9 Jl.-Sport
Oie Rückrunde 6tr Aufstiegspiele.
Oberursel — 1900.
Die Aufstiegsspiele erfahren keine Unterbrechung. Die zur Verfügung stehende Zeit vor der Sperre reicht gerade aus, und so geht es ohne Pause weiter. Die Blau-Weißen müssen ihren vorsonntäglichen Gegner aufsuchen. Nach den Ereignissen des vergangenen Spiels steht ihnen hier ein schwerer Kampf bevor. Dabei sollte es sich weniger um die Abwicklung auf dem Spielfeld handeln, als um die Atmosphäre, die von außen her entstehen wird. Für die Blau-Weißen gilt es deshalb vor allen Dingen, sich lediglich auf das Spiel zu konzentrieren und sich von den Geschehnissen außerhalb des Spielfeldes in keiner Weise beirren zu lassen. Spielerisch braucht es ihnen jedenfalls nicht bange au fein. Auf der anderen Seite hat die Mannschaft den erforderlichen Rückhalt von der zahlreichen Reisebegleitung.
Im zweiten Spiel treffen Elz — Dunlop S) a n a u auseinander. Diesmal hat Elz den Platzvorteil. Da wird es schon weit schwieriger sein für die Gäste, zum Erfolg zu kommen.
„Teutonia" Watzenborn-Steinberg in Garbenteich.
Lin Lokalkamps.
Der Sportverein 1928 Garbenteich hat sich für den heutigen Samstag die l.-Elf des FC. „Teutonia" Watzenborn-Steinberg zu einem Freundschaftsspiel verpflichtet. Das bedeutet einen Lvkal- tampf. Die Gastgeber werden ihrem großen Gegner mit stärkster Ausstellung gegenübertreten und auf ein ehrenvolles Ergebnis bedacht sein. Die Gäste andererseits, die in den Pokalspielen so hervorragend abgeschnitten hatten, werden ihrerseits alles daransetzen, die Reihe ihrer Siege nicht unterbrochen zu sehen.
Gießener Studenten beim Gauentscheid der Kameradschaften
Der Darmstädter Studententag, der während des Wochenendes durchgeführt wird, begann am Freitag mit dem „Tag des Sports". Nach der feierlichen Flaggenhiffung im Hvchschulstadivn wurden am Dor- und Nachmittag zahlreiche Sportwettkämpfe durchgeführt. Dabei kam der Gauentscheid der Kameradschaften zum Austrag, dessen Sieger sich zu den Deutschen Studentenmeisterschaften in Mannheim qualifizierten. Im Sechskampf siegte die Kameradschaft Fichte Gießen mit 448,2 Punkten vor der Höheren Technischen Lehranstalt für Maschinenwesen Darmstadt mit 416 Punkten und der Kameradschaft Franz von Sickingen Darmstadt mit 294 Punkten, während in der Schwedenstaffel die Kameradschaft Bogislaw von Selchow Marburg in 2:06,8 Minuten vor der Kameradschaft Fletschingel Darmstadt in 2:08,8 Minuten siegreich blieb. In den übrigen Wettbewerben führten u. a. Studenten und Studentinnen Gymnastik und sonstige Uebun- gen vor, außerdem zeigten die Aka-Flieger Segelflugvorführungen. Die Siegerehrung nahm Gaustudentenführer Kugelmann vor. Am Abend setzte sich ein Fackelzug nach dem Schloßhof in Bewegung, wo eine Hutten-Gedenkfeier stattfand.
In der Gaumeisterschaft im Handball siegte die Kameradschaft Jahn Gießen mit 8:5 Toren über die Kameradschaft Kopf Darmstadt, die sich damit ebenfalls für die Meisterschaften in Mannheim qualifizierte.
Alle Jugendlichen beim Bannlportfest!
Wegen des Bannfportfestes am 11. und 12. Juni können Jugendliche aus dem alten Bezirk des Bannes 116 (Kreis Gießen) bei anderen sportlichen Veranstaltungen nicht starten.
Der Kreisjugendwart: (gez.) Opfermann.
Radfahrer kämpfen aus der Aschenbahn.
