Ausgabe 
12.9.1938
 
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Zeichen sowie 104 Sturmfahnen des NSFK an­getreten. Das Dröhnen der Salutbatterien begleitet die symbolische Handlung. Nach der Standarten­weihe tritt der Stabschef neben den Führer auf die Kanzel und richtet an ihn u. a folgende Worte: Durch die Berührung der Standarten mit der Blutfahne haben wir das Vermächtnis unserer Toten übernommen, unserer Kameraden, die einst in Reih und Glied mit uns marschierten und die ihre Treue zur Idee und ihren Glauben an Sie, mein Führer mit ihrem Blute besiegelten. Würdig dieser Toten haben diese Männer in den vergangenen Jahren des Kampfes und des Sieges gestanden, gearbeitet, gekämpft und geopfert. Wenn Sie Idealisten brauchten, mein Führer, hier standen sie, und wenn Sie Idealisten brauchen, mein Führer, hier

st e h e n siel Freiwillig, uneigennützig und ein­satzbereit. Sie haben Ihren Glauben, mein Führer, diesen Männern gegeben, und die Männer haben ihn in ihre Herzen ausgenommen, woraus ihn keine Macht der Welt wieder herausreißt. Meine Kame­raden! Unsere Parole heißt heute wie immer: Unser Führer! Unser Glaube und unser Gruß und unser Gelöbnis gilt heute wie immer unserem Führer. Adolf Hitler Sieg-Heil!

Begeistert wird das Sieg-Heil auf den Führer von den Hunderttausenden aufgefangen Dann spielen die Musikzüge das Lied des Sängers der nationalsozialistischen Revolution, Dietrich Eckart, Deutschland erwache!" Der Führer blickt noch ein­mal über das Feld. Er grüßt die Blutfahne und unter erneuten unbeschreiblichen Kundgebungen ver­läßt er den Luitpoldhain.

Marsch durch Mrnberg.

Der Marsch der SA. durch die Stadt über die Fleischbrücke.- (Scherl-Bilderdienst-M.)

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. Seit den frühesten Morgenstunden umsäumte be­reits ein millionenköpfiges Spalier den weiten Marschweg, den die Kolonnen der Formationen der Bewegung nach Beendigung des Appells im Luit­poldhain zum Vorbeimarsch am Adolf-Hitler-Platz durchziehen. Am Adolf-Hitler-Platz ist jedes Fen­ster mit Teppichen geschmückt, die in ihrer zarten Farbgebung in roten und braunen Tönen, bald mit goldenen Kränzen und den Symbolen des Rei- ch.es, bald mit den alten Nürnberger Insignien, den Blick immer wieder gefangennehmen. Hierzu kom­men noch die golddurchwirkten Tannengirlanden und bir prächtige Blumenschmuck, der sich an jedem Hause harmonisch dem Gesamtbild anpaßt. Aus den Erkern und Giebeln wallen lange Banner des Rei­ches und die alten Stadtfahnen der Reichsstadt in Rot-Weiß und dem Reichsadler herab. Ein beson­ders eisdrucksvolles Bild bietet die Frauen­kirche mit ihrem schlichten Schmuck. Alt-Nürn- berger Fahnen wehen auch hier von dem Altan, der mit rot-violettem Samt verkleidet ist und gleichfalls den Schmuck frischer Blumen trägt. Jedes Fenster, aus dem sich ein Blick auf den Platz bietet, jeder Mauervorsprung, jedes Erkerchen ist Kopf an Kopf besetzt. Seit Stunden schon sind die drei Tribünen

bis auf den letzten Platz gefüllt. Hier sieht man neben zahlreichen Mitgliedern des Diplomatischen Korps besonders die Abordnungen der Faschistischen Partei und der Falangisten. Kriegsopfer haben be­sondere Ehrenplätze erhalten. Zu stürmischen Kund­gebungen kommt es, als gegen 11 Uhr Hermann Göring eintrifft, der die Uniform eines SA.- Obergruppenführers trägt. 11.40 Uhr zeigt die Uhr, als vom Rathaus her donnernde Heilrufe die An­kunft des Führers künden. Hermann Göring tritt vor den Wagen des Führers Der Vorbei­marsch beginnt.

