Ausgabe 
13.1.1938
 
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finanzen sehrgünstig gewesen. Der neue Staats­haushalt ist mit 563 Millionen Kronen ausgeglichen. In der Besteuerung sind keine Aenderungen vorge­schlagen worden mit Ausnahme der E r d ö l st e u e r, die leicht erhöht wurde, um mehr Mittel für den Bau von Straßen zu erhalten. Der V e r t e i^d i - gungshaushalt weist keine ^großen Verände­rungen aus, während der auswärtige Dienst durch die Ernennung von norwegischen Gesandten in Bukarest und Mexiko verstärkt wurde.

Lialien.

Die neue li nie, die Zeitschrift des Verlages Otto Beyer, Leipzig, die sich durch ein beson­ders eindringliches Zusammenwirken von Bild und Wort auszeichnet, hat ihr Januar-Heft ganz dem ThemaItalien" gewidmet. Dem Heft sind Bilder des Königs und Kaisers Viktor Emanuel und der führenden Persönlichkeiten des politischen Lebens der italienischen Nation vorangestellt. Der Duce selbst begrüßt in einer Widmung den Zweck des Heftes, die schöpferische Kraft des neuen Italien dem befreundeten deutschen Volk näherzubringen, und auch Reichsminister Dr. G o e b b e l s ist mit einem Grußwort vertreten. Dem Herausgeber der neuen linie hat der italienische Minister für Volks­kultur, Dino Alfieri, in einem Gespräch eine Darstellung der faschistischen Kultur gegeben, die besonders im Hinblick auf den deutsch-italienischen Kulturaustausch interessant ist. Aus der Fülle der Beiträge heben wir den hervorragend illustrierten Aussatz Henry Benraths:Der .apulische Traum" hervor, in dem diesqr ausgezeichnete Kenner der frühitalienischen Geschichte die Stätten verklun­gener deutscher Kaiserherrlichkeit in ihrer Größe und Schönheit uns eindringlich nahebringt. Der be­kannte Architekt Peter Behrens bespricht an Hand zahlreicher interessanter Illustrationen neue italienische Bauten. Ricarda Huch plaudert über dieGentilezza", die Anmut und Haltung des Italieners, fein Gefühl für die Schönheit des Ge­ordneten als Ausdruck vornehmer Gesinnung. R i -

sozusagen demokratischsten Lander in Wirklichkeit ausfieht. Die Verdrehungen amerikanischer Blätter sind also nichts als böswillige Sensationshascherei.

Krifenstimmung in Paris.

Die sozialpolitische Aussprache vorerst gescheitert.

Paris, 12. Jan. (DNB.) Die Sozialpolitische Konferenz im Matignon-Palast fand unter Vorsitz des Ministerpräsidenten Chautemps im Bei­sein des stellvertretenden Ministerpräsidenten Blum und des ArbeitsminPers statt. Der Leiter der französischen CGT.-Gewerkschaft, I o u h a u x, erklärte nach Schluß der Konferenz, daß eine grundsätzliche Qryiigung nicht habe erzielt werden können. Jouhaux habe den Standpunkt der CGT.- Gewerkschaft zu'der augenblicklichen Lage und zu dem Arbeitsstatut dargelegt.. Die Regi'erungsmit- glieder hätten ihm geantwortet, daß sie sich noch mit anderen interessierten Organisationen in Ver­bindung setzen würden. In einer Verlautbarung heißt es, Ministerpräsident Chautemps habe betont, daß das neue Schlichtungsgesetz einfach in seiner Form gehalten und beschleunigt in Kraft gesetzt werden solle. Um gefällte Schieds­sprüche der Nichtbeachtung oder Sabotage zu ent­ziehen, seien Strafvorschriften vorgesehen.

