Erziehung zur Lebensfreude der schönste Ausdruck eines wahren Sozialismus. Nr. Ley eröffnet die 4 Reichslagung der NGG. „Kraft durch Freude" in Hamburg.
Hamburg, 10. Juni. (DNB.) Die 4. Reichstagung -er NSG. „Kraft durch Freude" wurde :n der Musikhalle eröffnet. An der Stirnseite des großen Festsaales grüßt das Sonnenrad, das KdF.- Symbol, grüßen die Fahnen der Länder der Welt. Prächtiger Blumen- und Girlandenschmuck umsäumen die Ränge. Das NS.-Reichssymphonieorcheiter unter der Leitung seines Dirigenten Professor Adam leitete die Tagung mit der Ouvertüre zu Webers Euryanthe ein. Reichsamtsleiter Dr. L a f f e r e n tz gab einen Rechenschaftsbericht über die großartigen Leistungen des deutschen Kraft-durch-Freude-Wer- kes im abgelaufenen Jahre. In diesem Jahre seien deutsche Arbeiter zum ersten Male in das befreundete Italien gefahren. Durch Zusammenfassung aller Kräfte sei eine erhöhte Produktivität erreicht worden, was das weitere Anwachsen der Besucher- zifsern aller Veranstaltungen beweise. Die Arbeit habe sich mit besonderer Zielsetzung auf das breite Land verlagert, da die Volksgenossen m den Städten schon zum größten Teil erfaßt werden konnten. Dr. Lafferentz wies auch auf das Volksbildungswerk und seinen erstaunlichen Aufschwung hin. Die Förderung des Betriebssportes habe sich voll ausgewirkt. 1000 neue Sportübungsstätten in den Betrieben seien bereits fertiggestellt. Weitere tausend seien in Angriff genommen und geplant. Für den deutschen Unternehmer sei es heute selbstverständlich, an der Aus- gestaltung feines Betriebes mitzuarbeiten und für schöne und zweckmäßige Arbeitsplätze zu sorgen. Die Mitarbeit an der Verwirklichung des deutschen Volkswagens Hobe sich die Deutsche Arbeitsfront besonders angelegen sein lassen. N e u e Schiffsbauten für KdF.-Fahrten sowie die Ausdehnung der KdF.-Reisen auf Griechenland und Jugoslawien, seien geplant. Der Bau des KdF.- Bades auf Rügen werde schnellstens gefördert. Neue KdF.-Erholungsstätten in den Küstengebieten und im Gebirge würden folgen.
Reichsorcranisaüonsleiter Dr. Ley
hieß dann die Teilnehmer der Reichstagung herzlich willkommen und betonte die große Freude über das wachsende Verständnis, das die KdF.-Arbeit Deutschlands im Auslande finde. „Sozialismus ist der Erfolg und der Ausdruck der Erziehung des Menschen!" Man könne noch so schöne Anordnungen und Gesetze erlassen, wenn es nicht gelinge, alle in der Wirtschaft Tätigen, Arbeiter und Unternehmer, Angestellte und Meister zu anständigen Menschen zu erziehen, dann habe alles andere keinen Sinn. (Lebhafte Zustimmung.) Die Deutsche Arbeitsfront habe daher ihre Erziehungsarbeit unmittelbar an die Front verlegt, in die Betriebe, in die Fabriken, in die Werkstätten. Bei dieser gewaltigen Erziehungsarbeit kenne man auch nicht Arbeitgeber und Arbeitnehmer, sondern richte den Blick nur darauf, daß jeder es gut mit seinem^Volk meint und ordentlich und anständig ist. Erziehung zur Gemeinschaft, zur Detriebsgemcin- schaft, Gefolgschaftstreue und Führerverantwortung,
das seien die Parolen, unter denen die Arbeit der Deutschen Arbeitsfront vorangehe. Nicht minder wichtig sei die Erziehung der Schaffenden zur Lebensfreude, d^e der schönste Ausdruck eines wahren Sozialismus sei.
