zum allgemeinen Nutzen — auch Ausgaben.
Kirchner).
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weisen.
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(Nachdruck verboten!)
23 Fortsetzung.
flüsterte er.
wiederholte sie, und es wurde ihr
Laß mich los!"
einen
Folgen zu bekennen.
Hs
die des
war sein
Gesicht. „Gisela!
Ah, war
Schuld, weil sie auf ihren abgehenden Sendungen den Ortsbezirk, die Nummer der Zustellpostanstalt usw. nicht angeben. Die Briefversender sollten daher darauf halten, daß diese wichtigen Angaben nicht vergessen werden und daß auch die Anschrift ihrer abgehenden Briefe immer den eingangs erwähnten Erfordernissen entspricht. Sie ersparen dadurch sich und den Empfängern Verdruß und der
erschreckend bewußt, wie unmöglich es sein würde, diesen Mann jemals liebzugewinnen.
Sessel sinken und starrte vor sich hin. Eine große Unsicherheit befiel sie, ein Aerger auf sich selbst.
Hatte sie sich nicht eben wie eine rechte Zimperliese benommen? Schließlich war sie mit ihm verlobt, würde über kurz oder lang seine Frau sein.
Besonders häufig entstehen auch Brände durh ‘ Selbstenzündung von Heu; nur sachge> ' ' mäße Lagerung kann eine Selbstentzündung aus. schließen. Bei den Revisionen der Mühlen ist nid- fach festgestellt worden, daß das Getreide infolxi Fehlens eines Lagerraumes oder wegen Vorhang | ner zu kleiner Lagerräume im Mahlraum aufbe- wahrt wird.
Die Polizei wird in Zukunft auf diese Mißständl streng achten und in Zusammenarbeit mit allen air ! die Bevölkerung einwirkenden Organisationen air die Gefahrenquellen uhb ihre Beseitigung hin
Sie betrat das Badezimmer, das mit seinen weiß- gekachelten Wänden und seinem geschliffenen Spiegel schon beim ersten Ansehen ihre Begeisterung wachgerufen hatte.
Lächelnd drehte sie den Heißwasserhahn auf, und als sie eine Weile zugesehen hatte, wie das dampfende Wasser in die Wanne sprühte, kam sie die Lust an, ein Bad zu nehmen.
Sie sprang ins Schlafzimmer, im Nu hatte sie sich ausgezogen.
Nun stand sie über die Wanne gebeugt und stellte mit gekrümmten Zehen fest, daß das Wasser um ein Erkleckliches zu heiß war. Ein kalter Guß behob das Uebel, und schon saß sie schnaubend und glucksend in der Wanne, erzeugte mit plantschenden Armen stürmische See und strampelte mit den Beinen, daß die wildgewordenen Fluten sich alsbald über das ganze Badezimmer ergossen.
Gisela stieß kurze Helle Schreie der Begeisterung aus und hätte am liebsten verwegene Tauchkunststücke unternommen, wenn nur eine Bademütze vorhanden gewesen wäre.
Plötzlich fiel ihr etwas ein. „Ach du meine Güte!" rief sie erschreckt. ,Hch habe ja kein Handtuch mit!"
Wie hatte sie das auch vergessen können! Den Einfall, das Taschentuch als behelfsmäßigen Bademantel zu benutzen, gab sie bald wieder auf, denn das Tüchlein maß im Höchstfall dreißig Zentimeter im Quadrat.
Da blieb also nichts übrig, als sich von der Luft trocknen zu lassen. Eine schöne Geschichte!
Wer aber beschreibt ihr Entsetzen, als mit einemmal ein klirrendes Geräusch an ihr Ohr drang! Das Geräusch eines im Schloß sich drehenden Schlüssels.
Nun hörte sie, wie eine Tür sich öffnete. Ein überraschtes „Nanu, was ist denn Hier los?" wurde vernehmbar.
Der freche Eindringling war natürlich kein anderer als Walter Radegast.
Und sie hatte die Tür zum Badezimmer sperrangelweit offen gelassen!
Sie tauchte ins Wasser, bis nur noch der Kopf aus den Fluten ragte — und schon erschien sein maßlos verblüfftes Gesicht im Rahmen der Tür.
„Mach keine solchen Kulleraugen!" fuhr sie ihn ungnädig an. „Sieh lieber zu, daß du mir ein Frottiertuch oder einen Bademantel besorgst, falls es deine Finanzen erlauben sollten. Vielleicht kannst : du dich beeilen, ich möchte nämlich bei Gelegenheit ; wieder an Land!"
