zu
die einheitliche Grundlegung des Unterrichts durch bei b) Englisch und Latein oder eine weitere le- die Fächer der deutschkuMlchen Gruppe, die Bio»1 bende Fremdsprache.
Arbeitern aus allen spanischen Provinzen Beschäftigung für mehrere Jahre.
auftischt, so muß man bei uns in Deutschland den Eindruck gewinnen, daß die britische Auslands- Propaganda sich an den berüchtigten Methoden Northcliffes schulen will. Wenn das der Sinn der Reorganisation sein soll, so wird allerdings die Betrauung Dansittarts nicht zur Entgiftung der politischen Atmosphäre beitragen können.
Dr. Fr. W. Lange.
Berlin, 11. Febr. (DNB.) Der Reichser- < iehungsminister veröffentlicht einen Erlaß über Erziehung und Unterricht in der höheren Schule vom 2 9. Januar 1 9 3 8, in
sprachlichen Zweig gegabelt, wobei im Hauptteil der Unterricht beider Zweige gemeinsam ist, um
Bei aus acht Jahre verkürzter Schulzeit gleichbleibende Mdungshöhe.
ist darum zum E r z i e h u n g s st a a t geworden, weil der Führer durch die Schöpfung seines Reiches die Kraft seines Volkes in einem einzigen politischen Willen, in einer einzigen alle durch- dringenden Weltanschauung zusammenfaßte und damit wieder große und sinnvolle Erziehung möglich machte.
weiter heißt es: Ls ist die nicht immer richtig verstandene Eigenart der höheren Schule, daß sie ihr Erziehungsziel in besonderer weise m i t den Mitteln des Erkennens erstrebt. Der Tlationalsozialismus übernimmt diese Erziehungsform nicht als ein Ueberbleibsel aus einer intelleklualistischen Epoche, sondern er begründet sie aus seinem eigenen Erziehungsgedanken. Indem der Schüler nicht nur fertige Ergebnisse übermittelt bekommt, indem er veranlaßt wird, den Vorgang des Erkennens und Verste- hens in sich selb st zu vollziehen, soll in ihm die Fähigkeit zu eigener, Höch st verantwortlicher Entscheidung geweckt werden, wenn der Unterricht aus dem Leben herauswächst, d. h. wenn er an die Umwelt des Schülers, an feine Erlebnis- und Vorstellungswelt anknüpft, wenn ihm echte Aufgaben gezeigt werden und die Möglichkeiten, fie anzufassen, dann will und wird er auch lernen, ohne der Gefahr der Unstetigkeit und Zerstreuung zu erliegen. Und er wird in einer solchen Schule auch dann willig lernen, wenn er einmal den Zusammenhang des Gelernten mit seiner Welt noch nicht einzusehen vermag. Das durch einen in diesem Sinne lebensnahen Unterricht gewonnene Wissen wird nie vergeblich erworben sein, es wird das jugendliche Gehirn nicht belasten, sondern Willen und Phantasie des Schülers beleben und seinen Gesichtskreis erweitern. Es gibt keine echte geistige Aufnahmefähigkeit ohne Leidenschaft, ohne Beteiligung des Willens und des Gefühls an den Gegenständen. Das Lernenkönnen hängt nicht nur vom Verstände, sondern wesentlich von diesen schöpferischen Kräften ab — auch darum ist aller Unterricht Erziehung.
Aufbauarbeit des nationalen Spaniens.
Großzügiges
Arbeitsbeschaffungsprogramm.