Das Eröffnungsbahnradrennen in Gießen.
Nachdem die Straßenrennsaison im Bezirk Gießen bereits ihren Anfang genommen hat, wird am morgigen Sonntag auch der Bahnrennsport seinen Auftakt finden. Damit setzt der Veranstalter, die Gießener Radsahrer-Dereinigung, ihre seit Jahren gepflegte Tradition fort. Das Bahnradrennen besteht wieder aus vier verschiedenen Rennen, und zwar aus einem Fliegerhauptfahren, einem Jugend- punktesahren, einem Vorgaberennen für Unplacierte aus dem Rennen Nr. 1 und einem 50-Kilometer- Mannschaftsrennen nach 6-Tage-Art.
Im Fliegerrennen gehen 24 Fahrer an den Start. Durch fünf Dorläufe werden zunächst die zehn besten Fahrer herausgeschält, die dann über den Hoffnungslauf und die beiden Zwischenläufen in den beiden Endläufen um die vier ersten Plätze tänwfen. Bei der Stärke der beteiligten Fahrer dürfte es schwer sein, den Sieger im voraus zu nennen.
Im Jugendpunktefahren, das von Jugendlichen aus dem Gau Hessen bestritten wird, sollten in erster Linie Preis und Becker (beide Gießen) sich gut placieren, falls ihnen der Hanauer Beck nicht den Rang abläuft.
Sodann läuft ein Vorgaberennen der Aktiven, und zwar für die Unplacierten des Fliegerrennens. Hierbei gilt es für die Malleute, die mit Vorgabe bedachten Fahrer einzuholen.
Wie alljährlich wird das 50-Kilometer-Mann- fcfjaftsrennen, das wieder nach 6-Tage-Art ausge
tragen wird, der Höhepunkt der Veranstaltung werden. In diesem Rennen gehen folgende zwölf Mannschaften an den Start: Hofman-Klein, Schwiers- Kartenberg, Prinz-Frey, Harre-Schneider, Kneller- Neumann, Weiler-Preis, Gaffenmeyer-Bär, Lortz- Linnemann, Eichhorst-Mang, Strahfeld-Lewe, Rich- ter-Bassermann, Buchheister-Ferschke. Ganz besonders sollten die beiden Gießener Fahrer Preis und Neumann mit ihren Partnern ein großes Rennen fahren und die Gießener Sportfreunde nicht enttäuschen. Mit Hofman (Holland) und Klein (Dülken) geht eine Mannschaft an den Start, die schon in einer Reihe großer Rennen der diesjährigen Saison Siege erringen konnte. Schwiers (Dülken) bildet zusammen mit dem Kölner Kartenberg eine kampferprobte und ost siegreiche Mannschaft. Als Anwärter auf den Sieg im Mannschaftsrennen kommen aber auch die beiden spurtschnellen Harre- Schneider in Frage. Ein Aschenbahnspezialist ist aber vor allem der Partner des Gießeners Neumann, Kneller (Bonn). Der Partner von Heinrich Preis, der flinke Kölner Weiler, wird bei den Wertungen ein gewichtiges Wort mitsprechen. Aber auch sämtliche anderen startenden Mannschaften stellen Klasse bar. Wenn die beiden Gießener Fahrer ihre ganze Kraft und Ausdauer, die in ihnen steckt, in die Waagschale werfen, so sollte die Taktik und Spurtschnelligkeit ihrer Partner für einen Sieg ausschlaggebend sein.
Sie Sanbball-Vegegnungen des Sonntags.
Werbetag des Fachanites Handball.
Der bereits abgesagte Mannschaftstag des Fachamtes Handball auf dem Mtv.-Platz in Gießen muß infolge der herrschenden Terminnot nun doch statt- ftnden. Damit gesellt sich zu den sonntäglichen großen sportlichen Ereignissen in Gießen eine weitere Veranstaltung, die über den Rahmen des Üblichen weit hinausgeht.
Daneben nehmen die Spiele um den Aufstieg in die 1. Kreisklasse ihren Fortgang. In der S t a f - f«l 1 empfängt der Tv. Lich auf eigenem Platz den derzeitigen Tabellenführer To. Atzbach. Im Vorspiel mußte Lich eine überraschend hohe Niederlage einstecken, die uns auch diesmal schwarz sehen läßt.
