Ausgabe 
12.11.1938
 
Einzelbild herunterladen

Ilr.266 Erstes Blatt

188. Jahrgang

Samstag, 12./$onntag, 13. November 1938

Lrlchem» täg Hd), außer Sonntags and Feiertags Betlagen: *Dt» Illustriert» Gießener Familien blätter Heimat im Bild Die Scholl»

Monatt'bezugrpretr:

Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustriert» , 1.80 Zustellgebühr , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer (BeroaÖ ^ernfprechanlchlüffe

unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach­richten Anzeiger Gietzeu postschecktonto:

Kranlfuri am Main 11688

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Druck und Verlag: SrShIsche Unloerfitätsdruckerei 8. Lange in Sieben. Schriftleitung and SeschSstrftelle: Schulftrotze 1

Annahme von Anzeige« für di» Mittagsnummer ois 8' /.Uhr des Dormittags

Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breit» 7 Nps.. für Text» anzelgen von70mm Breite

50 Rpf.,Platzvorschrift nach oorh Dereinbg 25°/. mehr.

Ermähtgte Grundpreise:

Stellen«, Vereins», gemein» nützige Anzeigen sowie etn» spaltrge Gelegenheitsanzei» gen 5 Rpf., Familienanzei» gen, Bäder», Unterrichts» a. behördliche Anzelgen6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B

Oer Kall Grünspan.

Don Ifteichsministe^ Or. Goebbels.

Am 7. November dringt in Paris in die deutsche Botschaft ein 17jähriger polnischer Judenjunge ein und verlangt, einen der maßgebenden Herren zu sprechen. Als er vor den Legationssekretär vom Rath geführt wird, erhebt er seine Pistole und gibt, ohne daß ein Wortwechsel oder eine Auseinandersetzung vorangegangen wäre, auf den deutschen Diplomaten mehrere Schüsse ab. Bei seiner späteren Vernehmung erklärt er, er habe den Legationssekretär vom Rath persönlich überhaupt nicht gekannt. Es sei ihm auch gleichgültig gewesen, auf wen er geschossen habe. Er habe nur Rache nehmen wollen für seine jüdischen Brüder in Deutschland. Die Nachforschungen in Paris ergeben, daß Grünspan vor drei Monaten aus Frankreich ausgewiesen worden war. Ueber seinen Aufenthalt bis zum Tage der Mordtat hüllt er sich bis zum heutigen Tage in Schweigen. Er war im Besitz eines gefälschten Passes.

Es erhebt sich hier die Frage: Wo war Grünspan in den letzten drei Monaten? Wer hat für seinen Unterhalt gesorgt? Wer hat ihm den falschen Paß vermittelt? Wer hat ihn im Pistolenschießen unter­richtet? Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß er von einer jüdischen Organisation verhetzt und auf diese zynische Mordtat systematisch vor­bereitet worden ist.

Der Legationssekretär vom Rath stirbt nach qualvollem Leiden einige Tage später. Die Parallele zum Fall Gustloff liegt auf der Hand. Wie damals wurde von den jüdischen Hintermännern ein Jugend­licher als Attentäter ausgesucht, um die Verantwort­lichkeit zu verschleiern. Die Vernehmung der beiden Judenjungen zeigt eine genaue Uebereinstimmung der Verteidigungsgründe und der Taktik der Atten­täter. Auch aus dem Prozeßverlauf gegen Frank­furter ging hervor, daß man nicht den einzelnen Mann, sondern das nationalsozialistische Deutschland treffen wollte. Das zeigte auch in beiden Fällen der wohlvorbereitete Entlastungs­einsatz der gesamten jüdischen Weltpresse.

