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für
die
HI.-
den er-
am
kaufsstelle, Seltersweg 60, erfolgen.
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tigen in der oorgeschriebenen Weise mit forderlichen Papieren erscheinen.
NS.-Gemeinfchaft „Kraft durch Freude".
Der für 26. 6. 1938 geplante Sonderzug zu den Freilichtspielen auf der Steckelburg fällt wegen des Kreistages der NSDAP, aus.
Nach Anhörung der Rotsherren sind diese Hebe- ätze von dem Herrn Oberbürgermeister nunmehr estgesetzt worden.
Die amtliche Bekanntmachung des Oberbürgermeisters erfolgt in den nächsten Tagen.
Musterung und Aushebung 1938.
Vom 20. bis 27. Juni findet in Gießen die Musterung und Aushebung der Dienstpflichtigen der Geburtsjahrgänge 1918 ünb 1919 sowie der bisher wegen zeitlicher Untauglichkeit zurückgestellten Dienstpflichtigen früherer Jahrgänge statt. Zu der Musterung und Aushebung müssen die Gestellungspflich-
toeitere Arbeit.
Heil Hitler!
Der Führer des Bannes 116: gez.: Rohrbach, Bannführer.
Der Führer des Jungbannes 116: gez.: T a e s l e r, Jungbannführer.
meisters.
11.30 Uhr: Zwischenläufe.
ahren 14.30 Uhr in Hungen weiter und sind 14.49 Uhr in Laubach. Am Sonntag fahren wir 13.55 Uhr zurück und kommen 14.48 Uhr in Gießen an.
INädelgruppe 1/116.
Zur feierlichen Grundsteinlegung des HJ.-Heimes am Wartweg treten wir am Sonntag, 12. Juni, um 10.30 Uhr, am Studentenheim an. Alle Beurlaubungen sind für diesen Tag aufgehoben.
IM-Untergau 116, (Sieben.
Jeden Donnerstag ist von 18 bis 20 Uhr Training für die Sportdienstgruppe Rollschuhlauf auf der Rollschuhbahn, Schlageteranlage.
Deutsches Jungvolk.
Führerbesprechung des Jungbannes 116.
5/116, Asterweg, eine Stamm- und Fähnleinführerbesprechung von 18.30 bis 19.30 Uhr statt. Antreten im Sommerdienstanzug.
Oie Festsetzung
der Grundsteuerhebesätze für Hj.1938.
Die Stadtverwaltung teilt uns folgendes mit:
Nach Anhörung der Ratsherren hatte der Oberbürgermeister am 19. April 1938 die Grundsteuerhebesätze für 1938 vorläufig wie folgt festgesetzt:
a) Für land- und forstwirtschaftliche Betriebe auf 276 v.H.;
b) für Grundstücke auf 132 v. H. der Steuermeß- beträge.
Zur Zeit der Festsetzung dieser Hebesätze waren die Richtlinien noch nicht erschienen, noch denen von Reichs wegen Billigkeitsmaßnahmen auf dem Gebiet der Grundsteuer angeordnet werden. Da diese Maßnahmen' bindendes Recht für alle Gemeinden darstellen, war es erforderlich, die Festsetzung der Hebesätze einer Nachprüfung zu unterziehen. Dabei wurden in Verhandlungen mit der Landesregierung die folgenden vorläufigen Hebesätze der Grundsteuer für 1938 ermittelt:
a) Für land- und forstwirtschaftliche Betriebe = 280 v. H.;
b) für Grundstücke = 135 v. H. der Steuermeß- betrüge.
An Die Bevölkerung des Kreises Gießen?
Sportfest Des Bannes und Iungbannes 116. - HI -Heim-Grundsteinlegung.
ab 7 Uhr: Universitätssportplatz.
" Uhr: Mannschafts-Dreikämpfe.
Uhr: Dorläufe für die Einzelkämpfe.
Uhr: Grundsteinlegung zum neuen , Heim in Anweseicheit des Gebietsführers, des Kreisleiters und des Oberbürger-
Am kommenden Samstag, 11. Juni, und Sonntag 12. Juni, findet das Sportfest des Bannes und Jungbannes 116 in Gießen statt. Fernerhin wird am Sonntag, dem 12. Juni 1938 in Anwesenheit des Gebietsführers, des Kreisleiters und des Oberbürgermeisters der Grundstein zum „neuen HI- Heim im Wartweg gelegt.