Vor dem Führer am Adols-Httler-Plah.

Erhobenen Armes grüßt der Führer den an der Spitze marschierenden Stabschef Lutze. Die $Iut« fahne folgt In schneidigem Paradeschritt ziehen die Hauptamts-, Amts- und Abteilungschefs sowie die z. V.°Führer der Obersten SA. - Führung vorüber. Ihnen schließen sich zunächst in buntem Wechsel der Uniform die aktiven Teilnehmer der nationalsozialistischen Kampfspiele,

SI.-Gruppe Alpenland marschiert an Adolf Hitler vorüber. Vor dem Wagen des Führers: SA.-Oberfuhrer P f e f f e r, SA.-Obergruppenführer Göring und SA.-Gruppenfuhrer Gießler von der SA.-Gruppe Alpenland. (Scherl-Bilderdienst-Ar.)

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so Männer der Wehrmacht, der einzelnen Gliederun­gen der Dartei, der Polizei und des Reichsarbeits- dienstes, deren Führung der Reichssportführer von Tsch am in er und Osten übernommen hat, an. Schnell sind auch die Kolonnen der Reichsführer­schulen am Führer vorbeigezogen. Und nun müssen die O st m ä r k e r kommen. Die SA.-Gruppe Donau macht Den Beginn. Endloser Jubel begleitet ihren schneidigen Marsch. Den 2600 Kämpfern der Gruppe Donau.folgen mehr als 200 Männer der Gruppe Alpenland und über 1900 Kämpfer der SA.-Gruppe Südmark. Neben dem Führer stehen zunächst Ober­gruppenführer Reschny, dann Gruppenführer Gieß- ler und Brigadeführer Nibbe. Erhobenen Armes grüßt Adolf Hitler die Söhne seiner Heimat Dann ist die SA.-Gruppe Franken an der Reihe, er­kenntlich an den schwefelgelben Mützenaufschlägen. Wieder wechselt das Bild. Blaue Kragenspiegel und blaue Ränder der SA.-Mützen: Mit dem blau­weißen Schellenbaum schwenkt der Musikzug der Gruppe Bayerische Ostmark gegenüber dem Führer ein. Es folgen die Gruppe Ostland und die Gruppe Nordsee, in deren Reihen man besonders starke Marschblocks der Marine-SA. sieht. Als nächste folgen die Berliner und Brandenburger. Heller Ju­bel braust über den Platz, als Hermann Gö­ring ihren Kolonnen entgegengeht und mit der Gruppe Berlin-Brandenburg marschiert, die Ober­gruppenführer vön Jagow vorbeiführt. Dann folgen die Gruppen Hansa und Hessen, Mitte, Sachsen und Niederrhein in mustergültiger Disziplin und dröhnendem Marschtritt. Die Gruppe Hochland, teils in weißen Kniestrümpfen, teils in dunkelgrünen Hosen, begleitet besonderer Beifallssturm. Der Marsch der Westmärker beschließt den fast dreistün­digen Zug der braunen Bataillone, nach dessen Ab­schluß der Führer Hermann Göring längere Zeit ins Gespräch zieht.

ASM. und ASFK.

Nach kurzer Pause vermittelt der nun einsetzende Vorbeimarsch der Männer der motorisierten Gliederungen der Partei ein völlig neues und eindrucksvolles Bild. Den Kolonnen der 12 000 NSKK.-Männer fuhren langsam und geräuschlos kleine graue Beiwagen-Motorräder voraus. Im ersten hielt ein Jungvolkpimpf stehend die schwarze Fahne seiner Formation, während im zweiten eine Fahne der Motor-HI. am Führer vorbeigefahren wird. Korpsführer Reichsleiter Hühnlein schrei­tet mit seinem Stabe den Männern des NSKK. voraus und nimmt dann, vom Führer herzlich be­grüßt, an dessen Seite Aufstellung. Helle Hörner­klänge begleiten die in prachtvoller Geschlossenheit mit schwarzem Sturzhelm marschierenden Männer. Heil!-Rufe begrüßen auch hier wieder das Erschei­nen der motorisierten Einheiten der O st m a r k, unter Führung von Obergruppenführer Ritter von Städtler. Die Einheiten aus allen Gauen des Alt- reiches schließen sich an, gefolgt Don einer dreihun­