Wo sind nun diese Hintermänner zu suchen? Seit Wochen und Monaten wird in den großen jüdischen Weltblättern gegen Deutschland als Nation zum Kriege und gegen einzelne prominente Vertreter des nationalsozialistischen Deutschlands zum Morde gehetzt. Besonders hervorgetan haben sich dabei die Juden Georg Bernhard und Emil Ludwig Cohn. In diesen Kreisen sind deshalb auch zweifellos die geistigen Inspirationen des Attentats zu suchen. Es sind dieselben Kreise, die jetzt für den Mörder in der ganzen Welt eine nie dagewesene Stimmungs­propaganda entfalten. Die Gründe für den Mord liegen auf der Hand. Das Weltjudentum hat nach der fieberhaften Kriegshetze in den Sommermonaten dieses Jahres eine furchtbare Schlappe erlitten. 'Das Abkommen von München brachte seinen Ver­nichtungsplan gegen Deutschland zum Scheitern. Es hatte die Hoffnung gehegt, durch einen durch infame Hetze hervorgerufenen Weltkrieg Deutschland in die Knie zwingen und das verhaßte Naziregime zum Sturz bringen zu können. Nachdem in München dieser Plan zum Scheitern gebracht worden ist, wollten sie nun durch eine drastische und frivole Aktion die Friedensbemühungen zwischen den Großmächten Europas aufhalten und eine neue Hetze gegen Deutschland in Szene setzen. Der Mord an dem Legationssekretär vom Rath sollte ein Fanal sein für die gesamte Judenheit im Kampf gegen Deutschland. Der Mörder selbst hat gestanden, daß er damit ein Warnungssignal habe geben wollen. Allerdings ist dieser Schuß nach hinten losgegangen. Gewarnt worden ist weniger die Welt das deutsche Volk.

Es liegt auf der Hand, daß eine Nation von 80 Mil­lionen auf die Dauer derartige Provokationen nicht stillschweigend und wehrlos hinnehmen wird. Nach der Ermordung Gustloffs hat das deutsche Volk geschwiegen. Nach dem Tode des Legations­sekretärs vom Rath ist es ganz spontan zu. ^er- .geltungsaktionen gegen die Juden in Deutschland geschritten. Der eruptive Ausbruch der Empörung der Bevölkerung in der Nacht vom 9. jutn 10. No­vember ist daraus zu erklären und zeigt nur, daß die Geduld des deutschen Volkes nunmehr restlos erschöpft ist.

Wie aber reagiert nun die deutschfeindliche, zum größten Tell jüdische Auslandspreise auf dre spontanen Folgen der Schüsse in Paris, die sich rn Deutschland ergeben? Man versucht in diesem uteil der Auslandspresse den Eindruck zu erwecken, als herrsche in Deutschland so eine Art von Bürgerkrieg. Greuelmärchen ohne Zahl werden erfunden, kolportiert und an den Mann gebracht. Man erklärt, die spontanen Reaktionen des deutschen Volles seien durchorganisierte Mannschaften" durchgeführt worden. Wie wenig Ahnung doch diese Zeilen­schinder von Deutschland haben! Wie erst hätten diese Reaktionen ausgesehen, wären sie organisiert gewesen-!

Eines der hervorstechendsten Merkmale der in den vergangenen Tagen stattgefundenen Aktionen gegen das Judentum ist die Tatsache, daß es zwar zu De­molierungen, aber nirgendwo zu Plünderungen gekommen ist. Das benutzt natürlich diese deutsch­feindliche Auslandspreise, um zu behaupten, daß es sich um rein kriminelle Vergehen handele. Vor allem die jüdische Presse in Nordamerika tut sich in einer nie dagewesenen Hetze unrühmlich hervor, erinnert an das barbarische Mittelalter und erklärt, daß Berlin das Schauspiel des Bürgerkrieges biete.

versteht sich am Rande, daß die gegen die Juden emschreitende Bevölkerung alsNazimob" und Gangsterbanden" bezeichnet werden. Leider aber paspert diesen Zeitungen das Mißgeschick, daß sie sich wie immer in solchen Fällen nicht vorher hinreichend verständigt haben und damit in offenbare Wider-

Gesetzliches Verbot

des

&

affenbesihes der Luden.

Berlin, 11. Jloo. (DNB.) Amtlich wird mitgeleilt:

Nachdem der Reichsführer ff und Lhef der deut­schen Polizei im Reichsminlsterium des Innern dem jüdischen Waffenbesitz schon durch sofortige polizei­liche Anordnung schlagartig ein Ende gesetzt hatte, ist nunmehr das gesetzliche Verbot auf dem Fuße gefolgt. Der Reichsminlster des In­nern hat noch gestern die nachfolgende Verord­nung gegen den Waffenbesitz der Juden erlassen, die schon heute im Reichsgesehblalt veröffentlicht wird:

Verordnung

gegen den Waffenbesitz der Juden.