Die Staffel 2 sieht die Begegnung Dillenburg gegen Nauborn vor. Man darf gespannt sein, wer hier gewinnt, weil man in dem Gewinner ohne weiteres den zukünftigen Staffelsieger sieht. — Der Freundschaftsspielbetrieb ruht mit Rücksicht auf die Großveranstaltung in Gießen vollkommen.
Welchen Zweck nun verfolgt der Gau mit der Durchführung des Mannschaftstages? Es gilt zunächst einmal zu prüfen, inwieweit sich die Spiel- ftäitfe in den einzelnen Kreisen geändert hat. Ein wesentlicher Grund ist auch darin zu suchen, neue Talente zu höheren Aufgaben heranzuziehen. Schließlich, und das ist mit die Hauptsache, soll mit derartigen Turnieren für die Sache geworben werden.
Dafür, daß es nämlich zu ausgezeichneten Spielen kommen wird, garantieren die teilnehmenden Mannschaften und die ausgewählten Spieler. Es werden antreten: dkr Kreis 7 (Marburg) mit einer Mannschaft, der Kreis 8 (Gießen) mit zwei Mannschaften und der Kreis 11 (Friedberg) mit ebenfalls zwei Mannschaften. Sämtliche Spieler werden zunächst in einem auf dem Platz des Mtv. Gießen statt- findenden Lehrgang geschult. Danach rollt die Ver
anstaltung in Form eines Turniers nach Punktsystem ab. Sieger wird also, wer die meisten Pluspunkte erringt.
Die Mannschaften des Kreises 8 werden einen schweren Stand haben, zumal sie beide nicht in allerbester Besetzung antreten können. Immerhin kann man zu den Männern Vertrauen haben, weil es fid) ohne Ausnahme um Könner handelt, die oftmals erprobt sind und die auch zum Teil schon 3U Spielen der Kreismannschast herangezoaen wurden. — Sehr stark ist im Augenblick der Kreis 11, der Zuwachs durch die Wehrmacht erhalten hat, während der Kreis 7 an sich schon schwächer ist. Der Hauptgegner für die Streitmacht des Kreises 8 wird also ohne Zweifel der Kreis Friedberg fein.
Von der Kreisspielleitung sind aus der Vielzahl der zur Verfügung stehenden Spieler folgende Mannschaften ausgewählt worden. Ob sie allerdings in dieser Aufstellung spielen werden, ist noch nicht mit Bestimmtheit zu sagen, weil die Möglichkeit besteht, Auswechslungen vorzunehmen.
Die Mannschaften des Kreises 8.
^-Mannschaft: Tor: Altmann (Münchholzhausen); Verteidiger: Hofmann, Krämer (beide Wetzlar); Läufer: Hahn, Michel (beide Hörnsheim), Holzkamp (Wetzlar); Stürmer: Allendörfer, Gipper, Will (sämtlich Lützellinden), Gierschmann (Wetzlar) und Diehmann (Münchholzhausen).
ö-Mannschaft: Tor: Wenzel (Hörnsheim); Verteidiger: Röhrig (Holzheim), Grumbach (Münchholzhausen); Läufer: Mehl (Dutenhofen), Schlicht (W.-Niedergirmes), Reitz (Garbenheim); Sturm: Jakobi (Hörnsheim), Altenheimer (Lützellinden), Hels (Münchholzhausen), Wießner (Garbenheim), Erich Fay (Grüningen).
Der Sportlag der SA.-Standarte 116.
Der ursprünglich für den 22. Mai vorgesehene Standarten-Sporttag der Standarte 116, der damals wegen des drohenden schlechten Wetters abgesagt worden war, findet nun am morgigen Sonntag statt und sollte, wenn sich die Witterungsverhältnisse günstig gestalten, zu einem sportlichen Ereignis werden. Noch entsinnt man sich im Kreis der SA.-Kameraden gerne der sportlichen Wettkämpfe der SA., die im Vorjahre auf dem Universitätssportplatz stattfanden, der spannenden Schwimmwettbewerbe an der Lahn, der anregenden Wettkämpfe der Pionierstürme mit ihren Floßsäcken usw.