Finanzminister Bonnet besuchte den Mnister- präsidenten. Er soll auf den Schaden, der durch die neuen Fabrikbesetzungen auf dem Binnen- und Außenmarkt und auf dem Devisenmarkt hervor­gerufen werde, hingewiesen haben. Nach seiner Be­sprechung mit Chautemps hatte er eine Aussprache mit dem Gouverneur der Bank über technische Maß­nahmen zur Unterbindung der Franken-Spekula­tion. In den Wandelgängen der Kammer gingen Gerüchte über eine Kabinettskrise um. Bon­net soll Chautemps bereits sein Rücktritts gesuch ein- oereicht haben.Epoque" glaubt, daß auch der Kammerpräsident Herriot bei der Aussprache zwi­schen Chautemps und Bonnet zugegen war. Der heutige Ministerrat dürfte Ueberraschungen bringen.

Die britische Lustrüstung.

Der Ruf nach dem starken Mann.

London, 12. Jan. (DNB.) Vor kurzem hatte ein Londoner Linksblatt Luftfahrtminister Lord Swinton der Schlamperei bei der Durchführung des Aufrüstungspropramms für die Luft­waffe beschuldigt. DieDaily Mail" will wissen, ein neues Amt solle das System der Lieferun­gen für die britischen Luftstreitkräfte rationalisie­ren. Ein bekannter englischer Geschäftsmann solle zum Leiter ernannt werden.

News Chronicle" berichtet, täglich kämen aus Kreisen der Luftfahrtindustrie Beweise für die Ver­zögerung des nationalen Luftaufrüstungspro­gramms. Tausende von Motoren könnten nicht ein­gebaut werden, weil die Flugzeuge dafür fehlten. Niemand scheine sich darum gekümmert zu haben, daß die verschiedenen an dem Bauprogramm be­teiligten Industriezweige zusammen arbeite- t e n. Die Schwierigkeiten, mit dem Ministerium über Typ, Menge und Preis zu einer Vereinba­rung zu kommen, seien ungeheuer. Die Arbeits­methoden seien veraltet. Darüber hinaus wür­den auf Wunsch des Ministeriums unnötige Dinge für viele Tausende von Pfunden e i n g e - führt werden. Dieser Zustand könne nur da­durch behoben werden, daß man einen starken Mann an die Spitze stelle.

England sichert den Seeweg um das Kap

London, 12. Jan. (DNB.)Daily Herald" be­richtet, daß England Schritte ergreife, um den Seeweg nach dem Fernen Osten über das Kap der Guten Hoffnung inVer­te i d u n g s z u st a n d" zu setzen. Diese Maßnahme stelle eine Antwort auf die angebliche Schließung des Mittelmeer - Suez - Kanal - Weges in Notfällen dar. Man werde den Hafen von Freetown, der 60 000 Einwohner zählenden Hauptstadt der Kron­kolonie Sierra Leone in Westafrika, zu einer gro­ßen Flottenbasis umbauen, desgleichen K a p - st a d t. Man werde große Küstenbatterien anlegen, die ebenso stark sein würden wie diejenigen von Singarpore (16-Zoll - 40,6 cm - Batterien). Der Aus­bau des Hafens von Kapstadt, der 15 Millionen Pfund (180 Mill. RM.) kosten werde, habe b e - r e i t s begonnen.

Oie Schiffahrt auf dem Jangtse.

Schanghai, 13. Jan. (DNB. Funkspruch.) In Berichtigung der Londoner Auffassung, daß die Jangtse-Schiffahrt für nicht japa­nische Handelsschiffe gesperrt sei, teilte der japanische Sprecher mit, die japanischen Be­hörden verlangten nur die Anmeldung jeder Fahrt, um Sicherheitsfahrzeuge für das Passieren stellen zu können. Der Seniorkonsul von Schanghai sei entsprechend unterrichtet worden. Im übrigen hätten die Japaner bei Beginn der Feindseligkeiten die Mächte darauf hingewiesen, daß die Jangtse- Sperren des chinesischen Militärs den internationalen Abmachungen zuwiderliefen. Die Sperrung sei jedoch protestlos hingenommen wor­den, woraus die Japaner nunmehr die Berechtigung ihres gegenwärtigen Verhallens herleiteten. In London wird amtlich mitgeteilt, England könne Japan nicht das Recht zugestehen, sich in die britische Schiffahrt auf dem Jangtse einzu- mischen.

Schließung ausländischer Konsulate in Leningrad.