dert Mann starken Motorgruppe des NSKK.-Der- kehrserziehungsdienstes. Die den Abschluß bildenden Lehrtnänner der Motorsportschulen symbolisieren die Arbeit des Korps für die motorische Jugendertüch- tigung. .

Korpsführer Christiansen meldet dann dem Führer die 3000 Männer des Nationalsozialistischen Fliegerkorps, die nun in ihren hechtgrauen Unifor­men vvrbeidefilierem Unter den Fahnen, die dem Marschblock der Flieger oorangetragen werden, ziehen zum ersten Male die 16 Feldzeichen und die 104 Sturmfahnen am Führer vorbei, die beim Appell im Luitpoldhain geweiht worden sind.

Das Schwarze Korps marschiert.

Reichsführer ff Himmler führt die 25 000 Mann des Schwarzen Korps am Führer vorüber. Die Spitze der Kolonnen bilden die Stabsstürme der drei Hauptämter. In einem einzigen gewal- tigen Block zusammengefaßt folgen dann sämtliche Standarten der ff. Und nun marschiert Marschblock auf Marschblock der ff heran. Dumpf dröhnen die Schritte der in Zwölferreihen vorbeiziehenden Ko­lonnen. Der ^-Oberabschni tt Donau bil­det die Spitze; in seinen Reihen marschiert die Wiener Standarte, die den NamenDer Führer trägt. Es schließen sich die Polizeiverbände an, die General D a l u e g e führt. Ähre Paradeuni­formen mit dem weißen Koppelzeug und den ver­schiedenfarbigen Tschakos ergeben ein prächtiges Schauspiel. Mit besonders begeisterten Kundgebun­gen werden die ^-Derfügungstruppe und die Totenkopfoerbände der ff begrüßt, im Stahlhelm und mit aufgepflanztem Seitengewehr. Den Abschluß bildet die Leib st and arte ffAdolf Hit - l e r". Der Badenweiler Marsch kündet ihr Erschei­nen. Voran die Standarte, die des Führers Namen trägt, die Sturmbannfahne des 1. Bataillons. In blendend weißem Koppelzeug, das Gewehr ge­schultert, so zieht des Führers Leibgarde über den Platz. Bald steht Obergruppenführer Sepp Dietrich nach herzlichem Händedruck neben dem Führer. Ein Ehrensturm begleitet die Blutfahne, die sich den letzten Reihen der Leibstandarte angeschlossen hat. Der Vorbeimarsch ist beendet. Unbeschreiblicher Ju­bel begleitet Adolf Hitler und die bald nach ihm abfahrenden Führer durch die von Menschenmauern umsäumten Straßen 'der Innenstadt zumDeutschen Hof".

Während noch die letzten Formationen auf dem Adolf-Hitler-Platz defilierten, waren einige der vor­ausmarschierten Kolonnen bereits auf dem Marsch zum Bahnhof, um am Abend oder in der Nacht die festliche Stadt der Reichsparteitage in Sonder­zügen zu verlassen. In den Straßen der Altstadt aber wogte in den Abendstunden ein bewegtes Leben und Treiben, das'durch die verschiedenen Uniformen und die bunten Trachten der zahlreichen Mädel und Frauen aus der Ostmark von einem großartigen far­benfreudigen Reiz war.

Prag liquidiert die Mhrisch-Ostrauer Vorfälle.

SDP. zur Weiterverhandlung bereit.