Zeitfolge Der Veranstaltungen:
Samstag, 11. Juni.
14 Uhr: Schwimmwettkämpfe in der Müller- scheu Badeanstall.
18 Uhr: Geräteturnen, Ringen, Gewichcheben, Boxen in der Turnhalle des VfB.-Reichsbahn.
18 Uhr: Bootshaus der Marinekameradschaft, K u t t e r w e i h e durch den Herrn Oberbürgermeister Pg. Ritter.
Sonntag, 12. Juni.
Nach dem Bann- und Jungbann-Sportfest Sonntag, 12. Juni, findet im Heim des Fähnleins
Die Frau im Kampfe um Das Dritte Reich
VortragSabenD im ReichSbunD Der KinDerreichen.
Geschlechtertag Größer.
(kröher, Kretzer, Kretz.)
Zum zweiten Mal trafen sich die Nachkommen des Ende des 17. Jahrhunderts in Schlangenbad auftauchenden Radmüllers M. Peter Johann Größer auf dem alten Besitz der Ahnen. Fast 90 Mitglieder, vorwiegend Bauern und Handwerker, auch Radmüller in 8. Generation, trafen sich mit dem über Bremen nach Japan-China ausgewandertem Zweig. Neuere Forschungsergebnisse wurden bekanntgegeben. Gleichzeitig mit dem Schlangenbader Stamm tauchen scheinbar Geschwister in dem 2 Kilometer entfernten Martinsthal Neudorf, sowie in der Umgebung von Gießen auf. Spuren darüber hinaus führen nach Tirol. An einer auf dem Ahnengrund entspringenden, im Wappen angedeuteten Quelle fand eine Feier statt, die in einem Treuegelöbnis zum Führer ausklang. Sippenwart ist Eduard Größer, Eisenach.
Gießener Dochenmarktprelse.
* G i e ß e n , 11. Juni. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Feine Molkereibutter, % kg 1,52 Mark, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käfe, das Stück 4 bis 10, Eier, deutsche, Klasse S 13, Klasse A 12%, Klasse B 12, Klasse C 11%, Klasse D 10%, Enteneier 11% bis 12%, Wirsing, % kg 12 bis 14, Weißkraut 15, gelbe Rüben, neue, Das Bündel 15 bis 20, rote Rüben, % kg 10, Spinat 8 bis 12, Römischkohl 8 bis 12, Bohnen, grün, 25 bis 30, Spargel, 1. Sorte 60, 2. Sorte 55, 3. Sorte 50, 4. Sorte 35, Unter«
Der Reichsbund der Kinderreichen hatte feine Mitglieder aus Gießen und Wieseck zu einer Ver- ammluna im Restaurant „Zum Burghof" ein- geluden. Nach Begrüßung der zahlreich erschienenen Mitglieder und Gäste durch den Kreiswart, Pg. Professor Kliewe, hielt der Führer der SA.» Brigade 147,
BngaDeführer Schwarz
einen Vortrag über „Die Frau im Kampfe um das D r itt eR e i ch In Pg. Sch w arz teilte sich ein guter Kenner der Berliner Verhältnisse in der Kampfzeit vor. Deshalb konnte 'gerade er über die körperlichen und seelischen Kämpfe prechen, welche die Frau eines verheirateten Trupp-, Sturm-, Standartenführers üsw., der von einem Sturmabend zum anberen, von einer Dienststelle imb Versammlung zur anderen zog, zu bestehen hatte.
