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Die trauernden Hinterbliebenen.
Gießen, den 12. August 1938.
11. August 1938
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ist am 9. August 1938 nach längerer Krankheit von uns
gegangen.
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Gießen, den 12. August 1938.
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Die Einäscherung hat auf Wunsch des Verstorbenen in aller Stille stattgefunden. Von Beileidsbesuchen bitten wir dankend abzusehen.
Am 8. August 1938 verschied meine liebe Tochter, unsere gute Schwester, Schwägerin und Tante
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Die Beisetzung fand in aller Stille statt Von Beileidsbesuchen bitten wir absehen zu wollen.
Als erstes polnisches Blatt nimmt „Expreß Po- ranny" zu dieser Entscheidung ausführlich Stellung. Das Blatt weist darauf hin, daß aus der Tatsache der Zurückziehung der ständigen Vertretung in Genf noch keine Folgerungen gezogen werden können, da viele Staaten, beispielsweise auch Frankreich und England, eine solche ständige Vertretung nicht besäßen und auch heute nicht be-
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Dieser Bewegung ist nun ein unerwarteter Bundesgenosse erstanden, und zwar ausgerechnet aus den Kreisen der Partei,'die sie bisher auf das wütendste als „nazioerdächtige Einrichtung" bekämpft hat. Es ist der a r b e i t e r p a r t e i li ch e Stortingabgeordnete D k s v i k, ein Mann nicht aus der amerikanisierten Metropole des Landes, sondern aus dem Küstengebiet Mittelnorwegens, wo man sich offenbar den Sinn für das Echte und Bodenständige noch besser bewahrt hat. Er schrieb in einer verbreiteten Zeitschrift einen Artikel, in dem er, unbeirrt von dem Phrasennebel seiner Partei, vorurteilslos an das Problem heranging und für Norwegen nicht nur einen freiwilligen Arbeitsdienst, sondern sogar die Einführung der Arbeitsdienstpflicht forderte. Wenn dieser Name für die demokratischen Gemüter etwa „zu beunruhigend sei", so meinte er besänftigend, könne man ja die Sache schließlich auch „zivile Wehrpflicht" nennen. Auf alle Fälle müsse man jedenfalls leider einräumen, daß die Demokratie redselig und handlungsunfähig sei, daher aus vielen Gebieten nicht recht weiterkomme, auf denen die Diktatursysteme immerhin bedeutende Ergebnisse erzielt hätten. Je früher die Demokratie sich daher selbst überwinde und einmal ohne Vorurteile die neuen, wenn auch vielfach für sie „unbehaglichen Dinge betrachte, desto eher werde es möglich sein,
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Die Idee des Arbeitsdienstes ist in Norwegen nicht neu. Schon seit einer ganzen Reihe von Jahren sind ihre Vorkämpfer unermüdlich am Werke, um diesen Gedanken eines Sozialismus der Tat in ihrem Lande volkstümlich zu machen. Aber auch hier ist es gerade die angeblich „s o z i a - ........ ^eit^rPartei, die sich mit dagegen stemmt und seine
Vayreulher „Walküre" im Rundfunk.
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sitzen. Das Blatt stellt bann fest, daß erst später die UeberMe polnischer Angelegenheiten vor der Genfer Liga zur Schaffung einer ständigen polnischen Vertretung geführt habe. Das sei die Zeit gewesen, in der Polen st ä n d i g e r „Kunde i n Genf gewesen sei, und als Polen interessierende wichtige Fragen in Genf erledigt wurden. Diese Zeit sei jetzt vorbei und kehre nicht mehr wieder. Da die Genfer Liga überhaupt an Bedeutung verloren habe und ihr Tätigkeitsbericht immer mehr zusammenschrumpfe, sei auch die polnische Vertretung „arbeitslos" geworden. Selbst die Funktionen eines „Beobachters" seien gegenstandslos geworden, da es nichts zu „beobachten gebe.
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solche Ergebnisse auch für die Demokratie zu ver. werten.
