llr. ,"6 Erstes Blatt
188. Jahrgang
Samstag, |2./$onntag, 13. Zebruar <938
Giehener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
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9er Aeichsbemsswettkamps.
Als im Jahre 1934, zwölf Monate nach der Machtübernahme, zum erstenmal ein Reichsberufswett- kampf veranstaltet wurde, da gab es viele die dieser in der Geschichte unseres sozialen Lebens bislang einzig dastehenden Einrichtung skeptisch gegenüber« standen. Zu sehr war noch die Ansicht verbreitet, daß es ein unmögliches und wenig erfolgreiches Unterfangen sein müßte, einen solchen friedlichen Wettstreit der Arbeit ins Leben zu rufen, der, so erklärte man damals vielfach, niemals eine Angelegenheit des ganzen Volkes werden würde. Nun, diese Pessimisten haben unrecht behalten, die Reichsberufswett- kämpfe der Jahre 1934 bis 1937 haben eine ständige Aufwärtsentwicklung gezeigt und eindeutig bewiesen, daß die Parole: .Leder Deutsche muß an seinem Arbeitsplatz das Beste leisten" einen gewaltigen Widerhall gefunden hat.
Man ist bei dem, was in den vergangenen Jahren erreicht werden konnte, nicht stehengeblieben, sondern hat, in zielbewußter Weiterentwicklung dieses wahrhaft gemeinschaftlichen Einsatzes, Mittel und Wege gesucht und gefunden, um eine Ausdehnung desTeilnehmerkreisesauchaufdieEr- wachfenen zu erreichen. Dadurch ist der Reichsberufswettkampf erst recht eine Angelegenheit der ganzen Nation geworden, denn wenn auch die Teilnahme durchaus freiwillig ist, so muß es doch dem Verantwortungs- und Pflichtbewußtsein jedes einzelnen überlassen sein, ob er das Seine beitragen will zum wirtschaftlichen Aufbau seines Vaterlandes.
Der Nationalsozialismus hat überhaupt erst d i e Voraussetzungen zu diesem Reichsberufswett- kamvf geschaffen, indem er durch die ganze Gestaltung seiner Sozialpolitik Sorge dafür trug, daß der junge Deutsche, ganz gleich, welchen Beruf er ausübt, eine eingehende und erschöpfende Ausbildung erhält. Die Parole »Zeder Deutsche ein hochwertiger Facharbeiter" stand im Vordergrund aller Maßnahmen, und wenn heute der Begriff des ungelernten Arbeiters schon so gut wie ganz der Vergangenheit angehört, so ist dies in erster Linie auf die Förderung zurückzuführen, welche unserem jungen Nachwuchs zuteil wird.
Das ist das Große an dem Berufswettkampf, da st er zum ersten Mal eine praktische Möglichkeit zeigt, wie die breiten Massen des Volkes an der Verbesserung und dem Austausch ihrer Leistungen teilnehmen können. Hiermit wird die FordiT'ung verwirklicht, die Adolf Hitler einmal zum Ausdruck gebracht hat, als er auf die Frage: „Was ist So- ziaHsmus?" die Antwort gab: „Wahrer und echter Sozialismus ist jene Tatsache, jeden Menschen in einem Volke, in einer Gemeinschaft an den Platz zu setzen, den er laut seinen Fähigkeiten a u s f ü l l e n kann."
Wir erwähnten schon, daß die Teilnahme der Erwachsenen dem Reichsberufswettkampf diesmal ein besonderes Gepräge gibt. Warum ist der Berufswettkampf nun auf die Erwachsenen ausgedehnt worden? Wir müssen uns vor Augen halten daß viele ehemalige Teilnehmer der Wettkämpfe der Jahre 1934 bis 1937 inzwischen beruflich weitergekommen und Gesellen, Gehilfen oder Facharbeiter geworden sind. Durch die Verfügung Dr. Leys, die dje Ausdehnung des Teilnehmerkreises auf die Erwachsenen und diejenigen 18- und 21jährigen Jungarbeiter gebracht hat, die bisher wegen erhöhten' Alters oder abgeschlossener Lehr- ausbildung ausgeschlossen wurden, ist diesen Gruppen nun Gelegenheit gegeben, sich erneut m Zukunft wieder alljährlich zu beteiligen. Der junge Facharbeiter oder Geselle hat nun die WM sicherlich willkommene Möglichkeit, bei der Bewältigung der berufspraktischen und -theoretischen Ausgaben das anzubringen und zu verwerten, was er feit feiner Teilnahme am Reichsberufswettkamp hm- luqelernt, worin er sich verbessert und veroollkomm- nei hat. Die Erwartungen der Wettkampf eitung rich- ten sich daher auch vornehmlich auf diese Schichten der Arbeitskräfte, die erst vor kurzem ihre ersten Au-bildungsjabre hinter sich gebracht baden.