Auf Grund des § 31 des Waffengefehes vom 18. März 1938 (RGBl. I, 5. 265) des Artikels III des Gesetzes über die Wiedervereinigung Oester­reichs mit dem Deutschen Reich vom 13. März 1938 (RGBl. I, 5.237) und des §9 des Erlasses des Führers und Reichskanzlers über die Verwaltung der sudetendeutschen Gebiete vom 1. Oktober 1938 (RGBl. I, S. 1338) wird folgendes ver­ordnet.

§ 1. Juden (§ 5 der Ersten Verordnung zum Reichsbürgergeseh vom 14. November 1935 (Reichs- gesehblatt I, S. 1333) ist der Erwerb, der Besitz und das Führen von Schußwaffen und Munition sowie von hieb- oder Stoßwaffen verboten. Sie haben die in ihrem Besitz befindlichen Waffen und

Munition unverzüglich der Ortspolizeibehörde a b - z u l i e f e r n.

§ 2. Waffen und Munition, die sich im Besitze eines Juden befinden, sind dem Reich entschädi­gungslos verfallen.

§3. Für Juden fremder Slaatsange- Hörigkeit kann der Reichsminifter des Innern Ausnahmen von den im § 1 ausgesprochenem Verbot zulassen. Er kann diese Befugnis auf andere Stellen übertragen.

§4. Wer den Vorschriften des § 1 vorsätzlich oder fahrlässig zuwiderhandell, wird mit Gefäng­nis und mit Geldstrafe bestraft. In be­sonders schweren Fällen vorsätzlicher Zuwiderhand­lung ist die Strafe Zuchthaus bis zu fünf Jahren.

§ 5. Der Reichsminister des Innern erläßt die zur Durchführung dieser Verordnung erforderlichen Rechts- und Verwaltungsvorschriften.

§ 6. Diese Verordnung gilt auch im Lande Oester­reich und in den sudetendeulschen Gebieten.

Berlin, den 11. November 1938.

(gez ) Zrick.

Reichsminifter Dr. Goebbels hatte, wie wir be­reits mitteilten, bekauntgegeben, daß die end­gültige Antwort auf das jüdische Attentat in Paris dem Judentum auf dem Wege der Gesetzgebung bzw. auf dem Verordnungswege erteilt werden würde. Auf die e r ft e dieser Ant­worten hat es nicht lange warten müssen!

Am Garge Eduard vom Vachs.

Paris, 11. Nov. (Europapreß.) Während des ganzen Freitag erschienen ununterbrochen Besucher in der deutschen Botschaft, die chrem Beileid an dem Tod des Gesandtschaftsrats vom Rach durch Eintragung in die aufgelegte Liste und durch Blu­men- und Kranzspenden Ausdruck verliehen. Der italienische Geschäftsträger Prunas mit dem ge­samten Personal der italienischen Botschaft in Pa­ris in Uniform wurde von dem Botschafter Graf Welczeck in den zu einer Totenkapelle umgewandelten großen Saal der Botschaft geleitet, wo der italie­nische Geschäftsträger zwei in den italienischen Far­ben gehaltene Kränze niederlegte. Der eine Kranz trägt auf der grünweißroten Schleife die Aufschrift: Galeazzo Ciano", der andere Kranz wurde für die italienische Botschaft in Paris niedergelegt. Die Ita­liener ehrten den Toten mit dem Faschtstengruß. Sie erwiderten den Ruf:Camerata vom Rath!" mitPresente!"

In die Beileidsliste haben sich weiter zahlreiche Persönlichkeiten eingetragen, so der neue franzö­sische Botschafter in Berlin, Co ul andre, der Generalstabschef der ftanzösischen Luftwaffe, Gene­ral L u i 11 e m i n, Prof. Fourneaux vom Co­mite France-Allemagne, General Rollet, Kam­merpräsident H e r r i o t, Kommandant Hopital vom Comite France-Allemagne, der Präsident des Senats, der belgische Botschafter Pol le Tel- Her, der Polizeipräftkt von Paris Langeron, Graf und Gräfin de B r i n o n vom Comite

France-Allemagne, der Versailler Bürgermeister Jean Weiland.

