7435 Mark. Vorgesehen im außerordentlichen Haushalt sind 6950 Mark für den Bau des Kriegerdenkmals, 20 000 Mark für den Bau des HI.-Heims (vorläufiger Teilbetrag). — Die Gemeindesteuern werden wie folgt erhoben: Grundsteuer für land- und forstwirtschaftliche Grundstücke 190 v. H., Grundsteuer für die Grundstücke 220 v. H., Gewerbesteuer nach Ertrag und Kapital 170 v. H., Bürgersteuer 500 v. H.
Die bebauten Gemeindegrundstücke stellen einen Wert von rund 300 000 Mk., die unbebauten Grundstücke, darunter 437 Hektar Wald, einen solchen von
rund 200 000 Mk. dar. lieber Betriebsvermögen verfügt die Gemeinde mit rund 100 000 Mk. (Wasserleitung, Kanalisation, Steinbrüche, Waagen). Die ehemaligen Schulden in Höhe von 65 000 Mk. sind getilgt. Die von der Gemeinde angesammelten Rücklagen standen zu Beginn des Rechnungsjahres in Höhe von 45 500 Mark.
Nach der letzten Feststellung vom 11.10.1937 beträgt die Einwohnerzahl des Ortes 2557 Personen. Die Gemarkung umfaßt 930 Hektar Feld und 1586 Hektar Wald.
2. Hauptrunde: FSB. Frankfurt — BC. Hartha 3:1: BfR. Mannheim — Bayern München 2:1; TSD. 1860 München — Freiburger FL. 3:1; Fortuna Düsseldorf — Opel Rüsselsheim 7:1; Grünweiß Eschweiler — SD. Waldhof 1:2
und Punktekämpse.
Gau Südwest: Eintracht Frankfurt — Kickers Offenbach 2:0; FD. Saabrücken — Reichsbahn
Frankfurt 3:4; Wormatia Worms — Borussia Neunkirchen 1:0; FK. 03 Pirmasens —' TSG. 61 Ludwigshafen 1:2.
Gau Baden: 1. FC. Pforzheim — Spvgg. Sandhofen 4:1; FD. Offenburg — DfL. Neckarau 2:3.
Gau Bayern: Schwaben Augsburg — BC. Augsburg 2:4; 1- FC. 05 Schweinfurt — Jahn Regensburg 2:0.
„Großer Preis von Men."
gjix
DfB.-Reichsbahn Gießen.
Ehringshausen I — VfV.-Reichsbahn I 0:4 (0:2).
Die I. Mannschaft des BfB.-Reichsbahn konnte nach hartem Kampfe auch das letzte Aufstiegspiel für sich entscheiden und sicherte sich somit den Titel eines Kreismeisters. Die Platzverhältnisie in Ehringshausen waren äußerst schlecht, auch die überaus harte Spielweise der Gastgeber zwang die Grünweißen, sich nach Halbzeit zurückzuhalten. Dem Schiedsrichter Schmidt (Dillenburg) stellte sich der DfB.-Reichsbahn mit folgender Mannschaft: Gottschalk, Leutheufer I, Leutheuser II, Lukaschewski, Thron, Krämer, Mattern, Godglück, Bach, Kramer, Szponick.
Zu Beginn sah man die Gastgeber in Front, die versuchten, durch forsche Angriffe die Gäste zu überrumpeln, aber die Verteidigung stand. Bald machte sich die reifere Spielweife der Grünweißen bemerkbar, doch dauerte es 30 Minuten, ehe Godglück den ersten Treffer anbringen konnte. Der Gegner versuchte, den Ausgleich zu erzielen, aber schon in der Läuferreihe blieb der Angriff stecken. Eine fein durchdachte Kombination schloß Bach mit einem weiteren Treffer ab. Mit diesem Ergebnis ging es in die Halbzeit.