Man kann jetzt noch hin und wieder die Frage hören, welchen persönlichen Nutzen denn der Em zelne durch seine Beteiligung am Reichsberufswrit kampf hat, wobei ost hinzugefugt wird, daß die Aufbesserung der Arbeitsleistung ja nur den Betrieben und der Wirtschaft insgesamt zugute fommf Dem ist selbstverständlich entgegenzuhalten, daß es durchaus im Interesse jedes Einzelnen hegen i mufc KSEKÄMFS,
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Eine italienische Anfrage in Washington
Der frühere italienische Außenminister S u v i ch, Professor Gilbert Murray, der Vorsitzende der
der jetzt als italienischer Botschafter in Washington amtiert, hat den amerikanischen Staatssekretär der Auswärtigen Angelegenheiten Hüll aufgesucht. Man darf annehmen, daß er sich bei dieser Gelegenheit nach dem Gesamtumfange des amerikanischen F'lottenbauprogramms und der Größe der einzelnen Schiffseinheiten erkundigt hat. Angeregt ist diese Rücksprache zweifellos dadurch, daß England, Frankreich und die Vereinigten Staaten mit einer Frist bis zum 20. Februar die
ultimative Frage an Japan richteten, ob es Kriegsschiffe über 35 000 Tonnen baue oder bauen werde. Ultimativ ist diese Anfrage nur im Ton, nicht in dem Sinne, daß sie eine ausgesprochene Drohung enthält. Allein unausgesprochen sagen doch die beiden Noten Englands und der Vereinigten Staaten, daß diese Länder — in Abweichung zu den bisherigen Rüstungsbeschränkungen — zum Bau von Schlachtschiffen über 40000 Tonnen übergehen wollen, wenn sie von Japan keine befriedigende Auskunft erhalten.
Es ist begreiflich, daß sich Italien, das zu seinen bereits vom Stapel gelaufenen zwei 35 000-Tonnen- Schlachtfchiffen eben zwei große Neubauten auf Kiel legt, über die Pläne der großen Seemächte unterrichten will. Die italienische Presse unterstreicht diese Besorgnisse, indem sie die starke Vermutung ausspricht, daß sich die Amerikaner den Pazifik und die Engländer den Atlantischen Ozean Vorbehalten haben und daß „diese Aufteilung schon der Ausdruck eines wirklichen Bündnisses ist". Die Bevölkerung in den Vereinigten Staaten ist ausgesprochen kriegsfeindlich, darum leugnet die Washingtoner Regierung solche Vermutungen mit Energie. Um so stärkeres Aufsehen erregte es in der internationalen Welt, daß der englische, aber auch in den Vereinigten Staaten sehr angesehene
britischen Völkerbundsoereinigung, in dem „National Liberal Club" erklärt hat, die britische Regierung habe Washington die Versicherung ihrer Bereitschaft gegeben, die Vereinigten Staaten bei jeder Aktion, die diese im Fernen Osten beschließen würden, sofort zu unterstützen. Das ist dasselbe, was Eden den „Gleichschritt" genannt hat, in dem England und die Vereinigten Staaten im Fernen Osten vorgehen werden! Pikant ist. daß Mussolini in Washington, nicht in London anfragen ließ!
Die amerikanische Fioiienvorlage wird noch erweitert.