Der Vortragende führte u. a. aus, daß eine Frau nur dann über Kampf sprechen könne, wenn sie ihn selbst erlebt habe. Eine kämpfende Frau habe unter Hintansetzung ihrer Person ihren Mann immer wieder ermuntert, wenn auch das Ziel manchmal weit in die Ferne gerückt schien; sie habe noch von chrem geringen Haushaltungsgeld abgegeben und auf vieles verzichtet, wenn es hieß, der Sturm brauche Geld für diesen oder jenen Zweck. Mit welchen Sorgen mag die Frau oft ihrem Manne nachgesehen haben, wenn er sich auf den Kampfplatz begab, wieviel Stunden banger Erwartung wird ie durchlebt haben, nicht wissend, ob der Vater eine Kinder Wiedersehen würde. Und wenn die Frau hören mußte, ihr Mann sei ein „Arbeitermörder" und andere Kinder deshalb nicht mit ihren eigenen spielen wollten, wenn das Judentum in die Seele des Kindes einbringen unb bie Ehen entzweien wollte, bann wußte bie kämpfenbe beutfche Mutter, daß ein Nachgeben den Untergang der deutschen Familie bedeuten würde. Wie häufig stand früher Vater gegen Sohn, Mutter gegen Tochter, wenn von der nächsten Wahl gesprochen wurde. War schon in der Familie keine Einigkeit, wie konnte sie im Volke sein!
Mit dem 30. Januar 1933 wurde der inneren Zerrissenheit der Familie ein Ende bereitet. Der Führer nahm die Familie in seinen besonderen Schutz. Er prägte für die deutsche Mutter das Wort: „In meinem Staat ist die Mutter die wichtigste Staatsbürgerin!" Im Dritten Reich sieht bie Frau des kämpfenden Mannes unb Mutter seiner Kinber chr heißersehntes Ziel erreicht. Sie weiß aber auch, daß nur das Volk bfc Völker überleben
Sonderzug nach Berlin.
Anläßlich der Internationalen Handwerker-Ausstellung in Berlin, fahren wir in der Zeit vom 8. bis 11. Juli 1938 einen Sonderzug nach Berlin. Der Fahrpreis einschließlich Uebernachtung mit Frühstück unb Eintritt zur Ausstellung, beträgt RM. 15.10 ab Gießen.
Nähere Einzelheiten ergehen durch die Presse, durch die DAF., Abtlg. „Das Deutsche Handwerk", und die Innungen. Anmeldelisten werden bei allen KdF.-Dienststellen unb ben Innungen ausgelegt. An- melbungen können bereits heute in der Kartenver-
steig unmittelbar eine 35 Meter lange und 3,5 Meter breite Bürgersteigfortsetzung als „Zunge" in die Fahrbahn hinein in Richtung nach dem Loosschen Hause an, so daß der Uebergang über den Fahrdamm von der Spitze dieser „Zunge" aus bis zum Loosschen Hause nur noch 11,5 Meter beträgt. Begrüßenswert ist weiterhin, daß der Bür- gersteig an der Ecke vor dem Loosschen Hause von 2 Meter auf 5 Meter verbreitert wurde, außerdem am Lindenplatz inmitten des Fahrdammes neben ben Straßenbahngleisen eine Verkehrsinsel für die Fußgänger entstand, die 20 Meter lang und drei Meter breit ist, so daß zwei Straßenbahnwagen neben dieser Verkehrsinsel Platz haben und das Ein- und Ausfteigen der Fahrgäste dadurch besser gesichert ist, als gegenwärtig. In den Abendstunden fällt die durch große Straßenlampen an den neuen Masten erheblich verbesserte Beleuchtung des Platzes angenehm auf, so daß man diesen Teil der Stadtmitte nicht mit Unrecht als „Lichtplatz" bezeichnen könnte.
Schon jetzt tritt klar zutage, daß das Ziel der Altstadtsanierung I an dieser Stelle in vollem Umfange erreicht wird, nämlich in weitem Ausmaß Licht und Luft in dieses Wohnquartter hineinzubringen, die Verkehrsbedingungen -für Fahrzeuge und Fußgänger nach modernen Gesichtspunkten zu gestalten — bei der Ausarbeitung des Projekts und bei seiner Durchführung war hinsichtlich des Der- kehrs nicht nur die Rücksicht auf den Fährbetrieb, sondern in gleicher Weise auch das berechtigte Interesse der Fußgänger einer der Hauptpunkte der Neu- erualtung — und für die Verschönerung unseres Stadtbildes einen guten Beitrag zu liefern.