: „Ja natürlich, gewiß!" stotterte Radegast, der sich > von seinem Erstaunen anscheinend nicht erholen - konnte. „Einen Bademantel also! Welche Größe?" i Sie stöhnte ungeduldig ..Mein Gott, natürlich nicht gerade einen für Babys!"
schnitzers ist irrtümlich der Name des Kunsthandwerkers falsch genannt worden. Es handelt sich um den Gießener Holzbildhauer Kürschner (nicht
Nein, sie hatte kein Recht, ihm einen Vorwurf zu machen, eher hatte sie Grund, ihm für seine Rücksichtnahme dankbar zu sein.
Was war sie nur für ein Menschs Warum
5m nächsten Augenblick hatte er sich auf den Weg gemacht, und als er wiederkam, hatte er ein Paket unterm Arm und fragte scheinheilig, ob er ihr behilflich sein könnte.
„Lege bitte das Paket hier auf den Schemel und mach dann die Tür zu. Du kannst dich solange auf den Balkon setzen, bis ich fertig bin."
Er wollte Einwendungen 'erheben, aber ihr Blick bewies ihm, daß sie keinen Spaß verstand.
Als er ihrer Aufforderung zögernd Folge geleistet und die Tür hinter -sich geschlossen hatte, verließ Gisela eilig das Wasser, öffnete das Paket und schlüpfte in den Mantel.
Sie rieb sich gründlich ab, bis ein prickelndes Wärmegefühl sie wohlig durchströmte. Dann öffnete sie die Tür, um ins Schlafzimmer zu ihren Kleidern zu gelangen.
In der Diele stand Radegast. Seine Augen hatten einen hungrigen Glanz.
Gisela tat einen erschreckten Schrei und versuchte, mit einem raschen Sprung das Schlafzimmer zu gewinnen, aber da hatte er sie schon um die Hüften gefaßt und preßte sie an sich.
Sie wehrte sich kaum, hielt nur mit vorgehaltenem Arm sein Gesicht von sich fern.
„öaß mich sofort los!" sagte sie ruhig und sah ihn an. Sie sah seinen verzerrten Mund, daß stutzerhafte Bärtchen an der Oberlippe, sah den verkniffenen Ausdruck der Augen. Es war ein widerliches
O. allen ® »en letzten Monaten s er NT.-Doltsi
Ja, Weißfloh hatte das Ungeheuerliche gewagt, er hatte Fräulein Hinterhuber nach Hause begleitet, und hatte ihr unter heftigem Herzklopfen und vielem Stottern sein einsames Leben überzeugend zu schildern vermocht. Und ihr Händedruck beim Abschied hatte ihn mit den unwahrscheinlichsten Hoffnungen erfüllt.
Als Gisela aus einer nahen Konditorei Kaffee und Apfelkuchen holen ließ, bestand für die beiden anderen kein Anlaß mehr, dem lieben Mädchen länger zu schmollen.
„Es ist doch etwas Schönes, so verlobt zu sein, nicht wahr, Fräulein Hinterhuber?"
„Gewiß, lieber Herr Weißfloh, es wirkt direkt ansteckend, finden Sie nicht?"
„Da haben Sie recht!", sagte Weißfloh und steckte vor freudiger Erregung ein viel zu großes Stück Kuchen in den Mund. Um des Aufruhrs feiner Gefühle Herr zu werden, wandte er sich an Gisela. „Da werden Sie uns also verlassen? Darf man erfahren, wann die Hochzeit stattfindet?"
„Vermutlich schon in drei oder vier Wochen. Mein Verlobter würde mich am liebsten noch heute an den Altar schleppen. Er sagt, es habe keinen Sinn, lange verlobt zu sein. Ich darf Sie doch beide zur Hochzeit einladen?
, Oh, danke, danke, wird gern angenommen. Hm — vielleicht können wir unserseits mit einer kleinen Ueberraschung aufwarten, was meinen Sie, Fräulein Hinterhuber?"
Fräulein Hinterhuber verdrehte neckisch die Augen.
An diesem Abend schwänzte Gisela die Schule, und daran waren die Schlüssel in ihrer Handtasche schuld, diese blanken neuen Schlüssel, die sie am Abend vorher von Walter bekommen hatte.