Unter Hervorhebung des Prinzips der Leistung betonte der Reichsorganifationsleiter. daß Wirtschaft und Sozialismus keinerlei Gegensätze feien. „Wer die Gemeinschaft will, muh wirtschaften können, und wer wirtschaften will, muß der Gemeinschaft dienen?" (Stärkster Beifall.) Es sei auch kein finanzielles Problem, den Menschen Arbeit zu geben, sondern allein eine Jrage der Energie und des Willens. „Das neue Deutschland ist nicht durch Danken und Bankiers gebaut worden, sondern allein durch Adolf Hitler und seinen Glauben an das deutsche Volk!" (Stürmische Zustimmungskundgebungen.)
Dem Ziele der L e i st u n g s st e i g e r u n g diene vor allem auch der Gedanke des Wettkampfes. Drei Millionen Schaffender hätten am letzten Reichsberufswettkampf teilgenommen. So trage im Reiche Adolf Hitlers der letzte Volksgenosse den Marschall st ab im Tornister. Auch der Leistungswettkampf der Betriebe diene dem gleichen Ziele der erhöhten wirtschaftlichen und sozialen Leistung. Im letzten Jahre seien es hier 200 000 teilnehmende Betriebe gewesen, deren Zahl ebenfalls von Jahr zu Jahr steigen werde.
Zu den ausländischen Gästen gewandt, sprach der Reichsorganisationsleiter von der unbändigen L e - bensbejahung des deutschen Volkes und dem starken Friedenswillen des Führers. „Mir glauben daran", so betonte er unter stürmischer Zustimmung, ,/daß die Franzosen und Deutschen nicht als Feinde geboren sind, sondern daß beide Länder Zusammenarbeit en müßten, wie überhaupt die Völker Europas zusammengehörten!"
Unter stärkster Zustimmung stellte Dr. Ley dann fest, daß im übrigen Deutschland gar keine Zeit habe, Krieg zu führen. Er erinnerte oabei an die Bauten, die allein von der DAF. in Angriff genommen worden seien, so an die in Bau befindlichen drei Ordensburgen, bei denen je 1200 Arbeiter beschäftigt seien, an das im Werden begriffene KdF.-Bad Rügen, wo 4000 Arbeiter Beschäftigung gefunden hätten, weiter ein großes Erholungsheim am Rhein, an die sieben Adolf-Hitler- Schulen u. a. Ferner erwähnte er daß der Bau eines Seemannsheimes in Hamburg geplant fei. Dr. Ley dankte allen für die Unterstützung, die sie der KdF.-Reichstagung haben zuteil werden lasten, und ließ durch die ausländischen Gäste den Staatsoberhäuptern der hier vertretenen Nationen die Grüße der KdF.-Reichstagung übermitteln. Die Ausführungen des Reichsorganisationsleiters lösten lange Zustimmungskundgebungen der großen Versammlung aus. Mit der Führerehrung ließ Dr. Ley die große Eröffnungskundgebung ausklingen.
Arbeit und Kunst.
Die Kunstausstellung
auf der 4. KdF.-Reichstagung.
