d2. Internationaler Gartenbaukongreß in Berlin.
Eröffnungsansprache von Neichsminister CR. Walther Darre.
Zu Beginn des 12. Internationalen Gartenbaukongresses in Berlin begrüßte der Geschäftssührende Präsident, Reichsfachwart Gartenbau, Johannes B o e t t n e r, Gäste und Teilnehmer an der Tagung. Er betonte, daß der deutsche Gartenbau dem Reichsbauernführer Reichsminister Darre dafür danke, daß er diesen Kongreß so großzügig aufgezogen habe. Dem Gartenbau sei Gelegenheit gegeben worden, alle seine wichtigen Aufgaben vor diesem internationalen Gremium zu behandeln.
Oer Vizepräsident des Internationalen Agrarinstituts in Rom,
Or. 3. 3- £. van Rijn
sprach den Dank für die Einladung aus. Er machte davon Mitteilung, daß das Institut seit kurzem eine Gartenbauabteikung gestiftet habe. Mit der großen Entwicklung des Gartenbaues und nachdem man die große Bedeutung der Vitamine für bifr Gesundheit des Menschen erkannt hat, ist es notwendig geworden, diese Arbeiten zu erweitern. Dr. van Rijn schloß mit den Worten, die der Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß, auf dem Dritten Reichsbauerntag in Goslar sprach: „Es ist unsere feste Ueberzeugung, daß wirtschaftliche Beziehungen, daß der Handelsaustausch mit anderen Ländern dem gegenseitigen Verständnis förderlich ist und damit der Erhaltung des Friedens dient, der den gequälten Völkern so bitter notwendig ist."
Professor franco Angelini (3talien), 1. Vizepräsident des Kongresses und Präsident des Internationalen Ausschusses für Gartenbaukongresse, sagte u. a.: Wir gehen nun ans Werk für diese internationale Zusammenkunft im vollen Bewußtsein der Bedeutung, die die Arbeiten zur Verbesserung des Gartenbaues und die damit verbundenen sozialen Interessen in der Weltwirtschaft haben; diese Interessen werden noch erhöht durch die allgemeine Tendenz zur Hebung des Lebensstandards der ländlichen Bevölkerung. Wissenschaftler und Fachleute der verschiedenen Länder haben hier Gelegenheit, ihre Arbeiten, Beobachtungen, Methoden darzulegen oder miteinander zu vergleichen. So begegnen sich hier Wissenschaft und Technik mit den Wirklichkeiten des praktischen Lebens.
MchsmimftersürErnährungund Landwirtschaft, Reichsbauern- sührer R. Walther Darrö
Präsident des XII. Internationalen Gartenbaukongresses, führte u. a. aus: Schon der I. Internationale Gartenbaukongreß 1889 in Paris zeigte, wie notwendig und fruchtbringend derartige Veranstaltungen für den Berufsstand sind. Heute vereint der Internationale Gartenbaukongreß das gesamte gartenbauliche Berufs- und Spezialistentum der Welt. Auch dieser Kongreß soll den Austausch der wissenschaftlichen Erkenntnisse und der praktischen Erfahrungen zum Besten des Gartenbaues und der Verbraucher in der ganzen Welt fördern.
Es gibt wohl kaum ein Gebiet, das so vielgestaltig ist, wie der Gartenbau. Es wurde daher notwendig, die Arbeit dieses Kongresses in 2 0 wissenschaftliche Sektionen aufzuteilen. Die von diesen Sektionen aufgestellten Themen fanden in aller Welt so lebhaftes Interesse, daß mehr als 4 0 0 Berichte eingingen.