Der morgige Sonntag wird für die Kameraden der SA. völlig mit Wettkämpfen 'ausgefüllt fein. In früher Morgenstunde starten die Mannschaften vom Hof der SA.-Standarte aus zum Marsch für den Wehrwettkampf, anschließend werden sich die Radfahrstreifen für ihre- Aufgaben auf den Weg begeben. Der Mannschafts- Fünfkampf wird im Laufe des Vormittags auf dem Sportplatz der Spielvereinigung 1900
ausgetragen, während die Pioniere an der Lahn mit ihren Hebungen und speziellen Wettbewerben beschäftigt sein werden. Zahlreiche Kameraden stellen sich den Startern zu Einzelwettkämp- f e n.
Am Nachmittag wird man sich auf dem Platz der Spieloereinigung 1900 finden, wo folgende Wettbewerbe gestartet werden: Handgranatenweitwurf, 100-Meter-Lauf, 1500-Meter-Lauf, 400-Meter-Lauf, 6X100-Meter - Staffel und 4X100-Meter - Staffel. Ferner wird ein Fußballspiel zwischen den ersten Mannschaften der SA.-Standarte 116 und des VfB.-Reichsbahn ausgetragen werden. — Zu gegebener Zeit werden der ^Spielmannszug und der Musikzug der SA.-Standarte auf den Sportplätzen, auf denen sich die Wettkämpfe abspielen, musizieren. Den Abschluß des Tages wird ein Vorbeimarsch bilden. Voraussichtlich wird Obergruppenführer Becker le in Gießen weilen, um sich vom Stande der sportlichen Ertüchtigung der SA.° Kameraden unserer Standarte zu überzeugen.
Das 2. Weidig-Vergsest in Vnhbach.
Der DRL., Kreis Gießen, hat noch kein eigenes Bergfest. Er beschickt neben dem Feldbergfest deshalb in besonders starkem Maße die gauoffenen Bergfeste des Nachbarkreises Friedberg: das Hoherodskopf-Bergfest unLbas Weidig-Bergfest auf dem Schrenzer bei Butzbach.
Der Reichsbundkreis Gießen ist auch wieder stark vertreten beim 2. Weidig-Bergfest, das nächsten Sonntag in Verbindung mit dem großen Wetterauer Sängerfest in Butzbach durchgeführt wird. Daß das Weidig-Bergfest, das aus Anlaß des 100. Todestages des hessischen Turnvaters und Vorkämpfers für die deutsche Einheit Fr. L. Weidig vergangenes Jahr vom DRL.-Kreis Friedberg begründet wurde, gut eingeschlagen ist uni) eine Zukunft hat, das beweisen die Meldungen zum diesjährigen Treffen der Turner und Sportler auf der herrlichen Taunushöhe. Noch stehen die Nennungen einiger Vereine aus, und das Meldeergebnis hat mit 732 Teilnehmern an den volkstümlichen Vier- und Dreikämpfen der verschiedenen Wettkampfklassen die Beteiligungsziffer des Vorjahres (615) schon ganz erheblich überschritten. Die Kampfrichter und Riegenführer eingerechnet, wird der Schrenzer am Sonntag also über 800 Turner und Sportler zur „Arbeit im Gewände der Freude" vereint sehen.
Am stärksten besetzt ist der Dreikampf der Jugend-Unterstufe mit 202 Bewerbern. Es folgt der Dreikampf der Männer-Unterstufe mit 180 Teilnehmern. Nur 32 Nennungen liegen für den Vierkampf der Männer-Oberstufe vor, während der Vier- fgmpf der Jugend-Oberstufe 119 Meldungen aufzuweisen hat. In den Alterswettbewerben der Männer sind 90 Teilnehmer gemeldet, und in den
Frauen-Wettkämpfen werden wir 109 Bewerberinnen am Start sehen.