Burgos, 12. Febr. (DNB. - Funkspruch.) Der Minister für öffentliche Arbeiten, Alfonso P e n a , erklärte, daß im nächsten Ministerral ein umfangreiches Bauprogramm zur Verabschiedung vorgelegt werde. Dieses Programm ist auf besonderen Wunsch von General Franco ausgearbeitet worden und sieht umfassende Reubauten von Straßen- und Bewässerungsanlagen vor. Ferner sind im Rahmen dieses Programms neue Eisenbahnlinien wie auch der Ausbau einer Reihe von Städten geplant. Mit der Durchführung des Programms soll sofort begornen werden. Durch diese Reubauten erhalten Taufende von
länder selbst ist wie kein zweites Volk der Welt über den ganzen Erdball hin verstreut und überall hin bringt er seine Presse, seine Bücher, seinen Klub, seine Kirche, überall wirbt er für die ausgeprägten Lebensformen seiner Heimat, überall ist er Wortführer der Politik seines Landes, gestützt auf die Macht des weltumspannenden Empire, das durch Ausstellungen, Flottenbesuche, Reisen prominenter Persönlichkeiten — man denke nur an die mit großem Geschick aufgezogenen Reisen des ehemaligen Prinzen von Wales nach Nord- und Südamerika — immer wieder von sich reden macht und fremden Völkern seine Macht handgreiflich demonstriert. Sir Robert Dansittart betritt also als neuer Propa- aandachef des Britischen Reiches keinen unbestellten Acker. Er Hot eine große aber in dieser Zeit, die im Zeichen von Rundfunk und Massenpresse für jedes Schlagwort doppelt empfänglich ist, in dieser Zeit politischer Spannungen, die nach neuen Formen des Zusammenlebens der Völker tastet, auch eine besonders verantwortungsvolle Aufgabe. Er wird sie vor seinem Gewissen nur dann recht zu lösen vermögen, wenn er den ihm anvertrauten riesigen Propagandaapparat des britischen Weltreiches in der gewaltigen Konzentration der Kräfte, die auch hier wieder in der Vereinheitlichung liegt, in den Dienst der Wahrheit, des Friedens und der Verständigung der Völker stellt. Wenn in den letzten Tagen der britische Rundfunk täglich die tollsten Greuelmeldungen über Deutschland verbreitet, diese zwar in einer späteren Senduna wieder dementiert, dafür aber feinen Hörern in aller Welt sofort neue
Oie Neuordnung des höheren Schulwesens
Ein richtungweisender Erlaß des Reichserziehungsministers.
jdnen und aller in der verfassungsmäßig veranker- len Parteiherrschaft begründeten von Roosevelt schmerzlich genug empfundenen Hemmungen neben den gleichen Bestrebungen in den autoritären Staaten Deutschland, Italien und Japan durchaus sehen lassen kann.
Auch Frankreich, dessen politische Grundanschauung und staatsrechtliche Struktur solcher Zu- fammensassung an sich widerstreben, hat den letzten Regierungswechsel zu Anfang des Jahres dazu benutzt, wenigstens auf dem Gebiet der Landesverteidigung eine einheitliche Leitung sowohl nach der politisch-verwaltungsmäßigen Seite hin, wie nach der militärisch-organisatorischen durchzuführen. In dem neuen Kabinett Ehautemps hat der bisherige Kriegsminister D a l a d i e r als Landesverteidigungsminister eine seinen Kollegen von der Marine und Luftwaffe übergeordnete Stellung erhalten mit dem Auftrag, die Arbeit der drei Ministerien mehr als bisher zu vereinheitlichen, um die Voraussetzungen einer Zusammenarbeit der Land-, See- und Luftstreitkräfte zu schaffen, ein einheitliches, auf einander abgestimmtes Rüstunaspro- gramm aufzustellen und durchzuführen und die industrielle Mobilisierung nach einheitlichen Gesichtspunkten vorzubereiten. Dem gleichen Streben dient die Ernennung des bisherigen Chefs des Generalstabes der Armee und Vizepräsidenten des Obersten Kriegsrates, General G a m e I i n , zum Chef des Generalstabes der nationalen Verteidigung, womit der lange umstrittene einheitliche Oberbefehl über alle französischen Streitkräfte im Frieden tatsächlich vollzogen ist, denn dem General Gamelin fällt neben der Beratung Daladiers in den Fragen der materiellen Aufrüstung die Aufgabe zu, die Mobilmachungs- und Operationspläne nach einheitlichen strategischen Gesichtspunkten im Sinne der schon erwähnten einheitlichen-- Verwendung der Land-, See- und Luftstreitkräfte vorzubereiten. Daladiers kürzliche Erklärungen im Parlament machen deutlich, daß die so straff zusammengefaßte und unter eine Leitung gebrachte oberste Behörde der Landesverteidigung mit Hochdruck zu arbeiten begonnen hat. Daladier scheint mit größter Energie den aus den sozialen Kämpfen des Volksfront- regimes herrührenoen Stockungen in der Erzeugung der Rüstungsindustrie zu Leibe gehen zu wollen. Namentlich in der Herstellung von Flugzeugen sollen große Lücken bestehen, wobei man sich am Raride vielleicht die Frage erlauben darf, ob denn der verflossene Luftfahrtminister Pierre Cot seine umfangreichen Flugzeuglieferungen an die spanischen Bolschewisten auf Kosten der Rüstungsstärke des eigenen Landes getätigt hat. Nun sollen lieber» stunden und womöglich eine Durchbrechung der 40» Stundenwoche die Rüstungsindustrie auf die Tourenzahl bringen, die Daladier für erforderlich hält, um das umfangreiche Aufrüstungsprogramm, das auch den Bau von zwei neuen 3H 000-Tonnen-Schlacht- fchiffen einschlieht, zu bewältigen. Auch hier sehen wir -Iso eine aeroaltige Krastanstrengung in einer zusartzmenfassenoen Organisation, die auf demokratische Liebhabereien keine Rücksicht nimmt.
