Wovon wir nichts wissen.
Äon unterer Berliner Schr.ffle'tung.
Die guten Deutschen und vornehmlich die Ber- .Imer werden baß erstaunt seii^zu vernehmen, dass es inl Berlin.zu StraßenMmpsen zwilchen dem revoltierenden Militär und der H gekommen is7 M ausgerechnet in A l l e n st e i n und Stolp sich solche Kampfe wiederholten und ganz D e u t s ch l a n d s, ch i m A u f r u h r befind^ Der- schiedene Trager bekannter Namen seien ins Aus- land gefluchtet die Grenzen Deutschlands seien hermetisch geschlossen, damit keine Nachricht über hie $anT£fe emc« empörten Volkes gegen den Tyrannen des 4. Februar über die Grenze bringe. Der V n « J 118 r „T e m p s" behauptet es, das Volks- f r o n t.„p eu vr e" bringt ergänzende Meldungen die englische Presse sekundiert, und die gesamte demokratische Meinungsfabrik des Auslandes schildert wie die Deutschen seit dem 4. Februar sich betätigen' Zwar wollen diesmal die Ausländskorrespondenten dieser Blätter, die in Berlin sehen, wie bie Bevölkerung ruhig ihrer Arbeit nachgeht, an der Erfindung solcher Ausgeburten einer perversen Phantasie unbeteiligt sein. Eine Rückfrage der Redaktionen bei ihnen hatte je auch diese Greuelmärchen vernichtet Aber die Redaktionen haben sich darauf verlassen was ihnen angeblich Berichterstatter zutrugen' die irgendwo „Reisende", die übdr die deutschen Grenzen entkommen wären, ausgeholt hätten Ihre Berichte werden groß aufgemacht und so wird der Eindruck erweckt, als ob in Deutschland die verworrensten Zustände herrschten. Wir überlassen das Urteil darüber jedem Deutschen, der die Wiederkehr der kommunistisch-marxistischen Straßenkämpfe in der nationalsozialistischen Gegenwart natürlich am eigenen Leibe gründlich verspürt hätte.
Woher stammen diese Phantasiemeldungen? Das erstaunte deutsche Volk versteht überhaupt nicht, welch blühender Unsinn im Auslande geglaubt wird. Es macht mit Recht die Leute dafür'verantwortlich, die den Weltkrieg wünschen und ihn pro- pagandistisch vorbereiten, die Waffenschiebungen machen und sie intellektualistisch verbrämen. Der Pariser „Gringoire" nennt eine dieser anrüchigen Quellen mit Namen: den Pressechef des französischen Außenministeriums, der auch der Erfinder der Seifenblasen-Nachricht gewesen ist, wonach deutsche Truppen in Spanisch-Marokko gelandet seien. Aber es gibt noch andere Quellen. Das internationale Judentum, das in Rumänien wieder Morgenluft wittert, über sehr ausgebreitete Beziehungen ver- fügt, liefert natürlich für die demokratischen Auslandszeitungen Berichterstatter, die Giftblumen wachsen sehen, und daß seine Gesinnungsfreunde in den Zeitungsredaktionen am gleichen Strang ziehen, ist nicht weiter verwunderlich. Die Erfinder und Verbreiter dieses albernen Schwindels haben sich selbstverständlich nicht einmal die geringe Mühe gemacht, durch ein einfaches Telephongespräch die völlige Sinnlosigkeit und Unmöglichkeit ihrer Behauptungen festzustellen. Es kommt ihnen einzig und allein darauf an, ein zweites Mal das zu versuchen, was ihnen unmittelbar nach dem 4. Februar so kläglich mißlungen war, mit allen Mitteln irgendwelche Gegensätze zwischen den beiden tragenden Säulen des Dritten Reiches, zwischen Partei und Wehrmacht, zu konstruieren und das Ansehen Deutschlands zu beeinträchtigen. Man könnte sagen, daß die in jenen Gerüchten enthaltenen Unterstellungen schwere Beleidigungen gegenüber dem deutschen Offizierkorps wären, wenn jener handgreifliche Unsinn überhaupt an die deutsche Wehrmacht heranreichen würde.