In Anwesenheit der ausländischen Ehrengäste sowie von Vertretern der Partei, des Staates und der Wehrmacht fand die Eröffnung der K u n st ° a u s st e l l u n g in der Kunsthalle statt. Reichsamtsleiter Klemme wies darauf hin, daß die Förderung aller Künste durch den Führer in das gesamte deutsche Kunstleben eine neue Periode der Entwicklung hineingetragen habe. Der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" sei die Aufgabe zugefallen, die Beziehungen zwischen Künstler und Volk enger zu gestalten. Das Bestreben dieser Ausstellung sei es nun, Malerei, Plastik und Graphik dem Volke nahe zu bringen. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley wies darauf hin, daß entgegen der früheren Auffassung Arbeit und Kunst nicht zwei grundverschiedene Dinge seien. Arbeit und Kunst seien die Faktoren der Rasse und des Blutes, und die alte Auffassung, der Arbeiter verstehe nichts' von der Kunst, sei völlig irrig. Auch der Künstter sei an sein Volk gebunden. Man mußte zu der Erkenntnis kommen, daß Kunst keinen Luxus bedeute und daß man den Arbeiter dadurch, .daß man ihn zum Schönen führt, yicht verwöhne, fonbern im Gegenteil durch den Kunstgenuß neue Kraft zum Schaffen gab. Dr. Ley sprach abschließend die Hoffnung aus, daß die anwesenden ausländischen Gäste begreifen lernen möchten, wie das Deutschland Adolf Hitlers bemüht sei, den schöpferischen Geist unserer deutschen Rasse und unseres Blutes immer mehr zur Geltung zu bringen. In diesem Sinne eröffnete der Reichsorganisationsleiter die Ausstellung unter dem Motto „Es gibt im Deutschland Adolf Hitlers nichts, was zu schön wäre, um es dem deutschen Arbeiter und damit dem deutschen Volke nicht zu geben!"
Die KdF.-Leistungsschau in Hamburg.
Freitag nachmittag eröffnete Reichsorganisations- leiter Dr. Ley in den Ausstellungshallen des Hamburger Zoo dieLeistungsfchau„Kraftdurch Freude". Dr. Ley sprach von der Größe des KdF-' Werkes, das sichtbar vor aller Welt beweise, wie in Deutschland der Sozialismus aufgefaßt werde. Wenn jeder Volksgenosse an den Gütern des Lebens teil- nehme, werde der Wunsch des Führers erfüllt, daß dem deutschen Menschen — vor allem dem deutschen Arbeiter — die Minderwertigkeitsgefühle genommen werden und der deutsche Mensch hinaufgeführt werde. An dem Beispiel des KdF.-Wagens und der KdF.- Fabrik, deren Modelle in Hamburg zu zeigen der Führer erlaubt habe, machte Dr. Ley den großen Wandel der sozialen Auffassung in Deutschland sichtbar. Er gab seiner Freude Ausdruck, daß er nach Athen nun in Deutschland die Beweise der Leistungen von KdF. zeigen könne und erklärte die Ausstellung für eröffnet.
tärflieger, kann man sich in Prag noch immer nicht zu dem Entschluß ausraffen, die Mobilmachung schleunigst rückgängig zu machen und damit die erste und wichtigste Voraussetzung für eine beruhigte Atmosphäre zu schaffen, in der einzig und allein die auch von Prag gewünschten Verhandlungen mit der Sudetendeutschen Partei möglich sind und Aussicht auf Erfolg haben. Im Gegenteil, die Ankündigung der Einführung der dreijährigen Dienstzeit, von der man noch nicht weiß, ob sie bereits beschlossene Sache ist, oder erst einen Versuchsballon der tschechischen Militärkreise darstellt, deutet in jedem Fall darauf hin, daß in Prag Strömungen Einfluß zu gewinnen suchen, die es anscheinend auf eine weitere Zuspitzung der Lage mit allen ihren Konsequenzen abgesehen haben. Bei der engen Verbindung, die die maßgebenden tschechischen Militärkreise, die durchweg der berüchtigten, während des Krieges in Rußland für den Kampf gegen die Mittelmächte aufgestellten tschechischen Legion entstammen, zu ihrem sowjetrussischen Verbündeten haben, braucht man nicht weiter zu fragen, wer hier am Hebel sitzt.