Moskau, 12. Ian. (DNB.) Wie aus diploma­tischen Kreisen verlautet, richtete der stellvertretende Außenkommissar Potjemkin an die Leiter der hie­sigen diplomatischen Missionen Großbritannien, Schweden, Dänemark, Norwegen, Lettland und Est­land das Ersuchen, ihre konsularischen Vertretungen in Leningrad zu liqui­dieren, da die Sowjetregierung die Wechselseitig­keit der Konsularbeziehungen zwischen der Sowjet­union und den genannten Staaten herzustellen wünsche. In Leningrad werden nur noch zwei aus-

Die polnischen Minderheiten

Das deutsch-polnische Abkommen und das

Warschau, 13. Jan. (DNB.) Im Außenaus- schuß des Sejm ging der polnische Außenminister auf die Lage der t m Ausland lebenden Polen ein. Hinsichtlich Deutschlands habe er bereits darauf hinaewiesen, daß beide Regierungen die gleichen Grundsätze in der Behandlung ihrer Minderheiten auf ihrem Staatsgebiet festgelegt hätten. Diese Lösung werde naturgemäß auch einen Einfluß auf die Haltung der polnischen Regierung gegenüber der deutschen Minderheit in Polen haben. Die Besprechungen seien in einer Atmosphäre des Vertrauens geführt worden, das sich aus der Sorge zu beiden Seiten der Grenze ergeben habe, aus einem negativen Zustand positive Werte zu schmieden.

Die Lage der Polen in der Tschechoslo­wakei gebe keinen Anlaß zu größerem Optimis- mus. Mit großer Sorgfalt müsse darauf geachtet werden, ob die Prager Regierung wirklich ihre un­freundliche Polittk gegenüber den in der Tschecho­slowakei lebenden Polen fortzusetzen beabsichtige. Auch die Lage der polnischen Minderheit i n Litauen gebe zu Beunruhigungen Anlaß. Die von Marschall Pilsudski aus gegangene Initiative im Jahre 1927 habe zu keinen praktischen

Verhältnis zu Danzig.

Ergebnissen geführt. Die Sowjetunion erkenne im Gegensatz zu allen anderen Staaten nicht eine besondere nationale Kultur für die Volksgruppen an. Dies erleichtere die Beziehungen mit der Sowjetunion nicht.

Die polnischen Rechte in Danzig seien ein beständiges _ und unantastbares Element. Er könne keine Veränderung zum Nachteil Polens fest­stellen. Mit sachlichen Methoden sei man bemüht gewesen, die Schwierigkeiten zu meistern. Der Minister verwies auf die Verlängerung des Ver­trages über die Ausnutzung des Danziger Hafens um drei weitere Jahre, auf das Sozialversicherungs­abkommen, auf die Erledigung der Frage der polnischen Schulkinder. So wie Polen feine wirt­schaftlichen Interessen in der Freien Stadt Danzig verteidigen werde, so hege es doch keinerlei Un­freundlichkeit. Mit vollem Verständnis für die wirt­schaftlichen Interessen Danzigs wünsche Polen posttive Auswertungen zu suchen. Die Schwierig­keiten fänden ihre Erledigung jetzt nicht mehr auf dem Wege von Prozessen oder Klagen in Genf oder im Haag, sondern auf dem Wege von Ab­kommen, im Vergleich mit der Vergangenheit ein grundsätzlicher Fortschritt.

Das Ergebnis der Budapester Konferenz Bekräftigung der Achse BerlinNom, des Zuliabkommens und des Anti­kominternpakts, - Anerkennung Francos. - Vorbehalt gegenüber Genf. - Ungarns Wiederaufrüstung. - Das Verhältnis zu Rumänien.