In England hat schon vor einiger Zeit der selbst noch junge und mit Energie geladene Kriegs- minifter Hore-Belisha eine erhebliche Verjüngung der höheren Stellen des Offizierkorps der Armee durchgeführt und den Feldmarschall Sir E. I. D e v e r e l l durch den rund zehn Jahre jüngeren General Viscount Gort als Chef des Reichsgeneralstabes ersetzt. Noch interessanter war die Ernennung des ständigen (d. h. nicht parlamentarischen und mit den Regierungen wechselnden) Unterstaatssekretärs im Auswärtigen Amt S i r Robert Dansittart zum diplomatischen Hauptberater des Kabinetts. Man wußte damals nicht
Unterricht ist Erziehung.
Unterricht aus dem Leben heraus.
In einer grundlegenden Einführung behandelt der Erlaß den Standort unserer höheren Schulen im nattonalsozialisttscken Staat. Es heißt hierin eingangs: Die deutsche Schule ist ein Teil der nationalsozialistischen Erziehungsordnung. Sie hat die. Aufgabe, im Verein mit den anderen Erziehungsmächten des Volkes, aber mit den ihr eigentümlichen Erziehungsmitteln, den nationalsozialistischen Menschen zu formen. Alle echte Bildung stammt aus dem Leben, und Leben kann nur durch Leben entzündet werden. Wenn der Nationalsozialismus den Vorrang des Lebens und der Tat vor allen Systemen der Erziehung und Bildung behauptet, dann spricht er das Gesetz der Entwicklung jeder großen Kultur aus. Politisches Hande l n ist die Stiftung einer neuen Ordnung. Bevor von einer neuen Erziehung die Rede sein kann, muß die Ordnung, der überzeugende Kraft innewohnt, geschaffen sein. Der Staat Adolf Hitlers
logie und die Leibeserziehung zu gewährleisten. Mit der Gabelung eng verbunden sind die sprachlichen und naturwissenschaftlich - mathematischen A r - beitsgemeinschaften, die die Leistungshöhe der Schule steigern sollen.
Für das Gymnasium ist bedeutungsvoll, daß Griechisch in der Klasse III beginnt und bis zur obersten Klasse mit fünf Wochenstunden durchgeführt wird. Die dritte Fremdsprache ist das Englische, das mit Klasse V beginnt. Außerdem haben die Schüler der Klasse VI bis VIII Gelegenheit, außerhalb des lehrplanmäßigen Unterrichts Französisch mit zwei Wochenstunden zu betreiben.
Der äußere Aufbau der höheren Schule stellt sich wie folgt dar:
A. Hauptsorm.
I. Oberschule für Jungen:
1. grundständig, mit den Klassen I bis VIII. Die Oberstufe (Klasse VI bis VIII) jeder Schule ist grundsätzlich gegabelt:
a) Naturwissenschaft-Mathematischer Zweig;
b) Sprachlicher Zweig.
Dazu kommen A r b e i t s g e m e i n \ d) a f t e n:
a) in Naturwissenschaften und Mathematik;
b) in einer lebenden Fremdsprache.
2-, Aufbauform mit den Klassen III bis VIII (Ausbauschule).
Die Oberstufe ist nicf)t gegabelt. Pflichtsprachen: Englisch, Latein.
l ».Oberschule für Mädchen.
1. gründ st ändig, mit den Klassen I bis VIII.
Die Oberstufe hat zwei Formen:
a) hauswirtschaftliche Form;
b) sprachliche Form.
Pflichtsprache:
bei a) Englisch;
Wahlsprachen:
bei a) keine;
bei b) eine lebende Fremdsprache ober Catern.