Ich danke an dieser Stelle allen Berichterstattern. Der Gartenbau hat in den letzten Jahren in allen Ländern der Welt mehr und mehr an Bedeutung gewannen. Die Erkenntnisse der Ernährungswissenschaft führten zu einer stärkeren Bevorzugung der Pflanzenkost. Obst und Gemüse sind heute keine Luxusartikel mehr, sondern erscheinen als regelmäßige Kost auf dem Tisch jedes Volksgenossen. Der erhöhte Bedarf an Gartenbauerzeugnissen stellte an die Gartenbauer der meisten Länder neue Anforderungen. In Deutschland stieg beispielsweise
der Gesamtverbrauch anObst von 1 856000 Tonnen im Jahre 1926 auf mehr als 2 000 000 Tonnen im Jahre 1936, an Gemüse von 2 900 000 Tonnen im Jahre 1926 auf 3 890 000 Tonnen im Jahre 1936. Während 1929 der Anteil der Gemüse, Obst- und Südfruchtarten an der Weltausfuhr 1,90 betrug, stieg er 1936 auf 2,48 v. H.
Die Steigerung der Produktion hat eine ganze Reihe anderer Auswirkungen zur Folge gehabt. Wie wichtig ist z. B. heute die Transportfrage bei'diesen leicht verderblichen Erzeugnissen! Welche Aufgaben sind der Konservierungsindustrie und der Kühltechnik gestellt! Und welche Aufgaben ergeben sich bei der Verteilung dieser leicht verderblichen Erzeugnisse, um Erzeuger und Verbraucher gleichmäßg zu befriedigen! Die Frage der Marktordnung ist daher heute ein Problem, mit dem sich nahezu alle Staaten beschäftigen.
So wichtig die Stellung des Gartenbaues in der Volkswirtschaft auch ist, so darf doch seine kulturelle Bedeutung nicht geringer eingeschätzt werden.
Von 17,5 Millionen Haushaltungen in Deutschland (ohne Oesterreich) verfügen 5,5 Millionen Haushaltungen über einen Kleingarten. Diese Kleingärten erfüllen nicht nur den Zweck, den zusätzlichen Bedarf der Familie an Ob st und Gemüse zu decken, sie sind auch Schmuck- und Ziergärten, die mit größter Liebe betreut werden. Außer den vielen, die durch ihre Arbeit im Kleingarten mit der Scholle verbunden bleiben, haben alle anderen Anteil an dem, was ihnen der Gartenbau zur Verschönerung ihres Lebens schenkt. Wohl nirgends in der Welt sind Feiern ohne
Blumenschmuck denkbar; die Blume läßt sich aus dem Leben des einzelnen nicht wegdenken! In diesem Zusammenhang will ich auch die Arbeit der Garten- und Lands chaftsge st al- t e r würdigen. Eine ihrer vordringlichen Aufgaben besteht in der Auflockerung der großen Industriestädte durch Schaffung von Grüngürteln und Grünanlagen. Verantwortungsvoll ist ihre Arbeit bei der Gestaltung der Landschaft, wobek ich hier m Deutschland ihre Aufmerksamkeit besonders auf den Bau der Reichsautobahnen lenken möchte, die beispielhaft Technik und Laiidschaft zu einer Harmonie zu verschmelzen versuchen.
Schließlich darf der bevölkerungspoli« tische Wert des Gartenbaues nicht verkannt werden. Im deutschen Erwerbsgartenbau sind 88 v. H. der Betriebe kleine und kleinste Betriebe; sie werden in der Mehrzahl von Familienmitgliedern bewirtschaftet, die 76 v. H. der im Gartenbau ständig beschäftigten Personen ausmachen. Daß in solchen Betrieben der Boden, der im Gartenbau an sich intensiv bewirtschaftet wird, besonders liebevoll bearbeitet wird, und darum besonders hohe Erträge liefert, ist leicht einzusehen. In den kommenden Tagen, so wandte sich der Minister an die Tagungsteilnehmer, werden Sie die wichtigsten Fragen des Gartenbaues zu beraten haben und sie, hoffe ich, ein gut Stück voranbringen. Daneben soll Ihnen Gelegenheit geboten werden, den deutschen Gartenbau in seiner Vielgestalt und in seiner Eigenart kennenzulernen.