Was würde man eigentlich im Ausland dazu sagen, wenn die deutsche Presse z. B. die soeben bekanntgewordenen Maßnahmen der amerikanischen Regierung zur Verjüngung des Offizierskorps der amerikanischen Armee mit ähnlichen Greuelmärchen begleiten würde, die die Auslandspresse der deutschen Wehrmacht unterstellt, und von Straßenkämpfen in amerikanischen Städten sprechen würde, wie die wohlweislich im Dunkel der Anonymität bleibenden „Berichterstatter" englischer, amerikanischer und französischer Blätter? Nein, in Deutschland gibt es keinerlei Sensation, das deutsche Volk geht mit größtem Eifer nach wie vor seiner Arbeit nach, und das Verhältnis zwischen Partei und Wehrmacht ist nach wie vor das denkbar kameradschaftlichste. In den Spekulantenkreisen der internationalen albernen Greuelbörse sollte man endlich gelernt haben, daß man sich mit so albernen Erfindungen, wie man sie jetzt wieder völlig skrupellos in die Welt gesetzt hat, um so stärker blamiert, je mehr man sie aus den Verhältnissen des eigenen Landes heraus „nach- etnpfinbet". . O S.
Reue Feststellungen zum Suhenfo
Bukarest, 11. F-br. <DNB.) Die Untersu- chungsbehörden haben festgestellt, daß drei Tage vor dem Verschwinden Budenkos der Chef der GPU für Mitteleuropa, Tataranow, an demselben Tage, an dem der frühere sowjetrussische Gesandte O st r o w s k i die Grenze nach Polen überschritt (statt auf dem unmittelbaren Wege über Tighina in Bessarabien), um nach Moskau zu reifen, aus Moskau über Tighina ^ch Rumänien kam. Er ist mehrmals in Bukarest m Buden ko zusammen gewesen, der von dem ^.aß-Vertreter und GPU.-Agenten Bodrow überwacht wurde. Neben Budenko und dem Chauffeur war noch eine andere Person in dem Kraftwagen, m dem Budenko von der Gesandtschaft abfuhr. Gleichzeitig mit Budenko ist auch Tataranow spurlos verschwunden. Die Behörden sind zu der Ueberzeu- gung gekommen, daß der Chauffeur der Sorojet= gesandtschaft eine falsche Aussage machte, a^ er behauptete, Budenko am Sonntagabend nach Hause gefahren zu haben. Auch seine Hausangestellte hat sich in Widerspruche verwickelt.
Unverständliches Urteil gegen deutsche Eltern in polen.
Bromberg, 11. Febr. (DNB) «m tag wurde vom Landgericht m Posen das Urteil im Prozeß der 50 deutschen Elternaus N e u t o m i s ch e l gefällt die s t ch 0 « ® [ * 9 e T J hatten, ihre Kinder in die polm ch e Staats schule zu schicken. Die Kinder hatten deustche Privatschule ihres Heimatortes besucht. Am t September 1937 wurde dieser Schule das Gerecht m dem Gebäude der polnischen Volksschule 6^^, von polnischer Seite wurde der Pachtvertragausge hoben. Es gibt in Neutomischel zwar ein neues erst im 'Tnhre 1933 errichtetes deutsches Pnoatlchul Ä®l® po!nif*en Schulb°h°^-n gaben w°«°n angeblidjer Baumängel ,edoch bis H^ute nicht Si Erl»ubnis dazu, daß di- d-u ch- =
ihren Einzug in di-st-s Gebäude halten kann. 3n ocr Hoffnung daß nach der deulfch-palnifch-n M, r= derheitenerklärung Dom N"°-mber di- deutschen Kinder bald ihre neu-deutsche schule im neuen Schulgebäude werden besuchen vuri-n,
Der Reichsberufswettkampf eröffnet.
Berlin, 11. Febr. (DNB.) Im Berliner Sportpalast fand unter Teilnahme von Vertretern der Partei, des Staates, der Wehrmacht, der Wirtschaft, des Reichsarbeitsdienstes und der Lehrerschaft eine Kundgebung statt, mit der zum 5. Male der Reichs - Berufs - Wettkampf eröffnet wurde, der in diesem Jahre erstmalig für alle ichafsenden deutschen Volksgenossen offen ist. Mehr als 15 000 Angehörige der Werkscharen, Frauen aus den Betrieben, Hitlerjungen und BDM.-Mädel bereiteten dem Reichsjugendführer und dem Reichsorganisationsleiter Dr. Ley einen herzlichen Empfang.