2. Aufbauform mit den Klassen 111 bis VIII (Aufbauschule).
Die Oberstufe hat die hauswirtschaftliche Form.
B. Soneersorm.
Gymnasium für Jungen, grundständig, mit den Klassen I bis VIII.
Der Oberstufe ist nicht gegabelt.
Pflichtsprachen: Latein, Gnechrsch, Englisch.
Kerne Msenstaffen.
Leibeserziehung und deutschkundliche Fächer besonders gefördert.
Zur Sicherung der Leistungshöhe dürfen Lortan die Klassen der Unterstufe (1. und 2. Klasse) nicht mehr als 40, bie ber Mittelstufe (3. bis 5. Kl.) nicht über 35 und die der Oberstufe (6. b:s 8. Klasse) nicht mehr als 25 Schülerinnen bzw. Schüler umfassen. An der grundständigen Oberschule für Jungen müssen auf der Oberstufe grundsätzlich beide Gabelungszweige vorhanden sein, während die Oberstufe für Mädchen zwischen beiden Formen wählen oder beide emnch- ten kann. /<w _
Die Oberschule in Aufbauform (Aufbauschule) soll in ländlicher Umgebung körperlich leistungsfähige, begabte und charakterlich wertvolle Jugendliche aus allen Schichten unseres Volkes zusammenfassen und zur Reife führen. Damit öffnet sich vor allem auch den Kindern der an das Land gebundenen Volksgenossen der Weg zur höheren Schule, der ihnen sonst erschwert würde. Die dadurch erforderliche gemeinsame Unterbringung der Schüler in Verbindung mit der Schule auf der Grundlage nationalsozialistischer Gemeinschaftserziehung bestimmt in hohem Maße Lebensform, Arbeitsweise und Unterrichts und gewährleistet einen besonders nachhaltigen Erziehungserfolg.
Der Erlaß bringt dann weiter die genauen Stundentafeln für die einzelnen Schulformen, während die Lehrpläne für die einzelnen Fächer demnächst in Buchform herauskommen werden. Im einzelnen ist von den Stundentafeln her» vorzuheben, daß sämtliche höheren Schulen für Jungen wöchentlich fünf Stunden Le i. beserziehung haben werden. Die Oberschule für Mädchen hat in den Klassen 1 bis 5 ebenfalls fünf wöchentliche Stunden Leibeserziehung, die sich in den letzten drei Klaffen in der hauswirtschaftlichen Form und in der Aufbauforyr auf zwei, in der sprachlichen auf vier verringern. Hervorzuheben ist die erhöhte Stundenzahl der deutschkundlichen Fächer, also Deutsch, Geschichte und Erdkunde bei allen Schulformen. Auch die musischen Fächer, Kunsterziehung und Musik, Haden eine entsprechende Hervorhebung erfahren.
Grundlagen nakronalsozialrstjfcherErziehung.
Reichsleiter Alfred Rosenberg vor dem NS.-Lehrerbund.
Berlin, 11. Febr. (DNB.) Der Beauftragte des Führers für die gesamte weltanschauliche Erziehung der NSDAP., Reichsleiter Alfred Rosenberg, sprach auf einer Kundgebung des NS.« Lehrerbundes. Der Nationalsozialismuß habe 14 Jahre politisch um jeden einzelnen kämpfen müssen. Es werde einmal die Zeit kommen, in der dieser 14jährige Kampf als das Nibelungenlied unseres Jahrhunderts bezeichnet werde. Der Nationalsozialismus erhebe den aus^ schließlichen Anspruch auf die Gesamterziehung der deutschen Jugend. Man könne es der deutschen Jugend nicht zumuten, etwa zu Füßen der Repräsentanten jener Mächte zu sitzen, die Deutschland schon einmal preisgegeben hätten. Jahrzehnte hindurch sei die Erziehung in Deutschland als eine bloße Wissensförderung auf- gefaßt worden; an ihre Stelle habe der Nationalsozialismus die Erziehung zur Geschloffen h eit des Charakters gesetzt, ohne jedoch das Wissen dabei zu unterschätzen. Vernunfterziehung, Willensstählung und als Ergebnis eine starke, selbstbewußte Urteilskraft — das seien die Elemente, von denen die Erziehung getragen werden müsse. Der deutsche Lehrer müfje heute mitten im Volke stehen.