Als sie die weiß und hellblau abgesetzte Tür chres neuen Reiches aufschloß und den Duft von frischer Farbe und Sonne einlog, gestand sie sich gerne, daß sie glücklich war. Sie eilte durch die Zimmer, wo die neuen Möbel bereits aufgestellt waren, und ein Gefühl der Dankbarkeit gegen Walter erfüllte sie. Ihm verdankte sie alles, er hatte dieses hübsche Heim für sie ausgesucht, hatte die Möbel gekauft, hatte alles von ihr genommen, was noch vor wenigen Wochen schwer und erdrückend auf ihr gelastet hatte.
tiufetüie rien. Lebensfreude
Äugen der Kint W.-Volkswohlfc inen geboten nnn 5 wird von alfgi fahren, welch < letzten Monaten chickt werden kl i|au wurden in W Kinder aus urg, Schleswig , Nordschleswig jchen Gauen ui en. In berjclbei Maffau 8500 K täfflig-fjolftein, !Ba.
Ni verschickt. Glichen außer) a^Mkn, und etc ' ini Gau fy1 ■iM. Diese Zc dafür, wie re w den Maßnah wie sehr die
Er schien, als er den Ausdruck ihrer kalt prüfenden Augen gewahrte, einzusehen, daß es unklug war, sie länger zu belästigen. Mit einem ärgerlichen Ausruf ließ er sie los.
Sie eilte ins Schlafzimmer, ließ sich in
sieh einer an, aber sie wollte ihn heiraten, dazu er ihr gerade recht. Sie wollte die Vorteile dieser Verbindung genießen, ohne sich zu den notwendigen
Schützt die Emte vor Brandgefahr!
Vorsicht, ehe es zu spät ist. - Millionenschäden sind zu verhüten!
Ein Emß oes ReichMyrers ft
Der Reichsfüh^rer ft und Chef der deutschen. Polizei hat zur S i ch e r st e l l u n g der E r n ä H-. r un g und mit Rücksicht auf die Brandgefahr- 3 u r Erntezeit eisten Erlaß herausgegeben, jn. dem sämtliche Polizeibehörden angewiesen werden, besonders die landwirtschaftlichen Erzeugnisse Dor Brandgefahr zu schützen. In dem Erlaß sind u. a. besonders folgende, am häufigsten vorkommende, Mißstände als B r a n d u r s a ch e n bezeichnet:
Gebrauch von offenem Lichtin Stall unhu Boden, geflickte Sicherungen, vor Nässe und Vc-': schädigungen nicht geschützte elektrische Anlagen,' fehlerhafte Anschlußkabel, Steck- und Abzweigdosen sowie Lichtschalter, Heißlaufen von Dresch- und sonstigen Maschinen, Funkenflug aus Lokomobilen und Zugmaschinen, Ueberhitzung unh Nichtausschaltung von elektrischen Bügeleisen, un verwahrte Streichhölzer, durchbrochene Brandmauern, fehlende und unvorschrifi?-
Zwei hinter Gisela.
Roman von Hans Hirihammer.
Urheberrechtschutz Verlag Oskar Meister, Werdau/Sa.
klar zu werden.
Im Mittelpunkt der Versammlung standen grundsätzlichen Ausführungen des Leiters Referates Berufslehre in der DAF.
pg. Eilers, Frankfurt a. M.
bach her über die Umgehungsbahn in der Richtung nach Dutenhofen führte, hatte sich anscheinend zu weil aus der Lokomotive herausgebeugt. Dabei stieß der bedauernswerte Mann mit seinem Kopf gegen einen Signalmast und wurde so schwer getroffen, daß er eine stark blutende Verletzung erlitt und bewußtlos wurde. Der Verunglückte mußte sofort in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden. Wie wir auf Anfrage hören, hat der Verunglückte einen Schädelbruch erlitten. Sein Befinden ist nicht unbedenklich.
Der Sparerbund im heutigen Staat.