Budapest, 12.Ian. (DNB.) Die gemeinsame Erklärung, mit der die Budapester Konfe­renz der Unterzeichnerstaaten der Römischen Protokolle beendet wurde, besagt: Die Ver­treter der drei Regierungen haben neuerdings mit Genugtuung die positiven Ergebnisse und die gün­stige Entwicklung auf Grund der Römer Protokolle festgestellt. Sie haben gemeinsam ihren Willen neuerlich bekräftigt, ihre politische und wirtschaft­liche Tätigkeit und ihre herzliche Zusammenarbeit im Geiste dieser Römer Protokolle zu verstärken. In diesem Zusammenhang haben die Vertreter Oesterreichs und Ungarns ihre Sympathie für d i e innige Zusammenarbeit mit oen beiden ihnen befreundeten Groß­mächten Italien und D eutschland zum Ausdruck gebracht, die in der Achse Rom Berlin verankert ist und ein neues und wich­tiges Unterpfand des Friedens und des Wiederaufbaues darstellt. Die Vertreter Oesterreichs haben ihre Politik, die sie auf das Zu­sammenwirken der Grundsätze der Römer Proto­kolle und des ö st erreicht sch-deutschen Ab­kommens vom 11. Juli 1936 gründen, dargelegt. Die Vertreter Italiens und Ungarns haben ihre volle Befriedigung über diese Politik erklärt.

Die Vertreter Oesterreichs und Ungarns haben ihre eindeutig ablehnende Stel­lungnahme gegen denkommunls- mus wiederholt und daher mit Sympathie den italienifch-deutfch-japanischen Antikomintern­pakt der auf den gleichen Grundsätzen be­ruht begrüßt. Sie haben ihren Entschluß bekräftigt, die kommunistische Agitation in ihren Ländern mit allen Kräften zu bekämpfen. Die Vertreter Oesterreichs und Ungarns haben dem Vertreter Italiens ihren Entschluß bekannt- gegeben, zu der formellen Anerkennung der Regierung des Generalissimus Franco als der legitimen Regierung Spaniens und aller seiner Besitzungen und Kolonien zu schrei­ten. Die Vertreter der drei Regierungen haben ihrer übereinstimmenden Auffassung Ausdruck ge­

geben, daß ein solcher Entschluß einen tatsächlichen Beitrag zur Normalisierung der Beziehungen zwi­schen Spanien und den anderen Nationen sowie zur Befriedung Europas darstelle.

Die Vertreter Oesterreichs und Ungarns haben die gewichtigen und billigen Gründe, 'die die italienische Regierung zu ihrem Austritt aus dem Völkerbund bewogen haben, zur Kenntnis genommen, sie haben die weit­gehenden Folgen dieses Entschlusses für die Zusammensetzung, die Ziele und die Möglich­keiten des Völkerbundes feslgesiellt und erklären, daß der Völkerbund den Charakter einer ide­ologischen Gruppierung weder an­nehmen könne noch dürfe. In einem solchen Falle behielten sich Oesterreich und Ungarn vor, ihre Beziehungen zum Völkerbund einer neuerlichen Prüfung zu unterziehen.

Die Vertreter Oesterreichs und Italiens haben neuerlich beftätigt, daß ihre Regierungen die voll­kommene Gleichberechtigung Ungarns hinsichtlich der militärischen Wiederauf­rüstung anerkennen. Die Vertreter der drei Re­gierungen erachten die ehebaldige Verwirk­lichung dieses Grundsatzes als notwendig.

Die Vertreter Oesterreichs und Italiens haben erklärt, daß ihre Regierungen mit großem Interesse die Entwicklung der Beziehungen zwischen Ungarn und Rumänien ver­folgen. Sie sind der Auffassung, daß ein befriedi­gendes Ergebnis der ungarisch-rumänischen Ver­handlungen in beträchtlichem Maße zur Befestigung des Friedens im Donauraum beitragen würde.

Die Vertreter der drei Regierungen haben die wirtschaftliche Lage geprüft und stimmen darin überein, auf jede Weise den Handelsverkehr zwischen den drei Staaten auf der geschaffenen Grundlage zu verstärken.

Die Vertreter der drei Regierungen haben ihren gemeinsamen Willen zur Zusammenarbeit mit allen Staaten bekräftigt, deren poli- ttsche Tättgkeit auf reale Ziele des Frie­dens und des Wiederaufbaues sowie auf ein besseres Verstehen unter den Nationen gerichtet ist.

ländische Konsulate bleiben: das finnische und ein polnisches Generalkonsulat. Mit der Auf­lösung der Leningrader ausländischen Konsularver­tretungen will die Sowjetunion offenbar eine mög­lichst weitgehende Abschließung Leningrads, des größten sowjetrussischen Seehafens und der zweitgrößten Stadt der Sowjetunion, vom Aus­lande erreichen.