Washington, 12. Febr. (DNB. Funkspnich.) Der Vorsitzende des Marineausschusses des Abgeordnetenhauses Vinson, kündigte einen Ergänzungsantrag zur neuen Flottenvorlage an. Der Antrag werde die Ermächtigung zum Bau einer Kriegsflotte verlangen, die stark genug seh um gleichzeitig die Küsten des Pazifischen Ozeans und des Atlantischen Ozeans sowie die Panama -Kanalzone, Alaska und die überseeischen Besitzungen der Vereinigten Staaten gegen jeden etwaigen Angreifer verteidigen zu können. Nach der Feststellung, daß die Flottenrüstungen in der ganzen Welt die Vereinigten Staaten mit Besorgnis erfüllen, empfiehlt der Antrag im Falle einer internationalen Abmachung über eine Begrenzung der Flottenrüstungen den Präsidenten zur Sistierung des laufenden Bauprogramms innerhalb der vereinbarten Grenzen zu ermächtigen mit Ausnahme jedoch der bereits im Bau befindlichen Schiffe.
Der Regierungswechsel in Rumänien.
Warum stürzte Goga?
Mit Sympathie hat das deutsche Volk die Bemühungen der Männer verfolgt, die unter der Leitung des ehemaligen Ministerpräsidenten G o g a versuchten, ihr Volk von der Judenherrschaft zu befreien und ihm einen neuen nationalen Staat zu geben. Es kann auch nicht die Auffassung geleugnet werden, als ob mit dem Regierungsantritt Gogas bereits die Formung eines autoritären Volksstaates endgültig gesichert sei. Um so überraschender kam für die meisten die Nachricht, daß Goga durch König Carol von seinem Amte' entbunden wurde. Nachdem wir nun einen gewissen Abstand von den Ereignissen gewonnen haben, ist die Frage berechtigt, worin die Ursachen dieser plötzlichen Umwälzung zu erblicken' sind.
Eine gewisse ausländische Presse hat in ihrer Schadenfreude Vermutungen über die Hintergründe des rumänischen Regierungssturzes geäußert, die, wenn man genauer Hinsieht, in keiner Weise den Kern der Dinge treffen. Denn kein ausländischer Zwang, keine Boykotthetze und keine jüdische Sabotage würde die nationale Erneuerung eines Volkes verhindern können, wenn nur dieses Volk in sich geeinigt und entschlossen ist, mit seinem Führer den Marsch zur Freiheit anzutreten. Aber gerade diese Voraussetzung war es, die den zweifellos vom besten Willen beseelten Männern des Goga-Regimes fehlte. Es hat deshalb auch unter den Deutschen, die mit den Verhältnissen in Rumänien genauer vertraut waren, niemals einen Zweifel über die außerordentlichen Schwierigkeiten gegeben, denen sich Goga bei der Lösung seiner hohen Aufgabe gegenüber sah.
Man muß bedenken, daß der gestürzte Ministerpräsident, dessen- starker Ordnungswille anerkannt werden muß, nicht über den nötigen organisatorischen Rückhalt verfügte, der nun einmal nötig ist, wenn große politische Entscheidungen fallen sollen. Man erinnert sich, daß seine Christlich-Nationale Partei bei den letzten Wahlen nur einen verhältnismäßig geringen Prozentsatz aller Stimmen auf sich vereinigen konnte. Goga mußte sich deshalb zum Teil auf Koalitionen und Kombinationen bei der Regierungsarbeit stützen, die feinem Ziel innerlich fernstanden und ihn im entscheidenden Augenblick im Stiche ließen.
Die Regierung Goga besaß auch kein eigenes Ideengut, das sie mit dem Volke aufs innigste verband und das es ihr gestattet hätte, aus'den besten Kräften des Volkes eine feftgejuqte und machtvolle Bewegung zu entwickeln, auf die sie sich hätte unbedingt verlassen können. Das nationalsozialistische und faschistische Beispiel hat aber gezeigt, daß die Erweckung der lebendigen Volkskräfte und ihre Zusammenfassung im Glauben an den Führer und die neue Zeit die ersten Voraussetzungen sind für die Aufrichtung eines autoritären Regimes, für die Verwirklichung einer Staatsldee, die auf den Grundsätzen der nationalen Ehre und Freiheit be-
ruht. An solcher weltanschaulichen Geschlossenheit und an der dadurch entwickelten Dolkskraft fehlte es. der Regierung Goga. Uns find die Absichten und Wege unbekannt, denen die neue rumänische Regierung folgen wird. Aber eins wissen wir aus den Lehren der Geschichte: daß nämlich nur d i e Regierungsform von Dauer ist, die unter Verzicht auf jegliche fremde Unterstützung die Quelle ihrer Kraft allein im eigenen Volke sucht und findet.