In der Mitgliederversammlung des Ortsverban- des Gießen und Umgebung des Sparerbundes, zu der der Vorsitzende, Bankseamter Lorenz, auch die Ortsverbandsführer Witt (Wetzlar) und Haas (Grünberg) begrüßen konnte, sprach der Reichsoerbandsführer, Pg. K. Schneider (Frankfurt a. M.) über das Thema ,,D e r Sparerbund, eine notwendige Organisation im heutigen Staat". Der Redner befaßte sich zunächst mit der organisatorischen Entwicklung der letzten Zeit und stellte fest, daß der Sparerbund als einzige Organisation der deutschen Sparer anerkannt wurde. Sein Ziels ist die Betreuung der alten Sparer und die Weckung des Spargedankens in der Jugend und im ganzen Volke. Seine vornehmste Aufgabe sieht er in. der Betreuung der um ihre Ersparnisse durch das System betrogenen Sporer. Der Sparerbund ist eine Säule des heutigen Staates. Der Reichsverbandsführer sprach sich anerkennend über die Anhänglichkeit der Gießener Sparer aus und stellte dem Ortsverband dos Zeugnis einer vorbildlichen Organisation unter der umsichtigen und bewährten Leitung ihrers Führers L o r e.ft 3 aus. An Beispielen aus der Praxis erläuterte der Reichsverbandsführer die Notwendigkeit des Bundes, der mit den 50 Millionen Mark Ersparnissen auch ein volkswirtschaftlicher Faktor ist. Bei dem Bestreben, den .Spargedanken in das Volk zu tragen, findet der Bund durch den Staat und das Reich^propagandaministerium stärkste Un- terstützuna. Ohne ein solides Sparertum kann kein Staat bestehen, und jeder neue Sparer hilft die Substanz des Volksvermögens zu vermehren. Der Redner ging dann auf die ersprießliche Zusammenarbeit mit bem Rentnerbund ein. Sparer und Rentner haben viele gemeinsame Interessen, die bisherige Zusammenarbeit Hot sich erfolareich für beide ousgemirft. Abschließend sprach der Reichsverbands- führer über die Kleinarbeit in den Ortsgruppen, durch die schon viele Vermögen gerefft und vielen Volksgenossen geholfen werden konnte. Pg. Schmidt, der selbst ein Hesse ist, dankte für die Anhänglichkeit der Hessen und forderte die hessischen und nassauischen Sparer zur Zusammenarbeit auf. Vorstandsmitglied Bock dankte dem Reichsverbonds- führer für seine Ausführungen. Ortsverb cmdsleiter Witt erinnerte daran, das- viele Sparbücher, die in der Zwischenzeit aufgewertet wurden, aus Unkenntnis nicht obgehokt werden. Jeder alte Sparer sollte sich einmal noch seinen früheren Einlagen erkundigen, die in vielen Fällen im Laufe der Jahre stark angewachsen sind.
** Eine Dreiundsiebzigjährige. Am heutigen Freitag, 12. August, kann Frau Henriette Schmidt, Weserstraße 18, in geistiger und körperlicher Frische ihren 73. Geburtstag feiern.
** Genaue Briefanschriften. Die Deutsche Reichspost klagt aufs neue, daß ihr immer noch sehr viele Postsendungen mit mangelhafter Anschrift zur Beförderung übergeben und dadurch in der Ueberkunft verzögert werden. Die Anschrift muß deutlich, richtig und vollständig sein, wenn die Sendungen schnell befördert und unverzögert zu- gestellt werden sollen. Bei Sendungen noch Orten mit mehreren Zustell-Postanstalten, wie Berlin, Homburg, München, Frankfurt o. M. usw. darf neben her Ortsbezeichnung der Ortsbezirk (NO, Süd usw 1, sowie die Nummer der Zustellpostan- stolt, hei Vororten die Vorortsbezeichnung nicht fehlen. Bei, Landorten soll die Zustell- oder Leitpost- onstalt angegeben werden, z. B. Roßbach, Post Erbach (Odenwald) oder Roßbach über Wetzlar. An den Verzögerungen, die durch mangelhafte Anschrift eintreten, tragen vielfach auch die Empfänger die
Oefen, Brennstoffoblogerung in der Nähe non Lehrlingen > Feuerstätten und Ascheablagerung in der Näh vl'® 'Betriel brennbarer Gegenstände. , national^111
........ Autzabk M!trheranzubllden T& Der Borttac MM verfolgt. Ffosbenifsreferent I Mn), wies m.kurz fc hin, daß m 1
Vemsswahl-Vemsseignung-Vemsserziehung!
Ein grundsätzlicher Dortrag. - Nachwuchsfrage im Baugewerbe. Schaffung einer Lehrwerkstätte in Gießen.
sie so kalt, worum fühlte sie nichts, wenn Arm sie umschlang?