Obergebietsführer A x m a n n
teilte mit, daß im letzten Jahre 1 800 000 Jugendliche zum Leistungswettbewerb gemeldet hatten. Heute konnte er 2 702 933 melden Die Zahl der Teilnehmer hat sich gegenüber dem Vorjahr also um fast eine Million vermehrt. Die Teilnehmerzahl der Jugendlichen allein ist weiter um 200 000 gestiegen, während die Zahl der erwachsenen Teilnehmer sich auf 618 767 beläuft. Der sportliche Gedanke des edlen und kameradschaftlichen Wettstreites hat auch im Beruf seine Wirklichkeit gefunden. Jeder Teilnehmer bekundet in freiem Entschluß durch seinen persönlichen Einsatz, an dem großen Werk des Vierjahresplanes mitzu- arbeiten. Die reichseinheitliche Aufgabenstellung und die Auswertung der Ergebnisse ermöglichen einen klaren Ueberblick über die Leistungen in allen Berufen. Die Erkenntnis der Schwächen führt im gleichen Zuge zu ihrer Beseitigung. Das bedeutet in der Praxis eine Leistungsförderung. Die sozialpolitische Auswertung des Berufswett- kampfes hat uns die erste Urlaubs st ati st ik der schaffenden Jugend gegeben. Durch die Erweiterung auf die Erwachsenen erfährt diese Auswertung eine ungeheuere Erweiterung. Der Berufswettkampf ermittelt nach dem Grundsatz der Leistungen systematisch eine Auslese. Die DAF.„ die Betriebe und die Gemeinden übernehmen die Förderung der Mitglieder in dem Bewußtsein, daß für den Tüchtig st en der Weg nach oben am kürzesten sein muß. Von den im letzten Jahr ermittelten Siegern sind allein 75 v. H. gefördert worden. Hier tritt neben die schulische Förderung eine planmäßige berufliche Förderung und für die Erwachsenen die berufliche Begabten-Forde- rung.
Reichsjugendführer Baldur von Schirach
erklärte dann: Wir sind nicht so sehr dazu da, um den jungen Menschen die Sorgen des Daseins abzunehmen, als ihm vielmehr das Bewußtsein zu geben, daß zusammen mit ihm 70 Millionen Menschen die Sorgen zu tragen be
reit sind. Demjenigen, der fähig ist, der arbeitet und leistet, soll die Möglichkeit gegeben werden, später einmal für die Gemeinschaft des Volkes tätig zu sein, an einer entscheidenden Stelle im Staat, in der Wirtschaft und in der Partei zu arbeiten. Das ist der tiefe Sinn unserer Gemeinschaft, daß jeder, der arbeitet und leistet, den Weg für die Zukunft freigemacht bekommt. Wenn es einst in unserem Volke eine Zeit gab, da auch der fähige Arbeiter bei großer Leistung bestimmte Aemter des Staates nicht erhalten konnte, so schließt die nationalsozialistische Bewegung und die HI. diese Epoche ab und begründet eine neue, in der jedem Tüchtigen das Tor der Zukunft geöffnet ist. Der Reichsberufswettkampf ist das klassische Symbol des Leistungswillens der jungen Nation. Die Ergebnisse und Zahlen der vergangenen Reichsberusswettkämpfe beweisen, daß der Reichsberufswettkampf der Gestaltungs- und Leistungswille der nationalsozialistischen jungen Nation ist.
Reichsorganisationsleiter Dr. Ley kennzeichnete als den besonders gefährlichen Feind jeden Fortschrittes die Trägheit, der der Mensch von Natur aus unterworfen sei. Ins Wirtschaftliche übersetzt, bedeutet Trägheit Unfähigkeit. Es bleibe darum nichts anderes übrig, als diese Trägheit des Menschen in unaufhörlichem Kampfe zu überwinden. Es fei geradezu absurd, sich einen Be- russwettkampf vor fünf oder zehn Jahren vorzustellen. Damals habe man ja alles daran gesetzt, durch Streiks und Aussperrungen die Arbeit als etwas Hassenswertes hinzustellen und damit die Produktion zu vermindern. Die gleichen Menschen würden nun heute zu einem W e 11 k a m v s auf- gerufen, der ein Appell an ihre Kraft, ihre Jugendlichkeit im weitesten Sinne, ihren Ehrgeiz und ihren Fleiß sei. Unschätzbar aber sei auch der wirtschaftliche Nutzen des Wettkampfgedankens. Schließlich fei der Wettkampf aber auch das beste Mittel zur Stärkung des Gemeinschaftsgedankens. Ueberall, wo die Betriebe im Wettkampf stünden, blühe in edlem Wettstreit ein ehrliches Leben auf. In einigen Jahren werde der Berufswettkampf für alle S ch a f - fenden Wirklichkeit fein. Es erfülle ihn mit Stolz, daß alle Berufskreise, vor allem auch Handwerk und Handel, teilnähmen, und daß ferner der Reichswirtschaftsminister darauf hingewiesen habe, wie wichttg gerade auch die Beteiligung der o f f e n t • licfjen Betriebe am Berufswettkampf sei. Nach einem Hinweis auf die praktische Bedeutung der Auswertung der Ergebnisse schloß Dr. Ley mit einem Wort des Dankes an die deutsche Jugend für ihre begeisterte und hingebungsvolle Mitarbeit an der Sache des Berufswettkampfes.