Nach dem Wechsel setzten die Gastgeber alles auf eine Karte, doch konnten sie die Hintermannschaft nicht bezwingen. Das Spiel wurde hart. In der 60. Minute schoß Bach einen weiteren Treffer, und kurz vor Schluß machte Kramer einen Alleingang, er umspielte vier Mann und ließ einen seiner gefürchteten Schüsse los, der von dem Torwächter nicht gehalten werden konnte. Durch diesen Sieg hat der DfB.-Reichsbahn erneut seine gute Form bewiesen. DfV.-Relchsbahn II — Vad-Nauheim Liga 1:4 (0:0).
Obwohl man sich von vornherein klar darüber war, daß die Reserve gegen die routinierten Ligaspieler der Gäste wenig zu bestellen hatten, wurde man angenehm enttäuscht von der Energieleistung, die die Reserve vollbrachte. Dem Gegner wurde alles ab- oerlangt. Zu Beginn des Spieles machte sich eine leichte Ueberlegenheit der Grünweißen bemerkbar. Die Grünweißen hatten ober in ihren Schüssen Pech. In der zweiten Hälfte kam die reifere Spielweise der Gäste zum Ausdruck. Die Grünweißen waren ihrem eigenen Tempo zum Opfer gefallen. Mühlhäuser schoß kurz nach der. Pause den ersten Treffer, und kurz daraus war' es derselbe Spieler, der auf 2:0 erhöhte. Das war den Grünweißen zuviel, und vom Anstoß weg nahm Schmidt den Ball und verkürzte auf 2:1. Bei einer Abwehr hatte Matern das Pech, den Ball zurückzuspielen, in der Annahme, der Torwart bekäme den Ball, ober dieser rollte ins eigene Tor und brachte den Gästen einen billigen Erfolg. Ein Elfmeter ergab das vierte Tor.
„FL. Teutonia'' Watzenborn-Steinberg
Teutonia I — Lauterbach I 4:1 (2:1).
Die Zuschauer mögen vielleicht etwas enttäuscht den Platz verlassen haben; denn Lauterbach trat mit nur neun Mann an. Die Gäste hatten sich dementsprechend nur auf Abwehr eingestellt. Einige her- vorvagende Einzelkönner besaß die Elf und manchmal wurden die drei Stürmer gefährlich.
Die Teutonen spielten ihr gewohntes Spiel, ob- wohl Naumann und Schmandt fehlten. Außerdem schied Lang am Anfang der zweiten Halbzeit aus. Steinberg hatte Anstoß und sofort brannte Schmidt durch, jedoch der abschließende Torschuß sauste vorbei. Lauterbach beschränkte sich sofort auf die Abwehr, und hier zeigte die Hintermannschaft große Leistungen. Immer wieder kamen Lang und Schmidt an, aber sie wurden aufgehalten, bis Schmidt in der 15. Minute einen schönen Flachschuß zum Führungstor einsandte. Der Gäste-Sturm griff unentmutigt an und in der 25. Minute wurden die Bemühungen belohnt. Lange dauerte die Freude jedoch nicht, denn Buß setzte in der 30. Minute einen Bombenschuß in die Moschen. In der Folge wurden noch manche Ge- legenheiten verpaßt. Auf der andern Seite waren die Teutonen von großem Pech verfolgt. Zwischendurch kamen die Lauterbacher mit- ihrem Drei- Männer-Sturm auch' zur Geltung, ohne jedoch die aufmerksame Hintermannschaft der Steinberger zu überlisten. Halbzeit 2:1!
Rack> dem Wechsel drängte Steinberg mehr und fünf. Lauterbacher Spieler kämpften verbissen im Strafraum. Lang schied nach zehn Minuten aus und mit vier Stürmern erzielten die Teutonen noch zwei schöne Tore durch Däublin und Schmidt. Schiedsrichter war Philipp (Gießen).
Steinberg II — Steinbach I 2:3 (1:1).
Hier trafen zwei gleichstarke Mannschaften auseinander. Die Gäste wurden glücklicher Sieger.
Spielvereinigung 1900 Gießen.
Ockershausen — 1900 2:5.
Besser als erwartet, haben die Blauweißen in Ockershousen obgeschnitten. Und dabei waren die zu bewältigenden Umstände nicht geringer Art. Don der vorgesehenen Aufstellung standen nur sieben Mann zur Verfügung, fo daß auf weiteren Ersatz zurückgegriffen werden mußte. Wenn trotzdem ein Sieg zustande kam, dann ist dies um so bemerkens- werter, zumal er auf dem gefährlichen Gelände in Ockershausen errungen wurde.