Soll Stalin offiziellesStaatsoberhaupt der Sowjetunion werden?

Moskau, 12. Jan. (DNB.) Am Mittwochnach­mittag trat derOberste Rat der Sowjetunion", der im ganzen 1143 Mitglieder zählt, im Moskauer Kreml zu seiner ersten Sitzung zusammen. Die bei­den Kammern des Obersten Rates, die sogenannten^ Bundessowjets und die Nattonalitäten-Sowjets, ver­sammelten sich zunächst getrennt. Donnerstag wird wahrscheinlich eine gemeinsame Sitzung anberaumt werden, um den Vorsitzenden des Präsidiums des Obersten Rates, 11 stellvertretende Vorsitzende sowie 24 Mitglieder des Präsidiums zu wählen. Man hält es für möglich, daß Stalin selbst, der bisher ja nur Parteiämter und niemals ein lei­tendes Staatsamt bekleidete, zum Vorsitzenden, also zum offiziellen Staatsoberhaupt der Sowjetunion gewählt werden könnte.

Günstige Staatsfinanzen in Norwegen.

Oslo, 12. Jan. (DNB.) Der norwegische Stor­fing wurde durch König Haakon VII. eröffnet. Der König erklärte, daß die internationalen Spannungen zugenommen hätten und das Tätigkeitsfeld der Genfer Liga durch den Austritt Italiens verringert worden fei. Die Nationen müß­ten im Interesse des aügemeinen Friedens nach der Wiederherstellung der internationalen Zusammen­arbeit streben. Norwegen werde alles tun, um an dieser Aufgcche mitzuarbeiten, während es gleichzeitig stets bemüht sein müsse, sichvonKriegensern- z u h a l t e n. Das Jahr 1937 ist für die Staats-

chartz Hamantt, ber Kunsthistoriker unsere? Nachbaruniversität Marburg, gibt in dem Aufsatz Italia Sempiterna" eine Vorstellung von dem Wechsel des Jtalienbildes der großen Deuffchen in den verschiedenen Epochen, von Karl dem Großen über Friedrich II., Dürer und Goethe bis zu den Romantikern. Die Fülle der Anregungen, die dieses hervorragend ausgestattete Heft bietet, ist mit diesen kurzen Angaben auch nicht annähernd erschöpft.

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Kleine politische Nachrichten.

Der Führer und Reichskanzler hat dem Präsidenten von Argentinien anläßlich des Flugzeugunglücks, dem auch der Sohn des Prä­sidenten zum Opfer gefallen ist, drahtlich feine An­teilnahme übermittelt.

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Die Besserung im Befinden der Königin von D ä n e ma r t schreitet fort. Die Mitteilung, es werde erst am nächsten Tage wieder eine ärztliche Verlaut­barung veröffentlicht werden, ist ein Zeichen, daß eine baldige Genesung der Königin von beit Fol­gen der am vergangenen Sonntag vorgenomme­nen Operation zu erwarten ist. Der Führer und Reichskanzler hat dem König drahtlich Wünsche für baldige Genesung der Königin über­mittelt.

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Bei dem deutschen Botschafter in Wien und Frau von Papen fand ein Empfang mit musi­kalischen Darbietungen statt, der unter der Devise Musikalisches Bukett" stand. Die künstlerisch? Lei­tung hatte Prof. Carl (Fleming von der Ber­liner Musikhochschule. Zu dem Empfang waren Bundespräsident Miklas mit Gemahlin, Mitglieder der Regierung, des Diplomatischen Korps und zahlreiche Freunde des Hauses erschienen.

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Reichsminister Darre hat mit Staatssekretär Backe die italienische Hauptstadt verlassen. Beide sind mit dem Großkreuz des italienffchen Kronen­ordens ausgezeichnet worden.

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Der polnische Außenminister hat War­schau verlassen, um sich nach Genf zu begeben. Er wird sich unterwegs in Berlin aufhalten.