„Ich liebe ihn nicht!" verteidigte sie sich.—
mäßige Brandmauertüren, fehlende Schornsteinniederschläge, schadhafte Schornsteine, fehlerhafte Feuerstätten, durchbrannte Ofenringe, unoor= schriftsmäßiae Anlage von Räucherkammern, Lage» rung von Heu und Stroh auf Böden der Wohnhäuser und in der Nähe von Schornsteinen, offene und undichte Reinigungstüren der Schornsteine, fehlende oder schadhafte B l i tz a b l e i t e r - A n- ~
lagen, in Scheunen und Schuppen untergebne ? ’ Lehrlinge Kraftfahrzeuge, Wäschetrocknen an und auf - ^asts-Leh> Cinfon 'UrrnnftntfnhInnpriinn in der Nähe fiii<ill i
■ ns Mensch
M könne- ^m ssen d°^ -^überwiesen
Vtv.. OrtWnifle
ZdR. Leichtsinn und Gedankenlosigkeit kosten dem deutschen Volke viele hundert Millionen Mark in jedem Jahr, beträgt doch der jährliche Brandschadenverlust der deutschen Volkswirtschaft rund 400 Millionen. Die Erntefrüchte und das Vieh, die bei diesen Bränden umkommen, würden genügen, eine Stadt mit 200 000 Einwohnern, also etwa Kiel oder Halle laufend zu ernähren. Den größten Teil dieser Verluste aber könnten wir uns ersparen; denn hinter den meisten Bränden steht als Ursache der Mensch, der in Unwissenheit und Nachlässigkeit dem tückischen Element des Feuers den Weg frei- macht. Aus diesem Grunde muß der Brandgefahr zum Schutze der deutschen Ernte und des Dolksver- mögens ganz energisch zu Leibe gegangen werden. Das deutsche Landvolk muß alle Möglichkeiten beachten, durch die der Vernichtung Einhalt geboten werden kann.
Sicherung gegen Blitzschlag.
Die Wahrung peinlichster Ordnung ist in der Landwirtschaft mit ihrer Anhäufung leicht brennbarer Stoffe erstes Gebot der Brandverhütung. Es genügt nicht, daß nur der Umkreis der Feuerstätten aufgeräumt wird, vielmehr muß jede Unordnung im gesamten Anwesen beseitigt werden, sei es nun in den Ställen, auf den Böden und in den andern Räumen, die zur Aufbewahrung leicht brennbaren Gutes dienen, oder auch auf dem Hofe. Denn ein Brand geht ja keineswegs immer nur vom Ofen aus; denn auch der Funke einer elektrischen Leitung oder ein achtlos weggeworfenes Zündholz kann überall, wo sich Brennstoff vorfindet, ein Feuer entfachen. Auch für den nötigen Blitzschutz ist zu sorgen, ehe es zu spät ist. Es ist bekannt, daß der Bauer unter zündenden Blitzschlägen ganz besonders zu leiden hat; 86 v. H. von allen Einschlägen und über neun Zehntel des gesamten in die Millionen gehenden Blitzschadens entfallen auf das Land. In einem traurigen Gegensatz dazu steht die Feststellung, daß nur 3,5 v. H. aller ländlichen Gebäude gegen Blitzschlag gesichert sind. Jrn Interesse der Erzeugungsschlacht gehört aber zu einer einwandfreien Bewirtschaftung eines Hofes auch die Beschaffung eines wirksamen Blitzschutzes. Er besteht ausschließlich in einer vom Fachmann angelegten Blitzableiteranlage. Eine sdlche neuzeitliche Anlage, die mit heimischen Metallen errichtet wird, kostet gewöhnlich nur 100 bis 200 RM.; man vergegenwärtige sich demgegenüber, daß der errechnete Durchschnittsschaden eines zündenden Blitzschlages auf dem Lande — ganz abgesehen von durchaus möglichen körperlichen Schädigungen — mit mehreren tausend Reichsmark »nzusetzen ist.
Zündhölzer sind kein Spielzeug!