führerinnen selbst geschaffen wurde. In einer schlich« ten geschmackvollen Form fügte es sich, harmonisck in das Gesamtbild dieses Abends ein. Der Schluß der Festlichkeit war dem Tanz gewidmet, der durch einen Walzer, getanzt von Arbeitsmaiden in Feier- abenbfleibern und von Lehrgangteilnehmern der Feldmeisterschule, eröffnet wurde.
Aus aller Well.
Zwei Meter Schnee im Schwarzwald.
Der heftige Schneefall, der in der Nacht zum Samstag einsetzte und — mit kurzer Unterbrechung — am Sarnstagoorrnittag noch anhält, hat dem Schwarzwald wiederum große Schneemengen beschert. Die Schneehöhe auf dem Feldberg betrug am Samstagfrüh zwei Meter, davon sind 40 Zentimeter Neuschnee. Im allgemeinen werden in Höhenlagen zwischen 1000 bis 1200 Meter 70 bis 120 Zentimeter gemessen. Aber auch in den Lagen unter 1000 Meter ist eine Schneehöhe von durchschnittlich 80 Zentimeter vorhanden. Es wird mit dem weiteren Anhalten der Schneefälle gerechnet. Die Temperaturen betragen 5 bis 7 Grad unter Null.
Sturmschaden In Wilhelmshaven.
Der heftige N o r d w e st st u r rn , der über die Nordseeküste hinwegbrauste, hat in verschiedenen Stadtteilen Wilhelmshavens erheblichen Schaden
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haben die Eltern ihre Kinder nicht in die polnische Schule geschickt. Dieser Weigerung wegen wurden sie vom Landrat mit Geld st rasen belegt. Dagegen hatten die Eltern beim Posener Landgericht Berufung eingelegt. Die Geldstrafen des Landrats würben jedoch restlos bestätigt. Im Nichteintreibungsfalle sind Haftstrafen vorgesehen. In der Urteilsbegründung hob das Gericht hervor, die deutschen Kinder wären verpflichtet, eine Staatsschule zu besuchen.
Verständigung mit Ungarn.
Das deutsch-polnische Minderheiten- abkomrnen als Beispiel.
Budapest, 11. Febr. (DNB.) Der Fürstprimas von Polen, Kardinal-Erzbischof H l a i b , erklärte dem Warschauer Vertreter des „Pester Lloyd", es sei der besondere Wunsch Polens, daß im Donaubecken Fri-de, Verständigung, geistige und wirtschaftliche Blüte herrschen. Das ungerechteVer- bammungsurteil gegen Ungarn müsse wiberrufen werben. Die Nachbarstaaten muß- ten Ungarn bie Hand Hinhalten. Bei den jugo slawischen Freunden habe sich diese Ansicht bereits durchgerungen. Dank der Verständigung zwischen Italien und Jugoslawien sei eine Entspannung in dem ungarisch-jugoslawischen Verhältnis eingetreten. Die rumänischen Freunde Polens schienen nunmehr den gleichen Weg einzuschlagen. Polen sei bereit, alles zu tun, damit a u ch da eine Versöhnung erfolge. Es wäre zu hoffen, daß das dritte Glied der Kleinen Entente (die Tschechoslowakei) die gleichen Wege roan- bet e. Das Beispiel bes beutsch-polnischen Abkommens zeige, baß man heikle Streitpunkte für lange Frist ausschalten könne, ohne daß dabei einer der Partner auf seinen eigenen Rechtsstandpunkt verzichte. Polen und Deutschland könnten auch mit ihrem Minderheitenpakt als Vorbild dienen, um das Los der ungarischen Minderheiten in den Staaten der Kleinen Entente zu ordnen und den Nichtungarn in Ungarn ihre nationalen Rechte zu verbürgen. Polen und Ungarn stünden in einer gemeinsamen Front gegen den barbarischen Femd der abendländischen Zivilisation, den Kommunismus.