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Der britische Unterstaatssekretär im Innenministe­rium, Geoffrey Lloyd, wird nach Deutsch­land reifen, um Einzelheiten der deutschen Luft­schutzmaßnahmen zu studieren. Auf der Rück­reise wird er auch Paris aus gleichen Gründen einen Besuch abstatten.

Letzter Termin für die Anmeldung zum Reichsberufswettkamps.

NSG. Bis zum Abschluß der Anmeldelisten für den Berufswettkampf aller schaffenden Deutschen bleibt noch kurze Zeit. Die organisatorischen und technischen Vorbereitungen bedingen es, daß die Anmeldung von Teilnehmern bis 15. Januar entgegengenommen werden kann. Die ersten Be­richte der einzelnen Wettkampfgruppen lassen schon jetzt erkennen, daß der Arbeiternachwuchs fast voll­zählig zu der einzigartigen Leistungsprüfung an­treten wird. In vielen Betrieben marschiert der Betriebsführer auch beim Berufswettkampf an der Spitze. Zahlreich sind die älteren Gefolgschaftsmit­glieder nertreten. Sicherlich wird mancher ältere Arbeiter und mancher ältere Angestellte gewisse Hemmungen zu überwinden haben, ehe er seine Unterschrift unter das Anmeldeformular setzt. Des­halb richtet sich auch der Appell, die letzte Anmelde­frist nicht ungenützt vorübergehen zu lassen, in erster Linie an die kelteren. Keiner ist für den Reichsberufswettkampf zu alt! Keiner braucht heute mehr den Gedanken mit sich herumzüschleppen, er gehöre eigentlich an einen anderen Platz. Was jeder wirklich kann, erweist dieser Wettkampf, den jeder aus eigenem Interesse mitmachen soll. Die Ortswettkämpfe werden vom 13. bis 27. Februar durchgeführt.

Kunst und Wissenschaft.

Magnesiumtagung in Frankfurt.

In Gegenwart von über tausend deutschen In­genieuren wurde in Frankfurt die 2. Magne- fiumtagung eröffnet. In Vertretung des Gau­leiters und Reichsstatthalters Sprenger über­mittelte der Leiter des Amtes Technik, Gauamts­leiter Böhm die Grüße des Gaues. Die Grüße des Veranstalters, des Vereins Deutscher Ingenieure, überbrachte Direktor Dr.-Jng. K ö l z o w. Er ge­dachte des Ministerpräsidenten Generaloberst G ö - ring, dem er zu seinem Geburtstag telegraphisch die Glückwünsche der Tagung übermittelte mit dem Gelöbnis, alle Kräfte der deutschen Technik für die großen Ziele der Sicherung unserer Rohstoffgrund­lage einsetzen zu wollen. Auf der Tagung kamen führende Männer der deuffchen Wirtschaft und Tech­nik über die Bedeutung des Werkstoffes Magnesium zu Wort. Dieser Werkstoff schaltet sich in die Be­darfsdeckung von Metall überall stärker ein. In Deutschland wird die Herstellung schon deshalb stark vorangetrieben, weil seine Ausgangsstoffe restlos aus deutschem Boden gewonnen werden können. Den Rohstoff bilden die Gesteinsformen Dolomit und Carnallit. Im Auftrage von Oberst Löb, Ches des Amtes für Deutsche Roh- und Werkstoffe, brachte Dr.-Jng. M. H. Kraemer dessen Aus­führungen zur Verlesung. In Verfolgung der Aus­gaben des Vierjahresplanes hätten die Leichtmetalle und da besonders die Magnesiumlegierungen eine große Aufgabe zu erfüllen.

Ein Geschenk der Statt Frankfurt an die amerikanische Wissenschaft.

Das Forschungsinstitut für Kulturmorphologie an der Universität Frankfurt übersendet am 1. Februar 1938 eine Kopie der Felsbilderdecke von Altamira (Spanien), des bedeutendsten Denkmals der euro­päischen Altsteinzeit-Kunst, als Geschenk an das Museum of Natural History in Neuyork, wo «s durch ein Mitglied des Institutes feierlich über­reicht werden soll. Das in natürlicher Größe (6 :10

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