So hat man in Prag zwar das dumpfe Gefühl, daß etwas geschehen müsse, aber es gibt offenbar noch immer Leute in sehr maßgebenden Stellen, die meinen, daß es noch einmal genügen werde, nur so zu tun, als ob man der Entwicklung Rechnung tragen wolle, in Wahrheit aber könne alles beim alten bleiben. Noch im Frühjahr hatte Ministerpräsident Hodza erklärt: „Mit Recht behaupten wir, daß wir in der Tschechoslowakei das vollkommenste System der Minderheitenrechte geschaffen haben. Daß wir noch kein kodifiziertes System geschaffen haben, dient zum Vorwand, im Auslande den Eindruck zu erweden, als ob unsere Minderheiten in der Republik nicht frei atmen könnten. Es ist eine Sache der Zweckmäßigkeit, unser Minderheitenwerk auch in formaler Hinsicht zu gestalten. Die Regierung verhandelt über einen Minderheiten st atus der Republik." Dieser famose Plan, mit einer gesetzlichen Festlegung des bestehenden Unrechts die Welt zu täuschen und die Volksgruppen um ihren Rechtsanspruch auf Gleichberechtigung und Selbstverwaltung zu betrügen, wurde von einem Sturm der Entrüstung hinweggefegt. Man sah sich in Prag genötigt, das Wort vom Minderheitenrecht durch ein Nationali- tätenrecht zu ersetzen, hodza erklärte nun, die Verfassung böte die Möglichkeit, sämtliche Nationa- litätenfragen mittels lokaler Selbstverwaltung weitgehend zu regeln. Aber wie sich die Tschechen das Nationalitätenstatut denken, von dem sie eine so große Meinung haben, darüber haben sie noch nichts verlauten lassen. Es ist ja selbstverständlich und wird auch allmählich sogar in Prag begriffen, daß ein im einzelnen festgelegtes Statut nur das Ergebnis von Verhandlungen mit den Nationalitäten selbst sein kann, aber über die Grundzüge müßte man sich doch wenigstens im Schoß der Prager Regierung klar geworden fein. Es scheint indessen, daß die Tschechen es darauf angelegt haben, sich die Sondervorrechte, die sie sich als „Staatsvolk" an- gemaßt haben, Stück für Stück erst abtrotzen Iqssen wollen. Das Karlsbader Programm Konrad Henleins hat der sudetendeutsche Abgeordnete Kundt erneut als die Grundlage jeder Neuordnung, wie sie von den Sudetendeutschen erstrebt wird, bezeichnet. Es ist also nicht zu ersehen, warum die tschechische Regierung nicht mit ihren eigenen Vorschlägen herausguckt, wenn man nicht annehmen will, sie möchte die ganzen Verhandlungen über ein Nationalitätenstatut auf die lange Bank schieben in der vagen Hoffnung, durch irgendwelche Manöver schließlich noch ganz um einen Entschluß herumzukommen. Aber in Prag wird man sich ebenso vergeblich wie einstmals in Genf, Paris und London gegen das Gebot der Vernunft und den Gang der natürlichen Entwicklung stemmen. Die Grundsätze der Rechtsgleichheit und Selbstbestimmung werden auch in der Tschechoslowakei verwirklicht werden müssen, mag man heute vielleicht noch in Prag glauben, mit einer Scheinlösung sich drücken zu können, die Erkenntnis ist da, daß nur auf gleichem Recht für alle Volksgruppen der Republik das Staatsgebilde der Tschechoslowakei seine Lebensberechtigung zu gründen vermag. Dr. Fr. W. Lange.
Göring dankt.
Unzählige Glückwünsche zur Geburt der lleinen Edda.
Berlin, 10. Juni. (DNB.) Generalfeldmarschall Göring und seine Gattin haben dem Deutschen Nachrichtenbüro folgende Danksagung zur Veröffentlichung übergeben: „Anläßlich der Geburt unseres Töchterchens Edda ist uns aus dem In- und Auslande eine solche Fülle von Glückwünschen, Blumen und Geschenken zugegangen, daß es uns leider nicht möglich ist, allen Gratulanten persönlich zu antworten, hocherfreut über diese vielen Beweise enger Verbundenheit und Anhänglichkeit sprechen wir daher auf diesem Wege allen, die unser so freundlich gedacht haben, unseren herzlichsten und wärmsten Dank aus."