Auch französische Arbeiter, Männer und Frauen aus dem Volke, kommen, um dem von ruchloser jüdischer Mörderhand gemordeten jungen Deutschen die letzte Ehre zu erweisen. Ein franzö­sischer Arbeiter legte ein schlichtes Veilchensträuß­chen vor dem Sarge nieder und erklärte, es gebe nicht nur marxistische Arbeiter in Frankreich. Die Mutter eines jungen Franzosen, der von Mar­xisten im Straßenkampf erschlagen wurde, kniete vor dem Sarg nieder, betete und küßte das Fahnen­tuch, das den Sarg bedeckt.

Der Sarg wurde am Freitagabend von der Bot­schaft zur deutschen Evangelischen Kirche übergeführt. Roch einmal hielten während der Nacht die Mitglieder der deutschen Kolonie die Ehrenwache am Sarge des Toten. Am Samstag­mittag ist der T r a u e r g o 11 e s d i e n st in der Kirche, bei dem eine deutsche Abordnung, be­stehend aus dem Staatssekretär Baron v. Weiz­säcker, dem Gesandten Dr. Dienstmann und dem Chef des Protokolls, Gesandten Baron o. Dörn­berg einen Kranz des Führers und einen Kranz des Reichsaußenministers niederlegen wird. Als Vertreter der französischen Regierung wird Außen­minister Bonnet der Feier beiwohnen. Ferner werden Vertreter des Diplomatischen Korps und des öffentlichen Lebens teilnehmen. Dann tritt der Tote feine letzte Fahrt in feine Heimat nach Düssel­dorf an.

spräche verstricken. Eine schreibt, es habe sich um 100 bis 200 Kundgeber gehandelt; die andere schreibt, 20- bis 30000 Menschen hätten gegen die Juden demonstriert. Die eine schreibt, eine riesige Menschenmenge durcheile die Straßen, die andere wieder schreibt, es handele sich um kleine, unbedeu­tende Gruppen junger Leute. Die eine behauptet, die Menschenmassen wohnten den Attionen teil­nahmslos bei, die andere wieder behauptet, un­geheure Menschenmassen stießen Freudenschreie aus. Die eine erklärt, die Menge sehe passiv zu, die andere wieder, der Menge lese man die Freude und die innere Genugtuung von den Gesichtern ab. Die eine sagt, der Wahnsinn habe die Bevölkerung ergriffen, die andere dagegen, die Menge bleibe dabei voll­kommen reserviert. Kurz und gut, ein Sammel­surium von Lügen, Verdächtigungen, Entstellungen und Verdrehungen.

Was haben wir darauf zu antworten? Im Grunde genommen, gar nichts. Wir stehen aus dem Standpunkt, daß die Reaktion des deutschen Volkes auf den feigen Meuchelmord in Paris eben durch die ruchlose Gemeinheit dieser Tat erklärt werden muß. Sie wurde weder organisiert noch vorbereitet, sie brach spontan aus der Natron heraus. Die Nation folgte dabei dem ge­sunden Instinkt, der ihr sagte, daß nun zum zwellen- mal ein Vertreter Deutschlands im Auslande von einem Judenjungen niedergeknallt wurde und daß, wenn man auf diese Untat schweigen und ohne Reaktion hinnehmen würde, deutsche diplomatyche Vertreter in Zukunft im Auslande als vogelfrer zu gelten hätten.

Die deutsche Staatsführung hat nichts unversucht aelassen, die Reaktion im deutschen Volke auf das feige Attentat in kürzester Frist abzustellen. Das deutsche Voll hat dem Gebot der Regierung willig und diszipliniert Folge geleistet. In Stundenfrist sind Demonstrationen und Aktionen zum Schweigen gebracht. Das aber soll die deutschfeindliche zudyche Mslandsprefse wissen: Durch Aufbauschung der

Vorgänge, durch Verdrehung und Lügen nützt sie weder sich selbst noch den in Deutschland lebenden Juden. Eher könnte das Gegenteil der Fall sein. Das deutsche Voll ist ein antisemitisches Voll. Es hat weder Lust noch Vergnügen, sich weiterhin durch die parasitäre jüdische Rasse in seinen Rechten be­schränken oder als Nation provozieren zu lassen. Es liegt am Verhalten der Juden in Deutschland und vor allem auch am Verhalten der Juden in der Welt, welche Stellung die deutschen Juden im öffentlichen, im privaten und im geschäftlichen Leben einnehmen. Jedenfalls ist die deutsche Re­gierung entschlossen, im Lande selbst für Ruhe und Ordnung zu sorgen, und Ruhe und Ordnung wird in dieser Frage dadurch am besten gewährleistet, daß man sie einer den Wünschen und Bedürfnissen des deutschen Volkes entsprechenden Lösung entgegenführt.