Alles in allem: Das Ergebnis der Altstadtsanierung I ist ein guter Gewinn für unsere Stadt unb eine großartige Arbeitsleistung aller baran be- schästigten Menschen, benen mit Recht volle Anerkennung gebührt. Dank unb Anerkennung kommt aber auch ber Stabtverwaltung unb ihrem Leiter, Oberbürgermeister Ritter, zu, ber bieses seit vielen Jahren brängenbe Problem tatfroh angepackt unb mit seinen Mitarbeitern unb allen Schaffenden am Bauwerk zu ber jetzigen vortrefflichen Lösung geführt hat. Damit ist zugleich für bie fommenben Abschnitte ber Altstabtsanierung ein guter Auftakt geschaffen worben, ber für bie weitere städtebauliche Neugestaltung Gießens bedeutsam und richtungweisend fein wird. B-
14.45 Uhr: Meisterschaftskämpfe.
16.30 Uhr: Feier auf dem Trieb verbunden mit Siegerehrung.
Anschließend Propagandamarsch ber 3000 Hitler- jungen unb bes ^-Sturmbannes 1/83 unb Vorbeimarsch an bem Gebietsführer ünb bem Kreisleiter. Weg: Kaiserallee, Lubwigstraße, Bleichstraße, Hindenburgwall, Frankfurter Straße, L:e- bigstraße, Bahnhofstraße, Kaplansgasse, Seltersweg, Frankfurter Straße, Alicen- straße, Lubwigstraße.(vor ber Universität Vorbeimarsch), Kaiserallee, Trieb.
Das Bannsportfest ist für bie Jugenbgenossen bie einmalige Gelegenheit im Jahr, im Rahmen bes ganzen Bannes unb Jungbannes ihr sportliches Können unter Beweis zu pellen. Die Besten in bie- (em friedlichen Wettkampf werden auf dem Gebietssportfest in Mainz antreten, um dann auf dem Reichsparteitag vor dem Führer um den höchsten Sieg zu kämpfen. Wir bitten euch Eltern, seid Zeuge dieses Wettstreites, ber neuer Ansporn sein soll z"~
BOM - u. ZM. llntergau 116, (Sieben.
Der Gesunbhettsappell für BDM. unb Jung- möbel ist auf Sonntag, 19. Juni, festgesetzt worden.
Betr.: Besprechung bet Giehenet Blähet-, Gruppen- unb Scharführerinnen unb Stabsmitglieder. Am Montag, 13. Juni, um 18 Uhr, finbet im Moeserheim eine Besprechung ber Gießener Gruppen- unb Scharführerinnen statt.
Belt.: Arbeitstagung ber 3Bt-(Sruppen- führerinnen in Laubach.
Wir fahren zu biefer Tagung am 18 Juni, 13.40 Uhr in Gießen ab, finb 14.13 Uhr in Hungen,
Geheimrat Fromme 86 Jahre alt.
Arn heutigen Samstag, 11. Juni, kann Geheimrat Professor Dr. Karl Fromme in Frische unb Ge- sunbheit seinen 86. Geburtstag begehen. Geheimrat Fromme hat sich nicht nur um bie Universität, fonbern auch um bie Stabt Gießen große Verbienste erworben, die ihren stärksten Ausgangspunkt in seinem langjährigen ehrenamtlichen und fruchtbaren Wirken für unser Stadttheater haben, ebenso aber auch von seiner langjährigen ehrenamtlichen Tätigkeit an ber Spitze des Aliceschulvereins herrühren. Seine allezeit von hohem Gemeinsinn geleitete ehrenamtliche Mitarbeit im Interesse der Stadt Gießen fand schon vor einigen Jahren ihre wohlverdiente äußere Anerkennung durch die Verleihung ber Ehrenplakette ber Stabt Gießen.
Vornotizen.
Tageskalender für Samstag.
Hitler-Jugend, Bann 116: Sportfest. — Gloria- Palast (Seltersweg): „Zigeunerprinzessin". — Licht- spielhaus (Bahnhofstraße): „Das letzte Sklavenschiff". — Gießener Hochschulgesellschaft: 17.30 Uhr im großen Hörsaal ber Universität Festsitzung. — Schützenoerein Gießen: 16 Uhr Jubiläumsschießen, 20 Uhr Konzert unb Tanz auf dem Festplatz (Schützenhaus). — Deutsche Stenographenschaft, Ortsverein Gießen: 20.30 Uhr auf der „Karlsruhe" Tanz und Unterhaltungsabend.