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Diese Danksagung des Generalfeldmarschalls und seiner Gattin hat das Deutsche Nachrichtenbüro zum Anlaß genommen, einen Sonder- berichterstatter nach Kar in hall zu entsenden, dem Gelegenheit gegeben wurde, die große Zahl von Geschenken zu sehen. Mit herzlichen Grüßen, mit Handarbeiten, Blumen und vielen kleinen Angebinden sind alle Volksschichten, alle Berufsstände und alle deutschen Gaue vertreten. Da stehen mehrere Wiegen, eine die der Reichsstand des »n Handwerks dem Feldmarschall überreicht am Ersten bis zum Letzten handgearbeitet, ein gediegenes Meisterstück handwerklichen Könnens unserer Tage. Die Stadt Kassel hat eine originelle SchwäIm er Arbeit überreicht, mit Bauernftickerei, die das Entzücken jeden Liebhabers für alte Dolksturnskunst hervorruft. Auch Kinderwagen und Kinderbettchen fehlen nicht. Daneben stehen handwerklich gefertigte Becher, Schalen, Porzellane und Teller, Spieluhren und allerhand lustiges Kinderspielzeug, reizende Handarbeiten und Kinderwäsche. Die NSKOD. spendete zehn Babyausstattungen, die der Feldmarschall seinerseits zur . Verteilung bringen kann, um jungen Müttern Freude zu bereiten, eine Stiftung des Präsidenten des Reichsoerbandes öffentlich- rechtlicher Versicherung sind fünf beitragsfreie Patenschaft-Versicherungen zu je 500 Mark. Der Führer hat Frau Göring mit einem herzlichen Glückwunschschreiben einen prachtvollen Rosenstrauß übersandt. Ferner haben führende Persönlichkeiten von Partei, Staat und Wehrmacht und viele Tausende von unbekannten Volks- genossen aus dem Reich ihre Glückwünfche bar» gebracht. Das gesamte Diplomattsche Korps hat gratuliert. Ferner eine große Zahl von ausländi- jchen Persönlichkeiten, darunter der englische Außen.
minister Lord Halifax, ferner Lord London- derry, der wiederholt Gast des Feldmarschalls gewesen ist, König Boris von Bulgarien, Prinzregent Paul von Jugoslawien, der jugoslawische Ministerpräsident Stojadinowitsch, der ungarische Reichsoerweser von h o r t y und Ministerpräsident Jmredy sowie der polnische Außenminister Beck, aus dem befreundeten Italien telegraphierte der König und Kaiser. Das Telegramm des Duce lautet: „Für das Telegramm, das mir die Geburt von Edda anzeigt, danke ich Ihnen. Ich sende meine besten Glückwünsche Ihnen und Frau Emmy und sehr viele Wünsche der Kleinen."
preiöverteilungaufderInlernationalen Handwerksausstellung.
Berlin, 10. Juni. (DNB.) Das Internationale Preisgericht der Internationalen Handwerksausstellung ist sich nach mehrtägiger Arbeit über die Preisverteilung einig geworden. Es standen 61 große Staats- und Ehrenpreise und 600 Ausstcl- lungsmedaillen zur Verfügung. Von den Großen Preisen entfielen auf Belgien zwei, Bolivien einer, Bulgarien zwei, Danzig einer, Dänemark zwei, Deutschland neun, England einer, Estland zwei, Finnland zwei, Frankreick) zwei, Griechenland zwei, Italien vier, Japan zwei, Jugoslawien zwei, Letland zwei, Litauen zwei, Luxemburg einer, Nor
wegen zwei, Polen vier, Rumänien einer, Schweden vier, Schweiz zwei, Tschechoslowakei zwei, Ungarn sieben. Bei der Zuerkennung der Ausstellungsmedaillen und Urkunden steht Deutschland entsprechend seiner starken Gesamtbeteiligung an erster Stelle. Von den deutschen Großen Preisen entfiel der Preis des Führers und Reichskanzlers auf Dänemark, der des Generalfeldmarschalls ©Öring auf die Schweiz, der des Reichsorganisationsleiters Dr. Ley auf Italien, der des Reichswirtschaftsministers Funk auf Japan und der des Oberbürgermeisters der Stadt des Deutschen Handwerks Frankfurt a. M., Dr. Krebs, auf Schweden. Bei der Zuerkennung dieser Preise wurde die Gesamtleistung der einzelnen Länder beurteilt. Den Preis des Leiters des Deutschen Handwerks erhält die Staatliche Kunstgewerbeschule Riga, die drei weitere Preise des Deutschen Handwerks in der DAF. entfielen auf Norwegen, Luxemburg und Danzig. Zwei Große Preise des Reichsstandes des Deutschen Handwerks fielen an Finnland und an die Tschechoslowakei. Weiter erhielten die Werkstätten der Stadt Halle den Großen Preis des Reichsführers ff Himmler, die Teppich-Knüpferei Tei- nach den Preis des Oberbürgermeisters der Reichshauptstadt Berlin für hervorragende Einzelleistungen und der Mechaniker Franz Feher, Ungarn,, ben Preis der Leitung der Internationalen Handwerksausstellung.