Prag, 10. Sept. (DNB.) Am Freitagabend emp­fing Ministerpräsident Dr. Hodza die Abgeord­neten der SDP. Kundt und Dr. Rosche. Er teilte ihnen die auf Grund eines Beschlusses der Regierung zur Liquidierung der mährisch-ostrauer Vorfälle angeordneten Maßnahmen mit, und zwar:

1. Jene Polizeiorgane, die nachweisbar Gefangene geschlagen haben, werden im Wege eines beschleu­nigten Gerichtsverfahrens bestraft werden. Ge­gen den Polizeibeamten Dr. Malac wurde bereits Suspension von seinem Amte verhängt und das Strafverfahren gegen ihn eingelei­tet, wobei die gesetzlichen Bestimmungen strengste Anwendung finden werden. Das gleiche gilt für die mitschuldigen Polizeiorgane.

2. Der Polizist, der den Asig. May mit der Reit­peitsche schlug, wurde auf eigenes Ansuchen vom Dien ft suspendiert und gegen ihn das Diszi­plinarverfahren eingeleitet.

3. Auf eigenes Ansuchen wurde gegen den Poli­zeidirektor von Mährisch-Ostrau ein Diszipli­narverfahren eingeleitet, um festzustellen, ob und inwieweit er die Vorfälle mit zu verantworten hat. Bis zur Erledigung dieses Verfahrens wurde der Polizeidirektor vom Amte suspendiert.

4. Die Untersuchung gegen die im mährisch- oftrauer Kreisgericht befindlichen sudetendeut­schen Häftlinge wird mit besonderer B e- schleunigung durchgeführt, um die Haftent­lassung selbst bei einer etwa notwendig erscheinen­den Fortführung eines Strafverfahrens möglichst bald zu ermöglichen.

Die Vertreter der Sudetendeutschen Partei nah­men diese Erklärungen unter Vorbehalt einer Kon­trolle der restlosen Durchführung dieser Maßnahmen zur Kenntnis und betrachten hiermit die Vorfälle von Mährisch-Ostrau formell als liquidiert. Aus Kreisen der SDP. wird mitgeteilt, daß Mini­sterpräsident Dr. Hodza am Samstag 11.15 Uhr Vertretern der SDP. die von der SDP. gewünsch­ten Erläuterungen zu dem letzten Dor- schlag der Regierung bekanntgeben wird. Diese Erläuterungen konnten nicht früher überreicht werden, weil durch die mährisch-ostrauer Vorfälle die Unterbrechung der Verhandlungen veranlaßt worden war. Die Verhandlungen über die Lösung der Nationalitätenfraae in der Tschecho-Slotvakei zwischen der SDP. und der Prager Regierung wer- den nunmehr am Dienstag fortgesetzt werden.

Die Trauerfeier für Alfred Knoll

Jägerndorf stand im Zeichen der Trauer um Alfred Knoll. Alle Häuser trugen Trauerschmuck. Die Turnhalle mar in würdiger Weise geschmückt Der Sarg ruhte in einem Blumenhain, umgeben von den Fahnen der Sudetendeutschen Partei. Turner hielten die Ehrenwache. Kreisleiter B a r - wig nahm im Namen Konrad Henleins und der Hauptadteiluna der Sudetendeutschen Partei das Wort.Wir sichen heute", so führte der Redner u. a. aus,tieferschüttert am Grabe eines Kame­raden, über den der amtliche Bericht meldete, daß er bei der Einlieferung in die Haft durch Selbst- mord geendet hat. Der Hergang des Märtyriums wurde durch den Sargdeckel für immer verheim­licht. Das Grab jedoch, das stumm vor uns liegt, wird zur himmelschreienden, nie verstummenden Anklage. Es ist ein bitteres Los, zu wissen, daß einem der Siea nicht mehr entrissen werden kann, und dennoch, bevor dieser Sieg erschaut, im Un­gewissen von hinnen achen zu müssen. Alle jene, die so um Leben und Sieg gerungen und den Tod dabei gefunden, sind m dieser Stunde mitten unter uns. Es sind die Helden der Nation, die fallen