Heinrich Evers.
Llmsleas außenpolitisches Programm.
M f Wtz
Patriarch Miron C h r i ft e a, Rumäniens neuer Ministerpräsident. — (Scherl-M.)
Bukarest, 12. Febr. (DNB.) Ta tares cu übernahm am Freitag das rumänische Außenministerium. Man betrachtet die Uebernahme durch Tatarescu als eine Garantie für die Fo rtfüh - r u n g der traditionellen 'rumänischen Außenpolitik. Wie man betont, hat Ministerpräsident Miron Christen bei der Eidesablegung vor König Carol erklärt, die neue Regierung wolle im Innern das Land befrieden und nach außen das Vertrauen kräftigen, das Rumänien von feinen Verbündeten und allen benachbarten Mächten benötige, mit denen es in guter Eintracht leben wolle. Im Interesse eines allgemeinen Friedens wolle die Regierung nach Möglichkeit ihre Freundschaften vermehren.
bensfragen der Nation verbunden fühlt. In den einzelnen Arbeitsgemeinschaften, welche alle unter dem Motto „Beiträge zur Lebensordnung des deutschen Volkes" stehen, wird der praktische Einsatz der Wissenschaft zum Nutzen der Nation veranschaulicht. Ganz besonders ist es zu begrüßen, daß die zur Behandlung stehenden Probleme keinen allgemeinen Charakter tragen, sondern sich auf den geistigen und geographischen Lebensraum der jewelligen Universität beziehen.
So steht zu erwarten, daß der Reichsberufswettkampf 1938, der fünfte, der zur Durchführung gelangt, noch in weit stärkerem Umfange als feine Vorgänger die Einsatzbereitschaft des ganzen Volkes zum Ausdruck bringt. Nicht jeder kann Sieger werden, aber diejenigen, welche als erste durchs Ziel gehen, werden einer Auszeichnung teilhaftig, die sie gewiß ihr ganzes Leben nicht vergessen werden: Der Führer wird ihnen am 1. Mai die Hand drücken. D. S
Konzentration der Kräfte.
Die Erlasse des Führers und Reichskanzlers vorn 4 Februar sind in der Auslandspresse vielfach Mißdeutungen ausgesetzt gewesen. Die aus Uebel- wollen und Sensationshascherei schon vorher überaus freigebig ausgeftreuten Gerüchte machen langsam Ueberiegungen über die tatsächliche Bedeutung der Entschlüsse des Führers Platz. Man beginnt auch im Ausland zu erkennen, daß die scharfe Zusammenfassung aller außenpolitischen, militärischen und wirtschaftliche» Kräfte des Reiches die zentrale Machtstellung der nationalsozialistischen Staatsführung außerordentlich verstärkt hat. Wenn auch jede einzelne der am 4. Februar vollzogenen Um-, besetzungen im Zuge einer- natürlichen Entwicklung und Verjüngung gelegen haben mochte, so hat doch die Zusammenfassung aller zum Teil schon seit längerer Zeit als notwendig empfundenen und vorgesehenen, zum Teil jetzt einer späteren Entwick- „ lung vorweggenommenen Maßnahmen den großen einheitlichen Plan erkennen lassen, der das Ziel verfolgt, die gesamte Macht in der Hand des Führers zu vereinigen. Das ist — von den wehr- und wirtschaftspolitischen Entscheidungen wurde schon gesprochen — in der Leitung der Außenpolitik geschehen durch die Bildung des Geheimen Kabinettsrats, zu dessen Präsidenten der bisherige Reichsaußenminister Freiherr von N e u k a t h ernannt worden ist, womit auch vor dem sich immer gern besorgt gebärdenden Ausland die Kontinuität der außenvolitischen Linie des Dritten Reiches besonders sinnfällig unterstrichen wird, wofür auch schon die Person des neuen Reichsaußenrninstters von Ribbentrop bürgt, der als Sonderbeauftragter des Führers bei Abschluß des deutsch-englischen Flottenabkommens und des Antikomminternpakts sowohl wie auch als Botschafter in London Gelegenheit gehabt hat, die in zahlreichen Manifestationen des Führers unmißverständlich niedergelegten außenvolitischen Grundanschauungen des Nationalsozialismus in wesentlichen Einzelheiten in die Tat umzufetzen. Wenn mit dem deutschen Volk auch das Ausland in größter Spannung die Rede des Führers erwartet, die für die traditionelle Frühjahrsfitzuna des Deutschen Reichstags am 20. Februar anaefflnbigt worden ist, so ist das der beste Beweis dafür, wieviel die Stimme Deutschlands im Rat der Völker heute wieder gilt und wie schwer heute auch wieder außenpolitische Entscheidungen der deutschen Staatsführung wiegen, zumal in einer Zeit, die gekennzeichnet ist einerseits von der wachsenden Erkenntnis der Ueberlebtheit bislang bestimmender außenpolitischer Vorstellunaen und dem Suchen nach neuen Grundlagen für das Verhältnis der Völker, untereinander, andererseits aber auch von dem nervösen Bemühen, bestehende Gegensätze zu verhärten in der törichten Meinung, sich durch beharrliches Festhalten an Methoden, die ihre Unbrauchbarkeit längst erwiesen haben, sich der natürlichen Entwicklung entgegenstemmen zu können.