Die mit nur neun Mann beginnenden Plotzbesitzer gestalteten den Spielbeginn sehr zu ihren Gunsten. Doch bald wandte sich das Blatt. Die jetzt vollzähligen Platzbesitzer konnten sich nun der Angriffe kaum erwehren. Aber erst in der 30. Minute' kam Heuser dazu, die Führung zu erzielen. Mit diesem Stand werden die Seiten gewechselt. Noch Wieder- beginn drängen die Platzbesitzer stark auf Ausgleich. Und wieder ist es Herbst, der die härtesten Schüsse von Scherer und Ortwein, den beiden Schuß- kononen im OckerShäuser Sturm, mit bestimmter Sicherheit zunichte machte. Aus dieser Drongperiode heraus kamen die Blauweißen zum zweiten Treffer. Eine weite Vorlage von Rensina gab Heuser weit zu Schellhaas, und dessen Flanke schoß Hormel wuchtig ein. Drei Minuten später war es wieder Hormel, der einen Fehler der Verteidigung geschickt
ausnützte und auf 3:0 erhöhte. Wenig später gelang den Platzbesitzern aus einem Gedränge heraus der erste Gegentreffer. Lange dauerte diese Freude nicht, denn im Gegenangriff erhöht Bergmann auf 4:1. Dies wurde den Gastgeben zu viel. Mit erhöhtem Eifer griffen sie erneut an. Doch die Hintermannschaft der Blauweißen gab sich keine Blöße. Am Strafraum wurde eifern „Halt" geboten. In der 75. Minute kam wieder eine weite Vorlage Rensings zu Heuser, und gegen Hessen Schuß war der Tormann machtlos. Die Blauweißen führten 5:1. Kurz vor Schluß gelang es den Gastgebern dann noch auf 5:2 zu verkürzen.
Bei den Platzbesitzern waren es der Mittelläufer und die beiden Halbstürmer Scherer und Ortwein, die aus dem Gefüge hervorstachen. Bei den Blau- weißen, die mit der Aufstellung Herbst; Zeiler, Hain; Erhard, Rensing, Günther; Schellhaas, Bergmann, Hormel, Kociok, Heuser antraten, gab es keine Versager.
Sportverein 1920 Lollar.
Lollar II. — Treis I. 8:0 (2:0).
Schon in der ersten Hälfte des Spieles konnten die Platzbesitzer eine 2:0 - Führung erzielen. Die Ueberlegenheit trat nach dem Wechsel dann noch mehr in Erscheinung. Die Gäste hatten einen ziemlich hilflosen Sturm und kamen nicht einmal zum Ehrentor.
Lollar Jugend — Treis Jugend 4:0.
Ebenfalls konnte die Jugend von Lollar über die gleiche von Treis in einem schönen Spiel erfolgreich sein.
Süddeutsche Tschammerpokalspiele.
1. Hauptrunde: FC. Hanau 93 — VfB. Mühlburg 0:4; VfB. Stuttgart — Phönix Karlsruhe 7:1.
Glanzvoller 1
Trotz Hegen hervorragende Leistungen.
Dem Schlußtag der NS.-Kampfspiele in Nürn- berg war leider kein gutes Wetter beschieden. Seit den frühen Morgenstunden regnete es, und die Wehrsportler, Leichtathleten, Handballer und Schwimmer mußten am Nachmittag im Nürnberger Stadion ihre entscheidenden Kämpfe unter erschwerten Bedingungen durchführen. Wenn trotzdem auf der ganzen Linie ausgezeichnete Können und die wurden, so svricht das für das Können und die Einsatzbereitscyaft der Teilnehmer. Die 15 000 Besucher, die trotz der Ungunst der Witterung den Weg ins Stadion gefunden hatten, wurden Zeugen erbitterter Kämpfe.
Hindernislauf - Handgranaten-Weitwurf.