So wie Sie die Heranwachsende Jugend führen und erziehen, erklärte Rosenberg zum Schluß, so wird das Gesicht des kommenden Deutschland aus- sehen. Auch an Ihnen, als den Erziehern der Jugend, liegt es, die Stunde des neuen Deutschland > nicht unbenutzt üorübergeben zu lassen, sondern auszuwerten, was, an Kräften vorhanden ist.
Ausbau
her Schweizer Landesverteidigung.
Genf, 11. Febr. (DNB.) Bei einem Empfang auf der Automobilausstellung erklärte Bundesrat M i n g e r , der Leiter des Schweizer Militärdepartements, die Schweiz verlange nichts weiter, als daß die anderen Staaten sie in Frieden leben ließe. Die schweizerische Armee müsse stark genug gemacht werden, um durch ihren Widerstand jede U eberrasch ungsaktion durch Schweizer Gebiet verhindern zu können. In den letzten Jahren seien die Ausbildung und die Widerstandsfähigkeit der Armee beträchtlich entwickelt worden. Man arbeite heute fieberhaft an der Verstärkung der Landesverteidigung. Nach der Erschöpfung der Wehranleihe von 335 Millionen Franken würden neue Kreditforderungen für die Anne« unerläßlich werden. Für die Motorisierung der Armee müsse man auf private Motorfahrzeuge jurücfgreifen, da die Eidgenossenschaft immer nur .einen sehr kleinen Wagenpark besitzen werde. Das Interesse der Landesverteidigung gebiete daher, d i s Zahl der Privatfahrzeuge zu erhöhen. Insbesondere seien die Bestände an Lastkraftwagen geringfügig, und jede neue Verminderung wär« bedenklich.''
dessen Eingang es heißt:
„Durch eine Reihe von Erlassen habe ich seit dem Jahre 1933 die äußere und innere Umgestaltung des höheren Schulwesens eingeleitet und vorbereitet. Nachdem ich Ostern 1937 die Verein- achung der zahlreichen Schulformen begonnen und durch den Erlaß vom 20. März 1937 der höheren Schule neue (Beftalt gegeben habe, weise ich nunmehr mit den nachstehenden Bestimmungen über „Erziehung und Unterricht in der höheren Schule" ihrer gesamten Arbeit Ziel und Weg. Ich lege damit in die Hand des Erziehers eine verantwortungsvolle Aufgabe. Sie kann nur dann erfüllt werden, wenn bie Lehrerschaft der höheren Schule aus den neuen Bestimmungen Ansporn und Verpflichtung für ihren Dienst an der deutschen Jugend entnimmt und im rechten Geist den nationalsozialistischen Erziehungswillen in die Tat umsetzt. Ich erwarte voller Vertrauen auf die Einsatzbereitschaft des deutschen Erziehers, daß er die ihm gestellte Aufgabe arbeitsfreudig in Angriff nimmt und gutem Ziele führt."
Im einzelnen wird in dem Erlaß auf folgendes besonders hingewiesen:
Aus wichtigen bevölkerungspolitischen Gründen ist die neunjährige höhere Schule auf acht Jahre verkürzt. Hierdurch darf jedoch die Bildungshöhe der höheren Schule nicht herabgemindert werden. Ihre kulturelle Aufgabe und Stellung im Rahmen des Erziehungs- und Bildungswesens erfordert, daß durch entsprechende Anforderungen an Schüler und Lehrer die Höhe ihrer Leistungen gesichert wird. Die gesamte Arbeit soll daher von vornherein auf das Ziel der Reife aus- gerichtet werden. Schüler, die leiftungsun« fähig sind oder offenkundige Willens - oder Charakterschwächen besitzen, sind von der höheren Schule f e r n z u h a l t en .
Die höheren Schulen sind grundsätzlich V o lisch u l e n , die an das vierte oder sechste Volksschuljahr anschliehen. Um jedoch für die leistungsfähige ländliche Jugend den Zugang zur höheren Schule im weiten Rahmen sicherzustellen, bleiben nicht voll- ausgebaute Schulen als Zubringerschulen bestehen, die mit Klasse I beginnen und zwei bis fünf Jahrgänge umfassen. Sie werden an eine benachbarte Dollschule angeschlossen.