Es war besonders reizvoll, zu seh"n. wie ma" im Ausland in der völlig grundlosen Aufregung über die Entschlüsse des Führers durchweg ganz v--r- gesien zu haben schien, daß gerade die drei großen westlichen Demokratien, deren Presse nicht laut genug von finsteren Plänen der autoritären Staats- führung Deutschlands orakeln konnte, in den letzten Wochen selbst ihre ganze Eneraie für jene Konzentration der Kräfte eingesetzt haben, die man nun plötzlich, wo das nationalsozialistische Deutschland aus der natürlichen Gegebenheit seines politischen Grundprinzips an einem markanten Punkt seiner Entwicklung-dazu schreitet, als bedrohlich emvfindet. Roosevelts zweite Amtsveriode als Präsident der Vereinigten Staaten war bislang ausschließlich erfüllt non dem Bestreben, d»m Staatsoberhaupt die Machtbefugnis zu geben, die ihm gestatten, der amerikanischen Wirtschaft nro- duktionsregulierende und soziale Bindungen auszuerlegen, die er als staatspolitische Notwenbiakrit empfindet, um Amerika aus einem hemmungslosen Kapitalismus in geordnete Planwirtschaft überzuleiten, von der allein er sich die llebenrnnhunq - außerordentlicher wirtschaftlicher Schwierigkeiten und mit wachsender Erbitterung oeführicr sozialer Kämpfe versvricht. Er hat feine Pflöcke schon erheblich zurückstecken müssen und es ist schwer zu durchschauen, ob es ihm gelingen wird, sich gegen die nur aus der in den Vereinigten Saaten herrschenden ungesunden Verstlzung von Politik und Wirtschaft wie der für Amerika eia<mtümlich"n Auslieferung von Verwaltjina und Justiz an die Parteien verständlichen Widerstände burchrusttzen D"nn das darf nicht vergessen werden, den, Präsidenten der Vereinigten Staaten hat ia die Veri^ssuna weit größere Rechte übertragen als sie das Staatsoberhaupt irgend eines anderen demokratischen *Lar>d"s ober ein konstitutioneller Monarch besitzen. Er steht veriönlich an der Svitze der Regierung, deren Zusammensetzung er allein nach feinem Gutdünken be- ! stimmt, wie er auch in der Leitung h**r A"ß-m- volitik, ledialich unterstützt von seinem Staatssekretär, unabhängig ist und als Oberbefehlshaber der amerikanischen Wehrmacht den benfbar grämen Einfluß auszuüben vermag Erft in biefen T-aaen ist er als solcher mit einer Botschaft an ben Konareß hervorgetreten, in der er die seiner Ansicht noch notwendige neue Flottenvorlaae bearünbete die eine bedeutende Vermehrung besonders auch der Jahl her graben Schlachtschiste n^riieht Auch hie soeben bekannt gewordenen Mastnnhrnen zur Veriünguna des Ofstzierskorvs heg amerikanischen - Landheeres dürften auf die -^nifiotine de« Prä st» ; henten zuriickaehen Alles in allem alfö auch 'n ben llch fo viel auf ihre Demokratie zuaute tue 'den bereinigten Staaten eine Konzentration ber IKräfte", die sich trotz aller Abweichungen im Ein»
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