Mit dem Hindernislauf über 400 M e - ter wurden die Ereignisse des Schlußtages eröffnet. Die sechs Läufer,' die mit einfachen Schuhen ohne Dornen über die mit sechs „Schikanen" versehene Bahn mußten, hatten es auf dem glatten Boden
Das regnerische Wetter hatte die Bahnen im Nürnberger Stadion recht schwer gemacht. Große Pfützen machten den Läufern viel zu schaffen, besonders in den Kurven gab es einige unangenehme Stürze.
Die 4 0 0 Meter wurden auf unabgesteckten Bahnen gelaufen. Bei der nassen Bahn kam es in den Kurven zu Rempeleien, dessen Opfer ausgerechnet einer der Favoriten, SA.-Rottf. Rinck, wurde. Der Berliner stürzte und fiel, aussichtslos zurück, während vorn KluPsch den Nürnberger Robens überraschend klar in 49,8 Sek. abfertigte.
Eine sichere Sache für unseren Europameister Rudolf Har big waren die 8 00 Meter. Der Dresdener lief zunächst im Bummeltempo und ließ Eichberger die Führung, so daß das Feld lange zusammen blieb. Erst auf den letzten 50 Metern zog Hardig feinen Spurt an, und in diesem Augenblick schien auch das ganze Feld geradezu stehen zu bleiben. In 1:54,2 Min., einer guten Zeit bei der schlechten Bahn, siegte der Dresdener vor Eichber- ger (1:54,9) und Schumacher (Düsseldorf).
Als schnellster Mann erwies sich Meister Hornberger (Waldfischbach), der die 100 Meter klar in 10,7 Sek. gewann. Hornberger hatte den besten Start und lag ständig in Front; hinter ihm hielt sich Altmeister I o n a t h ausgezeichnet.
lieber 2 0 0 Meter war der Mannheimer Neckermann eine Klasse für sich. Sein Sieg in der ausgezeichneten Zeit von 21,4 Sek. stand nie in Frage. Der Fuldaer Pontow blieb mit 21,9 noch vor Steinmetz (22,2).
Recht gleichwertig war das Feld auf der Für» 3 en Hürden st recke. Im Endspurt zerriß der Wiener ---Mann Leitner'in genau 15 Sek. das Zielband knapp vor dem Berliner SA.-Mann Be- schetznik (15,1).
lieber 400 Meter Hürden schob sich Darr (Gotha) bald in Front und gewann in 53,9 Sek. Der Berliner SA.-Mann Mayr konnte mit 54,3 noch Klix (55,4) auf den dritten Platz verweisen.
Der 3000-Meter-Hindernislauf stand klar im Zeichen von SA.-Oschaf. Raff (Oberhausen), der in 9:38,0 Minuten als Erster durchs Ziel lief. Hinter chm hielt sich der Kieler Arbeitsmann Seidenschnur sehr tapfer, konnte aber den Sieg des erfahrenen Oberhauseners nicht verhindern.
Die Mannschaft der SA. mit Bönecke, Struckl, Horn- berget, Gillmeister siegte in der 4 X 1 0 0 - M e t e r - Staffel in 41,7 Sek. vor dem DRL., der genau 42 Sek. benötigte. Dagegen holte sich die DRL.- Mannschaft mit Helm, Rodens, Klupsch und Harbig als Schlußmann die 4 X 4 0 0 - M e t c r in 3:18,5 i Minuten sicher vor der ff.
Nuvolaris großer Sieg. —
An diesen „Großen Preis" werden die 80 000 Italiener, die ihn auf der Monzabahn erlebten, noch lange denken. Ihr gefeiertster Fahrer, Tazio Nu- v o l a r i, trug nach langer Zeit wieder einen großen Sieg davon. Er errang ihn nach Kampf auf feinem Auto-Union-Rennwagen und verhalf damit dem deutschen Werk zum Sieg im ersten Grand- prix-Rennen der neuen Formelära. Mit 155,726 km/st für die 419,6 Kilometer lange Strecke erzielte der Italiener einen Durchschnitt, der dicht an die besten Trainingsrunden herankam. Eine Runde zurück belegte der Italiener Dr. Farina auf Alfa Romeo den zweiten Platz. Zwei weitere Runden zurück folgte R. Caracciola auf Mercedes-Benz. Damit hatte „Carratsch" seinen Europameistertitel gegen Manfted von Brauchitsch erfolgreich verteidigt. Die übrigen deutschen Wagen und zahlreiche ihrer Gegner schieden vorzeitig aus.