Oesterreich
erhöbt die Militärdienstpflicht.
Wien, 11. Febr. (DNB.) Die amtliche „Wiener Zeitung" veröffentlicht eine Novelle zu dem Bundes- bienstpstichtgesetz. Zunächst wird die Dienstzeit der neuausgemufterten Jahrgange von bisher ein Jahr auf IV2 Jahr e e r h o h t. Sowohl für die zum Dienst mit der Waffe Einberufenen als auch für die Mindertauglichen, bie zum Dienst ohne Waffe eingezogen werden („Werksoldaten"). Für die Absolventen der Gymnasien, Realschulen, Handelsakademien usw. wird die Dienstzeit weiterhin ein Jahr betragen. Ferner sollen in Zukunft bereits d.i e Zwanzigjährigen ausgemustert werden, während bisher bie Gestellungspflicht erst mit bem 21. Lebensjahr begann. _ ,
Vorbildlicher Lehrvertrag in der Landwirtschaft.
Berlin 12. Febr. (DNB.) Der Reichsnährstanb hat in Verbindung mit ber Reichsjugenbführung für bie Lanbarbeitslehre unb für alle Lehrlinge in ben Berufen ber Lanbwirtschaft unb bes Gartenbaues einen Lehrvertrag eingeführt. Er enthalt Bestimmungen über bie Berufserziehung ber Lanb- jugenb, über bie Pflichten des Lehrherrn, bie Be- hanblung unb Ausbildung der Jugend. Mit dem neuen Lehrvertrag wird für die gesamte arbeitende Landjugend ein ausreichender, bezahlter Urlaub feftqeleqt. Bis zum vollendeten 16. Lebensjahr erhalten die Lehrlinge 18 Tage, bis zum vollendeten z7. Lebensjahr 15 Tage und bis zum vollendeten
18. Lebensjahr 12 Tage Urlaub. Damit ist für die wohl größte Berufsgruppe mit fast einer Million Jugendlicher die Urlaubsregelung nach nationalsozialistischen Richtsätzen durchgeführt.
Empfang
des Reichsarbeiissührers.
Berlin, 12. Febr. (DNB.) Ein Empfangs- abenb, den der Reichsarbeitsführer Staatssekretär Hier! und Frau Hier! im Hause der Flieger gaben, zeigte eine dem Sinn und Schaffen des Arbeitsdienstes entsprechende Note dadurch, daß die Ausgestaltung des unterhaltenden Teiles den Arbeitsmännern und Arbeitsmaiden vorbehalten war. An der Spitze der Ehrengäste sah man mehrere Reichsminister, den Reichsführer ff und fast alle Staatssekretäre, zahlreiche Mitglieder des Diploma- ttschen Korps, Vertreter der Wehrmacht, unter ihnen Generaloberst von Brauchitfch, die Rektoren der Berliner Hochschulen unb namhafte Per-
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Das neue Festkleid ber Reichsarbeitsbienft-Führe- rinnen besteht aus erdbraunem Rock und weißer Bluse ohne strengen Gürtel unb ermöglicht, frei von uniformen Knopfreihen, jeher Trägerin eine ber Figur entsprechenbe eigene Note. — (Scherl-M.)
sönlichkeiten von Kunst, Wissenschaft unb Presse, ferner bas gesamte Führerkorps bes Reichsarbeits- bienstes, ben Präsibenten bes Rechtshofes, Generalarbeitsführer Busse, bie Inspekteure General- arbeitsführer Freiherr Löffelholz von Solberg, von Gönner, Tholens, Dr. Schmeibler, Dr. Decker sowie bie 30 Gauarbeitsführer unb die 13 Bezirksführerinnen des Arbeitsdienstes für bie weibliche Jugenb.