Etwa 5000 Brände entstehen jährlich in Deutschland durch Kinderhände, das sind täglich durchschnittlich 13 Brände. Ein deutlicher Beweis dafür, daß hier die Schadenoerhütung von vielen Eltern und Erziehern völlig außer Acht gelassen wird. Von diesen Unheil verursachenden Kindern sind 75 v. H. zwei bis sieben Jahre alt. 9n Jaft allen Fällen werden die Brände durch Zündhölzer verursacht. Hauptsächlich werden die für die Ernährung der Dolksgesamtheit unentbehrlichen Erntefrüchte von diesen Brandstiftungen betroffen, aber auch starke Wald- und Heidebrände sind immer wieder zu verzeichnen. Die eigentlichen Ursachen des so entstehenden bedeutenden Schadens sind: Vernachlässigen der notwendigen Aufsicht, das schlechte Beispiel der Erwachsenen und das ungenügende Verfahren von Zündhölzern vor den Kindern. Die Mittel und Wege des Verhütens ergeben sich daraus von sel
ber: eine gewissenhafte Aufsicht über unsere Kleinen und eine entsprechende Erziehung. Da die Aufficht während der Erntezeit oft nicht recht möglich ist, kommt den Erntekindergärten in dieser Beziehung eine große Bedeutung zu. Aber auch bei vorübergehendem Alleinsein der Kinder muß jede Möglichkeit für sie beseitigt werden, in den Besitz von Zund- mitteln oder an eine Feuerung oder offene Lichtflamme zu gelangen.
Borsicht beim Dreschen.
Die Hauptsache ist der Brandschutz der Erntevorräte. Ist die Ernte in die Scheune gefahren oder in Mieten aufgebaut, so steigern sich mit der Anhäufung die Gefahren. Jedes Hantieren in solcher Umgebung mit offenem Feuer wird zum Verbrechen. Der Bauer muß nicht nur sich selst, seiner Familie und Gefolgschaft strengste Selbstzucht auferlegen, er muß auch nach Kräften dafür sorgen, daß nicht durch Fremde eine Brandgefahr heraufbeschworen wird. Durch Wahrung der nötigen Abstände zwischen den Mieten bzw. Scheunen muß des weiteren die Uebertragungsgesahr eines Brandes ausgeschlossen werden. Eine dem landwirtschaftlichen Betrieb eigene Gefahr enffteht durch das Dreschen. Werden bewegliche Dampfmaschinen zum Antrieb von Dreschsätzen auf offenem Felde verwendet, so muß Funkenflug unter allen Umständen vermieden werden. Der Platz unmittelbar um den Trecker oder um die Lokomobile muß vollkommen sauber gehalten werden und während der Arbeit ständig überwacht werden. Was brandgefährlich ist, muß brandsicher, gelagert werden. Alles was Feuer verursachen kann, muß strengstens vermieden werden.
Elektrische Leitungen, Feuerstellen und Schornsteine, sowie leichtsinniger Umgang mit offenem Feuer sind regelmäßig die Ursachen jener furcht-
Veranlaßt durch die Abteilung für B e - rufserziehuna und Betriebsführung in der Deutschen Arbeitsfront, sand gestern nachmittag im „Burghof" eine Versammlung statt, zu der sich insbesondere Vertreter des Bauhandwerks, der Innungen, der Industrie- und Handelskammer, der Stadt, der Schulen, der Berufsschule und der Wirtschaft eingefunden hatten. Der Leiter der Abteilung Berufserziehung bei der DAF. Kreis Wetterau, Pg. Beckmann, hieß die Teilnehmer willkommen und betonte, daß die Erfahrungen auf dem Gebiete der Nachwuchser- ziehuna im Baugewerbe Veranlassung seien, sich grundsätzlich über Notwendigkeiten für die Zukunft
fernt. Der Mensch im Betriebe müsse einer „Jnoev- tur" unterzogen werden. Es müsse die Frage noc> der Befriedigung des einzelnen in feiner Arbeit gestellt werden. Planvoller Einsatz der Menschen in Betrieb sei eine Forderung unserer Zeit. Zur Au." gäbe der Betriebsführung gehöre deshalb auch ridh- tige Menschenführung. Der Arbeitsbefähigung müh die entsprechende Auswirkungsmöglichkeit gegeben sein. Wo die Arbeitsbefähiaung liege» das fönn man häufig daran sehen, daß mancher Arbeit' privat und auf ganz bestimmten Gebieten auß ordentlicher Leistungen fähig sei. Das sei bisher mancher Ausstellung, von Werken und Betriebe veranstaltet, zu erkennen gewesen.
Jn seinen weiteren Darlegungen beschäftigte fit) der Redner mit der Frage der psychotechnischen Eignungsprüfungen und wies darauf hin, daß « mehr und mehr zu einer E i g n u n g s p r ü f u n.g über längeren Zeitraum kommen mu||t. Die psychotechnische Eignungsprüfung könne nicht allen Anforderungen gerecht werden und gebe o|l genug ein unzureichendes Bild.