Rach einem Hinweis auf die Reichsgartenschau in Essen und die Sonderschau „5 0 0 Jahre deutscher Garten" in Berlin schloß der Minister mit dem Wunsch, daß die Beratungen und Ergebnisse dieses Kongresses die Gartenbauer mit neuen Anregungen für ihre Arbeik erfüllen möchten.
Besuch Marschall Valbos im Waldhof Karmhall.
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Unser Bild zeigt Jtalo B a l b o (links) und Hermann Göring in Begleitung von Legationsrat Schmidt (rechts) auf ihrem Rundgang durch die Anlagen des Waldhofs Karighall. (Scherl-Bilderdienst-M.)
Grohfeuer äschert zwölf Scheunen und Slälle el«
In Treptow an der Rega brach bei dem Baum«' Oldenburg in der Kolberger Vorstadt beim Dresch^ j Feuer aus, das sich bei der herrschenden Trach.,« heit mit rasender Schnelligkeit ausbreitete und kurzer Zeit alle umliegenden Gebäude ergriff. wohl sämtliche verfügbaren Feuerwehren alarm^D waren und auch Wehrmacht eingesetzt wurde, brat/’ ten 12 Scheunen und Ställe nieder. Es geling lediglich, das Vieh in Sicherheit zu bringen. M Explosionsunglück in einer chilenischen Salpetetmim,
Zn der Salpetermine von Rosario de Huara Ej i Jquique (Chile) flogen bei einem Brande bii ; Petroleumtanks mit 150 Tonnen Inhalt in die Lun.! Sieben Personen kamen hierbei ums Leben ud 15 wurden schwerverletzt. Durch die Wuchi hf ! Explosion wurde das Verwaltungsgebäude zum zerstört.
Wirtschaft.
Rhein-Mainische Börse.
TNittagsbörse erholt.
Frankfurt a. M., 11. Aug. Die Börse an den Aktienmärkten nach dem letzttägiA, Kursoerfall auf nahezu allen Gebieten mehr o:j minder stark erholt. Das Angebot hat wesenLH nachgelassen. Auf dem ermäßigten Stand erfolgt weitere Deckungen, doch lagen neben dieser raa technischen Erholung auch einige Kaufaufträge dr; Kundschaft vor. Etwas befestigend wirkte auch ie Einstellung der Feindseligkeiten zwischen RußlaH und Japan. Im ganzen gesehen dürfte die Besser^ jedoch mehr kursmäßig als stimmungsmäßig Die durchschnittlichen Erhöhungen lagen bei etox größeren Umsätzen bei etwa 1 bis 2 v. H. SiaU^ Steigerungen zeigten vor allem Berger lieibn mit 163,75 (132,50), ferner Demag mit 13U (130,25), Buderus mit 103 (100,50), Rütgerswakr mit 136,50 (133,50)), Westdeutsche Kaufhof mit 92J5 (90) und Daimler Motoren mit 124 bis 125.5 (122,75). IG. Farben schwankten bei größeren UjJ ätzen zwischen 142,75 bis 143,75 (142,75). N.ch Pause niedriger lagen Deutscher Eisenhandel nt 131,50 (135) und Akkumulatoren mit 197,75 W, erner bröckelten Eßlinger Maschinen auf 95*25 (95,90) und RWE. auf 115 (115,25) ab.
Auch am Rentenmarkt stellten sich mäßge Erholungen ein, voran die Reichsaltbesitzcmlc ie mit 129,50 (129) und Kommnnal-Umschuldung rit 94,13 (93,90). Der Pfandbriefmarkt blieb behaupt, nur Rhein. Liquid, etwas niedriger mit 101 (IOK)) und Nassauische mit 100,90 (101). StadtanMn wiesen Abweichungen von etwa 0,25 v. H. auf. $i:n Industrie-Anleihen erholten sich 6 v. H. JG.Farlrn auf 121 (120). Kommunal-Umschllldung stellten!f.ch schließlich auf 94,20 nach anfangs 94,13.