Einen Einblick in bas Leben unb Treiben bes Arbeitsdienstes draußen in ben Lagern erhielten bie Gäste burch eine Feierabenbgestaltung unter bem Titel „Fröhlicher Arbeitsbienstabenb . So berb unb so kameradschaftlich, wie es dort draußen zugeht, rollte sich ein kleiner Abschnitt aus dem Lager ab. In launiger Weise zeigten die Männer „Arbeitsmann Meyers Himmelfahrt", ein Spiel für ben Feierabend, das im Reichsarbeitsdienst entstand. Zum eisten Male wurde bas Führerinnen-Festkleib getragen, bas während der letzten Monate von den Arbeitsdienst
angerichtet. Besonders stark mitgenommen wurden die elektrischen Freileitungen, so daß einige Stadtteile zeitweise ohne Licht waren. Straßenbäume wurden entwurzelt ober umgeknickt unb zahlreiche Schaufensterscheiben zertrümmert. In mehreren Fällen würben bie Dächer teilweise von ben Häusern gerissen. Menschen kamen nicht zu Schaben.
pan)erf(f)iff „Deutschland" wieder daheim.
Am Freitag traf das Panzerschiff „Deutschland" nach mehrmonatiger Abwesenheit wieder in seinem Heimathafen Wilhelmshaven ein. Das Schiff war Anfang Oktober von Wilhelmshaven ausgelaufen und hatte über vier Monate in ben spanischen Gewässern unb im Mittelmeer Dienst getan. Zum Empfang hatte sich eine Adorbnung ber 2. Ma- nneartitterieabteilung mit Musik eingefunben. Nach- bem bie „Deutschland" eingelaufen war, begab sich ber Standortoffizier zur Begrüßung an Bord Das Schiff machte an feinem Liegeplatz im Werftgelänbe fest, wo sich auch bie Angehörigen ber Besatzung an Borb begeben konnten. Das Einlaufen bes Panzerschiffes hatte sich um etwa V/2 Stunden ver- fögert, weil bie „Deutschlanb" in ber Nähe der Jn- el Juist einem dort auf Grund geratenen franzö» ischen Dampfer zu Hilfe geeilt war.
Weiterbericht
Durch das ostatlantische Hochdruckgebiet ist rasch ein neuer Atlanttkwirbel zur Ostsee vorgestoßen. Er bringt zur Zeit an feiner Vorderseite mit aus» gleichender feuchter Meeresluft ausgedehnte Schneefälle, die m den Niederungen im Verlauf des Samstaas noch in Regen übergehen werden. Anschließend kann im Bereich nachstoßender fallet Meeresluft wieder wechselhaftes Wetter erwartet werden.
Aussichten für Sonntag: Wechselhaftes Wetter mit Aufheiterung unb schauerartigen Niederschlägen, im Gebirge Schnee, Temperaturen nachts nur wenig über 0 Grab, auf ben Bergen Frost, lebhafte aus West unb Norbwest kommende Winde.
Aussichten für Montag: Voraussichtlich wechselhaft unb unbeständig, zeitweise kälteres Wetter.
Lufttemperaturen am 11. Februar: mittags 3,8 Grad Celsius, abends 1,2 Grad: am 12. Februar: morgens 0,3 Grad. Maximum 4,5 Grad, Minimum heute nacht 0 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 11. Februar: abends 1,7 Grad: am 12. Februar: morgens 1,2 Grad. — Niederschläge 0,2 mm. — Sonnenscheindauer 2,4 Stunden.
Wintersport-Wetterbericht.
Vogelsberg. Hoherodskopf: Schneefall, —5 Grad, 40 Zentimeter Gesamtschneehöhe, 10 Zentimeter Neuschnee, Pulverschnee, Ski und Rodel im Wald sehr gut, auf der Heide mäßig.
Rhön. Wasserkuppe: —5 Grad, 19 Zentimeter Gesamtschneehöhe, 10 Zentimeter Neuschnee, Pulverschnee, Ski und' Rodel sehr gut.
Schwarzwald. Feldberg: Schneefall, —6 Grad, 2 Meter Gesamtschneehöhe, Neuschnee, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut.
Im Laufe bes Samstag setzen sich bie Schneefälle fort. In Höhenlagen über 600 Meter bleibt ber Frost erhalten.
Hauptschriftleiter: Dr Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bes Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik unb für bie Bilder: Dr Fr W. Lange: für Feuilleton: Dr Hans Thyriot; für ben übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für ben Inhalt ber Anzeigen: Theobor Kümmel. DA. 1. 38: 11000. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K -G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Ps. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. unb Samstags 15 Pf., mit der
Illustrierten 5 Ps. mehr
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig,
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