Von den 80 Vereinen, die an den Wettkämpfen teilnehmen, steht, obenan Tuspo Butzbach mit 49 Meldungen. Es folgen: Tv. Lang-Göns (27); Tv. Reiskirchen (26); T.- und Spielv. Eschbach (22); Spv. Nieder-Weisel (21); Jahngemeinde Ober-Ursel (20). Die Gießener Vereine haben zu den Einzelwettkämpfen die folgenden Meldungen abgegeben: Mtv. 18; Luftwaffen-Spv. 11; AR. 9 12; Postspv. 5; Ski-Klub 4.
Spannende Kämpfe wird es bei deif Staffeln geben: Die 4X100-Meter-Pendel-Staffel um den Weidig-Wanderpreis (Verteidiger Mtv. Gießen) sieht folgende Mannschaften am Start: Mtv. Gießen, Tuspo Butzbach, Turnv. Heuchelheim, Luftwaffen-Spv. Gießen I und tl, Ski-Klub Gießen, Jahngem. Ober-Ursel, SA.« Sturm 23/222 I und II, 7./JR. 36.
Die 10X100 - Meter - Pendel staffel der Jugend um den Moritz-Kuhl-Wanderpreis (Verteidiger Tuspo Butzbach) ist wie folgt besetzt: Tuspo Butzbach, T.- und Spv. Eschbach, To. Garn- bad)' Tv. Nieder-Weisel, Tuspo Nieder-Erlenbach.
Die 4X100 - Meter - P e n d e l st a f f e l der Frauen um den Altbert-Wamser-Wander- preis (Verteidiger Tuspo Butzbach) wird bestritten von: Tuspo Butzbach, Mtv. Gießen, VsB.-Reichs- bahn Gießen I und II, Tv. Heuchelheim, Turnv. Dortelweil.
Die Kämpfe werden nach einer Morgenfeier auf dem Schrenzer am Vormittag durchgeführt. Die Siegerverkündigung wird DRL.-Kreisführer SA- Obersturmführer Dtterbein (Friedberg) am Nachmittag auf dem Butzbacher Marktplatz vornehmen.
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Frübkartoffelabsahregelung 1938.
Fwd. Die Hauptvereinigung der deutschen Kartoffelwirtschaft hat im neuen RNDbl. eine Verordnung über den Verkehr mit bis zum 31. Aug. 1938 geernteten Kartoffeln (Frühkartoffeln) veröffentlicht.
Die diesjährige Frühkartoffelabsatzregelung erfolgt grundsätzlich nach den gleichen Richtlinien, wie im Vorjahre. Nach der Anordnung wird die Absatzregelung für Speisesrühkartoffeln und Kartoffeln jeder Art der Ernte 1938, soweit sie bis einschl. 31. Aug. 1938 geerntet und in den Verkehr gebracht werden, dem zuständigen Kartoffelwirtschaftsverband übertragen. Dementsprechend wird auch das Inkrafttreten der Absatzregelung in einzelnen Anbaugeble- ten — den örtlichen Bedürfnissen entsprechend — von dem zuständigen Kartoffelwirtschastsveroand festgesetzt.
Aus den in der Anordnung der Hauptvereinigung über geschlossene Anbaugebiete gemachten Hinweisen ist ersichtlich, daß die Bezirksabgabestellen die Frühkartoffeln treuhänderisch im Namen und für Rechnung des Erzeugers zu verkaufen haben. Auf dem Schlußschein muß demgemäß der Erzeuger bezeichnet sein, für dessen Name und Rechnung der 93er- fauf erfolgt. Während im Vorjahre noch die Be- zirksabgabestellen Zufuhr und Abgabe von Frühkartoffeln regeln konnten, ist in diesem Jahre allein der Kartoffelwirtschaftsverband zu dieser Regelung berechtigt, wobei er insbesondere auch eine Beschränkung hierfür verfügen kann. Mit der Wahrnehmung der Aufgaben einer Ortssammel- oder Be- Airksabaabestelle werden Verteilerbetriebe betraut, die während der Zeit ihrer Tätigkeit in der Frühkartoffelabsatzregelung keinen Geschäftsverkehr mit Frühkartoffeln auf eigene Rechnung ober Rechnung eines anderen Verteilerbetriebes betreiben dürfen. Sämtliche Lieferungen von deutschen Frühkartoffeln in Säcken oder anderem Verpackungsmaterial müssen mit einem von der Hauptvereinigung vorgeschriebenen, dauerhaft befestigten Anhänger versehen sein, der bei Lieferungen aus geschlossenen Anbaugebieten die zuständige Landesbauernschaft, den Erzeuger, den Verladetag und die Bezirks- abgabestellen, für Lieferungen aus nicht geschlossenen Anbaugebieten die zuständige Landesbauern- schaft, den Erzeuger, den Verladetag und den Käufer lesbar erkennen läßt. Frühkartoffel-Lieferungen in Säcken oder anderem Verpackungsmaterial ohne den vorgefchriebenen Anhänger dürfen nicht in den Verkehr gebracht werden. Auch in den nicht geschloffenen Anbaugebieten erfolgt die Frühkartoffelabsatzregelung in gleichen Formen wie im Vorjahre.