Die Schüsse, die der polnische Jude Grünspan in Paris abgab, waren ein Warnsignal. Sie haben eine andere Wirkung ausgeübt, als sie offenbar ge­plant und beabsichtigt war. Das deutsche Voll ist doppelt hellhörig geworden. Es weiß nun bis zum letzten Mann, worum es in der Judenfrage geht. Das deutschfeindliche Ausland aber täte gut daran, dieses Problem und seine Lösung den Deutschen selbst zu überlassen. Soweit es das Bedürfnis hat, für die deutschen Juden einzutreten und sich ihrer anzunehmen, stehen sie ihm in beliebiger Anzahl zur Verfügung.

Es bedarf keiner Betonung, daß die Reaktionen im Publikum nach der Erklärung vom vergangenen Donnerstag im ganzen Lande endgültig be­endigt sind. Keiner hat das Recht, weiterhin noch eigenmächtig zu handeln. Gesetz und Verordnung, die diese Frage regeln, stehen zu erwarten. Das deutsche Voll kann beruhigt sein: Der Jude Grün­span war Vertreter des Judentums. Der Deutsche vom Rath war Vertreter des deutschen Volles. Das Judentum hat also in Paris auf das deutsche Volk geschossen. Die deutsche Regierung wird darauf legal, aber hart antworten.

Zudenabwehr.

Der November ist ein Schicksalsmonat in der Ge­schichte des deutschen Volkes. Vor zwanzig Jahren erlag es nach heldenhaftem Ringen der materiellen Uebermacht seiner Feinde und dem entnervenden Ansturm einer skrupellosen Agitation, gegen die ein unüberwindliches Bollwerk zu errichten die politische Führung des Reiches versäumt hatte. Das zersetzende Gift der verzweifelnden Selbstaufgabe und der Hoffnung auf die Milde der Sieger, die dem deutschen Bolle in Reden und Flugblättern den Himmel auf Erden versprochen hatten, wenn es sich nur von Monarchie und Militarismus lossagen und sich unter die Demokratien einreihen werde, fand in seiner kranken Seele einen nur zu guten Nährboden. Furchtbar war die Enttäuschung, als es sich, nachdem es die Waffen niedergelegt hatte, einem Sieger gegenüberfand, der entschlossen war, Deutschland als Großmacht für ewige Zeiten auszutilgen, das deutsche Voll für immer entwaffnet und ehrlos am Boden zu halten und ihm mit Hilfe der erbarmungs­los eingetriebenen Reparationen auch alle wirt­schaftlichen Möglichkeiten abzuschneiden, um einen Wiederaufstieg für alle Zeiten zu verhindern. Fünf Jahre später erhob sich in München eine Schar tapferer Männer, die sich frei wußte von der Schuld für die Schmach des 9. November 1918, die den Glauben an ihr Voll noch nicht verloren hatte und die Entschlossenheit in sich trug, sein Schicksal zu wenden. Wenn der 9. November 1923 auch noch kein Sieg sein konnte, weil die Zeit noch nicht reif war, um gegen Selbstsucht und Feigheit, Verblen­dung und Trägheit ein neues und besseres Deutsch­land zu erftreiten, so war er doch ein weithin leuch­tendes Fanal, ein neuer Anfang, der Beginn bet Wiederauferstehung. Adolf Hitler ist sich selbst und seinem Glauben an das deutsche Volk treu ge­blieben, auch als alles gegen die Verwirklichung seines Ideals zu sprechen schien. Sein Ringen um die Seele des deutschen Volkes'ist von beispiellosem Erfolg gekrönt worden. Das deutsche Voll fand wie­der den Glauben an sich selbst, sand wieder zurück zu den Tugenden, die es einst groß gemacht hatten. Es wurde wieder wert eines großen Staatsmannes, der das Wunder vollbrachte, eine zerschlagene, in sich zerrissene Nation durch die Kraft seines Glau­bens zu einen und durch die Beharrlichkeit seiner Arbeit, die Kühnheit seiner Entschlüsse zu ungeahnter Größe und Macht emporzuführen. So ist der graue Novembertag des Jahres 1918 zwanzig Jahre später zu einem Tag des Triumphes geworden, an dem sich das wiedererstandene Großdeutsche Reich mit seinem Führer vereinte in innigem Dank an die Helden, die vor der Feldherrnhalle in München und in den späteren Jahren des Kampfes bis zur Ber­einigung der Ostmark und des Sudetenlandes mit dem Reich ihr Leben gelassen haben für ihre Treue zur nationalsozialistischen Idee und ihren Glauben an Deutschlands Zukunft.Mit Phrasen wird man Deutschland nicht mehr besiegen und mit Waffen hat man es nicht besiegt!" In diesen.Worten Adolf Hitlers liegt die Lehre, die das deutsche Voll dem Anschauungsunterricht entnommen hat, der ihm von den Demokratien der Welt in den zwanzig Jahren zwischen jenem grauen 9. November 1918 und diesem strahlenden 9. November!938 erteilt worden ist und es wird diese Lehre niemals wieder vergessen, es ist der beste Dank, den wir dem Führer und seinen toten Mitkämpfern schulden.

