelsschifsahrt in Aussicht zu nehmen, ist nach einem Bericht derTimes" von der englischen Re­gierung ab gelehnt worden. Man habe diese Frage mit dem englischen Generalbevollmächtigten in Burgos, Sir Robert Hodgson, sowie mit den englischen Schiffahrtskreisen erörtert unb sei,zu bem Schluß gekommen, baß der kleine Hafen Almeria denAnforberungennichtgenüge. Weiter sei auch der von General Franco gestellte Anttag, Benzin und Lastkraftwagen in die Liste des Nichteinmischungsausschusses über Konter- bände aufzunehmen, abschlägig beschie- d e n worden, da die Genehmigung dieses Antrages nach internationalem Recht die Zubilligung der Kriegführendenrechte an General Franco bedeutet ' hätte.

wicyngen ..... - r,

in den internationalen Brigaden herrsche groß Empörung, da diese ständig als Stoßtrupps pausenlos eingesetzt wurden. Auch wegen ^ Nicht­bezahlung der versprochenen Vergütungen sei die Unzufriedenheit sehr groß. Die Nachricht vom eng­lischen Projekt über die Z u r u ck z i e h u ng de Freiwilligen habe in der internationalen ^Bri­gade große Freude ausgelöst, da die mefttevi Frei- williaen nur gelungen bei ben Bolschewisten blieben. Seit einem Monat würben all en Aus­ländern unter Vorwänden bie Ausweis- pa piere entzogen. Dafür erhielten sie neue Ausweise, bie auf einen geläufigen spani­schen Namen lauteten sowie die s P a nis ch e Nationalität d-s Inhabers bezeugten. Alle rm ternationalen Brigaden seien bis auf Zwei a u f ge löst worden. Die Mitglieder der aufgelösten Bn gaben würden unter 11) re n ne u en \ p a n scheu Namen i n r o t s p a n i s ch e R ß g\ i m en- t er einqegliebert. Die verbleibenden zwei Briaaden sollten nur zur Täuschung einer etwaigen Kontrollkommission dienen. Durch diese

men babe du großer Teil ber Ausländer sede Hoff- nuna verloren, in die Heimat zurückkehren zu kön­nen.^ Deshalb nähmen auch die Ueberlaufer stän­

dig zu.

120 italienische Flieger fielen bisher in Spanien.

re 19 er..« lDNB.) Die Agentur Stefani aibt di?* 3um.lL Mi in Spa- Verluste ber tta11e m (cf)e n

Paris, 13. Juli. (DNB. Funkspruch.) Ein Teil der Pariser Morgenpresse bringt die außenpoliti­schen Ausführungen des Ministerpräsidenten Dala- dier und hebt ganz besonders seine Erklärung ittier die Haltung Deutschlands in ber tschecho-slowakischen Frage hervor. Daladier habe, so schreibt der I o u r", von ben friedliebenden Menschen aller Länder unb Völker gesprochen, bie sich auf den Schlachtfeldern schätzen gelernt hätten. Man ver­stehe, daß Daladier dabei auch im Gedanken an Deutschland gesprochen habe. Die Hoffnungen, Die die Rede Daladiers erzeugen könne, dürften aber auf keinen Fall vergessen lassen, daß die franzö­sische Stärke bie erste Bedingung für den Frieden sei. Die kommumfttsche L'Humanitö" ist felbstverftandlich mit der Rede des Ministerpräsidenten unzufrieden und mitz- billigt vor allem die an Deutschland gerichteten

* 9Rnrte Daladiers.

scheu Armee ignorieren könnten. 3n feiner Vor­lesung habe ber deutsche Offizier enthüllt, daß das Ziel der Einmifchung in Spanien das fei, in einem als unvermeidlich angesehenen Kriege Großbritannien und Frankreich in die Zange zu nehmen. Der Offizier habe gesagt, daß die Batterien in der Nähe von Algeciras und gegen­über Gibraltar große Dienste leisten würden, wenn es dazu komme, die englisch- französische Lebenslinie zu durchschneiden.

Weiter habe er gesagt, daß mau den Grundstein für eine Kampffront gelegt habe, die tests deutsch, teils itatteriisch, teils nationalspanftch längs der Pyrenäen gegen Frankreich laufen wurde Das sei verteufelt offen und beschranke sich nicht aus Eng­land und Frankreich allein, sondern ginge ebenso Portugal an, was durch Auszüge aus dieser an­geblichen Vorlesung nachzuweisen versucht rmrd. An­gesichts dieses Beweismaterlals

Lains Regierung ^ner schuldhaften V ° r N ° ch, l ° f iig uns brr t. <6 e S «. en .

London, 12. Juli. (DNB.) Die englische Zei­tungNews Ehronicle" bringt tn großer Aufmachung die angeblich wörtliche Wiedergabe einer Vorlesung, die ein sehr hochstehender deutscher Offizier vor Führern der Partei über Deutschlands angebliche Ziele in Spanien gehalten habe.» Danach habe Deutschland sich in Spanien eingemischt, um es als Prüffeld für Deutschlands militärische Methoden zu benutzen, als ein Mittel, um lebenswichtige Stel­lungen zu erringen unb Englands und Frankreichs Strategie in einem möglichen Krieg schon im vor­aus zu durchkreuzen. Der Offizier habe angeblich weiter gesagt, daß das deutsche Ziel Darauf hm- austaufe, Portugal von England zu trennen. Notfalls könne die mächtige Armee, die Franco nach einem Siege in Spanien haben werde hierfür in die Waagschale geworfen werden. Unterstützt von der weitverbreiteten. Stimmung m Portugal zu Gunsten eines nationalistischen Spa­niens, würde diese Armee in der Lage sein, und zwar'wirksamer als diplomatische Mittel es fein könnten, in Portugal ein Regime an Die Macht zu bringen, das für Deutschland annehmbar sei.

News Ehronicle" bringt zu dieser ungtaub-

Eichener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhefsen

Druck und Verlag: vrühlsche Uuiverfilälsdnickerei «.Lange in Sietzen. Schriftleitvng und Seschästrftelle: Schulftratzr 7

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Vertrauen in die Zukunst."

Zusammenwirken des gutenWittenS aufatten Seiten zurErhattung des InedenS Regelung zwischen den Völkern, die auf den Schlachtfeldern gelernt haben, sich zu achten. ll:s gilt nun, einen besseren Gebrauch zu machen von der vereinten Kraft, die in bem gegen- fettigen Verständnis und der Organ t > Ration d e s Friedens liegt. Ich glaube auf­richtig, daß durch diese Methode dem Leiden und dem Elend ein für allemal ein Ende gemacht wer­den kann, die das Leben der Menschen in so zahl- reichen Ländern so schwer und bitter gemacht haben. Ich bin mir weder über die eigenen Schwierig­keiten, noch über die Kompliziertheit der Probleme im unklaren, die die französische Regierung losen muß. Ich weiß wohl, baß viele uns vorwerfen, daß wir zu lange brauchen, um einige jener Wunder zu erfüllen, wofür es im sozialen Leben bisher kein Beispiel gibt." Die Rede Daladiers ging bann auf die finanziellen Probleme Frankreichs ein und wandte sich gegen die Verbreiter von Paniknach­richten, um bann alles aufzuzählen, was die Regie­rung zur finanzieren Wiederaufrichtung und zum Schutze der Erzeugung getan habe.