Tageskalender für Sonntag.
SA.-Standarte 116: Standarten-Sporttag. — Hitler-Jugend, Bann 116: Sportfest. — Gloria- Palast (Seltersweg): „Zigeunerprinzessin". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Das letzte Sklavenschiff". — Schützenverein Gießen: Volksschießen. — Gießener Radfahrer-Vereinigung: 15.30 Uhr auf dem Walbsportplatz Bahnrabrennen. — Eisenbahn-Verein Gießen: Fahrt nach Bab Kreuznach.
Agnes Straub im Stadttheater Gießen.
Aus dem Stabttheaterbüro wirb uns geschrieben: Eine der berühbitesten beutschen Schauspielerinnen, Agnes Straub, wirb am 22. Juni zum erstenmal in Gießen ein- Gastspiel geben. Die Intendanz des Stabttheaters hat sie verpflichtet, in ihrer letzten großen Erfolgsrolle „Die Schauspielerin" von Roland Schacht mit bem Ensemble bes Berliner Renaissance-Theaters in Gießen zu gastieren. Agnes Straub hat im vorigen Jahr als Krimhild bei den Nibelungen-Festspielen in Worms einen starken Erfolg errungen.
kann, bas die stärksten Frauen unb Mütter hat, bie mit unbeugsamem Lebensmut treue Lebensgefährtinnen des Mannes fein unb bem Staate viele Kinber schenken wollen. Pflicht des Mannes sei es, daß er als Angehöriger bes Dritten Reiches oder als Mitglied einer Parteiglieberung weiterkämpfe unb seine volle Kraft dafür einsetze, daß das Parteiprogramm erfüllt werde. An jeden von uns werde einst Die große Frage gestellt werden: Was hast du, Vater, während ber großen Revolution getan, warft du ein begeisterter Mitkämpfer unseres Führers? Ich bin dir dankbar, daß du beim Aufbau bes großen Reiches geholfen hast! Ich will rnit- marschieren, wie du marschiert bist!
Die Ausführungen des Redners wurden mit tiefer Ergriffenheit und starkem Beifall ausgenommen.
Kreiswart Prof. Kliewe
dankte Brigabeführer Schwarz für feinen mit großer Begeisterung gehaltenen Vortrag. Er ermahnte sodann bie Mitglieber, den gleichen Kampfeswillen unb ^Mut, der die alten Kämpfer beseelte, einzusetzen im Kampfe gegen den Volkstod. Diele Volksgenossen* hätten immer noch nicht erkannt, daß die kinderreiche Familie der Garant unserer Nation, daß ohne gesunden Nachwuchs ein Aufbau des Volkes unb Staates unmöglich fei. Unser Führer habe einmal gesagt: „Es muß als verwerflich gelten, gefunbe Kinber der Nation vorzuenthalten, ferner „tritt hier kein Wandel ein, so hat alles, was in ben letzten Jahren erkämpft wurde, keinen Sinn". Der Reichsbund ber Kinberreichen, ber sich nur noch aus erbgefurtben, in georbneten Verhältnissen leben» ben, förderungswürdiaen Familien zusammensetze, wolle die ungeheuren Kräfte, die in der kinderreichen Familie stecken, mobilisieren und dadurch an der hohen Ausgabe unseres Führers Mitarbeiten, ein gesundes starkes Volk aus gesunden starken Familien aufzubauen. Es fei deshalb bedauerlich, daß so viele kinderreiche Familien in Gießen trotz der Aufforderung des Reichsministers Dr. Frick und bes Reichsärzteführers Dr. Wagner noch nicht bem 'Kampfbund bei getreten wären. Es ergehe deshalb nochmals an alle kinderreichen Familien mit brei unb mehr Kindern der Mahnruf: „Unterstützt den Kampf gegen den Volkstod! Tretet ein in den RdK !" —„In der Gefolgschaft des Reichsbundes ber Kinderreichen marschiert der völkische Selbstbehauptungswille Deutschlands!" (Reichsminister Dr. Goebbels.)