Da eine gemeinsame Schulerziehung der Geschlechter nationalsozialistischem Erziehungsgeist widerspricht, sind für Jungen und Mädchen grundsätzlich getrennte Schulen eingerichtet; die neue Hauswirtschafti icke Form der Oberschule für Mädchen steht dabei in besonderem Maße im Dienst der Forderungen, die das Leben an die deutsche Frau und Mutter in Familie, Beruf und Volksgemeinschaft stellt.
Den besonderen Begabungsrichtungen und Be- rufsneigungen der männlichen Jugend entsprechend, wird der Unterricht der Klassen VI bis VIII in ber Oberschule für Jungen in einen naturwi ss enscha ftlich-mathem a tischen und einen
so recht, was man aus bieser Ernennung machen sollte, da ja schon ber Lorbpräsident bes Geheimen Rats Discount Halifax, der burch feinen kürzlichen Besuch in Berlin und Berchtesgaden auch der deutschen Oeffentlichkeit bekannt geworden ist, neben dem amtierenden Außenminister Eden die Rolle eines außenpolitischen Vertrauensmannes ber Regierung gleichsam als „Weiterer Staatsmann" spielt unb für außenpylitische ©onberaufträge bem Kabinett zur Verfügung steht. Nun wird bekannt, daß Sir Robert V a n f i 11 a r t bie Aufgabe erhalten hat, einen „Koordinationsausschuß für Werbung im Ausland" zu schaffen, also auch hier eine Zusammenfassung aller Kräfte auf bem Gebiet ber Auslandspropaganda zu einheitlicher Arbeit unter ber Leitung eines der erfahrensten unb routiniertesten Diplomaten, bie aus der Schule des Foreign Office hervorgegangen sind. Dansittart, der übrigens während ber Olympischen Spiele 1936 Deutschland einen Besuch abgestattet hat, ist für diesen Posten auch deswegen besonders geeignet, weil er ein Mann von gepflegter Kultur ist, der selbst schriftstellert, sogar Theaterstücke und Gedichte gemocht hat, die auch in Frankreich, dessen Sprache er b 'herrscht, wohlwollende Beachtung gefunden haben. Derwandschaftliche Beziehungen verbinden ihn mit dem früheren Berliner, setzt in Paris amtierenden Botschafter Sir Erie Phipps unb dessen Vorgänger Lord Tyrrell, aber auch mit einflußreichen Kreisen des Auslandes hat er Fühlung. Er ist also sicher ber rechte Mann am rechten Platz, um der britischen Auslandspropaganda neuen Impuls zu geben.
Deutschland hat im Weltkrieg das Geschick, aber auch die ganze Skrupellosigkeit britischer Propa- ganba empfindlich zu spüren bekommen. Lord Northcliffes mit den größten Mitteln und vollendeter Brutalität aufgezogener schändlicher Derleum- dungsfeldzug gegen Deutschland ist bei uns noch nicht vergessen. Wir haben auch nach der nationalsozialistischen Machtergreifung Proben davon zu spüren bekommen, wie raffiniert die britische Agitation es versteht, durch ein ganzes System feinster Kanäle die öffentliche Meinung der Welt in bestimmtem Sinne zu beeinflussen. Das billige Schlagwort von der Einheitsfront der großen Demokratien gegen die faschistischen Länder, das die britische Presse nach einheitlicher Parole immer und :mmer wieder in die Köpfe hämmerte, spukt noch heute überall herum, wo man sich noch nicht zu einem selbständigen unbefangenen Urteil über das neue Deutschland aufraffen kann. Neuerdings richten sich die Anstrengungen der britischen Propaganda auf die arabische Welt. In arabischer Sprache erfolgende Sendungen des italienischen Rundfunksenders Bari haben auch den britischen Rundfunk mobil gemacht, vorerst allerdings mit nur bescheidenem Erfolg. Aber Dansittart wird hier wohl bald Abhilfe schaffen. Sendungen in portugiesischer und spanischer Sprache sollen vornehmlich den sehr vielseitigen britischen Interessen in Südamerika dienen. Film und Presse werden für die gleiche Aufgabe eingespannt werden. Das beste, ja geradezu einzigartige Hilfsmittel der britischen Auslandswerbung ist und bleibt natürlich die englische S p r a ch e , die überall in der weiten Welt verstanden wird und als maßgebende Kultursprache . das Französische abgelöst hat. Das ist ein Vorteil, den die britische Auslandspropaganda vor allen übrigen Völkern voraus hat. Aber auch der Eng-