mußten, damit wir leben können. Wir Lebenden jedoch haben die heilige Verpflichtung, alles zu tun, damit die Opfer der Toten nicht umsonst ge­wesen sind. Opfer auf Opfer haben wir bisher in unserem Kampfe bringen müssen, und immer waren wir die Schuldigen, waren wir die Angeklagten, die, mochten sie auch hundertmal Recht haben, immer Unrecht hatten. Heute aber ist das anders. Wir find zu Anklägern geworden und erheben unsere Stimme vor aller Welt und fordern. Wenn wir in diesem Staate leben sollen, dann muß man uns das bieten, was wir zum Leben brauchen. Dieses Recht treibt uns auch von diesem Grabe wieder fort zum Kampf um jene Ideale, die auch diefes Leben erfüllten, das wir begraben, zum Kampf für Recht und Freiheit, gegen Knechtschaft und Tyrannei."

Nach der Beisetzung kam es beim Rückmarsch der Amtswalter der SDP. und des Fahnenzuaes vom Friedhof zur Turnhalle zu einem Zwischenfall, der, Dank des sofortigen Eingreifens sudetendeutscher Abgeordneter und Der besonnenen Haltung der Teil­nehmer, rasch beigelegt werden konnte. Der tsche- chische Bezirksarzt Mencl, der die Obduktion Knolls im Beisein deutscher Aerzte verweigert und die polizeiliche Einäscherung des Leichnams ange- ordnet hatte, fuhr in provokatorischer Absicht mit seinem Kraftwagen in den Fahnenzug hinein. Die empörte Menge drang darauf auf den Wagen ein. Bei dem Ansturm gingen einige Scheiben in Trüm­mer. Die Menge leistete jedoch den Weisungen der Abgeordneten Folge und zog sich sofort zurück. Der Generalinspektor Der Polizei, Regierungsrat Dr. Kracmar sicherte den intervenierenden Abgeord­neten sofort strenge Untersuchung und Genugtuung zu.

Erneut schwere Provokationen.

Der Sonntag reich an Zwischenfällen.

Eger, 11. Sept. (DNB.) Auch am letzten Sonn­tag ist es in der Tschecho-Slowakei wieder zu zahl­reichen Zwischenfällen gekommen, die die unhalt­baren Zustände, die insbesondere auf tschechisch­kommunistische Provokationen zurückgehen, kennzeich­nen. In Eger hielt es die tsckeckische Motorrad­wehrorganisation aus dem gesonnen tschechischen Gebetet für zweckmäßig, die Durchfahrt durch die rein deutsche Stadt Eger zu einer gemeinsamen Provokationsfahrt mit anschließender Flag- genhissung, Ansprache und Parole zu benutzen. Im Zusammenhang mit dieser unerhörten Provokation kam es zu Zusammenstößen, in deren Verlaus G e fi- bar m e r i e mit aufgepflanztem Bajo­nett gegen die Sudetendeutschen vorging. Aus das Einschreiten des sudetendeutschen Senators Ludwig Frank aus Marienbad wurde die Staatspolizei zu­rückgezogen. Die danach wieder eingetretene Ruhe benutzten die Tschechen jedoch wiederum, drohend und ausfällig gegen die deutsche Bevölkerung zu werden. So Durchfuhren die tschechischen Motorrad­fahrer, unter ihnen auch ein Polizist, mit erhobenen Fäusten die erregte Menge, nachdem auch bereits vorher der Kommunistengruß als Provokation aus­genutzt worden war. Bei den Zwischenfällen kam es zu zahlreichen Verletzungen. Es wurde fest- gestellt, daß zwei an den Auseinandersetzungen be­teiligte bekannte Kommunisten mit Revolvern uno Messern bewaffnet waren.

In der Nacht zum Sonntag wurden in Wallhof bei Neukirchen, BeUrk Wildstem, beim Nachhause- gehen auf einem Pferdewagen drei Sudetendeutsche meuchlings überfallen. Alle drei wurden dabei verletzt. Der Sudetendeutsche Adam Heinz er- hielt allein 13 Messerstiche, darunter auch einen Lunaenstich, so daß er schwer verletzt in das Ege­rer Krankenhaus überführt werden mußte An der Ortsgrenze von Konstantinsdad wurden von einem