Nach Bekanntgabe verschiedener für die Kinderreichen wichtigen Verfügungen wurde bie Versammlung wie üblich geschlossen.
kohlrabl 10, Erbsen 15 bis 30, Tomaten 40 bis 75, Meerrettich 40 bis 50, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Rhabarber 10 bis 15, Kartoffeln, alte, % kg 5 Pf., 5 kg 44 Pf., 50 kg 3,30 bis 3,90 Mark, neue, % kg 14 bis 16 Pf., Aepfel 30 bis 35, ausländische Aepfel 55 bis 60, Kirschen 50 bis 60 Pf., Erdbeeren 1,50 bis 2,— Mark, junge Hähne 1,— bis 1,20, Suppenhühner 1,05 Mark, Tauben, bas Stück 55 dis 60 Pf., Blumenkohl 5 bis 80, Salat 5 bis 10, Salatgurken 35 bis 60, Oberkohlrabi 15 bis 20, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 30, Rettich 10 bis 15, bas Bünbel 15 bis 20, Rabieschen, bas Bündel 5 bis 10 Pf.
Eine Anregung an Die Reichsbahn.
Verlängerung der Arbeiterrückfahrkarten auf drei bis vier Wochen.
Die Reichsbahnleitung hat schon oft ihr großes Verständnis für die soziale Lage ber werktätigen Volksgenossen burch Ermäßigung ber Tarife für bestimmte Arten von Fahrkarten gezeigt. Jnsoe- fonbere hat sie bie ursprünglich nur für ben Feier- taasverkehr bestimmte Arbeiterrückfahrkarte auf zehn Tage verlängert unb es dadurch vielen Arbeitern unb Angestellten ermöglicht, ihren Urlaub ganz ober teilweise im Elternhause zu verbringen. Allein, biese letztere Verlängerung erweist sich bei ben heutigen starken örtlichen Bevölkerungsverschiebungen in vielen Fällen als noch nicht genügenb. Wenn es sich nämlich barum hanbelt, baß ber Urlaub in ben weiter entfernt liegenben Teilen bes Reiches verbracht werben soll, so wirb eine so große Reiss vornehmlich bei einer Urlaubssrist von brei bis vier Wochen angetreten werben. Man benke, von West- beutschlanb gesehen, an einen Urlaub, der in Ostpreußen, in Schlesien, ober in ber mit bem Reiche
roieberoereimgten Ostmark zu »erbringen ist! Ge- rabe bie Rückgliederung Oesterreichs ins Reich läßt es als besonders ange'zeigt erscheinen, daß es den zahlreichen im Reich befindlichen Oesterreichern er- möglich! werbe, ihren ganzen Urlaub in ber Heimat zu verbringen. Die jetzt allein für biefen Zweck zu verwendenben Ferienkarten mit zweimonatlicher Gültigkeit finb für solche Reisen noch recht teuer; man bedenke, baß etwa eine Ferienkarte von Frank- furt ober Gießen nach Graz mit Schnellzugszufchlag saft 60 RM. kostet. Eine Verlängerung ber Arbeiter-Rückfahrkarte auf brei bis vier Wochen wäre daher für viele werktätige Volksgenossen, deren Arbeitsstätte von der Heimat besonders weit entfernt liegt, eine ganz wesentliche Erleichterung. Zur Verhütung von Mißbrauch könnte eine polizeiliche Bescheinigung des Urlaubsortes gefordert werden, daß es sich tatsächlich um einen Derwandtenbesucb von ber angegebenen Dauer hanbelt. w. F.
*
** Eine Fünfundsiebzigjährige. Am gestrigen Freitag, 10. Juni, konnte Frau Marie Kohlermann, Steinstraße 47, in geistiger und körperlicher Frische ihren 75. Geburtstag feiern.