Der Freiverkehr zeigte noch keine Erholung Man nannte u. a. Dingler mit 83 bis 84 (83 ro 84,75), Katz & Klumpp mit 90 Geld (90 bis 53), Elfäss. Wolle mit 77 bis 78 (77 bis 79) unh Rastatter Waggon mit 46,50 bis 48,50 (49). - Tagesgeld unverändert 2,25 v. H.
Abendbörse freundlicher.
An der Abendbörse erfuhr die Stimmung <i» weitere leichte Besserung, und auch die Kurse m| I Aktienmarkt vermochten sich zumeist weiter etwl zu erhöhen. Allerdings war die Entwicklung nwjl ganz einheitlich gegenüber dem hiesigen Schluß^ 7 fff Vie vielfach etwas niedrigeren Berliner NotierM« wurden aber meist überschritten. Aus der KunMii erhielt sich etwas Kaufinteresse, und die Um«'.« waren teilweise etwas belebter. Don Montamveim gewannen Buderus 1 v. H. auf 104, Deutsche Giil hehauptet mit 119,50, Otavi Minen 19,25 (18. A), hingegen Hoesch 105,50 (106, aber 105 in ®erii) und Verein. Stahl 99,50 (99,65 bzw. 99). Ar Farben-Aktie hielt sich mit 144,50 unverändert, eEw so Scheideanstalt mit 201, aber Metallgesellsäch 121,75 (121), Bemberg 124 (123,50). Von Maschig aftien erhöhten sich Adlerwerke auf 104 (103,25) Rheinmetall auf 122 (121,65), MAN. unveränM 119,50, anderseits Demag 133 (133,50) und 3un| Hans 104,50 (104,75). Am Clektromarkt stellten st Gesfürel auf 126,75 (126,25), Licht und Kraft t 129,75 (129), Schlickert auf 161 (160,75) und O auf unverändert 115,50. Von sonstigen Papins Reichsbank 182 (181,75), AG. für Verkehr W (116), Feinmechanik Jeder 86 (85,75), VDM. w verändert 160. Renten lagen still; Farben-Bw'Ü unverändert 121. Im Freiverkehr gingen Kom.^ nal-Umschuldung mit unverändert 94,25 und w ! Städte-Altbesitzanleihen Düsseldorfer mit Iw
Aus aller Welt.
Jh.-Führer auf Japan-Fahrt.
SO HJ.-Führer, die im Rahmen des deutsch- japanischen Jugendaustausches Japan besuchen, trafen in Hongkong ein. Von den Vertretern des deutschen Generalkonsulats, der Partei und zahlreichen Angehörigen der deutschen und der japanischen Kolonie wurden sie herzlich begrüßt. Auf einer Auto-Rundfahrt hatten die HJ.-Führer Gelegenheit, Hongkong und Umgebung kennenzulernen und mit den Angehörigen der deutschen und der japanischen Kolonie in Gedankenaustausch zu treten. Jrn Deutschen Klub in Hongkong fand eine Begrüßungsfeier statt.
Die deutschen Lichtlechniker in München.
Die alljährliche Reichstagung der Deutschen Lichttechniker, die zusammen mit der Jahresversammlung der Deutschen Lichttechnischen Gesellschaft durchgeführt wird, findet vom 29. September bis 1. Oktober in München statt. Die Arbeitstagung wird einen Ueberblick über die Leistungen der Lichttechnik im zweiten Vierjahresplan und ihre Aufgaben im Rahmen des Wirtschaftsausbaus geben. Auf einer Festsitzung sowie in einer Reihe von Fachoarträgen werden die wichtigsten und allgemein interessierenden Tagesfragen der Lichttechnik behandelt werden. Außerdem wird die Beratungsstelle „Gutes Licht" eröffnet werden. „Werkstoffumstellung und Werkstoffersparnis in der Leuchttechnik", „Licht und Bauen", „Licht und Arbeit" sowie „Licht und UV-Strahlung" sind die Themen, die zur Erörterung stehen.
Ein hunderttausender gezogen.
Bei der Preußisch-Süddeutschen Klassenlotterie wurden zwei Gewinne zu j e 5 0 000 RM. gezogen. Die Gewinne fielen auf die Losnummer 10 9 9 02. Das Los wird in Viertelteilung in einer rheinischen Lotterieeinnahme und in Achtelteilung in einer ostpreußischen Lotterieeinnahme gespielt.