Ein verblüffender Wetterumschlag bereitete den Rennleitern große Sorgen, denn die Einstellung der Motoren war an den vielen regenreichen Trai- ningstagen vorgenommen worden. Und nun herrschte strahlender Sonnenschein. Auf 80 000 Personen wurde die Zuschauermenge geschätzt.
Zunächst Lang vorne.
Mit Ausnahme von Hans Stucks Auto Union standen die deutschen Wagen in der Folge Lang, von Brauchitsch (beide Mercedes-Benz), Caracciola (Mercedes-Benz), Müller (Auto Union) und dahinter Nuvolari (Auto Union), Seaman (Mercedes- Benz) und Kautz (Auto Union) in den beiden vordersten Reihen. Nach dem Startzeichen schossen die Wagen von Lang, Müller, Seaman, Caracciola und Nuvolari als erste an den Tribünen vorbei. Nuvolari gewann schnell an Boden. Die zweite Runde brachte die ersten Ausfälle: Kautz mußte die Waffen strecken, auch Caracciola fehlte. Er hatte in den Schikanen die Strohballen angefahren, war aber aus eigener Kraft wieder flott geworden. Nach acht Runden lag Nuvolari nur zwei ^Bogenlängen hinter Lang. Plötzlich erscholl lauter Beifall: Nuvolari ilbschluß der AG nicht leicht. Der überragende Teilnehmer mar Arbeitsmann Gebhardt (Hofstätten) mit einer Zeit von 1:06,9 Minuten. Mit Otruf. Bastian (Rätzlingen) fiel auch der zweite Platz an die tüchtigen Ar- beitsmänner.
Im Handgranaten-Weitwerfen wurden in der Entscheidung die Vorkampfleistungen nicht erreicht, da der Boden zu rutschig war. Polizeiwachtmeister Herbolzheimer (Stuttgart) kam mit seinen im Vorkampf erzielten 78,10 Meter zum Sieg.
Schwerste Hindernisstaffel.
Zu einem Riesenkampf gestaltete sich die Hinder- nisstaffel 20X14-Runde, die sechs Mannschaften im Wettbewerb sah. Die Anforderungen waren fast übermenschlich, vor allem an der Holzwand, die naß und glatt war. Nach ständigem Führungswechsel siegte schließlich die von Stürzen verschont gebliebene Stuttgarter ff. Die aussichtsreiche RAD.- Mannschaft von Berlin-Lankwitz mußte nach einem Sturz des vierten Läufers aufgeben.
I-ILMWkwlUMN.
Beim Weitfprung kam nur der Oberhausener Kron über die 7-Meter-Grenze hinaus und holte sich den Sieg mii einem Sprung von 7,15 Meter.
Gleich zweifacher Kampfspielsieger wurde SA.- Otruf. Gerhard Stöck, der das Kugelstoßen mit 15,71 Meter vor dem Olympiasieger Polizei- oberlt. Wöllke (15,46 Meter) und das Speerwerfen mit 69,47 Meter vor dem Berliner Büsse (66,76 Meter) gewann.
Im Hammerwerfen war in Abwesenheit von Blask der Hamburger Hein eine Klasse für sich; er siegte mit 57,67 Meter. Erfreulicherweise kamen aber noch weitere vier Mann glatt über 50 Meter hinaus.
Schwimmer in letzten Wettbewerben.
Auf der Stadion-Schwimmkampfbahn fielen am Samstag die letzten Entscheidungen der NS.-Kampf- spiele 1938. Fast die gesamte deutsche Spitzenklasse war als Vertreter der einzelnen Formationen bzw. des DRL. am Start.
lieber 10 0 Meter Kraul gab es einen glatten Fehlstart. Trotzdem wurden die Schwimmer nicht zurückgerufen, von denen der Berliner ff- Rotts. v. Eckenbrecher am meisten im Vorteil war, während SA.-Mann Werner Plath am stärksten benachteiligt wurde. Trotzdem kam Plath in 1:01,8 Min. noch auf den dritten Platz hinter dem in 1:00,7 siegenden v. Ecken brecher und Heidel (Bremen) mit 1:01,7.