** Iubilare bei der Reichsbahn. Heute morgen fand im Bahnhof im Rahmen einer kleinen Feier bie Ehrung von vier Beamten statt, bie seit 25 Jahren im Dienste ber Reichsbahn stehen. Der Zugschaffner Friebrich Hildebranb aus Wieseck, ber Zugschaffner Karl Viehmann aus Allen- borf (Lahn) sowie die beiden Rangier-Aufseher Heinrich Büttner aus Großen-Linden unb Karl Schuchmann aus Lützellinben erhielten durch den Vorsteher des hiesigen Bahnhofs, Amtmann Wahl, die Ehrenzeichen für 25jährige treue Dienste mit herzlichen Worten ber Anerkennung überreicht.
** Erfolg eines ober hessischen Ar- chitekten. Der gegenwärtig in Düsselbors beim Stadtplanungsamt tätige Architekt Wilhelm Ruhl, ber aus Garbenteich gebürtig ist, konnte bei einem großen, unter reichsbeutschen Architekten ausgeschriebenen Wettbewerb in ber Form einer „lobenden Anerkennung" einen schönen Erfolg verzeichnen. Bei bem Wettbewerb handelte es sich um bie Erlangung von Entwürfen zur Neugestaltung bes Koblenzer Schloßplatzes zu einem Aufmarschplatz ber Bewegung, ferner um bie Umgestaltung bes Klemensplatzes und bes Rheinufers, wie auch um bie architektonische Umgestaltung ber Stabthalle unb der Schloßumgebung in Koblenz. Der erfolgreiche Architekt war übrigens für feinen Entwurf zu einem Gießener HJ.-Heim ebenfalls mit einer „Lobenden Erwähnung" bedacht worden.
** Bei ber Rangierarbeit uerun < glückt. Der 23 Jahre alte (Süterbobenarbeiter . Wilhelm Eckarbt aus Schwalheim bei Bad- Nauheim, ber im Güterbahnhof Gießen beschäftigt ist, verunglückte gestern nachmittag bei ber Arbeit. Dem bebauemsroerten Manne fiel eine schwere Kiste in ben Rücken. Mit schweren inneren Verletzungen mußte ber Verunglückte besinnungslos in die Klinik eingeliefert werben.
** Unfälle. Im Horst-Weffel-Wall, unweit ber Schanzenstraße, ereignete sich ein Verkehrsunfall. Der Arbeiter Karl Paul, Seltersweg 70, ber mit feinem 5jährigen Söhnchen auf bem Motorrad unterwegs war, würbe von einem Kraftwagen angefahren. Beibe gerieten zu Fall und erlitten erhebliche Kopfverletzungen, fo baß sie zur ärztlichen Behanblung in bie Chirurgische Klinik gebracht werben mußten. Nach erster Hilfeleistung konnten beibe nach ihrer Wohnung entlassen werben. — Aus einer hiesigen Baustelle ereignete sich ein Unfall. Der Montagearbeiter Ernst Becker aus Bab-Nauheim würbe beim Abwerfen eines eisernen Trägers getroffen unb erlitt einen Unterschenkelbruch, sowie Weichteilverletzungen an beiden Unterschenkeln. Auch er mußte in bie Chirurgische Klinik gebracht werben. — Der Monteur Johann Hallenbacher aus Frankfurt am Main stürzte hier bei Montagearbeiten in einen Schacht ab unb schlug so unglücklich auf eine Kante auf, daß er mit Rippenbrüchen in ärztliche Behandlung gebracht werben mußte. — Ein 24jähriger junger Mann aus ber Kaiserallee wurde von einem Insekt gestochen. Ngch kurzer Zeit stellte sich eine schwere Blutvergiftung ein. Der Bedauernswerte . mußte sich zu ärztlicher Behanblung in bie Klinik begeben.
Frankfurter Pferdemarkt.
Nach sechswöchiger Unterbrechung wirb ber nächste Frankfurter Pferbemarkt am fommenben Dienstag abgehalten. Voraussichtlich wirb bie Beschickung zahlreich sein, ba man mit großer Nachfrage nach Ar- beitspferben aus Kreisen ber Lanbwirtschaft rechnet. Auch in Schlachtpferben bürste ber Absatz gesichert sein.
würzig mild - mit dem bekannten Schinkenbild!
Steinhäger-
Urquell