Die Eignungsprüfung werde deshalb in das letzte Schuljahr verlegt werden müssen, wo in der „Einfachstschulung" und im Umgang mit einfachen Werkstoffen jeder seine Fähigkeiten beweisen könne.
Vielleicht war sie überhaupt nicht fähig, zu li» bev.Vielleicht blieb es ihr für immer versagt, jen köstliche Glück zu empfinden, das die Dichter ihren Büchern so verlockend zu schildern wußte
Gisela, den Bademantel abftreifenb, trat v den Spiegel, der in her Tür des Kleiderschranrt: eingelassen war, und betrachtete sich mit ein schmerzlichen Neugier.
Nein, es war kein Fehler an ihr, kein sichtbare- Gebrechen, nichts Häßliches. Schlank und schön u.« wohlgewachsen bot sich der leichtgebräunte Körpe: ihrem Blicke dar.
Und trotzdem?
Sie zog sich mit überstürzter Eile an. Als J bann Walter auf dem Balkon sitzend fand, trat ihm mit einem verlegenen Lächeln entgegen. „«<• zeih' mir, Walter!" sagte sie, nach seiner S)anb gr-; send. „Ich glaube, ich habe mich vorhin ein bif#1” albern benommen." '
Radegast schien erstaunt, er wehrte fast W ab. „Nein, nein, Gisela, ich bin es, der um M zeihung zu bitten hat. Es war eine Ungezogen^' ich sehe es ein. Man überfällt nicht einmal se^- Frau aus dem Hinterhalt."
„Du mußt Geduld haben!" sagte sie matt.
„Ja, Gisela!" _
Nichts in feiner Miene verriet die Wut des & rückgewiesenen.
Arn anderen Tag, als Gisela gerade ein Die- non Hasseischwert aufnahm, klopfte es an die V- 26.
Auf Hasselschwerts ungeduldiges „Herein!" er schien Fräulein Hinterhuber. „Fräulein Mertsi' da ist ein Einschreibebrief für sie! Kommen doch einen Augenblick heraus!"
„Das wird ja immer schöner!" polterte Ho'« schwer!. „Sorgen Sie gefälligst dafür, daß| 3b* Ihre Privatbriefe in die Wohnung zugestellt den! Machen Sie rasch, ich liebe es nicht, w- man mich bei der Arbeit unterbricht."
Gisela legte verwirrt den Bleistift weg und - ins Vorzimmer. Sie konnte sich nicht denken, es sein konnte. Ein Einschreibebrief? Für Sie
Plötzlich wankten chr die Knie vor Schreck. - Brief war sicher von Walter! Er löste Die £ lobung, der Vorfall gestern hatte also doch Geduld erschöpft. , ,äU.
Sie griff nach dem Brief, tnarr einen rairj Blick auf die Absenderangabe — und atmete , leichtert auf. Ihre Besorgnis war un-begründet wesen. Und in diesem Augenblick lammte - erstenmal etwas wie Liebe in ihr auf. Walte, : hatte ihm unrecht getan. Er hielt zu 'hr, er I sie nicht zurück in die Tiefe. (Fortsetzung folg )
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Deutschen Rerchspost viel Muhe und Arbeit und - baren Bründe durch die der Vatt^ememlchafr un. - allaemeinen Nutzen — auch Aufgaben. ersetzliche Werte en.zogen werden. Die Marnie: 1
3 .. Ri chtig st e Ilung. In unserer gestrigen ..Helft Brande verhüten helst Werte erhalten-.. Noti, über die Arbeit eines Eichener Modellbild- kann daher gar nicht eindringlich genug aus dem! lrbnikera ist irrtümlich der Name des Kunsthanü- Lande beachtet werden.
über das Thema: „Nachwuchserziehung Baugewerb e". Das Leben unseres Volkes stehe, so führte er u. a. aus, im Zeichen des zweiten Vier-, jahresplanes, dessen Gelingen davon abhänge, ob es möglich sei, jeden Menschen an den Arbeitsplatz zu führen, an dem er seiner Befähigung nach stehen müsse. Davon sei man heute leider noch weit ent-
.selbe a* Ä. C* L s-tt bi#1 flfi C Slrbeltsf j.-platzb
V her Berufs A'r tot Ä fett ;$ss‘