Gerichtliches Nachspiel zu einem Waldbrande.
In Schwerin wurde im Schnellverfahren der Urheber des großen Waldbrandes in Buchholz, der Köhlermeister Peter Kaniuth, abgeurteilt. Wie
in der Verhandlung festgestellt würbe, ist einer der im Walde errichteten Meiler der Brandherd gewesen. Von diesem Meiler ging die Bildung des Brandes aus, der sich mit Windeseile in den Wald hineingefressen hatte. Der Angeklagte, der mit zwei Brüdern und einem Hilfsmann die Köhlerei versah, hatte nicht die genügende Sorgfalt getroffen, die in diesen heißen Sommertagen nötig gewesen wäre. So wurden 35 Hektar Wald vernichtet und für 10 000 Mark Schaden angerichtet. Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu neun Monaten G e - f ä n g n i s und hielt den Haftbefehl aufrecht.
Unwetter über Düsseldorf.
lieber Düsseldorf ging ein Unwetter nieder, das in den Kellern und auf den Feldern großen Schaden anrichtete, lieber eine halbe Stunde lang ging wolkenbruchartiger Regen nieder, vermischt mit dicken Hagelschloßen. Die Feuerlöschpalizei mußte Hunderten von Hilferufen Folge leisten. In drei Fällen zündete der Blitz. Der Feuerwehr gelang es aber, rechtzeitig einzugreifen.
Das Omnibusunglück bei Nesselwang vor Gericht.
In Kempten verkündete das Gericht das Urteil im Prozeß gegen den Kraftwagenlenker Albert Rit- t e r aus eRichenberg. Ritter hatte am Pfingstsonntag bei Nesselwang in Südbayern das schwere Omnibusunglück verschuldet, bei dem sieben Menschen getötet und 21 verletzt wurden. Er wurde zu einem Jahre vier Monaten Gefängnis bei Anrechnung von zwei Monaten Untersuchungshaft und zur Tragung der Kosten verurteilt.
12 Tote bei dem Flugzeugunglück in Ungarn.
Wie zu dem Flugzeugabsturz bei Debreczin nachträglich bekannt wird, sanden dabei 12 Personen — und zwar sieben ungarische Journalisten, ein Reiseleiter, ein Tierarzt und drei Mann Besatzung — den Tod. Nach Augenzeugenberichten überschlug sich das Flugzeug plötzlich in einer Höhe von 200 Meter, stürzte brennend ab und wurde vollkommen zertrümmert. Sämtliche Insassen waren aus der Stelle tot. Die Untersuchungskommission
konnte noch nicht eindeutig feststellen, ob das Unglück auf einen Matordefekt zurückzuführen ist.
*
Reichspressechef Dr. Dietrich hat an den Pressechef der ungarischen Regierung das folgende Telegramm gerichtet: „Zu dem schweren Flugzeugunglück, bei dem acht ungarische Journalisten in Ausübung ihres Berufes den Tod fanden, übermittle ich durch Sie dem ungarischen Journalismus das aufrichtigste Mitgefühl der deutschen Presse."
Aufsehenerregender Gemäldediebstahl in England.
In dem Landhause des Kabinettsmitgliedes und Kanzlers der Grafschaft Lancester, Lord Winterton, in der Grafschaft Essex (Südostengland) wurde von bisher noch unbekannten Tätern ein Einbruch verübt. Neben zahlreichen anderen Wertgegenständen wurde ein kostbares Gemälde geraubt, ein Bildnis vom ersten Lord Winterton. Das Werk, das 1764 von dem berühmten englischen Maler Sir Joshua R e y n ol d s geschaffen wurde, hat einen Wert von 200 000 Mark. Der Diebstahl wurde erst ein oder zwei Tage später entdeckt. Man wei nicht genau, wann er durchgeführt wurde. Da Aufsehen, das der Diebstahl erregt hat, ist um so größer, als es der zweite Fall ist, daß unbekannte Täter innerhalb kurzer Zeit wertvolle Gemälde in England entwendet haben. So wurde bereits vor einigen Wochen auf dem Landsitz eines anderen bekannten Engländers ein Diebstahl verübt. Dabei fielen den Dieben mehrere Gemälde im Werte von über 500 000 Mark in die Hände. — Lord und Lady Winterton. befanden sich während des Diebstahls nicht auf ihrem Besitz.