In diese Schar der Märtyrer für Deutschlands Größe und Zukunft ist nun auch eingereiht der junge deutsche Diplomat Eduard vom Rath, der in Paris in Ausübung seines Dienstes von den Kugeln eines jüdischen Mordgesellen zu Boden gestreckt wurde. Das tückische Verbrechen des Juden Grün­span, der in der Maske des Biedermannes unter dem Vorwand, eine wichtige Mitteilung machen zu müssen, in die deutsche Botschaft eingedrungen ist, um dann den ihm ahnungslos gegenübertretenden Diplomaten mit seiner Mordpistole kaltblütig nieder­zuknallen, hat im deutschen Voll einen Schrei des Entsetzens und der Empörung ausgelöst, die sich im ganzen Reich begreiflicherweise in scharfen Protest­aktionen gegen die bei uns immer noch Gastrecht in Anspruch nehmenden Juden Luft machten. Trotz aller Warnungen hat das internationale Judentum in unverständlicher Verblendung unsere Langmut immer wieder mißbraucht und durch systematische Hetze gegen den Nationalsozialismus, durch perfide Verhöhnung und Verächtlichmachung des deutschen Volkes und seiner führenden Männer unsere Ge­duld auf die äußerste Probe gestellt, obwohl bislang noch Tausende ausländischer Juden in Deutschland ungeschoren ihren Geschäften nachgehen konnten und ihre in Deutschland geborenen Rassegenossen durch die Nürnberger Gesetze.ein festumrissenes Be­tätigungsfeld selbst in kultureller Hinsicht zugewiesen erhalten hatten. Das internationale Judentum und seine Freunde, die es in allen Demokratien der Welt hat, haben diese ebenso klare wie großzügige Lösung der Judenfrage im nationalsozialistischen Deutsch­land immer nur gescholten und begeifert, trotzdem scheint es so, als ob selbst viele ausländische Juden bislang der Meinung waren, daß es sich in Deutsch­land immer noch besser leben ließ als in ihrer Heimat. Sie werden sich nicht wundern dürfen, daß nach der abscheulichen Mordtat eines der ihrigen an einem diplomatischen Vertreter des nationalsozialistischen Deutschen Reiches im Ausland auf dem exterri­torialen Boden der Botschaft Deutschland ihnen, wie es Reichsminister Dr. Goebbels bereits an­gekündigt hat, auf dem Wege der Gesetzgebung eine drastische und unzweideutige Antwort erteilen wird. Das ist schon Deutschland seiner Selbstachtung und seiner Sicherheit schuldig, und es ist der unzweisel- bare Wille des deutschen Volkes, daß hier reiner Tisch gemacht wird und dem Weltjudentum, das wir als unversöhnlichen Feind unserer Weltanschauung und unserer.nationalen Zukunft durchschaut haben, de-