Dafür holte sich Plath unangefochten die 4 00 Meter Kraul, die er in 5:05 Min. von SA.- Sturmmann Bachmann (5:16,7) ebenso sicher gewann, wie Europameister, ff-Mann Schlauch, die 100 Meter Rücken in 1:09,6 an sich brachte. Erfreulich war dabei, daß SA.-Mann Gerstenberg, der in 1:11,2 Zweiter wurde, an seine Form von 1936 wieder anzuknüpfen scheint.
Der Hallenspezialist Pol.-Wm. Heina konnte im 200-Meter-Bru st schwimmen den Hamburger Erwin S i e t a s nicht gefährden. Sietas schlug in 2:49,0 vor Heina (2:52,5) und dem jungen Arbeitsmann Temke (2:56,3) an.
Auch in der 4X200-Meter-Krgül staffel schwamm Plath ein großes Rennen für die SA., die außerdem Stecker, Laugwitz und Bachmann eingesetzt hatte. Für den Arbeitsdienst hatten Heimlich, Schroer und Brauner 6 Meter Vorsprung herausgeholt, als Plath für die SA. und Iurgeit für den NAD. den Kampf aufnahmen. Plath machte nicht nur den Vorsprung wieder gut, sondern führte seine Mannschaft in 9:47,9 noch überlegen zum Siege.
Die 400-Meter-Lagenstaffel endete in
Caracciola Europameister.
führte vor Lang, Müller, Seaman, von Brauchitsch und Stuck. Hinter der deutschen Wagsnphalanx jagte Biondetti (Alfa Romeo) einher, o. Brauchitsch fiel durch Kerzenwechsel zurück. Seaman gab mit Motorschaden auf. Taruffi (Alfa Romeo), Belmondo (Alfa Romeo), Zehender (Maseratt) und Wimille (Alfa Romeo) mußten später den Kampf aufstecken. Stuck rückte auf und setzte sich hinter Nuvolari, Lang und Müller vor Dr. Farina auf den vierten Platz. Noch verschiedentlich versuchte es von Brauchitsch mit neuen Kerzen, bis er in der 21. Runde endgültig von der Bahn ging.
Drei Auto-Union an der Spitze.
Ereignisreich und entscheidend war der Verlauf der nächsten zehn Runden. Caracciola übergab seinen Mercedes-Benz an von Brauchitsch. Lang mußte fast zwei Minuten an die Box und gab dann doch auf. Caracciola übernahm wieder feinen eigenen Wagen. Nach der 40. Runde (60 waren zu fahren) lagen drei Auto Union an der Spitze. Nuvolari führte vor Hans Stuck und Müller. In der nächsten Runde ereilte den zweifachen deutschen Meister Hans Stuck das Geschick. Mit defekter Oelleitung schied er aus. Das 17er Feld war nunmehr auf sieben Wagen zusammengeschrumpft.
Müller wieder im Pech.
Noch zehn Minuten waren zu fahren. Unverändert lautete der Stand. In der viertletzten Runde war es auch um Hermann Müller geschehen. Der frühere deutsche Motorradmeister mußte aussteigen, sein Motor streikte.
Die Entscheidung war gefallen. Rundenabstände trennten die sechs übriggstbliebenen Bewerber voneinander. Ruhig und beherrscht zog Nuvolari seine Kreise. Stürmischer Jubel umbrandete ihn auf seiner letzten Runde und als er dann als Erster von der schwarzweiß tarierten Schlußflagge gestoppt wurde, kannte die Begeisterung seiner Landsleute keine Grenzen mehr.
-Kampfspiele.
5:09,7 mit einem Siege des DRL. dank ihres guten Brustschwimmers Sietas.
Oie (Spidtiirniere.
SA. toafferban-Sieger.