ihre Aufgaben neu ausrichten. Das Schwergewicht der nationalsozialistischen Wirtschaftspolitik liegt heutt in der Erweiterung der nationalen Erzeugungsgrundlage auf allen Gebieten des nationalen Wirtschaftslebens. Gerade dem Genossenschaftswesen wird es dabei vorbehalten sein, zwei Ausgaben zu meistern: Einmal die Stärkung des Bauerntums als Lebensquell der Nation und zum anderen die betriebswirtschaftliche Rationalisierung ihrer Betriebe. Nur eine große Zahl von Bauernhöfen sichert den völkischen Bestand der Nation, nicht die Vielheit landwirtschaftlicher Maschinen auf wenigen Großwirtschaften. Und so wird es Aufgabe der Genossenschaften sein, daß Arbeitsvorgänge, die auf dem Bauernhof auszuführen für den einzelnen, wenn überhaupt, so nur auf unrentable Art möglich sind, auf genossenschaftlichem Wege ermog- licht werden. Ich denke an Tierzuchtgenossenschaften und Landmaschinengenoffenschaften, denen ich im Hinblick auf das Erbhofgesetz eine große Zukunft Voraussage.
Anders gelagert sind die Verhältnisse bei ben Genossenschaften im Gebiet des Warenverkehrs und des Handels. Kein Mensch wird auf den Gedanken kommen, die Warengenossenschaften heute zu zerschlagen. Jedoch: Bauernpolitik ist Mittelst a n d s p o l i t i k, d. h. ein Staat, der sich zum Bauerntum bekent, bekennt sich auch zum Mittelstand. Man kann nicht Bauernpolittk treiben und zugleich die Mittelstandspolittk in anderen Gebieten der Wirtschaft, in diesem Falle also im handel, verneinen. Es wäre falsch, für ein weiteres Vordringen der Warengenossenschaften in der handels- sphäre einzutreten. Denn es würde damit die Linie einer nationalsozialistischen Mittelstandspolittk durchbrochen. Ich sage das, um einen unnützen, kräfteraubenden Kampf zwischen Genossenschaften und Landhandel zu vermeiden. Ebenso gelagert sind die Verhältnisse bei den Kreditgenossenschaften, ben Spar- und Darlehenskassen. Mit fortschreitender Durchdringung der gesamten Wirtschaft mit nationalsozialistischen Grundsätzen wird auch ihre Aufgabe einmal erfüllt fein.
Frankreichs Gozialreform.
Daladier warnt vor weiterer Finanzverschlechterung.