Hochwasser in Indien fordert 300 Tote.
Die Hochwasserkatastrophe im Osten der Vereinigten Provinzen Indiens hat bisher 3 0 0 Menschenleben gefordert. Etwa 10 000 Dörfer und kleinere Ortschaften sind unter Wasser gesetzt worden. Tausende von Menschen versuchen, auf Hügeln und Eisenöahndämmen Zuflucht zu finden. Der Eisenbahnverkehr ist an zahlreichen Stellen unterbrochen. Der Ministerpräsident der Vereinigten Provinzen hat durch den Rundfunk eine Mitleidserklärung für die betroffene Bevölkerung ausgesprochen und finanzielle Unterstützung zur Wiedergutmachung der Schäden zugesagt.
(136,40) aus dem Verkehr.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 11. Aug. Auftrieb: Niv^ 451 (gegen 785 am 4. Aug.), davon 96 (185) ODD 73 (116) Bullen, 200 (339) Kühe, 82 (145) För^D Kälber 350 (487), Hämmel und Schafe 84 r- Schweine 237 (226). Notiert wurden je 50 gramm Lebendgewicht in Mark: Ochsen a) 43 J 45 (43 bis 45), b) 39 bis 41 (40 bis 41), d bis 36 (—), d) 28 (—). Bullen a) 41 bis 43 • bis 43), b) 39 (39), c) 34 (32 bis 34). Kühe jg bis 43 (41 bis 43), b) 37 bis 39 (35 bis 39), O/g bis 33 (27 bis 33), d) 18 bis 25 (20 bis 25). M £ a) 42 bis 44 (42 bis 44), b) 39 bis 40 (38 bis V. c) 35 (35). Kälber a) 62 bis 65 (60 bis 65), d> J bis 59 (52 bis 59), c) 45 bis 50 (42 bis 50, dl < bis 40 (35 bis 40). Hämmel c) 40 bis 44 "» d) 32 bis 38 (—). Schafe a) 39 bis 39 (—), b- J bis 35 (—), c) 27 (—). Schweine a) 60 (60), dl!'« (59), b2) 58 (58), c) 56 (56), d) 53 (53). gl) 57 (57). Marktverlauf: Rinder, Kälber i» Schweine zugeteilt, Hämmel und Schafe mittel
Nundfunkprogramm
Samstag, 13. Aug.
5 Uhr: Frühmusik. 5.45: Ruf ins Land. 6: naftif. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. Gymnastik. 8.30: Bäderkonzert. 9.30: Gaui^y richten. 9.40: Deutschland — Kinderland. Zahnpflege der NSV. 11.45: Volk und Wirt^h 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: MU konzert. 14: Nachrichten. 14.10: Letzte Neuhm , 15: Bilderbuch der Woche. 15.15: Vaterfreude I Vaterleiden! Eine Kindergeschichte für die GM 15.30: Hätt' nicht der Seemann den Humor.. ■ Zwei fröhliche Stunden. 18: Zeitgeschehen. 111 ■ Der fröhliche Lautsprecher. 18.45: Sportschau Tages und für den Sonntag. 18.55: Einführurc j nachstehende Oper. 19: Aus dem Festspielhaus y Salzburg: „Falstaff" von Verdi. 1. Pause: bis 19.54: Einführung in 2. und 3. Akt. 2. Pol 20.41 bis 21.08: Nachrichten. 22: Nachrichten. | Europameisterschaften im Schwimmen. 22.45: J tanzen in den Sonntag. 24 bis 3: Nachtmusik
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