Die Regelung findet keine Anwendung für deutsche Frühkartoffeln, die im eigenen Betrieb des Erzeugers verwendet, oder am Ort der Erzeugung
bzw. in dessen nächster Umgegend unmittelbar dem Verbraucher zugeführt werden. Der Kartoffelwirtschaftsverband kann dabei bestimmen, was als Ort der Erzeugung oder dessen nächste Umgebung anzusehen ist.
Mein-Mainische Börse.
Millagsbörse schrvächer.
Frankfurt a. M., 10. Juni. An der Börse nahm die Umsatzschrumpfung weiter zu. Die Grundhaltung zeigte eher eine schwächere Verfassung der Aktienmärkte, da im Gegensatz zu den Vortagen wieder ein gewisser Verkaufsdruck vorlag. In Erwartung der Ausführungsbestimmungen zur Anmeldung der Mischen Vermögen kam aus den sogenannten Auswandererkreisen erneut Material heraus, während Käuferschichten von Belang weiterhin an der Börse fehlen. Bei allgemeiner Zurückhaltung der Bankenkundschaft trotz aller günstigen Berichte aus den verschiedensten Wirtschaftszweigen überwogen in den Hauptwerten die Kursrückgänge. IG. Farbenindustrie setzten 1 v. H. niedriger ein, Metallgesellschaft 1,25 v. H. Deutsche Erdöl und Scheideanstalt behauptet. Von Auto- werten Daimler 0,90, Adlerwerke 0,25 v. H. schwächer, Maschinenwerte zumeist noch gehalten, aber Rheinmetall 0,50 o. H. leichter. Am Montanmarkt bröckelten Hoesch und Mannesmann eine Kleinigkeit ab, Rheinstahl setzten ihren Rückgang um 1,25 v. H. fort. Leicht erhöht waren Buderus und Klöckner. Außerordentlich still lag der Elektromarkt, wo überhaupt die Erstnotierungen mangels Interesse ausfielen. AEG., die in den jüngsten Tagen langsam anzogen, wurden etwa 1,50 v. H. niedriger genannt.
Der Rentenmarkt zeigte keine Veränderung weder im Umsatz- noch in der Kursbildung. Kom- munal-Umschuldung sind etwas unter Vortagskurs mit 96,25 umgesetzt worden und waren auf dieser Grundlage noch angeboten. Städte-Altbesitz wieder 137,50. Oesterreichische Werte gut gehalten, die Treffer-Anleihe mit 339 (338) Mark je Stück etwas höher gesucht.
Abendbörse sehr still.
Die Abendbörse hatte einen sehr stillen Verlauf und wiederum nur geringfügige Umsätze zu verzeichnen. Nachdem bereits an der Mittagsbörse die Kurse größtenteils etwas zurückgingen, setzte sich im Abendverkehr bei einigen Papieren ein leichter Rückgang fort. So waren IG. Farbenindustrie gegenüber dem Berliner Schluß mit 160,25 (160,65), Mannesmann 113,50 (113,75), Gesftirel 146 (146,25), Hoesch 113,75 (114) zu hören. Auch der Rentenmarkt zeigte wieder das gewohnte ruhige Bild und unveränderte Kurse. Großbankaktien unverändert.
Morgens Malzkaffee trinken heißt: den Tag gut beginnen/