Paris, 10. Juni. (Europapreß.) Im Finanzausschuß der Kammer nahm Ministerpräsident D a - lädier das Wort, um nicht grundsätzlich die geforderten Sozialreformen, die 10,6 Milliarden Franken erfordern würden, wovon dem Staate rund 8 Milliarden Franken zur Last fielen, abzulehnen, aber auf die Schwierigkeiten d e r Finanzierung hinzuweisen. Er erklärte dabei, daß er unter allen Umständen die französische Währung aufrechterhalten wolle. Die Lage sei sehr ernst. Wenn Frankreich Europa den Eindruck vermittele, daß es in finanzieller Hinsicht leichtsinnig handele, dann garantiere er für keine Freundschaft und kein Bündnis mehr. Zwei Be- dingungen seien für die Aufrechterhaltung des Friedens notwendig: 1. müsse Frankreich eine folibe Armee haben; diese Armee habe es; 2. müsse Frankreich g esunde Finanzen haben. Das Parlament müsse der Regierung helfen, eine
Ausgaben der Genossenschaften im Dritten Reich
Aeichsernährungsininister Narre auf der Koblenzer Tagung der Landwirtschafilichen Äenossenschasten.
LPD. Koblenz, 10. Juni. Zu der Reichs- verbandstagung der landwirtschaftlichen Genossenschaften sind rund 4000 Vertreter der Genossenschaften aus allen deutschen Gauen sowie Raifi- eisenfreunde aus dem Ausland erschienen Der Ver- bandstag nahm mit einer Tagung der Wirtschaftsgruppe Kreditgenossenschaften seinen Anfang. Ministerpräsident a. D. Granzow betonte, daß die Auswirkungen der Krisenjahre 1930/ 1932 heute im Genossenschaftswesen als überwunden gelten dürften. Ministerialdirektor Dr. Ernst, Reichskommissar für das Kreditwesen, teilte mit, daß er einen Antrag, den landwirtschaftlichen Genossenschaften das Warengeschäft zu verbieten, ab- gelehnt habe. Etwa 80 v. H. der landwirtschaftlichen Kreditgenossenschaften dürften das Warengeschäft betreiben, bas mit den Aufgaben der landwirt- schafttichen Genossenschaften eng verbunden sei.
Auf der haupllagung wandle sich Reichsernah- rungsminisler Reichsbauernführer Darre mit einer umfassenden Rebe an die Teilnehmer.
Der Minister führte dabei aus: Friedrich Wilhelm Raiffeisen war einer der wenigen Männer des letzten Jahrhunderts, die erkannt hatten, daß das Land- volk gegen den Einbruch des Liberalismus geschützt werden müsse. Sein ganzes Leben war diesem Kampf gewidmet. Wie eine Fata Morgana stand das Traumbild einer idealen Wirtschaftsblüte vor den damaligen Menscheg und machte sie blind für
die einfachsten Gesetze von Ursache und Wirkung im Wirtschaftsleben. Gemäß dem Beispiel Englands, begann auch Deutschland sein Bauerntum zu vernachlässigen. Man verkannte die große völ- ttsche Bedeutung des Bauernstandes als Lebensquelle der Nation. Der Liberalismus war so in seine Ideologie verrannt, daß nicht einmal die einzige Voraussetzung aller nationalen Selbstbehauptung, nämlich die Sicherung der Nahrungsfreiheit der Nation erkannt wurde, so daß erst die Katastrophe des Weltkrieges kommen mußte, um der Vernunft in unserem Wirtschaftsdenken Eingang zu verschaffen. Raiffeisen war gezwungen, den damals allein möglichen Weg der wirtschaftlichen Selbsthilfe zu gehen. So hat er ver- hindert, daß das deutsche Bauerntum und die deutsche Landwirtschaft in den Jahrzehnten vor dem Weltkrieg völlig zusammenbrachen. Damit hat er nicht nur die Voraussetzungen geschaffen, welche es dem deutschen Volke ermöglichten, vier Jahre einer Welt von Feinden die Stirn zu bieten, sondern er hat auch damit dem Nationalsoftalismus die Grundlage einer lebensgesetzlich ausgerichteten Aufbauarbeit gerettet. Hierin liegt das geschichtliche 23er« dienst Raiffeisens.
Wir können im heutigen Stadium der Aufbauarbeit die Genossenschaften, die sich in Jahrzehnten bewährt haben, nicht v e r m i's s e n. Allein, wir wünschen, daß die Genossenschaften entsprechend der polttijchey Weisung des Nationalsozialismus auch