Einen glatten Sieg landete die Sieben der SA. im Endspiel des Wasserball-Turniers über die Mannschaft der ff mit 3:2 (1:0) Toren. Schirrmeister hatte die SA. vor der Pause in Führung gebracht und erhöhte nach dem Wechsel auf 2:0. Brauer verringerte für die ff auf 2:1, aber Schirrmeister stellte mit einem weiteren Treffer den alten Abstand wieder her. Noch einmal konnte die ff durch Schwartz ein Tor aufhosen, aber zum Ausgleich oder Siege langte es nicht mehr. Bei der ff verstand sich Schwartz übrigens gar nicht mehr mit seinem Magdeburger Kameraden Schulze.
DRL. gewinnt Handball-Turnier.
In der Stadion - Hauptkampfbahn traten die Mannschaften des DRL. und der SA. zum End- kämpf des Handball-Turniers an. Auf dem schlüpfrigen, mit. Pfützen übersäten Baden hatten die Spieler keinen leichten Stand. Den Ausschlag in dem Kampfe gab die größere Standsicherheit des DRL. - Innensturmes mit Baumann - Herrmann- Theiling. Mit 11:3 (5:1) Toren kamen die Männer des Reichsbundes zu einem klaren Erfolge.
Erbitterte Kämpfe im Boxen.
Vor rund 1500 Zuschauern ermittelten am Samstagabend die Boxer im Nürnberger Kolosseum ihre Kampfspielsieger. Es gab harte Gefechte und knappe Entscheidungen. Den einzigen k.-o.-Sieg errang im Schwergewicht Olympiasieger Runge über den Westfalen Pabski in der ersten Runde. Den schönsten Kampf gab es im Halbschwergewicht zwischen Schn arre (Westfalen) und Vosen (Godesberg). Polizei-Owm. Vosen siegte schließlich verdient nach Punkten. Im Mittelgewicht trat der Berliner Polizist Campe nicht mehr zur Schlußrundenbegegnung an, so daß SA.-Mann Garmeister (Ostland) zu einem kampflosen Siege kam. Unerwartet war der Sieg des SA.^Mannes Minsk o w fk i (Mitte) im Fliegengewicht über Olympiasieger Kaiser (Westfalen). Glatt war auch der Punktsieg des Berliners Schiller über den NSKK.-Mann Hamann. Der Arbeitsmann Graaf (Berlin) schlug Scholten (Niederrhein) gleichfalls sicher nach Punkten. Der Punktsieg von Eurova- meifter Nürnbergim Leichtgewicht über den SA.- Mann Schulze (Mitte) wirkte nicht gerade überzeugend. Michel M u r a ch war zum Turnier doch nicht erschienen. Im Endkampf der Weltergewichtsklasse siegte der Westfale Kalinowski über ben Polizisten Schmidt.
Kurze Sportnotizen.
Einen neuen Segelflug-Weltrekord stellten die Wiener NSFK.-Männer Kahlbacher und Führinger über dem Fluggelände Spitzerberg auf. Mit ihrem doppelsitzigen Flugzeug blieben sie 40,51 Stunden in der Luft urtb verbesserten damit den absoluten Dauerflug-Weltrekord um mehr als vier Stunden.
Einen neuen Weltrekord im Hoch- f p r u n g stellte die Bremerin Dora R a t j e n am Sonntag beim Leichtathletik-Sportfest in Saarbrücken mit 1,67 Meter auf. Ihre bisherige Welt- beftieiftuna stand auf 1,66 Meter. Ausgezeichnet liefen auch die beiden Münchnerinnen Gelius unb Spitzweg über 80 Meter Hürden mit je 11,7 Se- künden.
EuropameisterHarbig startete am Sonn- tag bei einem Sportfest in Mailand und schlug über 800 Meter abermals den Italiener Lanzi in 1:52,6 Sekunden. Max Syring gewann die 5000 Meter in 14:59,3 Minuten. Dagegen mußten sich unser ABeltrekordmann im Diskuswerfen, S ch r ö - der, und Europameister L e i ch u m im Weitsprung jeweils mit dem zwecken Platz begnügen.