Solche Worte haben bei der Arbeiterpartei natürlich wie eine Bombe eingeschlagen. Sie haben aber auch das erfreuliche Ergebnis gehabt, daß nunmehr von allen Seiten die Frage aufgegriffen und im großen und ganzen sachlicher debattiert wird. Jetzt bequemt man sich auch dazu, der bereits bestehenden freiwilligen Arbeitsdienstbewegung und der selbstlosen Arbeit etwas mehr Aufmerksamkeit zu schenken, die gerade gegenwärtig wieder im Sommerarbeitslager des freiwilligen Arbeitsdienstes bei Trontheim von jungen Idealisten geleistet wor. den ist. Man erinnert sich jetzt auch wieder der großen Möglichkeiten, die gerade Norwegen mit seinen vielen noch brachliegenden Wäldern und Oedländereien für solche Aufgabe bietet, und vor allem an das Wort des Nationaldichters Björn- s o n, daß jeder Norweger in seinem Leben wenig- stens ein Stück norwegischen Bodens roden müsse, ss.
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allen Kräften dagegen stemmt und seine Durchführung hintertreibt. So war es in den Jahren der größten Krise nach 1931 nur gegen den schärfften Widerstand dieser Partei und der in Norwegen allmächtigen Gewerkschaften — und infolgedessen natürlich auch nur mit verhältnismäßig geringen Mitteln! — möglich, wenigstens eine Art freiwilligen Arbeitsdienst für die arbeitslose Jugend zu organisieren, der in den riesigen Waldgebieten des Landes durch Wegebau, Rodungen und Entwässerungsarbeiten eine tatkräftige Hilfe für die meist sehr armen und mit den größten Schwierigkeiten kämpfenden Kolonisten bedeutet. Als sich diese Einrichtung vor einigen Jahren a u f l ö s e n mußte, gründeten einige wenige Männer, die die Bedeutung eines solchen Werkes für ihr Land erkannt hatten, einen freiwilligen norwegischen Arbeitsdienst, der durch Wort und Schrift und vor allem durch das prakttsche Beispiel die Mauer des Mißverstehens durchbrechen will, die die Propaganda der norwegischen Linken um weite Kreise des Volkes gelegt hat.
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Warschau, 11. Aug. (DNB.) Mit Bezug aus die in der Auslandspresse umgehenden Gerüchte von einer Aufgabe der polnischen Vertretung bei der Genfer Entente und über eine Aenderung der Haltung Polens in der Frage seiner Wiederwahl im Genfer Rat glaubt man — wie die Polnische Telegraphenagentur fest- jtellt — in gut unterrichteten politischen Kreisen Polens zu wissen, daß die polnische Regierung in der Tat befchlossen habe, die polnische Vertretung bei der Liga aufzugeben.
„Es wird", so schreibt die PAT. dann weiter, „daran erinnert, daß gewisse Großmächte ihre Ver- tretungen in Genf besitzen, während andere feine Vertretungen dort haben, obwohl sie Mitglied der Liga sind. Seinerzeit hatte Polen viele Angelegenheiten im Schoß der Genfer Liga zu regeln, heute ist jedoch die Zahl solcher Angelegenheiten auf em Minimum reduziert. Vielleicht wird in Genf em polnisches Konsulat eröffnet werden, man darf jedoch nicht annehmen, daß dieses Konsulat Polen bei der Liga vertreten wird. Was die Wiederwahl Polens zum Genfer Rat betrifft, so ist diese Frage wohl erwogen worden, jedoch ist kein. Beschluß gefaßt worden, um so weniger, als die Frist zur Anmeldung der Ratskandidatttren noch weit entfernt ist."
Der erste Schritt zum Schlußmachen.
Warschau, 12. Aug. (DNB. Funkspruch.) Der am Donnerstag bekanntgewordene Beschluß der polnischen Regierung, die ständige Vertretung Polens bei der Genfer Liga auszuheben, hat in der Freitagmorgenpresse einen starken Eindruck hervorgerufen. Die Mehrzahl der Blätter schließt sich einer Meldung im Wortlaut an, in der dieser Beschluß Polens als e r st e r Schritt in der Richtung eines Verlassens der Genfer Liga bezeichnet wird.
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